Fürsten und Grafen Dirsico-Stoignew Pommern, Mecklenburg, Polen, Schlesien

 

STAVENOW

Dirsico-Stoignew Fürsten der Wagrier - Polnicher Grafen - Pommersche Ritter


Generation 7 Kinder von Olaf aus Schweden[1]

  1.        Gnupa. König der Abodriten und Normannen. Gyrd und Gnupa waren im 10. Jahrhundert Könige von Dänemark laut Sweyn II von Dänemark und Adam von Bremen, Nachfolger zu Olaf: „Successit illi Olaph, qui veniens a Sueonia regnum obtinuit Danicum vi et armis, habuitque filios multos, ex quibus Chnob et Gurd regnum obtinuerunt post obitum patris.“[2] „Auf ihn [den Dänenkönig Sven] folgte Olaf, der aus Schweden kam und das Dänenreich mit Gewalt und Waffen an sich brachte. Er hatte zahlreiche Söhne, von denen nach dem Tode des Vaters Knuba und Gurd das Reich erhielten.“ Sie waren die Söhne des schwedischen Häuptlings Olof (oder Olaf), der Dänemark erobert hatte, und sie herrschten gemeinsam gemäß der schwedischen Tradition. Gnupa wird auf den beiden Sigtrygg-Runensteinen erwähnt, die von seiner Frau Asfrid für ihren Sohn Sigtrygg nahe Schleswig errichtet wurden. Ebenso wird ein dänischer König Chnuba in den sächsischen Chroniken von Widukind von Corvey genannt, der 934 besiegt und zur Annahme der Taufe gezwungen wurde. Die Saga von Olav Tryggvasson erzählt von Gnupas Niederlage durch Gorm den Alten. Diese Chronologie würde jedoch der von Adam von Bremen widersprechen, der die Nachfolge und die spätere Niederlage von Sigtrygg während der Amtszeit von Erzbischof Hoger von Bremen (909–915/7) verortet. Die späte und legendenbeeinflusste Gesta Danorum von Saxo Grammaticus nennt einen Edelmann namens Ennignup, der als Vormund für den jungen König Knut diente, irgendwann vor König Gorm dem Alten. Es wurde vorgeschlagen, dass er eine verwirrende Darstellung von Gnupa sein könnte.
  2.        Gyrd/Gurd/Godfred. G. um 881. † 917. König von East Angel 915-917. Nach Adam von Bremen war er nach dem Tod seines Vaters einst König von Westdänemark, aber das ist wahrscheinlich falsch. Sein Todesjahr ist in den Lundean Annals mit 916 aufgeführt. Meine Analyse zeigt, dass er wahrscheinlich 915 zum König von East Angel gewählt wurde. Er wurde 917 in der Schlacht von Tempsford getötet. (Die Schlacht wird in ASC erwähnt. Schröcke und Friedman[3] geben Gyrd als Vater der Fürsten Nakon und Stoignew an, die in der nächsten Generation Lenzen regieren. Sie sollten dies daher von ihrem Vater geerbt haben. Bis zum Jahr 929 gab es einen Obotriten König in der Stammfestung Lenzen bei Stavenow in Brandenburg. Der Bund der Redarier, der Redrabund, besaß die Königsburg Lenzen bereits im Jahr 893. Bei der großen germanischen Eroberung und Zerstörung der slawischen Burg in der Schlacht bei Lenzen soll der slawische König und viele, die Zuflucht in der Burg gesucht hatten, getötet worden sein, aber einige sollen auch freies Geleit erhalten haben. Bis zu 200.000 Menschen sollen in der Schlacht getötet worden sein, und 800 Gefangene sollen enthauptet worden sein.[4][5] Durch die Schlacht von Lenzen zwang König Heinrich I die Obotriten zu einer längeren Tributzahlung. Gemäß einer Angabe aus dem Jahr 931 sollen die nicht namentlich genannten Fürsten (Könige) der Obotriten und Jüten die Taufe empfangen haben. Möglicherweise war es einer dieser christlichen Fürsten, den Helmold als Micisla bezeichnet, derselbe wie Mistiwi, dessen Tochter Tofa laut einem in Jütland vorhandenen Runenstein mit dem dänischen König Harald Blauzahn verheiratet gewesen sein soll, der bis 985 regierte. Auch Harald Blauzahn war seit 937, als er in der Gefangenschaft von Hermann Billung von Sachsen war, ein Christ, aber er bestätigte die Taufe erst im Jahr 965. Er musste die Konfirmation seiner Taufe wiederholen, als sein Vater Gurmd vom Christentum zum Heidentum zurückkehrte und die christlichen Priester und Lehrer aus seinem Reich vertrieb.[6]  

 

Generation 8 Söhne von Gyrd/Gurd (nach Marquard 1903, Schröcke 1999, Friedmann 1986) (oder sein Bruder Gnupa nach Gesta Wulinensis).

  1.        Nakon Bekannt 950 + 965 - Fürst. Die slawischen Brüder Nakon und Stoignew waren Herrscher der Wagrier. Im Jahr 950 wurden Nakon und sein Bruder als Alliierten des Kaiser Herrmans ernennt.[7] Naccon und seinem Bruder Stoignew wurden im Jahre 954 erwähnt. Der Graf Wichmann empörte sich damals gegen seinen Oheim, den Markgrafen Hermann Billung von Sachsen, und gegen seinen Verwandten, den König Otto, ward aber von Hermann über die Elbe (trans Albiam) getrieben und verleitete Naccon und seinen Bruder zum Kriege, während gleichzeitig der Markgraf Gero einen siegreichen Kampf gegen die Ukerer führte. Naccon und Stoignew bezeichnet Widukind unbestimmt (III, 50) als "duos subregulos barbarorum", d. h. als Wendenfürsten; denn andere nicht deutsche Völkerschaften als Wenden gab es an der Unterelbe, in der Nachbarschaft Hermanns, nicht; und es können, genauer gesprochen, hier nur Fürsten der Obotriten, Polaben und Wagrier gemeint sein, gegen welche die sächsische Mark errichtet ward. Darauf unternahm der Markgraf Hermann um Fastnacht 955 einen Zug gegen sie, und suchte sie in der Burg Suithleiscranne/Krohn an der Niederen Elde, zu überraschen; es gelang ihm aber nur, etwa 40 Mann vor der Burg zu töten. Die Slawen vergalten nach Ostern diesen Angriff mit einem Zuge unter Wichmanns Führung nach der Burg "Cocarescemiorum", in welche Hermann, weil er sich zum Widerstande zu schwach fühlte, seine Leute sich hatte zurückziehen lassen, gewannen dieselbe durch eine Capitulation und töteten dann die ganze Besatzung wegen angeblichen Friedensbruches. Im August schlugen die Wenden einen Angriff des Markgrafen Dietrich glücklich ab.[8]
  2.         Stoignew, geboren um 900. Es ist schwer, sein Geburtsjahr einzuschätzen. Aber wenn er ein Vasallenkönig des fränkischen Königs Konrad I. war, wie eine Reihe früherer Abodritenfürsten, erst 929 wurden die Elbslaven in Lenzen bei den Franken besiegt, dann sollte er bereits Ende des 9. Jahrhunderts oder zu Beginn des 10. Jahrhunderts geboren worden sein. Er war wahrscheinlich auf dem Höhepunkt seiner Macht im Jahr 943, als er als Abodritenprinz erwähnt wird und im Zusammenhang mit den Unklarheiten in der dänischen Thronfolge eine Bedrohung für Dänemark im Jahr 943 darstellte. In Gesta Wulensis, der Chronik des Klosters Wollin, wird für das Jahr 943 angegeben, dass der deutsche König Heinrich I. dem dänischen König Knut geholfen hat, "den Thron und die Krone zu retten". Es wird weiterhin angegeben: "Im Jahr des Herrn 943 endete ein blutiger Konflikt, der ununterbrochen seit dem Martyrium von Zygfryd andauerte, der zu Knup (Knut) gehörte und verräterisch von Knups Bruder Harlod getötet wurde, der den Göttern seiner Vorfahren diente und furchtbare Dämonen verehrte und viele von ihnen hatte Ehefrauen. Dieser heidnische Herrscher, der letzte der Söhne von König Knob, der selbst König war, aber nur in einem von Wasser umgebenen Land namens Fejn (Fyn), führte seine Krieger in das Land der Normandie, um den Sohn seines Cousins ​​Viljalmur zu unterstützen, Sohn von Hrolv (Rolf, Rollo), der noch ein Kind war. Seine Flucht, auch wenn niemand sie je so nennen würde, führte zur Bedrohung durch die Invasion der Truppen von Prinz Stojgnew, aber König Gurmd nutzte die List seines Neffen aus, was ihm das Recht auf Harolfts Erbe verschaffte. Um Hilfe von Herman (Herman Billung), "princeps militiae in Sachsen", zu erhalten, musste Gurm zu Beginn des Thronstreits seinen Sohn Konut und dann seinen jüngeren Sohn Harald (Harald Blåtand) als Geiseln übergeben. Sie wurden vom angesehenen Erzbischof Atheldag getauft und verließen nach Verlassen des Bischofssitzes Bremensis im Palast von Merseburgu und später in Quedlingeburgu wuchsen sie im christlichen Glauben auf. Konut und Harald wurden im selben Jahr getauft, in dem Atheldag zum Erzbischof geweiht wurde, und begannen in dieser Zeit ihre Tätigkeit.”[9] Im Jahr 950 wurden Nakon und sein Bruder als alliierten des Kaiser Herrmann ernennt.[10] Die Germanen müssen jedoch dieses Bündnis verraten haben, indem sie sie nur wenige Jahre später angriffen. Die Brüder besaßen u.a. die Burg Suetlis Cranne (Krohn), 7 km nördlich von Burg Stavenow entfernt, am Ende des Elde. Sie verteidigten die Burg erfolgreich während ihrer Belagerung im Jahr 954. Stoignew wurde 955 von Widukind als "Rex Barbarorum"[11] bezeichnet, das heißt, als König der Barbaren. Seine dokumentierte Reaktion muss wahrscheinlich vor dem Hintergrund verstanden werden, dass die Deutschen ihr Bündnis mit ihm verraten hatten, und deshalb handelte er so, wie er es vor der Schlacht von Raxa tat: ”Ein Slawe, auf barbarische Weise knirschend und viele Beleidigungen ausstoßend, verspottete Gero, den Kaiser und die gesamte Armee, wissend, dass sie durch viele Beschwerden geschwächt waren. Gero wurde durch diese Äußerungen erzürnt, wie sein Temperament es erforderte: 'Morgen', sagte er, 'wird es zeigen, ob du und dein Volk stark seid oder nicht. Denn morgen, wenn wir aufeinandertreffen, werdet ihr es zweifellos sehen.' Gero, obwohl er bereits für viele bemerkenswerte Taten bekannt war, wurde nun überall als groß und berühmt gepriesen, weil er die Slawen, die Uchri genannt werden, mit großer Ehre besiegt hatte. Gero kehrte schließlich ins Lager zurück und berichtete, was er gehört hatte. Der Kaiser stand jedoch mitten in der Nacht auf und befahl, den Feind zum Kampf mit Pfeilen und anderen Waffen herauszufordern, als ob er den Fluss und das Sumpfland mit Gewalt überqueren wolle. Die Slawen hingegen, die dies als Bedrohung deuteten, einigten sich darauf, sich auf den Kampf vorzubereiten und verteidigten die Straße mit aller Kraft. Doch Gero baute zusammen mit seinen ruanischen Freunden, fast alleine aus dem Lager heraustretend, heimlich drei Brücken und schickte dann einen Boten zum Kaiser, der das gesamte Heer zurückrief. Als die Barbaren dies sahen, eilten sie ebenfalls herbei, um den Legionen zu begegnen. Inzwischen rannten die barbarischen Fußsoldaten einen längeren Weg und traten in den Kampf ein, aber erschöpft von der Anstrengung wichen sie schnell zurück und als sie zu fliehen versuchten, wurden sie sofort niedergemetzelt."[12] Stoignew wurde am 16 Oktober im Jahr 955 von Markgraf Gero in der Schlacht von Raxa getötet. Sein Bruder, Fürst Nakon, hat nicht in der Schlacht teilgenommen, überlebte ward Christ und führte die Federation der Abodriten an, die sich mit den Deutschen assimilierte. Die Nakoniden blieben in Mecklenburg, während mögliche Nachkommen von Stoignew wahrscheinlich zu ihren slawischen Stammesverwandten in Polen geflohen sind.[13] Es ist wahrscheinlich, dass dies der Fall ist, da der Name Stoignew bereits 60 Jahre später im Jahr 1015 auftaucht, als ein gewisser Stoignew als Gesandter des polnischen Königs zum deutschen Kaiser Heinrich geschickt wurde, um die Freilassung des Sohnes des Königs zu verhandeln, der von den Deutschen gefangen genommen wurde. Wahrscheinlich hätte er diesen sehr ungewöhnlichen Namen nicht getragen, wenn er nicht ein Nachkomme oder Verwandter des Fürsten Stoignew gewesen wäre. [14]


[1] Danske vikingekonger - én slægt med mange grene af Peter Lawætz (1940 - 2021) https://www.vikingekonger.dk/Vikingekonger%20HTML/Referencer/Referencer%20til%20Regnar%20Lodbrogs%20slaegt.htm

[2] Adam von Bremen I, 48. Adam von Bremen: Bischofsgeschichte der Hamburger Kirche. (= Ausgewählte Quellen zur Deutschen Geschichte des Mittelalters. Band 11). Übersetzt von Werner Trillmich. Freiherr vom Stein Gedächtnisausgabe: Darmstadt 1978, ISBN 3-534-00602-X, S. 137–499.

[3] Helmut Schröcke: Germanen – Slawen. Vor- und Frühgeschichte des ostgermanischen Raumes S 114.

[4] Knabenschuh Dieter. Amt Lenzen-Elbtalaue. Lenzener Elbtalaue Natürlich Sagenhaft! ISBN 3-930401-09-2 S 33.

[5] Scriptores Rerum Germanicarum In Usum Scohalrum ex Monumentis Germaniae Historicis Separatim Editi. Die Sachsengeschichte des Widukind von Korvei. Widukindi Editio Quinta. G. Waitz, K.A. Kehr, Paulus Hirsch. Hannover 1935 S S 53.

[6] Sven Rosborn. The Viking Kings golden Treasure. Exakta Print AB, Malmö 2021. ISBN 978-91-986780-1-7. S 128-129.

[7] Scriptores Rerum Germanicarum In Usum Scohalrum ex Monumentis Germaniae Historicis Separatim Editi. Die Sachsengeschichte des Widukind von Korvei. Widukindi Editio Quinta. G. Waitz, K.A. Kehr, Paulus Hirsch. Hannover 1935 S 130.

[8] Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 45 Friedrich Wigger, Bericht des Ibrahim Ibn Jaküb über die Slawen aus dem Jahre 973. (1880), S S 8.

[9] Vikingakungens Guldskatt, Svens Rosborn und Tomas Sielski 2021. ISBN 978-91-986780-1-7. S 325 i den Englischen Versionen. Excerpter aus Gesta Wulinensis ecclesiae pontificium, krönika för klostret i Wollin år 943, som omnämner ett invasionshot i Danmark vid kung Viljamur av Danmark, som fortfarande var ett barn flydde på grund av hotet av invasion från prins Stojgnews trupper.

[10] Scriptores Rerum Germanicarum In Usum Scohalrum ex Monumentis Germaniae Historicis Separatim Editi. Die Sachsengeschichte des Widukind von Korvei. Widukindi Editio Quinta. G. Waitz, K.A. Kehr, Paulus Hirsch. Hannover 1935 S 130.

[11] Scriptores Rerum Germanicarum In Usum Scohalrum ex Monumentis Germaniae Historicis Separatim Editi. Die Sachsengeschichte des Widukind von Korvei. Widukindi Editio Quinta. G. Waitz, K.A. Kehr, Paulus Hirsch. Hannover 1935 S 103.

[12] Scriptores Rerum Germanicarum In Usum Scohalrum ex Monumentis Germaniae Historicis Separatim Editi. Die Sachsengeschichte des Widukind von Korvei. Widukindi Editio Quinta. G. Waitz, K.A. Kehr, Paulus Hirsch. Hannover 1935 S 134. ”Sclavus barbarico more frendens et multa convicia evomens irrisit Geronem imperatoremque et omnem exercitum, sciens eum multis molestiis agravatum. Gero ad haec commotus, ut erat animi ardentissimi: Crastinus, inquit, dies declarabit, tu et populus tuus fortes viribus sitis an non. Cras enim nos vobiscum congredientes procul dubio videbitis. Gero denique, olim licet multis gestis insigniis clarus haberetur, iam tamen magnus ac celebris ubique predicabatur, eo quod Sclavos qui dicuntur Uchri cum magna gloria cepisset. Gero reversus in castra retulit quae audierat. Imperator vero de nocte consurgens iubet sagittis et aliis machinis ad pugnam provocare, et quasi vi flumen paludemque trancendere velle. Sclavi autem hesterna comminatione nichil aliud arbitrari ad pugnam pariter conspiravere, iter totis viribus defendentes. At Gero cum amicis Ruanis militario ferme uno a castris deschendens hoste ignorante tres pontes celeriter cunstruxit et misso nuntio ad imperatorem totum exercitum revocavit. Quo viso barbari et ipsi obviare legionibus contendunt. Pedites barbarorum dum longiorem viam currunt et certamen ineunt, fatigatione dissoluti militibus citius cedunt; nec mora, dum fugae presidium quaerunt, obtruncantur.  LV. Stoinef autem colle eminenti cum equitibus eventurum rei expectabat. Socios inire fugam cernens fugit et ipse, lucocue quodam cum duobus satellitibus repertus a viro militari, cuius vocabulum erat Hosed, certamine fatigatus armiscue nudatus capite caesus est.”

[13] Om Nakon och Stoignews öde, se t.ex. Baltische Studien. Gesellschaft für Pommersche Geschichte und Alterthumskunde. 22 Jahrgang. Stettin 1869. Die Luitzen und Obotriten S 309 ff.

[14] Scriptores Rerum Germanicarum In Usum Scohalrum ex Monumentis Germaniae Historicis Separatim Editi. Die Sachsengeschichte des Widukind von Korvei. Widukindi Editio Quinta. G. Waitz, K.A. Kehr, Paulus Hirsch. Hannover 1935 S 134. ”Sclavus barbarico more frendens et multa convicia evomens irrisit Geronem imperatoremque et omnem exercitum, sciens eum multis molestiis agravatum. Gero ad haec commotus, ut erat animi ardentissimi: Crastinus, inquit, dies declarabit, tu et populus tuus fortes viribus sitis an non. Cras enim nos vobiscum congredientes procul dubio videbitis. Gero denique, olim licet multis gestis insigniis clarus haberetur, iam tamen magnus ac celebris ubique predicabatur, eo quod Sclavos qui dicuntur Uchri cum magna gloria cepisset. Gero reversus in castra retulit quae audierat. Imperator vero de nocte consurgens iubet sagittis et aliis machinis ad pugnam provocare, et quasi vi flumen paludemque trancendere velle. Sclavi autem hesterna comminatione nichil aliud arbitrari ad pugnam pariter conspiravere, iter totis viribus defendentes. At Gero cum amicis Ruanis militario ferme uno a castris deschendens hoste ignorante tres pontes celeriter cunstruxit et misso nuntio ad imperatorem totum exercitum revocavit. Quo viso barbari et ipsi obviare legionibus contendunt. Pedites barbarorum dum longiorem viam currunt et certamen ineunt, fatigatione dissoluti militibus citius cedunt; nec mora, dum fugae presidium quaerunt, obtruncantur.” 

Ûbersetzung: ”Ein Slawe, auf barbarische Weise knirschend und viele Beleidigungen ausstoßend, verspottete Gero, den Kaiser und die gesamte Armee, wissend, dass sie durch viele Beschwerden geschwächt waren. Gero wurde durch diese Äußerungen erzürnt, wie sein Temperament es erforderte: 'Morgen', sagte er, 'wird es zeigen, ob du und dein Volk stark seid oder nicht. Denn morgen, wenn wir aufeinandertreffen, werdet ihr es zweifellos sehen.' Gero, obwohl er bereits für viele bemerkenswerte Taten bekannt war, wurde nun überall als groß und berühmt gepriesen, weil er die Slawen, die Uchri genannt werden, mit großer Ehre besiegt hatte. Gero kehrte schließlich ins Lager zurück und berichtete, was er gehört hatte. Der Kaiser stand jedoch mitten in der Nacht auf und befahl, den Feind zum Kampf mit Pfeilen und anderen Waffen herauszufordern, als ob er den Fluss und das Sumpfland mit Gewalt überqueren wolle. Die Slawen hingegen, die dies als Bedrohung deuteten, einigten sich darauf, sich auf den Kampf vorzubereiten und verteidigten die Straße mit aller Kraft. Doch Gero baute zusammen mit seinen ruanischen Freunden, fast alleine aus dem Lager heraustretend, heimlich drei Brücken und schickte dann einen Boten zum Kaiser, der das gesamte Heer zurückrief. Als die Barbaren dies sahen, eilten sie ebenfalls herbei, um den Legionen zu begegnen. Inzwischen rannten die barbarischen Fußsoldaten einen längeren Weg und traten in den Kampf ein, aber erschöpft von der Anstrengung wichen sie schnell zurück und als sie zu fliehen versuchten, wurden sie sofort niedergemetzelt."


Bild unten. Ahnentafel aus Osteuropäosche und ostasiatische Streifzuge. J. Marquard. Leipzig 1903. S 329. 



Die Namen der vermuteten Nachkommen von Stoignew, insbesondere die Namen Dirsico und Dirsicraus, die mehrfach in der Familie Dirsico-Stoignew vorkommen, auf eine mögliche Verwandtschaft mit dem älteren abotritischen Fürstenhaus hin, wo der Name Thrasko/Drazko kommt von in verschiedenen Formen. Möglicherweise stammen diese Namen mütterlicherseits in die Familie, als diesen Geschlecht in der Litteratur als Ausgestorben erklärt wurde. Die Namen Anadrog und Mizzidrog erscheinen nach Stoignew. Diese Namen enthalten im zweiten Teil den Namen, wie zum Beispiel Mizzi-drog (drago/trasko/dirsco).



Gnupa wird zusammen mit anderen christlichen slawischen Fürsten im Jahr 931 tributpflichtig. Dies deutet auch darauf hin, dass auch Stoignew Christ war, auf jeden Fall zu dieser Zeit, aber möglicherweise nach dem Verrat der Germanen im Jahr 954 vom Glauben abfiel, als sie versuchten, die Burg Krohn zu erobern, die Nakon und Stoignew erfolgreich verteidigten. Die Nachkommen von Stoignew sind aus der Liste der Nakoniden ausgeschieden, indem sie sich offensichtlich dem polnischen Fürsten unterwarfen. In dieser Hinsicht wurden die Familie Dirsco-Stoignew polnischen Grafen, behielten jedoch enorme Ländereien in Polen. Durch das Erbe in der Prignitz kehrten sie jedoch zurück nach 1231, nachdem sie ihre polnischen und schlesischen Erbgüter dem Kloster Lüben und die Johanniterorden geschenkt hätten.


[1] Ilisch, JMP 1997/8, nummer 23.15.

[2] Helmut Schrecke Germanen Slawen Vor- und Frühgeschichte des ostgermanischen Raumes. Panorama Verlag, Wiesbaden ISBN 3-926642-20-3 S 127.

[3] Mittlere Geschichte. Die politische Bedeutung der Elbslawen im Hinblick auf die Herrschaftsveränderungen im ostfränkischen Reich und in Sachsen von 887 bis 936 – Politische Skizzen zu den östlichen Nachbarn im 9. und 10. Jahrhundert Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Philosophischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster (Westf.) vorgelegt von Christian Hanewinkel aus Beelen 2004. S 91.

[4] Mittlere Geschichte. Die politische Bedeutung der Elbslawen im Hinblick auf die Herrschaftsveränderungen im ostfränkischen Reich und in Sachsen von 887 bis 936 – Politische Skizzen zu den östlichen Nachbarn im 9. und 10. Jahrhundert Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Philosophischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster (Westf.) vorgelegt von Christian Hanewinkel aus Beelen 2004. S 97.

[5] Knabenschuh Dieter. Amt Lenzen-Elbtalaue. Lenzener Elbtalaue Natürlich Sagenhaft! ISBN 3-930401-09-2 S 33.

[6] Scriptores Rerum Germanicarum In Usum Scohalrum ex Monumentis Germaniae Historicis Separatim Editi. Die Sachsengeschichte des Widukind von Korvei. Widukindi Editio Quinta. G. Waitz, K.A. Kehr, Paulus Hirsch. Hannover 1935 S S 53.

[7] Römisch Germanische Kommission des Deutchen Archäologischen Instituts Frankfurg A. M. Frühmittelalterliche Archäologie zwischen Ostsee und Mittelmeer. Band 4. Slawen an der unteren Mittelelbe. Beiträge zum Kolloquium vom 7 bis. 9 April 2010. Reichert Verlag. Wiesbaden. ISBN 978-3-89500-962-4. Felix Bierman. Die Schlacht bei Lunkini 929. S 152 f.

„Quinto obsidionis die venere custodes exercitum barbarorum non longe ess adnuntiantes, et quia nocte contigua inpetum in castra facere decrevissent […]. Interea dies transit, et nox solito tenebrosior cum ingenti pluvia adest nutu divino, quatinus consilium pessimum inpediretur barbarorum. Ut ergo iussum est, tota nocte illa armati erant Saxones […]. Orto autem sole – nam post I pluviam clara redit serenitas -, erectis signis procedebant castris. In prima quidem fronte legatus in barbaros inpetum faciens, sed cum pauci non prelaverent adversus innumerabiles, reversus est ad exercitum referens, quia barbari non plures haberent equites, peditum vero innumerabilem multidudinem et nocturna pluvia in tantum inpeditam, ut vix ab equitibus coacti ad pugnam procederent. Igitur sole cadente in humida vestimenta barbarorum, fumum ascendere fecit usque in caelum, spem fiduciamque prestans die populo, cuius faciei claritas atque serenitsas cirumfulsit illos. Igitur dato signo et exhortante legiones legato cum clamore valido irruunt in hostes. Cumque nimia densitate iter pertranseundi hostes non pateret, dextra laevaque ferro erumpentes, quoscumque a sociis secernebant, neci caban. Cumque iam bellum gravaretur, et multi hinc atque inde caderent, et adhuc barbari ordines tenerent, legatus collegam, ut legioni bus auxilio esset, expostulat. Ille vero prefectum cum quinquaginta armatis lateri hostili inmisit et ordines conturvabit; ex hoc caedi fuga eque tota die hostes patebant. Cum ergo per omnes agros caederentur, ad urbem vicinam fugere temptabant. Collega autem hoc eis precavente, proximum mare ingressi sunt, et ita factum est, ut omnis illa nimia multitudo aut gladio consumeretur aut in mari mergeretur. Nec peditum ullus superfuit, equitum rarissimus, deponiturque bellum cum casu omnium adversariorum. Ingens interea oritur laetitia ex recenti victoria […]. Postera autem luce movent signa urbi prefatae; urbani vero arma deponunt, salutem tantummodo deposcunt ac merentur. Inermes igitur urbe egredi iussi; servilis autem conditio et omnis pecunia cum uxori bus et filiis et omni supellectili barbaro rum regis captivitatem subibant. Cediderunt etiam ex nostris in illo prelio duo Liutharii et alii nobiles viri nonnulli. Igitur legatus cum collega et aliis principi bus Saxoniam victores reversi honorifice a rge sunt suscepti satique laudati, qui parvis copiis divina favente clementia magnicixam perpetraverint victoriam. Nam fuere qui dicerent barbaro rum ducenta milia caesa. Captivi omnes postera die, ut promissum habebant, obtruncati” (widukind von corvey i,36 [übersetzung nach e. rotter/b. schneidmüller]).

[8] Helmut Schrecke Germanen Slawen Vor- und Frühgeschichte des ostgermanischen Raumes. Panorama Verlag, Wiesbaden ISBN 3-926642-20-3 S 127.

[9] Christian Lübke: Die Beziehungen zwischen Elb- und Ostseeslawen und Dänen vom 9. bis zum 12.Jahrhundert : eine andere Option elbslawischer Geschichte ? in: Ole Harck, Christian Lübke (Hrsg.): Zwischen Reric und Bornhöved. Steiner, Stuttgart 2001, S. 23–36, hier S. 31.

[10] Sven Rosborn, The Viking Kings Golden Treasure. About the discovery of a lost manuscript, Harald Bluetoths Grave and the location of the fortress of Jomsborg. ISBN 978-91-986780-1-7-. Exakta Print 2021. S 325.

[11] Kurze Geschichte des Klosters St.Michaelis in Lüneburg. Ludwig Albrecht Gebhardi. Celle. 1857. S 7. (Als Quellen wurde angegeben: Imp. Ottonis Orig. Caps. Lüneb.1) Confirm. CaroliV. de An.1532. ib.2)

[12] Lüneburger Urkundenbuch. Wilhelm von Hodenberg. Siebente Abtheilung: Archiv des Klosters St. Michealis zu Lüneburg. Urkundenbuch des Klosters St. Michaelis. Heft I. Bis zum Jahre 1300. Hannover. 1860. S 3.

[13] Lenzener Elbtalaue, natürlich sagenhaft. Dieter Knabschuh. Ausgegeben von Amt Lenzen-Elbtalaue. 1994. S 119-120, 2 / Gerichtslinden und Thingplätze in Deutschland. Anette Lenzing. Die Blauen Bücher. S 60-61, 3: Der Streit um die Prignitz. Kreisverwaltung Perleberg. Kerstin Beck 1992 S 12. / Neue Sagen aus der Mark Brandenburg, Seite 26. Ein Beitrag zum Deutschen Sagenschatz von E. Handtmann, verfasst in Seedorf bei Lenzen a. Elbe zur Zeit der Sommersonnenwende 1883.



Generation 9 Kinder des Fürsten Stoignew I (G. um 890-900 † 955) Regiert 943-955, besaß u.a. Burg Krohn an der Elde 954-955 und Lenzen (bei Stavenow/Gorlosen/Mellen)

  1.           Selibur. Fürst der Wagrier. Geboren um 940. †  vor 983." Herrscher der Wagrier. Die ersten Erwähnungen der Wagrier und ihres Fürsten (subregulus) unter Nakon, Selibur 967/8 (Widukind III: ” LXVIII (68)) Es gab zwei Unterherrscher, die Herzog Hermann unterstanden und von den Stammesältesten ernannt wurden; einer hieß Selibur und der andere Mistav. Selibur herrschte über die Wagrier, während Mistav (Nakons Söhne) herrschte über die Abodriten”.[1]

 

Generation 10 Wohl Nachkommen von Selibur Fürst der Wagrier bekannt 967/8

  1.           Missidrog (Doppelname, Missi-Drog = Drasko/Tharsko/Dirsco) Fürst der Wagrier 983 (Adam. Brem. II 40 vgl. Widukind III 68, Thietmar II 14 (9)9.  Die Slawen waren Heiden aber die Fürsten der Abodriten und Wagriern waren Christ. Deshalb kommt mehreren s.g. Slawenaufstände auf. Z.b. 1018.
  1.            Stoignew II Geboren um 970 bekannt 1015. Wohl einen Sohn oder Nachkomme der Fürsten Selibur. Ging nach Polen und führt den Vornamen Stoignew weiter. Stoignew II erscheint als Ausgesandter von Herzog Bogislaw von Polen vor dem Kaiser Heinrich 1015 in Crossen, Schlesien. Stoignew wurde also wohl zwischen um 980 geboren. Stoignew könnte deshalb einen Sohn des Fürsten Stoignews sein. Nachdem der polnischen Herzogen Boleslav die wiederholten Aufforderungen des Kaisers ignoriert hatte und sich weigerte, die Lausitz zu übergeben, erklärte Kaiser Heinrich II. Polen den Krieg. Der Kaiser überquerte die Oder bei Crossen am 3. August 1014, musste jedoch den Vormarsch aufgeben, da die sächsisch-litauische Armee unter Herzog Bernhard und die böhmisch-bayerische Armee unter Udalrich nicht rechtzeitig ankamen. Auf dem Rückzug erlitt der hinterste Teil der sächsischen Armee eine Niederlage bei Bober. Miesco belagerte und griff Meißen an, das tapfer von den Bewohnern verteidigt wurde und nur durch die plötzliche Elbflut gerettet wurde, die Miesco zwang, sich schnell zurückzuziehen.[2] König Boleslav widersetzte sich den Merseburger Abkommen und beteiligte sich nicht an Kaiser Heinrichs Feldzügen. Er versuchte sogar, Zweifel zu säen, indem er betrügerische Botschaften an den Papst sandte, um Misstrauen zwischen ihm und dem König im Jahr 1014 zu schüren. Während Heinrich abwesend war, versuchte er auch, den Herzog von Böhmen, Udalrich, von seiner Treue zum deutschen König abzubringen, indem er durch seinen Sohn Miesco auf ihn zukommen ließ, um sich zu verständigen und gemeinsam allen Feinden zu widerstehen, vor allem dem Kaiser. Aber Udalrich hielt Miesco in Böhmen gefangen. Als der Kaiser zurückkehrte, verlangte er, dass der polnische Prinz ausgeliefert würde. Zuerst weigerte sich Udalrich, eine so wertvolle Geisel herauszugeben, die ihn vor polnischen Feindseligkeiten schützte, aber er gehorchte einem zweiten Befehl, als der Kaiser deutsche Unterstützung im Falle eines polnischen Angriffs versprach. Bolizlavus seinerseits war zufrieden, als sein Sohn zurückgegeben wurde, und dankte dem Kaiser durch Boten, während er gleichzeitig darum bat, dass diese zukünftigen Belohnungen für beide Seiten anerkennen sollte. Zu seiner Überraschung erfüllte der Kaiser nicht Boleslavs Hoffnungen, sondern versprach, die Angelegenheit auf einem Fürstentreffen in Merseburg (November 1014?) zu besprechen. Am 1. November unterzeichnete Heinrich in Merseburg (Stumpf 1636, siehe auch Ficker Urkundenlehre I, 339), wo er zusammen mit den Fürsten seine Entscheidung treffen würde. ”Hoc Bolizlavus ut audivitn non bene suscepit qualiterque filium in suam redigeret potestatem semper – revolvit, Thietm VIII 11 (VII 7) - c 12 (8) Ad condictum cesar ut venit locum cunctos optimates quid sibi de hac re esset faciendum, consuluit.” Entgegen dem Rat des Erzbischofs Gero, der auch die Zustimmung der Fürsten erhielt, entschied der König, den Sohn freizulassen und ihn ehrenhaft zu seinem Vater zu begleiten. Sowohl der Sohn als auch der Vater wurden zu dem Versprechen aufgefordert, "dass sie dem Kaiser keinen weiteren Schaden zufügen würden und dass ihre Freunde nicht getäuscht werden dürfen". Das Versprechen wurde gegeben, aber nicht eingehalten. Wahrscheinlich als Ergebnis davon richtete der Kaiser von Pöhlde aus, wo er Weihnachten feierte, die Aufforderung an den Herzog von Polen, sich zu Ostern 1015 in Merseburg vor ihm einzufinden. Boleslav schickte vermutlich als Antwort auf die Einladung einen Gesandten namens Stoignew zu dem Kaiser, um Anfang 1015 im westlichen Teil des Reiches den Streit mit den Brüdern seiner Frau beizulegen. Markgraf Hermann von Meissen, sein Schwiegersohn, soll im Februar 1015 bei Thietmar in Frankfurt gewesen sein, um Gnade für seine Verwandten zu erbitten, wo Kaiser Heinrich und mehrere Fürsten bei einer feierlichen Hofversammlung Gutd waren, bei der ein Grenzkonflikt zwischen Eichstätt und Bamberg gelöst wurde. Die vollständige Lösung des Konflikts fand jedoch erst auf dem Reichstag in Aachen statt (siehe auch 1017, S. 223, Nr. 1). Boleslav selbst war jedoch abwesend bei dem Treffen in Merseburg, bei dem der Kaiser laut Thietmar am Mittwoch vor Ostern, dem 6. April, eintraf, da Stoignew absichtlich etwas anderes berichtet hatte, als der Kaiser befohlen hatte. Stattdessen kamen sein Schwiegersohn Markgraf Hermann von Meissen und Stoignew zusammen und präsentierten neue Vorschläge. Doch der Kaiser durchschaute Stoignews List (es wurde bewiesen, dass Stoignew falsch berichtet hatte und Verwirrung vor dem Kaiser und den Fürsten gestiftet hatte) und Thietmar bestand darauf, dass der Herzog anwesend sein sollte. Boleslav wurde erneut vom Kaiser aufgefordert, sich zu verteidigen oder seinen Ungehorsam zu korrigieren (siehe Kapitel 4, am Anfang). Er weigerte sich, vor dem Kaiser zu erscheinen, forderte jedoch, dass diese Angelegenheiten vor seinen eigenen Fürsten behandelt werden sollten. Zum dritten Mal wurde eine Einladung an Boleslav gesandt, diesmal mit einem klaren Befehl, die Ländereien gemäß den Quedlinburg-Annalen im Jahr 1015 zu übergeben. Der Kaiser beschloss auch, eine Delegation zu Boleslav zu schicken, um die Gebiete, die er erobert hatte, zurückzugeben. Boleslav antwortete stolz wie gewohnt und erklärte, dass er nicht nur sein eigenes Territorium behalten wolle, sondern lieber die anderer plündern werde. Verärgert über diese Antwort bereitete er sich auf den Krieg vor und rief viele tapfere Männer zu den Waffen, mit denen er die Grenzen Polens erreichte. Anfang Juli begann der Feldzug, nachdem der Kaiser nach Magdeburg gereist war und den heiligen Mauritius um Schutz gebeten hatte (Thietmar VIII 16 VII 11). Danach setzten sie ihren Zug mit ihrem Heer fort und erreichten den Ort Sclancisvordi in der Nähe von Scheltz in der Lausitz (I 55). Laut Kurzen setzten sie ihren Weg fort nach Kunzewerda in der Nähe von Torgau und überquerten die Furtmühle an der Grenze zwischen Trossin und Meltitz. Von dort aus setzten sie ihren Marsch mit dem gesammelten Heer fort und verursachten erheblichen Schaden für die örtliche Bevölkerung und den Markgrafen Gero (8. Juli).


[1] Osteuropäische und ostasiatische Streifzuge. Ethnologische und historisch-topographische Studien zur Geschichte des 9. Und 10. Jahrhunderts (ca 840-940). Königl. Akademie der Wissenschaften zu Berlin. J. Marquart. Verlag Theodor Wecher, Leipzig 1903. S 329.

[2] ”Erneuerung des Krieges gegen Boleslav von Polen Nachdem Boleslav die wiederholten Ladungen des Kaisers unbeachtet gelassen und die Herausgabe der Lausitzen verweigert hat, kündigt ihm Heinrich II. den Krieg an. Er überschreitet bei Crossen die Oder (3 August) muss aber den Vormarsch aufgeben, weil das sächsisch-liutizische Heer unter Führung Herzog Bernhards und das böhmisch-bayrische Heer unter Udalrich nicht rechtzeitig eintreffen. Auf dem Rückzug erleidet der Nachtrab des sächsischen Heeres am Bober eine Niederlage. Miesco belagert und bestürmt Meissen, das von den Bewohnern tapfer verteidigt und nur durch das plötzliche Steigen der Elbe, das Miesco zu schleunigem Rückgang nötigt, gerettet wird. Not a –”

Generation 11 Kinder von Mizzidrog/Dirsico oder Stoignew II.

  1.        Sedericus (Sigtrygg) Fürst der Wagrier? G. um 980? Fürst nach 1021. „Einen zweiten Slawenfürsten namens Sedericus nennt Adam II 58 zu der Zeit als Erzbischof Unwan von Bremen im Verein mit dem Herzog Bernhard das Zerstörte Hamburg wiederherstellte und die Slawenmission von neuem organisierte, und zu diesem Zwecke auch mit dem König Knut von Dänemark in freundschaftliche Beziehungen trat (nach 1021). Dieser Sedericus oder Sigtrygg mag ein Fürst der Wagrier sein, der mit ihm genannte Uto wird später (II 64) als Sohn des Mistwoi und schlechter Christ bezeichnet, war also ohne Zweifel Fürst der Abodriten. Bei Saxo Grammatticus, der ihn im gegenteil als höchst eifrigen Christen bezeichnet, führt er den slawischen Namen Pribignew. Sein Sohn war der bekannte Apostat Gottschalk (Saxo Gramm. P 523 er. Müller). Anstelle des Sedericus erscheinen bei Adam II 64 neben Uto als Fürsten der Winuli Gneus et Anatrog, beide als Heiden bezeichnet. Ersteres ist offenbar nur der zweite Teil eines slawischen Namens wie Stoignew, Pribignew etc. Beide werde dann abermals II 69 in Gemeinschaft mit einem dritten Fürsten Ratibor zur Zeit des Erzbischofs Beschelin (1035-1045) als diesem wie dem Sachsen herzog dienstbar bezeichnet. Ratibor war Christ und wurde von den Dänen ermordet. Wahrscheinlich haben wir auch ihn als Fürsten der Abodriten, die beiden andern, Gneus und Anatrog, als Fürsten der Wagrier zu betrachten.“[1]
  2.        Siegfried. Wohl geboren um 990-1000. † um 1020-1025 ermordert als „Jüngling“. Erzogen zusammen mit den Abodriten Fürsten Gottschalk (geb. um 1000 † 1066 im Kloster zu Lenzen, ein nachkomme Stoignew I:s Bruder Nakon fürst der Abodriten). Es gab einen guten rational, für den Deutschen Erobern, den Kindern des Wendischen Fürsten, im Christlichen Glauben aufzuziehen. Dies geschah in der Tat, in der Kloster zu Lüneburg ab dem Jahr 956. Den Grafen Hermann Billung, welcher zum Unterschied von anderen gleichzeitigen Namensverwandten Hermann Billings Sohn genannt ward, entschloss sich, ein neues Grenz Schloss gegen die Wenden auf dem Kalkberge in Lüneburg anzulegen um 951, und in demselben „ein Kloster von Benediktinern zur Erziehung tüchtigen Missionaren und zur Schule für wendische Kinder zu stiften“. Dieses geschah vor dem Jahre 956. Kayser Otto billigte seinen Vorsaß und bewies sich sehr gnädig und milde gegen die neue Stiftung, denn er schenkte derselben 956 am 13. Aug. den Sülzzoll in Lüneburg.[2] [3] Die Schule im Kloster in Lüneburg, die Siegfried besuchte, wurde also mit dem Ziel gegründet, die slawischen Kinder zu christianisieren, und entstand im Zusammenhang mit dem Sieg der Germanen über die Abodriten in der Schlacht bei Raxa 955. In der Sage Roswitha von Mellen wird beichtet: ”Ûber das Hünengrab bei Mellen gibt es eine Sage wie findet sein Hintergrund in Mellen. Hier am "Hünengrab" hat sich das traurige Schicksaal des im Christenglauben erzogenen slawischen Fürstensohnes Siegfried erfüllt, der von seinem heidnischen Nebenbuhler ermordet worden war. Zur Slawenzeit gab es in der Prignitz kein schöneres Mädchen als Roswitha, die Tochter des Herren auf Mellen, Ludowin. Dieser war ein wohlhabender und einflussreicher Mann, gehörten Ihm doch viele in Kriegszügen erbeutete Schätze. Doch eines fehlte Herrn Ludowin: ein Sohn, der alles hätte erben und weiter führen können. Missmutig war dieser darüber und beschloss als Heide und erbitterter Feind der Christen, das seine einzige Tochter Roswitha nur einen Heiden zum Mann bekommen sollte. Inzwischen war die Kunde von der Schönheit des Mädchens durch die Lande gegangen und hatte Freier von nah und fern angelockt. Doch dem gestrengen Vater gefiel nur einer, es war Jagomir, der Sohn des Häuptlings Dragid, ein Heide, aber zugleich ein wilder Raufbold. Unverzüglich versprach Ludowin dem Christenfeind seine Tochter zur Frau. Roswitha konnte dagegen an dem wilden keinen Gefallen finden, schon längst hatte sie Ihr Hertz an Siegfried, dem Sohn des Herrn von Stavenow verloren. Dieser war alles andere als ein Heide: erzogen im christlichen Kloster zu Lüneburg, hegte Siegfried einen tiefen Abscheu gegenüber jeglicher Grausamkeit. Längst war dies süße Geheimnis dem Rauhen Jagomir hinterbracht worden, der seitdem nur noch einen Gedanken kannte:  seinen vermeintlichen Nebenbuhler auszuschalten. Die Gelegenheit dazu ließ nicht lange auf sich warten. Eines Abends traf sich das Liebespaar außerhalb des Dorfes, um zu einem Spaziergang zum Rambower See aufzubrechen. Doch nach wenigen Schritten stürzte eine dunkle Gestalt aus dem Gebüsch. Jagomir war´s, der sich mit einem Messer in der Hand, auf den Ahnungslosen Siegfrid warf und Ihn auf der Stelle erstach. Siegfried wurde an der Stelle, an der er ermordet worden war, begraben.  Ihm zu Gedenken wurde ein Grabmal errichtet: man hat dazu die Größten Steine genommen, die weit und breit in der Gegend zu finden waren. Und Roswitha? Siegfrieds Tod hat sie nie verwinden können, sie verlor den Verstand, welkte dahin und wurde wenig später an Siegfrieds Seite begraben. An Jedem Jahrestage von Siegfrieds Tod kann man sie sehen: es ist eine weißgekleidete Gestalt mit blassem Gesicht, die auf dem Hünengrabe sitzend, wehklagend nach dem Geliebten ruft.[4] In ein anderen version der Legende, soll Siegfried, dem Sohn der Herrn Auf Stavenow, zusammen mit dem Christlichen Fürsten Gottschalk im Kloster Lüneburg erzogen sein. Er wurde mit dem Fürsten Gottschalk im Kloster erzogen. Gottschalk starb 1066 und wurde ermordet in Lenzen. Eine andere Version von der Sage lautet: Zur Wendenzeit gab es in der Prignitz kein Schöneres Mädchen als Roswitha, die Tochter des Herrn Ludowin von Mellen. Er war reich am Land und Leuten und vielen erbeuteten Schätzen. Aber er hatte keinen Sohn, der alle diese Güter und Schätze hätte erben und vermehren können. Darüber war er sehr missmutig, und weil er ein Heide und erbitterter Feind der Christen war, so schwur er, er wolle seine Tochter nur einem Heiden zum Weibe geben, er müsse aber ein tapferer Mann und Sohn eines häuptlings sein. Daher fand von all den vielen Freiern, welsche sich einfanden, nur einer Gnade vor Ludovins Augen: Jagomir, der Sohn des Häuptlings Dragid, ein Held von wilder Tapferkeit und ein Feind der Christen. Ludiwin versprach ihm seine Tochter zum Weibe. Doch Roswitha hatte keinen Gefallen an diesem wüsten Gesellen; ihr Herz gehörte Siegfried, dem Sohne des Herrn auf Stavenow. Er war mit dem Edlen Wendenfürsten Gottschalk im Kloster zu Lüneburg erzogen worden und hatte unter ihm in tapferen Kämpfen Ruhm gewonnen. Als Christ verabscheute er die Grausamkeiten seiner Stammesgenossen. Seine Güte und Schönheit hatten ihm Roswithas Liebe erworben. Dergleich bemühte sich daher Jabomir um ihre Gunst. Er fand bald die Ursache heraus und trachtete nun Siegfried nach dem Leben. Als dieser eines Abends mit Roswitha in traulichen Geplaudern am Rambower See spazieren ging, stürzte plötzlich der mordgierige Heide aus dem Gebüsch und erstach den wehr- und ahnungslose Siegfried. In den Armen seiner Braut hauchte der edle Jüngling sein Leben aus. Roswithas gellendes Geschrei rief die Dienerschaft herbei, die sie und den Toten ins Haus vom Leichnam des Geliebten, und als man sie schließlich mit Gewalt entfernte, stellte sich heraus, dass sie den Verstand verloren hatte. Siegfried wurde auf der Stelle begraben, wo er ermordet worden war. Weil Freund und feind ihn wegen seines edlen Wesens geachtet hatten, wurde ihm ein fürstliches Grab bereitet, zu dem die größten Steine herbeigeschleppt wurden, die zu finden waren. Roswithas leben war fortan der Trauer um den Geliebten geweiht. Tagein, tagaus ging sie zu seinem Grabe und rief mit erschütternden Klagelauten nach ihm. Schnell welkte sie dahin. Sie wurde an Siegfrieds Seite begraben. Noch heute aber erscheint sie an den Jahrestagen von Siegfrieds Tode, und Landsleute sahen sie im Mondschein im weißem Totengewande mit blassem Geschichte auf dem Hünengrabe sitzen.[5]

   

Generation 11 Kinder von Stoignew II

  1.        Dirsico I. G. um 1005. † um 1070? Wohl einen Sohn der im Jahr 1015 Stoignew II:s ausgesandt vom Polenkönig zu Kaiser Heinrich sein. Dirsico wurde ernennt im Jahr 1028 als er erhielt 4 Königliche Hufen vom Kaiser Conrad II in Chotici, nach der Slawenzeit, wurde es Göttwitz genannt.[6] [7] Möglicherweise, ging er zu Kaiser Conrad II nach den Grossen Slawenauftstand im Jahr 1018. Die Slawen waren Heiden und die Fürsten der Abodriten und Wagriern waren Christ.

 

Generation 12 Kinder von Sederich/Sigtrygg Christlichen Fürsten der Wagrier nach 1021.

  1.        Gneus (Stoi-gnew?)  Geboren um. 1000-1025? Fürst der Wagrier? In Gemeinschaft mit den Fürsten Ratibor zur Zeit des Erzbischofs Beschelin (1035-1045) als diesem wie dem Sachsen herzog dienstbar bezeichnet. Ratobor war Christ und wurde von den Dänen ermordet. Wahrscheinlich haben wir Ratibor als Fürsten der Abodriten, die beiden andern Gneus und Anatrog als Fürsten de Wagrier zu betrachten.[8]
  2.        Anadrog. (Drasco/Thrasco/Dirsco). Geboren um 1000-1025? Bekannt 1035-1045.

 

Generation 13 (Kinder von Gneus, Anadrog/Generation 12 Kinder von Dirsco I). Besitzer der Gebiete Circuitus Dirsicrai, Gassava, Contratovo, und des See Golsen.

  1.        Dirsico/Dyrsk II Geboren um 1050-1080. Erwähnt in Pommern 1143, Am 28. April 1143 wird berichtet, dass Herzog Mesco III (1126 + 1202 in Kalisz) von Polen das Kloster Trzemeszno in seinen Schutz nimmt und die Schenkung bestätigt, die von den Führern und Soldaten in Polen zur Unterstützung des gleichen Klosters gemacht wurden. Graf Dirsicarius schenkte dabei die Dörfer Gassava und Conratovo mit dem Golse-See und all seinen Privilegien.[9]

Wendenkreuzzug 1147.

1147 Kreuzzug gegen die Wenden an der Ostsee. Im Jahr 1147 kam es am 5. Tag des Kalenden im November mittags zu einer Sonnenfinsternis. Konrad der König mit I Velpon und Friedrich als Anführern und vielen anderen Bischöfen und Grafen. Er unterzeichnet das Kreuz für viele der Gläubigen Christi, deren Zahl teilweise 600.000 betrug. Er befahl den Jerusalemern, aufzubrechen; aber nach der Tradition des Königs von Griechenland XVTTT Tage in allen Orten in die Wüste vertrieben, starben sie größtenteils an Hunger und Durst, außerdem an den Heiden von Turei. Da sie von Arbeitskräften umgeben waren, wurden die meisten von ihnen getötet. Auch Ludwig, König von Frankreich, 60.000 in Nachdem er bei dieser Expedition ums Leben gekommen war, kehrte er mit einigen wenigen zurück. Bernhard hatte diese Aktion vorangetrieben Abt von Clarevales, der zu dieser Zeit seine Blütezeit erlebte. Im selben Jahr unterzeichneten zahlreiche Menschen dagegen. Er ging zu den im Norden lebenden Heiden, um sie dazu zu bringen, sich der christlichen Religion zu unterwerfen oder sie würden sie ganz zerstören. Der Anführer dieser Expedition war Friedrich, Erzbischof von Magdeburg. Bischof, Rodolphe von Halverstad, Werner von Monasterio, Reinhard von Mersenburg, Wikerus von Brandenburg, Anshelmus von Havelberg, Bischof Heinrich von Mähren, Wibolt, der Abt von Qorbej, Conradus, der Marquis, Adelbert, der Marquis, Friedrich der Pfalz der Graf, Hermannus der Pfalzgraf, mit vielen anderen, deren Zahl 1/10.000 betrug. In einer anderen Gruppe waren die Anführer derselben Expedition Albertus, Erzbischof von Bremen, Dietmarus, Bischof von Verden, Heinrich Herzog von Sachsen, Konrad Herzog von Burgund, Hart ein edler Häuptling mit 40 anderen vornehmen Männern; ebenso der König von Dacia mit hundert seiner Provinzialen mild, Bruder auch des Führers der Polen mit 20 mild. Darüber hinaus die Seestreitkräfte des Heeres Mit ihnen zogen die Antianer, die Kolonien und das Flandern in das Land der Heiden ein Sie nahmen eine bestimmte befestigte Stadt namens Utixibona ein, allerdings unter großen Schwierigkeiten. nachdem er zweihundert sanfte Heiden getötet hatte und D.[10]


[1] Osteuropäische und ostasiatische Streifzuge. Ethnologische und historisch-topographische Studien zur Geschichte des 9. Und 10. Jahrhunderts (ca 840-940). Königl. Akademie der Wissenschaften zu Berlin. J. Marquart. Verlag Theodor Wecher, Leipzig 1903. S 325, 329.

[2] Kurze Geschichte des Klosters St.Michaelis in Lüneburg. Ludwig Albrecht Gebhardi. Celle. 1857. S 7. (Als Quellen wurde angegeben: Imp. Ottonis Orig. Caps. Lüneb.1) Confirm. CaroliV. de An.1532. ib.2)

[3] Lüneburger Urkundenbuch. Wilhelm von Hodenberg. Siebente Abtheilung: Archiv des Klosters St. Michealis zu Lüneburg. Urkundenbuch des Klosters St. Michaelis. Heft I. Bis zum Jahre 1300. Hannover. 1860. S 3.

[4] Lenzener Elbtalaue, natürlich sagenhaft. Dieter Knabschuh. Ausgegeben von Amt Lenzen-Elbtalaue. 1994. S 119-120, 2 / Gerichtslinden und Thingplätze in Deutschland. Anette Lenzing. Die Blauen Bücher. S 60-61, 3: Der Streit um die Prignitz. Kreisverwaltung Perleberg. Kerstin Beck 1992 S 12. / Neue Sagen aus der Mark Brandenburg, Seite 26. Ein Beitrag zum Deutschen Sagenschatz von E. Handtmann, verfasst in Seedorf bei Lenzen a. Elbe zur Zeit der Sommersonnenwende 1883.

[5] Prignitzer Sagen und Geschichten Zum Besten des Alt:Wandervogels, Ortsgruppe Havelberg. Bearbeitet und herausgegeben von Seminarlehrer Heuer, Havelberg. Adolf Einken, Pritzwalk 1922. S 13 ff.

[6] (LS) Data VII kalendas Iunii indictione XI anno dominice incarnationis millesimo XXVIII anno autem domni Chuonradi secundi regni IIII imperii vero II Actum Trytimauni feliciter. Nach dem Or. im Archiv zu Dresden.“

[7] Die Reichskanzler vornehmlich des X., XI. und XII. Jahrhunderts, Dr Karl Friedrich Stumpf-Brentano. Band 3. Acta Imperii, inde ab Heinrico I. ad Heinricum VI. Usque ADHUC INEDITA. Insbruck 1865-1881.S 46.

[8] Osteuropäische und ostasiatische Streifzuge. Ethnologische und historisch-topographische Studien zur Geschichte des 9. Und 10. Jahrhunderts (ca 840-940). Königl. Akademie der Wissenschaften zu Berlin. J. Marquart. Verlag Theodor Wecher, Leipzig 1903. S 325.

[9] Trzemeszno. Rzyszczew. Myczków. Cod. diplom. Polon. II., Nr. 436.

[10] Pommersches Urkundenbuch. Bd. 1. Abt. 1, 786-1253 : Regesten, Berichtigungen und Ergänzungen zu Hasselbach's und Kosegarten' s Codex Pomeraniae diplomaticus. Stettin 1858.  S 15.

    Generation 14 Kinder von Dirsico/Dyrsk II Geb. um 1050-1080. † Nach 1143, vor 1177

  1.        Jaromar Germarus/Geromar Dirskviz, Dirskouitz, Castellan zu Demmin ni Pommern PUB (1175) 41. (1180) 59. (1182) 68. (1187) 82. (1189) 90. (1214) 123. (1215) 126. Vater: Dyrsk (1175).[1]       
  2.        Dirsicraus III Stoignew. Im Jahr 1177 wird Dirsicraus in Schlesien, in der Nähe von Goldberg erwähnt. (Vgl. Michael von Stabenow I und II in Lehnhaus, wo auch Michael II von Stavenows Grabstein seit 1591 erhalten ist, während sein Vater aus Goldberg stammte. Lehnhaus war die Lehnsburg in der Gegend). Von den Ortsnamen in Jauer finden wir Lehnhaus (Wlan), Probsthain, Röchliz, Seichau, Schlaup, die früh und relativ oft in Dokumenten vorkommen, während andere Orte wie Jauer, Prosten, Poischwitz erst spät und selten erwähnt werden. Wir finden Landesburg Lähn erstmals in einem Schutzbrief von Papst Hadrian VI., datiert auf den 23. April 1155. Ein Dokument von 10.7. 1206 nennt "Len" als Herausgabeort. Der erste deutsche Beamte dort ist Vogt Martin im Jahr 1261 (Reg 1091). Die Marienkirche in Lähn ist seit 1217 dokumentiert. Sie war die polnische Gemeindekirche des Bezirks, die damals noch vollständig polnisch war und deren Bewohner noch 1226 Zinsen in Grauwerk zahlten (Stenzel, Bisthumsurk. s. 4).[2]  1177 Beachten Sie, dass das Gebiet Schlauper Bezirk, laut der unten auf Latein genannten Urkunde, "Circuitus Dirsicrai" genannt wird, das heißt das Gebiet von Dirsicraus. Dies bezieht sich sicherlich auf den auf der vorherigen Seite 1028 erwähnten Dirsicraus. Er besaß vermutlich Land von Ostpolen bis Schlesien und Meißen und muss daher sehr einflussreich und wohlhabend gewesen sein. „1177 Apr 26 6 Kal. Maji ind. 10. In metropoli Knizen (Gnesen). – Misico, Herzog von ganz Polen bestätigt auf Bitten des Abts Florentius von Leubus, unter Zustimmung der Mönche, sowie des Schirmvogts der Abtei, des Herzogs Boleslaw, die von Gebrüder Konrad und Moyco Söhne des Stoygnew, erlangte Eintauschung des Gutes Zlup (Schlaup bei Jauer), Zeugen: Herzog Boleslaw, Herzog Kasimir, Herzog Mesco der Jüngere, Herzog Lizstek (Lesko), Zisdek, Erzbischof v. Gnesen, Lupus, Bischof von Masovien, Ciro(s)laus Bischof v. Breslau, Lodimir, Sira, Habraham, Jawor, Stoinir, Stephanus, Pribezlaus, Adalbertus, Jaxon, Vizlaw, Marl, Bozota, Obezlau, Baram, Bars, Pomeranus, Et alii multi qui interfuerunt colloquio Knizenensi. Büsching 16. Mosbach Wiadomości 1. (48)“[3] Nach den Ordensvorschriften durfte ein Klosterhof (grangie) niemals weiter als eine Tagereise von der Abtei entfernt sein. Die Konversen waren Klosterleute mit Ordens männischem Charakter, also Laienbrüder, die dem Kloster als Landmann oder Handwerker auf den Klostergütern dienten, weil Mönche nicht außerhalb der Abtei leben durften. Konversen mussten vor Sonn-und Festtagen ins Kloster zu den Gottesdiensten und montags wieder zurückreiten. Das war von Protzan und Bogenau aus nicht möglich. Aus diesem Grund gab 1177 der Abt Florentinus die beiden Dörfer Bogenau und Protzan an die Söhne eines Adligen namens Dirsicraus-Stognew und erhielt dafür von ihnen den Schlauper Bezirk (circuitus Dirsicrai), ein ausgedehntes, spärlich besiedeltes Waldgebiet bei Liegnitz, Jauer und Neumarkt. Das Gebiet war zu Pferd vom Kloster Leubus schneller erreichbar als Bogenau und Protzan. Doch auch die Söhne des Dirsicraus-Stognew müsse von dem Tausch einen Vorteil gehabt haben. Von dem Tauschgeschäft berichtet eine Urkunde vom 26.April 1177 (†) in welcher beide Orte mit den slawischen Bezeichnungen als „Bogunowo“ und „Dobrogoztowo“ genannt werden. Diese Urkunde wurde von Herzog Mesko, Herrscher über Ratibor-Oppeln und Teschen, bestätigt. Mesko hatte ein Jahr zuvor seinen Bruder Herzog Boleslaus aus Besitzneid im Bunde mit dem Senior Mesico dem Alten vertrieben und sich zum alleinigen Herrscher in Schlesien gemacht. Durch den neuen Großfürsten Kasimir erhielt Boleslaus der Lange kurze Zeit später sein schlesisches Teilgebiet zurück.[4] Der am 26. Apri1 1177 beurkundete und von Herzog Mesko bestätigte Tausch des Dorfes Protzan, wurde im Jahr 1202 durch den Neffen, Herzog Heinrich I., nochmals bestätigt. Bei der Bestätigung im Jahr 1202 wird Protzan allerdings auffallend als „Wzurocona" genannt, was etwa „wiedergegebenes Dorf" heißt. Einer der Dirsicraus-Stognew Söhne, die Protzan gegen Schlaup eingetauscht hatten, hieß wahrscheinlich Konrad und hatte zwei Söhne: aus erster Ehe Seteh‡und aus zweiter Ehe Stognew den Jüngeren. Konrad oder Stognew waren vermutlich Besitzer des Dorfes Protzan (Frankenstein) im Jahr 1202.[5]
  3.        Johannes I Dirskewitz (PUB I 66). Sohn zu Dirsco. Das wirt vermutet als er als Kastellan erwähnt, im selben Amt als Dirsico, 1176-80 (PUB I 84), 1187 (PUB 1106), 1215 (PUB 1167 dasselbe als MUB I 220). Außerdem ist er Zeuge bei verschiedenen Ausstellern in PUB 66, 90 (= MUB I 135), 116, 161).[6] Wohl Stammvater der Geschlecht Dirskewitz, und hat also dem Gut Dirskewitz (ein ortsnamen) wohl von dem Vater vererbt.[7] [8] erwähnt (KDS, Bd. I, Nr. 55). Siehe Dzirżykrajowice und Tabelle.

 

 

Generation 15: Kinder von Dirsicraus III Stoygnew III G um 1115-1140

  1.        Moyco I, 1177. Besitzt die Güter Bogenau (Bogowno) und Protzan (Dobrogoztowo) im Schlauper Bezirk, Kreis Frankenstein, sowie Waldbesitz bei Liegnitz in Schlesien.
  2.        Konrad I, 1177, 1202. Konrad wird 1202 als Besitzer des Gutes Protzan (Dobrogoztowo) im Kreis Frankenstein erwähnt.[9] Konrad, Bruder von Mojek (A. 28) und Stoigniew, Sohn von Dierżykraj (A. 8). Zusammen mit Mojek tauschte er das vom Vater geerbte Gut Słup gegen Bogunów und Zwrócona, die zum Kloster Lubiąż/Lüben gehörten (KDS, Bd. I, Nr. 59). Der Beweis, dass er der Sohn von Dierżykraj war, ist ein Auszug aus einem Dokument von Heinrich dem Bärtigen aus dem Jahr 1202: „Item Dirsicrai circuitum, quem filii eiusdem Dirsicrai sub patris mei et multorum eius nobilium testimonio Lubensibus pro duabus villis Bogunovo et Wzurocona bona volúntate commutationem" (KDS, Bd. I, Nr. 91). Konrad wird wahrscheinlich als Zeuge in einem Dokument von Bolesław dem Hohen, Grodziec, 21. März – 31. August 1175,[10]
  3.        Stoigniew IV, Bruder von Moyco/Mojek und Konrad.[11]
  4.        Domanus I / Dahmen/Adam. Genannt als Zeuge in einer Urkunde bei Cracow aus dem Jahr 1220, in der ein Graf Budziwoj seine Rechte auf das Dorf Glewa zugunsten von Mikołaj aufgibt, dessen Vater Polanin dieses Anwesen von Wison erworben hat. Aus dem Original. In der Übersetzung lautet die Urkunde: ”Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Im Jahr zweitausendzweihundertzwanzig nach der Inkarnation unseres Herrn Jesus Christus, als Richter Marco, der Palatin von Krakau, die Frage zwischen Herrn Nicolaus, Sohn des Polanini, und seinem Bruder, vom Grafen Budiuoyo und seinen Söhnen über sein Erbe, das Gleuo genannt wird, beurteilte, das sein Vater Polaninus seligen Angedenkens vom Grafen Uison erworben und friedlich besessen hatte, weil Graf Budiuoy behauptete, nicht an dem genannten Kauf beteiligt gewesen zu sein, obwohl Martin, der Vater von Poznan, daran teilgenommen und zugestimmt hatte. Nachdem über diese Frage ausreichend diskutiert worden war, betrachtete Graf Budinoy sein Recht als schwach, hauptsächlich weil Herr Nicolaus sich auf Verjährung berief, und auch der erwähnte Palatin sich für den Frieden einsetzte. In Anwesenheit von Poznań, dem genannten Sohn von Martin, verzichtete er auf den Verkauf und die erbliche Übertragung an Herrn Nicolaus und auf jedes Recht auf Klage, wobei er sich verpflichtete, Poznań ausreichend zu antworten, falls in Zukunft Fragen an Herrn N. zu diesem Thema auftauchten. Als Ausgleich dafür gab Herr Nicolaus zehn Mark reinen Silbers an Budiuoyo und seinen Söhnen zwölf Ellen bräunliches Tuch. Und damit diese Transaktion nicht in Zweifel gerät, forderten sie beide, dass dieses Dokument mit ihren Siegeln versehen wird. Die Namen der Zeugen sind: Der Palatin Marcus selbst, Budiuoyo mit seinen beiden Söhnen, Stres und Uison, der Tribun Predslau 6, Racibor, Sohn von Albert, Domanus, Sohn von Dirsierai 7, Andreas, Sohn von Sulconis, Martin Lucasouic, Borislau 10, der Schatzmeister, Michal, Sohn von Potreconis 11, Radeuanus, Sohn von Bodepori 12, Boguslaus 13, Sohn von Ramoldi, Petrus, Landvogt, Gedco, Unterkanzler des Herzogs, Petrus Rsucouic, Benec 14, Sohn von Poloni, Milo- 17 zlaus. Diese waren mit dem Palatin 15. Diese wiederum im Kapitel: Herr Dekan 16, Magister Benedikt, Doman 17, Ermannus 18, Aufseher, Troian, Gaudencius, Robert, Stephan, Sdislau, Martin 19, Alexander, Silvester 20, Laurencius, Henricus, Blaseus 21, Jakob”.[12]
  5.         Dirsico IX (II) Im Jahr 1168 wird Dirsico erwähnt als Kastellan in Demmin, zu dieser Zeit unter Pommern und Kasimir I (PUB I 51a).[13] Im Jahr 1173, 30 November wird Dirsico als Zeuge bei der Gründung des Klosters Dargun erwähnt, durch Berno, den Bischof von Schwerin. Der pommersche Herzog Kazimir, Prinz von Mecklenburg und Pommern, wird in dem Brief als Oberhaupt genannt.[14] Im Jahr 1175 nochmals erwähnt als Zeuge und Kastellan in einer Urkunde des Herzogs Kasimir I.[15] Im Jahr 1175 13 November verlieht Herzog Kasimir I von Pommern dem Kloster Grobe, das Dort Schlatkow im Gützkowschen Gutsbezirk, wobei „Dyrsk“ Castellanum von Dennim als Zeuge erscheint: „Demmin Triebsees Damgarten deckten drei grosse Handelsstrassen welche aus Meklenburg nach Pommern und nach der Fähre von Rügen führten. Die Hauptburg des pommerschen Antheils an „Leuticien“ die wichtigste Grenzfeste Pommerns das stete Ziel der sächsischen Heereszüge war Demmin. Diese Castellanei begriff die Provinzen Plote und Tolenze, nördlich und südlich der Tolense und einen Theil von Meklenburg, mit dem dieselbe grenzte. Als Otto v Bamberg auf seiner zweiten Bekehrungs reise, dem Usedomer Landtage beiwohnte auf welchem Wartislaw I und seine Barone die Einführung des Christenthums in Pommern beschlossen, war er auch in Demmin. Allerdings beharrten die Liutizen nordwärts der Peene noch beim Heidenthum. 1147 scheiterte vor Demmin der gegen die Wenden gerichtete „Kreuzzug“ Heinrich des Löwen und Albrecht des Bären. Von Heinrich dem Löwen 1163 besiegt, verbrannten die Pommern ihre Burg Demmin. Wenige Jahre später, sahen sich die Rügianer welche das Centrum der wendischen Macht an der Ostsee waren, gezwungen mit der Oberhoheit der Dänen das Christenthum anzunehmen. 1171 nahmen die Herzöge Casimir I und II und Wartislaw III ihr Hoflager in Demmin und nannten sich nach dieser Stadt. Die Castellane und Edle der Burg erscheinen nun öfter mit ihnen in Urkunden. Der erste uns bekannte Castellan von Demmin war Dirsko (1175-78). Unter ihm widerstand die Burg einem abermaligen Angriffe Heinrichs, 1177. Von 1178-89 war Dirsko's Bruder Johannes Castellan. Wir werden auf diese vornehme wendische Familie als älteste Landsleute der Natzmer, noch zurückkommen. Die Dirsko waren mit dem edlen „Budewoy“ verwandt. Dirskós und Johannes Zeitgenosse in Demmin war jener erste Natzmer: Dobeslaus (1174-88). 1208 war Nacmarus ein jüngerer Sohn des Dobeslaus, Castellan von Demmin; einer seiner Nachfolger war Rochillus. 1211 eroberte König Waldemar II von Dänemark die noch unbezwungene Burg. Den pommerschen Herzögen gehörte nur der südliche Theil von Vorpommern. Casimir heiratete Jaromars von Rügen Tochter Irmgard und wurde der Rückfluss bei Greifswald wieder wie früher die Grenze zwischen Pommern und Rügen. 1216-20 finden wir Dirsko II der den Ratiboriden Bartholomaeus von Stettin nach Danzig begleitete in Demmin als castrensis. Mit Dirsko III zog sich diese Familie zunächst nach Rügen an den Hof Wizlaf I zurück, 1237“.[16]1198 am 11.11 Schenkt Fürst Grimislaw von Pomerellen dem Johanniter Orden seine Burg Stargard an der Werke. Testes u.a. Dominus Dirsec und Bartholomeus de Stetin.[17] 1216 Wird Dirsico erwähnt als Zeuge unter Herzog Kasimir II von Pommerellen in einer Urkunde wo der Slawischen Edelmanns Radoslaw de Zarrentin (Mecklenburg) nach seinem Tod, den Dörfern Pankow und Teschow dem Kloster Dargun geschenkt habe. Den Dörfern lag zwischen Granzien und Pancowe.[18] Granzien war im Jahr 1345 in der Familie von Stavenow nach dem Lehnsbrief über Stavenow, dies Deutet an das Granzien möglicherweise Dirsiko gehörte zu dieser Zeit.


Generation 16: Kinder zu Dirsco IX (II)     

  1.        Johann II Dirskewitz (PUB I 66). G. um 1190. Sohn zu Dirsco. Es wirt vermutet, als er als Kastellan von Dennim erwähnt, im selben Amt als Dirsico, 1176-80 (PUB I 84), 1187 (PUB 1106), 1215 (PUB 1167 dasselbe als MUB I 220). Außerdem ist er Zeuge bei verschiedenen Ausstellern in PUB 66, 90 (= MUB I 135), 116, 161).  Stammvater der Geschlecht v. Dirskewitz, und hat also dem Gut Dirskewitz (ein Ortsnamen) wohl von dem Gut des Vaters vererbt. Johann Dirskewitz verkauft dem Kloster Arendsee seine Ansprüche auf Wargenthin.[19] 
  2.        Dirsko X (III) Geboren um 1200. ”Mit Dirsko III zog sich diese Familie zunächst nach Rügen an den Hof Wizlaf I zurück, 1237”, PUB Dirsik, Edler auf Rügen (1237) 258.(Vierteljahrsschrift für Heraldik Sphragistik und Genealogie, H Hildebrandt Hzl. S.A. Professor. XV Jahrgang. Berlin 1887 S 241-242.) [20] 1236 Wladislaw Odonicz v Polen schenkt Kl. Colbatz, Neumark Pommern dem Dorf Warsin. Bei Pyritz, Dirsecray erwähnt als Zeuge.[21] 1237 Fürst Wladislaw schenkt 6 Hufen in Gersdim dem Domstift in Riga, Dirsecray wurde als Zeuge erwähnt. [22]
  3.        Gotmar Dirskowitz 1233 18.5 Miroslawa und Barnim I von Pommern verlieht das Kloster Usedom das Dorf Bugewitz.  Zeuge Gotmarus Dirzeliz.  (PUB Bd 1 Abt 1. S 227)


[1] Pommersches Urkundenbuch PUB (1175) 41. (1180) 59. (1182) 68. (1187) 82. (1189) 90. (1214) 123. (1215) 126. Vater: Dyrsk (1175)

[2] Jauersche Fürstenthums Blätter Schlesiche Heimat. Monatsschrift für Heimatpflege der Stadt, des Kreises und des ehemaligen Fürstentums Jauer. Sonderbeilage zum Jauerschen Stadtblatt. Verlag von Th. Buresch. Nr 7 (76) Jauer, 26 Juli 1936. 7 Jahrgang. S 602 f.f.

[3] Codex Diplomaticus Silesiae. Vereine für Geschichte und Altertum Schlesiens. Siebenter Band. Regesten zur Schlesischen Geschichte. Erster Theil. Bis zu 1250. Josef Max & Comp. Breslau 1868. S 37.

[4] Geschichte des Dorfes Protzan, Doris Minale. S 8.

[5] Geschichte des Dorfes Protzan, Doris Minale. S 9.

[6] Heike Reimann. Der niedere Adel im Umfeld mecklenburgischer und pommerscher Fürsten zur Zeit beginnender deutschrechtlicher Veränderungen der Siedlungsstruktur in Mecklenburg und Westpommern (Ende 12.-1. Hälfte 13. Jahrhundert) S 507 not 40.

[7] Witz, eingedeutschtes, urspr. slawisches Suffix in Ortsnamen und davon abgeleiteten Familiennamen. Die Endung -witz (polnisch -owice, serbisch -ovići) ist eine Suffixverbindung mit -itz und kommt in Deutschland insbesondere bei ursprünglich sorbischen (dort auch -fitz, -vitz, -pitz) und polabischen sowie darüber hinaus auch bei anderen slawischen Ortsnamen vor. Es hat ursprünglich patronyme Funktion, verweist also auf den Gründer des Ortes oder zumindest eine wichtige, namensgebende Person des Ortes. Die Endung war in allen deutschsprachigen Gebieten Mittel- und Ostmitteleuropas verbreitet (Preußen, Schlesien, Böhmen, Mähren sowie Rumänien). Deutsches Ortsnamenbuch. Manfred Niemeyer. De Gruyter, Berlin/Boston 2012, ISBN 978-3-11-018908-7 S 293.

[8] Vierteljahrsschrift für Heraldik Sphragistik und Genealogie, Herausgegeben vom Verein Herold zu Berlin. Redigirt von Ad M Hildebrandt Hzl. S.A. Professor. XV Jahrgang. Carl Heymanns Verlag Berlin 1887 S 241-242.

[9] Geschichte des Dorfes Protzan, Doris Minale. S 9.

[10] Prace Wrocławskiego Towarzystwa Naukowego Travaux De La Société Des Sciences Et Des Lettres De Wrocław Seria A Nr 229. Marek Cetwiński Rycerstwo Śląskie Do Końca Xiii W. Biogramy I Rodowody. Zakład Narodowy im. Ossolińskich — Wydawnictwo. Wrocław 1982. S 13.

[11] Prace Wrocławskiego Towarzystwa Naukowego Travaux De La Société Des Sciences Et Des Lettres De Wrocław Seria A Nr 229. Marek Cetwiński Rycerstwo Śląskie Do Końca Xiii W. Biogramy I Rodowody. Zakład Narodowy im. Ossolińskich — Wydawnictwo. Wrocław 1982. S 13.

[12] Diplomata Monasterii Clarae Tumbae Prope Cracoviam. Zbiór dyplomów klasztorumogilskiego przy krakowie wydany staraniem i nakładem

c.k.towarzystwa naukowego krakowskiego.. w krakowie. drukarni uniwersytetu jagiellońskiego  1865. S 1.

[13] Heike Reimann. Der niedere Adel im Umfeld mecklenburgischer und pommerscher Fürsten zur Zeit beginnender deutschrechtlicher Veränderungen der Siedlungsstruktur in Mecklenburg und Westpommern (Ende 12.-1. Hälfte 13. Jahrhundert) S 507 not 41.

[14] Meklenburgisches Urkundenbuch - Band I 786-1250, Schwerin (1863) -, Nr. 115, S. 182. Sieh auch Pommersches Urkundenbuch. Bd. 1. Abt. 1, 786-1253 : Regesten, Berichtigungen und Ergänzungen zu Hasselbach's und Kosegarten' s Codex Pomeraniae diplomaticus, Stettin 1858 S 34. Cod No 34, und Cod No 33.

[15] Heike Reimann. Der niedere Adel im Umfeld mecklenburgischer und pommerscher Fürsten zur Zeit beginnender deutschrechtlicher Veränderungen der Siedlungsstruktur in Mecklenburg und Westpommern (Ende 12.-1. Hälfte 13. Jahrhundert) S 507 not 41.

[16] Vierteljahrsschrift für Heraldik Sphragistik und Genealogie, Herausgegeben vom Verein Herold zu Berlin. Redigirt von Ad M Hildebrandt Hzl. S.A. Professor. XV Jahrgang. Carl Heymanns Verlag Berlin 1887 S 241-242.

[17] Pommersches Urkundenbuch. Bd. 1. Abt. 1, 786-1253: Regesten, Berichtigungen und Ergänzungen zu Hasselbach's und Kosegarten' s Codex Pomeraniae diplomaticus. Stettin 1868. Robert Klempin. S 99.

[18] Pommersches Urkundenbuch. Bd. 1. Abt. 1, 786-1253: Regesten, Berichtigungen und Ergänzungen zu Hasselbach's und Kosegarten' s Codex Pomeraniae diplomaticus. Stettin 1868. Robert Klempin. S 131.

[19] Pommersches Urkundenbuch. Bd. 1. Abt. 1, 786-1253: Regesten, Berichtigungen und Ergänzungen zu Hasselbach's und Kosegarten' s Codex Pomeraniae diplomaticus. Stettin 1868. Robert Klempin. S 167.

[20] Vierteljahrsschrift für Heraldik Sphragistik und Genealogie, Herausgegeben vom Verein Herold zu Berlin. Redigirt von Ad M Hildebrandt Hzl. S.A. Professor. XV Jahrgang. Carl Heymanns Verlag Berlin 1887 S 241-242.

[21] Pommersches Urkundenbuch. Bd. 1. Abt. 1, 786-1253: Regesten, Berichtigungen und Ergänzungen zu Hasselbach's und Kosegarten' s Codex Pomeraniae diplomaticus. Stettin 1868. Robert Klempin. Cod Nr 239. S 458. 1237.

[22] Pommersches Urkundenbuch. Bd. 1. Abt. 1, 786-1253: Regesten, Berichtigungen und Ergänzungen zu Hasselbach's und Kosegarten' s Codex Pomeraniae diplomaticus. Stettin 1868. Robert Klempin. 1237 Cod Nr 250 S 257.

Generation 16 Kinder von Graf Konrad Stognew I, bekannt 1177-1202 (Machow)

  1.        Seteth Stognew † 1224, Kreuzritter, Johanniterorden. Kinderlos. Schenkt seinen Teil des Familienstammsitz Machow, eine Festung und eine kleine Stadt in Polen nahe der Grenze zur Ukraine, an den Johanniterorden. Keine Söhne. Dies ist die erste dokumentierte Schenkung an den Johanniterhospital in der Oppeln-Region, die die Übertragung des Eigentums in Machow durch den Kreuzfahrer Seteh beinhaltete, wie in einem späteren Urteil des Gerichts in Kazimierz in Oppeln im Jahr 1224 festgehalten. Das Schlesische Urkundenbuch enthält diese Aufzeichnung der Tat: Kazimierz, Herzog von Oppeln, erklärt, dass Stognev einen exklusiven Anspruch auf Machow gegenüber seinem Cousin Dirsicraus geltend gemacht hatte, aber Seteh, Stognevs Halbbruder, den Gütern den Brüdern des Hospitals in Jerusalem übertragen hatte, während er im Ausland diente. Stognev selbst erkannte auch dort seine Rechte vor dem Herzog und seinen Baronen an. Der Ursprung des Ordensstatus als Herrschaft in Machow sollte in den Bedingungen der ursprünglichen Schenkung des Familienbesitzes von Graf Stognew gesucht werden; durch diese wurde der Orden als Oberherr über das Eigentum etabliert. Dieser Besitzstatus, den den Johanniterorden nur in wenigen anderen Fällen innehatte, ermöglichte die Gewährung von Privilegien, die für eine kleine Stadt oder "miasteczko" angemessen waren.[1]
  2.        Werner Graf Stognew der Jüngere, 1220. Erwähnt am 22. November 1221 als Kastellan von Ratibor in Trebnitz.[2] Werner schenkt das Dorf Gossintin dem Kloster Lebus im Jahr 1221.[3] Im Jahr 1222 schenkt er das gesamte Gut Protzan bei Goldberg dem Kloster in Lebus. In Schlesien wird Graf Werner Stognew am 22. November 1221 erwähnt, als er von seinem Cousin Dirsicraus unter Eid gezwungen wurde, sein Erbe Macowe abzutreten, mit der Erklärung, dass er und seine Familie alle Güter, die sie in Schlesien erworben hatten, für immer Gott und dem Leubus-Kloster gaben. Graf Werner bezeugt vor den Mönchen in Leubus, dass das Dorf Bogunove durch Erbrecht seines verstorbenen Bruders Stognev ihnen gehört, da dieser es ihnen in seiner Gegenwart schenkte, so dass es nach dem Tod seiner Frau dem Kloster zufallen würde, wenn sie nicht wieder heiratet. Weiterhin wird berichtet, dass Stognew durch seinen Bruder Dirsicraus gezwungen wurde, einen Eid über die Güter von Macowe abzulegen, die er absolut nicht aufgeben wollte. In Anwesenheit des Ausstellers, der damals Palatin von Herzog Casimir von Oppeln war, erklärte D. dass seine Söhne und Verwandten niemals erben würden, sondern dass Gott allein sein Erbe erhalten würde (243 Vetter vergl. Cod. Dipl. Siles. VI. 113. Anm. 1.)[4]
  3.        Stoygneus IV - Einem Sohn von Graf Konrad. Erwähnt im Jahr 1231 in Goldberg, Schlesien. Am 6. Juni. Uraz (Auras) in die b. Vinc. episcopi. "Heinrich, durch die Gnade Gottes und des seligen Johannes, Herzog von Schlesien, bezeugt, dass Stoygneus, der Sohn von Graf Konrad, das Gut Bogunowo und die Hälfte von Vezurocona dem Kloster Lebus geschenkt hat, mit seiner Zustimmung und der seines Sohnes Heinrich." [5]  Dies ist möglicherweise ein Grund für den Umzug nach Brandenburg, da der Zweig der Familie wahrscheinlich nach der Schenkung in Schlesien ohne Grundbesitz mehr ist. Besitzthum in den Städten ist doch sehr wahrscheinlich als die von Stavenow zu Woldenberg Linie II wohnen in Goldberg. Goldberg 1231 „Uraz (Auras).- H(einrich), dei et b. Joh. patrisque nostri“ gr. Herzog von Schlesien urkundet, dass Stoygneus, Sohn des Grafen Konrad, das Gut Bogunowo und halb Vezurocona dem Kloster Leubus geschenkt habe unter seiner und seines Sohnes Heinrich Zustimmung. Später habe Graf Rosech, Sohn des Dirsicraus, vor dem Herzoge, als dieser sich gerade in Krossen aufhielt, auf jene Güter Anspruch erhoben, doch sei unter Vermittlung der Barone ein Vergleich zu Stande gekommen, über den auch eine besondere Urkunde des Herzogs existiere. Er und sein Sohn wolle jedoch zur Beendigung des Streites noch einmal die von dem Grafen Rosech vor ihm ausgesprochene Bestätigung der Schenkung seines Verwandten Stoygneus beurkunden. Z. Heinr. der jüngere Herzog von Schlesien Sobezl und Bolezl, Neffen nepotes des Herzogs Otto, subdapifer Steph. dessen Bruder, Gaulus, Kämmerer Pribiwoy, dessen Bruder, Naszl, Protonot, Conr. de Roketenize, Protonot des Sohnes des Herzogs u. V. Büsching. 108. Das Orig. P.- A. Leubus 44 zeigt nichts Verdächtiges, ausser dass die letzten 2 ½ Zeilen der Zeugen mit schwärzerer Dinte geschrieben sind, als das Uebrige, auch die Siegel scheinen echt, die Schrift ist sicher nicht später, als Mitte des 13. Jahrhunderts. Trotzdem ist der introitus der Urkunde geeignet Bedenken zu erregen vergl, dazu oben Nro, 362, Das Datum hat Büsching fälschlich auf den 22 Jan, reduzirt der spanische Heilige dessen Fest auf diesen Tag fällt war nicht episcopus, Den Vinc, ep, setzt Juppe im Schematismus des Breslauer Bisthums Einl. XVII auf den 7. Juni, doch dürfte mit Rücksicht auf Stenzel's Gründungsbuch von Heinrichau p. 143 vergl. auch Zeitschrift VII. 319. am 6 Juni festzuhalten sein. (371)[6]


Generation 16 Kinder von Graf Stoygneus IV (Besitzer der Güter Bogenau und Protzan im Schlauper Bezirk "Circuis Dirsicrai" im Kreis Frankenstein).

  1.        Dirsicraus III Stognew, Graf (Comes) und Palatinus de Lantsizcia, das heißt Landrichter von Lantsizcia. Um 1221 Schenkt er mit sein Vetter Graf Stognew Gossintin (Kostenthal bei Kosel) zu Kloster Lebus.[7] Er versucht vergeblich, das von seinem Onkel geschenkte Gut Frankenstein (Protzan) in Schlesien zurückzugewinnen, ohne Erfolg. Das Gut stand zu dieser Zeit unter polnischem Recht. 1230 Roseg klagt wegen der Schenke Graf Stognew DY an den Kl Lebus. Graf Stognew gezwungen von seinem Vetter Dirsicraus einen Eid abzulegen bezüglich eines Erbgutes genannt Macowe in seiner des Herzogs und dessen Barone Gegenwart für sich seine Söhne und Blutsverwandten auf alle seine Erbgüter verzichtete unter der Erklärung er und die Seinigen sollten debere seine Erbgüter entbehren wegen des ihm zugeschobenen Eides er habe Alles Gott geschenkt und das, was er in Schlesien besessen dem Kloster Leubus zugeeignet. Dirsicraus zur Ableistung eines Eides über das Gut Macowe, gezwungen den dieser ihm durchaus nicht erlassen wollte in seiner des Ausstellers Gegenwart der damals Palatin des Herzogs Kasimir von Oppeln war erklärt habe, D., dessen Söhne und Verwandte sollten nie Etwas von seinem Erbe haben, sondern allein Gott sein Erbe sein. (245)[8] 1231 Urkund. ”In nomine domini nostri Iesu Christi amen. Ne facta maiorum a vilioribus depraventur, necesse est, ut scriptis et testibus, ne depravari seu annullari valeant, roborentur. Inde est, quod nos Heinricus dei gratia dux Zlesie notum facimus tam presentibus quam futuris, quod occurrentes eum exercitu archiepiscopo Magdeburgensi, cum essemus in Crozna, dominus Guntherus abbas de Lubens coram nobis et filio nostro Henrico nobilibusque nostris venit volens testes producere contra Rosec, qui diutino tempore predictum abbatem querimoniis inquietavit super hereditatibus Bognowo et medietate Zwrocine asserens ipsum predictas hereditates non iuste, sed violenter detinere. Sed memoratus abbas munitus bonis privilegiis et testibus legitimis volens litibus finem imponere Rosec affirmabat se sine patruo suo nee velle nec posse procedere. Verumtamen medio tempore ibidem cum exercitu nobis commorantibus baronibus nostris se interponentibus Stephano scilicet castellano de Bolezlawizc, Tader castellano de Svina et Conrado castellano de Crozna super quadam compositione convenerunt, licet abbatem de Lubens nullum ius vel necessitas, sed sola bonitatis concordia et bonum pacis ad ipsam astringeret. Utrisque igitur concordantibus in dictata compositione coram nobis et filio nostro nobilibusque nostris est recitata sub hac forma, quod dominus abbas de Lubens pro nulla conventione seu necessitate, sed pro sola pacis firmitate et sue quietis honestate viginti marcas dare promisit Rosec, duos anulos aureos, qui fuerunt comitis Stognevi, et loricam eius, ut omnem deinceps de predictis hereditatibus a se et omnibus sibi attinentibus ammoveret querimoniam, ita ut domus Lubensis quiete et secure hereditates memoratas a comite Stognevo castellano de Ratibor iuste oblatas et collatas possideret. Nichilominus si pater Rosec comes Dirsicraus palatinus de Lantsizcia huic compositioni acquiesceret et sigillum suum huic privilegio apponeret faceretque donationem sollempnem de predictis hereditatibus, dominus abbas promissum suum iure debito persolveret. Si vero nollet, quod negocium memoratum in festo sancti Martini legitimum coram nobis haberet processum. Actum anno gratie M°CC°XXX°, XVIII° kalendas octobris, istis presentibus: Heinrico filio nostro, nepotibus nostris Zobezlao et Bolezlao, Petro preposito Wratislaviensi, Iarozlao castellano de Nemizc, Stephano castellano de Bolezlawizc, Conrado castellano de Crozna, Radzlao iudice nostro, Henrico comite fratre episcopi et comite Dirscone et aliis quam pluribus.”[9] De: „Im Namen unseres Herrn Jesus Christus, Amen. Damit die Taten unserer Vorfahren nicht von weniger wertvollen Menschen verfälscht werden und damit die schriftlichen Aufzeichnungen und Zeugen nicht verfälscht oder ungültig gemacht werden können, müssen sie bestätigt werden. Daher machen wir, Heinrich, von Gottes Gnaden Herzog von Schlesien, sowohl den Anwesenden als auch den Zukünftigen bekannt, dass uns Gunther, Abt von Lebus, bei unserem Zusammentreffen mit dem Erzbischof von Magdeburg in Crossen, vor uns und unserem Sohn Heinrich und unseren edlen Männern erschien, um Zeugen gegen Rosec vorzulegen. Dieser hat den genannten Abt seit langem mit Beschwerden über die Erbschaften von Bognowo und der Hälfte von Zwrocine gestört und behauptet, dass er diese Erbschaften nicht gerechtmäßig, sondern gewaltsam festhält. Der besagte Abt, gestärkt durch gute Privilegien und legitime Zeugen, wollte jedoch ein Ende der Streitigkeiten herbeiführen und erklärte, dass er ohne seinen Onkel weder wollen noch können würde fortfahren. Währenddessen trafen sie sich mit unserem Heer und unseren Baronen vor Ort, nämlich Stefan, dem Burggrafen von Bolezlawizc, Tader, dem Burggrafen von Svina, und Konrad, dem Burggrafen von Crossen, und kamen zu einer gewissen Einigung, obwohl der Abt von Lebus kein Recht oder Pflicht dazu hatte, sondern nur durch die Güte und das Streben nach Frieden dazu gebracht wurde. Beide Seiten stimmten also der vereinbarten Regelung vor uns, unserem Sohn und unseren edlen Männern zu, und sie lautet wie folgt: Herr Abt von Lebus versprach Rosec, ohne jegliche Vereinbarung oder Verpflichtung, sondern allein für die Festigung des Friedens und der eigenen Ruhe, zwanzig Mark zu geben, sowie zwei goldene Ringe, die einst dem Grafen Stognev gehörten, und dessen Harnisch, damit er von nun an alle Beschwerden über die genannten Erbschaften von sich und allen, die ihm gehören, entfernen möge, so dass das Lebuser Haus die genannten Erbschaften ruhig und sicher als rechtmäßige Übertragung und Zuweisung durch Graf Stognev, den Burggrafen von Ratibor, besitzen möge. Dennoch, wenn Vater Rosec, Graf Dirsicraus, Palatin von Lantsizcia, dieser Regelung zustimmen und sein Siegel auf dieses Privileg setzen und eine feierliche Schenkung der genannten Erbschaften machen würde, würde der Herr Abt sein Versprechen gemäß rechtmäßiger Pflicht erfüllen. Wenn er jedoch nicht wolle, würde das genannte Geschäft zu Martini fest vor uns rechtskräftig verhandelt werden. Gegeben im Jahr der Gnade 1230, am 18. Oktober, in Anwesenheit von: unserem Sohn Heinrich, unseren Enkeln Zobezlao und Bolezlao, Peter, Probst von Wrocław, Iarozlao, Burggrafen von Nemizc, Stefan, Burggrafen von Bolezlawizc, Konrad, Burggrafen von Crossen, Radzlao, unserem Richter, Heinrich, dem Bruder des Bischofs und Grafen Dirscone und vielen anderen.“

 

Generation 17 Kinder zu Graf Dirsicraus III Stoygneus Palatin von Lenzyk, bekannt 1230-1240. (Polen, Schlesien Crossen)

  1.        Rosech Graf (Resco) Stognew, Sohn von Graf Dirsicraus, Palatin von Lenzyk (Lenczyk?). Geboren um 1205 wohl in Radzyn bei Ukrca. Erwähnt in Crossen am 1230 sept 14. „Pater Rosec comes Dirsicraus palatinus de Lantsizcia“. Herzog Heinrich vergleicht Rosec des Dirsicraus Palatinus de Lantsizcia Sohn mit Abt Günther von Leubus der zu ihm nach Krossen gekommen als er mit den Heeren dem Erzbischof von Magdeburg entgegen zog. Zeugen Heinrich des Herzogs Sohn und seine Enkel Zobeslaus und Bolezlaus Peter Propst von Breslau, Jaroslaus Castellan von Nimptsch Stephan Castellan von Bunzlau, Conrad Castellan von Krossen, Radzlaus Hofrichter, Graf Heinrich Bruder des Bischofs, Graf Dirsko u A. Aeltestes Leubuser Copialbuch f. 40.[10] Volljährig spätestens ab dem 18. Oktober 1230, als er einen Prozess anstrengt, um die Klosterbesitzungen Bogowno und die Hälfte von Zworocine von Heinrich, Herzog von Schlesien, zurückzufordern. Der Ausgang des Prozesses ist zwar negativ, da die Güter im Besitz des Klosters Lebus verbleiben, aber Rosec erhält durch die Einigung 20 Mark, zwei Goldringe und die Rüstung, die Graf Stognew gehört hatte.[11] Das Ergebnis der Einigung wird 1231 bekannt gegeben, eine Vereinbarung, zu der der Abt von Luben weder verpflichtet noch notwendig war, sondern nur aus Güte und für den Frieden bereit war, eine gewisse Entschädigung zu zahlen. Beide waren daher mit den Bestimmungen der Einigung einverstanden, und der Sohn des Herzogs und seine Adligen waren aufgeführt, und der Herr Abt von Luben versprach, zwanzig Mark ohne jegliche Verpflichtung oder Notwendigkeit zu geben, sondern nur für die Festigkeit und Ehrlichkeit seines Friedens, dem Erben des Grafen Stognew, um alle Beschwerden von ihm und allem, was mit ihm verwandt war, in Bezug auf die oben genannten Erbschaften zu beseitigen, damit das Kloster Luben die rechtmäßigen Güter besitzt, die vom Grafen von Stognevo, dem Kastellan von Ratibor, geschenkt wurden. Nichtsdestotrotz stimmte Graf Rosecs Vater, Graf Dirsicraus, Palatin von Lantsizcia, dieser Einigung zu und setzte sein Siegel auf dieses Privileg, um eine feierliche Schenkung der oben genannten Güter zu machen.[12] Aber die Schenkungen endeten nicht damit. Im Jahr 1233 gab Rosec, der Sohn von Dirsicraus, dem Kloster in Lebus das Dorf Rzetnia im Kreis Kalisz (Sitna). (SUb II 36).[13]
  2.        Stognev V, Graf geboren in Radzyn bei Ukrca spätest 1209. Erwähnt im Jahr 1240 zusammen mit seinem Bruder Graf Resco (Rosec). Die Brüder versuchen auf rechtlichem Wege ihr Stammgut Mackau zurückzuerlangen, das von ihrem Onkel Seteth Stognew, der Kreuzritter und Johanniter-Ritter war, dem Johanniterorden geschenkt wurde. In einer Urkunde, ausgestellt in Grossowitz (nahe Oppeln), weist Mescko, Herzog von Oppeln, Makow (Mackau) dem Johanniterorden zu, entgegen dem Willen der Grafen und der Brüder Resco und Stognev, nachdem sechs Adlige, Goslaus, Nicol, Falco, Andr, Maur und Rasicha, an diesem Datum versäumt haben, einen Eid bezüglich der Ansprüche der Brüder Stognew abzulegen. Graf Bertold, Sohn von Thom, sein Bruder Stefan, Graf von Chotes, und sein Bruder Jacoslavus, Graf Crimisl, Graf Elias, Sohn von Bogisl, waren Zeugen der Urkunde. Graf Marcus Prendlin bezeugte die Urkunde ebenfalls.[14] Möglicherweise ist es derselbe oder ein Sohn dessen, der im Jahr 1290 in Polen eine Urkunde bezeugt, als Herzog Przemisl II. von Polen und Krakau im Jahr 1290 das Recht bestätigt, das ihnen von Herzog Heinrich IV. von Schlesien, von Breslau, Krakau und Sandomierz gegeben wurde, um die Stadt Wieliczka nach fränkischem Recht zu gründen und die Gründungsdörfer innerhalb einer halben Meile zu stärken, indem sie von der Last polnischer Grundrechte befreit wurden, und dabei erweiterte Vorteile wie Zollbefreiung für den Salzhandel erhielten. Einer der Zeugen war Graf Stognew, Jägermeister von Kalisch.[15] Im Original steht: „Datore huius privilegii et facti ordinatore, Comite Stognew venatore Kalissiensi nec non fratre suo Comite Rostone”, was bedeutet: ”Der Geber dieses Privilegs und der Organisator dieser Tat, Graf Stognew, der Jäger aus Kalisz, sowie sein Bruder Graf Rostone”. (IV) Castellan von Stndomiertz. Erwähnt 1228 als Zeuge, VI. 1228. Pakosław, Wojewode von Sandomierz, schenkt dem Kloster Mogilno ein Feld mit Weinberg in Zabawa.”Dirsecrag, casellanus de Zandes.” [16] 1233. 1233 Juli. 18, im Gespräch über das Wasser von Neszobe. Im Namen unseres Herrn Jesus Christus, amen. Da alles, was zeitlich geschieht, durch den Lauf der Zeit zunichte gemacht wird, außer dem, was durch die Spitzen der Buchstaben festgehalten und dem Gedächtnis der Nachkommen übergeben wird, verkünde ich, Rosec, Sohn des Dirsicrai, den Anwesenden und den Zukünftigen, die diese Seite betrachten werden, dass ich zum Heil meiner Seele, meines Großvaters und meines Bruders Dirsicrai Gott und der seligen Maria die Villa Sitna im Gebiet von Kalisz mit allem zugehörigen Recht übertragen habe, nämlich Feldern, Wiesen, Obstgärten, Weiden, dem Zisterzienserkloster Lubo errichtet zu Ehren derselben seligen und makellosen Jungfrau Maria, in Anwesenheit des Herzogs von Polen, Wlodizlao, Sohn des einstigen Herzogs von seligen Gedenkens Odonis, und vieler anderer Zeugen, nämlich Bischof Paul von Posen, Zandiwoyo, Burgvogt von Kalisz, Gozyzlao, Tribun, Domerato, Johannes, Sohn von Dobrogosti, Bogusa, Sohn von Sceszlay; und damit diese Handlungen für immer unerschütterlich bleiben, habe ich sie mit dem Siegel des genannten Herzogs und meinem eigenen besiegelt. Diese Handlungen wurden während des Gesprächs ausgeführt, das über dem Wasser stattfand, das Neszobe genannt wird, im Jahr der Gnade des Herrn 1233, am 15. Kalenden August.[17] Or. dep. Breslau St.A. Rep. 91 Nr. 49 (A). Winfried Irgangs kommentar zu dieser Urkund muss doch beachtet, er sagt das: ”Chroust, Monumenta Palaeographica III. Reihe 11. Lieferung Tafel 8a. - Büsching Nr. 47; CD maioris Poloniae l, Nr. 151. - SR 413. Völlig einwandfreies Original, von Stenzel, siehe Grünhagen SR 413, zu Unrecht verdächtigt; auch das Siegel, an dem Grünhagen Anstoß genommen hatte, ist echt. - Dorsualnotizen: Collatio de villa Sitna (13. Jh.); Collacio de villa Sitna, quam Rosek dedit nobis sub sigillo ducis Wladislai, qui fuit pater fundatoris nostri (!) (14-15. Jh.); alias Schmechtenhayn (75. Jh.). Dieser letzte Vermerk beruht auf einem Irrtum des Leubuser Archivars; Schmachtenhain sw. Breslau kann nicht gemeint sein, da es nicht in territorio Kalisensi liegt; vgl. V. Seidel DQ 17, S. 69. Es handelt sich allerdings auch nicht um Schmachtenhagen Kr. Crossen, wie die Eintragung einer unbekannten Hand im Handexemplar der Regesten besagt, sondern um Rzetnia südl. Schildberg, wie bereits die Herausgeber des CD maioris Poloniae richtig erkannt hatten. - Maleczyński, Studya nad dyplomami Odonica S. 48 f. hat festgestellt, daß die Urkunde vom gleichen Diktator verfaßt wurde wie Nr. 37 (vgl. die Vorbemerkung zur folgenden Urkunde). Das angekündigte Siegel des Rosec hat sich nie an der Urkunde befunden, wie die fehlenden Siegeleinschnitte beweisen. Die Schrift wird von Chroust dem Empfänger zugeschrieben”.[18] Das Dorf Rzetnia befindet sich also im Gebiet von Kalisch (südl. Schildberg).


[1] Crusade And Society In Eastern Europe: The Hospital And The Temple In Poland And Pomerania 1145 – 1370 Submitted for the degree of Ph.D. in the University of London's School of Slavonic and East European Studies, 1994.

1145 – 1370 Submitted for the degree of Ph.D. in the University of London's School of Slavonic and East European Studies, 1994.

[2] Codex Diplomaticus Silesiae. Vereine für Geschichte und Alterthum Schlesiens. Siebenter Band. Regesten zur Schlesischen Geschichte. Erster Theil. Bis zu 1250. Josef Max & Comp. Breslau 1868. S 113.

[3] Die Zisterzienserabtei Leubus in Schlesien von ihrer Gründung bis zum Ende des 15. Jahrhunderts. Waldemar P. Könighaus. Harrassowitz Verlag. ISBN 3-447-05069-1. 2004. S 433. Liste eder mittelalterlichen Besitzungen und Einkünfte.

[4] Codex Diplomaticus Silesiae. Vereine für Geschichte und Alterthum Schlesiens. Siebenter Band. Regesten zur Schlesischen Geschichte. Erster Theil. Bis zu 1250. Josef Max & Comp. Breslau 1868. S 113.

[5] Codex Diplomaticus Silesiae, Bd. 7, 1884; Regesten zur schlesischen Geschichte, Th. 1: Bis zum Jahre 1250. Herausgegeben von Colmar Grünhagen. S 371

[6] Codex Diplomaticus Silesiae. Vereine für Geschichte und Alterthum Schlesiens. Siebenter Band. Regesten zur Schlesischen Geschichte. Erster Theil. Bis zu 1250. Josef Max & Comp. Breslau 1868. S 159.

[7] Geschichte und Alterthum Schlesiens. Namens des Vereins. Dr Colmar Grünhagen. Achter Band. Erstes Heft. Breslau, Josef Mar & Komp. 1867 S 55-56.

[8] Codex Diplomaticus Silesiae. Vereine für Geschichte und Alterthum Schlesiens. Siebenter Band. Regesten zur Schlesischen Geschichte. Erster Theil. Bis zu 1250. Josef Max & Comp. Breslau 1868. S 113.

[9] Schlesisches Urkundenbuch, Herausgegeben von der Historischen Kommission für Schlesien, Zweiter Band: 1. Lieferung 971 - 1216, 1963; 2. Lieferung 1217 - 1230, 1968; 3. Lieferung Fälschungen und Register, 1971; Bearbeitet von Heinrich Appelt, Verlag Hermann Böhlaus Nachf., Wien-Köln-Graz

[10] Schlesisches Urkundenbuch, Herausgegeben von der Historischen Kommission für Schlesien, Zweiter Band: 1. Lieferung 971 - 1216, 1963; 2. Lieferung 1217 - 1230, 1968; 3. Lieferung Fälschungen und Register, 1971; Bearbeitet von Heinrich Appelt, Verlag Hermann Böhlaus Nachf., Wien-Köln-Graz. S 362.

[11] Codex Diplomaticus Silesiae, Bd. 7, 1884; Regesten zur schlesischen Geschichte, Th. 1: Bis zum Jahre 1250. Herausgegeben von Colmar Grünhagen. S 362.

[12] Codex Diplomaticus Silesiae, Bd. 7, 1884; Regesten zur schlesischen Geschichte, Th. 1: Bis zum Jahre 1250. Herausgegeben von Colmar Grünhagen. S 371.

[13] Die Zisterzienserabtei Leubus in Schlesien von ihrer Gründung bis zum Ende des 15. Jahrhunderts. Waldemar P. Könighaus. Harrassowitz Verlag. ISBN 3-447-05069-1. 2004. S 453. Liste eder mittelalterlichen Besitzungen und Einkünfte.

[14] Codex Diplomaticus Silesiae. Vereine für Geschichte und Alterthum Schlesiens. Siebenter Band. Regesten zur Schlesischen Geschichte. Erster Theil. Bis zu 1250. Josef Max & Comp. Breslau 1868. S 207.

[15] Helbig, Herbert (Hsrg.): Urkunden und erzählende Quellen zur deutschen Ostsiedlung im Mittelalter, Bd. 2, Darmstadt 1970, S. 305ff.

[16] Diplomata Monasterii Clarae Tumbae Prope Cracoviam. Zbiór dyplomów klasztorumogilskiego przy krakowie wydany staraniem i nakładem

c.k.towarzystwa naukowego krakowskiego.. w krakowie. drukarni uniwersytetu jagiellońskiego  1865. S 6.

[17] Codex Diplomaticus Majoris Polonia. Kodeks Dyplomatyczny Wielkopolski obejmujący dokumenta tak już drukowane, jak dotąd nie ogłoszone, sięgające do roku 1400. Wydany staraniem Towarzystwa Przyjaciół Nauk Poznańskiego. Tom I. zawiera numera 1 - 616 lata 984 - 1287. Poznań 1877. Nakładem Biblioteki Kórnickiej. Drukiem J. I. Kraszewskiego (Dr. W. Łebiński). S 151. Pergamenturkunde. An einem Seidenband aus rotem und gelbem Garn hängt ein Siegel von Herzog Władysław, (Siegel VI.), ohne Spuren, dass das zweite angebracht wurde. Breslau. Königliches Staatsarchiv Leubus 49. Urkunden des Klosters Leubus XLVII.

„1233 Julii. 18, in colloquio super aquam Neszobe In nomine Domini nostri Ihesu Christi amen. Quoniam omnia que temporaliter aguntur, per decursionem temporis annullantur preter ea que litterarum apicibus communita sequatium memorie relinquntur, inde est quod ego Rosec filius Dirsicrai notum facio presentibus et futuris hanc paginam inspecturis, quod pro remedio anime mee et avi mei et fratris mei Dirsicrai contuli Deo et beate Marie villam Sitna nuncupatam in territorio Kalisensi cum omni iure attinenti, videlicet agris, pratis, pomeriis, pascuis, cenobio Lubensi Ordinis Cysterciensis constructo in honore eiusdem beate et intemerate virginis Marie, coram duce Polonorum Wlodizlao filio quondam ducis pie memorie Odonis aliisque testibus quam pluribus, scilicet episcopo Posnaniensi Paulo, Zandiwoyo castellano Kalisensi, Gozyzlao tribuno, Domerato, Iohanne filio Dobrogosti, Bogusa filio Sceszlay; et ut hec inconvulsa perpetuo permaneant, roborare curavi sigillo prenominati ducis et meo. Acta sunt hec in colloquio quod fuit super aquam que vocatur Neszobe anno gratie Domini M.CC.XXX.III, XV Kalendas Augusti.“

[18] Schlesisches Urkundenbuch, Herausgegeben von der Historischen Kommission für Schlesien, Zweiter Band 1231 - 1250, Bearbeitet von Winfried Irgang, Verlag Hermann Böhlaus Nachf., Wien-Köln-Gratz 1977. S 36.

Generation 18 Sohn zu Dirsicraus IV Castellan von Sandomierz

  1.        Petrus I, Dirsicraus Sohn. 1250. ”XXXII. 1250. die 3. mensis Augusti, Zawichostiae. Boleslaus dictus Pudicus dux Cracoviae et Sandomiriae, donationem villae Tarszawa c u m rusticis ipsam incolentibus, a Casimiro duce Poloniae coenobio Cisterciensium Andreoviensi factam, renovat.Ne resgestaprocessutemporiseuanescat, Ego Boleslausdeigracia dux Cracouie et Sandomirie, notum facimus presentibus et futuris, quod uiso priuilegio pie recordacionis patris mei ducis Leschonis, ducis inquam predictorum ducatuum, in quo priuilegio continetur, quod ex donacione ducis Kasimiri aui mei domus Andrzeiouiensis uillam de Tharssowa 2) cum familia, que ad uillam eandem pertinebat,legittime possidebat et possidet, seruis eiusdem uille sub m e a redigi uolentibus seruitute, deum habens pre oculis, tam uillam dictam Tharssowa 2), quam omnes familias, que de eadem uilla superesse dicuntur, Iohanne uidelicet et T h o m a filijs Vencelai , Mallech et Vianceth filijs Martini tex- toris, Chollech filio Rage et alijs usque ad decem,quas mandato meo Przybislaus centurio 3) tunc filius Preuodowicz debuit assignare abbatti et fratribus dicte d o m u s , quia tot esse .de dicta uilla in m e a presencia recognouit, eam dictis fratribus et domui supradicte cum omnibus generacionibus siue successionibus dictarum familiarum, perpetua con- firmacione confero et confirmo, et hoc pro salute anime mee et pro remedio animarum patris mei superius memorati , et illustris ducisse Grzymyslaue matris mee, que hanc donacionem meam et confirma- cionem predictorum domui de Andrzeiow, perpetuam esse uoluit et quietam. Testes qui presentes fuerunt: Gosselaus castellanus de Sechecoua 4), Petrus filius Dirzecrai , Iacobus filius Pachoslai ,Ianus gener Marcussonis, Iohannes canonicus Sandomiriensis, Bartholomeus frater predicti Gosselai, Iassech sultetus (s)de Zauichost,Zdigoth subtezaurarius. Actum est hoc in Zawichosth 5), anno domini Millesimo ducentesimo quinquagesimo, in die Inuencionis prothomartyris sancti Stephani.”[1] Ûbersetzung: 1250. "XXXII. 1250. am 3. August, Zawichost. Boleslaus, genannt Pudicus, Herzog von Krakau und Sandomir, erneuert die Spende des Dorfes Tarszawa mit seinen ansässigen Bewohnern, die von Herzog Kasimir von Polen dem Zisterzienserkloster Andreoviensi geschenkt wurde. Um sicherzustellen, dass diese Handlungen nicht im Laufe der Zeit verschwinden, geben wir, Boleslaus von Gnaden, Herzog von Krakau und Sandomir, bekannt, sowohl den Anwesenden als auch den Zukünftigen, dass ich nach dem Anblick des Privilegs zum frommen Gedenken an meinen Vater, Herzog Leschon, Herzog eben jener Herzogtümer, in dem besagten Privileg, das besagt, dass gemäß der Spende von Herzog Kasimir, meinem Großvater, das Haus von Andrzejów das Dorf Tarszawa 2) mit der Familie, die zu diesem Dorf gehörte, rechtmäßig besaß und besitzt, und den Dienern dieses Dorfes, die unter meiner Herrschaft freiwillig in Dienst treten wollen, mit Gott als Zeugen, sowohl das genannte Dorf Tarszawa 2) als auch alle Familien, die behaupten, von demselben Dorf abzustammen, nämlich Johannes und Thomas, Söhne von Wenzel, Mallech und Vianceth, Söhne von Martin, dem Weber, Chollech, Sohn von Rage und anderen bis zu zehn, die meinem Befehl nach von Przybislaus, damals Sohn von Preuodowicz, dem Abt und den Brüdern des genannten Hauses zugewiesen werden sollten, da er in meiner Anwesenheit bestätigte, dass so viele aus dem genannten Dorf waren, gebe ich dieses Dorf den genannten Brüdern und dem genannten Haus zusammen mit allen Generationen oder Nachkommen der genannten Familien mit einer ewigen Bestätigung und das alles zum Heil meiner Seele und zur Heilung der Seelen meines zuvor genannten Vaters und meiner edlen Mutter, der Herzogin Grzymyslava, die wollte, dass meine Spende und Bestätigung des genannten Hauses in Andrzejów ewig und ungestört bleiben. Zeugen, die anwesend waren: Gosselaus, Burgvogt von Sechecoua 4), Petrus, Sohn des Dirsicraus, Jakob, Sohn des Pachoslai, Jan, Schwiegersohn von Marcusson, Johannes, Kanoniker von Sandomir, Bartholomeus, Bruder des oben genannten Gosselai, Iassech, Bürgermeister von Zawichost, Zdigoth, Unterthesaurier. Dies geschah in Zawichosth 5), im Jahr des Herrn Zweitausendfünfhundert, am Tag der Auffindung des Erstlingsmärtyrers des heiligen Stephanus.[2]

 

 

Generation 18 – Sohn von Graf Stognew V Geboren in Radsyn bei Ukrca spätest 1209. (Taucht Radzyn in Polen gegen Bialkow bei Crossen in Schlesien).

  1.        Gerhard de Stauenowe, wohl ein Sohn von entweder Graf Stognew V oder Dirsko X der von Dennim nach Rügen ging.
  2.        Roscone/Rostek II Stognyewowic. Graf. Erwähnt in. Kalis (Sitna); er beraubt bestimmte Eindringlinge des Eigentums der Kirche von Gnezna, die an die Stadt Kalisz angrenzt, und weist es der besagten Kirche zu. Zeugen ”Roscone venatore Kalisiensi, Stogneo fratre suo” Roscone Jägermeister von Kalis und Stogneo sein Bruder.[3]
  3.        Stognew VI, Ritter und Rat des Herzog Wladislaus von Polen. Bekannt 1299. Wladislaus, Herzog von Polen usw., bestätigt am 24. Februar 1299 in Vartha, den Austausch des Erbteils der Kirche von Gnesen, genannt Bialkow, mit dem Erbteil des Ritters Stognew in Radczyn.[4] Zwei Pergamenturkunden, originell. Gleichlautend. An einem Seidenfaden, grün, hängt bei jedem ein Bruchteil eines Siegels ohne Abdruck. Posen. Archiv. Kapitel I, 4. - Gnesen, Archiv. Metropolitankapitel Nr. 66. „Wladislaus dux regni Polinie etc. 1299 Febr. 24, in Vartha; confirmat commutationem sortis hereditatis ecclesiae Gneznensis, dictae Bialkow, cum sorte hereditatis militis Stognew nomine Radczyn.“: „In nomine Domini amen. Sapientum decrevit auctoriatas, ut litterarum notitia actus hominum legitimi confirmentur. Hinc est igitur quod nos Wladizlaus, Dei gratia dux regni Polonie, Pomoranie, Cuyavie, Lanchicie et Syradie, tenore presentium notum esse volumus universis presentibus et posteris ad quos pervenerit scriptum presens, quod ordinationem venerabilis ac dilecti patris nostri domini prima (1a). Secundi, Dei gratia sancte Gneznensis eccleise archiepiscopi, quam fecit cum fideli nostro milite Stogneo, dando sibi sortem ecclesie sue Gneznensis permixtam hereditati dicti militis in Balocicz, pro sorte eiusdem militis Stogney permixta similiter hereditati dicti domini archiepiscopi in Radnycicz, cum via que debet ducere ad proximam hereditatem sepedicti domini archiepiscopi, eodem nomine, Balocicz videlicet nuncupatam, ratam et ratam habentes, predictam sortem in Radnycicz prefato patri nostro domino archiepiscopo et ecclesie sue Gneznensi, presentibus cum omni libertate qua gaudent omnes alie hereditates ecclesie Gneznensis duximus confirmandam. Et quia sigillum adhuc regni Polonie non habemus, presens privilegium nostri sigilli quo utimur sibi dari fecimus in dictorum omnium testimonium munimine robaratum. Datum in Vartha anno Domini M.CC.XC nono, VI Kal. Martii, Indictione III, presentibus viris providis: comitibus Zavissa palatino Syradiensi, Lexitone castellano Velunensi, Ubizlao pincerna nostro Kalisiensi, Iascone advocato nostro Velunensi, et multis aliis fide dignis, per manus Dominici scriptoris nostri.“ De: „Im Namen des Herrn, Amen. Die Weisen haben beschlossen, dass die Autorität der Schrift die Handlungen rechtmäßiger Menschen bestätigt. Daher wollen wir, Wladislaus, von Gottes Gnaden Herzog von Polen, Pommerellen, Kujawien, Leczyca und Sieradz, hiermit allen Anwesenden und Nachkommen, denen diese gegenwärtige Schrift gelangen wird, bekannt machen, dass wir die Anordnung unseres ehrwürdigen und geliebten Vaters, des Herrn Erzbischofs von Gnesen, die er mit unserem treuen Ritter Stogneo getroffen hat, in Kraft setzen. Wir geben ihm einen Teil seines Erbes in Balocicz, der mit dem Erbe des besagten Ritters vermischt ist, als Gegenleistung für den Teil des Erbes von Stogney, der mit dem Erbe des Herrn Erzbischofs in Radnycicz vermischt ist, sowie den Weg, der zum nächsten Erbe des besagten Herrn Erzbischofs führen soll, ebenso Balocicz genannt, und erklären dies für rechtskräftig und bestätigen, dass besagter Teil in Radnycicz dem genannten Vater, unserem Herrn Erzbischof, und seiner Kirche von Gnesen mit all der Freiheit, die alle anderen Erbschaften der Kirche von Gnesen genießen, bestätigt werden soll. Und da wir noch kein Siegel des Königreichs Polen haben, haben wir dieses Privileg mit unserem Siegel versehen, das wir zur Bestätigung all dieser Dinge geben lassen. Gegeben in Vartha im Jahr des Herrn 1299, am 24. Februar, in der dritten Indiktion, in Anwesenheit von klugen Männern: den Grafen Zavissa, Palatin von Sieradz, Lexitone, Burggraf von Kalisz, Ubizlao, unserem Kämmerer von Kalisz, Iascone, unserem Anwalt von Kalisz, und vielen anderen glaubwürdigen Personen, durch die Hand unseres Schreibers Dominicus.“ Formulärets överkantOrtsnamen in der Urkunde: Balicicz/Bialkow. Radnycicz/Radyczyn. Vartha/Warta. Velunensis, aus Wielun.Formulärets nederkant Bialkow muss also in den 14en Jahrhundert, seit 1299 zur Familie Dirsico-Stognew-Stavenow gehört haben. Was sehr interessant ist, ist das den Familiennamen Berckholz, von Waldow und von Grünberg, kommt vor sowie in der Geschichte der Familie Stavenow als in der Geschichte des Gutes Bialkows. Das spricht auch dafür, dass Stognew und Stavenow der gleiche Name sind in den verschiedenen Sprachen und dass die Familien Verwandt sind. Die Eigentumsverhältnisse des Ortes Bialkow sind dafür sehr interessant zu betrachten als die zeigen den engen Zusammenhang zwischen den Familien v. Waldow und Stognew - Stavenow. Die Grafen von Pfeil, auch nachkommen von Dirsico, führen auch ein Wappen mit einem Pfahl, genau wie die v. Waldow. Der Ort Bialkow wurde beschrieben als: ”Ein Ort in der Gemeinde Cybinka im Landkreis Słubice, erstmals 1413 erwähnt, aber mit älteren Wurzeln aus dem 12. bis 13. Jahrhundert. Im Jahr 1413 im Besitz von Gabriel Berckolz, der 1416 erneut als Gabriel von dem Bercholze genannt wird. Wahrscheinlich gehörte er zur Familie von Birkholz, die um 1333 in dieser Gegend erschien. Im Jahr 1427 verkaufte Gabriel von Birkholz einen Teil der Ländereien in dem Dorf an Konrad von Waldow[5] und einen Teil an die Brüder Ertmer aus Frankfurt. Im Jahr 1480 gehörte ein Teil des Dorfes den Brüdern Fritz und Jorge (Georg) von Grünberg. Fritz von Grünberg war als Eigentümer des Guts in den Jahren 1491, 1499, 1502 und 1504 mehrfach erwähnt. Im Jahr 1515 und 1519 werden die Brüder Peter und Kaspar, Söhne von Georg von Grünberg, genannt. Im Jahr 1516 und 1519 wird auch Balzer von Grünberg aus Białków und Sądów erwähnt. Im Jahr 1536 starb Peter von Grünberg und hinterließ drei Söhne: Melchior, Georg und Siegmund. Im Jahr 1551 starb Georg von Grünberg. Im Jahr 1565 gab es zwei Rittergüter im Dorf, die zu den von Grüneberg gehörten. Melchior, der einen Teil der Anteile von Joachim von Grünberg aufgekauft hatte, starb 1567 und hinterließ seinen sechs Söhnen: Melchior, Georg, Siegmund, Wolf, Benno und Tobias, das Gut. Von 1580 bis 1588 war der Kapitän Melchior von Grünberg Eigentümer und leistete Dienst in Lietzen. Seine Söhne Karl (verh. 1620 mit Barbara von Stavenow),[6] Levin, Zacharias, Melchior, Benno und Wolf waren 1598 Mitbesitzer von Białków. Georg, der zweite Sohn von Melchior, lebte noch im Jahr 1574. Über Siegmund von Grünberg, den dritten Sohn von Melchior, gibt es zu dieser Zeit keine Informationen. Wolf von Grünberg, ein weiterer Sohn von Melchior, wurde 1588 erwähnt und war Eigentümer von Białków und Swarzynice (ein Dorf in der Gemeinde Trzebiechów im Landkreis Zielona Góra). Er lebte noch im Jahr 1598. Ein weiterer Sohn von Melchior, Benno, lebte noch im Jahr 1586. Sein Bruder Tobias starb wahrscheinlich während der Unruhen in Niederlausitz im Jahr 1578. Siegmund, der Bruder von Melchior und Georg, besaß bis 1557 Anteile an Białków und Sądów. Im Jahr 1557 verkaufte er seine Anteile und starb 1565, hinterließ aber einen Sohn Peter. Kaspar, der Bruder von Peter, überließ 1557 seine Anteile am Gut Białków seinen Söhnen Hermann und Joachim. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde dieser Teil von Joachim von Grünberg geerbt, der wie bereits erwähnt 1565 seinen Teil des Gutes an seinen Cousin Melchior von Grünberg verkaufte. Im Jahr 1571 wurde der Gutshof Grimnitz erwähnt, der heute das Dorf Grzmiąca ist. Im Jahr 1575 gehörte ein Teil der Ländereien in dem Dorf der Familie von Kalckreuth. Im Jahr 1608 und 1644 gab es immer noch zwei Rittergüter im Dorf. Um 1644 verkaufte die Familie von Grünberg das Gut an die Familie von Kalckreuth. Von 1659 bis 1724 waren die Güter im Besitz der Familie von Wesenbeck. Im Jahr 1715 gehörten die vier Eigentumsanteile: Der erste Teil gehörte Kapitän Anton von Pannwitz aus Budachowa bei Krosno Odrzańskie und seinem minderjährigen Sohn Friedrich, der zweite Teil gehörte Hans Friedrich von Wesenbeck, der mit seinem minderjährigen Sohn Otto Friedrich in Białków lebte, der dritte Teil gehörte den drei Brüdern Matthaus, Karl Wilhelm und Hans Viktor von Wesenbeck, und der vierte Teil gehörte Friedrich Wilhelm von Wesenbeck, der mit seinem Sohn Friedrich Wilhelm in Białków lebte. Dieselbe Eigentumsstruktur wurde in der Aufstellung von 1718/19 erwähnt. Es wird von einem Gutshof in Grzmiąca (Grimnitz) gesprochen, der zum Gut gehörte. Im Jahr 1724 gehörte eines der Güter der Familie von Tauenstein/Tauentzien. Das zweite Gut gehörte noch 1761 der Witwe Wittib von Wesenbeck, geborene von Grünberg. Im Jahr 1777 verkaufte Otto Friedrich von Wesenbeck das Gut an den preußischen General Friedrich Bogislaff von Tauenstien (18.04.1710 Tawęcin-20.03.1791 Breslau). Seine Frau war von Knesebeck. Zu dieser Zeit gehörte das zweite Gut der Dorothea Eleonora von Stosch, geborene von Pannewitz, das vom General von Thiele gekauft wurde, der den General von Tauenstien vertrat. Im Jahr 1804 war das Gut im Besitz von Major von Tauentzien, später von seinem Sohn Bogislav. Das Gut von Bogislav umfasste in den Jahren 1850-53 6026 Morgen Land. Im Jahr 1879 umfasste das Gut von Tauentzien 1544,12 Hektar Land. Im Jahr 1914 gehörte das 766 Hektar große Gut der Landgesellschaft "Eugene Scholle" G.m.b.H. in Frankfurt an der Oder. Das Gut umfasste das Dorf Grzmiąca (Grimnitz) und den Gutshof Tawęcin (Tauentzienshof). Im Jahr 1929 umfassten die Güter, die im Besitz der Witwe Kühn waren, 227 Hektar. Die letzte Besitzerfamilie war die Familie Kühn”.[7]

 

Generation 19 – Sohn von Graf Stogneo VI Jägermeister Kalis Schlesien.

  1.        Stognew VII Ritter und Rat des Herzog Wladislaus von Polen. Bekannt 1299. Wladislaus, Herzog von Polen usw., bestätigt am 24. Februar 1299 in Vartha, den Austausch des Erbteils der Kirche von Gnesen, genannt Bialkow, mit dem Erbteil des Ritters Stognew in Radzyn (20 km von Glogow).  Białków (deutsch Balkow, niedersorbisch Bołków) ist ein Dorf in der Landgemeinde Cybinka im Landkreis Słubice in der polnischen Woiwodschaft Lebus. (Ev dasselbe als Ritter Stognew an Rügen zeuge 1306 † um 1307 als sein Sohn, der ”Wende Stogenew”, nur Knappe, als Zeuge erwähnt wird.)  
  2.        Dirsco V de Stogneovicz (Stogneovicz = Sohn von Stogneo) 1331 Dirsco de Stogneovicz Erben 1331 Nov. 2, s. l.; An Nikolaus Pfalz von Krakau verpflichtet er anlässlich der Hochzeit seiner Tochter und Vitos Neffen Heinrich de Kethlicz die besagten Heinrich und Vito zur Zahlung von hundert Mark. (CDP II Nr 1118. S 447)

 

Generation 20 – Kinder von Dirsco V de Stogneovicz

  1.        Eine Tochter. Dirsco V de Stogneovicz (Stogneovicz = Sohn von Stogneo) 1331 Dirsco de Stogneovicz Erben 1331 Nov. 2, s. l.; An Nikolaus Pfalz von Krakau verpflichtet er anlässlich der Hochzeit seiner Tochter und Vitos Neffen Heinrich de Kethlicz die besagten Heinrich und Vito zur Zahlung von hundert Mark. (CDP II Nr 1118. S 447)
  2.        Ein Sohn.

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Generation 16 Kinder zu Dirsico IX (II) Im Jahr 1168 wird Dirsico erwähnt als Kastellan in Demmin (Pommern)

  1.        Dirsko X (III) Geboren um 1200.”Mit Dirsko III zog sich diese Familie zunächst nach Rügen an den Hof Wizlaf I zurück, 1237”, Dirsik, Edler auf Rügen, erw. In Charentz (1237 PUB Bd 1 Ab. 1 Cod No 250. S 258). (Vierteljahrsschrift für Heraldik Sphragistik und Genealogie, H Hildebrandt Hzl. S.A. Professor. XV Jahrgang. Berlin 1887 S 241-242.) 1236 Wladislaw Odonicz v Polen schenkt Kl. Colbatz, Neumark Pommern dem Dorf Warsin. Bei Pyritz  Dirsecray (PUB B1 1. Abt. 1 239 1236)
  2.        Johann II Dirskowitz G um. 1190 (Dusc PUB Bd 1 Abt 1 1219 Ort Dirsco Pommern 1 ouitz) Castellan in Dennim. PUB Bd 1 Abt 1 (1215) 167. Zu Wargentin, verkauft W zur Kloster Arendsee. (Altmark 20 km südl. von Lenzen/Stavenow)
  3.        Gotmar Dirskowitz 1233 18.5 Miroslawa und Barnim I von Pommern verlieht Kloster Usedom das Dorf Bugewitz. Zeuge Gotmarus Dirzeliz.  (PUB Bd 1 Abt 1. S 227)

 

Generation 17 Wohl Kinder zu Dirsico X Rügen

  1.       ? Stognew VII G. Um 1240 Rügen zeuge 1306 † um 1307 als sein Sohn, der ”Wende Stogenew”, als Knappe und Zeuge erwähnt wird.
  2.        ? Gerhard I de Stauenowe Erster Generation mit dem Nachnamen von Stavenow. ”de Stauenowe” G. um 1227. †  e. 1275 1252 Lenzen, 1275 Zeuge in Müllrose Neumark in der nähe von Crossen, und Bialkow. Ritter und Rat in Brandenburg. Lenzen und Neumark.  Wahrscheinlich, Sind Schloss Stavenow und Gorlosen Seit Früher Erbeigenthum Der Familie Nach Stoignew + 955?
  3.        Dirsicrai PUB Dirsicrai Pole (1287) III 25. Diseko (de Sletzsen?) Ritter bei Lades (1280) II 438. (1283) 492. (1286) 590. (1288) III 34. (1291) 141. (1299) 380. 382. (1294) 456. Droysiko, Pommerscher Ritter PUB (1299) III 385.

 

Generation 18 Kinder zu Ritter Stognew VII Rügen

  1.        Stognew VIII / auch Stavenow. Ritter Stognews Sohn  wird im Jahr 1307 erwähnt als der ”Wende Stogenew” Zu Darsband. Als Knappe ist er im Jahr 1307 wohl noch nicht 21 Jahre alt. Bei 21 Jahre wurde er normalerweise zu Ritter geschalgen. Erwähnt im Jahr 1320 als Zeuge bei derer von Putbus. 1321 ist der Pommerscher Ritter „Stavenow“ für VII Talentae aus der Gefangenschaft gelöst. Hier erscheint zum ersten Mal der Namen Stavenow in Pommern und kann nur zu dieser Geschlecht hinweisen der später mit den beiden Namen Stogenew und Stavenow bekannt wird.


[1] Typis impressorum collegii historici academiae literarum cracoviensis N. 9. Monumenta Mediiaevi historica Res gestas Poloniae illustrantia. Tomus Iii. Continet: Codicem Diplomaticum Poloniae Minoris 1178-1986. S 38.

[2] Typis impressorum collegii historici academiae literarum cracoviensis N. 9. Monumenta Mediiaevi historica Res gestas Poloniae illustrantia. Tomus Iii. Continet: Codicem Diplomaticum Poloniae Minoris 1178-1986. S 38.

[3] 1290, 94, 98. Dokument Nr 722 Premisl zweiter Dux von Polen 1294 Aug. 10, in Kalis.

[4] Codex diplomaticus Majoris Poloniæ documenta, et jam typis descripta, et adhuc inedita complectens, annum 1400 attingentia. Poznaniae, sumptibus Bibliothecae kornicensis. Zakrzewski, Ignacy 1877. Urkund Nr 806 S 22. S 169-170.

[5] Die Familie von Waldow waren nach Berghaus die älteste begüterte im Lande Sternberg. Der Ritter Hans von Waldow hielt vor 1352 las Zeuge den Bischof Aperzo von Lebus eine Zeit lang gefangen. 1353 Lieber getreuer des Markgrafen. Vogt zu Drossen. 1361 Vogt des Landes Barnim und „Voged tu Struzbergh“. Sein Sohn Johannes von Waldow, auf dem Barnim Begütert mit hufzinsen zu Woldenberg 1375 (Stammgut der Familie Stavenow zu Woldenberg). Dr Heinrich Berghaus. Landbuch der Mark Brandenburg und Niederlausitz. Mitte des 19en Jahrhunderts. Dritter Band. Verlag Adolph Müller, Brandenburg1856. S 261.

[6] Carl von Grünberg, der auch auf Dietersdorf sass, wurde mit Barbara von Stavenow verheiratet im Jahr 1620 5.7. Cop Neumarch f 288. Sieh auch v Mülverstedt, Ehestiftungen. Carl v Grünberg auf Dietersdorf und Barbara v Stabenow. 1000 Thlr Eheg. Conf. 5 juli 1620. Ibid 288. Herrenhaus Charlottenhof. Kreis Landsberg.

[7] https://zamkilubuskie.pl/bialkowbialkow/