Legende Siegfrid und Roswitha DE

 

STAVENOW

LEGENDE

Woher kommt die Familie Stavenow?

Aus der Zeit vor 1252 gibt es wenige Quellen zur Familiengeschichte. Aber das Wenige, das Tradiert war, zeigt an, dass die zentralsten Informationen über den ganzen Familiengeschichte tatsächlich als Tradition innerhalb der Familie überlebt haben! Das konnten wir uns nicht vorstellen, als wir mit der Genealogie begannen. Es gibt zwei Familientraditionen, eine Legende und einen DNA-Test, die auf dasselbe Ergebnis hindeuten.


1 Ûberlieferte Informationen in unsere Familie

Tradiert in unsern Familie war u.a. unsern Wahlspruch ist "Modestia Victrix" auf Latein beteutet es "Demut im Sieg". Mein Vater Anders erhielt von Großvater Gunnar in kurzen Worten Informationen über die Herkunft: "Nach dem, was ich gehört und gewusst habe, stammte die Familie aus Russland" und "Es ist eine alte Familie in Deutschland, die es schon sehr lange gibt" - "Eine alte Adelsfamilie". Die Informationen wurden von Generation zu Generation weitergegeben, schließlich an unser Großvater Gunnar, der mein Vater dieses erzählte. Andere Familienmitglieder in Schweden haben dazu gefügt das wir von Stavenow stammen. Im Schwedischen Familienkalender har man die folgende Angaben zur Herkunft gemacht: "Die Familie stammt aus einem kleinen Mecklenburgischen Dorf namens Stavenow (oder möglicherweise einem gleichnamigen Ort in Priegnitz in der Mark Brandenburg), von dem mehrere gleichnamige Familien abstammen".(1) Heute wissen wir, dass es dasselbe Dorf ist. Jede Generation hat dies wohl leider mangels interesse, gründlich ausgedünnt, sodass es keine weiteren eigentliche Hinweise oder ausführliche Erklärungen gab. 


Es stellten sich uns also folgende Fragen: Kann man wirklich von zwei Orten stammen? Als wir mit der Genealogie begannen, schlossen wir irrthümlich aus, dass wir aus Russland stammten. Warum? Wir stammten ja offensichtlich aus Deutschland und dort eine lange Familiengeschichte schon hatten. Dazu hat F. Lisch geschreieben das der Familie wohl sein Name von der Burglehn Stavenow enthielt haben.(2) Aber dann fanden wir zufällig noch einer solchen Tradition, dass die Familie aus Russland stammte, aus einem lang entfernten Zweig unserer Familie, der im späten 18. Jahrhundert aus Brandenburg nach Schleswig-Holstein kam. Diesen Tradition gab uns mehrere Verständnis dafür, wie es eigentlich verbunden war!


2 Mündliche Informationen von einem anderen Zweig der Familie

Herrman Stavenow, Jacsic v. Kaiserswehr, schreibt in sein 1882 veröffentlichten Tagebuche das: "Man behauptet, die Familie Stavenow sei früher sehr mächtig und aussergewöhnlich reich begütert, in Russland gewesen, sie wäre wie alle Familien, die sich auf -now, oder -nof enden, vor mehrere hundert Jahren von Hab und Gut vertrieben, als Emigranten nach Norddeutchland gekommen. Letzteres ist nur ein on dit, denn dokumentarich ist dies nicht oder wol schwer nachweisbar, mindestens bis jetzt, vielleicht aus dem Grunde, weil sich Niemand darum kümmerte."(3)   


So gab es nun also zwei Traditionen, dass die Familie ursprünglich aus Russland kam, aus zwei verschiedenen Zweigen in die Familie. Familienzweige, die am mindestens seit dem 18. Jahrhundert wahrscheinlich nicht mehr mit einander gesprochen haben. Die Tatsache, dass die Familie in Russland sehr mächtig und Begütert war und als Emigranten nach Norddeutschland kam, war eine neue Information für uns.


Bild unten: Loose Blätter aus meinem Tagebuche, Seite 4.



Dann erschien eine Legende innerhalb desselben Themas. Die Legende ist in mehreren Publikationen wiedergegeben.(4)


3 Die Legende Roswitha von Mellen 

Knabschu gibt als Hintergrund dieser Sage; "könnten die fortwährenden Kämpfe der Slawichen Herrscher untereinander gewesen sein, die mit der Ermordung des slawischen Fürsten Gottschalk, in der Kirche zu Lenzen, ein unrühmliches Kapitel geschrieben hat: Der Tod des Obotritenfürsten Gottschalk (+ 1066), der im Lüneburger Michaeliskloster christlich erzogen war und uaf Veranlassung des heidnichen Slawenfürsten Krukko von Rügen ermordet wurde". (S 120)


Roswitha von Mellen

Ûber den Hünengrab bei Mellen gibt es eine Sage wie findet sein Hintergrund in Mellen. Hier am "Hünengrab" hat sich das traurige Schicksaal des im Christenglauben erzogenen slawischen Fürstensohnes Siegfried erfüllt, der von seinem heidnichen Nehbenbüler ermordet worden war.


Zur Slawenzeit gab es in der Prignitz kein schöneres Mädchen als Roswitha, die Tochter des Herren auf Mellen, Ludowin. Dieser war ein wohlhabender und einflussreicher Mann, gehörten Ihm doch viele in Kriegszügen erbeutete Schätze. Doch eines felhte Herrn Ludowin: ein Sohn der alles hätte erben und weiter führen können. Missmutig war dieser darüber und beschloss als Heide und erbitterter Feind der Christen, das seine einzige Tochter Roswitha nur einen Heiden zum Mann bekommen sollte.

Inzwischen war die Kunde von der Schönheit des Mädchens durch die Lande gegangen und hatte Freier von nah und fern angelockt. Doch dem gestrengen Vater gefiel nur einer, es war Jagomir, der Sohn des Häuptlings Dragid, ein Heide, aber zugleich ein wilder Raufbold. Unverzüglich versprach Ludowin dem Christenfeind seine Tochter zur Frau. Roswitha konnte dagegen an dem wilden keinen Gefallen finden, schon längst hatte sie Ihr Hertz an Siegfried, dem Sohn des Herrn von Stavenow verloren . Dieser war alles andere als ein Heide: erzogen im christlichen Kloster zu Lüneburg, hegte Siegfried einen tiefen Abscheu gegenüber jeglicher Grausamkeit. Längst war dies süße Geheimnis dem Rauhen Jagomir hinterbracht worden, der seitdem nur noch einen Gedanken kannte:  seinen vermeintlichen Nebenbuhler auszuschalten.

Die Gelegenheit dazu ließ nicht lange auf sich warten. Eines Abends traf sich das Liebespaar außerhalb des Dorfes, um zu einen Spaziergang zum Rambower See aufzubrechen. Doch nach wenigen Schritten stürzte eine dunkle Gestalt aus dem Gebüsch. Jagomir war´s, der sich mit einem Messer in der Hand, auf den Ahnungslosen Siegfrid warf und Ihn auf der Stelle erstach. Siegfried wurde an der Stelle, an der er ermordet worden war, begraben.  Ihm zu Gedenken wurde ein Grabmal errichtet: man hat dazu die Größten Steine genommen, die weit und breit in der Gegend zu finden waren. Und Roswitha? Siegfrieds Tod hat sie nie verwinden können, sie verlor den Verstand, welkte dahin und wurde wenig später an Siegfrieds Seite begraben. An Jedem Jahrestage von Siegfrieds Tod kann man sie sehen: es ist eine weißgekleidete Gestalt mit blassem Gesicht, die auf dem Hünengrabe sitzend, wehklagend nach dem Geliebten ruft.                 

 

Roswitha von Mellen, ist eine Legende aus der "Slawenzeit" um 600-1192. Die Legende spielt in Lenzen, in Brandenburg, Prignitz. Zu dieser Zeit gab es im Raum Sachsen und Brandenburg einige slawische Stämme. Diese waren anfangs keine Christen. Die Stämme wurden dann aber zunächst christianisiert oder vernichtet. Während einer Übergangszeit hatten sie eine eigene Selbstverwaltung und zahlten Steuern an den Kaiser. Heiden konnten nach 1192 nicht mehr in Prignitz wohnen als das Gebiet Christianisiert war.


Zur Zeit Siegfried und Roswithas war Lenzen noch einen Dorf beim Rambower See. In 1252 wenn Lenzen die Stadtrechten vom Markgraf Otto erhielt ist Gerhardus de Stauenoue einer der Zeugen.


Christoffer v. Warnstedt - über den Begriff "Fürsten" - vor der einführung des Lehnswesens

"In den Adelsverhältnissen der germanischen Staaten gab es eine einzige einheitliche Adelsklasse, deren Mitglieder im Prinzip gleich waren und die alle wichtigen Ämter besassen. Es gab keinen niedrigen Teil des Adels. Obwohl häufig große wirtschaftliche Unterschiede bestanden, waren sie im Prinzip gleich und bildeten eine einheitliche Adelsklasse. Diese ursprüngliche Klasse von Adligen ist in der deutschen Fachliteratur seit langem als "Dynasten" bekannt, d.h. Kleine Fürsten". Warnstedt sagt auch: "Das Ende des 12. Jahrhunderts und zu Beginn des 13. Jahrhunderts eingeführte Lehnswesen in Deutschland bedeutete eine völlig neue Aufteilung des Adels in verschiedene, untereinander nicht mehr gleiche Rangklassen. Ein Großteil der Dynasten nahm dabei Lehn als Untervasallen, d.h. Lehn von einem Fürsten, der wiederum direkt ein Vasall des Königs von Deutschland war. Die sind damit aus der Fürstenstand ausgetreten".(6)


4 Ein DNA test 

Etwas, das weiter darauf hindeutet, dass wir von Russland abstammen könnten, ist ein DNA-Test, den wir durch My Heritage durchgeführt haben. Es zeigt, dass wir Verwandte sowie in Russland als andere Slawichen gebieten haben. 


5 Was bedeutet das?

Vielleicht spricht also die alte Legende die Wahrheit. Ob Siegfried Stavenow Sohn eines frühen christlichen Slawischen Fürsten oder Dynast war, dann hat wohl der Familie bereits in den Slawenzeit (zwichen 600-1192) nach Deutchland von Russland oder andere Slawiche Gebiete gekommen um ein neuen Zukunft aufzubauen. Dies deutet aber auch auf eine andere Sache hin, die Familie erhielt ihren Namen wohl nicht von der Burg Stavenow wie F. Lisch meinte. Wohl haben der Familie selbst dem Ort und Burg Stavenow (und vielleicht mehrere Orten) nach sich genannt. Wenn das so wäre, warum und wann tritt die Familie von den so genannten "Fürstenstand" zu den Vasallenstand zurück? Erst später, nach der germanischen Eroberung des Territoriums, unterwerfen sich wohl einige Christliche Slawischen Fürsten den neuen Germanischen Fürsten und soll damit aus den Fürstenstand ausgetreten zu haben. Hier erscheinen der Familie Stavenow als Vassallen der Germanischen Fürsten in Brandenburg. Die slawischen Stämme, die sich nicht der neuen Germanischen Fürsten unterwarfen, flohen, wurden getötet oder bekehrt. Wahrscheinlich wenn die Germanen Brandenburg von den Slawen eroberten. Dies muss wohl für die Familie Stavenow spätestens am ende der Slawenzeit 1192 geschen zu haben, als Roswhitha Tochter eines Heiden war.


Die Generationen danach haben der Familie Ämter bekommen bei den Brandenburgischen Markgrafen. Gerhardus de Steuenowe, ernennt in 1252 ist z.b. wohl Brandenburgischen Rat. Drei generationen nach Gerhard, war der Familie noch Brandenburgischen Vassallen, aber wird 1317 nach einer Schiedsspruch zwichen Waldemar und den Grafen von Schwerin, Vassallen unter den Grafen von Schwerin. Am 14. August 1319 war Markgraf Waldemar, der Große genannt, aus dem Hause Ascanien, gestorben. Mit dem Tode Waldemars zerfiel der Wohlstand der Mark nach und nach. Sein minderjähriger Nachfolger, Heinrich III., stand unter Vormundschaft des Herzogs Wratislav von Pommern und des Herzogs Rudolph von Sachsen. Der Streit um die Kaiserkrone, sowie innere Parteikämpfe, zerrütteten die Mark. Die Unsicherheit der Wege, das Räuberhandwerk hatten überhand genommen.(7)  Besonders, hat Markgraf Waldemar im Jahr 1317 der Familie Stavenow als Vassallen der Grafen von Schwerin entließen in einer Schiedsspruch. Wohl auch wegen Waldemars Bundniss mit den Städten. Dieses könnte Heinrich von Stavenow sehr verärgert zu haben(8). Er Starb kurtz danach und Markgraf Waldemar "starb" oder begab sich an einer Pilgerreise 1319.

 

Der Familie Stavenow wenden sich nach Mecklenburg unter den Grafen von Schwerin. Im Jahr 1323 ist Henning von Stavenow ernennt als Mecklenburgischen Vassall. Im Jahr 1345 wird doch der Familie noch Brandenburgischen Vasallen unter Markgraf Ludvig I. Sie bleiben danach Märkischen Vassallen, und ein Zweig der Familie geht nach Altmark, Niedersachsen. Der Familie auf Darsband, Rügen, war seit mindestens 1307 Untervassallen des Fürstlichen Hauses Putbus auf Rügen. Der Name "Slawke" Kürtzform für Slawomir, deutet an ein Slawischen herkunft. Der Name Slawomir bedeutet auf Deutch "Ruhmreich Dank Frieden". Es könnte also interprätiert sein als ein Slawichen Form des germanischen Namens Siegfried. Das der Familie manchmal noch Slawiche Namen benutz haben auch nach der Slawenzeit können wir sehen. Z.b. ist eine Zachaia Stavenow, ernennt als Camerarica bei der Nonnenkloster in Kyritz 1363 (Quelle: Baltiche Studien. Gesellschaft für Pommersche Geschichte und Alterthumskunde. Stettin 1882. Zweiunddreiziger Jahrgang. S 150.)


6 Eine Münze mit unserem Namen

Es gibts eine Müntze mit unserem Namen Stavenow und der Name Conrad.


Bild Unten

1997 wurde eine Silbermünze aus dieser Zeit mit dem Namen Stavenow auf der einen Seite und Conradus auf der anderen gefunden. Die Münze wird in einem Münzkatalog aus den Niederlanden veröffentlicht.(5)


 

Wer ist auf der Münze abgebildet?

Normalerweise belehnte der König, später der Kaiser, Fürsten, Bischöfe und Ritter in den germanischen Staaten mit Müntzenrecht im Mittelalter. Deshalb ist der Kaiser manchmal auf einer Seite der Münzen Abgebildet. Dafür können auch zwei Personen mit Staats Kleinoden oder andere Regalien auf einer Münze erscheinen. Wenn es sich um einen Slawisch-Christlichen Dynast handelte, wurde er oder seine Nachkommen höchstwahrscheinlich zum Vasallen der militärisch stärkeren germanischen Fürstenhäuser untergestellt als das Gebiet erobert wurde am ende der Slawenzeit. 


Der Stil der Münze fällt in die Zeitraum vom Ende der Regierungszeit Karls des Großen (748-814) bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts. Frühe Münzen von Karl dem Großen werden im gleichen Stil wie die alten Römischen Kaisern hergestellt. Spätere Münzen erhielten jedoch diese neue Formensprache. Interessanterweise ähnelt die Schriftart des Münztextes und der gesamte Stil Henning Stavenows Siegel von 1323. 


In den numismatischen Schriften werden diese Münzen mit unterschiedlichen Theorien beschrieben, von denen einige im Niederländischen Staveren als Illisch hergestellt werden, andere in Stavern (Stavero) in Deutschland, beide Orten in der nähe von Isselgau (IJsselgouw). So kann es natürlich sein, aber, das Problem bei beiden Interpretationen ist nur, dass der Name der auf den Münzen geprägt ist, nicht mit den Ortsnamen der beiden Standorte übereinstimmt. (Vgl. auch Numismatische Zeitung Nr 7 Weissensee in Thüringen April 1849 Sechzenter Jahjrgang Seite 51)

 

Wer ist an den Conrad Seite?

Was spricht für einen Bischof?

- Der Krummstab ob man es so intäprätiert spricht für einen Bischof.

Dagegem spricht, das normalerweise sind Bischöfe an mittelalterliche Münzen um dieser Zeit, mit einem Bischofsstab in der rechten Hand und nichts im Linken hand abgebildet. Die haben auch normalerweise eine Mitra als Kopfbedeckung an die Abbildungen und normalerweise haben die keine Reichsapfel im Rechten Hand.


Was spricht für ein anderen Person, z.b. ein Ritter?

- Der Ritter Conrad v. Stavenow ist ernennt in 1298. Der Kaiser könnte das Münzenrecht auch zu Rittern belehnen.

Könnte Conrad v. Stavenow auf diesen Müntzen geprägt sein? Oder ein früheren verwandt mit höheren Rang? Nicht undenkbar, aber, gegen ein Ritter spricht auch wohl das Reichsapfel im rechten hand. 


Was spricht für den König/Kaiser und zwei Fürstlichen Personen?

- Die beide abgebildete Personen hat doch etwas rundes im Rechten hand. Wenn man das Bild vergrössert, kan man deutlich unten die beide Kreutzen ein Rundes form sehen. Einen erklärung warum er zwei Regalien in die Händern halten und nicht wie normal nur ein Krummstab im Rechten Hand könnte also so sein das es überhaupt nicht um ein Bischof und ein Kaiser handelt, sondern ein Königliche/Kaiserliche Person und ein Fürstlichen Person.


- Das s.g. Krummstab konnte ein früheren Königszepter sein als der Heutigen im Wien bewahrte beide Zeptern. Als der Zepter an den Stavenow Seite nur zum hälfte abgebildet ist, könnte auch so sein das der Zepter oder Stab auch an den Conrad Seite des Münzes auch nur zum hälfte abgebildet ist. Ein vgl. mit der Zepter Karls der Grossen, sieh unten, könnte vielleicht dieses erklären. Diese Zeptern haben ähnliche runde Formen. Eigenartig ist der Zepter an den Stavenowseite sehr ählich mit der Zepter Conrad III:s an sein unten abgebiltete Siegel.


 - Für der König/Kaiser spricht auch das Abbildungen von Könige und Kaisern, in der Regel, nicht vorkommt ohne der Regentenname bei der Abbildung.

Münzen mit Darstellungen von Königen haben normalerweise ihre Namen deutlich gedruckt.


- Was auch spricht für König/Kaiser ist die Kopfbedeckung. Es sieht aus als ein frühen Königskrone byzantinischen Art, ein s.g. "Kamelauktion" mit Pendilien.   (Vgl. der Ungarische Stephanskrone aus dem 11en Jahrhundert der auch im bysantinischen Stil hergestellt ist). Zu Conrad I habe ich keine zeitgenössischen Bilder gefunden, aber der nachvolger Heinrich I Herzog von Sachsen 912–936, ostfränkischer König 919–936 hat eine solche Krone.


Wer ist an den "Stavenow" Seite?

Ob der abgebildete Person an der "Stavenow" Seite des Müntzes, ein Stavenow ist, z.b. Siegrfrieds Vater, könnte die Legende in den Zeitraum ganz genau nach 911 aber vor 1192 wenn der Slawenzeit endete in der Prignitz eingepasst werden. Wenn das Bild auf der Münze ein Familienmitglied zeigt, könnte Stavenow entwieder ein selbständiche Slawiche Fürsten gewesen sein oder ein "Vassall" der König. Die Slawen waren vor der Invasion keine Vassallen der König sondern selbständige Stämme. Die müssten doch für Ihren selbständigkeit Tributgeld zu den Kaiser bezahlen. Intressantweise, war Siegfrieds Vater auch nicht im Legende mit vormanem ernennt, der war nur mit sein Familienname bekannt. Vielleicht war der Nachname wichtiger. Wenn die Slawen Münzen als Tribut zum König betzahlen müssten könnte die münzen direkt als Tribut identifiziert zu werden.  


Es könnte natürlich auch einen Bischof sein, aber viel mehreres spricht meine meinung für den König/Kaiser. Drei Könige und Kaisern mit den Namen Conrad gab es in den aktuellen Zeitraum.  

Konrad I 911-918 (Konradinger) König des Ostfrankenreichs. Herzog zu Thüringen und Hessen und römischer König.

oder  

Konrad II (Konrad der Ältere; geb um 990; † 4. Juni 1039 in Utrecht, war römisch-deutscher Kaiser von 1027 bis 1039, ab 1024 König des Ostfrankenreichs (regnum francorum orientalium), ab 1026 König von Italien und ab 1033 König von Burgund.

oder 

Konrad III (* 1093 oder 1094; † 15. Februar 1152 in Bamberg) aus dem Adelsgeschlecht der Staufer war 1116/20 Herzog in Franken, 1127–1135 Gegenkönig von Lothar III. und 1138–1152 König im römisch-deutschen Reich.


Die Zeptern Kalrs der Grossen an die Abbildungen unten sind interessant in diesen Kontext und Zeigt das es unterschiedliche Formen gab, der Ähnlichkeiten mit der eventuella Zepter an den Conradus Seite der Münzte gibt. 


Bilder Unten

Links: Karl der Grossen, Éginhard, Vita Caroli magni imperatoris (Vie de Charlemagne). Lettrine V historiée : Charlemagne assis. Abbaye Saint-Martial de Limoges, vers 1050 (?). BnF, Manuscrits, Latin 5927 fol. 280v.


MitteDas Steinrelief von Kaiser Karl dem Großen, um 1400, befindet sich in der ehemaligen Klosterkirche der Benediktiner in Neustadt am Main.

Quelle: <a title="Rorinlacha [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kaiser_Karl_Neustadt_am_Main.jpg"><img width="256" alt="Kaiser Karl Neustadt am Main" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/db/Kaiser_Karl_Neustadt_am_Main.jpg/256px-Kaiser_Karl_Neustadt_am_Main.jpg"></a>

Rorinlacha [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]


Rechts: Heinrich I, nachfolger zu Conrad I. Kaiserchronik Heinrich V. um 1112/14 Corpus Christi, Cambridge, Ms 373, fol. 40r - Scan aus Buch: Gudrun Vögler: König Konrad I. : (911–918). Konrad I. - der König, der aus Hessen kam. Aus Anlass des Wissenschaftlichen Symposions König Konrad I. Auf dem Weg zum "Deutschen Reich"?, Fulda, 21.–24. September 2005, S.60 Bild Heinrichs I. in der anonymen Kaiserchronik für Kaiser Heinrich V.

Conrads nachvolger, Heinrich I trägt hier eine Krone im bysantinischen Stil, ein s.g. "Kamelauktion" mit Pendilien.

 

Conradus I, II oder III? Conradus II ist oft mit ein Grossen Bard abgebildet. Regierte doch ein langen Zeit. Wohl handelt es um Conrad I als es nur Conradus steht in die Legende (Umschrift). An Münze und abbildungen von Conrad II, steht oft Conradus II in die Legende. 


Bild Unten

Ein Ähnlichkeit findet man zwichen den Abbildung des Münzes und einen Portrait von Conrad I (unten). Er ist ohne Bart abgebildet, wie an den Müntze, hat nur sieben Jahre regiert, und starb wohl deshalb als ein relativ junger Mann. Vielleicht, dafür trug er keinen Bart an die Abbildungen. Die Abbildung ist doch nach seines leben hergestellt, wie man sehen kann von den Rüstung und Krone der im Stil des 15en oder 16en Jahrhunderts abgebildet ist.

(Conrad I. Von 911 bis 918 Römischen König. Wigand Gerstenberg, Hessische Landesbibliothek, Universitätsbibliothek Kassel – Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 4⁰ MS Hass. 115, fol. 63r.) 

 


Bild Unten

Conradus II - Ein Portrait im Österreichichen Nationalbibliothek. 



Bild Unten

Conradus III Siegel von 1138. Der Münze ist stilistich geprägt, aber den Köpfform des Kaisers, ist ähnlich mit dem gesicht an den Münze. Vor allem, trägt er als Spätere Kaiser noch ein Bysantinischen s.g. "Kamelauktion" mit Pendilien als Krone. Genau wie Conrad I:s Nachvolger Heinrich I. Und also wohl auch wie Conrad I an die Münze trägt.

 

Quellen

1 Svenska släktkalendern. Gustaf Elgenstierna 1930 S 844-847.

2 F. Lisch. Die Familie von Stavenow MIT EINEM HOLZSCHNITT.IV. Zur Geschlechts= und Wappenkunde.

3 Ritter Herrman Dietrich Stavenow - Jacsic v. Kaiserswehr. Lose Blätter aus meinem Tagebuche, Burian, Budapest 1882.

4 Lenzener Elbtalaue, natürlich Sagenhaft. Dieter Knabschuh. Ausgegeben von Amt Lenzen-Elbtalaue. 1994. S 119-120, 2: Gerichtslinden und Thingsplätze in Deutschland. Anette Lenzing. Die Blauen Bücher. S 60-61, 3: Der Streit um die Prignitz. Kreisverwaltung Perleberg. Kerstin Beck 1992 S 12.

5 Ilisch, JMP 1997/8, nummer 23.15

Main division: Munt

Section: munten

Political state: Friesland?

Authority: Bisschop Koenraad (1076-1099) / keizer Hendrik IV

(Anm 1: Stimmt es wirklich? An andere Münze dieser Zeit steht der Vorname der Kaiser, wenn er Abgebildet ist in der Umschrift)

Place of production: Stavoren

(Anm 2: Es steht doch nicht Stavoren in der Umschrift)

Obverse image: keizer Hendrik IV met links een kruisstraf en rechts een lans met 2 wimpels

Obverse text: +STAVENOVI

Reverse image: bisschop met links een korte staf met kogelkruis en rechts een naar binnen gedraaide kromstaf

(Anm 3: Normalerweise sind Bischöfe mit einem Bischofsstab in der rechten Hand, und nichts im Linken hand abgebildet. Die haben auch normalerweise eine Mitra als Kopfbedeckung an die Abbildungen. Der s.g. Krummstab könnte auch ein Zepter sein, als der Septer an den Stavenow Seite nur zum hälfte abgebildet ist, könnte auch der Zepter oder Stab auch an den Conrad Seite des Münzes auch nur zum hälfte abgebildet sein. Ein vgl. mit der Zepter Karls der Grossen, könnte mölicherweise dieses erklären. Das könnte auch einen Erklärung sein, warum der mann zwei Regalien in die Händern halten. Es könnte so sein das er kein Bischof ist, sondern der König Conrad. Im Rechten hand, könnte der Reichsapfel abgebildet sein).

Reverse text: +CONRADVS

Weigth: ,47

Material: zilver

Way of production: geslagen

Catalogues: Ilisch, JMP 1997/8, nummer 23.15 (variant)

Year of find: 2010

Country where object was found: Not set

Province: Friesland (Fryslân)

Municipality: Wonseradeel (Wûnseradiel)

Nature of the find: losse vondst

Is the object found using a metal detector?: detector

Remarks:

6 Christoffer v. Warnstedt. Adel vad är det? ("Adel was ist das") 1970 S 35. 

7 Chronik der Stadt Beelitz und der dazu gehörigen Kolonien Krosshof und Friedrichshof sowie des früheren Vorwerks Rummelsborn bearbeitet unter Anschluß der vorhandenen Urkunden von Carl Schneider - Beelitz, Druck und Verlag von Robert Kliemchen, 1888 S 6-7

8 Als F. Brunold inteprätiert die Situation mit Waldemars Bundniss mit den Städten: "Das Räthsel löse, wer da will". -"Der Markgraf Waldemar hat seinen Kopf für sich," lachte Heinrich von Stavenow. - "Mord und Brand!" Wenn er ihn nur noch so lange oben tragen wird," polterte Henning von Gardiz. Was meinst Du Alvensleben?" "Ich meine, wenn der Herr Unsinniges treibt, dann müssen wir recht für ihn handeln." - "Waldemar ist nicht mein Herr", rief Droiseke von Kröchern. "Die Vormundschaft ist um." "Noch nicht", fiel Bernhard von Buch ein, "und dann ist felbst Johann auf Waldemars Seite." "Mag er es," rief Stavenow, "ich bin es nicht.

(Aus: Der Volks-Freund Ein gemeinnütziges und unterhaltendes Volksblatt für gebildete Leser. Herausgegeben von C. G. v. Puttkammer, Selbstverleger de Volksfreundes. Berlin 1846. S. 61-62.)