Legende de

 

STAVENOW

LEGENDE

Woher kommt die Familie Stavenow?

Aus der Zeit vor 1252 gibt es wenige Quellen zur Familiengeschichte. Aber das Wenige, das Tradiert war, zeigt an, dass die zentralsten Informationen über den ganzen Familiengeschichte tatsächlich als Tradition innerhalb der Familie überlebt haben. Das konnten wir uns nicht vorstellen, als wir mit der Genealogie begannen. Es gibt zwei Familientraditionen, eine Legende und einen DNA-Test, die auf dasselbe Ergebnis hindeuten.


1 Ûberlieferte Informationen in unsere Familie

Tradiert in unsern Familie war u.a. unsern Wahlspruch ist "Modestia Victrix" auf Latein beteutet es "Demut im Sieg". Mein Vater Anders erhielt von Großvater Gunnar in kurzen Worten Informationen über die Herkunft: "Nach dem, was ich gehört und gewusst habe, stammte die Familie aus Russland" und "Es ist eine alte Familie in Deutschland, die es schon sehr lange gibt" - "Eine alte Adelsfamilie". Die Informationen wurden von Generation zu Generation weitergegeben, schließlich an unser Großvater Gunnar, der mein Vater dieses erzählte. Andere Familienmitglieder in Schweden haben dazu gefügt das wir von Stavenow stammen. Im Schwedischen Familienkalender har man die folgende Angaben zur Herkunft gemacht: "Die Familie stammt wohl aus einem kleinen Mecklenburgischen Dorf namens Stavenow (oder möglicherweise einem gleichnamigen Ort in Priegnitz in der Mark Brandenburg), von dem mehrere gleichnamige Familien abstammen".(1) Heute wissen wir, dass es dasselbe Dorf ist. Jede Generation hat dies wohl leider mangels interesse, gründlich ausgedünnt, sodass es keine weiteren eigentliche Hinweise oder ausführliche Erklärungen gab. 


Es stellten sich uns also die folgende Frage: Kann man von zwei Orten stammen? Als wir mit der Genealogie begannen, schlossen wir dafür irrthümlich aus, dass wir aus Russland stammten. Warum? Wir stammten ja offensichtlich aus Deutschland und dort eine lange Familiengeschichte schon hatten. Dazu hat F. Lisch gemeint das der Familie Stavenow sein Name von der Burglehn Stavenow als Naturalbesitzer enthielt zu haben.(2) Aber dann fanden wir zufällig noch einer solchen Tradition, dass die Familie aus Russland stammte, aus einem lang entfernten Zweig unserer Familie, der im späten 18. Jahrhundert aus Brandenburg nach Schleswig-Holstein kam. Diesen Tradition gab uns mehrere Verständnis dafür, wie es eigentlich verbunden war!


Interessanterweise gibt es doch noch einen anderen Ort mit unserem Namen, die bereits 1536 an der Familie von Waldow gehörte und 1576 als Wust erwähnt wurde. Es war ein Dorf und Gut mit namen Stavenow. auch benennt Gross Stavenow, das direkt an der Grenze zwischen Neumark und Pommern lag. Professor Edward Rymar stellt diesen Ort in Verbindung mit dem Brandenburgischem Rat Peter von Stavenow und seinem (Sohn?) Gerhard von Stavenow, die beide in der Neumark erwähnt werden.(3) Es wird auch angenommen, dass dies Herren von Blankenfelde in Neumark 1337 waren, die in Ludvig d.ä. Landbuch wie "Ritter Stauenow" ernennt sind. Höchstwahrscheinlich war Peter von Stavenow, einen jüngeren Sohn Gerhard de Stavenows (der 1252 und 1275 in Lenzen und Müllrose erwähnt wurde) und wohl auf Stavenow bei Lenzen sass. Als die Familie nach der Tradition aus Russland kam und anscheinend bereits Stavenow hieß, bevor sie nach Deutschland kam, wurden sie wahrscheinlich beide Orte nach sich selbst genannt. Gemeinsam liegen die Dörfern Stavenow und Gross Stavenow an der Grenze zwischen dem Brandenburgischen Territorium und Mecklenburg/Pommern. Der Grenzschutz war wahrscheinlich eine erste Aufgabe für die Familie.


2 Informationen aus einem anderen Familienzweig

Herrman Stavenow, Jacsic v. Kaiserswehr, schreibt in sein 1882 veröffentlichten Tagebuche das: "Man behauptet, die Familie Stavenow sei früher sehr mächtig und aussergewöhnlich reich begütert, in Russland gewesen, sie wäre wie alle Familien, die sich auf -now, oder -nof enden, vor mehrere hundert Jahren von Hab und Gut vertrieben, als Emigranten nach Norddeutchland gekommen. Letzteres ist nur ein on dit, denn dokumentarich ist dies nicht oder wol schwer nachweisbar, mindestens bis jetzt, vielleicht aus dem Grunde, weil sich Niemand darum kümmerte. Es heisst das einem der Vorfahren die Urkunden entwendet wurden."(4)   


So gab es also zwei mündlich überlieferte Geschichten, dass die Familie ursprünglich aus Russland kam, aus zwei verschiedenen Zweigen in der Familie. Familienzweige, der am mindestens seit dem 17en Jahrhundert wohl nicht etwas direkt mit einander zu tun gehabt haben. Die Tatsache, dass der Familie in Russland "sehr mächtig und reich Begütert" war und "als Emigranten nach Norddeutschland kam", war neuen Informationen für uns.


Bild unten: Loose Blätter aus meinem Tagebuche, Seite 4.



3 Ein DNA test 

Etwas, das weiter darauf hindeutet, dass wir von Russland abstammen könnten, ist ein DNA-Test, den wir durch My Heritage durchgeführt haben. Es zeigt, dass wir noch heute einige Verwandte in Russland haben. 


4 Ставенов

Ein russischer Bekannt sagte mir, dass es noch heute Menschen mit unserem Namen in Russland gibt, die den Namen Ставенов buchstabieren. Es ist auch die lateinischen Form des Namens. Wir wissen jedoch nicht, ob und wie wir verwandt sind, aber unserer Meinung nach unterstützt es die Informationen, dass wir aus Russland stammen.


5 Die Legende Roswitha von Mellen (nach 955 - 1192).

Es gibts noch eine Legende innerhalb desselben Themas. Die Legende ist in mehreren Publikationen wiedergegeben.(5)

Knabschu gibt als Hintergrund dieser Sage; "könnten die fortwährenden Kämpfe der Slawichen Herrscher untereinander gewesen sein, die mit der Ermordung des slawischen Fürsten Gottschalk, in der Kirche zu Lenzen, ein unrühmliches Kapitel geschrieben hat: Der Tod des Obotritenfürsten Gottschalk (+ 1066), der im Lüneburger Michaeliskloster christlich erzogen war und uaf Veranlassung des heidnichen Slawenfürsten Krukko von Rügen ermordet wurde". (S 120)


Roswitha von Mellen, ist eine Legende aus der "Slawenzeit". Die Zeit der Slaven in Brandenburg war zwischen 600-1192. Kann eine genauer Datierung der Legende vorgenommen werden? Der Michaeliskloster in Lüneburg, wurde kurz vor 955 gestiftet.(6) Die Legende muss also nach 955 stattfinden. Es muss doch vor 1196 stattfinden, als die Wenden in der Prignitz dann Christianisiert worden war. Die Legende spielt in Lenzen, in Brandenburg, Prignitz. Zu dieser Zeit gab es im Raum Sachsen und Brandenburg mehrere slawische Stämme. Diese waren anfangs keine Christen. Die Stämme wurden dann aber zunächst christianisiert oder vernichtet. Während einer Übergangszeit hatten sie eine eigene Selbstverwaltung und zahlten Steuern an den Kaiser. Heiden konnten nach 1192 nicht mehr in Prignitz wohnen als das Gebiet Christianisiert war. Zur Zeit Siegfried und Roswithas war Lenzen noch einen kleinen Dorf beim Rambower See. Im Jahr 1252, als Lenzen seine Stadtrechte erhält, ist Gernard de Stauenowe einer der Zeugen.


Roswitha von Mellen

Variante 1

Ûber den Hünengrab bei Mellen gibt es eine Sage wie findet sein Hintergrund in Mellen. Hier am "Hünengrab" hat sich das traurige Schicksaal des im Christenglauben erzogenen slawischen Fürstensohnes Siegfried erfüllt, der von seinem heidnichen Nehbenbüler ermordet worden war.


Zur Slawenzeit gab es in der Prignitz kein schöneres Mädchen als Roswitha, die Tochter des Herren auf Mellen, Ludowin. Dieser war ein wohlhabender und einflussreicher Mann, gehörten Ihm doch viele in Kriegszügen erbeutete Schätze. Doch eines felhte Herrn Ludowin: ein Sohn der alles hätte erben und weiter führen können. Missmutig war dieser darüber und beschloss als Heide und erbitterter Feind der Christen, das seine einzige Tochter Roswitha nur einen Heiden zum Mann bekommen sollte.


Inzwischen war die Kunde von der Schönheit des Mädchens durch die Lande gegangen und hatte Freier von nah und fern angelockt. Doch dem gestrengen Vater gefiel nur einer, es war Jagomir, der Sohn des Häuptlings Dragid, ein Heide, aber zugleich ein wilder Raufbold. Unverzüglich versprach Ludowin dem Christenfeind seine Tochter zur Frau. Roswitha konnte dagegen an dem wilden keinen Gefallen finden, schon längst hatte sie Ihr Hertz an Siegfried, dem Sohn des Herrn von Stavenow verloren. Dieser war alles andere als ein Heide: erzogen im christlichen Kloster zu Lüneburg, hegte Siegfried einen tiefen Abscheu gegenüber jeglicher Grausamkeit. Längst war dies süße Geheimnis dem Rauhen Jagomir hinterbracht worden, der seitdem nur noch einen Gedanken kannte:  seinen vermeintlichen Nebenbuhler auszuschalten.


Die Gelegenheit dazu ließ nicht lange auf sich warten. Eines Abends traf sich das Liebespaar außerhalb des Dorfes, um zu einen Spaziergang zum Rambower See aufzubrechen. Doch nach wenigen Schritten stürzte eine dunkle Gestalt aus dem Gebüsch. Jagomir war´s, der sich mit einem Messer in der Hand, auf den Ahnungslosen Siegfrid warf und Ihn auf der Stelle erstach. Siegfried wurde an der Stelle, an der er ermordet worden war, begraben.  Ihm zu Gedenken wurde ein Grabmal errichtet: man hat dazu die Größten Steine genommen, die weit und breit in der Gegend zu finden waren.


Und Roswitha? Siegfrieds Tod hat sie nie verwinden können, sie verlor den Verstand, welkte dahin und wurde wenig später an Siegfrieds Seite begraben. An Jedem Jahrestage von Siegfrieds Tod kann man sie sehen: es ist eine weißgekleidete Gestalt mit blassem Gesicht, die auf dem Hünengrabe sitzend, wehklagend nach dem Geliebten ruft.                 


Variante 2

Die Sage von „Roswitha von Mellen“
Jagomir, der Wendencrole, warb um Roswitha von Mellen. Diese aber hatte ihre Liebe einem Christen zugewandt und achtete weder auf Jagomirs Werben noch auf ihren eigenen Vaters Zureden. Da schwor Jagomir am Opferstein bei den Göttern seiner Väter, er wolle das Blut des Christen eben hier den Göttern zum Opfer bringen, wolle überhaupt die Christen vertreiben und dem Wendenvolke die alten glücklichen Zeiten wieder herbeiführen, alsdann mit Roswitha vereint.


Den ersten Teil seines Schwures führte er aus. Der Christ, bei einer Zusammenkunft mit Roswitha innerhalb des Steingeheges überrascht, verblutete unter seines Schwertes Schlägen am Opferstein. Doch weiteres gelang ihm nicht. Roswitha mied ihn nun erst recht. Sie saß, ohne Speise zu sich zu nehmen, Tag und Nacht am Steine, bis der Tod sie erlöste.


Das Volk ringsrum aber verabscheute ihn ob des feigen Mordes. Niemand beachtete seinen Ruf, den schon wankenden Dienst der alten Götter zu erneuern. Vielmehr viele waren ergrimmt, dass die Deutschen, die bereits Oberherren im Lande waren, um seiner Untat willen den Wenden Mißtrauen zeigten und sie übel behandelten. Friedlos floh Jagomir und ist in weiter Ferne ruhmlos umgekommen.


Roswitha aber ist in hellen Mondnächten noch heutigen Tages am Blutstein zu sehen, wie sie die Hände ringt und weint über das freventlich ihr und den ihrigen zerstörte Lebensglück.(7)

 

5.1 Kurtz über den Begriffen Fürsten und andere Titeln - um Anno 1200   

Wie soll man das Begriff Fürstensohn in der Legende verstehen? Die Familie ist wohl bereits in den Slawenzeit (600-1192) nach Deutchland von Russland gekommen. Dies deutet auf eine Sache hin. Die Familie erhielt ihren Namen wohl nicht vom Burg Stavenow wie F. Lisch meinte. Die Familie haben sondern wohl selbst sowie Stavenow bei Lenzen als "Gross" Stavenow in der Neumark, nach sich selbst benannt. Vielleicht spricht also die alte Legende die Wahrheit, insofern das Siegfried Sohn eines frühen Slawischen Fürsten war. Ein Fürst könnte natürlich einen Ort nach sich benennen. Was war zu dieser Zeit mit einem Fürsten gemeint? Johann Georg August Galletti, Prof. der Geschichtkunde erklärt wie den älteren Adelstiteln im 13en Jahrhundert verhält sich zu den späteren (1788) gebrauchten in seiner "Geschichte Deutschlands Zweyter Band bis auf Albrecht den Zweyten, Seite 1-3" 


"Achter Abschnitt Hoher und niedrer Adel I (8)

Hoher Adel

Fürstentitel eigneten sich im dreyzehnten Jahrhunderte nicht allein Herzoge, Markgrafen und Landgrafen zu; auch andre Grafen, auch angesehene Herren, welche niemand als dem Kaiser und dem Reiche gehorchten, wurden damals Fürsten genennt. Sie stellten gleichsam die Ersten der Nation vor (a).

Der Fürstentitel war im Mittlernalter das allgemeine Unterscheidungszeichen des hohen und niedern Adels. Benennungen Ihm war der Ausdruck Edel vorzüglich eigen Jener unterschied sich aber von diesem noch durch andre Edel, Edelmann, Edelleute waren lauter Benennungen des hohen Adels. (b)

Edelherr bezeichnete einen Herrn, Edelfrau eine Dame von Fürstenstande; doch wurde der Gebrauch dieser Ehrenworte frühzeitig auf Personen aus der Classe der Grafen und Herren eingeschränkt. Allein das Mittelalter, welches mit Titeln noch so sparsam verfuhr, setzte auf die einfachen Benennungen Herr und Frau einen hohen Werth. Herr wurde selbst vom Landesfürsten der Ritter genannt, und die Gemahlin desselben begnügte sich mit dem bloßen Wörtchen Frau. Des jetzt so verächtlichen Namens Magd welches im Mittelalter so viel als Jungfrau bedeutete, schämten sich selbst Prinzessinnen nicht. Der Titel Jungfrau wurde nicht nur fürstlichen Bräuten beygelegt; es erhielten ihn auch verheyrathete Damen, ja sogar Wittwen von hohem Stande. (C)


Personen vom hohen Adel die weder zu den Fürsten noch zu den Grafen gehörten, wurden in dem verflossenen Zeitraume bereits Baronen genennt.

Das Wort Bar, welches den Haupttheil desselben ausmacht, bezeichnete in den ältesten Zeiten eine Person männlichen Geschlechts. (d) Frühzeitig bekam es aber die Bedeutung eines Lehnsmannes, und nun war es von der Ehrenstufe, einen Herrn im eigentlichen Verstande zu bezeichnen, nicht mehr weit entfernt. Zu derselben gelangte es aber zuerst in Frankreich, wohin es die Normänner verpflanzten. Von Frankreich brachten es wahrscheinlich Deutsche; die zu Paris studirten, mit in ihr Waterkand zurück; wenigstens ist der bekannte Geschichtschreiber Otto von Freysingen, der sich zu Paris so viele Kenntnisse sammelte, einer der ersten deutschen Schriftsteller, der sich den Gebrauch des Wortes Baron erlaubt, welches seit der Zeit schon ziemlich öfters vorkömmt; doch erscheint es in der Bedeutung, wo es einen Dynasten bezeichnet, nicht eher als zur Zeit Karls IV. (e)


Die griechische Benennnng Dynast wurde in lateinischen Urkunden mit dem deutschen Worte Herr als gleichbedeutend geseßt. Dynasten oder Herren im eigentlichen Verstande gehörten aber mit Fürsten und Grafen in einerley Classe. Sie waren ursprünglich Besitzer großer Erbgüther von hohem Adel. Sie stammten häufig von Fürsten und Grafen her. Oder eigentlich stellten alle diejenigen großen Gutsbesitzer, welche mit keinem Reichsamte beliehen waren, solche Herren im edlern Sinne oder Dynasten vor. So begnügte sich z. B. Wilhelm, Heinrichs des Löwen Sohn, mit dem bloßen Titel eines Herrn von Lüneburg. Die eigentlichen Herren genossen daher alle Standesvorrechte der Fürsten und Grafen, und nicht nur Fürsten, sondern selbst Kaiser wählten sich unter den Töchtern derselben Gemahlinnen, und verheyratheten ihre Prinzessinnen an die Söhne solcher Edelherren (f).


Niederer Adel

2. So wie in unsern Zeiten die wesentlichen Unterscheidungszeichen des Edelmannes und des Bürgers vom höhern Stande, der adliche Bedienungen bekleidet, sich in einander verliehren, so gab es auch im Mittelalter Fälle, wo der Edelmann von Niederm Adel, den Reichthum oder Ritterwürde auszeichneten, das Ansehn und die Vorzüge eines Grafen oder Herrn behauptete. Man wird es eben dasswegen nicht befremdend finden, dass der hohe Adel die eheliche Verbindung mit einer Person vom niedern Adel für keine Missheyrath achtete. (g)


Daß der bloße Edelmann eben so gut wie der Herr, der Fürst oder der Graf den Turnieren benywohnte; daß er eben so gut wie diese auf die Ritterwiirde Anspruch machte, daß er eben dasselbe lehnrecht befolgte, daß ihn die meisten Stifter unter ihre Mitglies der aufnahmen, daß er sich des Titels Wir und von Gottes Gnaden bediente, daß er an den Berathschlagungen zum Besten des Vaterlandes den lebhaftesten Uns theilsnahm daß er in Gesellschaft des hohen Adels zu Gerichte saß daß er bey Streitigkeiten zivischen dem Fürsten und den Landstånden einen Theil der Schiedssrichter ausmachte. (h)


Eben daraus läßt sich aber auch die richtige Folge ziehen, daß Personen von niederm Adel, die, vermöge einiger Urkunden aus dem Mittelalter, dieses oder jenes Vorrecht des hohen Udels ausübten, eben deßwegen den letzern noch nicht beygezählet werden können, und daß der hohe Adel durch die Ausübung aller, oder wenigstens der meisten Landesherrenrechte, bewiesen werden muß.


Es gab in den unruhigen Zeiten, die der Regierung des habsburgischen Rudolfs vorgingen, manche Familie von niederm Adel die sich große rechte und Freyheiten anmaßte, aber bey dem Bestze derselben sich nicht behaupten konnte, und eben daher in die Classe des niedern Adels, aus der sie sich herauszustreben gestrebt hatte, wieder zurücksank. Ueberhaupt haben sich in Ansehung des Adels in keinem Zeitraume größere Veränderungen ereignet. Die Zertheilung der großen Herzogthümer, Sachsen, Schwaben, und Franken hatte auf das Schickssal desselben den mächtigsten Einfluß. Manche adliche Geschlechter, die vorher die Landeshoheit des welfischen oder Hohenstaufischen Hauses anerkennen mußten, gerierthen nunmehr unter die unmittelbare Bothmässigkeit des Kaisers und des Reiches. Aus eben diesem Grunde ist die Menge des reichsfreyen Adels in Schwaben, in Franken und in Westphalen so groß. Andre wurden der Oberherrschaft des neuen Landesherrn, dessen Wohnsitz ihnen ungleich näher gerückt war, weit stårker unterworfen. Dieser Fall fand unter andern im Braunschweigischen und im Holsteinisschen Statt. Andre, wie i. B. die Thüringischen Grafen und Herren, hätten ihren machtigen Landgrafen schon lange gefühlt; doch gaben sie auch in der Folge noch manche Beweise von Widerspenstigkeit, doch äußerten sie noch manchmal ihr Bestreben, sich unabhängig zu machen.


Es fällt aber in eben diese Zeiten der Ursprung eines neuen Adels, des Städteadels oder der Patricier. Zwar hatten schon lange Personen vom niedern Adel in den Städten gewohnt (i), zvar gab sogar Personen von hohem Adel, die sich um das Bürgerrecht in den Städten bewarben (j), auch hatten schon manche große Städte ihre adlichen Lehnleute, die für sie zu Felde ziehen mußten; aber alles dieses waren keine Patricier, oder solche Leute, die ihrer Geburth wegen, ein Recht hatten, an der Stadtregierung Antheil zu nehmen, und andre Bürger, welche nicht zu ihren Standesgenossen gehörten, entweder gänzlich, oder doch in Ansehung gewisser Aemter auszuschliessen (k).


Eine Einrichtung, welche nicht auf deutschem Grunde und Boden entstand, sondern, so wie überhaupt die städtische Regierung, von Italien nach Deutchland verpflanzt wurde. Die ersten Patricier erscheinen im zwölften Jahrhunderte, und die Nürnbergischen entstanden unter dem Kaiser Heinrich VI, der bey Gelegensheit eines Turniers, der zu Nürnberg gehalten wurde, acht und drenßig búrgerliche Geschlechter in den Adelstand erhob. (m)


a Schon im Schwabenspiegel C 1 15 wird princeps Fürst durch den Vordersten erklärt und er soll wie eben derselbe behauptet seine Benennung deßwegen haben weil er der Vorderste am Lehn sey d weil er sein Lehn wenigstens sein vorzüglichstes vom Kaiser und Reiche empfängt Doch machte man bereits in Urkunden einen Unterschied zwischen principes electores oder archiduces und principes simplices Häberlin II 308.

b Doch giebt es unzählige Beyspiele daß vor dem dreyzehnten Jahrhunderte auch get meine Edelleute in lateinischen Urkunden nobiles viri genennt wurden Scheidt S 14o 149 177 178 Das mittlere Zeitalter verfuhr überhaupt mit Titeln nicht so ängstlich als manche Schriftsteller in unsern Zeiten sich eingebildet haben.

c Scheidt 1 1 1.

d In den Salischen und andern alten Getsetzen kommt Barus und Baro häufig vor. Glossar v. Bar Scheidt 195. Merkwürdig ist es daß auch die krimischen Tatern mit diesem Worte eine Art von Edel leuten bezeichnen, Göttingisches Magazin von Meiners und Spittler H I S 616

e Scheidt s 194 s 207

f Scheidt 6" 

g Indessen scheint es doch von jeher Sitte der Deutschen gewesen zu seyn, dass Fürstensöhne sich nir mit Fûrstentöchtern vermählten. Wenigstens findet man im Casar und Tacitus kein Beyspielm das ein Fürst eine andre als die Tochter eines Fürsten geheyrathet habe. Gött. Mag. am a. O.S. 593. Auch glaubte man, dass Fürsten, die sich eine Frauensperson von gemeinem Adel zur Gemahlin wählten, eine ungleiche Ehe eingingen, und dass in einer solchen Ehe keine erbfähige Kiner erzeugt werden könnten. Ebendas. S 617.

h Scheidt, 111. ff.

i Scheidt glaube S. 183, dass man vor dem Ausgange des zwölften Jahrhunderts gar keine, oder höchst seltene Spuren vom städtichen Adel antreffe. Allein Büsching führt in seiner Geographie ein Beyspiel an, daß sich Herren von Adel schon 1109 Bürger zu Hameln nennten. (Gött. Mag. S. 634) Hierzu füge ich noch ein Beyspiel aus der Geschichte der Stadt Gotha, wo, vermöge einer Urkunde von eben dem Jahre, Edelleute von den benachbarten Dörfern die gothaiichen Schöppen vorstellten. Gesch. des Serz. Gotha, I 50. II, 6.

k Diese verlohren, wenn sie ihre Landgůther behielten, und mit bürgerlichein Gewerbe sich nicht abgaben, ihre adlichen Vorrechte nicht. Strubens Nebenst. IV, 382. 384.

l So wie aber Patricier allen Bürgern vorgingen, so mußten sie doch immer den eigentlichen Edelleuten nachstehen. Struben am A. S. 379.

m Scheidt, S. 183 u. f.f. Dieß ift zugleich die erste Nachricht von einer in Deutschland vorgekommenen Erhöhung in den Adelstand.

n Die Stifter deffelben waren einige Kaufsleute aus Bremen und Lübeck, welche während der Belagerung von Ptolemais, in Zelten, die Sie aus ihren Segeln gemacht hatten, die aller Hülfe und Unterstützung beraubten Kranken und Verwundeten in ihre Pflege nahmen. Kaiser Heinrich VI. und Pabst Cölestin III. bestätigten diesen Orden, und der damalige König von Jerusalem Veit von Lusignan, räumte ihnen das Hospital U. L. Frauen zu Jerusalem ein, welches aber damals die Türken im Besitze hatten. - Hermann von Salza schrieb sich bloß: Frater Hermannus de Salza, domus hospitalis S. Mariae Teutonicorum Hierof. magister. Die Kleidung des Ordens war ein schwarzer Rock mit einem weißen Mantel, und auf diesem ein schwarzes Kreuß. Außer diesem durfte jeder Ritter noch zwey Hemden ein paar Beinkleider aud wol zidey Mäntel haben. Die Schuhe musten aller damals gewohnlichen Verzierungen entbehren ihre Waffen durften weder Gold noch Silber zieren. Ein Bund Stroh und ein einziges Kissen machte ihr Lager aus. Die Mitglieder des Ordens wurden in Nitter und Priester eingetheilt. Jene stritten wider die Feinde während daß diele des Gottesdienstes warteten. Maiers Gesch der Breußzüge II 36 99

 

Christoffer von Warnstedt schreibt das: "In den Adelsverhältnissen der germanischen Staaten gab es eine einzige einheitliche Adelsklasse, deren Mitglieder im Prinzip gleich waren und die alle wichtigen Ämter besassen. Es gab keinen niedrigen Teil des Adels. Obwohl häufig große wirtschaftliche Unterschiede bestanden, waren sie im Prinzip gleich und bildeten eine einheitliche Adelsklasse. Diese ursprüngliche Klasse vom Adligen ist in der deutschen Fachliteratur seit langem als "Dynasten" bekannt, d.h. Kleine Fürsten". Warnstedt sagt auch: "Das Ende des 12. Jahrhunderts und zu Beginn des 13. Jahrhunderts eingeführte Lehnswesen in Deutschland bedeutete eine völlig neue Aufteilung des Adels in verschiedene, untereinander nicht mehr gleiche Rangklassen. Ein Großteil der Dynasten nahm dabei Lehn als Untervasallen, d.h. Lehn von einem Fürsten, der wiederum direkt ein Vasall des Königs von Deutschland war. Die sind damit aus der Fürstenstand ausgetreten". (9)


Professor Manfred Hellman sagt über die herrschaftliche Grundstrukturen zum Beispiel bei Kessinern und Ranen, das diese hindeuten auf erbliche Fürstenherrschaft. Nicht überliefert , aber vorstellbar ist ein Nebeneinander unterschiedlischer Herrschaftstrukturen bei den einzelnen lutitzischen Stämmen, wie zum beispiel der zentralen Fürstenmacht bei den Hevellern sowie der von Kleinfürstentum bzw. Burgherrentum bei anderen Slawenstämmen.(10)


Während und nach der Slawenzeit könnte also die einflussreichen Burgherren als Fürsten gerechnet sein. Gemäß Brandenburgisches Landesamt für Denkmal und Archäologisches Landesmuseum war Burg Stavenow eine sehr Bedeutende Anlage. "Die Gutssiedlung auf der (ehemaligen) Wüsten Feldflur Stavenow wurde 1252 durch "Gerhardus de Stauenow" erstmalig indirekt erwähnt, bereits 1317 heisst es "tuo Stauenow". Neben dem Dorf, welches man 1345 als "Stabenow" bezeichnet, wird zu dem immer die die Burg als "Castrum" erwähnt. Zum Dorf und Burg sind im näheren Umfeld mindestens zwei weiteren Burgen sowie drei aufgelassen Siedlungen bzw. Wüstungen des deutschen Mittelalters bekannt."  Nach 1356 wurde wohl mehrere Gebaude und Siedlungen zerissen und die Dorfbewohnern müssten abziehen. Die Familie besass mehrere Gütern dazu, wie Gross Stavenow und Blankenfelde in der Neumark, Schloss Gorlosen, Dorf Granzien und die anderen "Güdern" in Mecklenburg, Darsband in Pommern. 


Später, nach der germanischen Eroberung des Territoriums, unterwerfen sich manche Christliche Slawischen Fürsten den neuen Germanischen Fürsten. Die Familie wird Vassallen für verschiedene Fürsten in Brandenburg, Neumark, Altmark, Mecklenburg, Pommern und Schlesien. Nach der eroberung des Territoriums von den Germanen, viel doch erst die Familie in einen alternativen Beziehung zurück als Vassallen zwichen den Grafen von Schwerin und den Markgrafen von Brandenburg. Danach suchte man sich auch nach Neumark, Schlesien und andere Gebiete.


"Viele edelfreie Geschlechter unterwarfen sich im Laufe des Hochmittelalters mächtigeren Feudalherren; für diese Familien ist in der wissenschaftlichen Literatur der Terminus „ursprünglich edelfrei“ üblich. Diese Unterwerfung geschah nicht immer nur unter Zwang. Viele Lehnsträger erreichten hohe Stellungen am Hof ihrer Lehnsherren, und die Dienstmannschaft war oft sehr lukrativ. Besonders zur Zeit des Territorialausbaues und durch das Aufkommen der Geldwirtschaft waren viele Edelfreie auf den Schutz und die Unterstützung eines mächtigeren weltlichen oder geistlichen Lehnsherrn angewiesen. Auch umgekehrt bestand ein Abhängigkeitsverhältnis insofern, als größere Territorien nur mit Hilfe loyaler Dienstleute gesichert und verwaltet werden konnten."(11)


5.2 Titeln im Jahr 1566 - nach Rüxners Thurnierbuch

Im Jahr 1566 wurde einen Thurnier Buch des Heiligen Römichen Reichs entrichtet.  Die Rangtiteln des Adels wurde zu dieser Zeit: Kaiser, Fürsten, Grafen, Herren, Ritter und Adel (Anrede Seite 1).  Die Herren vom Adel und Thurniergenossen wurden im anrede als "Gestrenge/Edlen/Ehrenvesten/ Grossgünstige Herrn und Jungherrn. ernennt. (12)

Als Galetti schreibt (sieh oben) wurde "Herren" später mit "Baron" oder "Freiherr" ersetzt. Ritter und Knechten wurde im anrede zu dieser Zeit als "Gestrenge" ernennt.

Thurniergenossen wurde derjenige der seine vier Ahnen mit Wappen und Helmzier zeigen könnte bei der s.g. Wappenschau.(13)

Ehrenfest, honoratus, constans honore, fortis, mannhaft, alte anrede edler männer: Z.b. - Gestrenger, ernvester, allerliebster freund! (14)



5.3 Welcher Titel wurde nach der Slawenzeit verwendet?

Nach der Slawenzeit bekam die Familie Ämter u.a. beim Brandenburgischen Markgrafen. Gerhardus de Steuenowe, ernennt 1252 und 1274 war z.b. wohl Markgräflichen Rat. Sein Sohn, Heinrich v. Stavenow wurde Ritter und taucht auf als einer in den langen Reihe von Gipfelfiguren Brandenburgs und Mecklenburgs, der im Rostocker Frieden von 1312, 7 Dezember zwischen dem König Erich von Dänemark und den Markgrafen Valdemar und Johann von Brandenburg - als erster der Ritterlichen Zeugen auf Brandenburgischer Seite erscheint. 1313 engagieret Markgraf Woldemar die Hertzoge von Sachsen Lauenburg bei der bevorstehenden Röm. Königs; Wahl nach seinen Willen zu votiren, A. 1313. Ex Copia vidimata. Unten den Zeugen befindet sich Heinrich v Stavenow.

Ein anderen Sohn, Ritter Peter v. Stavenow wurde Markgräflich Rat in der Neumark.

Die Beispiele unten zeigen, welche verschiedenen Titeln werwendet wurden. "Edel" wurde im 16. Jahrhundert verwendet. Am anfang des 17en Jahrhundert, Junker. Im 18en Jahrhundert, Hochedle. 19en Jahrhundert Baron. Was alles kompliziert macht, ist, dass die Titel im Laufe der Zeit ihre Bedeutung ändern.


Beispiele in den Quellen angegebene Titeln und ev. Rangzeichen.

Anfang

1 Siegfried,  "Fürstensohn". Sohn des "Herrn von Stavenow". Quelle: Legende Roswhitha von Mellen. (Zeitraum von 955 bis 1192)


Stavenow I

2 Conradus I v. Stavenow "Ritter" 1298. Brandenburg 

3 Heinrich I v. Stavenow, 1303 "Iunge Knecht" bei den Rittern v. Lobeck, "Ritter", 1312,1313. "Herrn" 1322 Brandenburg 

4 Peter I v. Stavenow I "Ritter" 1278, "Markgr. Rat" 1289, 1290. Neumark

5 1319 Gerhard II de Stavenow "Ritter" 1319, 1337. Neumark

6 Henning I v. Stavenow "Knappe / Armigieri" 1323 Mecklenburg, 1334 Brandenburg. 

7 Henninge und Jan Bruder - 1337 Die "eraftigin Knappen" (Ehrenhaften) 

8 Claus I. Nennung 1345, 1349 "Olde Ratlude" Beelitz 1365 Brandenburg. 


Woldenberg I

9 Hans II "Lieben Getrewen" 1433 (Markgraf Johann Brandenburg)


Woldenberg II

10 Bertram I (Bethke) "Lieben Getrewen" 1433 (Markgraf Johann Brandenburg)

11 Ältere Linie - Friedrich I und Hans III "Lieben Getrewen" 1465 (Herzog Hinrich XI:s Schlesien)

12 Ältere Linie - Albrecht I Stabenow "Junker" (Quelle: KB Wriezen mehrere Einträge 1602-1616).

13 Ältere Linie - Friedrich III Stabenow "Junker" (Quelle: KB Wriezen 1600).

14 Jüngeren Linie - Michael II Stabenaw "Edel und Ehrenfeste" 1591 (Quelle: Grabsteinsepitaph in Lähn, Schlesien). 

15 Jüngeren Linie - Achim Stavenow "Alias Graf". Wohl ein Sohn Friedrich IV:s "Hauptmann zu Sonnenburg") ( Quelle: Sterbeeintrag KB Perleberg 1630). Wohnte in Beuster, im Jahr 1600 einen Dorf direkt unter den Gn. Herr Churfursten zu Brandenburg.

16 Julius Stavenow aus Berlin, Starb in New York als Zollinspector im Jahr 1886. Man schreibt in seinem Nachruf in "New York Times" das er wurde: "Entitled the rank of Baron" (Quelle: New York Times 30th of mars 1886 und Troy Daily Times Saturday Afternoon Mar 27 1886).


Woldenberg III

17 Hauptman Andreas I Stavenow (Woldenberg III) "Erwest und Ehrbahr" 1576 3 nov. "Edlen und Erwesten"  Die Einträge 1580 28 april, 1585 3 mai, 1588 3 mai, 25 august 1589. (Quelle: Schweriner Stadtbuch). 

18 Nicolaus X Stavenow (Woldenberg III) "Hochedle und Vornehme Herr" (Quelle: Sterbebuch KB Zarrentin 1715). Rangzeichen: "Perlenkrone" (Quelle Siegeln 1695-97 Bielkesammlingen RA Stockholm)

19 Bernhard Jacob Stavenow (Woldenberg III) Rangzeichen "Perlenkrone" (Quelle: Schiffer Bernhard Jacob Stavenow Testament, Stadtarchiv Stralsund 1767)

20 Hieronymus I Stavenow (Woldenberg III) Tit. Herrn. "Ehrenvesten" auch "Lieben Getrewen". Rangzeichen "Perlenkrone", auch "Wohlbestellter Forst-Inspector und Pacht inhaber des Hochgräflichen Cammer-Guts in Hohenleuben". (Quelle Landeskirchenarchiv Eisenach, Bundessicherungsverfilmung, Kirchenbücher Hohenleuben. 1756-1782. Buch. Sign. K )/10-5 Film. Sign. Kf 9/48)

21 Herr Heinrich Gottlieb Stavenow (Woldenberg III) Rangzeichnen Zwei Grabsteine der beiden Frauen mit "Kronen" (um 1770) Schlesien. (Quellen, Grabsteinsepitaphien)

22 "Herr" Hieronymus Christian Stavenow, war auch Auditör des Landesregierung in Greiz (Sterbebuch Hohenleuben). 

23 "Herrn" Georg Stavenau, pfarrer zu Brunn. (Taufen Hohenleuben, Die Wittwe steht Patin)


Pommern Darsband 

24 "Edelmann"; 18en Jahrhundert (Quelle: von Bohlen Geschichte des Geschlechts Krassow II Bd Seite 267).


Neben diese Nennungen, stehen zahlreiche Familienmitglieder mit ein "H. (err)" vor Ihrem Namen in den Kirchenbüchern. Doch wurde überhaupt wenige Mitglieder der Famlie mit Titeln benannt. Insgesamt scheint die Familie selbst im Allgemeinen sparsam mit ihrem Titel umgegangen zu sein. Als beispiel davon, dient Andreas I. Er wurde z.b. in Offizielle Dokumente als "Edel, Erwest und Erbahrn" genannt,  und im Lehnskanzlei wurde er auch mit einem "von" im Name geschrieben.

Er hat doch alle seine Offizielle Briefe jedoch nur mit einem einfachen "Andreas Stavenow" unterschrieben.


Edelherren waren im Mittelalter ursprünglich oberhalb der Ministerialität rangierende Adelige mit eigener Herrlichkeit, ehefähig mit dem übrigen nicht-fürstlichen Hochadel (z. B. den mittelalterlichen Reichsfreiherren und Grafen). Im weiteren Sinn gehören unter dem Sammelbegriff „edelfrei“ die fürstlichen Geschlechter dazu, da es sich im eigentlichen Sinn um einen landrechtlichen Geburtsstand handelt, der wohl auf die germanischen Edelinge zurückzuführen ist. Der im Mittelalter gebräuchliche Titel „Edelherr“ („nobilis vir“, „nobilis“, „edler Herr“) wurde später durch den Titel „Freiherr“ ersetzt.

Diese Standesbezeichnung wird heute noch vereinzelt von einigen wenigen „uradeligen“ Geschlechtern geführt, die dem hohen oder auch dem niederen Adel angehören. Bekannteste Familie des hohen Adels sind die Fürsten zur Lippe, die diesen Titel in folgender Form führen: „Fürst bzw. Prinz und Edler Herr zur Lippe“, im niederen Adel die Familie Gans Edle Herren zu Putlitz.


1317 nach einer Schiedsspruch zwichen Markgraf Waldemar und dem Grafen von Schwerin, gehen die Kindern Herrn Heinrich v. Stavenows über zu Mecklenburg und dem Grafen von Schwerin. Am 14. August 1319 starb Markgraf Waldemar der Große, aus dem Hause Ascanien. Mit dem Tode Waldemars zerfiel der Wohlstand der Mark nach und nach. Sein minderjähriger Nachfolger, Heinrich III., stand unter Vormundschaft des Herzogs Wratislav von Pommern und des Herzogs Rudolph von Sachsen. Der Streit um die Kaiserkrone, sowie innere Parteikämpfe, zerrütteten die Mark. Die Unsicherheit der Wege, das Räuberhandwerk hatten überhand genommen. (15)  


Markgraf Waldemar hat im Jahr 1317 die Familie Stavenow als Vassallen der Grafen von Schwerin entließen in einer Schiedsspruch. Dieses Jahr eroberten die Mecklenburgern Stavenow und ein Teil des Brandenburgischem Territorium. Waldemar traf auch einen Bundniss mit den Städten. Dieses könnte Heinrich von Stavenow verärgert zu haben. Als F. Brunold inteprätiert die Situation mit Waldemars Bundniss mit den Städten: "Das Räthsel löse, wer da will". -"Der Markgraf Waldemar hat seinen Kopf für sich," lachte Heinrich von Stavenow. - "Mord und Brand!" Wenn er ihn nur noch so lange oben tragen wird," polterte Henning von Gardiz. Was meinst Du Alvensleben?" "Ich meine, wenn der Herr Unsinniges treibt, dann müssen wir recht für ihn handeln." - "Waldemar ist nicht mein Herr", rief Droiseke von Kröchern. "Die Vormundschaft ist um." "Noch nicht", fiel Bernhard von Buch ein, "und dann ist felbst Johann auf Waldemars Seite." "Mag er es," rief Stavenow, "ich bin es nicht. (16)


Heinrich Starb kurtz danach und Markgraf Waldemar "starb" oder begab sich an einer Pilgerreise 1319, trotzdem hat offensichtlich Waldemar ein gutes verhältniss zur Familie Stavenow gehabt als Ritter Gerhard von Stavenow wird ernennt al Zeuge der Markgraf Waldemar im Jahr 1319. (17)


Die Familie wenden sich nach den Mecklenburgischen eroberung des Territoriums unter den Grafen von Schwerin. Im Jahr 1323 ist Henning von Stavenow ernennt als Mecklenburgischen Vassall. Im Jahr 1334 verträgt man sich mit den Ganz zu Putlitz, Schloss Stavenow offen halten für Markgraf Ludvig I. Im Jahr 1337 unterstütz man Familie Markgraf Ludvig. Seit 1345 ist die Familie hauptsächlich Märkischen Vassallen. Ein Zweig der Familie ging nach Altmark, Niedersachsen. Die Familie auf Darsband, Rügen, war seit mindestens 1307 Untervassallen des Fürstlichen Hauses zu Putbus auf Rügen.


6 Slawische Vornamen

Die Familie benutzte manchmal noch Slawiche Vornamen auch während der Kaiserzeit. Z.b. ist einer "Zachaia" Stavenow, ernennt als Camerarica bei der Nonnenkloster in Kyritz 1363. (18)


Zachaia war wohl eine Tochter Heinrich I v. Stavenow. Heinrich hätte noch zwei Kindern ausser Johann I und Henning I. Die Vornamen den beiden anderen Kindern sind doch leider nicht überliefert, deshalb handelt es wohl um weiblichen Kindern. Im 16:en Jahrhundert gabs einen "Slawke Stoghenow". Slawke ist Kürtzform für "Slawomir". Der Name Slawomir bedeutet auf Deutch "Ruhmreich Dank Frieden". Es könnte also interprätiert sein als ein Slawichen Form des germanischen Namens Siegfried. 


Diese beide Beispiele, sprechen natürlich auch für den Slawischen Wurzeln der Familie.  



7 Wie alt ist unserer Familie? Eine Münze mit unserem Namen

Es gibt eine Münze mit unserem Namen darauf, und der Name Conradus. Die Münze könnte zeigen, dass das älteste bekannte Mitglied der Familie Stavenow in Deutchland lebte in der Zeit von 911 bis 918.


Bild Unten

1997 wurde eine Silbermünze aus dieser Zeit mit dem Namen Stavenow auf der einen Seite und Conradus auf der anderen gefunden. Die Münze wird in einem Münzkatalog aus den Niederlanden veröffentlicht. (19)


 

Wer ist auf der Münze abgebildet?

Normalerweise belehnte der König, später der Kaiser, Fürsten, Bischöfe und Ritter in den germanischen Staaten mit Müntzenrecht im Mittelalter. Deshalb ist der Kaiser manchmal auf einer Seite der Münzen Abgebildet. Der König verlieh die Fürsten mit Zeptern. Dafür gibt es oft zwei verschiedenen Personen mit Regalien auf einer Münze.


Der Stil des Münzes fällt in die Zeitraum vom Ende der Regierungszeit Karls des Großen (748-814) bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts. Frühe Münzen vom Regierungszeit Karls dem Großen werden im gleichen Stil wie die alten Römischen Kaisern hergestellt. Späteren Münzen erhielten jedoch diese neue Formensprache. Interessanterweise ähnelt die Schriftart des Münztextes und der gesamte Stil Henning Stavenows Siegel von 1323. 


In den numismatischen Schriften werden diese Münzen mit zwei unterschiedlichen Theorien beschrieben, von denen einige im Niederländischen Staveren als Illisch hergestellt werden, andere in Stavern (Stavero) in Deutschland, beide Orten in der nähe von Isselgau (IJsselgouw). So könnte es vielleicht sein, aber, das Problem bei beider dieser Interpretationen ist nur, dass der Name der auf dieses Münze, nicht mit den Ortsnamen der beiden Standorte übereinstimmt. (20)


 

Wer ist auf der Conrad- Seite abgebildet?

Was spricht für einen Bischof?

- Der Krummstab (ob man es so intäprätiert) - Es ist das einzige, was darauf hindeutet, dass es ein Bischof ist.

Dagegem spricht, das normalerweise sind Bischöfe an mittelalterlichen Münzen um dieser Zeit, mit einem Bischofsstab im rechten Hand und nicht im Linken hand abgebildet. Sie haben normalerweise eine Gehrung als Kopfbedeckung und kein Reichsapfel im Rechten Hand.


Was spricht für ein anderen Person, z.b. ein Ritter?

- Der Ritter Conrad v. Stavenow wurde ernennt im Jahr 1298. Der Kaiser könnte das Münzenrecht auch zu Rittern belehnen.

Könnte Conrad v. Stavenow auf diesen Müntzen geprägt sein? Oder ein früheren verwandt mit höheren Rang? Nicht undenkbar, aber, gegen ein Ritter spricht auch wohl das Reichsapfel im rechten hand. 


Was spricht für den König/Kaiser und ein Fürstlichen Personen?

- Die beide abgebildete Personen hat etwas rundes im Rechten hand mit einen Kreutz darauf. Wenn man das Bild vergrössert, kan man deutlich unten die beide Kreutzen ein Rundes form sehen. Es handelt also wohl um zwei "Reichsapfeln".


- Das s.g. Krummstab konnte einen früheren Königszepter sein als der Heutigen im Wien bewahrte beide Zeptern. Als der Zepter an den Stavenow Seite nur zum hälfte abgebildet ist, könnte auch so sein das der Zepter oder Stab auch an den Conrad Seite des Münzes auch nur zum hälfte abgebildet ist. Ein vgl. mit der Zepter Karls der Grossen, sieh unten, könnte vielleicht dieses erklären. Diese Zeptern haben ähnliche runde Formen. Eigenartig ist der Zepter an den Stavenowseite sehr ählich mit der Zepter Conrad III:s an sein unten abgebiltete Siegel.


 - Für den König/Kaiser spricht auch das die Abbildungen von Könige und Kaisern, in der Regel, nicht vorkommt ohne der Regentenname.

Münzen mit Darstellungen von Königen haben normalerweise ihre Namen deutlich gedruckt.


- Was auch spricht für König/Kaiser ist die Kopfbedeckung. Es sieht aus als ein frühen Königskrone byzantinischen Art, ein s.g. "Kamelauktion" mit Pendilien.   (Vgl. der Ungarische Stephanskrone aus dem 11en Jahrhundert der auch im bysantinischen Stil hergestellt ist). Zu Conrad I habe ich keine zeitgenössischen Bilder gefunden, aber der nachvolger Heinrich I Herzog von Sachsen 912–936, ostfränkischer König 919–936 hat eine solche Krone.


Wer ist auf der Stavenow- Seite abgebildet?

Ob der abgebildete Person an der "Stavenow" Seite des Müntzes, ein Stavenow ist, handelt es wohl um einer der fühsten Vohrfahren der Familie. Ob Siegrfrieds Vater ein Slawischen Fürst gewesen sein, wie in der Legende, so müsst er wohl Tributgeld zu den König bezahlen. Die Legende selbst passt in den Zeitraum nach 955 wenn der Michaeliskloster zu Lüneburg gestiftet war, aber vor 1192 als der Slawenzeit dann endete in der Prignitz. Der Münze ist doch wohl ein oder zwei Generationen älterer als die Legende.


Ob das Bild auf der Münze ein Familienmitglied zeigt, war Stavenow entweder ein selbständichen Slawichen Fürsten oder einen Fürstn unter dem Deutschen König. Die Slawen waren vor der Invasion keine Vassallen der König sondern selbständige Stämme. Die müssten doch für Ihren selbständigkeit Tributgeld an den Kaiser bezahlen. Intressantweise, war Siegfrieds Vater auch nicht im Legende mit Vornahme ernennt. Nur der Familienname wurde erwähnt. Vielleicht war der Familienname für die Slawen wichtiger, als eine Person zu erwähnen. Wenn die Slawen Ihren Münzen als Tribut zum König betzahlen müssten, konnte den Münzen einfach identifiziert werden.  


Zur Slawenzeit gab´s nicht weniger als drei Könige und Kaisern mit den Namen Conrad.  


Es ist wohl Konrad I (911-918) König des Ostfrankenreichs., Herzog zu Thüringen und Hessen und römischer König. Zur dieser Zeit, hätte den König noch einen guten verhältninss zu den Slawichen Stämmen. Die Späteren Kaisern sahen doch die Wenden als Feinden.  

Könnte aber auch;    

Konrad II sein, (Konrad der Ältere; geb um 990; † 4. Juni 1039 in Utrecht, war römisch-deutscher Kaiser von 1027 bis 1039, ab 1024 König des Ostfrankenreichs (regnum francorum orientalium), ab 1026 König von Italien und ab 1033 König von Burgund.

oder 

Konrad III (* 1093 oder 1094; † 15. Februar 1152 in Bamberg) aus dem Adelsgeschlecht der Staufer war 1116/20 Herzog in Franken, 1127–1135 Gegenkönig von Lothar III. und 1138–1152 König im römisch-deutschen Reich.


Die Zeptern Kalrs der Grossen an die Abbildungen unten sind interessant in diesen Kontext und Zeigt das es unterschiedliche Formen gab, der Ähnlichkeiten mit der eventuella Zepter an den Conradus Seite der Münzte gibt. 


Bilder Unten

Beispiele von verschiedenen Zeptern und Kronen.

Links: Karl der Grossen, Éginhard, Vita Caroli magni imperatoris (Vie de Charlemagne). Lettrine V historiée : Charlemagne assis. Abbaye Saint-Martial de Limoges, vers 1050 (?). BnF, Manuscrits, Latin 5927 fol. 280v.


Mitte: Das Steinrelief von Kaiser Karl dem Großen, um 1400, befindet sich in der ehemaligen Klosterkirche der Benediktiner in Neustadt am Main.

Quelle: <a title="Rorinlacha [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kaiser_Karl_Neustadt_am_Main.jpg"><img width="256" alt="Kaiser Karl Neustadt am Main" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/db/Kaiser_Karl_Neustadt_am_Main.jpg/256px-Kaiser_Karl_Neustadt_am_Main.jpg"></a>

Rorinlacha [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]


Rechts: Heinrich I, nachfolger zu Conrad I. Kaiserchronik Heinrich V. um 1112/14 Corpus Christi, Cambridge, Ms 373, fol. 40r - Scan aus Buch: Gudrun Vögler: König Konrad I. : (911–918). Konrad I. - der König, der aus Hessen kam. Aus Anlass des Wissenschaftlichen Symposions König Konrad I. Auf dem Weg zum "Deutschen Reich"?, Fulda, 21.–24. September 2005, S.60 Bild Heinrichs I. in der anonymen Kaiserchronik für Kaiser Heinrich V.

Conrads nachvolger, Heinrich I trägt hier eine Krone im bysantinischen Stil, ein s.g. "Kamelauktion" mit Pendilien.


 

Conradus I, II oder III? Conradus II ist oft mit ein Grossen Bard abgebildet. Regierte doch ein langen Zeit. Wohl handelt es um Conrad I als es nur Conradus steht in die Legende (Umschrift). An Münze und abbildungen von Conrad II, steht oft Conradus II in die Legende. 


Bild Unten

Ein Ähnlichkeit findet man zwichen den Abbildung des Münzes und einen Portrait von Conrad I (unten). Er ist ohne Bart abgebildet, wie an den Müntze, hat nur sieben Jahre regiert, und starb wohl deshalb als ein relativ junger Mann. Vielleicht, dafür trug er keinen Bart an die Abbildungen. Die Abbildung ist doch nach seines leben hergestellt, wie man sehen kann von den Rüstung und Krone der im Stil des 15en oder 16en Jahrhunderts abgebildet ist.

(Conrad I. Von 911 bis 918 Römischen König. Wigand Gerstenberg, Hessische Landesbibliothek, Universitätsbibliothek Kassel – Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 4⁰ MS Hass. 115, fol. 63r.) 

 


Bild Unten

Conradus II - Ein Portrait im Österreichichen Nationalbibliothek. 



Bild Unten

Conradus III Siegel von 1138. Der Münze ist stilistich geprägt, aber den Köpfform des Kaisers, ist ähnlich mit dem gesicht an den Münze. Vor allem, trägt er als Spätere Kaiser noch ein Bysantinischen s.g. "Kamelauktion" mit Pendilien als Krone. Genau wie Conrad I:s Nachvolger Heinrich I. Und also wohl auch wie Conrad I an die Münze trägt.


Quellen

1 Svenska släktkalendern. Gustaf Elgenstierna 1930 S 844-847.

2 F. Lisch. Die Familie von Stavenow MIT EINEM HOLZSCHNITT.IV. Zur Geschlechts= und Wappenkunde.

3 Edward RymarTankow / Dankówim Wandel der Geschichte.Einstiges neumärkisches Städtchen und heutiges Dorf. Strzelce Krajeńskie 2009. S 10-11.

4 Ritter Herrman Dietrich Stavenow - Jacsic v. Kaiserswehr. Lose Blätter aus meinem Tagebuche, Burian, Budapest 1882.

5 Lenzener Elbtalaue, natürlich Sagenhaft. Dieter Knabschuh. Ausgegeben von Amt Lenzen-Elbtalaue. 1994. S 119-120, 2: Gerichtslinden und Thingsplätze in Deutschland. Anette Lenzing. Die Blauen Bücher. S 60-61, 3: Der Streit um die Prignitz. Kreisverwaltung Perleberg. Kerstin Beck 1992 S 12.

6 Kurze Beschreibung und Geschichte der Stadt Lüneburg. Manecke, Hannover 1816. S 15.

7 Quelle: Neue Sagen aus der Mark Brandenburg, Seite 26. Ein Beitrag zum Deutschen Sagenschatz von E. Handtmann, verfasst in Seedorf bei Lenzen a. Elbe zur Zeit der Sommersonnenwende 1883.

8 Johann Georg August Galletti Prof. der Geschichtkunde am Gymnasium zu Gotha. Geschichte Deutschlands Zweyter Band bis auf Albrecht den Zweyten HALLE  1788

9 Christoffer v. Warnstedt. Adel vad är det? ("Adel was ist das") 1970 S 35. 

10 Hellmann, Manfred. "Grundzüge der Verfassungsstruktur der Liutizen". In: Siedlung und Verfassung der Slaven zwischen Elbe, Saale und Oder, hrsg. v. Herbert Ludat, 13-113. Gießen: Wilhelm Schmitz, 1960. S 113.

11 https://de.wikipedia.org/wiki/Edelfrei

12 Thurnier Buch des Heiligen Römichen Reichs. Herausgegeben von Georg Rüxner und Melchior Bocksberger S. 9.  

13 Zur Kulturgescichte der Völcker, Historische Untersuchungen, Band 1. Friedrich Majer, Johann Gottfried von Herder. Leipzig 1798 S. 246.

14 http://woerterbuchnetz.de/DWB/call_wbgui_py_from_form?sigle=DWB&mode=Volltextsuche&lemid=GE00599#XGE00599 

15 Chronik der Stadt Beelitz und der dazu gehörigen Kolonien Krosshof und Friedrichshof sowie des früheren Vorwerks Rummelsborn bearbeitet unter Anschluß der vorhandenen Urkunden von Carl Schneider - Beelitz, Druck und Verlag von Robert Kliemchen, 1888 S 6-7

16 Aus: Der Volks-Freund Ein gemeinnütziges und unterhaltendes Volksblatt für gebildete Leser. Herausgegeben von C. G. v. Puttkammer, Selbstverleger de Volksfreundes. Berlin 1846. S. 61-62.

17 (Quelle: Aus Dichmanns Urkunden Sammlung des Köngl Geheimen Staatsarchives. Codex Diplomaticus Brandenburgiensis. Erster haupttheil oder

Urkundensammlung und Geschichte der geistlichen Stiftungen, der adligen Familien, so wie der Städte und Burgen der Mark Brandenburg. A.F. Riedel. Morin, Berlin 1850. s 103 und 104.)

18 Baltiche Studien. Gesellschaft für Pommersche Geschichte und Alterthumskunde. Stettin 1882. Zweiunddreiziger Jahrgang. S 150.

19 Ilisch, JMP 1997/8, nummer 23.15

Main division: Munt

Section: munten

Political state: Friesland?

Authority: Bisschop Koenraad (1076-1099) / keizer Hendrik IV

(Anm 1: Stimmt es wirklich? An andere Münze dieser Zeit steht der Vorname der Kaiser, wenn er Abgebildet ist in der Umschrift)

Place of production: Stavoren

(Anm 2: Es steht doch nicht Stavoren in der Umschrift)

Obverse image: keizer Hendrik IV met links een kruisstraf en rechts een lans met 2 wimpels

Obverse text: +STAVENOVI

Reverse image: bisschop met links een korte staf met kogelkruis en rechts een naar binnen gedraaide kromstaf

(Anm 3: Normalerweise sind Bischöfe mit einem Bischofsstab in der rechten Hand, und nichts im Linken hand abgebildet. Die haben auch normalerweise eine Mitra als Kopfbedeckung an die Abbildungen. Der s.g. Krummstab könnte auch ein Zepter sein, als der Septer an den Stavenow Seite nur zum hälfte abgebildet ist, könnte auch der Zepter oder Stab auch an den Conrad Seite des Münzes auch nur zum hälfte abgebildet sein. Ein vgl. mit der Zepter Karls der Grossen, könnte mölicherweise dieses erklären. Das könnte auch einen Erklärung sein, warum der mann zwei Regalien in die Händern halten. Es könnte so sein das er kein Bischof ist, sondern der König Conrad. Im Rechten hand, könnte der Reichsapfel abgebildet sein).

Reverse text: +CONRADVS

Weigth: ,47

Material: zilver

Way of production: geslagen

Catalogues: Ilisch, JMP 1997/8, nummer 23.15 (variant)

Year of find: 2010

Country where object was found: Not set

Province: Friesland (Fryslân)

Municipality: Wonseradeel (Wûnseradiel)

Nature of the find: losse vondst

Is the object found using a metal detector?: detector

Remarks:

20 (Vgl. auch Numismatische Zeitung Nr 7 Weissensee in Thüringen April 1849 Sechzenter Jahrgang Seite 51).