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STAVENOW

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Die Wappen der Familie Stavenow 

In der Familie Stavenow gibt es mehrere Wappen, die unterschiedliche Abstammungslinien kennzeichnen, so genannte Brisuren. Wir haben bis Heute elf Brisuren gefunden. Warum gibt es so viele Brisuren vom Stammeswappen? Und was ist ein Stammwappen? 


Walter Leonhard erklärt: "Stammwappen ist die Bezeichnung für das ursprünglich geführte Wappen eines Geschlechtes. Es bleibt unverändert stets dem Familienoberhaupt vorbehalten, der es nach seinem Tode dem erstgeborenen Sohn weitervererbt. Stammwappen können Veränderungen erfahren. Sie können durch zusätzliche, durch ein Diplom verliehene oder durch eigenmächtig angenommene Wappen vermehrt werden. Neben diesen vermehrten Wappen ist die Weiterführung des ehemaligen Stammwappens gestattet. Die Verwendung von Beizeichen oder Änderungen anderer Art, zur Unterscheidung jüngerer Nachkommen und Nebenlinien eines Geschlechtes mit gleichem Stammwappen führt zur Wappenminderung. Diese Wappendifferenzierung ist seit dem Mittelalter üblich.“ (Walter Leonhard: Das grosse Buch der Wappenkunst 1978 Seite 45).


Als Stammwappen wird also das Wappen bezeichnet, das ein Geschlecht bei seinem ersten Auftreten geführt hat. Zu dem Stammwappen kamen in späterer Zeit eigenmächtig angenommene oder verliehene Wappen hinzu. Von den frühesten Zeiten bis zum 18. Jahrhundert diente die Petschaften und Siegelmarken als Nachweis. Dann wäre es nicht praktisch, wenn z.B. zwei Clauseln oder Nickeln dasselbe Wappenbild führten. Manchmal brachten jüngeren Linien eine neuen Wappen, nicht immer aber oft mit idealer Ähnlichkeit mit den Stammwappen, manchmal mit kleinen oder grossen Ergänzungen oder Änderungen, um ihre Individualität zu zeigen. 


G. A. v. Mülverstedt erklärt: " Die durch vielfältige praktische Verhältnisse gebotene und wünschenswerthe Unterscheidung der jüngern Mitglieder eines Geschlechts oder zu jüngern oder doch abgezweigten Linien und Häusern Gehöriger von dem ältern Stamme, zumal bei regierenden oder mit ansehnlichem Grundbesitz begüterten Geschlechtern konnte am sichtlichsten und erkennbarsten Statt finden durch unterscheidende Merkmale auf den so oft zu gebrauchenden Siegeln, den besonders wichtigen Requisiten zur Beglaubigung und Ratificirung von Urkunden. Die deutsche Sitte und der eigenthümliche Geist des Mittelalters wählten dazu ganz be sondere Kennzeichen in gewissen Figuren, die zum Zwecke jener sichtbaren Unterscheidung in den Schild gesetzt wurden als Beizeichen oder Brisüren.


Es lassen sich mehrere verschiedene Arten der Kennzeichnung der jüngeren Geburt und Bransche oder der Stammesabzweigung in den Wappen der Betreffenden Familien und Familienmitglieder wahrnehemen und zwar: 1. am häufigsten durch Beifügung einer Rose, Rosette, Wecke, radförmigen Figur, eines Sternes u.s.w. zur Schildfigur, halb ober: halb unterhalb derselben, halb zu einer ihrer Seiten, auch in Vervielfältigung an zwei Seiten oder ringsumher.

Als Beispiele und Beläge hierfür dienen die Wappen resp. ältere Siegel nachstehender Famlien aus des Ober und Niedersächsischen Kreises,

der v. Peine (al. v. Holtzhausen), v. Köthen, v. Anclam, v. Bardeleben (mit demBeil), v. Osterrode, v. Wuthenow, v. Zaschnitz, v. d. Asseburg, Strantz (von Döllstedt), v. Bartensleben, v. Schierbrand, v. Golitz, v. d. Sahle, v. Meuwer, v. Ursleben, v. Görne, v. Dalchow, v. Heringen, v. Kollmatz, v. Staupitz, v. Rathgeve, v. Wellen, v. Ulleben, v. Süring, v. Stavenow, v. Barsewisch, v. Voss, Marschall (von Eckartsberge), v. Schköhlen, v. Düsedow, v. Lichtenhayn, v.Briest, v. Werder, v. Behr, v. Glina, v. Schart, v. Rieder, v. Statz, v. Axekow, v. Knuth, v. Finecke, v. Priegnitz, v. Walchhausen, 1) v. Eikendorff, v. Rudenstedt, v. Bandemer, v. Lamecke, v. Stauchwitz, v. Zufraß) u.a.m.,  Bei denen auf den ersten Blick das originaire – alleinige – Wappenbild zu erkennen und von den Beizeichen, den unerheblichen, später hinzugekommenen Figuren leicht zu unterscheiden sein wird.

(Der Sächsiche Rautenkranz und andere Zeichen jüngerer Geburt im Sachsenlande. G.A. v. Mülverstedt. Prov Archivar Sachsen. Halle 1862 Seite 3-5) 

 

Sieben Brisuren entwickelt sich aus das Brandenburgischen Spitzenschild, und zwei aus das Pommerschen Wolf.


Pommern und Mecklenburg  

Das erste bekannte Mitglied dieser Familie, der wohl ein Jüngeren Linie der Familie Stavenow in Brandenburg war, war der Wende Stoghenow. Es ist wahrscheinlich, dass dieser Familienzweig die nicht noch latinisierte und ältere Variante des slawischen Namens trug. Der Wende Stoghenow ist erwähnt als Untervassall des Hauses Putbus in 1307. Dies ist das älteste dokumentierte Wappen. Der Spitzenschild ist doch trotzdem wohl das Älteste Wappen und Stammeswappen. 


Das Stammeswappen der Familie Stavenow in Brandenburg ist das Spitzenschild. Gibt es einen verwandtschaft zwichen den Pommerschen und Prignitzen Stavenows?

Dies ist im Vergleich zu ähnlichen "Spitzernschilderfamilien" wahrscheinlich der Fall. In einer Urkunde vom Jahr 1349 Schreibt Jan v. Stavenow: "ik Jan van Stavenow mit minen Vedderen Hennighe, Henninges Sane van Stavenow, unser twygen Ingesegel gehangen an dessen Bref”. 

Twe = Zwei. Unser Twygen Ingesegel = Unsere zwei Siegel. Dieser Umstand deutet möglicherweise darauf hin, dass diese beiden Familienzweige bereits unterschiedliche Wappen führten.


Der ideellen Beziehung zwichen die Motive in die Ältesten Wappen - Wolf/Tier und Wolfzähne/Spitzenschild

Robert v. Blumenthal hielt es in seiner Schrift "Die Märkischen von Rohr" für "äußerst gewagt" auf einen genealogischen Zusammenhang aller Spitzenschildergeschlechter zusammengehören. Er spricht von: "einer Gruppe verschiedener Dienstmannengeschelchter, die in einer gemeinsamen Aufgabe, nämlich der Verteidigung der Elbgrenze, zusammengefasst war und als solche den gleichen Schild führte"


V. Blumenthal schreibt weiter das: Wenn es kommt zu die 1304 besitzlos gewordenen v Rohr durch die einreihung in den Spitzenschildverband, Verschwägerung mit Spitzenschildgeschlechtern und wahrscheinlich Belehnung mit gerade frei gewordenem Spitzenschildbesitz selber den Spitzenschild übernahmen, der möglicherweise irgendwie mit diesem Neubesitz verbunden war. Das lag um so näher, als auch der in Österreich verbliebene Sohn des 1304 verstorbenen Jans v Rohr, Heinrich mit seinem Sohn Albrecht ein neues Siegel, nämlich den geknebelten Wolfsrachen annahm. Deutet man die Schildspitzen als Wolfzähne (das Schwedische Geschlecht Ulfstand = Wolfzahn führte ebenfalls den Spitzenschild), so besteht hier sogar eine ideelle Betziehung des Spitzenschilds zum geknebelten Wolfsrachen."     

(Die Märkischen von Rohr, Robert von Blumenthal Deutsche Zeitschift für Familienkunde Heft 1 16. Jahrgang Januar 1967 Seite 550)


Die Ähnlichkeiten zwischen der Familie Rohr in Prignitz und Österreich sind auffallend ähnlich, sowohl in der Art, wie das Wappen von den Familien Stavenow auf Rügen als auch in Prignitz getragen wurde. Zwischen Wolf und Wolfszahn besteht im Wappen der Familie Rohr die gleiche ideale Beziehung wie in den beiden Wappen der Familie Stavenow.


Die Meinungen Lischs und von Blumenthals sind beiden interessanten. Z.b. können wir einen verwandtschaft zwichen v. Königsmark und Stavenow sehen. Robert v. Blumenthal hat auch in seinem Schrift einen verwantdschaft zwichen den Spitzenschildengeschlechten Möllendorff und Stavenow sowie Königsmark-Gisenlage gefunden. Insofern, gibt es vielleicht gültige Elemente in beide Erklärungen, obwohl die Spitzenschilderngeschlechtern einen gemeinsamen Aufgabe hätte, waren mehreren Spitzenschildgeschlechter offensichtlich verwanten. Hatten sie den gleichen Stammvater? Das halte ich doch, als v. Blumenthal, nicht für wahrscheinlich. Es kann doch nicht ausgeschlossen sein.. 


Die beide Brisuren der Stammeswappen mit Spitzen von den Brandenburgischen und Wolf aus die Pommerschen Wappen, offensichtlich geführt bei Stavenows der nach Rostock zogen, als sie im Rostocker Wappenbuch 1689 veröffentlicht war, sprechen auch für einen verwandtschaft zwichen den Brandenburgischen und den Pommerschen Stavenows. 


Der Familie v. Rohr haben genau wie Stavenow, später die beide früheren Wappen, der Spitzenschild von den Prignitzen v. Rohrs mit den Wolf von den Österreichichen v. Rohrs in ein Wappen vereinigt.


Bilder

Unten links: Der Wende Stoghenows Wappen 1307 (Siebmacher)

Unten rechts: Familie Stavenow auf Darsband (Siebmacher)


Mecklenburg

Siegel im Siegelsammlung der Ludvigsluster Schlossbibliothek

LHA SN 11.7.2/22 Tafel Nr. 40. Verzeichnet als v. Stabenow.

Es scheint einen Brisur von dem Wappen der Fuchs mit drei rote Rosen zu sein. Ohne der Fuchs, aber mit den Straussfedern zu den Obernwappen beibehalten und zwei rote (?) Rosen. Ob diesen Siegel zu diesen Familie gehört und wer es geführt habe muss doch weiter erforscht zu sein. Die Farben sind leider nicht bekannt. 


Bilder

Unten links: moderner interprätation der Wappen im Siegel.

Unten rechts: Das Original. 


 

 

Spitzenschild in Mecklenburg und Brandenburg

Friedrich Lisch meinte das alle Spitzenschildgeschlechter in der Prignitz Verwandt war, und demselben Stammvater hätte:  

"In den märkischen Forschungen, Bd. III, 1847, S. 115, hat v. Ledebur, in der Ausführung der Ansicht, daß die alten adeligen Familien, welche gleiches Wappen, aber verschiedene Namen führen, von demselben Stammvater herkommen, die Familien=Gruppe mit der senkrechten Spitzentheilung behandelt oder die Familien, welche gewöhnlich vier rothe, linke Spitzen im weißen Schilde führen; er rechnet dahin die v. Rohr (v. Rohrbeck), v. Königsmark, v. Möllendorf, v. Kerberg (v. Kirchberg, v. Kercberg), v. Kratz (?), v. Plate (v. Platow), v. Beust (v. Büste, Buz), v. Burckersrode, v. Heßler, welche alle zuerst in der Altmark, dann vorzugsweise in der Prignitz mit großem Güterbesitze und Ansehen auftreten. Die Familie von Kerberg oder v. Kirchberg habe ich in Jahrb. XII, S. 43 flgd. und 53 flgd., auch in Verbindung mit anderen stammverwandten Familien, besonders behandelt.

Seitdem habe ich noch eine nennenswerthe Familie mit demselben Wappen entdeckt, die Familie von Stavenow. Die lange Zeit zwischen den Brandenburgischen und Meklenburgischen Landesherren streitig gewesene Burg Stavenow war bekanntlich eine der ältesten und bedeutendsten Burgen der Prignitz. In den mittleren Zeiten, wo die Burg und ihre Besitzer sich einen Namen erwarben, war sie im Besitze der Familie von Quitzow (1405 - 1647). In den ältesten Zeiten aber war sie in dem Besitze der Familie von Stavenow, welche, ohne Zweifel erste Erwerberin, von ihr den Namen führte. Die Herren von Stavenow erscheinen schon im J. 1252 und lassen sich als Besitzer von Stavenow und überhaupt bis zur Mitte des 14. Jahrh. verfolgen; um diese Zeit scheint die Familie ausgestorben zu sein, da sie nicht weiter vorkommt. Im J. 1354 ward die Burg abgebrochen und verwüstet, und alle Bewohner mußten abziehen; sie sollte dann wieder neu aufgebauet werden. Diese Begebenheit deutet auf eine ungewöhnliche Katastrophe, in welcher vielleicht auch die letzten von Stavenow untergingen. Die urkundliche Geschichte der Burg Stavenow und ihrer Besitzer steht in Riedel Cod. dipl. Brand. I, 2, S. 185 flgd. Der eine der beiden letzten von Stavenow war der Knappe Henning von Stavenow. An der von Riedel a. a. O. S. 210, Nr. XII, mitgetheilten Urkunde vom J. 1323 (infra octavas b. Laurencii m.) hängt das hieneben abgedruckte Siegel des Knappen Henning von Stavenow, mit vier linken Spitzen, ziemlich gut erhalten und scharf und rein ausgedrückt; es führt dasselbe Wappenzeichen, welches die Siegel der übrigen Mitglieder der genannten Familiengruppe haben.

Ohne Zweifel gehörten also auch die von Stavenow zu dieser Gruppe, um so mehr, da ihre Besitzungen in der Nähe der Güter der anderen Glieder der Gruppe lagen und da sie mit diesen einige Male in engerer Verbindung aufgeführt werden; so z. B. heißt es in der Urkunde vom J. 1322 (bei Riedel a. a. O. Nr. XI, S. 210): "De kindere hern Hinrikes van Stauenoue scolen gelden hern Ygen van Koningesmarke sine scult."

(Die Familie von Stavenow mit einem Holzschnitt.IV. Zur Geschlechts= und Wappenkunde")


Sieben Brisuren entwickelt sich aus der Brandenburgischen Stammwappen.

Das erste ist kein Brusur, sondern nur ein ändering des Schildformes, und ist insofern eigentlich dasselbe Stammeswappen. Es zeigt doch, dass das Stammwappen auch nach dem Verlassen des Dorfes Stavenow benutzt wird weil es im Stil des 16. Jahrhunderts hergestellt wird mit Bügelhelm.


Bilder unten

Unten links: Mecklenburg

Dieses Wappen war am ersten Mal 1323 abgebildet in einen Siegel von "Henningi de Stavenow". Er ist 1323 Mecklenburgischem Vasall.

Der Webbseite http://petschaften-archiv.de/?page_id=860 zeigt ein Petschaft mit Wappen, auf Blei, stark beschädigt. Es könnte wohl der Petschaft Henning Stavenows sein. Drei senkrechte Spitzen. Die Drei Spitzen kommt später vor in verschiedenen formen.

 

Unten rechts: Brandenburg um 1500-1600. Dieses Wappen ist in Siebmacher Wappenbuch abgebildet. Es könnte natürlich überhaupt nicht existieren ob der Familie Stavenow auf Stavenow erloch schon 1356. Es zeigt eine gestaltung der Wappen aus dem 16en Jahrhundert. Im 15en Jahrhundert waren alla Wappen, in der Regel sehr einfache, auch Gräflichen Wappen führte z.b. Stechhelm. Vgl. Das Scheiblersche Wappenbuch (Bayerische Staatsbibliothek, Cod.icon. 312 c)

Das Wappenbuch kann grob in zwei Teile unterschieden werden. Der älteste Teil mit 476 Darstellungen von Adelswappen jeweils mit Stechhelm, Helmdecke und Helmzier lässt sich in seiner Entstehung auf den Zeitraum 1450–1480 datieren. Ein jüngerer Teil mit 148 Wappendarstellungen in Seitengröße jeweils mit Bügelhelm, Helmdecke und Helmzier stammt aus dem 16. bis 17. Jahrhundert. Seit dem letzten Turnier in Worms 1487 gilt zumindest in Deutschland eine Regel, die aus dieser Zeit stammt. Der Klub-, Turnier- oder Bügelhelm war nur für Adelsfamilien bestimmt, weil der geschlossene Stechhelm für jeder frei zu benutzen war. (Ottfried Neubecker, Heraldik. Lieber Verlag 1982. Seite 162)


Bilder 

Unten links: Henning von Stavenows Siegel. Original von 1321 im Stadtarchiv Schwerin. 

Unten rechts: Wohl das zerstörter Petschaft Henning v. Stavenows + vor 1345. Das Foto haben wir hier publizieren können mit der Erlaubnis von  Petschaftenarchiv.de

Der Siegelstempel hatte dieselbe Funktion wie ein Ausweis und wurde daher oft nach dem Tod des Besitzers unbrauchbar gemacht. 


Zwei Brisuren vom Stammeswappen mit ähnliche Wappendarstellungen 1689

Die nächsten beiden Wappen enthalten die Spitzen der Stammeswappen und den Wolf aus die Pommerschen Wappen. Diese beide Brisuren, offensichtlich geführt bei Stavenows der nach Rostock zogen, als sie in den Rostocker Wappenbuch 1689 veröffentlicht war, sprechen auch für einen verwandtschaft zwichen den Brandenburgischen und den Pommerschen Stavenows. Wir vermuten das diese Wappen zum Haptzweig der Stavenow zu Woldenberg auch gehört zu haben könnten, als Sämmtliche bis Heute gefundenen Wappenbrisuren dich sich von den Wappen mit Stehenden Spitzen entwickelt zu haben, zu die Jüngeren Linien der Familie auf Woldenberg gehört.


Bilder 

Links unten: Mecklenburg 1689 (Siebmacher)

Dieses Wappen aus Mecklenburg könnten natürlich überhaupt nicht existieren ohne die vorigen Wappenträgern des Spitzengeschildes welcher dieses haupt Wappen weitergeführt haben. Die Spitzen werden zur heraldischen Rechten, der wichtigsten Seite, gebracht.

Wohl gehört dieses Wappen zur Hauptzweige der Familie Stavenow. Es muss doch weiter erforscht zu sein als wir bis Heute kein Briefe oder andere Dokumente gefunden haben mit dieses Wappen. Wir haben also keine Namen von Personen die diese Wappen geführt haben. Es ist nur in Siebmacher Wappenbuch abgebildet und als Quelle ist den Rostocker Schlichtingschen Handschrift ernennt.

Die erste Familie/n Stavenow in Rostock stammen soweit wir es wissen kann, aus Brandenburg. Es wurde natürlich dieses Wappen in Rostock zu finden ob ein Hauptlinie der Familie Stavenow sich nach Rostock zog im 17en Jahrhundert. Ein Joachim kam zu Rostock um 1596 und ein Hans Stavenow kam zu Rostock aus Lenzen in 1604. Lenzen, der Stadt wo einmal Siegfried Stavenow ermordet war und wo Gerhardus de Stavenow gewidmete die Stadtrechten unter Markgraf Otto in 1252. Hoffentlich könnte zukunftigen forschungen in Rostock zeigen ob dieses Wappen zu diesen Familie gehörte. 

 

Rechts unten: Brandenburg 1689 (Siebmacher)

Dieses Wappen aus Brandenburg könnte nicht existieren ohne die vorigen Wappenträgern des Spitzengeschildes welcher dieses Wappen weitergeführt haben. Die geteilten Schilde zeigt einen variante wo die Spitzen (Wolfzähne) und das Tier zusammen in einen Schild dargestellt sein.

Wohl gehört diese beide Wappen zu den Hauptzweigen der Familie Stavenow. Es ist nicht unmöglich das eben einer der Begüterte Familienzweigen in Woldenberg das Wappen geführt zu haben können. Weitere erforschungen könnte hoffentlich mehr Information geben. Es ist in Siebmachers Wappenbuch abgebildet und als Quelle ist auch hier den Rostocker Schlichtingschen Handschrift ernennt.


Diese beide Wappen spricht für einen verwandtschaft zwichen die Brandenburgischen und die Rügianischen Stavenows. 


Unter die beiden: Ein Wappen von eine Familie Wulff. Sehr gleich. Es könnte eventuell dasselbe Familie sein, der mitbelehnt war mit Claus und Henning Stenouw in Dorf Stücken, Plessow, Neuendorf, Wirbritzen und Borck Slavica) (Landbuch 1375) war. Dieses Wappen Zeigt doch der Wulfenwappen zusammen mit ein Spitzenschildgeschlecht. Als der Familie Wulf normalerweise kein Spitzenschild führte, nur ein Wulfentorso, handelt es wohl um ein Alliantzwappen. Es ist wahrscheinlich genau wie die andere Wappen nach 1487 abgebildet. 

 

Brandenburg und Mecklenburg 


Die Familien mit Lehnsbesitz in der Ober und Nieder Barnim und einige Altmärkischen und Mecklenburgischen Stavenows

Das erste grössere Änderung vom Stammeswappen ist das Wappen mit drei stehenden Spitzen. Es kennzeichnet nicht nur Andreas Stavenows (+ 1604) Familienlinie auf Woldenberg. Dieses Wappen hat sich wohl aus dem Stammeswappen mit horizontalen Spitzen entwickelt. Das Wappen ist doch auch später benutzt, als es im Jahr 1689 auch im Rostocker Wappenbuch veröffentlicht wurde. Aus diesem Wappen mit stehenden Spitzen, haben sich später am mindestens drei weiteren Wappenbrisuren entwickelt. Das Wappen mit drei Wellenartige Spitzen, das Wappen mit drei Weisenäxte und das Wappen mit Sternen vor blauem Hintergrund und zwei Felder mit Lilie und Rose.  Der Familie Hieronymus Stavenow führte das Wappen mit drei Weisenäxte, sehr ähnlich mit den beiden zuvor in Woldenberg gefundenen Wappen. Der Familie gehört also wohl zu einen Zweig der Familie Stavenow der auf Woldenberg sass bis 1644 zusammen mit den familie v. Wagenschützen. Ein Vergleich mit den Patenfamilien bei Stabenowtaufen in Wriezen wo mehrere Zweigen der Familie auf Woldenberg wohnte, zeigt dass dieselben Patenfamilien bei Stavenowtaufen auch in Havelberg, Perleberg, Pritzwalk, Stralsund, Lübeck und mehreren Städten auftauchen. Auch in den Altmärkichen (Niedersächsichen) Städten. Also muss irgendwie die Stavenows auf Woldenberg mit diese Familie verbunden sein.


Als Beispiel von auf Woldenberg stammende Familienmitglieder haben wir Junker Albrecht St., Junker Friedrich St., in Wriezen, der Burgermeister Wriezens Jacob v. Stabenow, Caspar Stavenow verh. Dorn (ein Alten Ratsherrengeschlecht) kam aus Wriezen und zog nach Pritzwalk, Merten Stavenow aus Wriezen zog nach Stralsund und später Havelberg, sein Sohn Merten geb. in Stralsund nach Wriezen zurück. Der Hauptman zu Wahlsmühle, Andreas Stavenow auf Woldenberg, zog früh nach Mecklenburg. Diese und mehrere andere Stavenows stammen von der Familie auf Woldenberg. Die wohnte doch entwieder in den Städten und bewirtschaftete sich als Bürger oder Amtmänner oder auf dem Land und bewirtschaftete sich als z.b. Pächtern bei andere Gutsherren. Die Stavenows in Wriezen sind im Lehnsregistratur "Staffenow, Stavenow oder Stauenow" buchstabiert. In Wriezens Kirchenbücher werden sie oft als Stabenow/Stabeno geschrieben. Es hängt von dialektalen Unterschieden ab.

Manche von diese Stavenowfamilien sind später nach die übrigen Städten in der Prignitz gegangen. Im Jahr 1653 sind viele von dieser als "Vorbesitzer" in Havelberg, Perleberg und Pritzwalk bezeichnet. Manche von deren Patenfamilien taucht auf sowie in den Brandenburgischen Städten, als in Mecklenburg, die Hansestädten Rostock, Lübeck und Stralsund, u.z.w.


Wenn die Brandenburgischen Stavenows ausgewandert haben, tauchen manchmal einige "Gipfelfiguren" der Familie auf als Paten bei verschiedene Stavenow Familien rund um in die verschiedenen Herzogthümern. Ein Beispiel ist Herr Georg Stavenow (geboren in Perleberg, Rector in Kyritz, und dann Pfarrer in Brunn), taucht z.b. auf als Pate bei Stavenow-Taufen in Pritzwalk, Wusterhausen und Havelberg und seine Frau als Patin in Hohenleuben, Thüringen beim Taufe einer Hieronymus Stavenows Sohn, Hieronymus Christian. Georg war ein Onkel zu Hieronymus Stavenow. 

Der Burgermeisterfamilie in Perleberg (U.a. Johan Konow) taucht z.b. auf als pate bei mehere Stavenowtaufen sowie in Perleberg und Havelberg als in Pritzwalk. Mehrere Mitgliedern der Familie Kemnitz (lat. Chemnitz) taucht auf als Paten in Pritzwalk, Havelberg u.a. Orten.

Viele von den Patenfamilien scheint in der Zeit um 1570-1660 zu den Höheren Schichten der Städten gehört zu haben und waren meistens Ratsfähige.


Dies gilt auch für den aus Prignitz stammenden Hauptfamilienzweig. Z.b. kam Joachim Stavenow aus Lenzen und war in Rostock 1597 eingebürgert. Er ward zum Mitglied der Hundertmännerkollegium der Stadt Rostock gewählt. Diesen Zweig gehört wohl zu den Hauptzweig, mit die Wagerechte Spitzen, und zwei von deren Wappen taucht in der Rostocker Wappenbuch auf.  Es sieht also aus als viele von die alte Stavenow Familien (mit ursprung in Brandenburg und Altmark) in der Regel zu einen gemeinsamen "Stamm" hören. Es gibt wahrscheinlich doch einige Ausnahmen von dieser Regel.


Der Siegel gehört zur Hauptmann zu Wahlsmühlen Andreas Stavenow, wohnhaft zu Schwerin. Er diente unter Hertzog Ulrich III von Mecklenburg und war um 1540 geboren, starb im Jahr 1604. War mitbelehnt mit den anderen vielen Familienzweigen in Woldenberg bis zu den Gütern verpfändetet worden war. Die drei Spitzen zeigt einen ideelen verwandtschaft mit den ursprunglichen Spitzenschildes der Familie Stavenow. In diesen Wappen ist doch die Spitzen senkrecht dargestellt. Dieses Wappen gehört wohl zu mehreren Mitglieder der Familie Stavenow auf Woldenberg, als es auch in der Rostocker Schlichtingschen Wappenbuch abgebildet war. 


Bilder

Unten Links: Wappen der Familie Stavenow in Mecklenburg 1689 (Rostocker Wappenbuch/Siebmacher). Unten Rechts: Siegel von Andreas Stavenow, Hauptmann zu Wahlsmühlen.  

 

Brandenburg und Schlesien 

Dieses Wappen der Familie Stavenow auf Woldenberg finden wir sowie in Brandenburg als in Schlesien. Es ist meines wissen erst nachweisbar zur Herr Pastor Michael Stabenow/Stabenaw in Schlesien und ist an seinem Epitaph von 1598, abgebildet. Er war Pfarrer in Neukirch an der Katzbach in Schlesien, ganz in der nähe von der Stadt Goldberg (Auris Mons). Er war Sohn zu Friedrich Stavenow auf Woldenberg und Bruder zu Andreas und Heinrich Stavenow. Der Familienzweig war Mitbelehnt in den Stavenowischen Gütern zu Woldenberg in der Oberbarnim bis zu den Gütern schlieslich verkauft worden war.


Einer seiner drei Söhne war Michael Stabenau II, Pfarrherr zu Lähn, Lehnhaus am Bober in Schlesien. Er führte dieses Wappen unverändert als man auf seinem Grabstein aus dem Jahr 1591 sehen kann. Das Wappen zeigt drei Wellenartigen Spitzen oder Flammen. Es zeigt einen deutlichen ideelen verwandtschaft mit den ursprunglichen Spitzenschild der Familie Stavenow auf Woldenberg. Dieses Wappen könnte wohl von Michael Stabenow I angenommen zu sein. Die Wellenartigen Spitzen könnten einen Religiösen oder Spirituellen bedeutung haben (Vielleicht im gegensatz zu den mehr kriegichen Pfeilspitzen oder Wolfzähne an den älteren Wappen. Z.b. als den Wappen  geführt beim Hauptmann Andreas Stavenow, Bruder zu Michael Stabenau).


Bilder

Unten Links: Siebmachers Wappenbuch. Der Wappen Heinrich v Stavenows, Sohn zu Friedrich v Stavenow aus einem Stammbuchsmalerei Heinrich v. Stavenows 1585. 

Unten Rechts: Das Kleine Epitaph gehört zu Michael Stabenow I +1598, und war gefunden in der Kirche in Neukirch an der Katzbach in 1936 bei archeologische Ausgräbungen. Die Kirche wurde während des 30-jährigen Krieges zerstört. Ein Sohn zu Michael Stabenow war Jur. Dr Heinrich Stabenow und ist an Dissertationen aus diesen Zeit ernennt als Henrico á Stabenaw et Woldenberg Silesius. Heinrich kehrte nach Brandenburg zurück, um sein Studium abzuschließen. Erschwerend kam hinzu, dass es am Ende des 16. Jahrhunderts drei Heinrich Stavenow gab, von denen zwei Väter mit dem Vornamen Friedrich hatten. Diese beiden gehörten dazu zum selben Familienzweig. 

Unten die beide Bildern: Das Grosse Epitaph Gehörte Michael Stabenaw II, Pfarer in Lähn, Lehnhaus am Bober +1591, 52 Jahre alt.   


Brandenburg, Mecklenburg und Reuss

Hieronymus Stavenow, Gräflich Reuss Forstinspector der Pfelge Reichenfels und Pächter der Cammergütern zu Hohenleuben. Er war Sohn zu Peter Stavenow ein Sohn Christoffer Stavenows in Perleberg. Hieronymus Stavenow war Geboren in Klein Lüben bei Ruppin in 1669, und ist gestorben 1762 in Hohenleuben, Reuss. Es ist ganz wohl noch einen Brisur oder variante vom Wappen der Familie Stavenow auf Woldenberg in der Oberbarnim oder Falkenberg. Die drei Weisenaxten oder Rohrkolben und dessen Gestaltung im Schilde und Oberwappen, hinweist in der Darstellung noch zu einen ideellen beziehung mit der Familie Stavenow zu Woldenberg. Das verwandtschaft zwichen den Wappenbildern ist deutlich zu sehen. Diesmal ist doch Drei Weisenäxte als Motiv gewählt. Wohl auf Blauen hintergrund. Mehrere Siegel ward gefunden in Thüringen, ein aus dem Jahr 1726 und ein aus dem Jahr. 1738, Zwei aus dem Jahr 1759.


Bilder

Unten links: Ein moderner Darstellung der Familienwappen in Farbe.

Unten rechts: Der Siegel Hieronymus Stavenows, rein und sauber aufgedruckt im Jahr 1738.

Unten links: Den Ältesten bekannten Siegel Hieronymus Stavenows scheint einen älteren Schildform zu Zeigen. Als der Schild nicht ein Teiles des Blasonierung ist, kann der Schildform variiren, aus 1725 und 1726.

Unten rechts: Wappen seiner zweitenen Ehefrau Anna Ursula geb. v. Criegern.


Manchmal wurden anstelle des Wappens nur Rangkronen verwendet, wie an die beide Grabsteinsplatten der Pfarrer Heinrich Gottlieb Stavenow und seine beide Frauen in die Kirche in Kunzendorf (Schlesien). Der gleiche Trend ist zu Beginn des 18. Jahrhunderts in Sigillen zu beobachten, wo das Wappen häufig durch Initialen und eine Krone ersetzt wird. Vgl. Schiffer Bernhard Jacob Stavenows und der Amtmann Nicolaus Stavenows beide Siegel unten. 


Bild unten, Grabsteinsplatte für Anna Maria Stavenow, geb. Leopold. 


Mecklenburg

Dieses Wappen ist verzeichnet als Familie v. Stabenow im Siegelsammlung der Ludvigsluster Schloss bibliothek. Es ist wohl eine Brisur von der Wappen mit Wellenartigen Spitzen aus Woldenberg, trotz den total veränderten Konfiguration. Es gibts zwei silbernen Sternen an Blauen hintergrund. Die blaue Farbe und die Sterne finden wir an den Wappenschild und Oberwappen von u.a. Michael von Stabenau I und II in Schlesien, sowie Friedrich und Heinrich Stavenow auf Woldenberg (Silesius). Zeigt aber auch ähnlichkeiten mit der Familie Stavenow auf Rügen und Mecklenburg mit der Rose.


Die Rose und Lilie könnte eventuell an den verwandtschaft mit der Familie Chemnitz, verwandte mit unseren Zweig der Familie hinweisen. Hoffentlich können wir herausfinden, wer das Wappen geführt hat.


Die Tinkturen (Farben) sind deutlich im Siegel abgebildet und man führt ein Adelskrone. Die Helmkronen werden ab dem 18. Jahrhundert immer häufiger als Helmschmuck verwendet. Stammt doch wohl aus den 17 en Jahrhundert.


Quelle: LHA SN 11.7.2/22 Tafel Nr. 37. Siegelsammlung der Ludvigsluster Schlossbibliothek.


Bilder

Unten links: Ein modernen interprätation dieser Wappen in Farbe.

Unten rechts: Das Original aus dem Archiv, mit angegebene Tinkturen. 


Stralsund 1767

Dieses Siegel gehörte zum Schiffer Bernhard Jacob Stavenow in Stralsund. Er war verheiratet mit Catharina Marckwardt. Leider erhalten wir vom Archiv keine Informationen darüber, welche Wappen der Familie Stavenow in Stralsund führte. Trotzdem ist die Kugelkrone mit neun Kugeln sehr interessant und kann darauf hindeuten an einen Verwandtschaft mit der Familie Stavenow in Lübeck. Der Vater, Johann Stavenow war Torschreiber (Amtmann), Eigenthümer und Schustermeister in Stralsund. (Testament der Schiffer Bernhard jacob Stavenow Stralsund 1767).


Bilder

Unten links: Jacob Stavenows Siegel.

Unten rechts: Die Siegel Jacob Stavenows und seine Ehefrau geb. Marquardt. 


Lübeck und Mecklenburg 1663-1715

Dieses Wappen gehörte dem Amtmann Nicolaus Stavenow in Wredenhagen und Zarrentin wo er gestorben ist in 1715, Er war geboren in Lübeck 1663, Sohn des Kaufmanns Claus Stavenow. Verheiratet mit Anna Margaretha Hough, Tochter der Burgermeister Hough in Boizenburg. Die Kugelkrone mit neun Kugeln spricht für einen Verwandtschaft mit der Familie Stavenow in Stralsund. Noch einen Indizium ist der verwandschaft mit der Familie Marquardt in Stralsund. In Lübeck kommt der Familie Marquard vor als Paten beim Taufen eines Kinder Clauss Stavenows in Lübeck. Claus Stavenow war Kaufmann und Seefahrer in Lübeck. Der Wappensiegel und der Monogramm mit Kugelkrone gehört beiden zur Nicolaus Stavenow und sind auf Briefen 1695-1698 gedruckt. Zwei Söhne Stammt aus Diesen Ehe. Caspar Friedrich Stavenow und Johann Nicolaus Stavenow, Herzoglichen Zollinspector zu Warnemünde. Da die Familie Stavenow (17en Jahrhundert) in Stralsund aus Wriezen stammt, gilt dies wahrscheinlich auch für diesen Familie Stavenow in Lübeck. 

Zarrentin 1715 Nicolaus Stavenow Sterbeeintrag

der Eintrag lautet unter Nummer 25:

„den 23 July ist der Weylandt hochedle und vornehme Herr Niclaus Stavenow, gewesener Ambtman hieselbsten, in der Kirchen beygesetzt und beerdiget worden“.


Bilder

Unten links: Nicolaus Stavenows siegel 1695, 96.

Unten rechts: Nicolaus Stavenows siegel 1697.  


Stavenow im Adelslexika des 19. Jahrhunderts

Die Stavenow Familien kommt heufig vor in den Adelslexika des 19en Jahrhundert. Mehrere Familienzweigen sind verzeichnet als Abgestorben Adel. In diesen Büchern sind verzeichneten nicht nur Familien, die nicht mehr leben, sondern auch Familien, die ihr Heimat/Provinz verlassen haben und keine Gütern dort mehr haben. Natürlich können diese Familien in andere Provinzen oder Ländern leben. (Wie die Familie Hieronymus Stavenow, die nach Thüringen übersiedelte). 

Dieses Prinzip ist wichtig, da es bedeutet, dass alle Familienzweigen im unten stehenden Adelslexika überlebende legitime Nachkommen haben können, die aus irgendeinem Grund, normalerweise auf Geldmangel angewiesen sind, verließ seine Heimat und verkaufte seine Guter. Diese Adelslexika zeigt also nur hauptsächlich in welche Provinzen die Familien früher begütert war.


Unsere Forschung zeigt, dass mehrere Familienzweige ihre Güter aufgrund finanzieller Schwierigkeiten veräußerten im frühen 17en Jahrhundert. 

Die Behörden konnten den Adelsfamilien jedoch einfachst durch Landbesitz volgen, wo man Väter und die erbenden Söhne verzeichnet haben. Beim Verkauf wurde die Familie des neuen Besitzers in den Regestern aufgeführt. Die Tatsache, dass die Familie im Adelslexika mit ausgestorbener Familien in einer bestimmten Provinz steht, bedeutet also nicht, dass die Familie biologisch ausgestorben ist. Es zeigt doch das die aktuellen Familiezweig nicht mehr in ihrer Provinz begütert sind und die Behörden haben den Kontakt mit der Familie verloren.


Die Adelslexika enthält sehr wenige und leider auch einige falsche Informationen. Es ist jedoch interessant zu sehen, wie die Behörden gehandelt haben, als ihnen Informationen über eine Familie fehlten. In Ermangelung solcher Informationen sind die Familien Abgestorben genannt. Leider wurde auch nur ein sehr kleiner Teil aller relevanten Gutsbesitze beobachtet.


Auch wurden keine genealogischen Forschungen oder ordnungsgemäßen Ahnenforschungen durchgeführt. Die Familien, die nicht mehr begütert waren, müssen sie jedoch ihre Herkunft selbst nachweisen und sind für ihren eigenen Stammbaum verantwortlich.


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J. Siebmachers Gross- und allgemeines Wappenbuch, sechster Band, fünfte Abteilung, Bauer und Raspe Nürnberg 1880 Vorwort Seite 6. Der Abgestorbene Adel der Provinz und Mark Brandenburg.


Vorwort aus Siebmachers Wappenbuch der Provinz Brandenburg, das erklärt, was unter dem Begriff "Abgestorben" zu verstehen ist. Der Begriff umfasst nicht nur biologisch ausgestorbene Familien, sondern vor allem die Adelsfamilien, die nicht mehr in ihrer ursprünglichen Provinz leben und dort ihre Gütern verloren haben.



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In Ledeburs preußischem Adelslexikon war dies eines der ersten, das eine sehr kurze und völlig falsche Beschreibung der Familie herausbrachte. Er missverstand, wo die Gütern waren hat Woldenberg in der Oberbarnim mit der Stadt Woldenberg in der Neumark verwechselt. Die Familie war also am falschen Ort gesucht und dort war natürlich nichts gefunden. Ledebur beschreibt auch eine bürgerliche Familie Stabenow, die 1854 auf dem Gut Buchweise (Arnswalde) saß. Von diesen Familie ist uns noch nichts bekannt. Man wusste also nicht, welche Güter die Familie in der Nieder und Oberbarnim bei Berlin besaß, was seltsam ist, weil die Informationen in den Lehnsarchiven nachweisbar sind.


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Auch im Stammbuch des Blühenden und abgestorbenen Adels in Deutschland 1866 im Zusammenhang mit der Familie "Stovenow" auf Rügen werden wir sehr zusammenfassend erwähnt. Dies bezieht sich nur auf v. Ledebur oben.



Siebmacher Brandenburg. S 90.


Stavenow I - In dieser Notiz wird die Stavenow I-Linie als "bereits im 15. Jahrhundert in seiner Heimat erloschen" bezeichnet, d.h. Ausgestorben in seiner Heimat im 15. Jahrhundert. Der Grund dafür ist, dass Sie aus den Diplomaten ausgetreten sind, wenn Stavenow und andere Güter in der Prignitz verkauft wurden. Zwei Mitglierder der Familie ging nach Beelitz, und sind so genannte Lehnburger dort geworden. Die Familie erhielt dann später Güter, die in Ober und Niederbarnim geerbt und teilweise gekauft wurden. 


Stavenow II - In Bezug auf die Familie Stavenow II, die auch hier fälschlicherweise als Eigentümer in Woldenberg Kr Friedeberg bezeichnet wird. Diese Familie ist auch in Schlesien vertreten. Interessanterweise ist ein sogenannter Stammbuch von Heinrich v. St. Sohn zu Friedrich St. ernennt. Das der Familie nicht arm an Söhne war, ist doch korrekt, diesen Familienzweig lebt bis Heute Weiter.



Siebmacher Brandenburg II


Brisur vom Stammeswappen aus dem Jahr 1689.  



Siebmacher Mecklenburg I


Stavenow I - Das Stammwappen.


Stavenow II - Das Wappen mit den stehenden Spitzen von vortretern der Familie Sowie in Brandenburtg, als im Rostocker Wappenbuch und bei den Amtmannes Anderas Stavenow in Schwerin. Die Quelle stammt aus dem Jahr 1689, Andreas Stavenow starb 1605, andere Familienmitglieder oder seine eigenen Nachkommen haben also lange nach dem 30-jährigen Krieg in Mecklenburg gelebt, was auch unsere Familienforschungen zeigen.



Siebmacher Mecklenburg II


Eine weitere Variante der Stammeswappen aus dem Rostocker Schlichtingschen Wappenbuch von 1689. Beachten Sie, dass diese Wappen spät eingeführt wurden, was zeigt, dass die Stammfamilie zu dieser Zeit noch weterlebte und als edel galt. Der große Unterschied besteht darin, dass den Wappen gekrönt ist und dass die Farben umgekehrt werden.



Siebmacher Pommern


Familie auf Rügen, der wohl nach Mecklenburg zog im 17en Jahrhundert.