Pommern und Stralsund

 

Rügen und Pommern

 

STAVENOW AUF DARSBAND UND LANZEVISS

 

Stavenow (Stouenoue) auf Darsband und Lanzeviss, Rügen, Pommern

Auf Rügen wohnte seit dem 7. Jahrhundert die so genannte Ranen. Sie kamen wie viele andere Slawische Stämme während der Völkerwanderungszeit nach Deutschland.


"Die Herausbildung des Stammes der Ranen erfolgte, nachdem ein Teil der ab dem 7. Jahrhundert im Zuge der Völkerwanderung in die ehemals ostgermanischen Gebiete zugewanderten Slawen sich Siedlungskammern auf und um Rügen erschloss, welche vor der Völkerwanderung von den Rugiern bewohnt waren. Erwähnung finden die Ranen nach neuerer Auffassung erstmals bei Widukind von Corvey, als sie 955 als Gefolgsleute des sächsischen Markgrafen Gero an der Schlacht an der Raxa teilnahmen. Anfang des 12. Jahrhunderts versuchten die Dänen mehrmals, die ranische Vormachtstellung in der südlichen Ostsee zu brechen.


Die Ranen verloren ihre Unabhängigkeit, als die christlichen Dänen unter König Waldemar I. und dem Roskilder Bischof Absalon am 15. und 16. Juni 1168 die Tempelburg auf dem Kap Arkona eroberten. Nach der dänischen Einnahme dieses Hauptheiligtums kapitulierten die Ranen und übergaben Charenza kampflos. Daraufhin wandten sich die rügenschen Fürsten dem Christentum zu und sicherten so ihre Vormachtstellung in die neue Zeit hinein. Fürst Jaromar I. wurde zum Lehnsmann des dänischen Königs und die Insel wurde Bestandteil des dänischen Bistums Roskilde, während das Festland dem Bistum Schwerin unterstellt wurde. Die Ranen kämpften nun auf Seite der Dänen gegen die Pommern, bis 1186 war ganz Pommern dänisch geworden."


In dieser Zeit der mittelalterlichen deutschen Ostkolonisation wurden die Ranen christianisiert und aus den westelbischen Gebieten wanderten Niedersachsen, Westfalen, Holsteiner, Friesen, Holländer und Flamen zu. Dadurch starb die polabische Sprache der auch Rügenslawen genannten Ranen am Anfang des 15. Jahrhunderts endgültig aus.

Die meisten heutigen Ortsnamen auf Rügen sind aber – wie auch viele Familiennamen – slawischen Ursprungs.

Mit Wizlaw III. von Rügen starb im Jahre 1325 der letzte slawische Fürst Rügens."

(https://de.wikipedia.org/wiki/Ranen)


Eine Theorie über die Ausbreitung der frühesten Familien.

Wenn wir davon ausgehen, dass die Familie, als die alte Geschichten sagen, aus Russland stammt, könnte die folgenden Theorien plausibel sein. 


600-900 Russland

Die Familie wird wahrscheinlich während der Völkerwanderung in der Zwitraum um 600 bis 900 aus Russland gekommen.

Man behauptet, die Familie Stavenow sei früher sehr mächtig und aussergewöhnlich reich begütert, in Russland gewesen, sind aber als Emigranten nach Norddeutchland gekommen, möglicherweise von den Wikingern auf der Flucht getrieben, nach Norddeutschland als Flüchtinge gekommen. 


Wenn diese Familie ihren gesamten Stamm mitbrachte, könnte man vielleicht von einem Fursten sprechen.


911-918 Lenzen Brandenburg

Das Christlichen Slawischen Fürstensohn Siegfried, Sohn von die Herrn von Stavenow, wird ernennt in die Sage Roswitha von Mellen. Der Fürst ließ sein Sohn Siegfried im Kloster Lüneburg christlich erziehen. Er lass möglicherweise Müntze um 911-918 prägen, als Tribut zum Germanischen König Conrad I -  seine Treue zu zeigen. Sein Sohn (oder ein späteren Nachkomme) namens Sigfrid wird dann vom heidnischen Slawomir ermordet in Lenzen am Rambower See.


929 Lenzen Brandenburg

Die Schlacht bei Lenzen fand am 4. September 929 zwischen Sachsen und Elbslawen in der Nähe von Lenzen statt. Die Familie Stavenow muss wohl an den Germanischen Seite schon in diesen Zeit gestritten zu haben, als die Elbslawen wurden besiegt. 


Nach 929 aber vor 1164 Die Familie trennt sich wohl aus Religiöse grunden

Wir behaupten das der Hauptzweig der Familie in Prignitz um diese Zeit, Germanischen Vassallen geworden sind und damit aus dem "Fürstenstand" ausgetreten zu haben. 


Möglicherweise, hat der Familienzweig der sich nach Rügen suchte (ob es ein Teil der Prignizen Familie ist) nicht zum christenthum konvertieren lassen wollten. Es gab slawische Familien, in denen Mitglieder derselben Familie gegeneinander kämpften, während einige zum Christentum und zu den Deutschen übergingen. Vielleicht wollten die Familie auf Rügen Ihren slawischen Sitten und Religion behalten. Wäre es so, ist der Familie Stogenew wohl schon vor 1164 nach Rügen gegangen, als Rügen danach auf jeden Fall von den Dänen Christianisiert geworden ist. 


1252 Lenzen Brandenburg

1252 wissen wir das der Hauptzweig der Brandenburgischen Familie Stavenow, der auf Schloss Stavenow sass, die Stadtrechten Lenzens bestätigt mit Gerhard de Stavenow 1252, er ist (wohl Brandenburgischen Rat) unter Markgraf Otto. 


1261 Schlesien

Ein jüngeren Zweig geht nach Schlesien, mit dem Pfarrer Ignatius Stabenau. Diesen Zweig gehört wohl zu den Brandenburgischen Zweig als Mitglieder der Familie tauchen auf in Schlesien in den Volgenden Jahrhunderten.


1317-1337 Hauptzweig der Familie ging nach Mecklenburg über

Der Hauptzweig der Familie auf Stavenow, verlassen Brandenburg (nach 300 Jahren), für Mecklenburg 1317 nach einer Schiedsspruch Zwichen Valdemar I von Brandenburg und den Grafen von Schwerin. Stavenow wird Untervassallen der Grafen von Schwerin und bekommen dafür Schloss und Dorf Gorlosen u.a. Guten vom Grafen. Nach dem Tode des brandenburgischen Markgrafen Waldemar I 1319 eroberte Heinrich II "der Löwe" von Mecklenburg, Herr zu Mecklenburg, Stargard und Rostock die Prignitz und die Uckermark.


1319 Ein Jüngeren Zweig blieben doch Brandenburger unter Valdemar in der Neumark

Ein Jüngeren Zweig der Familie bleibt doch auch nach 1319 Brandenburgische Vassallen und wohnte in der Neumark, begütert mit Gut Blankenfelde (Vgl. Gerhard von Stavenow 1319 der noch als Brandenburgischer Vassall unter Markgraf Valdemar I ernennt ist nach dem Schiedssverfahren).


Zwei Theorien über die Schreibweise des Namens

Nach Rügen vor 1164 oder nach 1298?

Die Familie Stavenow gehört zu den alten Wasallen-Geschlechtern des Hauses Putbus. Bereitz 1307 wird der Wende ”Stogenew” in einer Urk. des Ritters Pribbor von Wilmeniz genannt. (Urk Nachtrag nr 2.) Clawes Stoghenewe ist ernennt 1445 und Slawke Stoghenewe (1508). Berthold Stogenew (1495) Bertolet Stubbenewe  1538. Woldemar Stouenewe 1619.

(Dzieje Slowianzcyny Polnocno-Zachoniej Az do Wynarodowiena Slowian Zaodrzanskich Przez Wilhelma Boguslawskego Tom IV Poznan 1900 S 574) 

 

Der Familienname  "Stogenow oder Stogenew", scheint auf Latein "Stavenow" geschrieben. Es soll.der "Zornmütige" bedeuten. 


Theorie 1 Nach Rügen um 1298

Ein Conrad v Stavenow, ging nach Norden und ist 1298 als Brandenburgischen Ritter in Torgelow, Heutigen Mecklenburg Vorpommern etwa 70 km von Rügen ernennt. Möglicherweise, ist Conrad v. Stavenow der Stammvater der Familie auf Rügen, ob er seine Heimat verlassen hätte. Um 1298 war schon alle Christen, auch auf Rügen, und dann hat es nichts mit Wendischen Sitten oder Religion zu tun, sondern vielleicht das er ein Gütlein erworben könnte als Untervassallen des Hauses Putbus. Als er wohl ein Jüngeren Linie der Familie gehörte, könnte er wohl nichts in Stavenow erben als Henning und Jan v. Stavenow gemacht haben.


In diesem Fall hat der Buchstabierung des Namens nur eine einfache dialektale Erklärung. 

(V.gl. Gerhardus de Steuenowe 1252 Brandenburg und andere interessante Buchstabierungsvarianten). 


Die plattdeutsche Sprache ist eine eigene Laut- und Schriftsprache, die sich in zahlreiche Dialekte unterteilt. Dies zeigt sich bereits an dem uralten Ausspruch: "Dat gifft soveel Dörpsdialekten as Fleigen op de Mess" (Es gibt so viele Dorfdialekte, wie Fliegen in der Messe). Die Dialekte der Insel Rügen, beeinflusst durch die Dänen, Schweden und Preußen sind sehr vielfältig. Ebenso wurden sie sehr stark durch die Seefahrt geprägt. Die alteingessenen Rüganer und die Fischer sprechen diese Sprache noch heute untereinander. Bei den neu Hinzugezogenen ist es nicht selten, dass sich ihr Hochdeutsch sehr schnell mit unserem Platt vermischt und so eine ganz neue Sprachkultur entsteht. Dies kann möglicherweise den Unterschiedlichen Buchstabierungen erklären.


Für diese Theorie spricht auch noch die Tatsache, dass es noch Heute in Russland Menschen mit unserem Namen gibt. Obwohl mit kyrillischen Buchstaben geschrieben, in gleicher Weise geschrieben.


Theorie 2 Nach Rügen vor 1164

Es gibts eine andere Theorie der Buchstabierung und Bedeutung des Namnens, welches scheint sehr Interessant. Wir haben lange über die eigentliche Bedeutung des Namens nachgedacht. Es könnte so sein, das die Buchstabierung des Namens "Stogenew" ist der alten Slawischen Form des Namens, und "Stavenow" der späteren Latinisierten Form, benutzt bei den Brandenburgischen Familie der offensichtlich Schon früh in den Klostern Latein und Christenthum Studierte. Bereits in die Legende von Roswitha v. Mellen scheint es, dass die Stavenows in Prignitz während der Zeit der Slawen früh christen geworden sind. Seitdem wurde Siegfried im Kloster Lüneburg erzogen. 


Einige Slawen hielten an ihrer heidnischen Kultur und Religion fest so lange wie möglich, und andere, wie den Slawenfürsten Stavenow, wurden früh zum Christentum konvertiert. Rügen war am längsten ein Zentrum Slawischer Religion und Kultur und war einer der letzten Enklaven der Slawen für ihre eigene Kultur in Deutschland. Rügen behielt den heidnichen Göttern bis 1168. Dann wird Rügen Christianisiert bei den Dänen, unter König Waldemar, aber der letzten Slawischen Fürsten auf Rügen starb erst im Jahre 1325.  


Es könnte also wohl so sein das der Familie auf Rügen schon als der Familie Stavenow in Brandenburg Christen geworden sind, geteilte sich und also vor 1164 suchte sich zu den Wendischen Herren auf Rügen. Während der Christianisierung der Slawen schienen mehrere Slawiche Familien aus religiösen Gründen aufgeteilt zu sein. Diesen Familienzweig könnte sich also nach Rügen gesucht haben, ob man sich nicht zum christenthum konvertieren lassen wollten. Vielleicht wollte man die slawischen Sitten, Kultur, Sprache und eigenen Religion am längesten behalten.


Wäre es so, ist der Familie Stogenew wohl schon vor 1164 nach Rügen gegangen, als Rügen danach von den Dänen Christianisiert geworden ist. Vielleicht sind sie nach Rügen geflohen, wenn sie gegen die Deutschen gekämpft haben (zum Beispiel in der Schlacht von Lenzen im Jahr 929).


Dieser dritten Zweig der Familie wohnte auf jeden Fall vor 1307 an Rügen - Begütert mit Darsband. Die waren also Rügianer schon vor Heinrich v. Stavenow Mecklenburger in 1317 geworden ist. Es hat wahrscheinlich also nichts damit zu tun, dass die Familie in Prignitz Mecklenburger wird 1317 und vielleicht auch mit den Pommerschen Herschern gefochten haben gegen die Polen. Es besteht also auch die Möglichkeit, dass dieser Teil der Familie schon früh nach Rügen ging, um seine slawische Kultur und Religion so weit wie möglich zu bewahren als der Prignitzen Teil der Familie lassen sich Christianisieren und wird Vassallen der Germanen. Es könnte auch erklären, warum die Wendische Schreibweise des Namens in Rügen beibehalten wird, während die frühen christlichen Stavenows in Prignitz die latinisierte Variante des Namens früh übernahmen. Rügen bleibt Wendich bis 1325.


Der Name "Slawke" ist Kürtzform für Slawomir, und deutet an einen Slawischen herkunft. Der Name Slawomir bedeutet auf Deutch "Ruhmreich Dank Frieden". Es könnte also interprätiert sein als ein Slawichen Form des germanischen Namens Siegfried. Es ist nicht unmöglich das diesen Familie bekannt war mit Siegfried Stavenow in die Legende. Eine interessante Tatsache, die zeigt, dass sowohl der Zweig Prignitz als auch die Familie auf Rügen mit ihren slawischen Ursprüngen bekannt war, ist, dass slawische Namen noch im 14. Jahrhundert verwendet wurden. Der Familie Stavenow in Prignitz hat auch noch im 14en Jahrhundert Slawiche Namen benutz haben, also auch nach der Zeit der Slawen. Z.b. ist eine Zachaia Stavenow, ernennt als Camerarica bei der Nonnenkloster in Kyritz ernennt im Jahr 1363.

(Quelle: Baltiche Studien. Gesellschaft für Pommersche Geschichte und Alterthumskunde. Stettin 1882. Zweiunddreiziger Jahrgang. S 150.) 


Die Analyse diesen Wendischen Namen ist interessant. Die "Wenden" ist eine veraltete Bezeichnung für Slawen im deutschsprachigen Raum (Germania Slavica). Das seit dem 12. Jahrhundert gebräuchliche Ethnonym geht auf althochdeutsche Vorläufer zurück und diente den Verwendern als Fremdbezeichnung zur Abgrenzung von „den Anderen.“


Stavenow ist wohl die latinisierte Form des Wendischen Namens "Stogenew". Dafür spricht dass Mitglieder dieser Familie mit dem Buchstabierung Stavenow in Lateinischen Urkunden geschrieben sind. 


Bild unten

Matrikeln und Verzeichnisse der Pommerschen Ritterschaft vom XIV bid in das XIX Jahrhundert. Dr R Klempin und G KRatz. Berlin 1863. (S 136 und 137)

 

Bilder Unten

Links: Vom Siegel Slawke Stoghenow 1307. (Siebmacher).

Rechts: Familie Stavenow (Stouenoue) auf Darsband und Lanzeviss, Rügen, Pommern. Farben: Silber und rot. Laufender Fuchs und drei rote Rosen.




1321 Stavenow aus der Gefangenschaft gelöst (Pommern)

1321 (R B:475). Verzeichnis der Pommerchen Kosten fur den Krieg gegen Brandenburg. Stavenow fur VII Talentae aus der Gefangenschaft gelöst.


Anm: Umfassten die pommerschen Kriegskosten auch die gefangenen Mecklenburger? Ob es auch um Mecklenburger handelt, dann könnte es ein Mitglied der Prignitzen Stavenows sein, z.b. Henning Stavenow der seit 1317 Mecklenburgischen Ritter geworden ist. Aber wenn die Verzeichniss nur pommersche Ritter enthält, dann handelt es sich wohl um die Familie Stogenew auf Rügen. 


Wäre es so, haben wir ein Indicium um das der Name Stogenew/ow auf Latein, Stavenow buchstabiert wird.


1421 Michael Stavenow (Stralsund) 

 

Stralsund Liber Memorialis 13 juli 1421. Michael Stavenow in Stralsund ist ernennt sowie Marquard von Zweryn (Schwerin), der Vogt.

Der Familie Stavenow in Prignitz waren auch früher Vasallen unter den Grafen von Zweryn (Schwerin) 1317-1337, danach sind sie wieder Brandenburger geworden.

Dafür ist Michael Stavenow wohl mitglied der Rügianischen Familie. Stralsund liegt ja genau in der nähe von Rügen und mehreren mitgliedern der Familie auf Rügen wohnte in Stralsund.


Es könnte also eventuell so sein, das das älteste, Slawichen Art Buchstabierung des Namens, lebte länger mit diesen Familienzweig auf Rügen.


Bild unten

Aus der Stralsunder Liber Memorialis 1421




Ernennt 1495 1538 Berthold Stogenew (Stralsund) 

 

Unten ist ein exemel von Mitglieder der Familie auf Rügen, die in Stralsund wohnten.

Die Marienkapelle auf dem Garzer Burgwall

"Kurz vor der Jahrhundertwende nahmen zwei lokale Vorsteher eine Summe von 20 Mark entgegen, die der in Stralsund wohnhafte rügische Adelige Berthold Stogenew 1495 zur Einrichtung einer ewigen Messe an der Kapelle testiert hatte."(570)


570 SAS Test. 792 (1495), StralsLbmem VI 284 (1496/97). Als Vorsteher fungierten die Adeligen Henning von Rade und Jaroslav von Kahlden.


(Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern V 42. Bengt Büttner Die Pfarrereien der Insel Rügen. Böhlau 2007 S 384).


Anm: Die Urkundsexzerpt zeigt, das der Rügianische Familie Stavenow auch in Stralsund wohnte. Es war wohl nur der Agnat der Familie der auf das Gutlein Darsband lebte.

 


Putbus 1307-1625

No. 396. Anno 1619, zu Putbus, den 5 febr.

Woldemar Stoueneue verkauft an Daniel v Kahlden under gewissen Bedingungen seinen Hof Lantzewiss. Aus der Abschrift in der Acte No. 20b. des Fürst. Arch zu Putbus.


Nachdem der wohlgeborene edle herr Woltmar Wulff Freiherr zu Putbus auf vielfältiges Anbringen der Exeditaren des Edlen und ehrenvesten Woldemar Stoueneue zu Lanzewiss erbsessen, ex officio den heutigen Tag zur Richtigmachung dieser Sache augesezet, so habe sich bekunden den, dass er Woldemar Stoueneue und seinen Lehns erben schwer, ja unmöchlich fallen würde, wegen der übertiefen Schulden last solch Gut Lanzewiss zu salviren. Deshalb er, Woldemar, es für rathsam erachtet, zur Gehaltung seines ehrlichen Namnens das Gut lieber in Besitz seines Sohnes und der unten genannten adlichen Beistände zu alieniren, und deshalb dasselbe nun nach recihlicher Jähriger Deliberation den edlen und ehrenwesten Daniel von Kahlden für 8000 Mark, auf den rügianischen Umschlag des 1620ten Jahres bar zu erlegen, zu verkaufen; und damit er in ehras gratificirt sein möge, so habe Daniel v. Kahlden K. sich entschlossen, über diesen Kaufschilling ihm 100 Fl. zu vererhren und dieselben bei Antretung des Guts auf Petri 1620 zu erlegen. Weil aber Woldemar Stoveneuen ältester Sohn ex priori matrimonio zu diesem Gute der nächste, ist ihm zwichen dato und Johannis frei gelassen, sich cathagorie zu resolviren, ob er die Creditoren contentiren und dadurch diesen zwichen seinem Vater und Daniel von Kahlden abgeschlossenen Eventual:Contract an sich bringen wollte. Dieser Contract ist von den Contrahenten und zum Zeugniss von den edlen und ehrenvesten Gustaf von Kaulden zu Malzin, Peter von Kahlden zu Kotelviz, Tönnies und Hinrich Gebr. den Sagern zu Testevitz und Tessits, Erich von Kalden zu Schoritz und Hans Crassowen zu Salichow Erbsessen mit unterschreiben.  


Die Familie St. gehört zu den alten Vassallen Geschlechtern des Hauses Putbus. Bereits 1307 wird "Stogenew" in einer Urk. des Ritters Pribbor von Wilmeniz genannt. (Urk. Nachtrag Nr. 2) Der hof Darsband bei Putbus scheint sich am längsten in ihren Besitz erhalten zu haben. Um die Mitte des 16 Jahrh. Lebte Berthold St. zu Darsband (1556). Er verpfändete Tags nach Oeuli 1568 seinem Sohne Wollert sein Gütlein D. für 4500 Mk., hinterliess ausser diesem aber noch 3 Söhne Woldemar, Bartelt (Berthold), und Claus. Als Wollert St. in Septbr. 1590 starb, hinterliess er eine Wittwe, Anna v. Paselichs, einen mit ihr erzeugten Sohn Ludwig St., und vier in erster ehe mit Anna v. Kahlden a.d.O. Malzin erzeugte Töchter Elisabeth, Anna, Maria und Ursula.


Da aber verwickelte Vermögensverhältnisse vorhanden waren, der Lehnherr, Fridr. Ludvig zu Putbus, Comptor zu Wildenbruch, das Gut auch nicht länger in pfandbesitznicht besassen wollte, so nahm Woldemar St. es für 9000 Mk. Und Korn, Sahrente habe K. Für 1027 Mk. erb- und eigenthümlich an. Aber auch er konnte den übernommenen Verpflichtungen nicht nachkommen. Der Herrschaft zu Putbus scheint eine Zeit lang Darsband selbst bewirthaftet, und Woldemar Stavenow Lanzeviss verpachtet zu haben, 1611, den 21 Febr, nahm er es indess wieder an, um es Gewiss bald gänzlich an die Herrschaft abzutreten, die ihm Lanzewiss übergab und eine Summe Geldes zugesand; den 22 Januar 1613 hat er um Auszahlung eines ihre noch zu zustehendes Restes ans,, der beliebten Handlung wegen des Gutes Gutes Darsband.”


- Der ist obiger Urk. abgeschlossene Kauf von Lanzewiss kam indess nicht zu Stande, sondern Waldemar St. verkaufte es d.d. Bergen, den 11. November 1619 an seinen Sohn Bartelt St. für 8752 Mk. Im Jahr 1621 war Barthelt St aber schon wieder in drückender Noth. Sich aus dieser zu retten, verpfändete er den 17. Juni 1623 Lanztewitz an Daniel v Kahlden (a.b.D. Roteswitz) auf 10 Jahre. Den 20. März 1625 verpachtete dann der Frhr. Wollmar Pless zu Putbus dem Barthelt St. den Rewenhof auf 1 Jahr für 80 Fl. Das Geschlecht ist dann wohl erlochen oder in den Stürmen des 17 Jahrh. verschollen. Im Anfang des 18. Jahrhunderts, 1706 wussten, nach einem Zeugenverhör, die ältesten Leute durch Hörensagen von Ihren Eltern u.a. von einem ”Edelmann Stuveneven”, der zu Lanssteviss gewohnt habe, zu sagen.


Quelle: von Bohlen Geschichte des Geschlechts Krassow II Bd Seite 267.


 

Noch einen Wappenbrisur der Familie v. Stabenow in Mecklenburg

 

Verzeichnet als v. Stabenow ist diesen Wappen von einem Siegel im Siegelsammlung der ehemaligen Ludvigsluster Schlossbibliothek. Stadtarchiv Schwerin.  Es scheint einen Brisur von dem Wappen der Fuchs mit drei rote Rosen zu sein. Ohne der Fuchs, aber mit den Straussfedern zu den Obernwappen beibehalten und zwei rote Rosen. Ob diesen Siegel zu diesen Familie gehört und wer es geführt habe muss doch weiter erforscht zu sein.

 

LHA SN 11.7.2/22 Tafel Nr. 40. Siegelsammlung der Ludvigsluster Schlossbibliothek.

 

Dieses Wappen spricht eventuell für das auh der Familie auf Rügen lebte weiter in Mecklenburg wenn sie Rügen verlassen müsste. Das der Familie starb aus schon 1625 ist also nicht sicher, wenn man dieses Mecklenburgisches Wappen betrachtet. 


Bilder Unten

Links: Darstellung mit Farben - Wir können die Farben nur erraten, da die Blasonierung nicht enthalten ist.

Rechts: Das Original

 


1781-1844 Friederich George Andreas Stavenow (Rügen) (London)

Friedrich Stavenow from Mecklenburg arrived in London 8 September 1837. Profession, Baker. (Port of London, certificate of Arrival.  No 6631-2.)


Geburtsdatum: ca. 1781. Geburts­ort: Sudergravo, In The Isle of Rügen. Sterbedatum: 23. Nov 1844. Art des Ereignisses: Burial. Sterbealter: 63. Bestattungsdatum: 27. Nov 1844. Bestattungsort: London, Middlesex, England. Konfession: Lutheran. Titel des Stücks: Piece 4604: St George's, Little Allie Street, Goodman's Fields (Lutheran), 1843-1853. Burial Date: 27 Nov 1844 Burial Place: Whitechapel, Middlesex, England (Indexing Project (Batch) Number: I04833-9. System Origin: England-EASy. Source Film Number: 20060. Reference Number: 1-5 p.4.)


Kinder

Carl

Edward

Philip