LINIE I Woldenberg

 

STAVENOW

ZU WOLDENBERG I

 

Bild unten

Mark BrandenburgUnter den Askaniern 1320.

Gelbmarkierte Orten - ehemaligen Lehns und Gutsbesitz der Familie Stavenow in Brandenburg, Mecklenburg und Oldenburg

Rot Wichtige Städten

Orange Pächten.



Wittwe v. Königsmark - Nicolaus I und Henning II:s Mutter

1375-1624 Wittwe von Königsmark und Stavenow zu Woldenberg

Christopher v. Warnstedt meinte das: ”Im sämtlichen Fällen dreht es sich vermütlich um die Wittwe des Stammvaters der von Stavenow auf Woldenberg nebst Zubehör zum Leibgeding und die Söhne waren noch unmündig".

 

1375 : Dorf Woldenberg. Die Wittwe von Königsmark hat 21 Hufen zum Leibgeding. Wollenberg oder Woldenberg, bei Bad Freienwalde. Filia von Wölsickendorf mit Windmühle, ein adl. Gut und Dorf. 1 1/2 Meile v. Strausberg, hat 110 Einw: Nordost von Berlin, westlich von Wrietzen. Nord von Oberbarnim. Heute liegt es in der nähe von Berlin. Steinbeck 5,4 km südost von Wollenberg. Falkenberg, wo die Wittwe Steinow hat Hebungen, ist Nachbargut zu Wollenberg.

(Landbuch Carls IV, Edition J. Schultze).S.141.

 

Vor 1474 bis 1598 Stavenow zu Woldenberg. Vor 1474 bis 1595/98 Stavenow zu W. Ûber sinen Hof 1474, bsw über das Dorf nebst Patr (1542), Ende 16. Bis Ende 17. Jh geteilt. 1608 Rittersitze der Wagenschultz und Stavenow, Windmühle. 1624 6 Hfr, 8 koss, 1 Pächtsschäfer, 1 Laufschmied, die Schäferknechte; 18 Hf, 40 JunkerHf, 4 PfarrHf, 1 KHf; Es gehen ab 1 Hof mit 1 Hf, so Friedrich v. Stavenow (1593 ausgekauft), und 3 Höfe mit 10 Hf, die Wagenschütz (1612 und 1614) freigewilligt wurden.

(Lieselott Enders Hist. Ortslexicon, teil Barnim VI, Weimar 1980. S. 634.)

 

1375 Wittwe von Königsmarck Freudenberg Oberbarnim

Dorf Freudenberg (ein Paar Km westlich Steinbeck). Die Wittwe von Königsmarck hat 5 Hufen.

 

1375 Wittwe von Königsmark Steinbeck Oberbarnim

S.151:Dorf Steinbeck (Nachbardorf Woldenbergs im Südwesten) Die Witwe Königsmarke hat die Pacht von 4 Hufen, und die übrigen 4 Hufen geben jede 2 Scheffel Roggen.

(Quelle: Statlisch topographische Städte Beschreibungen der Mark Brandenburg. Des ersten Theils, erstee Band, enthaltend den Ober Barnimschen Krets. Verfasset von Friderich Ludewig Joseph Fischbach. Berlin und Potsdam, bey Carl Christian Horvath 1786. S 355 f.).


Bild unten

Landbuch Kaiser Karl IV 1375 des Churstenthums und der Mark Brandenburg. Berlin 1781. S 93. - Waldenberg, "Relicta Konyngesmark super XXI pactum ad detalirium" Die Familie Doberchow hätte zu dieser Zeit 22 Hufen als Pächten (Pactum).



Von Stavenow nach Woldenberg

Durch den frühesten Verwandtenen Familien und deren Anteilen in den Gutsinnhaben (nach Erbschaften), können wir deutlich ausmachen wie die Stavenowfamilien abgezweigt sind aber zu einem gemeinsamen Stamm gehört. Die folgenden Familiennamen zeigen, wie die Familie Stavenow und ihre Verwandten durch den Gutsbesitz verbunden sind. Es zeigt auch das es gibts eine Verbindung zwischen die Familie in Prignitz und die Familie in der Neumark, sowie mit die Familie auf Woldenberg und andere Gütern in der Oberbarnim.


Joachim Sack, hat eine Geschichte der Herrschaft Stavenow geschrieben im Jahr 1959. Dies ist jedoch keine Genealogi unserer Familie, sondern eine Geschichte der Schloss und Ihren Eigentümer. So in diesen Buch mangelt die beziehung zwichen den Prignitzen und den anderen Stavenows in der Neumark und Oberbarnim. Doch hat Sack die auch die enge beziehung zwichen denen Familien v. Stavenow und v. Königsmarck gesehen und vermerkt. Seiner Meinung war das:

'"Wenn es auch nicht gelungen ist, die Besitzgeschichte bis zur Entstehung der Herrschaft zu vervolgen, so konnte sie doch immerhin seit Beginn des 14. Jahrhunerts lückenlos dargestellt werden. Für die vorgehende Zeit lässt sich jedoch so viel sagen, dass die ersten Inhaber der Herrschaft, die Herren v. Stavenow, sicherlich ein Zweig der Familie v. Königsmarck waren, ie aus dem der Prignitz gegenüberliegenden linkselbischen Gebiet gekommen sind."  

(Joachim Sack, die Herrschaft Stavenow, Böhlau, 1959 - S 108)


Er sagt als grund dafür das: Nach dem Forschungen von J. Schultze über die Besiedlung der Prignitz, waren es die aus der Wische stammenden Gänse von Putlitz, die im Verlauf des Wendenkreutzzuges von 1147/48 den westlichen Prignitzraum (die späteren terrae Lenzen, Perleberg und Grabow) mit ihren ritterlichen Vassallen eroberten und hier, wohl im Einvernehmen mit dem Markgrafen, eine zunächst völlig unabhängige Herrschaft erreichteten. 

    Zu diesen Vassallen könnten auch die v. Stavenow gehört haben. Sie führen als Wappen einen senkrecht geteilten Spitzenschild

(163 Abgebildet MU VII S. 141. Vgl ferner L. v. Leebur, Adel der Mark Branddenburg, besonders S. 115ff.), den sie mit anderen Geschlechtern, so den v. Rohr, v. Möllendorf, v. Königsmarck, v. Beust u.a. gemeinsam haben, alles Geschlechter, die wie die Gänse ebenfalls in der Wische ansässig und später in der Prignitz begütert waren. Im allgemein nimmt man heute an, dass die Wappengleichheit adliger Geschlechter verschiedenen Namens om östlichen Deutschland vor allem auf zwei Wurzeln zurückzuführen ist:

    Die eine ist Stammesgleichheit. Die verschiedenen Namnen entstanden dadurch, dass der deutsche ritterliche Adel zur Zeit der deutschen Ostsiedlung noch keine festen Familiennamen kannte und die Mitgliedder einer Familie in dieser Zeit, da Benennung nach der Burg oder dem Hof üblich war, vielfach den (auch slawischen) Namen ihres neuerworbenen Sitzes annahmen.

    Als zweite Möglichkeit wird die betrauung mehrerer Geschlechter mit einer Burghut oder andderen militärischen Aufgaben, an der dieses Wappen "hing", angesehen.

(ANM Vgl. Robert v. Blumenthal, Die Märkischen v. Rohr, Er spricht doch von: "einer Gruppe verschiedener Dienstmannengeschelchter, die in einer gemeinsamen Aufgabe, nämlich der Verteidigung der Elbgrenze, zusammengefasst war und als solche den gleichen Schild führte". Dies könnte möglicherweise erklären warum die Familie v. Stavenow nicht den Schild unverändert beibehalten haben nach dem verkauf von Schloss Stavenow) 

    Beides kann natürlich zusammenwirken; bei der Gruppe mit der senkrechten Spitzenteilung ist diese Verbindung recht gut möglich. Selbstverstänlich (S 66)

hat der heraldische Befund allein keine Beweiskraft, aber im Verein mit anderen Merkmalen, die auf einen gemeinsamen Stamm hinweisen, ist er von gewisser Bedeutung. Das beste Argument ist zweifellos ein gemeinsamer Besitz. Nun findet sich in den Quellen eine Stelle, die m. E. auf einen gemeinsamen Besitz der v. Stavenow mit einer anderen Familie der Wappengruppe hinweist, den v. Königsmarck. In dem Vertrag zwichen Heinrich von Mecklenburg und Heinrich von Schwerin 1322 164 heißt es "De Kindere her hinrikes van stauenowe schullen ghelden hern Jgen van Konnigsmarke sine schult, de he redelike beweisen mach dat se eme schuldigh sind also, dat se eme vor jewelke hundert mark setten schullen teyn mark gheldes in erme gude. Dar mede schal her yge van deme hus Gantzliken ghescheden wesen" 

    Lassen die Art der Abfindung, ein prozentualer Anteil des Besitzes, und besonders die Formulierung des letzten Satzes nicht auf eine Erbauseinandersetzung schließen?

    Als drittes wäre noch anzuführen dass sowohl die Stavenows (die alle deutsche Vornamen haben) wie die v. Königsmarck ganz offensichtlich den vornamen "Heinrich" bevorzugten. (165) 

Eine verwandtschaftliche Verbindung zwichen diesen beiden Familien ist m. E. sehr wahrscheinlich, wobei natürlich offen gelassen weren muss, ob die Stavenows bereits mit den Gänsen oder später in die Prignitz kamen.         

(Joachim Sack, die Herrschaft Stavenow, Böhlau, 1959 - Seite 66-67)


Anm. Im Stammbaum der Familie v. Königsmarck kommt auch die Name Henning mehrere mal vor im 14en Jahrhundert, gleichzeitig mit der Familie v. Stavenow.  Mit dem Fund der Legende Roswitha v. Mellen und das Münzen wohl aus dem Jahren 911-918 sieht es aus als die Familie v. Stavenow wesentlich älterer als die v. Königsmark ist. Die v. K. sind erst von 1225 nachweisbar. Beide Familien sind doch sehr alt und wir können uns einigen um das die Familien irgendwie verwandt sind.  


Basierend auf Sacks Analyse können wir das neue Quellmaterial auf die gleiche Weise interpretieren. Mit Sacks Analyse können wir auch die nachfolgenden Stavenow-Familien in Neumark und Barnim mit Stavenow in Prignitz zusammenführen. Die Stavenows in der Neumark und Mittelmark sind offensichtlich nachkommenden der Familie Stavenow in der Prignitz.   




Schloss Stavenow

Herr Ygen v. Königsmarck wurde aus Schloss Stavenow in Prignitz ausgelöst im Jahr 1322. (Wegen Sack, war Herr Ygen v. K. Erbnehmer zu Stavenow)

(Vgl. MUB. VII. BAim. 1322 — 1328. Schwerin, 1872. Seite 24)


Rittergut Woldenberg

Die Wittwe v. Königsmarck hat 21 Hf als Leibgeding - in gut Woldenberg 1375. (Henning I Stavenows Wittwe)

Die v. Dobberkows sind Vassallen auf Woldenberg 1375.

Johannes v. Waldow hat 2 Hf. in Woldenberg 1375.

(Landbuch Carls IV, Edition J. Schultze Seite 141).


Rittergut Dobberkow

Peter u. Claus v. Dobberkow haben 19 Zinshufen in Rittergut Doberkow 1375.

Claus II Stavna (Stavenow) hat 24 Wuste Hufen im Jahr 1412. Alle Hufner ernennt als Vassallen der Markgrafen.

(Die Territorien der Mark Brandenburg: oder, Geschichte der einzelnen Kreise Stadte, Ritterguter und Dorfer in derselben als Fortsetzung des Landbuchs. Ernst Fidicin. 1864 als Fortsetzung des Landbuches Kaiser Karl's IV. Band III, Kreis Zauche), Berlin 1860)1419 (Fidicin II:2:60)


Rittergut Steinbeck (Stenbeke)

Claus Doberchow hat 9 Hufen in Steinbeck 1375.

1375 - Die Witwe Königsmarke hat die Pacht von 4 Hufen und die ûbrigen 4 Hufen geben jede 2 Scheffel Roggen, 2 Scheffel Gerste, 3 Scheffel Hafer. Desgleichen 1 1/2 Viert Roggen, 1 1/2 Viert Gerste, 3 Viert Hafer und 2 Schillinge an Zins. 

1412 Tyle und Claus Doberchow haben 45 Hufen. - Sassen mit Claus Stavenow 15 Hufen an Rittergut Steinbeck 1412. Verpfändet an Borchard Bolle. 

(Quelle: Statlisch topographische Städte Beschreibungen der Mark Brandenburg. Des ersten Theils, erstee Band, enthaltend den Ober Barnimschen Krets. Verfasset von Friderich Ludewig Joseph Fischbach. Berlin und Potsdam, bey Carl Christian Horvath 1786. S 355 f.)


Freudenberg (Vroudenberg - ein Paar Km westlich Steinbeck).

1375 Relicta (Die Wittwe) von Königsmarck Super 5 mansos (hat 5 Hufen), Claus Doberchow 2 mansos (hat 2 Hufen).  Relicta (Wittwe) Groben VII Mansos (7 Hufen).

(Kaiser Karl:s IV Landbuch der Mark Brandenburg nach den Handschriftlichen Quellen. E Fidicin Berlin 1856 Seite 88)


Friedrichsdorf Zauche bei Beelitz

Heinrich v. Gröben war mit Wittwe Stenow und Henning Stenow zu Beelitz in Friedrichsdorf in der Zauche bei Beelitz mitbelehnt.

(Kaiser Karl:s IV Landbuch der Mark Brandenburg nach den Handschriftlichen Quellen. E Fidicin Berlin 1856 Seite 188)


Rittergut Biesow, Schloss Schöneiche u. Dallwitz

Hans Stavenow sass an Rittergut Biesow Oberbarnim, taucht dieses Rittergut gegend Schloss Schöneiche bei Dallwitz in Berlin. Sein Wittwe verk. das Schloss 1433. Tile Doberkow und Heinrich Pfuel Bürgt für die unmündigen Hans und Bethke Stavenow in Dahlwitz bei Schöneiche 1433.

(Territorien der Mark Brandenburg, Band I Geschichte des Kreises Nieder-Barnim Ernst Fidicin Berlin 1857 S 104-105)


Lieben getrewen des Herzog v. Schlesiens

Heinze  v. Waldow Ernennt als Zeugen und Lieben Getrewen des Herzogs zusammen mit Hans und Fritze Stabeno in Crossen 1469.

(Codex Juris Municipalis Germaniae Medii Aevi. Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter. Dr. Heinrich Gottfried Gengler. Erster Band. 1863.  Seite 687).


Wusten Gut Stavenow Neumark

Fam. v. Waldow aus Bernstein ernennt als Eigenthümer der wusten Gut Stavenow in der Neumark 1538. (Wohl als Erbe der Familie Stavenow)

(Professor Edward Rymar "Tankow / Danków. im Wandel der Geschichte. Einstiges neumärkisches Städtchen und heutiges Dorf. Strzelce Krajeńskie 2009 Seite 11)


Stavenow zu Woldenberg

„Waldenberg 1375 - Doberchow über OberG, Wagendienst, Bede sowie Pacht von 22 Hf (um 1365 von Brunkow erkauft), D. Keettlitz über Pacht von 2 Hf (von J. v. Waldow), Kurover dgl. Von 2 Hf, Wittwe v. Königsmark dgl. von 21 Hf (Leibgedinge); vor 1474 bis 1598 Stavenow zu Woldenberg.

Vor 1474 bis 1595/98 Stavenow zu W. Ûber sinen Hof 1474, bsw über das Dorf nebst Patr (1542), Ende 16. Bis Ende 17. Jh geteilt.

1608 Rittersitze der Wagenschultz und Stavenow, Windmühle.“

(Lieselott Enders Hist. Ortslexicon, teil Barnim VI, Weimar 1980. S. 634).


Wriezen

Schlieslich bürgt der Ratmann in Wriezen Jürgen Stabenow (Woldenberg III) für Peter Doberkow 1648 am 4 august.

(Burgerbuch der Stadt Wriezen 1648)


Die Famlien Stavenow, v. Königsmark, v Waldow und v. Doberchow sind also wohl längst Verwandt mit einander. 



1375-1414- Rittergutsbesitzer Claus Stavenow II Doberkow und Steinbeck in der Oberbarnim (Doberkow und Steinbeck)

Wohl Sohn zu Nicolaus Stenow I in Beeliz. 


Doberkow (im 14 Jahrhundert Dobirchow auch Doberechow später auch Dobrikow genannt) war einst ein Dorf, da belegen, wo in der Sternebecker Heide die von Hernekopf nach Steinbeck und von Sternebeck nach Wollenberg führenden Wege sich kreuzen. Die sast gänzlich mit Heide bedeckte Feldmark hatte 40 Hufen, wovon im J. 1375 2 zur Pfarre, 10 zu zwei Höfen der Gebrüder Claus und Matis Sternebeck und 19 Zinshusen zu zwei Höfen der Gebrüder Peter und Claus Doberchow gehörten. Die Vorfahren der Letztern dürften die ursprünglichen Grundherren gewesen sein, welche nach dem Orte sich nannten. Sämmtliche Hofsbesitzer waren Vasallen des Markgrafen, welche von diesem das ganze Dorf zu Lehn trugen. Von den Zinshufen heißt es im Landbuche, daß jede derselben an Pacht, Zins und Bede 1/6 Stück Geldes entrichte. Von Hüfnern und deren Diensten ist keine Rede, ein Krug war nicht vorhanden und nur 2 Kossäthen werden ausgeführt, welche zusammen 32 Psennige zu entrichten hatten. (Not Landbuch S 76 Nr 87 ) Ob die übrigen 9 Hufen wüst lagen oder in wessen Besitz sie waren, bleibt zweifelhaft. Jedenfalls scheint es, daß dieses Dorf schon früher in Verfall gekommen und wüste Bauerhufen von der Herrschaft übernommen wurden. Dies bestätigt ein Lehnsvermerk vom Jahre 1412, nach welchem Claus Stawna (Stavenow), der auch in Steinbeck begütert war, 24 wüste Hufen im Felde Doberchow besaß (Not Copiar No 14 ) Einen andern Theil, nämlich einen freien Hof mit 12 freien Hufen, den vierten Theil des Dorfes, 3 Kossäthen, eine freie Schäferei, Ober und Niedergericht mit allem Zubehör, wie es Sternebeck früher, besessen hatte Balthasar Czinnendorf im Jahre 1414 von demselben erworben. (not Copiar No 14 ). ... (Stavenow), der auch in Steinbeck begütert war, 24 wüste Hufen im Felde. Dies bestätigt ein Lehnsverwert vom Jahre 1412, nach welchem Claus Stavno (Stavenow) welcher in Steinhof (Steinbeck) begütert war. 24 Wüste Hufen.

(Die Territorien der Mark Brandenburg: oder, Geschichte der einzelnen Kreise Stadte, Ritterguter und Dorfer in derselben als Fortsetzung des Landbuchs. Ernst Fidicin. 1864 als Fortsetzung des Landbuches Kaiser Karl's IV. Band III, Kreis Zauche), Berlin 1860)1419 (Fidicin II:2:60)


Anm: Woldenberg war in der Familie vor 1474. Die Gutsanteile in Doberkow wurden wohl verpfändet als dem Ganzen Gut Woldenberg gekauft worden war. Das Erben der Wittwe von Königsmark war 21 Hufen.   


“Das Schoßregister von 1451 besagt "Löwenberg hat Doberkow und" Hentze Gystmannstorff von meym Hern czu lehne. Vff der Feltmark seyn 64 Hüben, davon hat der Pfarr 4, Doberkow 10 frey, Gyßmannstorff 4. So seyn 22 Hüben besatz. Gibt iglich 24 Gr. Dy andern synt wüst. Der Cruck gibt 24 Gr. Als gerechent vff 13 Stuck 32 Gr. Geben dy helft 1 sck 9 Gr.,, Dies Guth ist übrigens von jeher adelich gewesen, es sind aber von neuern Zeilen nur folgende Besitzer bekannt geworden: a Herr von Pfuhl b Herr von Lüderitz c Herr voll Herold d Seine Ercellenz der Herr General lieutenant von Meyerück welcher 1775 daselbst verstorben. Die Kirche daselbst ist außer dem Thurm massiv, und von guter Beschaffenheit.


Bild unten

Quelle: Die Territorien der Mark Brandenburg oder Geschichte der einzelnen Kreise Städte Rittergüter und Dörfer in derselben als Fortsetzung des Landbuchs Kaiser Karl s IV bearbeitet E fidicin Stadt Archivar II. I Die Stadt und Insel Potsdam II Der Dver Barnimsche Kreis Mit Karten Berlin 1858 Jm Selbstverlage des Versassers. S 14.)

 



"Acta sunt hec anno etc XII dominica ante Bartholomei 21 August 1412 In Berlin. Lehns Registraturen der Zeit des Markgrafen Friedrich I. von den Jahren 1412 bis 1424. - 21 augusti 1412 Claus Stawna XV huben czu Steybege XXIIII wuster huben czu dobercho ut supra."

(Quelle: Riedels Codex diplomatics Brandenburgiensis Sammlung der Chroniken und sonstigen Geschichtsquellen für die Geschichte der Mark Brandenburg und Ihrer Regenten. Des dritten Hauptteiles oder Sammlung für allgemeine Landes und kurfürstliche Haus Angelegenheiten, erster Band. Berlin 1859. S 50.)


Steinbeck, ein Dorf im Ober Barnimschen Kreise, mit einer Windmühle. Nach dem landbuche von 1375 gehören, zu Steinbecke 64 Hufen, wovon der Prediger 4 besitzet, und Claus Doberchow 9 zum Hofe, er gibt aber davon 13 Schillinge Zins, und hat den Vasallendienst. Eyke Löwenberg hat 11 Hufen. zu seinem Hofe, Merlin Frondenberg beackert 8 hufen, welche er schon vor 2 Jahren von Arnold Lowenberg gekauft hat. Hans Baut beackert 10 Hufen, und der Schulze 8, der aber ein lehnpferd halten muß. Die Witwe Königsmarke hat die Pacht von 4 Hufen, und die übrigen 4 Hufen geben jede 2 Scheffel Roggen 2, Scheffel Gerste, 3 Scheffel Hafer. Desgleichen 1 1/2 Viert Roggen, 1 1/2 Viert Gerste, 3 Viert Hafer und 2 Schillinge an Zins. Die beyden Coßäthen entrichten ein jeder 1 Schilling und 1 Huhn.,, Im Schoßregister von 1451 fehlt dies Dorf. Die jetzt mitzutheilende Nachricht ist ein Aufsatz des jetzigen Besitzers, Herrn Von Reichenbach, von folgendem Inhalt: Steinbeck gehörete im I5 en und 16ten Jahrhundert der von Pfuhlschen Familie. Vor dem dreyßigjährigen Kriege war dieser Ort, wie alle umliegende, weit größer und bewohnter, als er gegenwärtig ist, denn es waren Hieselbst 2 besondre separirte Rittergüter, welche auch von 2 besonder Herrschaften bewohnet wurden.

Eins derselben ist im 30 jahrigen Kriege völlig eingegangen, so daß jetzt nichts mehr als ein Steinhausen davon übrig ist. Zu diesem eingegangenen Guthe gehörte das Vorwerk Dahl. Das andere Guth stand auf der Stelle des gegenwartigen Gehörtes, doch eristiret von den alten Gebäuden nichts mehr, als das herrschaftliche Wohnhaus, und es ist merkwürdig, daß solches schon in alten Dokumenten von 1651 und 1661, als ein verfallnes Haus ohne Dach und Fach, beschrieben wird, welches, da es doch nur von Holz gebauet, ist einen Beweis giebt, daß mau damals weit dauerhaftere Gebäude als jetzt aufgeführt habe. Nach dem dreyßigjährigen Kriege wurden diese beiden Güther consolidiret, und besaß solche 20 Jahre lang ein Hauptmann von Dame wieberkäuflich von der Pfuhlschen Familie, bis Anno 1685. Dies Guth an die von Bornstedtsche Familie gelangete. Die Grenzörter sind Leuenberg, Biesow, Sternbeck, Wollenberg und Wensickendorf, und sind die Grenzen allenthalben ausgemacht und ohne Streit. Die natürliche Beschaffenheit des Bodens anlangend, so ist derselbe größtenthells von mittler Güte, und dabey ziemlich ergiebig. Minera und besondere Erdarten giebt es zwar nicht, doch findet sich in der Heide ohnweit dem Teufels. See ein guter Kalkmergel, und auch sonst mittelmäßige Erde zu Mauersteinen. Unter denen auf dem Felde befindlichen Steinen werden ziemlich hausig ganz artige Petrefacta angetroffen.

(Quelle: Statlisch topographische Städte Beschreibungen der Mark Brandenburg. Des ersten Theils, erstee Band, enthaltend den Ober Barnimschen Krets. Verfasset von Friderich Ludewig Joseph Fischbach. Berlin und Potsdam, bey Carl Christian Horvath 1786. S 355 f.)

 

Bild unten

Die Territorien der Mark Brandenburg oder Geschichte der einzelnen Kreise Städte Rittergüter und Dörfer in derselben als Fortsetzung des Landbuchs Kaiser Karl s IV bearbeitet E fidicin Stadt Archivar II. I Die Stadt und Insel Potsdam II Der Dver Barnimsche Kreis Mit Karten Berlin 1858 Jm Selbstverlage des Versassers. S 60.)



Bild unten

Die Kirche in Steinbeck

(Bildquelle: https://www.stiftung-kiba.de/gefoerderte_kirchen.php?id=296)



1375-1429 Hans Stavenow I Rittergut Biesow in Oberbarnim gegen Rittersitz und Schloss Schöneiche bei Berlin - (Biesow-Schöneiche - später Woldenberg Linie I)

Wohl Sohn zu Nicolaus Stavenow I in Beelitz.

1375 Bysow Sunt XLIIII mansi quorum plebanus habet IIII. Ad pactum censum et precariam quilibet IIII solidos. Cossati sunt X. Quilibet I solidum et I pulluim. Taberna dat VIII solidos. Tria stagnanon sunt locata. Medietas est Moringe. Scapelow habet aliam medietatem emit a Bysow. (Landbuch der Mark Brandenburg welches Kayser Carl IV König von Böhmen und Marggraf zu Brandenburg im Jahr 1375 anfertigen lassen. Herausgegeben Berlin und Leipzig 1781. S 89)

1375 Bysow. Es gibt 44 alte Gutshöfe, von denen der Pfarrer ein 4 hat. Für einen Mietvertrag und stellen jeweils 4 solide. Es gibt’s 10 Kossäten. Jeder zählt 1 Solidos und 1 Hühne. Der Krug zählt VIII Solidos und drei in Teichen zum Zweck. Scapelow hat den anderen Hälfte von Bysow gekauft.


Anm: Stavenow har diesen Gut bei den v Scapelows nach 1375 gekauft.


Ein Beschreibung Gut Biesow aus dem 19:en Jahrhundert. 1816-1824.

Rittergut Biesow - 30: 30 E., 8 F.: 1 Kirche, 1 Pump-, 3 Schöpfbrunnen. Zugvieh: 6 pf., 24 O. Herden: 16 Stck. Vieh. 200 Schafe. Bauart der Häuser: Holz und Fachwerk. Boden: Schlecht. Militärtopographie: Die Kirche (Capelle) und der herrschaftliche Hof sind nicht ummaert. 

(Jahrbuch für die Geschichte Mittel und Ostdeutschlands Band 18 Seite 204.) 


Hans Stavenow I war wohl Sohn zu Claus Stavenow I in Beelitz. Er wohnt in Biesow, und taucht oder verkauft wohl den Einkünften aus den vielen Gütern rund um Beelitz gegen den Rittersits Biesow.


"Nach 1413 aber vor 1433 (Fidicin II:2:6), aber nach Fidicin I:2:105 1429 erwarb Hans von St. den Rittersitz Schöneiche durch Tausch gegen den Rittersitz Biesow (kr. Ober-Barnim, Nachbardorf Steinbecks im Süden). 1419 (Fidicin, Teil Niederbarnim, s 105).


Nach 1413 aber vor 1433 vertauschte Claus von Lietzen sienen Besitz zu Schöneiche (1 meile NÖ Köpnick) mit 12 Hufen gegen Hans (oder Claus) Stavenow Rietz zu Biesow (Kr Ober Barnim, 2 teilen SW von Flienwalde, wie Stavenow an Biesow geboren aus den Urkunden. 1433 Um 1376 H. und P. Lietzen (vom Markgrafen seit alters) und Schlegel (seit 1376) über das Dorf; (vor?) 1431-1449 Bürger Heideke zu Berlin über Ober und UnterG, Patr, Hebungen von der Mühle, Koss, Schultze, seit 1433 auch über den Hof des Stavenow.mit 12 Hf (1429 von den Lietzen erworben), seit 1438 über die Hebungen der Hilgen in S. L Enders s 491)1438 Jan. 4. Spandow (Sont. vor III Koning). Mgr. Johann verleiht an Jacob Heideken den Hof, welchen die Stavenow zu Schöneiche gehabt haben. A, XI, 334."

 

"1433 1.1. Spandau (Riedel A 11:334). Die von Stavenow haben neulich Rittersitz Schöneiche (kreis Nieder-Barnim, 1 meile Nordost von Köpenick) an den Bürger Jakob Heideken verkauft. Dieser wird damit belehnt. Als wird die Wittwe ”des” von Stavenows angegeben Verkaufer. 1433 1.1 Spandau (A II:334) Graf Johann behlehnt herr Jacob Heydeken mit dem Riez zu Schöneiche, nebst 12 Hufen, die es rechlich von denen von Stavenow gebaut hat. Besondere Bestimmungen wegen des Rossdiensts.1433 6.1. Spandau (AII:335) Graf Johann verlisst Jacob Heidekens Ehefser mit dem von dem Stavenow ged. Riez Schöneiche zum Leibgeding.1441 (Riedel A 11:352)"

 

Lehnsbrief für Bürger Jakob Heideken auf Schöneiche. XC Kurfürst Friedrich Belehnt Jacob Heideken, Bürger von Berlin, mit dem Hofe zu Schöneiche unter Aufhebung auf dem Hofe ruhenden Rossdienstes, im Jahre 1441.

Wir Fridrich, von gots gnaden Marggraff czu Brandenborg, des heiligen Romischen Reichs Erczkamrer vnd Burggraff czu Nuremberg, Bekennen -, das wir czu rechten lehne rechtvnd redlichen verlihen haben vnd verleihen mit crafft disses brifs unnsern lieben getruwen Jacoff Heideken, Burger czu Berlin, vnd allen feinen lehenserben den hoff, den dy Stofenow gehabt haben, in dem dorffe Schoneke gelegin, mit czwelf huben mit allen freyheiten, zugehorungen vnd gerechtikeiten. Alfe dyfelben Stofenowen den ettlich czyt Inne gehabt vnd fich des gebrauchet haben, von den der genannte Jaсоff den gekaufft, von vns czu lehne enpfangen, vnd fich von des Rofdinstes wegin, der dar auf lag, mit vns vertragen hat, So das wir Ine des Rosdinstes qwid, ledig vnd lofz laffen, vnd auch als der von uns vnd der Marggrafffchafft czu Brandenborg czu lehne ruret. Wir verleihen In ouch den obingefchriben hoff, was wir In von Billichs vnd rechtens wegen daran verleihen füllen vnd mugen etc. Berlin, nach Cristi vnnsers herrn gepurt XIIII.e Jar vnd darnach In dem einvndvierzigsten Jare. Nach dem Churmärkische Lehnsbuche XX, 142.Diese Urkunde ist wahrscheinlich vom demselben Tage wie die vorige.

(Quelle: Codex Diplomatichs Brandenburgiensis. Erster Hauptteil. Urkundensammlung und Geschichte der geistlichen Stiftungen, der adlichen Familien, so wie der Städte und Burgen der Mark Brandenburg. Riedel. XI Band 1856. S 352. Urkundenbuch: Copialbuch des Markgrafen Johann. Fol 52 und Verweis auf CDB. CDB Copialbuch des Markgrafen Johann fol 52.Urkundenbuch s 353.)

 

(Quelle: Codex diplomaticus Brandenbnrgensis. Sammlung deг Urkunden, Chroniken und sonstigen Geschichtsquellen für bie Geschichte der Mark Brandenburg und Ihrer Regenten. Chronologisches Register zu sämmtlichen Bänden. Band II, 1415 1751. Reimer Berlin 1869. S 75.)

  

Bilder unten

Klickbar - NOVUS Codex diplomaticus Brandenburgiensis Erster hauptteil oder Urkundensammlung und Geschichte der geistlichen Stiftungen, der adlichen Familien, so wie der Städte und Burgen der Mark Brandenburg. XI Band. Berlin 1856 Adolph Friedrich Riedel. S 336.)


Dorfkirche und Schloss Schöneiche.



1433 Lieben Getrewen der Markgraf Johann - Hans II (Linie II) und Bethke (Bertram) I (Linie I) Stofenow Niederbarnin, Dahlwitz bei Schöneiche. (Biesow-Schöneiche - später Woldenberg Linie I und II)


Anm. Hans II und Bethke (Bertram) Stavenow sind wohl die unmündigen Söhne des im Jahr 1433 verstorbenen Hans Stavenow I zu Schöneiche.

Die Familie Dobberkow sind wohl verwandt mit Stavenow (vgl. Gut Dobberkow 1412 oben). Die Dobberkows haben der grösste teil von Dobberkow 1412, zusammen mit Klaus Stavna (Stavenow). Die Doberchows waren auch mit Woldenberg in 1375 behlent über OberG, Wagendienst, Bede sowie Pacht von 22 Hf zusammen mit die Wittwe v. Königsmark dgl. von 21 Hf zum Leibgeding.

 

1433 9.1. Spandau (Riedel A 11:336). Markgraf Johann erlaubt Hans und Bethke von Stavenow eine jährl. hebung von 4 Chock Geldes aus Dahlwitz (Nachbardorf von Schöneiche) für 40 Schock auf 3 jahre an Heil. Geist zu Berlin zu verpfändern. Bürgen sind Heinrich von Pfuel und Thile von Doberkow.

 

Johan IV, von Gots gnaden marggrave zu Brandenburg, gestattet Hans und Bethke Stavenow 4 Schock Geld aus Dahlwitz für 40 Schock auf Wiederkauf den Vorstehrn der Kirche und des Hospitals zum Heiligen Geist in Berlin zu verpfendern. Spandow, am nehsten freitage nach der Heiligen Drierkuning tage, anno 1433 LXVI. Markgraf Johann gestattet dem Hans und Bethke Stavenow, Hebungen aus Dahlwitz den Vorstehern des heil. Geistes zu Berlin zu verpfändern, am 9 Januar 1433.

 

"Wir Johanns, von gots gnaden Marggraue zu Brandburg etc., Bekennen öffentlichen mit diessem briefe fur allermeiniglich, das wir unsern lieben getrewen Hansen und Bethke Stofenow gegonnet, erlaubt und gevulbort haben, das sie den vorstendern des heiligen Geistes zum Berlin vier schock geldes jn dem dorffe dalewittz in den gewisten renten dafelbft auff einen rechten widerkauff fur vierezig schock uerkauffen und uersetezen mugen, gonnen, erlauben und vulborten jn des auch in crafft diesz briefs, mit unserm anhangenden Insigel uersigelt und Geben zu Spandow, am nehsten freitage nach der heiligen drierkuning tage, Anno Mo CCCCo XXXIIIe. Die obgeschrieben IIII schog geldes süllen sie wider losen in dreien jaren nach gebunge dieszes briefs: da fur sein burgen heyne pful und Tile dobbirkow etc." Nach dem Copialbuch des Markrafen Johann fol. 52



1469 Hans III und Fritze Stabeno I (Crossen) Getrewen Lieben der Hertzog Heinrich XI von Schlesien (Doberkow und Steinbeck - Woldenberg Linie II)


Wohl die Söhne Hans II:s -

könnte möglicherweise nachkommenden Claus Stavenow II:s sein (der in Doberkow und Steinbeck begütert war). 


Auf dem linken Ufer der Oder, nahe der Bobermündung, gründete Herzog Heinrich I. an der Stelle der alten Burg „Crosni“ Anfang des 13. Jahrhunderts die Stadt Crossen. Crossen wurde 1277 an die Brandenburger Askanier verpfändet und Johann II. führte den Titel Herr von Krossen. 1314 gaben die Askanier Crossen an die Herzöge von Glogau im Austausch gegen Gebiete um Züllichau zurück. Crossen beherrschte einen wichtigen Knotenpunkt alter Handelswege. Hier kreuzten sich die Handelswege von Mitteldeutschland nach Polen und von Schlesien zur Ostsee. Eine Furt querte die Oder nahe der Bobermündung. Wie kommt es das Stavenows in den Schlesischen Stadt Crossen wohnte?

 

Zur Zeit der Askanier vor 1317,  steht der Familie Stavenow (sowie in Prignitz als in der Neumark und Teile von Schlesien) sämmtliche unter den Brandenburgischen Askaniern. Die haben dafür Ihre eventuelle Besitzungen in Schlesien von Ihren Herren bekommen. Vgl. Ignatius Stabenau Pfarrer in Märtzdorf am Bober 1261-1327. Als Katolischer Pfarrer ist er wohl der jüngste Sohn in einen grösseren Familie. Der Familie bleib wohl in Schlesien, am mindestens mit Eigenthüm in Stadt Crossen (und vielleicht andere Städten wie Goldberg?), eben nach dem wechsel von Stadt Crossen zurück zu den Schlesichen Hertzogen. 

 

Am 19. August 1476 erlosch mit Heinrich XI. die direkte Linie Glogau der Schlesischen Piasten. Ihm gehörten seit dem Tod seines gleichnamigen Vaters Heinrich IX. 1469 der herzogliche Anteil von Glogau sowie die aus diesem ausgegliederten Teilherzogtümer Crossen und Freystadt. Zudem wurde er vom böhmischen Gegenkönig Matthias Corvinus, der Schlesien im selben Jahr erobert hatte, mit dem königlichen Anteil von Glogau belehnt. Dieser Anteil war jedoch seit 1384 erbrechtlich an die Teschener Herzöge verpfändet gewesen und gelangte nach dem Tod des Herzogs Wladislaus 1460 testamentarisch als Leibgedinge an dessen Witwe Margareta von Cilli, die seither die Regentschaft über den königlichen Anteil ausübte. Nach dem Testament Heinrichs XI. sollte sein gesamter Besitz an seine erst zwölfjährige Witwe Barbara von Brandenburg übergehen. Trotzdem meldete auch der Saganer Herzog Johann II. Ansprüche an. Er war ein Vetter Heinrichs XI., und sein Anspruch war nur vage, da schon sein gleichnamiger Vater Johann I. auf Glogau verzichtet hatte. Sofort nach dem Tod Heinrichs XI. ließ Barbaras Vater, der Brandenburger Kurfürst Albrecht Achilles, das Herzogtum Glogau durch seinen Sohn Johann Cicero besetzen. Matthias Corvinus, der sich Glogaus bemächtigen wollte, um es seinem unehelichen Sohn Johann Corvinus zu übertragen, wegen des schnellen Zugriffs der Hohenzollern hierzu jedoch keine Möglichkeit bekam, forderte den Heimfall Glogaus. Schließlich unterstützte er Herzog Johann II. und empfahl sogar den Glogauer Ständen, diesem zu huldigen. Durch den Frieden zu Kamenz vom 16. September 1482 kam das Herzogtum Crossen zunächst als Pfandbesitz an Brandenburg. Man einigte sich zum Verzicht Barbaras auf Glogau und Crossen, während Kurfürst Albrecht das Herzogtum Crossen mit den Städten Crossen, Züllichau, Bobersberg und Sommerfeld als Pfand übernahm, wofür er der Tochter 50.000 Taler jährlich zahlen sollte. 1537 kamen Stadt und Herzogtum Crossen endgültig zum Kurfürstentum Brandenburg, allerdings weiterhin unter böhmischer Lehnshoheit. Die Kurfürsten nannten sich seitdem auch Herzöge von Schlesien und Crossen und nahmen den schlesischen Adler in ihr Wappen auf.

 

1469, März 7. Herzog Heinrich XI. von Schlesien, Herr zu Grossglogau, confirmirt seinen Bürgern zu Crossen ihre gesammten Rechte und Freiheiten, dabei insbesondere die Münze und die althergebrachte Willkür bezüglich der Erbfolge: Dobey seynd gewest vnsser getrewen lieben Melchior Woran, Balthasar Lest, Heincze von Waldow, Caspar Lemberg, Hans vnd Fritze Stabeno vnd ern Simon Newenwalde, pfarrer ezu Beuthen, vnser schreyber, dem diser briff empfohlen war.

 

In gotes namen amen. Syntdeme alle ding von schwacheit menschlicher naturen mit der czeyt seynd vorgengklich, hierumb das die selben vs dem gedechtnus nicht werden gelassen, sunder mit offenbaren schrifften bestetiget vnd bekrefftiget, hierumb wir Heinrich, von gotes gnaden hertzog in Schlesien vnd herr zu Grossen Glogow etc., bekennen mit disem gegenwertigen offen brive vor allen, die in sehen oder hören lesen, das wir betrachtet vnd angesehen haben merckliche stete vnd willige dienste, die vnsvnese getrewen liben burger zu Grossen haben getan vnd vns in kumfftigen czeiten noch tun mogen, vmb das sie vnser stat vnd ire ere vol mogen bewaren, das wir vnd alle vnsse nachkömlinge mit wolbedachtem mute vnd mit gutem willen vnd vnsscr getrewen man rat wollen sie vnd alle ire getrewe nachkömlinge getrewlich vnd fllissig behalden bei allen iren gerechtigkeiten, briven freyheiten vnd gebrauchungen, keyner hande vsgenonien, die sie von vnssen liben vatern selgen vnd allen vnssen altvetern vnd obereldern gehabt haben. Darumb so haben wir von sunderlichen vnssen gnaden den vnssen obgenanten getrewen burgern czu Grossen bestettiget vnd czugeeygnet, bestetti gen vnd czueygnen inen in crafft diez brives die müncze. Auch bestettigen wir den genanten vnssen getrewen liben burgern zu Grossen ire wilkür vnd gewonheit. nemblich so, alss sie in deme von alders nach sulcher irer wilkür in erblichen gutern czu halp vnd czu halp gesessen haben, das sullen sie noch haben. Desselbigen glichen sullen sie mit hergewelte vnd gerade czu halp vnd czu halp siezen; im glichen teyle mit ändern iren erblichen gutern. Auch ob eines dein ändernals man vnd weip, die nicht kynder mit eynander hetten, seines teyls an erblichen gutern hergewette oder gerade gunnen wotle vnd vffgeben vor gehegter banck, das sullen sie gancz haben von sunderlichen vnssen fürstlichen gnaden 3 , so das sulche vffgabe vnbetwungen sol czugehen, keines andern in keyne weyse doczu sol twingen mit wortlen noch mit wercken etc. Vnd dorumb wenn sich man vnd weip czur ee nemen, wie viel sie guter czusamen bringen oder iczlich bringet, so schiere ein weibsnam des mannes bette beschreytt, so sol das gut des mannes die helffle vnd auch der frawen die helffle sein. Gewinnen sie kynder mit eynander, stirbet der man, das weip sol nemen czuvor die helffte des guts vnd die kynder die ander helffte; haben sie aber nicht kynder mit eynander, vnd hette der man seinem weibe sein teyl nicht vffgegeben: so sol die fraw ire helffte czuvor behalden vnd des mannes erben oder nechsten die helffle seiner guter geben vnd folgen lassen. Desglichen sol es auch czugehen vnd gehalden werden, ob das weip stirbet. Vmb das, das dise gnade vnd bestettigunge, die wir den genanten vnssen üben getrewen burgern czu Grossen getan haben mit gutem willen ieman nimmer turre oder begere brechen oder ergern, so haben wir inen disen briff gegeben vud mit vnssem anhangende insigel vndersigelt, nach vnsser manne rate. der gegeben ist czu Grossen dieustag nach oculi, nach Christs geburt virezehen hundert vnd im neun vnd sechrigisten jaren. Dobey seynd gewest vnsser getrewen lieben Melchior Woran, Balthasar Lest, Heincze von Waldow, Caspar Lemberg, Hans vnd Fritze Stabeno vnd ern Simon Newenwalde, pfarrer czu Beuthen vnser schreyber, dem diser briff empfohlen war.


Anm: Die von Waldow waren besitzer von Gross Stavenow in der Neumark im Jahr 1536.


Zwichen 1375 und 1474 Stavenow zu Woldenberg

„Waldenberg 1375 - Doberchow über OberG, Wagendienst, Bede sowie Pacht von 22 Hf (um 1365 von Brunkow erkauft), D. Keettlitz über Pacht von 2 Hf (von J. v. Waldow), Kurover dgl. Von 2 Hf, Wittwe v. Königsmark dgl. von 21 Hf (Leibgedinge); vor 1474 bis 1598 Stavenow zu Woldenberg. Vor 1474 bis 1595/98 Stavenow zu W. Ûber sinen Hof 1474, bsw über das Dorf nebst Patr (1542), Ende 16. Bis Ende 17. Jh geteilt. 1608 Rittersitze der Wagenschultz und Stavenow, Windmühle.“

(Lieselott Enders Hist. Ortslexicon, teil Barnim VI, Weimar 1980. S. 634).


Anm, Die v. Waldows haben also 2 Hf in Woldenberg. Heinze v. Waldow wurde ernennt zusammen mit Hans und Fritze Stabeno in Crossen 1469. Fam. v. Waldow aus Bernstein ernennt als Eigenthümer Gut von Stavenow in der Neumark 1538.

Die Fam. v. Dobberkow sass auch an Rittergut Doberkow, Nachbargut zu Woldenberg zusammen mit Claus II Stavna (Stavenow) im Jahr 1412, beide als Lehnsträger der Markgrafen.

Tyle und Claus Doberchow sassen mit Claus Stavenow an Rittergut Steinbeck 1412.

Tile Doberkow und Heinrich Pfuel Bürgt für Hans und Bethke Stavenow in Dahlwitz bei Schöneiche 1433.


Danach muss ein Kauf von Gut Woldenberg geschehen haben.


Schlieslich bürgt der Ratmann in Wriezen Jürgen Stabenow für Peter Doberkow 1648 am 4 august.


Die Famlien Stavenow, v Waldow und v. Doberchow sind also wohl Verwandt mit einander. Die Antheile in den Gütern har also wahrscheinlich sowie mit Erbteilen als Kaufen zu tun.


Bild unten

Landbuch Kaiser Karl IV 1375 des Churstenthums und der Mark Brandenburg. Berlin 1781. S 93. - Waldenberg, "Relicta Konyngesmark super XXI pactum ad detalirium" Im Jahr 1375 haben auch Die Familie v. Doberchow hat den Obergericht und Wagendienst zu Woldenberg - und die Familie v. Waldow hat II Hufen zu Woldenberg.

 

Bild unten 

Dorfkirche in Wollenberg

(Bildquelle: https://www.stiftung-kiba.de/63.php)


 

 

1480 Peter Stavenow I und Nickel Stavenow  III, Streit über dem Feldmark zu Torgow bei Woldenberg und Falkenberg (Woldenberg I)

"Marggraf Albrechten und Marggraf Johannsen Urtell und Rechtsspruch Register Anno 1479 und etzliche volgenbe Jhare gehalten. S 193.CXLVIII 1480 Agnitoria in Sachen von Uchtenhagen wider Stubenow. In der sach zwischen Caspar von Uchtenhagen, curt Slaberndorf als Vormund Mathias von Uchtenhagen, den vonn Freienwald an einen, Nickel und Peter Stubenow anders teils Irrung halben die sie umb etliche Huben und ecker in der wusten Feltmark zu Torgow gelegen miteinander haben und nach dem vonn Stubenow bekennen, das sie solche Huben unnd acker vann den vann freienwald umb etliche zins gemyt haben, doch nach beider Partei furbringen nicht haben zu geben wollen, das man in disen gepunden zeiten urteil in der fach geben solt, das dann die Uchtenhagen und vann freienwald williglich urteil zu sprechen zu gaben, haben unsers gn. Herrn rete den Partien ein abscheide geben:als die Stubenaw bekant haben, das sie die Huben und acker von den von freienwald gemit haben und das recht dar über nicht haben wollen dulden, so wusten sich die von uchtenhagen und freienwald umd Ire bekanntenisse wie recht und gewonlich were wol geburlich In dem Handel zu Halden. Act. Coln an der Sprew am Mandach nach Marie Magdalene 1480."

(Codex Diplomaticus Brandenburgensis Sammlung ungedruckter Urkunden zurBrandenburgischen Geschichte. Erster Theil. Herausgegeben von GeorgWilhelm von Raumer.Berlin Stettin und Elbing In der Fr. NicolaischenBuchhandlung 1831. S 193)

 

 

1499 Nicolaus III, Friedrich I, Hans III und Georg I, die Stafenow zu Woldenberg (Linie I und II)

(Riedel C 11: Sid 430). Register der Lehnsleute, welche dem Kurfürsten Joachim und und Markgrafen Albrecht die huldigung geleistet haben, von den Jahren 1499 und 1500. Vasallenverzeichnis des Kreises Nieder-Barnim „Nydern Barnym“: Nicolaus, Friedrich, Hans und Georg Stavenow auf Woldenberg. „Nickell, Fridrich, Hanns, Georg, die Stafenow zu Woldemberg.“

(Quelle: Codex Diplomaticus Brandenburgensis. Sammlung der Urkunden, Chroniken uns sonstigen Geschichtsquellen für die Geschichte der Mark Branddenburg und ihrer Regenten. Dritten Hauptteiles. Zweiter Band. Berlin 1860. S 429-430.) 


Nicolaus III Woldenberg Linie I (War alt und starb 1503)

Friedrich I Woldenberg Linie II (War mündig und starb 1542)

Hans III Woldenberg Linie II (starb nach 1536 aber vor 1543 Sohn Georg II ausgelöst bei sein Vetter, Friedrich Stavenow I:s Sohn Heinrich).

Georg I Woldenberg (Linie I oder II?) Starb vor 1536. Keine Söhne Georg Stavenows sind im Lehnsregistratur ernennt. Deshalb ist er entwieder ausgelöst worden, oder starb ohne Söhne.


 

 

1503 Nickell Stofenow III:s Söhne Nicolaus IV und Bertram I auf Woldenberg (Linie I)

1503, im Febr. (Riedel C II:471). Nach Nikolai von Stavenows Tod werden seine Söhne Nicolaus und Bertram belehnt.“Nickell und Bertram Stofenow haben nach Ires vaters Nickells Stofenow tode ir vaterliche lehen entpfangen an der Mitwoch nach Dorothee virginis Im XV. vnd dritten Jar.-“

(Codex diplomatics Brandenhrgensis Sammling der Chroniken und sonstigen Geschichtsquellen für die Geschichte der Mark Brandenburg und ihrer Regenten. Des dritten Hauptteiles. Zweiter Band. Berlin 1860. 346 Lehnsregister des Kurfursten Joachim I., von den Jahren 1500 bis 1536. S 471.)

 

 

1527 Nicolai IV:s Söhne Peter II, Mathias I und Erdmann I Stafenow  auf Woldenberg (Linie I)

1527 (Ebendorf 482). Nach Nicolai und Bertram von Stavenows Tod muten Nicolai Söhne Peter und dessen unmündigen Brüder Mathias und Erdmann ihre väterlichen und vetterlichen Lehne zu Woldenberg.


1527-Peter fur sich vnd seine vnmundige Bruder Mathiasen vnd Erttman zu getrewen Handen vorzutragen, die Stafenow gnant, zu Woldemberg wonhafft, hat Ir vaterlich vnd veterlich lehen, nach abgang Nickels vnd Bertrams Stafenow seligen, heut dato empfangen vnd hat Peter Stafenow geschworn, die andern seine Bruder sollen zu Iren mundigen Jaren auch schwern, vnd der gesambten Handt volg thun. Actum Montagsnach Omnium Sanctorum, Anno XXVII.

(Codex diplomatics Brandenhrgensis Sammling der Chroniken und sonstigen Geschichtsquellen für die Geschichte der Mark Brandenburg und ihrer Regenten. Des dritten Hauptteiles. Zweiter Band. G. RIedel. Berlin 1860. S 487.)


Mathias Stavenow ist von den Gebrüdern von Woldenberg ausgelöst und der Familie lebt weiter in Quitzow 1345. Unter v. Quitzow blüht diesen Zweig weiter als Bauern in Kuhsdorf bei Pritzwalk.


Bild unten

Aus Märkische Forschungen, XII Band, Ernst & Korn Berlin 1868. Seite 432.


 

 


1528-1600 Elisabeth v. Stabenow verh Heinrich von der Löben (Döbbernitz)

Sternberg Döbbernitz, Städchen mit einem Rittersitze, 1 meile von Sternberg; ein Ritterpferd, Besitzer, Heinrich von Löben. – Nach der Vereinigungs Urkunde von 1350 gehörte auch Döbbernitz dem Johanniter Orden. Nach dem Zechenregister von Lebus hatt eder Ort 16 Hufen, einem Lehnschultzen und 10 Bauern. Auch besass der Orden hier ein Vorwerk. 1491 wurde Bazer Winnig zu Görbitz mit dem Städtchen Dobbernitz vom Heermeister Belehnt. Dieser verkaufte 1501 die Hälfte davon dem Balzer Buntsch zu Bieberteich. Später besass Hansvon Löben zu Baudach auch das Städtchen Döbbernitz und hinterliess es sinen drei Söhnen, die damit von dem heermeister 1528 belehnt wurden. Heinrich von Löben, der mit Elisabeth von Stabenow verheiratet war, lebte noch im Anfange des siebenzehnten Jahrhunderts zu Döbbernitz.

(Quelle: Sternbergiche Kreis Chronik. Geschichte der Städte, Flecken, Dörfer, Kolonien, Schlösser K. dieses Landestheiles. Von der früheren Vergangenheit bis auf die Gegenwart. Aeltere Geschichte der bedeutenden Dorfschaften im Lande Sternberg nach alphabetischer Ordnung, aus alten Originalurkunden oder glaubhaften Abschriften. Dr. E L Medekind. Bielenzig. Druck und Verlag von E. Range. 1853 S 274)


1536 Der Staffenow Lehn Brieff Woldenberg (Linie I,II)

Friedrich und Hans (Linie II), Peter und Erdmann (Gebrüder) + Nicolai Stavenows Söhne (Linie I)


Joachim I Kurfurst von Brandenburg. „Nestor“ ist am 11 Juli 1535 in Stendal gestorben. Nächster Kurfürst von Brandenburg ist sein Sohn Joachim II. Hector (1505-1571). Der Staffenow Lehn Brief ist vom Joachim II Hector.


Bild unten

Joachim II Hector, Kurfurst von Brandenburg (Wikipedia Commons)


 

Der Staffenow Lehn Brieff

"Wir Joachim Kurfürst Bekennen und thun heuth offentlich, mit diessem brieve von uns unser erben und Nochkommenden, Marggraven zue Brandenburg und macht vor allermeiniglich, dass wir nach heutigem abgang, ehren des forgebohrenen fürsten, Hern Joachims Marggraven zue Brandenburg, Churfürsten, unsers gnadig und freuntlichen lieben Herrn und vaters seliger und lobliger gebethen, unsern lieben getrewen. Friederich Hansen. Peter und Erdman. von Staffenow, und ihren menlichen Leibs Lehns bekam, das Dorf Woldenberg, mit Allen erben weitzen wegen holzinthenzen, obersten und Niedersten gerichsten, und oberst alles und Pflichten Seinen zinzformigen Nutzhungen Und gerechtigkeiten wie das Ir Eltern und Sie, von unser Lehnhafts, in Lehn und behzitzung forgebracht, Iro nebsten manlehn und gesambten handt gnaderlich gelien haben. Und wir behauptigen Ihnen dasselb. dorff Woldemberg, mit seinem Zubehorigen wir abstet im krafts und macht dies brefs alles das sie und ir menlich leibs lohns erben dasselb dorff mit seiniger Nützungen, von uns unnd unser Grafschafts der Marggraff zue Brandenburg. Ire vestem manlehn und ir sambter handz gabem, besitzem und gebrauch ir als not ist nehmen, und erb haben, bey auch darvon ihre und diesen sollen, als manlehns recht und gewohnheit ist. Wir verliehen inen heran, alles was wir Inen von krafts unser daran belihen sollen, dorf und an unsem als pfanden, allermeiniglich? An seinem lehn emp fangen, Kurfurst, am freitags In seligen Pfingsten Anno 1536.“


Bild unten

Klickbar - Der Staffenow Lehn Brieff 1536.  



Bild unten

Lehnscopiar Brandenburg


1549 Landtag in Köln Peter (Linie I) und Heinrich (Linie II)

120. Landtag vom 24 Juni 1549. Listen der Anwesenden auf dem Kölner Landtage vom 24 juni 1549.  

Peter und Heinrich die Stobenow.

(Kurmärkiche Ständeakten der Regierungszeit Kurfürst Joachim II. Walter Friedenburg. Erster Band 1535-1550. Seite 354) 


1571 Heinrich und Andreas I, Friedrich I:s Söhne (Linie II).

Nickel V Peter II:s Sohn (Linie I) 

Hans IV und Peter III Erdmanns Söhne (Linie Ib)  

Heinrich vor sich und wegen seine abwesenden brüdere Andreas Friedrichs sohne (Linie II und III), Nickel (V) Peters (II) seligen sohn vor sich (Linie I) und wegen Hanssen und Petern Erdtmanns unmündigen sohnen (Linie Ib), gebrüder und wettern die Stafenowen zu Woldenberge, haben ihre lehen und gesamtten hand empfangen und pflichtte gesamm. Actum Coln Dienstage nach Matthei. Anno 1571.


1571 (dito). Nickel (+Peters Sohn Linie I), die unmündigen Gebr. Hans und Peter (+Erdmanns Söhne Linie Ib) sowie Gebrüder Heinrich (Linie II) und der abwesende Andreas von Stavenow (Linie II) (Friedrichs Söhne Linie II) werden mit Woldenberg belehnt.


(Andreas Stavenow Hauptmann zu Wahlsmühlen in Mecklenburg, wohnte in ein eigenes Wohnhaus in Schwerin beim Stadttor 1567/68).

 

1572 Stavenows auf dem Landt Tage in Berlin 1572

Vorzeichnus der vom Adel so Anno 1572 aufm Landt Tage: alhier gewesen (nemlich in Berlin). Vorzeichnus derer vom Adel Nahmen aus dem hohen und Nieder Barnim: U.A. sind:

Nickel Stawenow zu Woldenberg. (Not Linie I)

Heinrich Stawenow zu Woldenberch. (Not Linie II)

Erdtmann Stawenows Kinder. (Not Linie Ib)

Die Herren von Stavenow wurde also eben nicht im Adelsverzeichnis mit einem von im Namen ernennt. Es wurde also wohl überhaupt nicht im Alltag gebraucht. 


Bild unten

Die Quelle: Beiträge zu einem Neueren Landbuch der Marken Brandenburg. Prälaten, Ritter, Städte, Lehnschulzen, oder Rossdienst und Lehnwahr. E. v. Eichstedt. Magdeburg 1840 Seite 86. 



1557 - 1577 Peter von Stavenow III Stud. Frankfurt A.D. Oder (Linie I b)

Universität Frankfurt a.d. Oder 1573 - Petrus von Stagnow, non Iuravit, 1 Rheinschen fl. Eingeschrieben beim Universität Frankfurt. Ev. Gestorben in 1577? Den unmündigen Sohn Erdmann Stavenows.

(Aeltere Universitäts-Matrikeln I Universität Frankfurt a. O. aus der Originalhandschrift. Dr. Georg Liebe und Dr Emil Thenner. Erster Band 1506-1648 Seite 231)

 

1577 Nickel V, Hans IV, Friedrich II und Albrecht I Stavenow auf Woldenberg (Linie I und II)

1577 (Lehnskopiar). Nickel (+Peters Sohn), Hans (+Erdmanns Sohn), ” ”. Linie I a und b

Gebr. Friedrich (abwesend) und Albrecht (Unmündig) (+Heinrichs Söhne), Linie II

Andreas (+Friedrichs Sohn), Linie III

die von Stavenow, werden mit Woldenberg belehnt.


(Anm: Heinrich Stavenow starb vor 1578 in Perleberg)

 

”Nach abgang Heinrich Stavenows, Galt wegen dasselbigen abwesenden und unmündigen sohne, Als Friedrichsen, und Albrecht, Ir wetter, Andreas Stauenow (Heinrichs Wetter), die Lehn geführt, und sol der abwesenden so balde als inner Landes Kombt, und der unmündige seine Jahr erreicht den Lehnen folge ihnen, und er Andreas Stafenow, wider, to die andrem haben Anno J 1571 die Lehen empfangen, nicht In Hans gesamten, Habt dero pflichte geschen. Actum Coln Donnerstag nach Visitationis Maria Anno 1577. „


1584 Nickel V:s Söhne, Ernst I, Joachim I, Nickel VI und Jacob I (Woldenberg Linie I)

1584 Lehnskopiar. Die unmünd. Gebr. Ernst, Joachim und Nickel (Nickels Söhne aus erster Ehe), sowie ihr Halbbruder der unmündige Jacob (Nickels Sohn aus zweiter Ehe) werden mit Woldenberg belehnt. Ihren Ehegeld zugesichert. So haben auch nach absterben Nickel Stauenowes seiner unmündigen sohne als Ernsten, Joachim, Nickeln undt Jacobem Vormünder die Lehen gesambt. Dasgleich haben Friedrich an part seine abwesenden vater Hern Michael, auch Friedrichs, Heinrichs seligen sohne vor sich und seine abwesenden bruder Albrecht und Cassparn Vetteren Andreassen von Stauenows die gesambtte handt geschwürt. Sollen den lehnen und gesambtten handt in Rechten komendentten Zeit gebürlich folge Ihnen/thuen. Actum ut Supra.1586 (dito). Deren Vormünder verpfänden 2 Wispel Roggen aus Woldenberg für 200 Thaler an Christopher von Beerfeld.

 

1586 Vormünder Verkauft

1586 (Lehnskopiar) Noch während der Minderjährigkeit der vier Brüder verkauften ihre Vormünder im Jahre 1586 mit landesherrlichen Konsens dem Küchenschreiber Bernd Freuden eine Getriederente von 2 Wisp. Roggen für 200 Thl. auf Wiederkauf.


 

 

Geb um 1566 + vor 1624 Ernst Stavenow I auf Woldenberg Verkauft sein Gut (Woldenberg Linie 1)

1590 Ernst Stavenows Schulden

Aus dem Jahre 1590 wird berichtet, dass Ernst in Gemeinschaft mit zweiten siner Vettern und einegen anderen Herren aus der Nachbarschaft dem Kurfürstlichen Oberjägermeister und Hauptmann zu Liebenwalde, Heinrich v. Sandersleben, 600 Thl. Zu 6 p. C. verzinslich, schuldig geworden sei unde ihm zu seiner Sicherkeit sein hab und Gut, beweglich und unbeweglich mit Kurfürstlichen Konsens verschrieben habe.


Ernst von Stavenow verh. mit Elisabeth von Hoppenraden.

1591 Lehnskopiar. Ernst von Stavenow verpfändert die Windmühle zu Wolldenberg für 50 Gulden dem Thomas Wilcke.

1593 Lehnskopiar. Ernst verpfändert dieselbe Windmühle dem Müller Hans Wolf zu Friedenwalde für 100 Reichstaler.

1593 Lehnskopiar. Ernst verpfändert seinen Teil von Woldenberg für 200 Thaler an Tam von Röbel zu Kruge und Georg von Platen zu Harnekopf. (die Nachbaren)

Um 1593 Lehnskopiar. Ernst löste durch 595 Thaler seinen Bruder Nickel und durch 575 Thaler seinen Bruder Jakob aus Woldenberg aus.

1595 20.2. Lehnskopiar. verkaufte Ernst von Stavenow dem Hans von Wagenschütz erblich sein ganzes Gut in Woldenberg für 5.400 Thaler.

 

1598 3.5. Lehnskopiar. Wurde Albrecht von Stavenow mit Woldenberg belehnt. Mitbelehnt wurden sein Bruder Friedrich, sein Vaterbruder Andreas und seine Vettern Ernst und Nickel von Stavenow.

 


Bild unten

Ernst v. Stavenow besass noch die Windmühle zu Woldenberg bis im Jahr 1620. Lehnsbrief der Familie v. Wagenschützen aus dem Jahr 1620. Klickbar



Ehe

1524 Elisabeth von Hoppenrade, Ernst Stavenows Wittwe und die Forderungen

Anm. Karl Heinz Steinbruch. 20160824. leider stehen in der Schuldverschreibung keine Namen der Kinder des Ernst von Stavenow. Es ist lediglich immer wieder von seiner Witwe die Rede, die einmal namentlich genannt wird: Sie war Elisabeth von Hoppenrade. Sie hat wohl Kinder gehabt, denn es werden mehrfach "Erben" und "Erbnehmer" genannt. Die Schuldverschreibung, die wohl genealogisch uninteressant ist, wurde über 1.200 Taler ausgefertigt, die mit 6 % verzinst wurden. Schuldner waren Adam von Schlieben auf Papitz, Burchard von Saldern auf Plattenburg, Asmus von Bredow auf Bredow und Schwanebeck, Bernhard Zieritz aus Brandenburg, Petrus Schultz aus Stendal und Martin Pasche zu Berlin.


Bilder unten

Klickbar - Ernst Stavenows forderungen. 



Hoppenrade, die Herren von.

Ein altes eingeborenes ritterliches Geschlecht der Mark Brandenburg, wo sein gleichnamiges Stammgut im Osthavellande liegt. Sein Jahrhunderte lang besessener Haupt-rittersitz war Stolpe im heutigen Kreise Nieder Barnim. Es war nie zahlreich an Mitgliedern und besass sonst noch Schönfliess, Glinicke, Zepernick, Blankenfelde, Dolge u.a. Der Letzte seines Stammes war George Friedirch v. H., der 1679 kaum 40 Jahre alt starb, ein Sohn des 1644 erschossenen Capitaionlieut. Hans Caspar v. H. auf Stolpe und der H.M. v. Hacke. Schild: Drei 2. 1 gesetzte grüne mit klienen gr. Hopfenstanden besetzte Hügel. VI. 5. Helm: Wachsender w. Hund mit g. Halsbande. Decken: gr. und w. Anm. So ungefähr nach einem Siegel Heinrichs v. H. de 1450 und gemalter Abbildung, aber ein Siegel vom J. 1409 lässt drei schwer zu blassonierende Figuren 2. 1 gesetzt seheh, nämlich 3 tonnenartige Gegenstände, jeden oben und unten mit 3 auf Stielen steckenden Knöpchen besetzt. Endlich soll das Siegel eines Andreas v. H. v. J. 1516 im domkapitularichen Archiv zu Brandenburg eine heraldiche Lilie zeigen. (?) (Siebmacher Ausg. Brandenb. Pr. Adel. Bauer und Raspe. Nürnberg 1880. S 41)


Ueber das Geschlecht selbst vergl. den Artikel oben S. 41. Eine andere und anscheinend die älteste Wappenform zeigt das Siegel Hartwigs v. H. an einer Urkunde vom Freitage vor Galli 1379 (im Archiv zu Zerbst). Schild: Zwei an Stöcken sich emporwindende Hopfenstauden mit Früchten. (Taf 69) (Siebmacher Ausgest. Pr. Adel. S 112.) 


Dieses adelige Geschlecht in den Marken besass die Burg und den Rittesitz Stolpe. - Thomas v. H. auf Stolpe lebte 1550. Peter v. H. 1560. - Georg Friedrich v. H. wurde 1615 in einer Fehde erschossen und sein Sohn fiel unter den Schwerten der Sarazenen in Ungarn. Mit des letztern als Kind gestorbenen Enkelsohn erloch das Geschlecht. Interessante Nachrichten über diese Familie sind durch den Brand des Schlosses Stolpe verloren gegangen.

(Neues Preussisches Adels-Lexicon, Freih. L. v. Zedlitz-Neukirch. Erstes Supplement. Fünfter Band. Leipzig 1842. Seite 245)


Selbst in einer kleinen ritterlichen Familie wie die v. Hoppenraden gab es mehrere Variante der Wappen.


Bild unten

Familie v. Hoppenrade, Siebmacher. Zwei Brisuren entwickelt sich aus dem Stammeswappen (Mitte).


 

 

1592 Joachim Stavenow I im Feldzug gegen Frankreich (Woldenberg Linie I)

21-25 April 1592 Bericht von Lupold von Wedels Beschreibung seiner Reisen und Kriegserlebnisse. Dem Zug nach Frankreich.Den 21. Hat der Kunink dem Feinde ein Quartier darein 500 Spanier gelegen, anzunden lassen, sulchens unmeher beringet und wie sie heraus / gelosen, erschlagen, hat auch umme des Figendes Lager her, weil er sich beschanzet und nicht schlagen wullen, alle Dorfer, damit er van Seiner und Proviante nicht zu leben, welbrennen lassen. Es ist auch gesagt, wie der Ducedeinens schwach sein sul. Den 22 hat man angesagt, wie mir auf einen Anschlacht Stersen reiten sulten, haben derwegen unsere Pferde einem halben Tag gesattelt standen, auf den Abend ist wiederumb angesagt, wie mir in der Nacht, man ein Karmunenschoss geschege, auf sein sulten. Wie nun einmal beblasen, sein mir die ganze Nacht in der Rustunge gesessen, auf den Schoss gewartet, wie er aber nicht geschen, haben mir uns, wie es Tag warden, wiederumb abgetan. Es ist heute einer, so van ein relige Monat vorlosen, in des Figendes hende kommen, und gefangen wurden, wiederumb, nachdeme er ausgeritten, zu und kammen, welcher dem Kunint allerleig Bericht, wie des Liegendes Lager geschaffen, gethan, derwegen der Kunink aufgehen und sich in eine besser Gelegenheit gelegt, damit der Figent nicht entritten kan.Den 23, sein etwan 40 Pferde vor des van Buren Quarter kummen, bei der Mulen seinen Trabanten und einen schlacht erschossen und ein / Pferd weckgenummen, ob er wol liner inen gergefecht, hat er sie dennoch nicht erreichen kunnen, deswegen er den 24, uns neger in ein ander Quarter gesetzet. Wir sein aber heute mit des Obersten und des getreuen van Buren Fane zu Strosen reiten vorordnet, die ,,,, sein aber mit den Fanen in dem Quartier blieben, wir anderen sein fort geritten. Wie wir aber 2 Kl. Van meinen Quarter kummen, sein mir wiederumb zurucke in unsere Logementer geschaft und sein uns heute noch su hulse kommen 3000 Qasskundiger und 12000 Koritzer. So blad mir nun wiederumb ins Quarter kummen, hat mich der Oberst melden lassen, dass ich durch den Forerer den Junkeren anmelden lassen muchte, wie der Kunink den Figen tanlossen legen wulte, weil dan eine Schlacht dadursch zu vormuten, sulle ein oder, er were Junker oder Knecht, mit gantzer Rustunge etwan umme Mitternacht, van man blasen wurde, gefart und auf sein. Weil dan sulchens geschen, sein mir in der Nacht aufgewesen, 4 Ml. Bis an der Kuninges Lager gezogen, da wir den 25, etwan umme 6 Ure fru ankommen. Sobald mir nun dasselbst aufummen und Schlachtorderungebracht, hat der Kuninf, in Meinunge den Figent aus dem Fraztel zur Schlacht zu bringen, eine Schantze des Figendes, vor ein/die Knechte gelegen, anlosen lassen, welches den ufesten gelungen, die Schanze neben 2 Fenlin und 2 Stucken Schutzen erobert, etwas 300 erschlagen, da der unseren nur 4 Parsonen geblieben. Hernach der Figent das uberlige gode Gefechte, wie er sein Felt bestellet und leigen uns über, doch in den Schanzen, gehalten und nicht schlagen wollen, under die Engelender gehn lassen, welches erzliche wedergenommen und zu Stunden zu schossen, hernacher 2 Stucken under des Felthern 6 Fanen gehn lassen, welche Stad Krachtes ist getruffen, seinen Schwestersohn neben noch einem vam Adel weckgenommen, imgelichen etzliche Pferde und einem knechde den Kopf neben der Stormhube weckgemimmen, hernacher eines under unsere tausent Pferde gehn lassen, welche Zält einem Hans Schlultze genant in dem Lant zu Mecklemborch zu Brandenborch wonent, den Arm weckgenummen, einen jungen Schlesichen vam Adel, Hans Schwalsintze genannt, seinem Pferde, darauf er gesessen, den Kopf weckgenommen, imgelichen einem Hern van Kithlitz seinem Pferde, darauf er gesesetzen, den Schinkel abe und meines Obersten Kule einen Schinkel an Trummelen enzweig, Adam van Baren Fenriches Knecht der kam oben an der Stormhube gar krum, dass einer vam Adel Joachim Staveno, so dabei geritten, vam dem Dunst /van dem Pferde gefallen. Imgleichen ist auch ein Schoss under des Hern van Dome Reuter kummen, welcher der Steffen van Pothlist einen Gar weckgenommen, hernacher einem Knecht, welcher Rustunge angehant, aut die Schulder, dass er under das Pfert gefallen, geflogen, doch inen nicht vorwunt, besondern eine grosse Kule in der Rustunge gewesen, dass mir also van den Stennen und andere, da mir geschichert, haben wichen mussen. Weil den der Scharmutzel den ganzen Tag geweret, unsere grosse Geschutze auch gewaltig in die Figende gangen, den Fussteil, wie van iren Gefangenen bericht, grossen Schaden getan, die unseren auch hinfugen Schaden dem Figent in Scharmutzeln zugefugt, wiewol etzliche der unseren in den Scharmutzelen auch getruffen, sein mir noch 5 Ure auf den abent erschlich abgefuret, ein ider van Reuteren und Knechten is sein foriges Quarter, da mir dan 4 Ml. Wiederumb hin gehabt und ider dasselbst ankummen und sein heute mit den grossen Stucken under den unseren 20 Pferde erschossen und die vorgemelten Personen. Wer uf den Scharmutzlen getruffen, ist mir nicht mer, als ein Rittmeister, Frenke genent, bekant, es ist auch einen niderlendichen Edelmann mit dem grossen Schanze ein Schinkel abgeschossen, welcher kurz danach den dess van Smarzen aufgeben, des Sellen Gott gnade.


(Anm: Nur 4 Personen sind nach Aussage von Wedels Gestorben, und Joachim Stavenow scheint nicht einer von diesem zu sein, er scheint nur vom Pferd Gefallen zu haben) und ist also wohl nicht "Gefallen" im sinne "Gestorben". Diese Joachim könnte auch zu den Neumärkischen Zweig gehören, aus Silberberg, Dorf unter den Familie v. Wedel.) 


Quelle: Lupold v. Wedels Tagebuch. Baltische Studien – Gesellschaft für Pommersche Geschichte und Alterthumskunde. Fünfundvierziger Jahrgang. Stettin. 1895.

Seite 418.

 

Ein Joachim von Stabenaw (aus Nürnberg?) beteiligte sich in “Der Lange Türkenkrieg” unter Nürnbergischen Fahne.

Der Lange Türkenkrieg war ein von 1593 bis 1606 währender Krieg zwischen dem Osmanischen Reich und mehreren christlichen Staaten, insbesondere der Habsburgermonarchie. Der Krieg endete mit dem Frieden von Zsitvatorok am 11. November 1606. Konfliktgebiete waren zu großen Teilen das Königliche Ungarn, Transdanubien, das heutige Kroatien und die Walachei.
Der Krieg zeichnete sich vor allem durch jahrelange Stellungskämpfe aus und wurde deshalb auch Burgenkrieg genannt. Größere Gebietsgewinne konnte am Ende keiner der Konfliktbeteiligten erringen.


1594 "Verzeichniss was fur volck undterwegen under etlichen Fahnen Reutter geblieben"

Under dem Nureinbergischen Fahn ist: ir Rittmeister der von Versowe durch ein Acksel geschossen/un halt hernach zu Pressburg gestorben/ingleich ist der Nuremberger Fendrich Wolff luterich imtreffen/weyl grosse hitz gewesen in der Rustung erstickt: wie dan der vil von der grossen hitz und vilfeltigen hin und wieder ziehen/von den Seulen gefallen. So ist auch Balthasar von Russdorf einer vom Adel todt blieben/desgleichen noch einer vom Adel Jocham von Stubenaw/ dan auch sonste etliche knecht geschossen und geblieben/ desgleichen seynd vast alle ihre wagten ausser zweyer o/der dreyer zum meisten im stich blieben/waren aber die gemeldten Ungeren und das fuessvolck bestandig blieben/und hetten neben dissen fahnen und anderen teutschen Reutteren/zeytlich genug wie Ertzhertzog das angeordneter alsshalt dem Sinan Bascha in die Schantz gefallen/dess plunderen und schadens hette man also nit bedurrft/aber es sein oberzelte nit allein/sonder auch die Statt Raab selbst dardurch in ungemach komen/ddas man nit vonstundan den feindt ehe und er sich gestereckt auss der Schantz zurück getrieben. Wan Ertzhertzog Ferdinandt Caroli Sohn gen Prag komen/und wan der Keyser von dannen zuuerreisen vorhabens gewesen.


Källa: Historica Relationis Continuatio. Ein Historische Beschreibung der vornembsten Händeln sosich in Ungarn wieder den Türken/ In Frenkreich wieder den König von Nauara Im Niederlande zwichen den Königlischen und Holländern und sonst durch ganz Europa/als in Hispania/Teutschlandt/Burgundia/Engellandt/Frieslanddt und Geldern/K. Durch das ganze Jahr zugetragen. Etzinger. Gottfried v. Kempen. Anno 1595. S 14.

 

 


1568-1613 Burgermeister Jakob Stabenow II Stadt Wriezen (Woldenberg Linie I)

Der Familie auf Woldenberg sind nachweisbare zu Wriezen, davon zu Stralsund (Merten), Pritzwalk (Caspar) und (Hans). Die Familien und Ihren Freunde und Verwandte lasst es vermuten das wohl sämmtliche Familien auch in Perleberg und Havelberg mit den Stavenows aus Wriezen befreundet sind.

 

(Nickels sohn (Linie I, zweiter ehe), war noch unmündig 1584)

Geboren um 1566.

1593 Ausgekauft von Gut Woldenberg.

Verheiratet mit Hedwig.

Begraben am 21 September 1613 "B Jacob Stabenow begraben".


Mehrere Familien Stavenow wohnt in Wrietzen 1595-1660. Die sind offensichtlich verwandt, das kan man auslesen von den Paten.

 

1610 17.4. (Bonin:Konsistorium,S.48-49). Jakob von Stavenow. Bürgermeister der Nachbarstadt Wrietzen, vertauscht einen Garten.

Stafenow Jacob Burgermeister 548 (Entscheidungen des Cöllnischen Konsistoriums, 1541-1704. Burkhard von Bonin, Franz Julius Lütkens, Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg. Cöllnisches Konsistorium H. Böhlaus, 1926. S 647)

 

1616 Starb die Alte Eva, bei f. B. Stabenowin. (KB Wriezen Ancestry S 240)

1624 Starb die B. Jacoby Stabenowin. (Jacob Stabenows Frau)

 

Ein Jacob Stavenow ist auch beim v Quitzow bei Perleberg als Pächter ernennt. Das der Familie als Pächter schon 1337 bewirtschaftigt sind kann man im Landbuch Neumark 1337 ausmachen. Die ausgelösten Mitglieder der Famliie sind Pächter und Bürger geworden. Geldmangel gab kein anderes Wahl.

 

Kinder 1 Um 1588 Jacob Stabenow Junior,

Ernennt als Pate zusammen mit der Vater 1606, Sieh unten. 1 Sep 1606 ernennt als Pate «Jacob Stabenow D. Jüng» bei Michael Granolaus Sohn Georgius Taufe.


Kinder 2 Um Marcus


Kinder 2 

1592 Jacob Stabenow Kind Begraben (KB Wriezen 1592)


Kinder 3

1593 Jacob Stabenow Kind Begraben (KB Wriezen 1593)

 

Kinder 4 - Um 1595 Caspar Stabnow?

ernennt als Pate mit B Jacob Stabenow 1607.2 März in Wriezen. Indizien für das er einen Sohn zu Jacob Stavenow ist.

 

Kinder 5 1595 Orthia oder Ottho

Jacob Stabeno Hedwig fil. Orthia/Otto/Ottho Paten Elias Reinols, Peter Pretzel s frau Vrsula. Past: uxor ag d. H Ernsten von Dabielin/d/

Kopie 3 (1595): Jacob Stabeno Ells. Fil. Or(…) [der Rest des Vornamens ist nicht lesbar] Elias Reiwald, Peter Pretzel, die Frau Ursula Pastoris uxor (Ehefrau des Pastors) 29. December

 

Kinder 6 1596 Anna

- Jacob Stabeno Hedwig Anna fil. Anna. (Pat) Michel Bie frau Anna Fride, Margaretha , Catharina Ritters Ev: Lehmanshof.

 

Kinder 7 1602 Elisabetha

- B Jacob Stabeno Elisabehta. Filia Elisabetha . Comp. H George XXXXX?, H Caplann, H Johan Illiheim?.

 

1603 B Stafenows Tochterlein begraben

 

Burgermeister Jacob Stabenow Pate in Wriezen

1594 för Michael Bohrns und Marg. Fil ? «Burg. Jacob Stabenau».

1595 Für George Brahms? In Wriezen 1595. Steht Pate 1596: Für ????? Stassmayer. Bertha Brahms. Comp: Lindeman, Stad

1596 Für Peter Ursuts fili. Sebastiann. Comp Pretzel, Stabeno, Urk. Dannenburg, Thasin, Yiok Brgn 20 Juni.

1604 Pate. 13 ? bei Caspar Thieles filius Wolf Taufe.

1605 Pate bei Hans Salder Tochtger Anna. «B. Stabenowen»

1606 Pate Zacharias Hartmans Tochter Barbara. Den 8 Januari, Zacharias Hartmann Catharina gemelle Margaretha Barbara. Comp. Valtin Kraus Stadthalter, Hans Hade, Die Pastor Kustrin, H B. Stabenowen Dn Michael von Knisthal, ???? Jacob Stabenow Junior,

1606 D 6 Feb. Andreas Schmids Tauft Magdalena. U.a. Paten B. Jacob Stabvenowen. 17 Feb H Johann Collilng, Filius Johannes. B. Jacob Stavenow.

1607 2 Martii, H Johan Thielen und Annas Sohn Georgius. Comp B. Jacob Stabenow, Landtag Ulrich, Caspar Stabeno, Die Hans Peter Die B. Christopherus. Bunkeny. 30 Juni Jürgen Petze filia Anna.

1611 Pate Den 2 september Andreas Wentlows und Annas Sohn Georg. Paten B Jacob Stabenow, Caspar Stechow u.a. (KB Wriezen Ancestry S 251)

 

Seine Frau war Patin

1611 bei Johan Strauss, Stadschreibers und Elisabeths Taufe filia Elisabeth. Paten B Christoph Bünzoll, Lorenz Bleih, Die B. Stabenowin. Die Peter Schultzen.

Frau steht Pate 1618 H. B. (Burgermeister) Stabenow bei Alexander Stinlosoms und Annas filii Maria.

Frau Steht Pate 6 Mai 1618. B Stavenowen F.

Frau Steht Pate 29 Juli 1618. F. B. Stabenowni.

Frau Steht Pate 24 Dec 1618 bei Jacob von Nerschneichs tochter Marias Taufe. F. B. Stabenowin.

Frau steht Pate Michaelis 1618 Fr. B. Stabenowen. Bei Martin Lembkes Sohn Pontus Taufe.

Frau Steht Pate October 1618 Bei Sebastian Thieles und Magdalenas Taufe der Sohn Johannes. F B Stabenowin. Sie Steht an diesen Blatt Patin 4 mal! Nächsten Seite 2 mal, ua. Bei H Johann Blüher und Walburgis filia Anna Catharina.

Frau Steht Pate 25 Febr. 1619. Bei Adam Schramm und Catharinas tochter Catharina. F. B. Stabenowin.

Steht Patin 10 april 1620.

Steht Patin 1621 für Joachim Melows kind.

Frau Steht Pate 11 September 1621 Für Balthasar Barfuss und Annas Kind Balthasar. Paten Pastor Settman, H Florian Krümphel, H Mattheus Rohnkull? J. Sabina von Barfuss, die B Stabenowin.

 

 

1620 Barbara v. Stavenow geh. Carl von Grünberg Dietersdorf (Lebus) (Schlesien)

Woldenberg Linie I, Eine Tochter zu Nicolais IV im zweiten Ehe. Burgermeister Jacob II:s Schwester. 


1620 5.7. (Mülverstedt: Ehestiftungen). Landesherrl Konfirmation der Ehestiftung der Barbara von Stavenow mit Carl von Grüneberg auf Dietersdorf. Dieser kam aus Stift Lebus auf der anderen Seite der Oder. 1000 Thaler Ehegeld (Von Grüneberg erst ernennt 1480 als besitzer von Balkow) Karl von Grüneberg, geb 1598. Vater Wolf (1) von Grüneberg. (Vater Nickel von Stavenow) Carl v Grünberg auf Dietersdorf und Barbara v Stabenow. 1000 Thlr Eheg. Conf. 5 juli 1620. Ibid 288. Herrenhaus Charlottenhof. Kreis Landsberg.

 

UM 1588-1625 Jacob Stavenow III Junior (WRIEZEN)

Sohn zu Burgermeister Jacob Stabenow. Ernennt als Pate zusammen mit der Vater 1606, Sieh unten. 1 Sep 1606 ernennt als Pate «Jacob Stabenow D. Jüng» bei Michael Granolaus Sohn Georgius Taufe in Wriezen. 1607 Pate bei Marten >Gümickes filia Anna. «Jacob Stavenow D Jüng.» 1608 Zwei mal Pate in Januar.

 

Steht Pate 1612 Hans Simon und Anna, Filia Anna. Paten Jacob Stabenow d. Jüng. Jacob Wiman,

Steht Pate 1617 20 dec für Jürgen Gebenty? S und Catharina filia Maria. Als erste Pate Jacob Stabenow. (Vater oder Sohn?)

Steht Pate 1624 28 okt. Für M Mathias Müller und Annas Filia Anna. Paten Jacoby Stabenow, David Timmen, H Peter Linz F. Fr Mathias Slaabenow?

Steht Pate 1625 (KB Wriezen, Taufen Ancestry S 100) M Mathias Müller u Anna Filia Anna. Pate 1 Jacoby Stabenow.

 

Kinder 1 1607 Jacob IV

'Den 9 Februar 1607 Jacob Stavbenow Junior Anna. Filius Jacob. Comp Matthias Brenning, Diaconus Georg Rayts. Peter Krüker, Die Lorenz Joachim, Die Johan Cillietin.

Anno 1608 Jacob Stabenow d Jungeren Kind. Begraben.

 

 

 

Um 1574-1639 Marcus Stabeno (Wriezen) nach (Wilsnack) (Möglicherweise Linie Ib?)

Möglicherweise ein Sohn Hans IV Linie Ib.

Ernst I, Joachim I, Nicolaus VI und Jacob II der Burgermeister Wriezens (Nickels Söhne Linie I) waren alle zu jüng. Als er Steht Pate schon 1594, muss er um 1574 oder früher geboren sein.


1594 Steht Pate (Ancestry Bild 6 im KB)

 

Kinder 1 1594 Caspar oder Catharina -

Marcus Stabenau Hedwig filia Catharina [die zweite Zeile ist für mich kaum lesbar] Carolina

Compatres die Jochim Bruderin, die Vrban Kuskerin, Jochim Prallin, Andreas Wilde, Tewes Sehling.

Auf der gleichen Seite taucht übrigens ganz oben im ersten Eintrag ein Clas Stabenow als Gevatter auf.

 

Kinder 2 1596 Jacobus.

"Marcus Stabeno Hedw(ig) filius Jacobus. This Larn, Balthasar Schwartzkopff, Jürgen Trost, die Petzin und (?)eitzer Kammer(???) 20 Maij" -

1657 Jacobus Stabenow, ernennt als Pate in Wreizen.

Entwieder Jacobus, Sohn zu Marcus, oder Jacobus Sohn zu B. Jacob Stavenow.

 

1639 Perleberg 26.02.1639 Jacob Wünne, Bürger und Schneider, mit Catharina Kawlitz, Witwe des Marcs Stavenow in Wilsnack.   


(Anm. Die "Bruderin" sind oft Paten in Wriezen. Einer ist auch Pate in Lübeck gewesen.) 


 

1596-1616 Johanniter Ritter und Frauenzimmer Hofmeister Nicolaus Stavenow (Jägerndorff)

(Linie Ib) 

Sohn zu Peter IV (Linie Ib)


1614 Nicolaus von Stabenau Frauenzimmer Hofmeister Marggrafens Johann Georgens von Jägerdorff Hofstaat. Nennungswert ist das Hieronymus v. Dieskau, auch beim Hof Johann Georgens angestellt wurde. Die beiden werden im Jahr 1616 zum Johanniter Rittern geschlagen unter Johann Georg.


Bild unten

(Johann Sebastian Müllers Annales des chur- und fürstlichen Hauses Sachsen 1700 S 293.)


 


(Anmerkung: Krnov war die Hauptstadt des Österreichers, die dem Fürsten von Liechtenstein im Fürstentum Jägerndorf bei Oppa gehörte. Die Stadt war zuvor für eine bedeutende Webstuhlsfabrik, der Textilindustrie und die Herstellung von Likör bekannt. Jägerndorf war ein Fürstentum, das teilweise dem Preußen gehörte Oppeln, ein Teil des österreichischen Schlesiens, kam 1523 durch Kauf an den Markgrafen Georg den Frommen von Brandenburg-Ansbach und erbte 1603 von seinem Sohn Georg Fredrik an den Kurfürsten Joakim Fredrik von Brandenburg, dessen zweiter Sohn Johan Georg es in Appanage erhielt Als er als Anhänger Friedrichs V. von der Pfalz für verloren erklärt wurde, gewährte der Kaiser 1622 Fürst Karl I. von Liechtenstein das Fürstentum. Die brandenburgischen Kurfürsten beanspruchten vergeblich Jägerndorf, und nur Friedrich II. Von Preußen erhielt es 1742 nördlich der Oppa Teil der Hauptstadt Leobschütz gelegen.)

 

1616 Nicolaus v. Stavenow zum Johanniter ritter geschlagen

VI Unter dem Herren Meister Markgrafen Johann Georg zu Brandenburg (regierte von 1616-1624)

Zur Geschichte des ritterlichen Ordens S. Johannis der Balley Brandenburg unter Markgraf Johann Georg von Jägerndorf, 22ftem Herrenmeister derselben. Von Dr Geißheim. (Fortsetzung)Was seine Verwaltung betrifft, so war dieselbe für den Orden, ungeachtet seiner häufigen Abwesenheit, nicht ungünstig, insofern demselben durch die von dem Markgrafen angeordnete Verpachtung der Aemter und Güter reichlichere Erträge erwuchsen, als bisher erreicht worden waren. Nach Dithmers gcneal. histor. Nachrichten von den Herrenmeistern, Frankfurt 1737. 4to, haben unter ihm den Ritterfschag empfangen: Im Jahre 1616 Octavian von Schlieben, Sohn des damaligen Senior des Ordens, Hieronimus von Dieskau und Niclas von Stavenow. 1618 Wilhelm Freiherr von Waldstein und Christoph Ludwig Graf zu Stolberg. 1620 Boit Heinrich Graf von Thurn, Mar von Schlieben, Comthur zu Lietzen, Johann Elvert von Westphalen, Adam von Redern. Durch ihn ist wahrscheinlich auch der oben genannte Werner von Castiglione in de Orden eingeführt worden.

(Wochenblatt der Johanniter Ordens Balley Brandenburg. Vierter Jahrgang. Berlin den 24 Juni 1863 Nr 26. Nr l bis 53. Berlin 1863. Druck und Verlag von Nickethier. S 161.)

 

Kinder, In Wriezen getauft

Ehe 1 

1596 Kinder 1 Anna

Nicolas Stabeno Anna filia Anna. Compatres Jürgen Trost, Merten Pretzin, die Jochim Bruderin Trinitatis

 

In Wriezens TB nicht gefunden - aber

Kinder 2 Geboren um 1590-1600 Merten

Stralsund 1619 Merten Stavenow Schneidermeister in Stralsund lasst taufen sein Sohn Merten. Der Vater, Merten muss also um 1590-1600 geboren sein. Verliess doch Stralsund und geht nach Havelberg wo viele andere Familienmitglieder wohnt.


Ehe 2 in Havelberg 1627. Merten Stavenow ist dort verheiratet mit Anna Petzin, filia Merten Petzin. (D.h. Merten Petzins tochter). Merten Petzin war also Pate beim taufen Mertens Schwester Anna in Wriezen 1596.

Keine Kinder von diesen Ehepaar sind in Havelberg getauft worden. 

 

Nicolaus Stavenow ist wohl Vater zu Merten Stavenow der ging nach Stralsund.

Es ist nicht undenkbar das Johann Georg von Jägerndorf möglicherweise ein Standeserhebung verleihen habe zu Nicolaus Stavenow und seine Nachkommende, als er sein Frauenzimmer Hofmeister beim Hof in Jägerndorf war. Wenn Merten Stavenows wittwe starb in Havelberg, könnte eventuell den Sohn Merten geerbt haben, aber von Ihm ist nicht mehr die Rede. Keine Stavenows sind doch in Stralsund in den Zwichenzeit 1630 bid 1660 (sterbedatum der Wittwe). Möglicherweise ist Eigenthum in Stralsund zu Joachim und Peter von dieser Familie Testamentiert worden.


Bild unten

Quelle: Nicolaus Stavenows Ritterschlag. Wochenblatt der Johanniter Ordens, Balley Brandenburg. Seite 161.

 



1596 - 1615 Anna v. Stauenowen

Die in Wriezen 1596 geborene Tochter Nicolaus Stavenows. 


1615

No. 3. Distribution der restirenden Hohen Finowischen Kaufgelber. Anno 1615.Nachdem auf Ansuchen Franz Sparres unbezahlter Creditoren durch Churfl. Befehl Ern Arnoldo de Reigern uf Gladebeck Erbseßen, und Ern Andreae Kohler, beyden Churfl. Rathen committiret worden, die hinterstellige Kaufgelder, so aus Churfl. Rentey wegen des guets hohen finow sollen erleget werden, unter sie rechtmäßigt zu distribuiren Als haben ernannte Commissaij, die in beeden Instantien ergangene Urthell in beisein anwesender gleubiger, und der abwesenden Geuolmechtigten vorgenommen, die prioritetische Creditorn, welche die Zahlung erlangen können, ihre posten mit den Original Uhrkunden belegen und bestecken laßen.Unter anderen; Furter Anna von Stauenowen zwey hundert Thaller ohne Zinß, dan die ihr vorgesezte tieblohner, wie auch Jacob Prell haben hiebeuor allbereit ihre befriedigung erlangett.Mehr seind von den Creditorn fünfzig thllr. den distributoren der Bemuhungt halber verehret, der Rest aber auf vier und funffzig Thllr. sich erstreckendt, soll Balthasar Dahmeßen zu vortsetzung des processus mit Krummenseen gefolget werden. Und weil obgedachte nachstendige Hohen finowsche gelber in bezahlung obgesezter Posten aufgehen, ist von den Commisarien ferner nicht fortgefahren, noch zur fechzehenden post erstes Urthells und folgendts geschritten worden. Sondern laßenß vor dießmahll dabei bewenden, biß etwa kunftigt was mehr einkompt, davon die nachstehende mögen befriediget werden.Urkundlich dieser Reces und verfaßete außtheilung mit des Churfurstlichen Camergerichts Insiegell authorisirt, und bekreftiget.Actum Cöln an der Spree am 4ten Martij Anno 1615 k. Arnoldus de Reyger MPPRIA. Andreas Kohls mppria. (Gundling's Urkunden: Samml: Processe und Verträge k. Th. 1. Msept. der Königl. Bibliothek zu Berlin gehörig.

(Urkunden Sammlung zur Geschichte des Geschlechtes der von Eickstedt in Thüringen, den Marken und Pommern. Gesammelt und herausgegeben von C. v. Eickstedt. Königlich Preußischem Major. Erste Abtheilung. Berlin 1838. Verlag der Plahnschen Buchhandlung. s 386.)


Anna von Stabenau, wurde verheiratet mit mit Ernst von Görzke.


Kinder 1 Joachim von Görtzke.

(Quelle: Restlose Auswertungen von Leichenpredigten und Personalschriften für genealogische Zwecke, Bd. 1, R1-R1000, R374)


 

 

ca 1560-1620 Hans Stabenow (Wriezen) (Woldenberg Linie Ib)

Erdmanns Sohn. Pächter.

Ehe 1 Vor die KB Beginnen - 1614 Hans Stabenauen Frauen (Begraben)


Kinder 1 1592 Hans Stabenowen K. (Begraben)

 

Ehe 2

Mit einer Anna (Wohl nicht in Wriezen verheiratet).


Kinder 2 1620 Maria – September Diem nach Trinitatis - Hans Staberow Anna Filia Maria, Paten Matthis Brakowski, Melchior v Schrebschen? F. Aramis Armfelt….. Balthasar Bahrfussen F.


Pate in Wriezen

Hans Stabenow steht Pate am 1 dec 1620 beim Taufe d. Michael Bahr u Anna, Filius Andreas.


Möglicherweise

Kinder 3 Joachim

Stud. In Wittenberg 1597 Joachim Stavenow Sandoviensis. (Aus Sandow, bei Havelberg). 1600 Mitglied des Kirchlichen rat Joachim Stavenow (Sandau) Kyritz Havelberg (Brandenburg) 1600 war Joachim Stavenow der Jüngste von die vier ”Eltisten” im Rat. Die gottehausleute, Claus Krüger, Baltzer Janicke, der schultz ist gestorben. Die vier eltisten: Jacob Lückefeil, Achim Zoppel, Michal Thomas, Jochim Stawenow.

 

Ehe 1 ?

Kinder 1 geboren vor 1626, gestorben 1626 Jochim Stawenows Sohn (Bestattungsbuch St Laurentius 1626 437).

Kinder 2 1631 27 Martii - Joachim Stavenows Kind gestorben.  (Bestattungsbuch St Laurentius 1631 20)

Kinder 3 geboren ? – gestorben am 30 sept. 1631 Joachim Stabenows Magd. Gestorben. (Bestattungsbuch St Laurentius 1631 122)

 

Ehe 2

1628 Joachim Stavenow heiratet Anna König den 08.07.1628. Witwe Bartholomaei Vierzofens 6. Juli.

 

Kinder 2 1629 Hans. 1630 60 „Joachim Stawenow Sohn Hans. Paten: Zacharias Berckholtz, Jaime Eids, Hans ...tz,n Vidua (Wittwe) Andreas Pagelsl, ....... Berchholtz“ (TB. St Laurentius 1611-1709).

 

Kinder 3 1633 Joachim. 1633 Joachim Stavenow Sohn Joachim (TB. St Laurentius 1611-1709) Paten Hieronimus Kemnitz, Jochim Stein, Andreas Gläser, B. Zacharias Berchholz Frau, Joachim Strassburgers Frau.

 

Kinder 4 1635 Elisabeth. 1635 45 Joachim Stavenow Tochter Elisabeth Stavenow. Paten Simon Janke, Joachim Anger, Uxor Jacob Petz.

1636 Joachim Stawenows Kind gestorben am 31 dec 1636.

 

1632 Uxor (Frau) Joachim Stavenow taufpate bei Joachim Bardts Generlli Fili Jochims taufe. 1660 Anna Königin Joachim Stafenows Ehefraw und selige Wittwe begraben am  13 october 1660.

 

1635 Jochim Stavenow, nennung in Liquidation 1635. Joachim Stavenow ist gestorben in Havelberg am 2 dec 1640. (Bestattungsbuch St Laurentius 1640 40) 



1602 Fam. Augstin Stabenow (Wriezen)

Möglicherweise ein Sohn Andreas Stavenows. (Vgl. Augustin Stavenow In Schwerin)


Kinder 1 1602 Ursula

Den 6 Januarii Augstin Stafenow (und) Walpurgis Filia (Tochter) Ursula. Comp. Vallmi Olleng Junior, Adam Konjus, Die B Vallni Callamii, Die Urban Solesken, Die Valentin Stuberni.

 

 

1619-1655 Martin II Stabenow (Geb Stralsund) nach (Wriezen) (Linie I)

Geb 1619 in Stralsund, Sohn zu Merten I Stavenow in Stralsund und Havelberg.

Traubuch Havelberg, St. Laurentius 1627/2: Merten Stavenaw. Anna Petziens, Tochter des Merten Petzien … in Schwechow, Witwe Meister Willhelms des …meisters

 

Den 4 Augusti 1655 ist Martin Stabenroch burger gewesen und sein Bürgen sind gewesen Christian Rhunish. Soll und Will 5 Thlr Bürgenrecht geben, hat´s auch b forts zu den Ratshaus/s enlaget.

 

Kinder 1 1657 Catharina

(Taufbuch Wriezen 7 November 1657)

Martinus Stabenro Elisabeth Matzus Filia Catharina . Comp: H Joachim Dahlen. Hans Eiwall Pauell Grütke Martin Finow. Anna Kitz… H: Johann Sagers Frau. Maria Zuhlinken. H: George Biffings Frau. Elisabeth N: Caspar Strassbürgs, Joh Hütins Frau.


(Anm: Christoffer Stavenow in Stralsund gewidmet einen Testament einer Sager, geborenen Stavenow, H. Joachim Dahlen, Burgermeister in Lübeck, auch in Havelberg ernennt)


 

 

1605-1660 Mattheus Stabenow Bürger (Havelberg Wrizen) (Linie I)

Wohl Joachim I:s Sohn aus Rostock.


Ehe 1

Mit Elisabeth Matzus


Havelberg dann Zurück nach Wriezen. H Joachim Dahlen und Familie Petzen sind auch Paten in Havelberg.


1653 In Wriezen eingebürgert. (Burgerbuch Wriezen)


Kinder 1 1654 Elisabeth

5 september - Mattheus Stabenow. Anna Stockfischen Filia Elisabeth. Comp H: Christian von Kulman. Jacobus Stabenow. F: Anna Beens. Dorothea Ranz. H: Jacobi Beyerns Frau. Elisabeth Sofie von Küntz.

 

Kinder 2 1656 Johannes Christoph.

20 mai - Mattheus Stabenoth Elisabeth Matzow Filio Johannes Comp: Bartholomäus Picke. Mattheus Robert. Michau Gröber. Johannes Zimmerman.  Caspar Schultz. J. Maria Moritzin. Dorothea Gotthardt, Johannes Eiwolds Wittwe Margaretha Beyers. Margaretha Ritzerows. Gürgen Korbs Fraue.

 

Kinder 3 1657/12 Dorothea

24 februar - Mattheus Stabenow. Anna Stockfisch Filia Dorothea. Comp: H: Georg ????. H Joachim Dalen. Martinus Paul…… Margaretha Krahts: H: George Stabenows Frau. Catharina Michaelis. Marin H?????? Amalia …. ??? Martin???? J Dorothea Kitzerow.

 

Kinder 4 1660 Elisabeth

31 februar - Mattheus Stabenow. Anna Stockfish Filia Elisabeth. Comp: H: Christoff Ram. Christoff Francken. Catherina Beyers. H: George Behen Frau. F. Dorothea Hintzelow.

 

 

 

1637-1653 Das Wriezener Bürgerregister

Das Wriezener Bürgerregister von 1634 bis 1760 enthält die volgenden Ergebnisse über Wriezenen Bürger:

1637 Jacob Stabenow

1648 am 4 august Burgt Jürgen Stabenow für Jürgen Schmidt. Und Thomas Mangoll. Und Peter Doberkow.

(Anm: Die Doberkows hat die Grössten Anteile von Woldenberg bis 1474, dann wurde doch sämmtliche Hufen bei den Stavenows gekauft)


1654 Jacob Stabenow Burgen für Mattias Lüdigten

1652 Peter Erdtmann Stafenowen

1653 Mattheus Stabenow

 

 

1590-1600 Stavenows in einen Adelsverzeichnis Brandenburgs 

Vorzeichnus aller Herrn und vom Adell. Im Churfürstenthumb Brandenburgk k. (Ende des 16. Jahrhunderts.) Mittelmarck und Uckermarck.

Die Geschlechte vom Adell, so von der Chur und Hause Brandenburgk Ritterlehen haben.

Stauenow Andres, Fridrichs Sone. Nickel, Peterß sel. Son. Hanß, Erdtmanns Sohn. Friedrich und Albrecht, Heinrichs Son.


(Der Vorzeichniss scheint nicht komplett zu sein, Friedrich III fehlt sowie Michaels Söhne z.b.)


 

 

1626 Musterrolle der Mittelmärkischen Ritterdienste Oberbarnim

Die "Pauern" von den Stavenowen Herkommend

Musterrolle der Mittelmärkischen Ritterdienste 1588. (1626)

Wie dieselbe, weill die neulichste so anno 1610 gemachet, nicht zuerlangen, auß der Alten Rolle de anno 1588 auch den Lehnsregistraturen und den zetteln über das Nachtgeldt de anno 1610 welche aus der Hoffrenteren entnommen, gefertigt anno 1626. Die Pferbezahl gehört also dem Jahre l588, die Namen der Grundbesitzer aber dem Jahre 1626an. Ritterdienste im hohen Barnimb. 1 Pf. Berndt v. Arnim, zue Löhme. 1 Pf. Dietrich v. Holtzendorff von Sydow. 9 Pf. die von Pfuell in gesambt von Ihren stamblehnen, alß Löwenbergk, Quilitz, Friederstorff, Ranfft, Gartzien, Gielstorff, wozue auch Fichell kommet, Steinbeck Schultzendorff, Jahnsfelde K. woran aber Dietrich von Holzendorff + Pf. wegen Dannenberge helt. 1 Pf. Ludwigs v Pfuell Lehenserbe zu hohen Finow. I Pf Jacob Pfuell wegen Prötzell. Die Prelaten daselbst und Ehrentreich v. Blumenthall zu Hernekopf. 1 Pf. die Platen zu Hernekopff, die Dahmen u. Werbelohen, wegen der gueter, so sie von Uchtenhagen dabevor zu Lehen getragen. 4 Pf. die Rabeln in diesem Craise, alß von Friedeland, Buch, Schönhausen, Kruge und andern guetern, Jedoch helt hiran nunmehr + wegen Eggerstorff Bertram v. Pfuell. Was sonsten die v. Röbell an den beiden Krummenseischen Pferden halten, ist oben unter dem Nieder Barnim sub Krummensehe gemeldet. Ihren übrigen Roßdienst vide im Lebusischen Craise. 1 Pf. die Sparren und Christoph v. Lindtstedt, wegen Trampe und Prenden. 1 Pf. Otto v. der Gröben, wegen Lichterfeldt u. Prenden, so Sparrische gueter gewesen. 1 Pf. die Termowen und Christoph von Lindtstedt zue Brunow und Klobbigt. 1 Pf. die Flowen, wegen Flow und Petershagen, und Die Dahmen zue Sternebergk. 1 Pf. Erdtmann v. Berfelde zue Trebnitz und Die Reutzen zue Pritzhagen. 1 Pferd. die Heisen zue Biesau und Leuwenbergk, die Wageschützen zu Woldenberge und Christian Pfuell, wegen etzlicher Pauren daselbst, von den Stavenowen herkommend. Summa 24 Pf. Ebendaselbst.

(Beiträge zu einem neueren Landbuch der Marken Brandenburg. Prälaten, Ritter, Städte, Lehnschulzen oder l Roßdienst und Lehnwahr. Zusammengestellt und herausgegeben von CV Gickstedt. Magdeburg 1840 Verlag der Creuhschen Buchhandlung. Sid 115-116.)

 

Sämmtliche Familien Stavenow auf Wollenberg war deutlich auf Grund von Wirtschaftligen verfall zwungen seine Hauptteilen von und schlieslich die ganzen Rittersitzen zu Wollenberg und Falkenberg im laufe der Zeit zu verkaufen. Als man das Rittersitz zusammen mit der Wagenschützen hätte bis 1644 wird die Familie als als “Pauern von den Stavenowen herkommend” im Jahr 1626 bezeichnet. Die Stavenows sind doch noch in 1626 im Ritterdienst, obwohl als Pauern (Verarmte) genannt. Wenn der Familie verarmt geworden ist musste man sich neue Einkünften aussuchen. Manche Familienzweigen sind früher als 1600 in Mecklenburg und Schlesien u.a. umgetzogen. Aber von 1600 und forwärts sind auch Familienzweigen nach Schlesien, Hohenleuben, Schleswig Holstein, Rostock, Lübeck, Stralsund und Sachsen Anhalt gegangen. Auch während der 30 Jährigen Krieg, ist es wohl das viele von die bleibenden Stavenower umgetzogen sind. Einige Zweigen bleibt doch in Brandenburg.

 

Wie kommt es das Grosse Teile vom Familie Amtmänner, Pächtern und Bürgern und eben ein früheren Zweig Bauern geworden sind?

Die Familie Stavenow war vervandt mit vielen anderen Adeligen Familien, und besassen Ämter oder Pächten, aber haben nur ein Kleines Lehn geerbt in einer Zeit wenn die Ritterschaft nicht mehr als Militärischen Kräfte benötigt war. Für verarmte Adelsgeschlechter war dieser Zeit Schwer. Manche haben doch in den Städten als Bürger gesiedelt, unter dem Klostern und andere Gutsbesitzer haben sich manche Familienmitglieder als Pächtern bewirtschaftet, und damit sind die noch ”frei” geblieben. Andere sind Bürger in den Städten geworden und könnten ihre Freiheit in diesen Fällen auch beibehalten. Was doch deutlich zu sehen ist, das viele von die Stavenows auf Woldenberg, schon früher als Woldenberg verkauft war, in die Städten schon umgezogen haben. Z.b. Hauptmann Andreas Stavenow, der in Schwerin beim Stadttor wohnte. Nur der Agnat Wohnte wohl in Woldenberg, die anderen haben sich in den Städten und beim Guten anderen Herrschaften als Pächter bewirtschaftet.


Durch die Stärkung der territorialen Fürstentümer im Reich nach dem Dreißigjährigen Krieg 1618-1648 kam es auch zur Festigung der ständischen Ordnung und - damit verbunden – zur Herausbildung des fürstlichen Absolutismus in den deutschen Ländern. Mit dem Aufbau einer staatlichen Zentralgewalt und eines stehenden Heeres schuf Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst (1640-1688), auch einen frühabsolutistischen Staat in Preußen. Damit verlor der Adel zwar seine politischen Vorrechte aus der Ständeordnung, wurde aber gleichzeitig in seiner sozialen Herrschaft gefestigt. Auf dem brandenburgischen Landtagsabschied von 1653 wurde die Erbuntertänigkeit bzw. Leibeigenschaft der Bauern gegenüber dem Adel festgelegt und die gutsherrliche Abhängigkeit der Bauern und Landarmen neu besiegelt. Das festigte die Basis der bestehenden Ordnung und bedeutete letztendlich eine Grundsatzentscheidung für die Richtung und den Charakter der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung. Bis ins 19. Jahrhundert sicherte dieser Herrschaftskompromiss die beherrschende Position des Adels.



Die schon im 16en Jahrhundert ausgelöste Zweigen, sind eben wohl Bauerlich geworden. Meistens bei den Verwandten v. Quitzows. In der Neumark, bei die Familie v. Wedel. Es gab in Gross Silber einen Dorf mit Bauerlichen Personen mit Nachnamen wie Wedel und Stavenow. Wie und ob wir verwandt sind, muss doch weiter erforscht sein.


Die im 17en Jahrhundert noch mit Woldenberg belehnte Familienzweigen haben noch sein gesellschaftlichen position mehr oder weniger beibehalten und sind auf jeden Fall "frei" geblieben.  


Als Beispiel das die grenzen von Landadel und Burgerthum noch vielfach durchlässig war im Mittelalter gibts u.a. der Familie Karstedt 

So schreibt Dr. Uwe Czubatynski: "Im übrigen lassen sich auch zur Familie Karstedt nur wenige zuverlässige Daten ermitteln. Aus dem 1561 errichteten Testament des Joachim Möllendorff geht hervor,(7) dass der in Perleberg ansässige kurfürstliche Rentmeister Joachim Karstedt 1561 bereits verstorben war (laut Leichenpredigt seines Sohnes am 15. 9. 1560 im Alter von 49 Jahren). Da das genannte Testament nicht nur die Kinder dieses „Oheims“ Joachim Karstedt bedenkt, sondern auch die Gebrüder Joachim, Valentin und Andreas Karstedt auf Kaltenhof, so kann es eigentlich keinem Zweifel unterliegen, dass die bürgerliche Familie in Perleberg mit der adligen Linie von Karstedt verwandt war. (8) Auch wenn der Grad der Verwandtschaft nicht näher bestimmbar ist und keine Siegel oder Wappen zum Vergleich zur Verfügung stehen, so zeigt dieser Fall (ebenso wie bei dem Testator Joachim Möllendorff), dass die später weitgehend erstarrten Grenzen zwischen Landadel und Patriziern im Mittelalter noch vielfach durchlässig waren. Von den Kindern des Joachim Karstedt in Perleberg ist lediglich bekannt, dass es der wohl älteste Sohn Andreas Karstedt (ca. 1535–1599) nach langer Studienzeit zum Bürgermeister von Ratzeburg brachte.(9) Von seinem dritten Sohn Hieronymus (gest. ca. 1589/90) existiert in Perleberg immerhin noch ein fragmentarisch erhaltener Grabstein (Czubatynski 2016, S. 239 Anm. 20)."

(Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Prignitz Band 17 Dr. Uwe Czubatynski S. 11-12)


7. Uwe Czubatynski: 700 Jahre Pfarrarchiv Perleberg (wie Anm. 2), S. 206–214.

8. Sehr auffallend ist auch die Wappengleichheit zwischen den Familien von Karstedt, von Klitzing und den jetzt in Schweden beheimateten von Konow, siehe Walter v. Hueck: Adelslexikon. Band VI, Limburg an der Lahn 1987, S. 136 und S. 413–414 (Genealogisches Handbuch des Adels; 91).

9. Fritz Roth: Restlose Auswertungen von Leichenpredigten und Personalschriften für genealogische und kulturhistorische Zwecke. Bd. 2, Boppard 1961, S. 5 Nr. R 1006. Die 1599 in Lübeck gedruckte Leichenpredigt von Sebastian Cygnus ist im VD16 unter der Nummer S 4596 verzeichnet.

 

Anm: Es gibts natürlich mehrere Beistpiele in den Prignitzen Städten, wie der Familie Konow (Mehrere Bürgermeister und Ratmänner in Perleberg), Familie Kemnitz (Mehrere Bürgermeister und Ratmänner in Pritzwalk).