Pommern und Stralsund

 

Rügen und Pommern

 

STAVENOW AUF DARSBAND UND LANSCHWITZ

 

1307 Stavenow (Stouenoue) auf Darsband und "Lanzeviss". Ein jüngeren Familienzweig.

Die Familie Stavenow in Pommern ist wahrscheinlich ein jüngeren Zweig der Familie Stavenow in Prignitz. Dies liegt vor allem an vier Umständen, 1 dem Namen ohne Präfix, 2 dem Familienwappen, 3 dem Titel und 4 der Tatsache, dass bereits 1298 ein jüngeres Familienmitglied in Torgelow bei Rügen erwähnt wird.


Namen

Aus die Gelegenheit das bereits 1307 das Präfix "von" aus dem Familiennamen entnommen wurde, mehr als 40 Jahre zuvor das Präfix "von" entnommen wurde von der rest der Familie. Das hauptsächlichen Namensveränderung kann im Zusammenhang mit dem Verlust/Verkauf des Schlosses Stavenow in der Prignitz verknüpft werden. Das präfix "von" wurde in allgemein aus dem ganzen Familie entfernt um 1349. Danach führt kein Familie Stavenow das Präfix mehr, eben ob die Familie manchmal von Stavenow ernennt wurden.


Die Familie auf Rügen trug jedoch den gleichen Titel „Edle und Ehrenfeste“ wie der Rest der Familie in Prignitz, Mittelmark und Neumark. Die waren also auch ein Rittermässigen Geschlecht.  Es ist also sehr wahrscheinlich das der "Wende" Stoghenow, bekannt 1307, das von im Namen entfernt habe, als er, als ein Jüngeren Sohn Gehard de Stavenows, aus dem Schloss Stavenow ausgelöst wurde nach 1298 aber vor 1307. Dies spricht auch dafür das Gerhard de Stavenow starb in den Zeitraum zwichen 1298 und 1307. Bei diesem Gelegenheit konnte Conrad auch nicht mehr das Spitzenschild der Familie auf Stavenow führen (Vgl. Prof. Galetti).


1252 Lenzen Brandenburg

1252 wissen wir das der Hauptzweig der Brandenburgischen Familie Stavenow, der auf Schloss Stavenow sass, die Stadtrechten Lenzens bestätigt mit Gerhard de Stavenow 1252, er ist, als unter den "fidelis nostri" ernennt, Brandenburgischen Rat unter Markgraf Otto. 


1261 Ein jüngeren Zweig nach Schlesien

Ein jüngeren Zweig ging früh nach Schlesien, wo dem Pfarrer Ignatius Stabenau erwähnt wurde 1261. Diesen Zweig gehört wohl zu den Brandenburgischen Zweig als Mitglieder der Familie tauchen auf in Schlesien in den Volgenden Jahrhunderten.


1298 Ein jüngeren Zweig kam nach Norden

Conrad v Stavenow, ging nach Norden und wurde im Jahr 1298 als Brandenburgischen Ritter in Torgelow erwähnt. In Heutigen Mecklenburg Vorpommern etwa 70 km von Rügen. Wohl ein jüngeren Sohn zu Gerhard v. Stavenow zu Stavenow. 


Ab 1307 sitzen die Stavenow auf Darsband, Rügen Pommern. Gibt es einen verwandtschaft zwichen den Pommerschen und Prignitzen Stavenows?

1307 Wird der "Wende" Stoghenow erwähnt, Untervassall des Hauses Putbus zu Rügen. War dieser dasselbe als den im Jahr 1298 erwähnte Conrad v. Stavenow, also wohl ein jüngeren Sohn Gerhards?  Dafür spricht drei Umstände. 1 Die Heraldik und 2 das Namen und 3 die Familien Führen dasselbe Ritterlichen Titel.    


2 Familienwappen - Die Heraldischen Indizien 

Beim Vergleich zu ähnlichen "Spitzernschilderfamilien" wird es möglich eine Erklärung zu finden. Die Ähnlichkeiten zwischen die beiden frühesten Wappen der Familie v. Rohr in der Prignitz und in Österreich sind auffallend ähnlich, sowohl in der Art, wie das Wappen von den Familie Stavenow auf Rügen als in der Prignitz geführt wurden. Die Familie v. Rohr haben später seine beiden früheren Wappen, den Spitzenschild von den Prignitzen v. Rohrs mit dem Wolf des Österreichichen v. Rohrs in dasselbe Wappen vereinigt.


Die ideologische Bedeutung zwischen den Motiven in den beiden ältesten Wappen - Wolf/Tier und Wolfzähne/Spitzenschild

Robert v. Blumenthal schreibt in Die Märkischen von Rohr das: Wenn es kommt zu die 1304 besitzlos gewordenen v Rohr durch die einreihung in den Spitzenschildverband, Verschwägerung mit Spitzenschildgeschlechtern und wahrscheinlich Belehnung mit gerade frei gewordenem Spitzenschildbesitz selber den Spitzenschild übernahmen, der möglicherweise irgendwie mit diesem Neubesitz verbunden war. Das lag um so näher, als auch der in Österreich verbliebene Sohn des 1304 verstorbenen Jans v Rohr, Heinrich mit seinem Sohn Albrecht ein neues Siegel, nämlich den geknebelten Wolfsrachen annahm. Deutet man die Schildspitzen als Wolfzähne (das Schwedische Geschlecht Ulfstand = Wolfzahn führte ebenfalls den Spitzenschild), so besteht hier sogar eine ideelle Betziehung des Spitzenschilds zum geknebelten Wolfsrachen."     

(Die Märkischen von Rohr, Robert von Blumenthal Deutsche Zeitschift für Familienkunde Heft 1 16. Jahrgang Januar 1967 Seite 550)


Zwischen Wolf und Wolfszähne bestehen genau die gleiche ideale Beziehung wie in den beiden frühen Wappen der Familie Stavenow. Es könnte auch erklären warum es gibts Zwei späteren Stavenowischen Wappen, der in ein Ähnlichen Art die Spitzen und ein Wolf vereinigt.


1298 Conrad v. Stavenow, gibt es mehrere Umstände das spricht für den Verwantdschaft zwichen die Familien?

Die Familie Stavenow waren ursprunglich nach die Legende Roswitha v. Mellen, Slawen. Dafür lasst er sich natürlich auch "Der Wende" zu nennen, wenn man im Dienste des Herren v. Putbus ging, dieser Herren auch auf Wendischen Herkunft war.   


Um das Jahr 1298 waren schon alle Christen auf Rügen, obwohl unter dem Slawichen Fürsten, dann hat also wohl ein jüngeren Sohn Gerhard v. Stavenows ein Gütlein erworben als Untervassall des Fürstlichen Hauses zu Putbus. Er wurde wohl auf Schloss Stavenow in der Prignitz ausgekauft. Dies ist dafür wohl das Jüngsten Linien der Familie Stavenow. Die älteren Linie, auch der Linie in der Neumark scheint in Prignitz begütert zu Sein.

Heinrich (I) v. Stavenow und seine Söhne Henning (I) und Jan (I) erben Schloss Stavenow und löste im Jahr 1323 Herr Ygen v. Königsmarck aus. 


2 Das Namen

Die "Stoghenews" auf Rügen werden in den bewahrten Mittelaltelichen Lateinischen Urkunden buchstabiert "Stavenow".  


Der besondere Buchstabierung des Namens auf Rügen hat dafür wohl eine einfache dialektale Erklärung. Die plattdeutsche Sprache ist eine eigene Laut- und Schriftsprache, die sich in zahlreiche Dialekte unterteilt. Dies zeigt sich bereits an dem uralten Ausspruch: "Dat gifft soveel Dörpsdialekten as Fleigen op de Mess" (Es gibt so viele Dorfdialekte, wie Fliegen in der Messe). Die Dialekte der Insel Rügen, beeinflusst durch die Dänen, Schweden und Preußen sind sehr vielfältig. Ebenso wurden sie sehr stark durch die Seefahrt geprägt. Die alteingessenen Rüganer und die Fischer sprechen diese Sprache noch heute untereinander. Bei den neu Hinzugezogenen ist es nicht selten, dass sich ihr Hochdeutsch sehr schnell mit unserem Platt vermischt und so eine ganz neue Sprachkultur entsteht. Dies kann möglicherweise den Unterschiedlichen Buchstabierungen erklären.


Das Buchstabierung "Stogenew" ist einfach den alten Slawischen Form des Namens. "Stavenow" ist der der ganz früh Latinisierten Form. Einen "frühen" Latiniserten version des Namens, wurde natürlich gerne benutzt bei den Brandenburgischen Familie der offensichtlich Schon früh in den Klostern Latein und Christenthum Studierte. Bereits in die Legende von Roswitha v. Mellen (955-1190) scheint die v. Stavenows in der Prignitz Christen sein. Siegfried von Stavenow wurde im Kloster zu Lüneburg erzogen. 


Einige Slawen hielten an ihrer heidnischen Kultur und Religion fest so lange wie möglich, und andere, wie den "Slawenfürsten" Stavenow, wurden früh zum Christentum konvertiert. Rügen war am längsten ein Zentrum Slawischer Religion und Kultur und war einer der letzten Enklaven der Slawen für ihre eigene Kultur in Deutschland. Rügen behielt den heidnichen Göttern bis 1168. Dann wird Rügen Christianisiert bei den Dänen, unter König Waldemar, aber der letzten Slawischen Fürsten auf Rügen starb erst im Jahre 1325.  


Die Familie Stoghenew (lat. Stavenow) wohnte im Jahr 1307 an den Insel Rügen, Begütert mit Darsband. Die waren Rügianische Vassallen des Fürstlichen Hauses zu Putbus. Es besteht also die Möglichkeit, dass dieser Teil der Familie nach Rügen ging, um seine slawische Kultur und Sitten so weit wie möglich zu bewahren als der Prignitzen Teil der Familie lassen sich Christianisieren und werden Vassallen der Germanischen Fürsten. Dies erklärt warum die Wendische Schreibweise des Namens in Rügen beibehalten wird, während die frühen christlichen Stavenows in Prignitz die latinisierte Variante des Namens früh übernahmen. Rügen bleibt Wendich bis 1325.


Wendischen Vornamen

Die Wendischen Vornamen der Familie Sprechen auch für ein Slawisches Ursprung. Der Name "Slawke" ernennt 1508 ist Kürtzform für Slawomir, und deutet an einen Slawischen herkunft. Slawomir bedeutet auf Deutch "Ruhmreich Dank Frieden". Es könnte also interprätiert sein als ein Slawichen Form des germanischen Namens Siegfried. Eine interessante Tatsache, die zeigt, dass sowohl der Zweig Prignitz als auch die Familie auf Rügen mit ihren slawischen Ursprüngen bekannt war, ist, dass slawische Namen noch im 14. Jahrhundert verwendet wurden. Der Familie Stavenow in Prignitz hat auch noch im 14en Jahrhundert Slawiche Namen benutz haben, also auch nach der Zeit der Slawen. Z.b. ist die Zachaia Stavenow, ernennt als Camerarica bei der Nonnenkloster in Kyritz im Jahr 1363.

(Quelle: Baltiche Studien. Gesellschaft für Pommersche Geschichte und Alterthumskunde. Stettin 1882. Zweiunddreiziger Jahrgang. S 150.) 


Die Analyse diesen Wendischen Namen ist interessant. Die "Wenden" ist eine veraltete Bezeichnung für Slawen im deutschsprachigen Raum (Germania Slavica). Das seit dem 12. Jahrhundert gebräuchliche Ethnonym geht auf althochdeutsche Vorläufer zurück und diente den Verwendern als Fremdbezeichnung zur Abgrenzung von „den Anderen.“


Bild unten

Matrikeln und Verzeichnisse der Pommerschen Ritterschaft vom XIV bid in das XIX Jahrhundert. Dr R Klempin und G KRatz. Berlin 1863. (S 136 und 137). Die Familie war also wie in Prignitz, ein Rittermässigen Geschlecht. 


 

Bilder Unten

Links: Vom Siegel Der "Wende" Stoghenow 1307. (Siebmacher).

Rechts: Einen Brisur von den ursprunglischen Schildes. Familie Stavenow auf Darsband und Lanzeviss, Rügen, Pommern. Farben: Silber und rot. Laufender Fuchs und drei rote Rosen. 



1298- 1321 Conrad (I) - der Wende Stavenow. 

1307 wird der Wende ”Stogenew” in einer Urk. des Ritters Pribbor von Wilmeniz genannt. (Urk Nachtrag nr 2.) Die Familie Stavenow gehört zu den alten Vasallen-Geschlechtern des Hauses Putbus.


1321 (R B:475). Verzeichnis der Pommerchen Kosten fur den Krieg gegen Brandenburg. Stavenow fur VII Talentae aus der Gefangenschaft gelöst.


Dies ist eine Verzeichniss für Pommersche gefangenen, es muss also die Familie Stogenew auf Rügen sein. Das gibt uns die volgende verständnisse:

1 Das der Name Stogenew auf Latein, Stavenow heißt.

2 Dieser ist wohl Conrad v. Stavenow.


Ob die Pommerschen Stogenew/Stovenow mit Namen Stavenow in zwei Lateinischen Urkunden ernennt sind, ist dies wohl dasselbe Familie.

Dieses Hinweis ist bis Heute einer der stärksten hinweise zur Famlie Stavenow in Prignitz, ausser den Heraldischen Wappenbildern die auch an einem Verwandtscvhaft deuten (Vgl. R v. Blumenthal, die Märkischen v. Rohr). 

 


1421 Michael I Stavenow (Stralsund) 

 

Stralsund Liber Memorialis 13 juli 1421. Michael Stavenow in Stralsund ist ernennt sowie Marquard von Zweryn (Schwerin), der Vogt.

Der Familie Stavenow in Prignitz waren auch früher Vasallen unter den Grafen von Zweryn (Schwerin) 1317-1337, danach sind sie wieder Brandenburger geworden.

Dafür ist Michael Stavenow wohl nicht ein mitglied der Prignitzer Stavenows sondern ein Mitglied der Rügianischen Familie. Stralsund liegt bei Rügen und mehreren mitgliedern der Familie Stogenew auf Rügen wohnten in Stralsund.


Es könnte also eventuell so sein, das das älteste, Slawichen Art Buchstabierung des Namens, lebte länger mit diesen Familienzweig auf Rügen.


Bild unten

Aus der Stralsunder Liber Memorialis 1421




1445 Clawes Stoghenewe

Clawes Stoghenewe wurde ernennt im Jahr 1445.

(Dzieje Slowianzcyny Polnocno-Zachoniej Az do Wynarodowiena Slowian Zaodrzanskich Przez Wilhelma Boguslawskego Tom IV Poznan 1900 S 574) 



1495-1538 Berthold Stoghenewe (Stralsund)

Berthold Stogenew ernennt 1495.

(Dzieje Slowianzcyny Polnocno-Zachoniej Az do Wynarodowiena Slowian Zaodrzanskich Przez Wilhelma Boguslawskego Tom IV Poznan 1900 S 574) 

1538 Berthold Stogenew ernennt in Stralsund. 

 

Die Marienkapelle auf dem Garzer Burgwall

"Kurz vor der Jahrhundertwende nahmen zwei lokale Vorsteher eine Summe von 20 Mark entgegen, die der in Stralsund wohnhafte rügische Adelige Berthold Stogenew 1495 zur Einrichtung einer ewigen Messe an der Kapelle testiert hatte."(570)


570 SAS Test. 792 (1495), Stralsunder Lieber memorialis VI 284 (1496/97). Als Vorsteher fungierten die Adeligen Henning von Rade und Jaroslav von Kahlden.


(Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern V 42. Bengt Büttner Die Pfarrereien der Insel Rügen. Böhlau 2007 S 384).



Anm: Die Urkundsexzerpt zeigt, das der Rügianische Familie Stavenow auch in Stralsund wohnte. Es war wohl nur der Agnat der Familie der auf das Gutlein Darsband lebte.

 


1508 Slawke Stoghenewe

Slawke Stoghenewe (1508).

(Dzieje Slowianzcyny Polnocno-Zachoniej Az do Wynarodowiena Slowian Zaodrzanskich Przez Wilhelma Boguslawskego Tom IV Poznan 1900 S 574) 


1538 Bertolet Stubbenewe

Bertolet Stubbenewe  1538.

(Dzieje Slowianzcyny Polnocno-Zachoniej Az do Wynarodowiena Slowian Zaodrzanskich Przez Wilhelma Boguslawskego Tom IV Poznan 1900 S 574) 


1556 Berthold Stavenow 

1556 Lebte Berthols Stavenow auf Darsband

Er verpfändete Tags nach Oeuli 1568 seinem Sohne Wollert sein Gütlein D. für 4500 Mk., hinterliess ausser diesem aber noch 3 Söhne Woldemar, Bartelt (Berthold), und Claus.


Kinder 1 Wollert auf Darsband

Kinder 2 Woldemar

Kinder 3 Bartelt

Kinder 4 Claus


1568-1590 Wollert Stavenow

Verh. 1

mit Anna v. Paselichs. 


Kinder 1 Ludvig Stavenow


Verh. 2

mit Anna v. Kahlden


Kinder 2 Elisabeth

Kinder 3 Anna

Kinder 4 Maria

Kinder 5 Ursula


1611 1625 Woldemar Stouenewe 

Woldemar Stouenewe 1619.

(Dzieje Slowianzcyny Polnocno-Zachoniej Az do Wynarodowiena Slowian Zaodrzanskich Przez Wilhelma Boguslawskego Tom IV Poznan 1900 S 574) 


Kinder 1 Barthelt 

Kinder 2 Eine Tochter


Geschlechtes v. Bohlen

Kinder

1. Anna Elisabeth , † 1650 ; x Henning Rickmann v . Bohlen , 1566 , † 1638 , auf Bohlendorf .

2 Paul, 1620-1630 Gardvogt auf Jasmund

3. Daniel, + Lanschvitz, 1629 auf Lanchwitz. verh. mit einer v. Stoghenow, T. d. Wolddemar v. Stoghenow auf Darsband. 

Genealogisches Handbuch des Adels C.A. Starke 1960 S 133.


Daniel v. Bohlen verh. v. Stoghenow

Kinder 1 Daniel v. Bohlen + 1633. 

Barthelt



Putbus 1307-1625

No. 396. Anno 1619, zu Putbus, den 5 febr.

Woldemar Stoueneue verkauft an Daniel v Kahlden under gewissen Bedingungen seinen Hof Lantzewiss. Aus der Abschrift in der Acte No. 20b. des Fürst. Arch zu Putbus.


Nachdem der wohlgeborene edle herr Woltmar Wulff Freiherr zu Putbus auf vielfältiges Anbringen der Exeditaren des Edlen und ehrenvesten Woldemar Stoueneue zu Lanzewiss erbsessen, ex officio den heutigen Tag zur Richtigmachung dieser Sache augesezet, so habe sich bekunden den, dass er Woldemar Stoueneue und seinen Lehns erben schwer, ja unmöchlich fallen würde, wegen der übertiefen Schulden last solch Gut Lanzewiss zu salviren. Deshalb er, Woldemar, es für rathsam erachtet, zur Gehaltung seines ehrlichen Namnens das Gut lieber in Besitz seines Sohnes und der unten genannten adlichen Beistände zu alieniren, und deshalb dasselbe nun nach recihlicher Jähriger Deliberation den edlen und ehrenwesten Daniel von Kahlden für 8000 Mark, auf den rügianischen Umschlag des 1620ten Jahres bar zu erlegen, zu verkaufen; und damit er in ehras gratificirt sein möge, so habe Daniel v. Kahlden K. sich entschlossen, über diesen Kaufschilling ihm 100 Fl. zu vererhren und dieselben bei Antretung des Guts auf Petri 1620 zu erlegen. Weil aber Woldemar Stoveneuen ältester Sohn ex priori matrimonio zu diesem Gute der nächste, ist ihm zwichen dato und Johannis frei gelassen, sich cathagorie zu resolviren, ob er die Creditoren contentiren und dadurch diesen zwichen seinem Vater und Daniel von Kahlden abgeschlossenen Eventual:Contract an sich bringen wollte. Dieser Contract ist von den Contrahenten und zum Zeugniss von den edlen und ehrenvesten Gustaf von Kaulden zu Malzin, Peter von Kahlden zu Kotelviz, Tönnies und Hinrich Gebr. den Sagern zu Testevitz und Tessits, Erich von Kalden zu Schoritz und Hans Crassowen zu Salichow Erbsessen mit unterschreiben.  


Die Familie St. gehört zu den alten Vassallen Geschlechtern des Hauses Putbus. Bereits 1307 wird "Stogenew" in einer Urk. des Ritters Pribbor von Wilmeniz genannt. (Urk. Nachtrag Nr. 2) Der hof Darsband bei Putbus scheint sich am längsten in ihren Besitz erhalten zu haben. Um die Mitte des 16 Jahrh. Lebte Berthold St. zu Darsband (1556). Er verpfändete Tags nach Oeuli 1568 seinem Sohne Wollert sein Gütlein D. für 4500 Mk., hinterliess ausser diesem aber noch 3 Söhne Woldemar, Bartelt (Berthold), und Claus. Als Wollert St. in Septbr. 1590 starb, hinterliess er eine Wittwe, Anna v. Paselichs, einen mit ihr erzeugten Sohn Ludwig St., und vier in erster ehe mit Anna v. Kahlden a.d.O. Malzin erzeugte Töchter Elisabeth, Anna, Maria und Ursula.


Da aber verwickelte Vermögensverhältnisse vorhanden waren, der Lehnherr, Fridr. Ludvig zu Putbus, Comptor zu Wildenbruch, das Gut auch nicht länger in pfandbesitznicht besassen wollte, so nahm Woldemar St. es für 9000 Mk. Und Korn, Sahrente habe K. Für 1027 Mk. erb- und eigenthümlich an. Aber auch er konnte den übernommenen Verpflichtungen nicht nachkommen. Der Herrschaft zu Putbus scheint eine Zeit lang Darsband selbst bewirthaftet, und Woldemar Stavenow Lanzeviss verpachtet zu haben, 1611, den 21 Febr, nahm er es indess wieder an, um es Gewiss bald gänzlich an die Herrschaft abzutreten, die ihm Lanzewiss übergab und eine Summe Geldes zugesand; den 22 Januar 1613 hat er um Auszahlung eines ihre noch zu zustehendes Restes ans,, der beliebten Handlung wegen des Gutes Gutes Darsband.”


- Der ist obiger Urk. abgeschlossene Kauf von Lanzewiss kam indess nicht zu Stande, sondern Waldemar St. verkaufte es d.d. Bergen, den 11. November 1619 an seinen Sohn Bartelt St. für 8752 Mk. Im Jahr 1621 war Barthelt St aber schon wieder in drückender Noth. Sich aus dieser zu retten, verpfändete er den 17. Juni 1623 Lanztewitz an Daniel v Kahlden (a.b.D. Roteswitz) auf 10 Jahre. Den 20. März 1625 verpachtete dann der Frhr. Wollmar Pless zu Putbus dem Barthelt St. den Rewenhof auf 1 Jahr für 80 Fl. Das Geschlecht ist dann wohl erlochen oder in den Stürmen des 17 Jahrh. verschollen. Im Anfang des 18. Jahrhunderts, 1706 wussten, nach einem Zeugenverhör, die ältesten Leute durch Hörensagen von Ihren Eltern u.a. von einem ”Edelmann Stuveneven”, der zu Lanssteviss gewohnt habe, zu sagen.


Quelle: von Bohlen Geschichte des Geschlechts Krassow II Bd Seite 267.


 

Wappenbrisur der Familie v. Stabenow in Mecklenburg

 

Verzeichnet als v. Stabenow ist diesen Wappen von einem Siegel im Siegelsammlung der ehemaligen Ludvigsluster Schlossbibliothek. Stadtarchiv Schwerin.  Es scheint einen Brisur von dem Wappen der Fuchs mit drei rote Rosen zu sein. Ohne der Fuchs, aber mit den Straussfedern zu den Obernwappen beibehalten und zwei rote Rosen. Ob diesen Siegel zu diesen Familie gehört und wer es geführt habe muss doch weiter erforscht zu sein.

 

LHA SN 11.7.2/22 Tafel Nr. 40. Siegelsammlung der Ludvigsluster Schlossbibliothek.

 

Dieses Wappen spricht für das die Familie auf Rügen ging nach Mecklenburg wenn sie Rügen verlassen haben. Die Familie starb also wohl nicht aus auf jeden Fall nicht direkt nach 1625, wenn man dieses Mecklenburgisches Wappen betrachtet. 


Bilder Unten

Wappensiegel - Einen Allianzwappen. Wir können die Farben ganz gut ausmachen, da die Blasonierung enthalten ist. Die feldern mit die Rosen, sind Rote. Deshalb muss den anderen feldern einen Metall sein. Die sind Silbern/Weiss. Die Rose kann nicht rot auf roten grund sein, und muss deshalb entweder gold oder silberne sein.


 


1781-1844 Friederich George Andreas Stavenow (Rügen) (London)

Friedrich Stavenow from Mecklenburg arrived in London 8 September 1837. Profession, Baker. (Port of London, certificate of Arrival.  No 6631-2.)


Geburtsdatum: ca. 1781. Geburts­ort: Sudergravo, In The Isle of Rügen. Sterbedatum: 23. Nov 1844. Art des Ereignisses: Burial. Sterbealter: 63. Bestattungsdatum: 27. Nov 1844. Bestattungsort: London, Middlesex, England. Konfession: Lutheran. Titel des Stücks: Piece 4604: St George's, Little Allie Street, Goodman's Fields (Lutheran), 1843-1853. Burial Date: 27 Nov 1844 Burial Place: Whitechapel, Middlesex, England (Indexing Project (Batch) Number: I04833-9. System Origin: England-EASy. Source Film Number: 20060. Reference Number: 1-5 p.4.)


Kinder

Carl

Edward

Philip