LINIE I Wriezen-Stralsund-Havelberg-Wriezen

 

STAVENOW


WOLDENBERG LINIE I WRIEZEN-STRALSUND

 

G um 1592 - 1657 Merten Stavenow aus (Wriezen) (Stralsund) (Havelberg) (Wriezen)
Merten Stavenow aus Wriezen – Die Petzin sind Paten in Wriezen.

Merten Stavenow ist wohl ein Sohn Nicolaus (Nickel) VII:s (Peter IV:s Sohn) Linie I.

(Konnte doch auch einen Sohn Herr Friedrich IV:s, Amtmann zu Sonnenburg bei Wriezen Woldenberg sein Linie II sein) 

Merten wurde wohl um 1592 in Wriezen geboren, kurtz bevor die Kirchenbüchern beginnen.   


Wriezen 1596, Trinitatis Merten Petzin ist Pate beim Taufe Annas, Nickel Stavenows Tochter.

Ehe 1, Wo und wenn er verheiratet war, wissen wir noch nicht. Seine erste frau starb in Havelberg 1626 "Merten Stawenows frauen gest". (Best. Buch St laurentius 1626 424).

Kinder in Stralsund
Kinder 1 1619 Marten Stavenow, getauft 25. November 1619. Vater: Marten Stavenow Paten: Thomas Tempelmann, Baltzer Blaseke, Klaus Sores Frau.
Anm: Diesen einzigen Sohn Mertens ging nach Wriezen, der Vater bleibt doch in Havelberg.

1626 Merten Stawenows frauen gest. in Havelberg. (Best. Buch St laurentius 1626 424)
Ehe 2 Havelberg 1627 Merten Stafenaw heiratet Anna Petzin den 09.01.1627. Merten Stafenaw, Anna Petzins, Filia Merten Petzin, Rectori.

Kinder
Keine Kinder Mertens und Annas sind im KB Havelbergs gefunden

1630 "Es gab eine große Parthei in dem ehrbaren Rathe von Stralsund der wie dem hektischen Schneidermeister Martin Stabenow der Krieg schon zu lange dauerte und die sehr geneigt schien auf den Vorschlag des Fürsten einzugehen den besonders Herr Wolf zu Putbus mit großer Beredtsamkeit und Wärme anempfahl." Der Junker von Behr: Geschichte au der Zeit des dreissigjährigen Krieges S 202.

1657 Martin Staweno bestattung am 26 Marty 1657. (Bestattungsbuch Stadtkirche Havelberg)
1660 Merten Stawenows wittwe Anna Petzin gest. 26 dec. (Bestattungsbuch Stadtkirche Havelberg)

Warum verlass Merten Stavenow Stralsund?

Eine Geschichte aus dem 30-Jährigen Krieg
Aus ”Der Junker von Behr” Pommersche Geschichten von D. Dörrh.
”An einem der ersten Tage des Monats März im Jahre 1630, der Abwechselnd Regen und Schneeschauer brachte, hatten sich, trotz des unfreundlichen Wetters, in den Vormittagsstunden zahlreiche Volkshausen am Hafendamme versammelt. Eine lebhafte Kanonade tonte von der Brandshagner Schanze herüber und Jedermann war begierig zu erfahren, welche Bewandniß es damit habe und was für ein Schiff es sei, das wie man vermuthete jetzt eben den Eingang in den Hafen erzwinge.
Lange Zeit blieb die Neugierde der guten Bürger unbefriedigt. Das dunkele Wetter verstattete keine weite Aussicht in die Ferne, und ungeduldig und allerlei Verwünschungen auf die Bedränger ausstoßend, bewegte sich die Volksmenge durcheinander.
"Es muß ein tüchtiger Bursche sein", sagte ein Bürger mit rundem, vorstehendem Bauche, den die weiße Schürze die er trug und der an seiner Seite an einer langen Kette herabhängende Stahl, zum Schleifen der Messer bestimmt, als einen Schlächter erkennen ließen, "es muß ein tüchtiger Bursche sein, der eben heransegelt; ich unterscheidejede Lage seiner Breitseite deutlich von den Geschützen aus der Schanze". "Ihr müßt's wohl wissen, Meister Billroth, da Ihr Constabler der Stadtartollerel seid", erwiederte sein Nachbar in der Gruppe, der sich als das gerade Gegenstück des runden Schlachters auswies, indem er ihn an Körperlänge weit überragte; aber dürr und eckig in seinen Kleidern schlotterte und den Kopf über die eingesunkene Brust vorüberbeugte; "übrigens wünscht ich von Herzen, all dies Schießen aus kleinem und grobem Geschütz hätte endlich ein Ende". "Warum, Nachbar Stabenow?" fragte der Erstere mit lächelnder Miene, an seinem langen Gegner hinaufblickend; ,,"ich dächte, Euer Gewerbe käme dabei eben nicht zu Schaden. Es wird manches Mamms durchlöchert und verdorben; was Eure Nadel leichter wieder berstellt, als der Feldscheer die Leiber, die darin steckten." "Mag sein, Nachbar," erwiederte der Schneidermeister Stabenow, "aber der Krieg dauert schon zu lange und der Stadt Commerzien und gemeine Sachen leiden dadurch gar sehr; ihre Kammergüter und von den Feinden verwüstet, die Pächte und Intraden bleiben aus und endlich werden wir doch Schumade schlagen müssen vor dein großmächt gen Kaiser." "Den Teufel werden wir", sagte Meister Billroch, mit funkelnden Augen und geröthetem Angesicht; "verdammt sei Euer großmächtiger Kaiser, der in Wien mit scheinheiligen Pfassen betet und alle Lande deutscher Nation durch seine Raubschaaren in den Grund hinein verderbt und auszehrt; verdammt sei er und Jeder mit ihm, der von Frieden spricht. Schon im vorigen Jahre, als die Stadt dem Arnheim die 30 000 Thaler zahlte und die zwei zwölfvfündlgen Stücke des von der Osten auslieferte, riethet Ihr zur Unterwerfung und Uebergabe und nun werden wir mit unseren eigenen Stücken beschossen. Geht hin, Meister Schneider und macht Euern Frieden mit dem Kaiser wenn's Euch nicht mehr gefallt hinter den sicheren Mauern unserer Stadt". "Ja fort mit ihm, fort mit ihm!" riefen die Umstehenden; "nichts von Frieden und Uebergabe! wir wollen die Räuber und Mordbrenner nicht in unserer guten Stadt!" Gin trocken Husten tönte dumpf aus der eingesunkenen Brüft des Dürren herauf und eine seine hektische Nöthe belebte seine bleichen Wange, als er diese Rufe hörte. Er zog sich langsam in die Menge zurück und murmelte vor sich hin: "die Thoren, sie werden sich und die Stadt ohne Rettung verderben." Unterdessen hatte das Schießen aufgehört, woraus dle versammelten Bürger schloffen, daß das Schiff die Schanzen passiert habe. Gegen die Mittagszeit hin klärte sich auch das Wetter mehr und mehr auf. Der Wind trieb das Gewölk über die Stadt hin, vor sich her und die Küsten von Rügen, die bisher wie inu Nebelstreif undeutlich vor den Blicken der erwartungsvollen Menge dagelegen hatten, traten sichtbarer hervor. Plötzlich ward eine unruhige Bewegung unter den am Hafen Versammelten bemerkbar. Aller Augen wandten sich auf die Einfahrt des Gelen hin, wo eine Kriegsbrigg sichtbar ward, wie sie eben um den Dänholm her vorsegelte und rasch vor dem Winde her in den Hafen einfuhr, während sie vom Hinterfteven stolz die schwedische Flagge wehen ließ. Als die Brigg auf die Entfernung einer Viertelmeile herangekommen war, erhob sich von ihrem Vorderbug eine Rauchwolse, die schwerfällig sich mit der noch immer dicken Luft zu verbinden suchte. Ein Kanonenschuß und dann noch einer, die wohlbekannte schwedische Losung begrüßte die Festung und wurde von den Bastionen der Stadt erwiehert. Nach wenigen Minuten wiegte sich das Schiff an einer passenden Stelle vor seinen Ankern und es entstand an seinem Bord die geschäftige Bewegung, die gewöhnlich unmittelbar dun Einlaufen in den Hafen folgt. Taue wurden aufgewickelt, See gel gestrichen, Kisten und Koffer auf das Verdeck gebracht und das Commandeurboot herabgelassen und augenblicklich bemannt. In dasselbe sah man einen jungen Ofsicier auf der Schiffstreppe hinabsteigen, worauf es unverzüglich, dem Lande zuruderte. Kaum hatte das Boot am Bollwerk angelegt, als der Officier gewandt herausfprang und die Umstehenden höflich grüßend, den Weg in das Innere der Stadt einschlug, wahrend die Gruppen der Bürger und Soldaten ihm ehrerbietig Platz machten und sich allerlei Bemerkungen über das gute Aussehen des Schiffs und des ihnen wohlbekannten jungen Mannes mittheilten und nach und nach in verschiedener Richtung sich entfernten. Die Meisten zogen, in lebhafter Unterhaltung begriffen, die Straße hinauf, die zum Markte führte, auf dem das großartige, einer Hanseestadt würdige Rathhaus mit seinen gewölbten Markthallen und zahllosen spitzigen Thürmchen noch heute steht, kein unpassen des Denkmal der Macht und des Reichthums der alten Hansa . Hier waren eben die Väter der Stadt versammelt und hielten Rath mit dem schwedischen Commandanten, Obersten Alexander Leslin. Der alte gutmüthige Herzog Bogislav XIV. wurde durch den mannhaften Widerstand, den Stralsundden kaiserlichen Truppen leistete bei der damaligen Lage seines Landes sehr beunruhigt. Er fürchtete nicht allein den Zorn seines Oberlehnsherrn, des Kaisers, dadurch auf sich zu laden, so unschuldig er auch an diesen Händeln war, sondern hielt besonders die Widersetzlichkeit Stralsunds für die Hauptursache der verlängerten Einquartirung der Wallensteinischen Armee in Pommern, die dessen gänzlichen Ruin herbeizuführen drohte. Er ließ daher nichts unversucht, den Streit zu vermittelnund die trotzige Stadt zur Nachgiebigkeit zu vermögen. Ein ganzes Jahr lang hatten seine Räthe in diesem Mittleramte alle möglichen diplomatischen Künste, wiewohl vergebens angewendet, ja selbst bis in die Vorzimmer der kaiserlichen Hofburg zu Wien ihre Bemühungen ausgedehnt, wahrend der alte Fürst, trotz seiner körperlichen Schwäche, sich in eigener Person in das Lager vor Stralsund begeben hatte, jedoch alles ohne den geringsten Erfolg, da man von Seiten des Kaisers vor Allem auf die Entfernung der schwedischen Truppen aus der Stadt bestand, wozu sich die belagerten Bürger unter keinen Umständen verstehen wollten. Jetzt hatte der besorgte Landesherr noch einen Versuch gemacht. An eben dem Morgen, bei dem wir in unserer Erzählung angekommen sind, waren die herzoglichen Räthe, Freiherr Volkmar Wolf zu Putbus und Philipp Horn in die Festung gekommen, um als letzten Ausweg den Vorschlag zu machen, der Herzog selbst wolle die Beschützung der Stadt übernehmen, die Schweden sollten in ihr Vaterland zurückkehren und die Stralsundischen Truppen dem Landesherrn und der Stadt zugleich schwören. Es gab eine große Parthei in dem ehrbaren Rathe von Stralsund, der wie dem hektischen Schneidermeister Martin Stabenow, der Krieg schon zu lange dauerte und die sehr geneigt schien, auf den Vorschlag des Fürsten einzugehen, den besonders Herr Wolf zu Putbus mit großer Veredtsumkeit und Wärme anempfahl.
Das Zünglein der Wage im Rathe neigte sich sehr auf die Seite dieser Parthei und der Oberst Alexander Leslin war nicht in geringer Verlegenheit, wie er diesen unheilvollen Beschluß hintertreiben sollte, da er als Hülfsmacht natürlich die Festung nicht wider den Willen der eigentlichen kriegführenden Parthei vertheidigen konnte, obgleich das Interesse seines Monarchen dabei sehr bethetligt war.
In diesem Augenblicke schritt der Offiicier, den wir im Hafen haben an das Land steigen sehen, die Stufen der großen Treppe hinauf, die im Innern des Rathhauses zu den Sitzungszimmern des ehrbaren Raths führte. Er hatte es ziemlich schwierig gefunden, bls dahin vorzudringen. Die Eingänge, die unteren gewölbten Räume, wie der ganze Vorplatz des Rathhauses waren mit einer dichten Volksmenge besetzt die nicht so friedliebend zu sein schien, als ein Theil der ehrwürdigen Väter der Stadt, indem sie mit Ungeduld dem Ausgange der Unterhandlung entgegensah, deren Zweck ihr sehr wohl bekannt war. Sie wollte von Frieden und Unterwerfung nichts wissen und eine starke Abtheilung der Stadtwache war kaum hinreichend, mit ihren Hellebarden, mit denen sie rücksichtslos manche harte Püffe austheilte, die Menge abzuhalten, bis in die oberen Räume des Nathhauses hinaufzudringen. Reitknechte und Troßbuben, die die Pferde der Commissarien des Herzogs hielten und diese von dem langen Stehen unruhig und ungeduldig gewordenen Thiere zu zähmen suchten, vermehrten noch das Getümmel. Nachdem der Officier endlich bis in die freieren inneren Räume des Gebäudes vorgedrungen war, trat ihm noch ein Hinderniß entgegen in zwei Musquetiren, die er an dem Eingange des Rathssaales als Wache aufgestellt fand. "Ihr könnt hier nicht herein, Herr" sagte der Eine, sein Gewehr vorstreckend, "doch vermuthe ich, die Versammlung werde bald auseinander gehen" "Und doch muß ich unverzüglich eintreten" erwiederte der Officier, und Du, Iobst wirst mich hoffentlich daran nicht hindern" "Nein, Potz Kraut und Loth!" rief der Soldat mit freundlichem Grinsen, "nun da ich Euch erkenne, Herr von Behr was bei dem dunkelen Ort und da Ihr so braun und stark geworden seid, anfänglich nicht der Fall war, will ich es nicht, wenn ich irgend kann":"Du kannst es," sagte der Junker von Behr, den wir hier wiederfinden nachdem er so eben von einer ihm anvertrauten Sendung nach Stockholm zurückgekehrt war, "Du kannst es, ohne Deine Pflicht zu verletzen. Ich überbringe wichtige Briefe an unseren Obercommandanten und muß ihn sogleich sprechen"."So habt Ihr das beste Recht hier hineinzu gehen," antwortete Iobst, "was nur irgend Jemand haben kann und ich will's nicht hindern, potz Kraut und Loth! und wenn auch dadurch das Nachschlagen noch länger dauerte, als es schon gedauert hat." "Im Gegentheil mein Freund," erwiederte der Junker, "ich hoffe, die Verathung wird sofort ein Ende finden, wenn ich meine Briefe übergeben habe; es scheint, daß ich gerade zur rechten Zeit angekommen bin." Mit diesen Worten öffnete er die schwere eichene Flügelthüre und trat in den Saal, in welchem die Beruhenden theils an einer langen Tafel saßen, die mit mancherlei Schriften bedeckt war, theils in einzelnen Gruppen sich leise unterredend umherstanden. Eben erhob sich der fürstliche Commissarius Herr Philipp Horn, gewesener Kanzler von Wolgast, um womöglich durch eine kräftige Anrede die Verhandlung zum Schluß zu bringen. In eindringlichen Worten schilderte er die traurige Lage des Landes, wie durch die kaiserliche Besetzung der alte Wohlstand desselben bereits gänzlich zerrüttet sei und überall das größte Elend herrsche, wie auf alle Bitten und Beschwerden bei kaiserlicher Majestät die Anwesenheit schwedischer Truppen in Stralsund und der hartnackige Widerstand der Stadt als Grund der fortwährenden Elnquartirung im Herzogthum angegeben sei und schloß endlichmit den Worten: "Darum, lieben Freunde und Mitbürger versehen sich Ihro fürstliche Gnaden aller Dienstwilligkeit dieser getreuen Stadt, solches Elend und gänzlichen Ruin des Landes abzuwenden und der freundnachbarlichen Hülfe der Krone Schweden dankbarlichst zu entsagen und der Stadt Freiheiten und Gerechtsame Sr. fürstlichen Gnaden Verwahrung zu übergeben, maaßen in Einwilligung dieses Fürstlichen allergnadigsten Begehrens die Armee Sr. kaiserlichen Majestät das Herzogthum quittiren werde." Der Eingetretene hörte noch diese Worte, die eine letzte entscheidende und leise Verathung unter den Gliedern des ehrbaren Raths zur unmittelbaren Folge hatte. Seine Augen suchten unter den zahlreichen Anwesenden den schwedischen Commandanten Alexander Leslin, den er, umgeben von einigen seiner Offtciere, dem Hauptmann Baron von Epfen und seinem Adjutanten Rittmeister Kriechbaum, in der Vertiefung eines Fensters stehen fand. Er eilte auf ihn zu, ohne daß sein Erscheinen große Aufmerksamkeit unter den Anwesenden erregte, flüsterte einige Worte ihm ins Ohr und überreichteihm ein Schreiben, mit einem großen Wachsiegel verschlossen. Es war unverkennbar eine wichtige Nachricht, die der Oberst empfing. Sein bisher düsteres und sorgenvolles Gesicht hellte sich auf und ein Strahl des Muthes und der Hoffnung belebte seine durchfurchten Züge. "Ha! was sagt Ihr, mein lieber Junge, bei allen himmlischen Heerschaaren, das ist ein glücklicher Tag!" mit diesen Worten und dem aufgebrochenen Schreiben in der Hand trat, er in die Mitte des Zimmers, als eben die Herren vom Rathe ihre Besprechung geendigt hatten und der Protonotarius und Syndikus Vahl sich räusperte, um den desinitiven Beschluß der Vater der Stadt anzukündigen. "Meine Herrn" sagte der Oberst, "Eure Entscheidung des Schicksals dieser guten Stadt mag ausgefallen sein wie sie will, so kann jetzt von der Entfernung meiner unterhabenden Truppen nicht mehr die Rede sein. Ich empfange so eben durch Herrn von Behr die Nachricht, daß Sr. Majestät der König in Schweden, Gustavus Adolphus einemächtige Armada ausrüstet, um in eigener Person und mit einem starken Heere auf dem Boden deutscher Nation zu erscheinen, seine eigenen und die Feinde des lauteren protestantischen Glaubens zu bekämpfen und die Unabhängigkeit der deutschen Fürsten, seiner Glaubensbrüder wieder herzustellen; er besiehlt mir, meinen Posten zu behaupten und versieht sich dazu des getreuen Beistandes der ehrenwerthen und tapferen Bürger von Stralsund." Diesen Worten folgte anfangs eine lautlose Stille, so daß man wohl hatte eine Fliege können summen hören, dann eine lebhafte Bewegung unter den Anwesenden in sehr verschiedenem Sinne, bis die Parthei, die jeder Unterhandlung und jedem Vertrage mit den gewaltthätigen und kein Versprechen haltenden Generalen des Kaisers entgegen war, ihren vollständigen Sieg über die weniger muthigen und verzagteren Glieder des Raths erkennend, in lauten Jubel ausbrach und ein vielstimmiges "Vivat Gustavus Adolphus!" durch den Saal tönte.

Diese Geschichte erklärt vielleicht warum der Familie Merten Stavenow Stralsund nach 1630 verlass, und nach Havelberg zog. Sie waren also wohl dem Kaiser getrewen, eben als Protestanten. In diesem Sinn wurde auch Johannes Stavenow, Sohn zu Joachim Stavenow, Weinhändler in Rostock von Wallenstein (Herzog von Friedland) als Protestantischer Pfarrer in Büzow eingesetzt. 



Merten Stavenow aus Wriezen – Die Petz/Petzin sind Paten auch in Wriezen.

War Merten Stavenow ein Sohn Nicolaus Stavenows in Wriezen?


1626 Merten Stawenows frauen gest. (Best. Buch St laurentius 1626 424)


Ehe 2

1627 Merten Stafenaw heiratet Anna Petzien den 09.01.1627. Merten Stafenaw, Anna Petzins, Filia Merten Petzin, Rectori

(Traubuch Havelberg, St. Laurentius 1627/2): Merten Stavenaw. Anna Petziens, Tochter des Merten Petzien … in Schwechow, Witwe Meister Willhelms des …meisters

(Merten Petzin, Pate bei Anna, Nickel Stavenows Tochter in Wriezen) Se också Martin Stabenow, 1630 Schneidermeister Stralsund)


1657 Martin Staweno bestattung am 26 Marty 1657. (Bestattungsbuch Stadtkirche Havelberg)

1660 Merten Stawenows wittwe Anna Petzin gest. 26 dec.

 

1619-1655 Martin II Stabenow (Geb Stralsund) nach (Wriezen)

Geb 1619 in Stralsund, Sohn zu Merten Stavenow in Stralsund und Havelberg.


Den 4 Augusti 1655 ist Martin Stabenroch burger gewesen und sein Bürgen sind gewesen Christian Rhunish. Soll und Will 5 Thlr Bürgenrecht geben, hat´s auch b forts zu den Ratshaus/s enlaget.

 

Kinder 1 1657 Catharina

(Taufbuch Wriezen 7 November 1657)

Martinus Stabenro Elisabeth Matzus Filia Catharina . Comp: H Joachim Dahlen. Hans Eiwall Pauell Grütke Martin Finow. Anna Kitz… H: Johann Sagers Frau. Maria Zuhlinken. H: George Biffings Frau. Elisabeth N: Caspar Strassbürgs, Joh Hütins Frau.


(Anm: Christoffer Stavenow in Stralsund gewidmet einen Testament einer Sager)