Ehemaligen Besitzungen

 

STAVENOW

DIE EHEMALIGEN BESITZUNGEN

 

Familienzweigen in Brandenburg, Altmark, Mecklenburg, Schlesien und Neumark 

Hier folgen wir der Familie von ihrem Eintritt in die Diplomatarien. Wir fangen mit Riedels beschreibung um Das Haus Stavenow und seine ehemaligen Besitzer an. 


XIII Riedel

Das Haus Stavenow und Seine ehemaligen Besitzer Die von Stavenow, Bozel, Kruge, Quitzow und von Blumenthal

 

Stavenow gehört zu den ältesten und bedeutendsten Ritterburgen der Prignitz. Ursprünglich befand die Burg sich im Besitz eines rittermäßigen Geschlechtes, welches den Namen von Stavenow führte. Ein gewisser Gerhard von Stavenow wird bereits in einer Urkunde des Markgrafen Otto III. vom Jahre 1252, worin die Rechte der Stadt Lenzen bestätigt wurden, als Zeuge erwähnt; darnach werden Glieder dieser Familie öfters im Gefolge der Markgrafen als Zeugen und Räche markgräflicher Regiernngshandlungen genannt, namentlich wohnte im Jahr 1290 ein Peter von Stavenow der Stiftung des Klosters Bernstein in der Neumark durch den Markgrafen Albrecht III. Bei. Noch im Jahre 1345 erscheint die Familie von Stavenow mit mehreren Gliedern als Besitzerin des gleichnamigen festen Hauses. Die von Stavenow sind indessen wohl nicht unmittelbare Lehnsleute der Markgrafen wegen des Schlosses Stavenow gewesen; erscheinen vielmehr im Anfange des 14ten Jahrhunderts als Lehnsleute der Grafen von Schwerin, und diese waren vermuthlich die nächsten Lehnsträger des Schlosses Stavenow von den Markgrafen. Wenigstens giebt es eine Urkunde, welche noch zu Lebzeiten des Markgrafen Woldemar ausgestellt wurde, worin der Graf Heinrich von (S 186) Schwerin, der sich darin zugleich als Lehnsmann des Markgrafen Waldemar erkennt, unter andern Klagen gegen den Markgrafen vor dem dazu angeordneten Schiedsgerichte, auch die Klage führt, daß der Markgraf ihm seine, des Grafen, Lehnsleute, nämlich die Kinder Heinrichs von Stavenow wegen des Hauses Stavenow, Gorlosen und anderer von ihm zu Lehn rührender Güter, abwendig gemacht habe, und worin zugleich erwähnt ist, daß der Markgraf vor eben diesem Gerichte anerkannt habe, daß die von Stavenow ihre Besitzungen von dem Grafen zu Lehn empfangen sollten; wie auch das schiedsrichterliche Erkenntniß Dronseke's und Hennings von Blankenburg dies bestätigte.Die Betheiligung des Grafen Heinrich von Schwerin an dem Besitz Stavenow's verräth demnächst noch eine Urkunde vom Jahre 1321, deren Inhalt sich sonst nicht auf diese Burg bezieht. Sie enthält Verhandlungen über verschiedene Angelegenheiten der Prignitz in Beziehung zu dem Grafen, namentlich Verhandlungen, welche mit dem Ritter Gumprecht von Alsleben und dessen Sohne über Lenzen gepflogen wurden; aber diese Verhandlungen fanden in einer Zusammenkunft des Grafen mit den betheiligten Mitgliedern der Prignitzschen Ritterschaft auf dem Felde bei Stavenow (vppe dem velde tu stauenowe) statt (L. v. Ledebur, Neues Archiv III 222). Als hernach der Fürst Heinrich der Löwe Herr zu Mecklenburg Stargard, sich die Prignitz unterworfen und die festen Plätze des Landes besetzt hatte, worunter auch Lenzen und Stavenow, worauf der Graf Heinrich von Schwerin Rechte behauptete; so verglichen sich die beiden Verwandten in einem im Jahre 1322 zu Sternberg geschlossenen Bündnisse dahin, daß der Fürst diese Rechte anerkannte, das Haus Stavenow an den Grafen verwies und diesem in Betreff desselben seinen Schutz zusicherte, nur mit der Bedingung, daß die Kinder Heinrichs von Stavenow den Igen von Königsmark, welchem der Fürst vermutlich das Schloß eingegeben hatte, von seiner Prätension auf dasselbe abfinden sollten. Als endlich im Jahre 1323 die Ritter Friedrich und Hennelin von Scheplitz und die Knappen Boldewin und Konrad von Kruge, so wie Henning von Stavenow, sich dem Fürsten Heinrich dem Löwen für den ihnen verhießenen Schutz, zum Dienste verschrieben, nahmen sie den Grafen Heinrich von Schwerin als ihren Herrn ausdrücklich aus. Aus alle diesen Nachrichten tritt deutlich hervor, daß Stavenow damals den Grafen von Schwerin angehörig war.Nachdem jedoch im Jahre 1321 die der Markgrafschaft entzogene Prignitz dieser wieder beigelegt worden war; so scheint auch der Prätensionen der Grafen von Schwerin auf das Haus Stavenow wenigstens in der ersten Zeit, nicht geachtet zu sein. Im Jahre 1334 gelobte Henning von Stavenow einigen Rittern, welche namens des Markgrafen dies Gelübde annahmen, sich nicht auszusöhnen mit den Wendischen Herren, sondern mit seiner Feste Stavenow bei dem Markgrafen treu zu verbleiben. Im Jahre 1337[2]nahm dann der Markgraf Ludwig die Gebrüder Henning und Johann von Stavenow noch besonders in seinen Dienst gegen 20 Mark Silber jährlich, wofür sie ihm in Bereitschaft sitzen und ihr Schloß ihm offen halten mußten; dabei verzieh er ihnen allen Schaden, welchen sie durch Raub und Brand dem Lande zugefügt und was sie sonst verbrochen hätten. Eine ähnliche Verzeihung und Verbindung, mit dem Markgrafen erlangten Johann von Stavenow und seine Vettern im Jahre 1345, nachdem sie den Landfrieden wiederum verletzt und des Markgrafen Ungnade sich dadurch zugezogen hatten.Nach einer Urkunde desselben Jahres verlieh der Markgraf Ludwig auch der Familie Konold zu Perleberg bestimmte Einkünfte aus Stavenow (Bd. I S. 145). Daß in allen diesen Bundbriefen und Verleihungen, worin es sogar für den Fall nicht an Bestimmungen über den zu leistenden Schadensersatz fehlt, daß Stavenow im Dienst des Markgrafen seinen Besitzern ganz verloren gehen mögte, der Grafen von Schwerin niemals gedacht wird, ist mit der Annahme einer damaligen Anerkennung ihrer Lehnsherrlichkeit über Stavenow nicht wohl zu vereinbaren. Die damals streitig erscheinenden Ansprüche des Grafen von Schwerin auf Stavenow traten in dessen im Jahre 1354 wieder deutlich hervor, als der Markgraf Ludwig und der Graf Otto von Schwerin wegen ihrer Uneinigkeit über Stavenow und andere Besitzungen dortiger Gegend auf den Schiedsspruch der Herzoge von Mecklenburg und Pommern compromittirten. Der Ausspruch dieser ist zwar nicht bekannt, doch muß darin Stavenow dem Grafen als ein Brandenburgisches Lehn zugesprochen sein; da dasselbe 2 Jahre später in diesem Verhältnisse erscheint. Nach einer zu Wien aufgefundenen Urkunde vereinigte sich nämlich im Jahre 1356 der Graf Otto von Schwerin mit seinem Herrn, dem Markgrafen Ludwig dem Römer, über das Haus Stavenow dahin, daß dasselbe gebrochen werde. Die, welche darauf befindlich seien, solle man mit ihrer Habe abziehen lassen und die verfesteten Lehnsleute des Grafen aus der Festinge lassen. Wäre das Schloß gebrochen und dem Grafen solches gelegen, so könne dasselbe von ihm wieder aufgebauet werden, nach dem Rathe des Markgrafen, und also ferner von dem Grafen als markgräfliches Lehn besessen werden. Die vor Stavenow liegenden Leute der Städte sollten abziehen und dem Grafen weiter keinen Schaden thun; künstige Beschwerden über den Grafen sollten im Wege Rechtens ausgemacht werden. Der ganze Inhalt dieser interessanten Urkunde, welche das Nähere der damaligen Vorfälle verschweigt, deutet ohne Zweifel auf nochmalige Landesbeschädigung und Friedensbrüche hin, welche von den Besitzern Stauenow's begangen waren, weswegen die Heeresgewalt der Prignitzschen Städte sich davor gelagert hatte und das Schloß zu brechen drohte, als der Graf Otto von Schwerin sich in das Mittel legte. Der Markgraf selbst bestand jedoch auf die Vollziehung der Strafe des Friedensbruches, nämlich das Brechen des Schlosses, während er der Besatzung freien Abzug bewilligte. Bei dieser Gelegenheit ging vermuthlich die Familie von Stavenow, welcher in den Jahren 1337 und 1345 ähnliche Störungen der Landessicherheit verziehen waren, des Besitzthumes verlustig: denn noch in demselben Jahre 1356 wurde Kersten Bozel zum Gräflich: Schwerinschen Amtmann zu Stavenow bestellt. [1]Borr Raumer, Cod. dipl. brand. cont. 1. 24.

 

Riedel. Codex diplomaticus Brandenburgiensis Sammlung der Urkunden, Chroniken und Sonstigen Quellenschriften für die Geschichte der Mark Brandenburg. und ihrer Regenten. Des ersten Hauptthelles oder der Urkunden Sammlung für die Orte und specielle Landesgeschichte zweiter Band. S 185 f.f.

 

Oder hat die Familie das Lehn Stavenow schon vor 1356 verkauft oder vertauscht  gegend andere "Bequemliche liegenden" Güter als gelobt im Lehnsbrief von 1345? Kersten Bosel wird Schon 1353 in Stavenow als Amtmann der Grafen von Schwerin ernennt. 


Schloss und Dorf Stavenow Brandenburg


Die Ritterburg Stavenow war eine von einem viereckigen Graben umbegebene Wasserburganlage an der Nordseite des späteren Gutes. Sie war eine der wichtigsten Burgen in der Prignitz, da sie direkt an der alten Heer- und Handelsstrasse von Perleberg nach Lübeck lag, die anders als die heutige Chaussee, über den Platenhof und Nebelin nach der Burg Stavenow, dann weiter über Dargardt, Sargleben und Warnow nach Grabow verlief. (Karstädt 725 Jahre in Wort und Bild Seite 15). 


Die Gutssiedlung auf der (ehemaligen) Wüsten Feldflur Stavenow wurde 1252 durch "Gerhardus de Stauenow" erstmalig indirekt erwähnt, bereits 1317 heisst es "tuo Stauenow". Neben dem Dorf, welches man 1345 als "Stabenow" bezeichnet, wird zudem immer die die Burg als "Castrum" erwähnt. Zum Dorf und Burg sind im näheren Umfeld mindestens zwei weiteren Burgen sowie drei aufgelassen Siedlungen bzw. Wüstungen des deutschen Mittelalters bekannt. Die kleine Kirche in Stavenow wurde um 1726/27 errichtet. Aus der Ortslage Stavenow konnte bislang im Rahmen eines linearen Aufschlusses archäologische Erkenntnisse dokumentiert werden; dabei sind auf weite Strecken stratigraphisch einzuordnende Spuren der landwirtschaftlichen Nutzung beobachtet worden, was möglicherweise als Beleg der o.g. "Gründung " des Dorfes auf der WFM herangezogen werden darf. Prignitz 2016-07-06 236222.1 249047.7 236222.1 249047.7 236222.1 249047.7 41124 76 1/1.

 

Bild unten 

Schloss Stavenow im 19en Jahrhundert. 


 


Kirchdorf und Schloss Gorlosen, Mecklenburg

 

Die Familie v. Stavenow besaß in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts auch das Schloss Gorlosen als Lehn vom Grafen v. Schwerin.

Von dieser Burg ist wohl kein Bild erhalten. Es war am anfang des 17en Jahrhundert zerissen.


 

Bild unten

Mark BrandenburgUnter den Askaniern 1320.

Gelbmarkierte Orten - ehemaligen Lehns und Gutsbesitz der Familie Stavenow in Brandenburg, Mecklenburg und Oldenburg

Rot Wichtige Städten

Orange Pächten.



Belagerung der Burg im Jahre 1356 

Quellen zufolge kämpfte die Familie bis 1334 auf mecklenburgischer Seite, bis Heinrich II von Mecklenburg starb. Höchst wahrscheinlich ist die Familie um 1349 aus Prignitz gezogen, auf jeden fall spätestens vor 1353. Die Familie ging über zu den Brandenburgischen seiten 1334.  Stavenows waren Lehnsleute dem Markgrafen Ludvig I formell erst seit 1345. 1345 Wurde die Familie vom Markgrafen belehnt mit Schloss Stavenow bis spätestens zur Zeitpunkt der Schiedsspruch über Schloss Stavenow 1356 zwichen dem Grafen von Schwerin und Markgraf Ludvig I.

Seit 1349 ist keine Rede von der Familie in Stavenow oder in der Prignitz. Keine bekannten Quellen weisen darauf hin, dass die Familie Stavenow an der Belagerung von Burg Stavenow beteiligt war.


Sept 22 1356. Parleberghe (Mauric) Gr. Otto von Schwerin verpflichtet sich, die Burg Stavenow zu brechen und den Wiederaufbau nach dem Rath des Mgr. Ludwig einzurichten A II 215.

(Codex diplomatics Brandenburgensis. Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonsltgen Geschichtsquellen für bie Geschichte der Mark Brandenburg und Ihre Regenten. Register zu Sämmtlichen Bänden. Band II. 786-1414. Berlin 1867. S 324)

Graf Otto von Schwerin will Stavenow brechen, bedingt aber, dass diejenigen seiner dort befindlichen Vasallen und Diener die verfestet sind aus der Verf. Entlassen werden. Ludvig I beordert 1356 Der Grafen von Schwerin Burg Stavenow zu brechen, aber der Graf bedingt das er seiner dort befindlichen Vassallen in frieden Abziehen lassen soll. (Mecklenburgiches Urkundenbuch. Verein für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Vol 17. Schwerin 1897. 8262 S 631.)

 

Welcher waren diesen Vasallen?

1353 Befindet sich Kersten Bosel und Gerhard Kaphengst in Stavenow. Seit 1349 ist doch keine rede von Stavenows in Stavenow, oder in der Prignitz, die waren auch seit 1345 nicht mehr Vassallen des Grafen von Schwerin sondern Vassallen des Markgrafens. Es ist natürlich nicht unmöglich das einzige mitglieder der Familie wiederstand gemacht haben. War z.b. Michael Stavenow ernennt in Stralsund 1421 mit Graf Otto von Schwerin nach Stralsund mitgebracht nach der belagerung? Oder gehörte er zu den Pommerschen Teil der Familie der auf Rûgen sass? Wenn der Graf von Schwerin bedingt das "seine dort befindlichen Vassallen" in frieden Abziehen soll, ob er diesen Burg brechen soll, will er keiner unwill gegend diese Vassallen, eben ob es um die Boesels oder Stavenows handelt. 

 

Der Graf von Schwerin verpflichtete sich Burg Stavenow zu brechen. Der Graf betrachtete das Lehn als sein eigenes. Das Lehn war auch im Schiedsspruch 1356 zu den Grafen von Schwerin gegeben mit Ludvig I als Lehnsherr. Es war insofern einen Streit um Lehnshoheit über Stavenow, zwichen Ludvig I und dem Grafen von Schwerin, als der Schiedsspruch zwichen den beiden Parteien 1356 zeigt. Erst sass der Familie Stavenow als Lehnsleute vom Askanischen Markgrafen, aber später von um 1319 als Lehnsleute der Grafen von Schwerin. Danach, versöhnt man sich mit Markgraf Ludvig 1337 und sind von 1345 Märkische Vasallen.

 

Markgraf Ludvig I scheint den Kindern Henning v. Stavenows gegenüber nicht unfreundlich gewesen zu sein. Ob z.b. Jan und Conrad von Stavenow im Belagerung getötet worden war, hat Markgraf Ludvig I auf jeden Fall die Söhne Henning I:s, Claus I und Henning II nicht nur verschont, aber auch mit umfassenden Einkünften versehen für Ihren Zukunft. Brachte der Markgraf selbst die Jungen mit nach Beeliz? Brachte Graf von Schwerin Michael Stavenow mit nach Stralsund? Vielleicht.

Markgraf Ludvig wohnte einen Längeren Zeit in Beelitz im Jahr 1345. Das spricht für ein früheren entscheidung und erklärt warum man den letzten Höfen in Prignitz verkauft zu den Verwandten ("Amicis") von Quitzow im Jahr 1349. 


Ob die Familie betiligte sich gegend dem Grafen von Schwerin und Markgraf Ludvig I in der Belagerung, dürften Sie auf jedem Fall in Frieden abziehen. Geblieben sind (am mindestens) Henning Stavenow I:s Kinder Henning II und Claus I, und die Wittwe von Königsmark. Sie war wohl eine Tochter des Herrn Yo/Ygen von Königsmark der vom Schloss Stavenow ausgelöst worden war im Jahr 1322 bei den Kindern Heinrich v. Stavenows.

Vom Brudern Conrad v. Stavenow ist nach 1349 leider nicht mehr die Rede. 

 

Es scheint nur als die Famlie nicht in einen Streitobjekte wohnen wollte. Die komplizierte verhältnisse mit den zwei Streitlustigen Lehnsherren über Ihren Dorf och Schloss, muss sehr anstrengend und auch gefährlich gewesen sein. Wenn Treu zu einer, meinte es oft Krieg mit den anderen Herrn. Unsere Meinung ist, dass die Familie nicht länger in einem Streitobjekt leben wollte. Unsere meinung ist das die Familie freiwillig zu einem "bequemeren" Ort wohl abziehen wollte. Was spricht für diesen Theorie?

 

1 1345 Der Lehnsbrief

Margraf Ludvig I Belehnt die Familie Stavenow mit Schloss Stavenow 1345. Der Lehnsbrief ist doch ungewöhnlich formuliert. Wir wissen das Schloss Stavenow war einer der Wichstigsten Befestungen und Streitobjekt zwichen Markgraf Ludvig I und dem Grafen von Schwerin. Die beide Lehnsherren machte direkte Ansprüche auf Schloss Stavenow. In dieser Streit gab es keinen Platz für die Familie Stavenow, die daher wahrscheinlich ausgekauft wurden.


Markgraf Ludvig weiss wohl das er Stavenow brauchst in den Verhandlungen mit dem Graf von Schwerin. 


Die bedingungen sind deutlich im Lehnsbrief angegeben. Die Familie wollte Brandenburgische Vassallen bleiben, aber wenn Markgraf Ludvig I verstehst das er Dem Graf von Schwerin als Vasall unter sich machen kann, dan brauschst er Schloss für Ihm. Markgraf Ludvig wurde dann wohl zwungen neuen Ersatzgütern für die Familie in Brandenburg finden. Im Lehnsbrief vergab Markgraf Ludvig Jan von Stauenowe und seine Vettern für die Schaden gegend unser Land. Als die Stavenows formell an den Schwerinschen Seite vor 1345 gestritten haben, handelt es wohl um vom Grafen von Schwerin beordeten Kriegsschäden. Dieses obwohl man seit 1334 Schloss Stavenow dem Markgrafen offen halten soll. 


Im Lehnsbrief kan man auch lesen das das Dorf Granzin ein Stavenowisches Lehn in Mecklenburg war, erhalten vom Grafen von Schwerin. Ob der Familie Stavenow verliert Ihren dorf Granzin gallt: "Wer et ok, dat en ere gut afginge to Granzin, dat sie hebben van dem grefen so scole we en also vele guodes weder lygin, dat et bequemlich were". Der Markgraf gelobt also andere Güter an einen Bequemlichen Ort als ersatz für das dorf Granzin.

Diese Ersatsgütern befand sich in der Gegend von Beelitz, der einzige Stadt der Markgraf gefallen habe, und wo er in 1345 selbst Wohnte und wo die Bürgern keine Steuern bezahlen müssen. Die im Lehnsbrief ernannte "Ersatzgütern" für Dorf Granzin lag auch in der nähe von Oberbarnim rund um die Stadt Beeliz in viele Fälle angrenzend zu den Leibgedingsgütern der Wittwe von Königsmark. 1345 Lebte Ludvig I ein längeren Zeit in Beeliz, der Stadt wurde befreit vom Steuern, dafür könnte es gut so sein das die Stavenows fand es sehr günstig in diesen Stadt zu wohnen, weit weg von die Grenzkriege an den Grenzen zwichen Mecklenburg und Brandenburg. 


Das Lehnsbrief sagt auch das:

"Vorlorn sie ok ere hous van vsin wegin, so scol we en dat gelden." Mit moderner Sprache: "Verloren Sie Ihren Haus (Schloss Stavenow) Wegen uns, so sollen wir es Bezahlen".

In diesen kontext muss man es intrepretieren als wenn der Markgrafen das recht Stavenow als Lehn zu den Stavenows nicht mehr verliehen kann, weil es zu den Grafen von Schwerin gehört, dann soll er auch für dieses Haus Bezahlen. Das ist auch genau was geschen ist im Schiedsspruch zwichen dem Grafen von Schwerin und der Markgraf in 1356. In diesen Schiedsspruch kommt der Familie Stavenow nicht vor und deshalb muss wohl einen verpfändung oder tausch von Scloss Stavenow gegend andere Gütern geschen vor 1356.  


2 1349 Verpfändungen in Prignitz

1353 gehört die Ehemahligen Stavenowischen Gütern, Schloss und dorf Gorlosen (zu der Familie v Kruge), das Gut Bresche (zu den v Quitzows) sowie die drei Höfen in Dorf Quitzow der verpfändert war in 1349. Das Dorf Granzin gehört ab 1345, wenn die Stavenows wird Märkische Vassallen, noch zu den Grafen von Schwerin und der Familie verliert also auch diesen Dorf aber soll andere Bequemlich liegende Güter dafür erhalten.

Der Familie Stavenow auf Stavenow besitzt also Keine Gütern mehr in die Prignitz im Jahr 1349, nur das Schloss Stavenow. Das Gutsverkauf deutet entwieder an Geldverlegenheiten oder das der Familie abziehen wollte. Jan v. Stavenow scheint die vermutete Probleme (entwieder mit Geldmangel oder das man abziehen wollte), mit Verpfändungen der Gütern in Prignitz zu lösen. Geldmangel hat man, als Zahlreichen späteren Beispiele zeigen, mit Verpfändungen vom Gütern gelöst. 

"1349 18.3. Perleberg (R A 25:23). ”Ich Jan von Stavenow und meine Vettern Henning II, Conrad III und Klaus I, (+) Henning I von Stavenows Söhne” bekunden, dass Junge Conrad von Quitzow 3 Hufen zu Quitzow (bei Perleberg) den Gebrudern Conrad und Henning von Quitzow auf Bresch verpfändet hatte"

 

3 1349 Die Familie Stavenow ist mit ihren Nachbarn versöhnt

Natürlich sehr Praktisch wenn man abziehen will mit den Ganzen Familie.

"1349 8.11. Sternberg (MU 7006). Die von Lützow versöhnen sich mit einer Reihe von prignitzer Edelleuten, die von Baldwin von dem Kroghe geführt worden waren, darunter Jan von Stavenow und die seinigen”.

 

4 1353 Kersten Bosel und Gerhard Kaphengst, Vassallen des Grafen von Schwerin in Stavenow

Kersten Bosel und Gerhard Kaphengst sind Räpresentanten der Mecklenburgischen Seite in Stavenow im Jahr 1353. Kersten Bosel wird auch belehnt mit Schloss Stavenow 1356, als Gräflich Schwerinschen Amtmann. (MUB XIII. Band 1351-1355. Seite 44 und Seite 330. Schwerin 1894). Es ist keine Rede von der Familie Stavenow in Stavenow in die Quellen zwichen 1349-1356. Diese beiden Vassallen, Bosel und Kaphengst sind wohl die "Dort befintlichen Vassallen des Grafen von Schwerin".

Die Familie Stavenow war ju zu dieser Zeit Brandenburgichen Vassallen.

 

5 1365-1375 Claus I und Henning II "Stenouw" und die Ersatzgütern

Die beide Söhne der vor 1345 verstorbenen Henning v. Stavenow I (Stavenow I) und die "Wittwe v. Königsmarck" (ev. eine Tochter des herrn Yvo v. Königsmarck), Henning II und Claus I sind zusammen mit Ihren Bruder Conrad III ernennt im offenen Brief der verkauf von 3 Hufen im Dorf Quitzow 1349. Diese beide haben viele Einkünften vom Markgrafen als "Lehn" bekommen,  wohl als Bezahlung für u.a. Schloss Stavenow. Die Einkünfte kam aus Gütern der lag in den Dörfern rund um Beeliz und in der nähen von Woldenberg in der Oberbarnim. Die beide Söhne sind Lehnbürger der Stadt Beeliz geworden und hat ungewöhnlich große Einkünften vom Lehn Vom Markgrafen erhalten. Claus ist Ratmann der Stadt Beelitz geworden und ist ernennt als einer der "Olde Ratmänner" in 1365, er war also schon ein "alter" Man 1365 und starb im Jahr 1375. Nicolaus und Henning Stenouw finden wir danach im Landbuch Kaiser Karls IV 1375.


Die so genannten Lehnbürger in Beelitz waren zu dieser Zeit ein ungewöhnlicher Bürgertyp, mit typisch adlige Vorrechte. Während der Zeit Ludwigs I. war Beelitz die einzige Stadt im Königreich, die vom Steuern befreit war. Ein "Steuerparadies" des Mittelalters könnte man vielleicht sagen.


Henning II:s Kinder sind nicht ernennt im Landbuch als er lebte wenn der Landbuch entrichtet worden war. Er hat doch wohl Söhne bekommen der in der Altmark Sachsen bleib. Beeliz gehörte nach Ludvig I zu den Sächsichen Herzögen als Pfand. Dafür sind vermutlich den späteren Henning Stavenow in Beuster, ernennt 1464 als pächter bei Herr Balzar Ganz zu Putlitz in Beuster ernennt (Stavenow I eine nachkommende von Henning II. Diesen zweig der Familie bleibt in Sachsen bis um 1590 wenn sie nach Perleberg zog. Die Söhne Claus Stavenows sind doch genannt im Landbuch. Er hat hat am mindestens zwei Söhne bekommen. Claus Stavenows Wittwe ist genannt "Wittwe Claus/Nicolai- Stenouw/Stenow/Steinow" im Landbuch Kaiser Karls 1375. Während der Einrichtung des Landbuches Kaiser Karl IV ist Claus Stavenow gestorben. Er wurde ernennt als Eigenthümer in Wildenbrach, "Item Claus Stenow ciuis in Belitz IIIII modios avene Item Kaput IX modios auene et VI solidos" (Kaiser Karls IV Landbuch S 151). In den vielen aderen Einträgen, sind doch die "Wittwe Nicolai Stenouw/Stenow/Steinow" in Beelitz und Nicolai Stenows Söhne" als Eigenthümer ernennt. 
 

Die Familie hat also denen im Lehnsbrief gelobten Ersatzgütern an "bequemlichen liegenden" Ort bekommen, und auch Bezahlung (Einkünften vom Lehn) für den Prignitzen Besitzungen bekommen im Landesteilen Nieder und Oberbarnim. Markgraf Ludvig I. schloss sich den Dörfern an und konnte die Zins- und Steuereinnahmen von dort als Bezahlung für Schloss Stavenow verwenden. Deshalb bekommen Henning och Claus einkünften von so viele Dörfern als Lehn vom Markgrafen. Es zeigt auch, dass Graf Ludvig I der Familie nicht feindlich gesinnt war. Warum erhielten die beiden Söhne keine Rittergütern als Bezahlung? Eine Theorie ist das Ludvig I nicht zu dieser Zeit verfügte über ganze Rittergüter in der Mark Brandenburg. Der Markgraf gehörte zu den weniger Reichen der Fürsten.

Er besass doch wohl Teile vom Gütern und könnte Einkünften aus andere Gütern als Zahlung für den Prignitzen Besitzungen ausgeben. Die Familie Stavenow hat wohl solche Einkünften bekommen die sonst zum Markgrafen gingen sollte, wie Zinz und Naturalien als Lehn bekommen, als Bezahlung für Schloss Stavenow. Die beiden im Landbuch Kaiser Karl IV ernennten Söhne Clauss Stenouws, haben doch eigene Rittergüter als Lehn später bekommen.

 

6 1375 Die Leibgedinge in der Oberbarnim

Die Leibgeding der Wittwe von Königsmarck. Die Wittwe von Königsmarck war Henning von Stavenow I:s Frau, und wohl eine Tochter des Herrn Ygen von Königsmarck, der aus dem Schloss Stavenow ausgelöst worden war im Jahr 1322.

Christopher v. Warnstedt meinte das: ”Im sämtlichen Fällen dreht es sich vermütlich um die Wittwe des Stammvaters der von Stavenow auf Woldenberg nebst Zubehör zum Leibgeding und die Söhne waren noch unmündig". Seit dem haben wir mehrere Informationen darüber gefunden.


Was war ein Leibgeding im Mittelalter?

Im ehelichen Güterrecht stand die Bezeichnung für das lebenslängliche Nutzungsrecht einer Witwe (eines Witwers) an den zur Versorgung des überlebenden Partners bestimmten Gütern. Die Wittwe von Königsmarck war also wohl Henning v. Stavenows (+ vor 1345) Wittwe. Entwieder war sie einer geborenen v. Königsmark, dann muss Sie selbst nach Henning I:s tod siener Mädchennamen gewählt zu tragen (So hat z.b. Ursula v. Criegern gemacht nach der tod seiner Mann Hieronymus Stavenow). Wenn Ihr Mädchenname nicht v. Königsmarck war, könnte sie nach Henning I:s tot um 1345 mit einem v. Königsmark verheiratet sein. Diesen muss dann vor 1375 verstorben sein, und könnte dafür unten den Namen v. Königsmarck im Landbuch 1375 ernennt sein. Erst nach seiner Tod könnte die Söhne den 21 Gütern in Woldenberg erben, obwohl die seine Mündigen Jahren erreicht hätten.


Seine Leibgedinge gehörte am anfang des 15en Jahrhunderts der Familie Stavenow.

Es wurde logisch wenn man diese Gütern administrieren wollte, nicht zu fern davon zu wohnen. Die "Wittwe von Königsmark" war inhaber von 21 Hufen als Leibgeding im Gut Woldenberg, und besitzt Höfen in die Nachbargütern Freudenberg, Doberchow und Steinbeck. Tele von den Gütern Doberchow, Steinbeck und Woldenberg war am anfang des 15en Jahrhundert im Besitzs der Familie Stavenow. Diese gütern war offensichtlich eine erbe der Mutter, der nach 1375 gestorben sein muss.  


Claus Stavenow I:s Wittwe, die "Wittwe Steynowynne vidua morans in Belitz habet IIII frusta minus V Solidis ab antiquo a Marchione" hat hebungen von Falkenberg 1375" (Nachbargut zu Woldenberg) (Teile von und schliesclich das Ganzen Gut Falkenberg in der Familie bis 1608). 

 

Die Orten in Brandenburg, wo der Familie Stavenow frühest ernennt sind, in der Neumark (Blankenfelde) 1337, Beelitz bei Berlin 1365-1375, ab 1375 Woldenberg, vor 1414 Teile von Rittergut Doberkow und Steinbeck, Nach 1375 aber vor 1429 Rittergut Biesow, 1429 Schloss Schöneiche, Crossen in Schlesien 1464, und der Altmark 1464, sämmtliche Orten gehörte früher zu Brandenburg. Es ist dafür ganz natürlich das Familienzweige der Familie bleib wo man Lehn und Eigenthum hätte. Später unter Ludvig I und nachfolger, sind manche von diese Territorien von Brandenburg zu anderen Herrschern übergeben. Die Stavenow Familien bleibt doch in sämmtliche diese Länder unter verschiedene Herrscher. Beeliz ging z.b. nach Ludvig I über zu Sachsen unter die Askaniern. Das erklärt warum es gibts eine alte Familienzweig in Sachsen, die sind wohl die nachkommen Henning Stenows in Beelitz.   


Ein Zweig ging nach Stralsund. Z.b. ist Michael Stavenow in Stralsund ernennt 1421 beim Vogt Marquard von Schwerin. 

 

Die Familie Stavenow ist unser meinung nicht in 1356 ausgestorben. Könnte doch als Erloschen in Mecklenburg betrachtet sein nach 1345, als man Brandenburger geworden sind. Die drei unten abgebildete Stavenowischen Ritterwappen (Siebmacher) vom 16en bis 17en Jahrhunderten sprechen zusammen mit den unten genannten Quellenmaterial dagegen. Die Wappen könnten natürlich nicht existieren ob der Familie Starb aus um 1356.


Bilder unten 

Links Wappen Brandenburg 16en Jahrhundert,

Mitte Brandenburg 1689

Rechts Mecklenburg 1689.



Die Geschichte der Familie, direkt aus dem Quellenmaterial mit Kommentaren erzählt.



Gerhard de Stavenow I 1252, 1275 (Lenzen) (Müllrose) Brandenburg (Stavenow Linie I)

 

1252 11.7. Salzwedel (MU 702; R A II:185 und A XXV:2). Markgraf Otto konfirmiert die Privilegien der Stadt Lenzen. Zeugen: ”fideles Nostri” Alverich von Kerkow, Ulrich von Kruge, ”Gerhardus de Stavenow”, Reinhold von Glöwzin, Arnold Pfarrer zu Lenzen ”et alii quam plures”. Anm. Vergleich mit anderen gleichzeitigen Urkunden ergibt, dass Gerhard von Stavenow wahrscheinlich markgräfl. Vogt zu Lenzen war.

1275 XVI Die Markgrafen Otto und Albert erneuern die Stiftungs Urkunde der Stadt Müllrose, am 15. April 1275. Gerhard v. Stavenow ernennt als Zeuge.


Bilder unten

Klickbar - Aus Codex diplomaticus Brandenburgensis.


 


Pfarrer Ignatius Stabenau I 1261-1327 Märzdorf am Bober (Schlesien)

 

Aus dem Geschichte des Dorfes Märzdorf am Bober im Kreis Löwenberg in Schlesien. Vorherige bekannte katholische Pfarrer in Wiesenthal: 1261-1327 Pfarrer Ignatius Stabenau.

 

Kommentar: Bereits im 13. Jahrhundert besteht also eine Verbindung zu Schlesien. Vgl. später die Pfarrherrn Michael Stabenaw I und II auf Woldenberg, Lähnhaus am Bober, der stammte aus "Goldberg", nachbarstadt zu Löwenberg. War trotzdem Märkischen Vasall und gehörte der Familie Stavenow in Woldenberg an.



Markgräfl. Rat Peter von Stavenow I 1278-1327 (auf Gross Stavenow vor 1337 und 1337 Blankenfelde 1337) Neumark

Zu dieser Zeit gehörte Neumark zu Brandenburg.

1278 Stavenow, v.; Peter; ; Soldin; Soldin; 1278; ; Eckert: GvLa II.16; 


1289 Brunneke (eingegangenes Dorf und unweit Richnow) 3 august (in die beati Oswaldi Regis). Markgraf Albrecht überlässt das Dorf Clausdorf (Im Soldiner Kr.) mit 64 Hufen und 16 Uebermaasshufen dem Ritter Werner Albus mit dem Versprechen, das Dorf nicht wieder vermessen zu lassen. Zeugen: Die Ritter Johannes von Marewitz und Petrus von Stavenow; Rodolf von Levendale. (AII:185)1289 5.8. (Riedel) Ritter Peter von Stavenow ist markgräfl Rat in der Neumark. (Urkundsexerpte betr. Die von Stavenow in der Neumark).

 

1290 21.3 Soldin (Neumark?)(A18:65) Markgraf Albrecht stiftet KL. Graf Albrecht stiftet Kl. Bernstein. Zu R Joh. V. Marwch, Peter von Stavenow, Otto von. Thener, Hans v. Sydow, R Ulf.v. Osterburg, R Bbusse v. Brunkow.

 

1337 Auszug aus dem neumärkischen Landbuche des Markgrafen Ludwig des Aelteren

Begüterte Land Königsberg: die von Vitichow, Suz (von R. Butz), Veltevn, Lindekow, Cunig Witechow, Herrm von Arnsdorp, Knappen von Rüschen, Nicol. Albus, Hinrick Albus, Hinrick und Friedr. Blossz, (Bloß) Henn. und Joh von Sidow, Slot, Slotz, Hinrick von Sein (dal v. R von Steindal), die von Wedel, Otto von Lentzel, Henningh von Bruke und Betikow (v Br.), Diderick Schoker, Knychte, Weselinck von Brens, Wichseler, die von Uchtenhagen, Diderick von Tost (Dosse), Stavenow, Ulr von Slun, die Sass (auf Rorbeck).

 

Im Landbuch von 1337 ist Blankenfelde als deutsches Dorf aufgeführt mit 57 Hufen, davon 4 Pfarrhufen, 16 Hufen sind Mannlehn des Ritters Stauenow. Nach mehreren Besitzerwechseln ging der Ort an die Familie von Sack, welche diesen bis nach dem Dreißigjährigen Krieg besaßen. Vorübergehend war der halbe Besitz an das Königsberger Augustinerkloster verpfändet. 1797 kauften die von Tresckow das Gut und hatten dieses bis 1945.


Professor Edward Rymar schreibt in "Tankow / Danków. im Wandel der Geschichte. Einstiges neumärkisches Städtchen und heutiges Dorf" das volgende um der Ort Stavenow in der Neumark. Ein Ort in der nähe vom kloster Bernstein ist Stavenow (Stavenow II in Neumark). 

    "Folgt man dem Fluß in südlicher Richtung, so stößt man auf einen weiteren See Stawisko: Stavenowschen Teich (1538), damals auch Eigentum der Familie von Waldow aus Bernstein, Stabenoischen Teich 1564 an der pommerisch-brangenburgischen Grenze (15), Klein Ziethen See 1834 (siehe Karte), Teich See (1944), von 6 ha (1953) Fläche, dann nicht mehr in Veröffentlichungen anzutreffen, obwohl sein Name an den Namen des verlassenen Dorfes „Stawno” anknüpft: Stavenow 1564, verlassen schon damals, an der Grenze des Pommerschen Herzogtums zur Neumark, deren Felder dem lokalen Adeling, Tyde von Brederlow gehörte; Stavenow 1576. (16) Im Jahre 1608 werden Felder des (ehemaligen) Dorfes Stavenow mit einem Mühlbach, das dem See (?) Sumpf (?) mit dem Namen Tetin entsprang, (17) und dann zwischen den Seen Gardno und Sitno18 floß (es ist also der Oberlauf von Polka). Der Ort und der Wald Gross Stabenow werden noch in der „Ausführlichen Beschreibung” von Pommern im Jahre 1784 erwähnt. Ein Punkt mit dem Namen Stavenow, am nördlichen Ufer des Sees Dankowskie und südwestlichen Ufer des Sees Stawisko, ist noch auf einer 1:25.000-Landkarte aus dem Ende des 19. Jh. zu sehen.(19) Der erste Beweis, dass es dieses Dorf in der Nähe von Tankow auf den Ländereien von Bernstien gegeben hat, scheint die Gestalt des Ritters Peter de Stavenowe (I) zu sein, eines Zeugen der Schenkung des Dorfes Płonno im Jahre 1289 und der Stiftung des Zisterzienserinnenkolsters in Pełczyce, 1290, sowie der 1319 erwähnte (Sohn?) Gerard de Stavenow (II).(20)

    Stawnicki Potok (Stafenoische Fliess) 1564 war ein Fließ an der pommerisch-brandenbur-gischen Grenze zwischen dem See Książęca Łąka und einer alten Straße im Osten; an der Kreuzung des Fliesses und der Straße hat der Adelige Tide von Brederlow eine Schneidemühle gebaut.(21) Aus dem Kontext geht hervor, dass der Fließ den See Stawisko mit dem See Dankowskie verband, vielleicht sogar mit Sitno und Gardno. Der Name stammt selbstverständlich von dem verlassenen Dorf „Stawno”, von dem oben die Rede ist, und dessen Spuren einer Suche wert wären.


15 W. Spatz, op. cit., S. 44, CDB XXIV, S. 297.

16 CDB XXIV, S. 296, O. Kaplick, Neumärkische Jagd- und Grenzverträge des 16. Jahrhundert, „Die Neumark“ 3, 1926, S. 91.

17 Um die Erinnerung an diesen pommerschen Namen zu erhalten, wurde dem Dorf Beyersdorf, tief im Landkreis Pyrzyce (heute Gem. Kozielice), der polnische Name Tetyń verliehen.

18 H. Berghaus, Landbuch, op. cit. S. 663.

19 W. Brüggemann, Ausführliche Beschreibung, op. cit., Teil II, Bd. II, Stettin 1779, S. 46, 140, Topo-graphische Karte 1:25000 (Ende des 19. Jahrhunderts), Karte Nr. 1564.

20 CDB XVIII, S. 65, 69, 103.

21 CDB XXIV, S. 296."




Ritter Condadus von Stavenow I 1298 (Torgelow) bei Prenzlau Brandenburg

 

Otto, Conrad, Heinrich och Johannes Markgrafen zu Brandenburg und Landesberg.

Nach einer dem Lateinischen Original beigefügten Uebersetzung. J.G. Seckt Bersuch einer Gesch. d. Stadt Prenzlau. Torgelow und Prenzlau gehörte zu Brandenburg unter den Askanier.


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Ritter Hinricus de Stauenow I 1303-1317 (Markgraf Waldemar I Brandenburg)

 

Erstmal das Heinrich von Stauenow ernennt wird 1303, ist er Brandenburgischen Vassall und war verfestet in Rostock wegen sogenannte "Straßenrauben". Es war doch Krieg und als steitend auf den Brandenburgischen Seite, könnten man vermuten das es um einen vom Markgrafen beordeten Kriegshandling handelt, gegend König Erich von Dänemark der Rostock im Jahr 1300 eingenommen habe und „Oberlehnsherr“ darüber geworden ist, und nicht einen Kriminellen Tat. (https://de.wikipedia.org/wiki/Erik_VI._(Dänemark))


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1312 taucht Heinrich v. Stavenow auf als einer in den langen Reihe von Gipfelfiguren Brandenburgs und Mecklenburgs.

Heinrich Stavenow, der im Rostocker Frieden von 1312, 7 Dezember zwischen dem König Erich von Dänemark und den Markgrafen Valdemar und Johann von Brandenburg 15 als erster der Ritterlichen Zeugen auf Brandenburgischer Seite erscheint.

 

1313 28.10, Kuppentin (Südmecklemburg) (MU 3651). Die Ritter Johan von dem Kroghe, Heinrich von Stavenow, Nikolaus von Brüsewitz, Iwan von Below, Dietrich von Schwemmin, Reimar von Mallin und Iwan von Restorf sind Schiedsrichter zwichen dem Abbot zu Neuenkamp und Ritter Dietricht Man

 

1313 31.10 (BI:350) Königsberg Markgraf Waldemar schliesst Bundnis mit den Herzögen Johann und Erich zu Sachsen wegen des Deutchen Königswahls.

Zeugen: die Ritter Droyseke von Kröcher, Heinrich Shenck, Albrecht von Alvensleben, Bernard von Buch, Henning von Graz und Heinrich von Stavenow.

1313 Markgraf Woldemar engagieret die Hertzoge von Sachsen Lauenburg bei der bevorstehenden Röm. Königs; Wahl nach seinen Willen zu votiren, A. 1313. Ex Copia vidimata.


"Wy Woldemar, van der gnade Godes Markgraf tho Brandenburg tho Lusiz und tho Landsberg bekennen in dissem breue, dat wy hebben gedinget van uns wegen und van unsers Swagers Markgraf Johannis wegen mit unse leue Ohmen Johann und Erich Hertzogen van Sachsen als hirna beschreuen steith, dat se schollen tesen und Hertzog Erich van orer beider wegen to dem ersten Rohre des Romischen Koniges wor wy willen und anders nergen. Wenn wy to dem Rohre riden willen so scholen wy id elsne so scholen wy id ebne vore weten laten veer weken, und scholen ehn upnemen dar unse Land erst beginnet by synem Lande und scholen ehn foren wedder und forder velichlich uns sülnen, und scholen ehn und syne Lüde de Kost geuen wedder und forder, und scholen ehn jülf soste Ridder kleden lik mis Und unse ridder und syne Capellane drey lik unse Capeliane, syne Amtlüde und ander syn Gesinde lik unsen Amtluden und lik unsen Gesinde, unde he schal ok nicht mehr den söstig perde Hebben ouerall. Wy scholen ehme ock nah recht verdedinghen dat he by dem Rohre blieue so wy beste mogen wedder Herrogh Rudolf synen Veddern van Sachsen. Wes wy ok ehme bedegeding hen mogen dat Hest he to uns gelaten. Möchte ok unse Ohm Herroge Erich to dem Kohre süluen nicht kamen so schal he twe sune Manne mit uns senden met ehren apenen breuen und mir ganzer macht to kesende van ehrer wegen wor wy willen. Uppe dat düsse dinge stede und ganz blieuen so Hebben wu unsen Ohme sülf teinde Ridder en trouwen lauet, der namen sund alous, her Droyseke, her Hinrich Schenke, her Albrechr van Aluensleuen, her Bernhard van Buck, her Arnold Sack, her Gerhard van Rertou, her Henning van Buck, her Henning van Cardiz, her Hindrich van Stauenoue, hier up hebben wy geuen dissen brev besegelt met unsen Ingesegele und is geschehen to Königsberge na der bord Godes dusend jar dry hundert jar in deme drütteynden jare an aller Godes Hillighen auende."

(Quelle: Diplomataria Veteris Marchiae Brandenburgensis. Aus den Archiven gesammelt und herausgegeben von Philipp Wilhem Gercken. II. Band. Salzwedel 1767. S 582 ff.)


1314 wurden mit dem Wittelsbacher Ludwig IV. und dem Habsburger Friedrich zwei Könige gewählt. 1325 wurde für kurze Zeit ein für das mittelalterliche Reich bislang völlig unbekanntes Doppelkönigtum geschaffen.

 

Wenn und Warum starb Heinrich von Stavenow I?

Wir wissen nur das er nach 1313 aber vor 1317 während der norddeutsche Markgrafenkrieg gestorben sei. Wohl ist etwas während der norddeutche Markgrafenkrieg passiert.

Ab 1313 die Grafen von Schwerin als Lehnherren. (MUB VII 4471 11. -17. 08. 1323) Nach Riedel ist Stavenow eine der ältesten u. bedeutesten Ritterburgen der Prignitz. (MU VII 4366 S. 07)

 

Der norddeutsche Markgrafenkrieg, auch Sundischer Krieg, dauerte von 1308 bis 1317 und stellte eine Auseinandersetzung um die Vorherrschaft im südlichen Ostseeraum dar. Beteiligt waren das Königreich Dänemark, die norddeutschen Fürstenhäuser Mecklenburg, Pommern und der Deutsche Orden auf der einen,

sowie die Mark Brandenburg unter den Askaniern und die Hansestädte Wismar, Rostock und Stralsund auf der anderen Seite.

(https://de.wikipedia.org/wiki/Norddeutscher_Markgrafenkrieg)


Es gibts eine Sage um diesen Zeit, der uns vielleicht eine Hint geben können? 

 

Aus: Markgraf Waldemar Brandenburgische Geschichten von F. Brunold. 

Markgraf Waldemar. "Ich trete nicht dem Bündniß bei," fiel Waldemar mit Festigkeit ein. "Du mußt, Du mußt. Du kannst dem Könige nicht entgegen Handeln; denk au die Zeit, an Rostocks Fürstenhof zurück, denk, wie der König dort mit Liebe Dich umfing, nur Dir zu Ehren jenes Fest ausschrieb, und jetzt willst Du dem Freunde entgegentreten?! - "Ich will's, und Allen jenen, die mit ihm im Bunde sind; - der Städter Bundesgenosse will ich sein." - "O thu es nicht, mir dies Mal folg nicht dem eigenen Geiste; laß Dich durch Deine Frau zu Andern, Besserm stimmen?" "Und ist dies Andere auch das Bessere?" "Gewiß, gewiß, denn allen Deinen Freunden, Deinen Buudesgenossen triffst Du gegen über. - ES wird Dich keiner mehr erkennen und Dein Thun zu deuten wissen. O, laß es mich gestehen, selbst im eignen Lande fallen die Vasallen von Dir ab, sie treten über zu dem Dänenkönig." "Und auch Johann, Dein Bruder?" -"Den rechne nicht, der thut nur, was Du willst, Du bist sein Vorbild!" -"Seit wann hat meine Agnes diesen Geist empfangen?" Die Markgräfin beachtete nicht den Spott dieser Worte, mit tiefer Erregung fuhr sie fort: "Gewiß, gewiß, es ist, wie ich gesagt - Ich Hab der Männer Wort erhascht, wenn sie sich unbeachtet glaubten. Tritt nicht den Städtern bei. Bleib selbst Dir klar, damit die Rückerinnerung Dir ungetrübt in der Seele wohne." "Ich trete dem Bunde der Städter bei, und war es nur, um aller Welt zu zeigen, daß Waldemar nicht sagt, und selbst dem stärksten Feinde die Spitze zu bieten weiß. Beruhige Dich, der Fürsten Thun wird selten ganz erkannt. Ich hoffe, aus diesem Kampf soll mir Sieg erblühen, der meinem Lande zu Gute kommen wird. Steht groß und unbesiegbar der Fürst im Lande, dann kann er seine eigenen, rebellischen Städte zügeln und gängeln, und der Zügel däucht den Krämern nicht straff, wenn sie gesehen, daß ich der Städter Freund gewesen. - Mein Auge ist überall, zage nicht ferner." -"Die Heiligen geben es," sagte die Markgräfin, und blickte sinnend vor sich nieder.- Waldemar betrachtete die Sinnende, und nochmals den Arm um ihren Nacken schlingend, sagte er "Und bist Du glücklich?" -Die Gefragte zögerte, ehe sie das schöne, jugendliche Ange zu dem Fürsten aufschlug, dann aber sagte sie: "Ich bin's, wenn ich Dich froh und glücklich weiß."- "Gewiß?"- "Gewiß!" rief die Markgräfin mit fester Zuversicht; dann aber das Auge niederschlagend, fetzte sie zögernd hinzu; "Oft wenn Du mir fern, und ich einsam im Schlosse weile, und drunten auf dem Hofe einer Insassin Kind spielen nnd springen sehe, dann - dann wird mir recht weh um's Herz, dann denk ich der fernen Zeit, wo Du nicht mehr, wo andere fremde Fürsten dies Land regieren werden - dann - dann beneide ich die arme Frau um ihr Glück - ich möchte Mutter sein." Waldemar schrak sichtbarlich zusammen, dies Wort berührte den wundesten Fleck feines Herzens. ; aber dennoch Verscheuchte er die eigenen, trüben Gedanken, erfaßte der Traurigen Hand und sagte mit froher Zuversicht: "Auch dieses Glück wird uns werden!" -Die Markgräfin schüttelte ungläubig das Haupt: "Jahre lang hat der Kampf um Rostock gedauert, seit längerer Zeit ist Friede; Jahre sind vergangen, seit der Fürftenhof dort abgehalten, seit ich Dich mein nenne; wir sind zu nahe verwandt, das macht's - ach, des Papstes Dispens kann die trüben, bösen Träume nicht verbannen." Waldemar war ernst geworden, sinnend schwieg er. - Die Markgrafin aber fuhr fort; "Wir sind zu nahe verwandt, laß unö den Heiligen Gebete und Opfer bringen, daß der Himmel die Sünde uns nicht anrechne, und unsere Gebete anhöre. Waldemar stand auf: "Die Heiligen geben es!" -Stumm schritt er im Gemach umher. Jetzt sprengte ein Reiter daher, die Zugbrücke rasselte nieder, hinein ging's in den Hof, die Stiegen hinauf, und in daö Gemach des Markgrafen trat Hecco von Falkenheim. Letzteren Namen trug er von dem Schlosse, das er seit der Rückkehr vom Rostocker Kriege zum Lohn empfangen hatte. Waldemar ging demselben mit Hast entgegen: "Glück auf!" rief er ihm zu. "Welch" neue Mähr bringt Ihr? Wie steht's in Mecklenburg? "Die Städte rüsten sich zum Kampf, und hoffen Sieg, da Markgraf Waldemar ihr Bundesgenosse ist." -"Das ist er!" Und der Feind?" "Wird immer stärker. Unzählbar sind die Namen der Verbündeten." -"Und die Vasallen in der Mark?" -"Sind lau."- "Wer?" -"Nun die von Alwensleben, Kroicher, Buch und wie sie Alle heißen,- Sie schwanken." "Wie- Alle?! Auch Nikolaus von Buch, mein Truchseß?! Ist dies der Grund, daß er seit Wochen ferne bleibt?" -"Vielleicht, vielleicht auch nicht. Ich hörte es im Vorüber fluge, denn andere Nachricht künde ich." "Was hast Du? sprich!" "Der Kaiser ist gestorben!"- "Der Kaiser,- wie, der Kaiser Heinrich!?! - "So ist's! Er ist beim Abendmahl erkrankt. Die Hostie mag nicht ganz gut gewesen sein. Er ist in Italien gestorben." (24 August 1313.) Waldemar hatte der letzten Worte nicht Acht. Sinnend ging er auf und ab, die Hand an der Stirn, sein Auge glänzte, und voll neuer Hoffnung sprach er die Worte; "Der Kaiser ist gestorben".- Die Markgräfin vernahm die Worte, sie lehnte am Fenster, Thränen rollten ihr von dm Wangen und mit tiefem Schmerz sprach sie wieder: "Ich möchte Mutter sein."-

"Mord und Brand!" rief Henning von Gardiz, und schlug mit dem Eisenhandschuh auf den Eichentisch, daß es dröhnte, "ein Bündniß mit Stralsund geschlossen, mit den Krämern? Mord und Brand!" "Er hat's" rief Arnold Sacken. "Erst mit dem Dänen gegen Rostock im Bunde, wider Erwartung und jetzt nach kurzem Frieden, wo die Städte Greifswald, Stralsund, Rostock und Wismar neuen Krieg beginnen, jetzt schlägt er wider Erwarten sich zu den Städtern.


Das Räthsel löse, wer da will". -"Der Markgraf Waldemar hat seinen Kopf für sich," lachte Heinrich von Stavenow. - "Mord und Brand!" Wenn er ihn nur noch so lange oben tragen wird," polterte Henning von Gardiz. Was meinst Du Alvensleben?" "Ich meine, wenn der Herr Unsinniges treibt, dann müssen wir recht für ihn handeln." - "Waldemar ist nicht mein Herr", rief Droiseke von Kröchern. "Die Vormundschaft ist um." "Noch nicht", fiel Bernhard von Buch ein, "und dann ist felbst Johann auf Waldemars Seite." "Mag er es," rief Stavenow, "ich bin es nicht. Dies Bündniß mit den Städtern, dies Verlassen sämmtlicher Freunde ist ein Verrath an Fürsten und Ritterpflicht. Ich stehe nicht zum Waldemar.


" -"Wir nimmermehr!" riefen die Meisten der Versammelten, und schlugen an die Schwerter. Es dauerte lange, ehe wieder Ruhe eintrat; da nahm Albrecht von Alvensleben das Wort; "Der Markgraf Waldemar ist mit den Städten, namentlich mit Stralsund, wiver seine sämmtlichen frühern Freunde in ein Bündniß getreten. Dies Bündniß ist eine Schande für den Fürsten, wir haben es versucht, ihn davon abzubringen, wie es Pflicht und Recht gebeut, doch umsonst. Den Eisenkopf bringt Nichts zurück! Die Städter können und dürfen nicht triumphiren; drum bin ich von heute ab ein Feind des Waldemar; wer mit mir ist, der hebe sein Schwert!" - Die Schwerter rasselten aus den Scheiden, und als von Alvensleben den Kreis überblickte, da hatten Alle, Nikolaus von Buch ausgenommen, das Schwert gehoben. "Und Du - und Du allein, stehst nicht zu uns?" redete Alvensleben ihn an, indem sein Blick fest auf ihm haftete. - Der Truchseß richtete sich auf, sein Auge glühte und mit edler Begeisterung sprach er "Ich steh zu Euch - doch bleib ich, wer ich bin - des Waldemar Freund." "Mord und Brand!" rief Gardiz, "nicht warm, nicht kalt - Schwert hoch!" (Fortsetzung folgt).

 

(Der Volks-Freund Ein gemeinnütziges und unterhaltendes Volksblatt für gebildete Leser. Herausgegeben von C. G. v. Puttkammer, Selbstverleger de Volksfreundes. Berlin 1846. S. 61-62.)


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1317 Graf Heinrich von Schwerins Klage wegen Markgraf Waldemar und Heinrich I von Stavenows Kinder

Am 25 april 1317 war Waldemar in Berlin, und vereignete der Stadt Perleberg den Graben des Schlosses dasselbst, welcher insgemein der Wall gennant wird. (Riedel Codex D B I 133) Der Krieg Waldemars mit dem Grossem bunde an dessem Spiesse König Erich von Dänemark stand, war noch durch seinen Frieden beigelegt, allein alte Thiele hatten sich überzeugt dass bei der Fortfestung desselben nichts zu gewinnen sei. Bis dahin hatte man noch immer über die Frage gestritten, wer den krieg angefangen, und den Broderdorffschen Wertrag gebrochen habe. Inzwichen der Familie Stavenow, der offensichtligch im Auftrag Waldemars dem Dorf Herzfelde entwältigt haben. Nach diesen geschichte wird die Kinder Heinrich von Stavenows Mecklenburger.

 

"Wir Graf Heinrich von Schwerin beschuldigen Markgrafen Waldemar das er binnen der zeit, wo wir sein versagter Mann und sein Rath waren, und sein Arges von Ihm erwarteten, und weder ihm noch seinen Mannen recht verwiegerten unser gantzes Land beraubte zwichen der Neustadt und Schwerin, und zwichen Neustadt und Mernytz; er hatte uns gelobt zu helfen und zu hegen, und hat das nicht gethan, wodurch wir grossen Schaden haben, wie wir wohl beweisen mögen, wohl auf 5000 Mark löthigen Silbers, und bitten dass er uns den Schaden erseze. Wir beschuldigen ihn auch, dass er uns Unrecht thut an unserer Grenze zwichen Neustadt und Grabow, an beiden zeiten der Elbe, wovon wir grossen Schaden haben. Wir beschuldigen ihn ferner, dass er uns wehret und hindert in unserer hälsfte des landes zu Lenzen an Dienst und anderem Rechte, das wir da haben. Ferner verlangen wir, dass man herrn Heinrichs von Stavenow kinder mit dem Hause zu Stavenow und Gorlossen und mit andere Gute, dass Sie von uns haben zu rechtem lehne, wieder weisse an uns, wie dass festgesetzt wurde. Wir beschuldigen auch dem Markgrafen Waldemar, dass er uns unseres Dorfes zu Hertzfelde entwältigt hat, und bitten, dass er uns darauf antworte, und den Schaden, den wir haben ersetze."

 

Auf diese beschuldigungen antworte wir Markgraf Waldemar altso:

"das wir dass nicht getan haben und des unschuldig sind. Wenn er spricht, dass wir Ihm gelobt hätten ihm zu helfen und ihn zu hegen, darauf antworten wir also: das wir dass getan haben, insofern, als wir es zu recht thim sollten. Spricht er aber ferner davon, so wollen wir darum thun, was die Biere für recht erkennen, auf welche wir unsere sache gestellt haben. Wir antworten auch darauf, wenner uns beschuldigt, dass wir ihm unrecht thun an der Grentze zwichen der Neustadt und Grabow av beiden zeiten der Elbe, dass wir dass nicht tun, denn so wie die Grenze von Alters her gestanden hat, genügt sie uns. Wir hindern ihn auch nicht in dem lande zu Lentzen, denn wir halten es dort nicht anders, als wie es von unseren Eltern auf uns gekommen ist. Wir sagen auch wegen Herrn Hinrichs von Stavenow Kindern, das sie ihr Gut von Ihm empfangen, welches sie von Rechtswegen von ihm haben zollen, und ihm davon leisten, was sie von Rechts zu thun Pflichtig sind. Dawieder sprechen wir nicht. Wir haben ihn auch nicht des Dorfes Hertzfeldes entwältigt, indem wir es halten, wie es an uns gekommen ist; hat er irgend darauf rechte, zo wollen wir thun, wie Biere Sprechen, dass es recht sei, auf welche wir unsere sache gestellt. Hierauf sprechen wir herr Drohnsede und herr Henning von Blankenburg bei unseren Treuen und unseren Siden, dass Recht sei, und wir nichts Rechteres wissen noch erfragen können. Nechdem der Markgraf spricht, er sei unschuldig, so soll er der sache unschuldig werden, mit seinem Side auf den Heiligen. Wir sprechen auch, dass er recht sei, wenn der Markgraf sagt, dass er ihn verdedingt habe, wie er zu Rechte sollte. Beschuldigt er den Markgrafen ferner, das er dass nicht getan habe, so mag er dessen unschuldig werden mit seinem Side auf dem Heiligen. Wir Sprechen auch um die Grentze, von welcher der Graf redet, dass das Recht ist, wenn mann die Altstassen zu ihr hinführt, und soll die Grentze halten, wie sie von Alters her gestanden hat. Wir Sprechen auch, dass es Recht ist: hindert der Markgraf dem Grafen im dem Lande zu Lentzen in irgend einem Stüde, so soll der Markgraf das abstellen und soll darauf antworten, als Recht ist. Wir Sprechen auch auf Herrn Hinrichs von Stavenow Kindern, das Sie ihr Gut von Grafen empfangen sollen, welches sie zu Recht von ihm zu erhalten haben, und sollen davon leisten, wozu Sie verpflichtet sind. Wir sprechen auch um Hertzfelde, da soll er Ihn wieder einsetzen. Spricht dann jemand dem Grafen deshalb zu, da soll er davon Antwort geben, wie Recht ist; hat aber der Markgraf in diesem Kriege dem Grafen nichts an dem Dorfe entwältigt, und wollte der Graf dann deshalb aufsprechen, so soll er Tage Sessen für Seine Mannen, und soll ihm seiner Mannen Recht Gestatten .Hierauf haben wir dies Recht besiegelt mit unseren Insiegeln, dasselbe Recht wollborden wir herr Busse von der Döllen und Herr George Hasenkopp, und haben heran zum Zeugniss unser Insiegel gehängt mit der Vorbennanten zwei Insiegeln."


(Quelle: Diplomatische Geschichte des Markgrafen Waldemar von Brandenburg vom jahre 1295 bis 1323 unmittelbar auf den quellen dargestellt. Zweiter Teil. Verlag M Simion. Berlin 1844. AvKarl Friedrich von Klöden s 265-266.)


1319 Ritter Gerhardus de Stavenow II (Markgraf Woldemar I), der Jüngere Linie nach Neumark (Stavenow II)

Markgraf Woldemar belehnt ben Johannann von Hagen mit den Dörfern Rabbuhn (Radun?) und Granzin (Neumark), wie rote er solche bon von den von Wedel besessenen, am 26 Februar 1319. 


1319 26 Februar (Feria II. post dominicam invocavit) Markgraf Woldemar von Brandenburg verleiht dem Ritter Johann von Hagen und dessen Erben das Dorf Radun (Radduhn) im Arnswalder Kr) mit 66 Hufen, mit Aeckern, Wiesen, Weiden, Holzungen sammt der Bede, dem Wagendienste, dem Patronatsrechte über die dortige Kirche, dem höchsten und niederen Gerichte, überhaupt mit allem Rechte, wie es die von Wedele besessen hatten, und 31 Hufen im Dorfe Grantzin (Granzin im Arnswalder Kr) mitallem Rechte und aller Nutzung, wie es die von Wedel bisher gehabt.Unter den Zeugen: Die Ritter Henning von Blanckenborg und Gerard von Stavenow (II).


(Quelle Riedel 1. Hptth., Bd 18 S. l03 fg.- Vgl Klöden's Waldemar Th 2 S. 300; v Raumer's Neumark S l00, Anm 11, S. 101, Anm 18 Berghaus Landbuch Bd 3 S 489. Die v Stavenow waren im Lande Königsberg begütert. Vgl Neumärk. Landbuch S 86. und dazu v. Raumer, Anm 3.)


Nos Woldemarus, Dei gratia Brandenburgensis et Lufatie marchio, Recognoscimus in his scriptis, quod honesto militi domino Johanni de Hagen ejusque veris heredibus contulimus et per prefentes jufto feudi titulo conferimus villam Radun, cui adjacent fexaginta fex mansi, cum pleno jure, cum agris, pratis pafcuis, lignis, cum precaria, fervitio curruum, cum jure patronatus ecclecie ibidem, cum supremo el inferiori judicio et plane cum omnibus limitibus, sicut illi de Wedele a nobis poffiderunt, pacifice possidendam. Infuper contulimus ei in villa Crantzin triginta unum mansos cum omni jure, fructu, commodo, libertate atque limilibus, sicut idem miles ad ipsis de Wedel prius noscitur possedisse. Dictus quoque miles et sui heredes a dextrarii fervitio fedebunt a data presentium ad fex annos continuos supportati. Et si dictum militem decedere contigerit ab hac luce, extune dicta bona cum omni jure et libertate, sicut superius expressum est, conferre tenebimur ejus natis cum omni benevolentia sine cujuscunque pretii datione. Hujos rei testes sunt nobilis vir Guntherus comes de Keverberg, Henningus de Blanckenborg, Droyseco dapiser, Gerardus de Stavenow, milites, Heinricus, ecclesie Stendalienfis quondam Decanus, Tidemannus, prepositus in Gransoy, et dominus de Luchоwe, nofter capellanus, cum aliis fide dignis. In cujus rei testimonium noflrum Sigillum presentibus est appensum. Actum et datum Anno domini MCCC et decimo nono, feria II post dominicam invocavit.


(Quelle: Aus Dichmanns Urkunden Sammlung des Köngl Geheimen Staatsarchives. Codex Diplomaticus Brandenburgiensis. Erster haupttheil oder

Urkundensammlung und Geschichte der geistlichen Stiftungen, der adligen Familien, so wie der Städte und Burgen der Mark Brandenburg. A.F. Riedel. Morin, Berlin 1850. s 103 und 104.)


Anm: Gerhard wohl Sohn zu Peter v. Stavenow zu Blankenfelde.

Peter Stavenow, wohl Sohn zu Gerhard de Stavenow ernennt 1252, 1275. 


Dieses Jahr 1319, ist Markgraf Woldemars letzte als Markgraf. 

 

Am 14. August 1319 war der Markgraf Waldemar, der Große genannt, aus dem Hause Ascanien, gestorben. Mit ihm war die Sonne, die unter seiner Regierung so voll und warm über die Mark geschienen hatte, in die Nacht gesunken. Hatten auch unter seiner Regierung verschiedene Kämpfe stattgefunden, so war aus seiner Hand doch reicher Segen über die Mark gegossen. Der Adel war mit Land begütert, ohne daß er Steuern entrichtete, die Bauern waren vom Frohndienste frei und besaßen ihre Güter, von denen sie nur mäßige Abgaben entrichteten, erb- und eigenthümlich, die Kirche war durch reiche Zuwendungen an Abgaben der Städte und Bauern begütert, die Städte endlich befanden sich hinsichtlich ihrer Verwaltung in geordneten Zuständen. Der Handel, meist Tauschhandel, war im Schwunge und wurde nur beeinträchtigt durch die Unsicherheit der Straßen. Als Geld kursirten bereits in den Marken sogenannte ”Marken”, Schillinge und Pfennige. Eine Mark Silber wog ein Pfund, ein Pfund Silber gab 240 Pfennige, ein Pfund Gold hatte einen zwölffachen Wert des Silbers. Ein Silberpfennig war gleich 3 1⁄2 Silbergroschen, ein Silberschilling oder Goldpfennig gleich 1 Thlr. 12 Slbgr., ein Goldschilling gleich 14 Thaler 24 Silbergroschen, 1 Mark Silber gleich 28 Thaler 9.

Mit dem Tode Waldemars zerfiel der Wohlstand der Mark nach und nach. Sein minderjähriger Nachfolger,

Heinrich III., stand unter Vormundschaft des Herzogs Wratislav von Pommern und des Herzogs Rudolph von Sachsen. Der Streit um die Kaiserkrone, sowie innere Parteikämpfe, zerrütteten die Mark. Die Unsicherheit der Wege, das Räuberhandwerk hatten überhand genommen.


1322 De Kindere hern Hinrikes van Stauenoue scolen gelden hern Ygen van Konigesmarke sine scult

Von seinen beiden Söhnen, die auf Stafenow sassen, erscheint die jüngere Jan oder Johann als Brandenburgischer, der ältere Henning v. St. aber 1323 als Mecklemburgischer Vasall. Heinrich von Stavenow ist vor 1317 gestorben. Es heisst das Hinric v Schwerin (Zweryn) ”dat hus to Stauenowe bi uns unde bi usen reychten eruen eweliken to bliuende”. ”De kindere hern Hinrikes van Stauenoue scolen gelden hern Ygen van Konigesmarke sine scult,” Wenn Heinrich von Stavenow gestorben ist, muss man einen Schuld zu Herr Ygen auch genannt Yvo von Königsmark betzahlen. Viele indicien spricht für das er Verwandt war mit den Stavenows. Die beiden Geschlechtern war u.a. beide so genannte Spitzenschildgeschlechter und Führte demselben Wappen. Herr Yvo von Königsmark hat wohl einen Erbanspruche gehabt der aktuell geworden ist als Heinrich von Stavenow gestorben ist. 1375 hat die Wittwe von Königsmark  zum Leibgeding Güter der am anfang des 15:en Jahrhunderts gehört zur Familie Stavenow.



4345 1322. 25 B.

Wi Hinric, van der gnade godes greue to Zwerin, bekennen oppenbare in dessen breue, dat wi vns mit vnsme leuen ome hern Hinrike heren to Hekelenborch, vnde he mit vns verbunden vnde erenet hebben, eweliken tosamende to bliuende mit sloten vnde mit mannen in allen noden^ vp alleswene, ane de hirna vtghenomen sint, also hirna bescreuen steyU Wi senilen vnsem ome helpen vnde denen mit druteych mannen vp orsen^ vp sine cost vnde vein vnde vp sin vories, vp alle, de leuen, ane herloghen Erc van Slezewic, hertoghen Eric van Sassen, greue Nicolaus, vnsen vedderen, vnde greuen Hennicken van Holsten. Neme wi scaden in sineme denste an vengnisse eder an vorlust, den scal he ghelden. Yse om scal vns weder helpen vnde denen mit seslich mannen vp orsen, wer wis bedoruen, vp vse cost vnde vp vse win, vp alle, de leuen, ane hertoghen Rodolue vnde hertoghen Eric van Sassen, greue Gherde van Ryndesborch vnde sunderliken ane de van Wenden, de wile se bi vns omes denste bltuen. Nimt vns om scaden in vsme denste, den scal he suluen dreghen vnde gelden. Vnse vorbenomede om van Mekelenborch let vns mit goden willen de stat, hus vnde lant to Lenlzen mit den mannen vnde mit alle deme, dat darto hört, also he it heft, ane sodan got, dat in deme lande to Lentzen licht vnde bort to deme borchlene tome Nigenhus, dat scolen de bo[r]gere van vsme ome Tode sinen eruen to lene beholden vmbeworen, vnde ane dat dorp to Snakenborch mitme tollen vnde mit siner scede, also it licht, dat scal vns om vnde sin eruent beholden, vnde des scole wi en er[stan] to alme reychte. Werde vser \p kort ane sone, des got nicht ne wille, so sculde de stat, hus vnde lant to Lentzen mit den mannen vnde mit al deme, dat darto hört, weder vallen an Tsen om vnde an sine eruen. Yse om van Mekelenborch wisel ok an vns dat hus to Stauenowe bi vns vnde bi vsen reychien eruen eweliken to bliuende. Wold vns dar iummer iheman ane beweren hirna mer, dar scal he vse helper tyeghen wesen. De kindere hern Hinrikes van Stauenoue scolen gelden hern Ygen van Koningesmarke sine scult, de he redeliken bewisen maych, dat se eme sculdeych sint, also dat se eme vor iewelike hunnert marc scolen selten teyn marc geldes in erme gode; darmedb scal her Yge van deme hus gansliken ghesceden wesen. Wolde vse veddere greue Nicolaus vnses omes vigent werden vnde cunde wi vnsem ome nicht helpen darvmme minne oder reychtes, so sculde wi dar stille to sitten; vnde vnse om vnde wi scolen so eyn bliuen vnde vnser nen scal des anderen vigent werden dorch nemande. Dat wi desse deghedinghe siede vnde vast holden, dar hebbe wi mit vsen mannen: hern Bollen van Driberghe, hern Wernere van Haluerslal, hern Hinric Bauen, hern Hermanne van Klenowe, hern Ludeken Nigenkerken, hern Antonius vnde hern Johanne van Dambeke, hern Olrike van Driberghe, hern Hartewich Prene, hern Hartewighe van Sichusen, hera Ludolf Zwerin in Iruwen vppe louet. Tho belhuginge desser dinghe hebbe wi dessen bref ghegheuen, besegelt mit vnsen ingheseghelen. De iB ghescreuen thome Sterneberghe, na godes bort dusent iar dre huniiert iar inme twevndelwintechten iare, des' dingsedages vor der crusewekene. Nach dem Original im Haupt-Archive zu Schwerin. Das eingehängte Pergamentband trftgt das in Bd. lV, zn Nr. 2525^ abgebildete Siegel des Ansstellers. — Gedrackt in Beorkand. Ansfahmng des MekL Landesherrl. Rechts an das Gut Stavenow", AnL Nr. 3, und darnach in Eieders Codex dipL Brand. I, 2, S. 209. — Vgl auch 1322, Juli 13.

(Quelle: Mecklemburgiches Urkundenbuch. VII. BAim. 1322 — 1328. Schwerin, 1872. S 24)

 

Schloss und Lehn Stavenow ist im Jahr 1317 erblichen verloren zu den Grafen von Schwerin. Der Familie Stavenow bleibt vassallen zu den Grafen von Schwerin bis 1334.


Bilder

Unten links: Siegel Herrn Yvo (Ygen) von Königsmark von 1296.

Unten rechts: Siegel der Knappe Henningi de Stavenow 1323



1319-1324 Heinrich III - Minderjährigen Markgraf von Brandenburg

Mit dem Tode Waldemars zerfiel der Wohlstand der Mark nach und nach. Sein minderjähriger Nachfolger, Heinrich III., stand unter Vormundschaft des Herzogs Wratislav von Pommern und des Herzogs Rudolph von Sachsen. Der Streit um die Kaiserkrone, sowie innere Parteikämpfe, zerrütteten die Mark. Die Unsicherheit der Wege, das Räuberhandwerk hatten überhand genommen.

(Quelle: Chronik der Stadt Beelitz und der dazu gehörigen Kolonien Krosshof und Friedrichshof sowie des früheren Vorwerks Rummelsborn bearbeitet unter Anschluß der vorhandenen Urkunden von Carl SchneiderBeelitz, Druck und Verlag von Robert Kliemchen, 1888. S. 6)

 

1321 Stavenow aus der Gefangenschaft gelöst

1321 (R B:475). Verzeichnis der Pommerchen Kosten fur den Krieg gegen Brandenburg. Stavenow fur VII Talentae aus der Gefangenschaft gelöst.

 

 

1323 Henning v. Stavenow I Armigieri (Knappe) Mecklenburgischen Vassall (Stavenow I)

Den Prignitzen (Märkischen) Lehnen, u.a. Stavenow,  ging im Jahr 1317 zu dem Grafen von Schwerin über. Die Kinder Heinrich von Stavenows sind dann Vassallen dem Grafen von Schwerin geworden. Die haben doch mehrere Gütern vom Grafen als Lehn bekommen, u.a. Dorf und Schloss Gorlosen. 


1315 kämpfte Heinrich II der Löwe von Mecklenburg, im sogenannten Markgrafenkrieg gegen die Stadt Stralsund und gegen den brandenburgischen Markgrafen Waldemar, welcher in das Land Stargard eingefallen war. Die Belagerung Stralsunds musste Heinrich II. im Juli 1316 erfolglos aufgeben, konnte aber Waldemar bei Gransee besiegen und bekam mit dem Templiner Frieden vom 25. November 1317 die Herrschaft Stargard endgültig zugesprochen.


Im Jahr 1319 kämpfte er zusammen mit Graf Gerhard von Holstein erfolglos gegen die Dithmarscher. Diese siegten in der Schlacht von Wöhrden, aus der Heinrich II. nur mit Mühe entkam. Nach dem Tod des brandenburgischen Markgrafen Waldemar eroberte er die Prignitz und die Uckermark. Nach einem erneuten Krieg gegen Rostock, gelang es ihm mit den dänischen König Christoph II. am 21. Mai 1323 Frieden zu schließen.


Er erhielt die Herrschaften Rostock, Gnoien und Schwaan als erbliche Lehen von Dänemark. Im Krieg gegen den neuen brandenburgischen Markgrafen Ludwig I. (unter Vormundschaft des Graf Berthold von Henneberg) verlor er seine Eroberungen in der Uckermark und in der Prignitz und musste am 24. Mai 1325 gegen Abfindung Frieden schließen. Auch der Rügische Erbfolgekrieg nach dem Tod des letzten Rüganer Fürsten Wizlaw am 10. November 1325 endete nach hartem Kampf im Frieden zu Brudersdorf am 27. Juni 1328 nur mit einer Geldentschädigung. Am 21. Januar 1329 starb Heinrich II. 


Bild unten 

Der Siegel Henning v Stavenow I (Mecklenburgischer Vassall) LHA SN 1.1-12 Verträge mit dem Reich, Braunschweig-Lüneburg. Nr. 5. 1323.



Der Text des obigen Urkundes

Nos Fredericus et Heinekinus de Schepelitz, milites, Boldewinus et Conradus de Cruge et Henninghus de Stauenowe, armigeri, recognoscimus lucide in hiis scriptis, quod, cum magnificus dominus noster dominus Hinricus Magnopolensis in suum seruicium et protectionem specialem nos et nostros amicos receperit contra dominum Ottonem ducem Brunswicensem et alias, vbi necesse habuerimus, excepto domino nostro Hinrico comite Zwerinense (1), in iure nostro proplacitandos et fideliter defendendos, damus et committimus ei ex parte nostra ius et amiciciam prebendi et ordinandi vbique potestatem; in quorum altero si nos et nostros amicos promouere non valuerit, extunc nobis et nostris amicis iupendere debebit auxilium manuale. Municiones nostras, si quas propter ipsum dictum dominum nostrum Hinricum Magnopolensem obsideri vel circumuallari contigerit, debet redimere; et si aliquam earum ex parte ipsius expugnari seu perdi, quod absit, contigerit, ipse cum expugnatoribus huiusmodi conponere se non debet, nisi nobis dictas municiones recuperauerit, de nouo edificauerit, siue, soluerit, prout suis vasallis et nostris amicis uidebitur equum esse. Jnsuper michi Boldewino de Crûge debita mea, in quibus ipsum michi teneri obligatum probauero, ita soluet: videlicet in festo natiuitatis Cristi proximo quinquaginta marcas, in festo Walburgis proxime sequenti quinquaginta marcas et in festo Martini extunc continue futuro quinquaginta marcas Brandeborgensis argenti, асresiduum successiue, videlicet in quolibet festo Martini quinquaginta marcas eiusdem argenti, quousque totum habeam, quod potero demonstrare. Hanc autem persolucionem faciet michi et meis heredibus cum prompto argento vel pannis conputandis siue taxandis, prout suis vasallis et meis amicis videbitur equum esse. Cuius rei gracia nos et nostrorum singuli cum omnibus municionibus et amicis nostris, quos ad hec allicere possumus, suis et heredum suorum tenebimur adherere seruiciis contra quoscumque, excepto domino nostro Hinrico comité Zwerinense, nequáquam propter aliquem viuentem ipsi domino Magnopolensi vel suis heredibus inimicando, nec in terris suis rapiñas aliquas vel uiolencias committendo, sed omnes conductus suos aut aduocatorum suorum ratos seruando; ita tamen, quod, si aliquos subditorum ducis Brunswicensis per ipsum aut aliquem aduocatorum suorum conduci contingeret, hoc nobis ad duos dies antea demandabitur, ne tales contra conductum contingat per nostram ignorantiam inpediri. Castra et municiones nostras ipsi et suis heredibus seruabimus patentes, et cum decern armatis ipsum sequemur ab ista parte stagni et vltra stagnum nequáquam sub suis lucris, periculis et expensis. Et si in nostrum subsidium vltra Albeam vna nobiscum expedicionem fecerit, depaetacionem ibi lucratam pro expensis, quas fecerimus, percipiemus secundum numerum armatorum. Si eciam causa ipsius domini nostri Magnopolensis gwerram inire debebimus, extunc idem dominus Magnopolensis nobis dabit siue assignabit bona nostris bonis, que per suos inimicos depactari et incendi possunt, equiualencia, quibus bonis mediantibus nostra possimus illesa conseruare. Jtem, si aliquis princeps siue nobilis terras, in quibus nos moramur et mansionem habemus, in futuro a domino nostro Magnopolensi redemerit et idem dominus Magnopolensis tali principi siue nobili dictas terras, in quibus moramur, voluntarie et bono animo represenlauerit: tamen ipse dominus noster Magnopolensis nos in nullum principem siue nobilem debet remittiere, nisi fuerit de nostra volúntate. Super quibus omnibus et singulis per nos firmiter seruandis promittimus fide data. Jn cuius facti testimonium sigilla nostra presentibus sunt appensa. Testes huius sunt: Johannes Rosendal de Plesse, Wipertus de Lutzowe, Martinus de Hu da, Albertus de Klepizk, Johannes de Crocheren et Johannes de Plesse, milites, cum pluribus aliis fide dignis. Datum Stherneberch, anno domini M CCC vicesimo tercio, infra octauas beati Laurencii martiris.

Nach dem Original im Haupt Archive zu Schwerin

Siegel: 4 Spitzen wagerecht. In der beschädigten Legende steht ”Henningi” de Stavenowe”.

 

1324 Die Horden des K Wladislav

Stenzel erzählt S. 105: “Mrkgr. Ludwig rief in einem offenen Schreiben 1324 (zu Ende des Jahres?) die Bürgerschaften v Frankfurt und Müncheberg und die Vasallen des Landes Lebus zur Verteidigung der Freiheit und des Vaterlandes auf und versprach Ersahz alles Schadens, den sie dabei leiden würden. Dennoch drangen die Horden des K Wladislav, Polen, Littauer, Russen, Walachen in die Marken ein und verheerten bis gegen Brandenburg hin das flache Land auf die furchtbarste Art. Weber Kirchen noch Klöster, Mönche oder Nonnen, Greise oder Kinder und Weiber wurden verschont von der viehischen Wuth dieser Halbwilden gegen 200 Dörfer in Zische gelegt, über 6000 Männer (oder Menschen) gefangen in Leibeigenschaft fortgeschleppt. Doch konnte sich Wladislav nicht behaupten Die Bürgerschaften ber Städte Frankfurt und Brandenburg leisteten tapfern Widerstand und verfolgten die zerstreuten Schaaren der Feinde bis an die polnische Gränze” - Die Überschwemmung durch die polnische Pos polite mußte sich von selbst in Kurzem verlaufen aus Mangel an Sold und Unterhalt, nachdem sie ohne Zweifel gemäß damaligem, leider allgemeinen Kriegsgebrauch so viel möglich im offnen Lande (einen festen Platz zu nehmen ging nicht an) verwüstet hatte. Die Farben sind hier besonders stark aufgetragen und namentlich die nicht verschonten Kirchen und Klöster und gottgeweihten Personen hervorgehoben worden, weil das diente, den Papst als Veranlasser in recht gehässiges Licht zu stellen. Man behauptete sogar, es habe Johann XXII dem D. Orden bei Strafe des Bannes gebieten lassen, den von seinen Legaten zu Riga am 20 Oct 1324 auf 4 Jahre. mit K. Gedimin abgeschlossenen Waffenstillstand oder Frieden pünktlich zu beobachten und den Liltauern, welche Polens König zu Hilfe ziehen würden, nichts in den Weg zu legen. Es war wohl zu beklagen, daß der Henneberger sein Pflegeramt niedergelegt und sich zu K Lud. begeben hatte, der dat. München 3 Aug 1324 ihn ermächtiget, die Pflege des Markgr. Ludwig, wenn er sie nicht mehr führen kann oder will, irgend Jemand zu übertragen, zugleich bekennend, daß er dem Gr. Berthold um den Dienst in der Mark und gen Dänemark für Sold 2,500 Thaler Heller schuldig sei, wofür sich derselbe an der Mitgift bezahlt machen könne, die der dänische König seiner mit Mrkgr. Lud. zu vermählenden Tochter gibt, oder sonst (!) in der Mark Das Pflegeramt übernahmen in Brandenburg die Grafen v. Lindow, welche leider mit manchem Herrn nicht gut standen. Der Polen Einbruch, welcher sich bald wiederholen konnte, trieb an, die heimischen Händel gütlich beizulegen und sich zum Widerstand gegen den barbarischen Feind zu vereinigen. Heinrich der Löwe v. Mecklenburg hatte sich im Mai 1322 durch das Bündniß mit Gr. Heinrich v. Schwerin verstärkt; im Aug. 1323 begaben sich die v. Scheplitz v. Kruge und v. Stavenow in seinen Schuh und verpflichteten sich ihm zum Beistande. Mit diesem mächtigen Herrn kam es nun zu einer Sühne; man findet einen Rechtspruch der Mannen und Rathmannen zu Perleberg, Kyritz, Prizwalk, Havelberg, Freienstein und Meienburg v. 2 Febr. 1325 zwischen Herrn Heinrich v. Mecklenburg und Mrkgr. Ludwig; dit is geschehin na der bord gods 1325 in Lichtmesse dage; ferner einen Bunbbrief der genannten Städte und eines Theils der darum gesessenen Ritterschaft zu gemeinsamer Auftechthaltung ihrer Sicherheit, gegewen und geschrenen na der dort godes 1325 in deme neisten sundag he na Lichtmißten (6 Febr.) in der stad tu (L)Siriz Vollständig verglich sich Mrkg. Ludwig mit dem Mecklenburger erst im Mai 1325, und dieses und Städtebünbnisse kamen dem Wittelsbacher so zu Statten, daß er in der Mark feindliche Angriffe von außen nicht sonderlich mehr zu fürchten hatte. In der Nähe waren noch die Herzoge v. Pommern, mit denen aber auch scheint ein Vergleich unterhandelt worden zu sein, und der Erzbischof v. Magdeburg zu bekämpfen, wovon wir bald wieder hören werden.

(Quelle: Synkroniche Geschichte der Kirche und der Welt im Mittelalter Sid 675, 676, 677 VII Ztr III Abschn 3 Heinrich dei Löwe v Mecklenburg.)


1332 Henning I und Jan von Stavenow I - Herr Yvo von Königsmarck - Herr Gans zu Putlitz (Stavenow I)

Die Herren Gans zu Putlitz und der Familie Stavenow am ersten mal Urkundlich zusammen ernennt. (Letzten mal 1464, Heine Stavenow, auf dem Beuster).

 

1332 5.1. Im Walde vor Plau (MU 5358: R A II:275). Die Fursten Johann III und Johann II zu Werle teilen ihre Pfandbesitzungen in der Prignitz unter sich auf: Johann III bekommt dabei die Schlösser und Guter Folgender Hessen: Otto Edler Herr Gans, Herr zu Putlitz, Ritter Yo von Königsmark, und die Knappen Baldwin von dem Kroghe nebst dessen Vettern Conrad und Johann v.d.K. , Henning von Stavenow und dessen Bruder, Markward von der Huhe und dessen Bruder, Georg von Garstenbuttel, Claus von Quitzow und dessen Bruder, sowie Otto Hunger.


Bild unten

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1334 Henning von Stavenow I verplichtet sich under Otto und Gunzel Edle Herren Ganz dem Markgrafen von Brandenburg gegen die Herrn von Werle beizustehen (Stavenow I)

Henning von Stavenow und sein Bruder (Jan/Johann), soll seinen Schloss Stavenow dem Markgrafen .

 

1334 15.8. Neuhausen (MU 5533: R A II:211). Wir Otto und Gunzel Edle Herren Gans (Gänse), Herren zu Putlitz, Herr Eckhard von Diebow und die Knappen Henneke von Bulow, Gumprecht von Alsleben, Baldwin von dem Kroghe, Markward von der Hude und Henning von Stavenow bekennen und bezeugen in diesem Briefe, dass wir getreulich geloben, mit gesamter Hand den achtbaren leuten Otten von Ylburg, Drost des Markgrafen, Herrn Beetken von Wildbergh und Herrn Henning von Jagow, Ritter, dass wir uns nicht aussöhnen wollen mit den Wendischen herrn und ihren helfern, und auch in Ansehung unser Vestungen und unser hauser uns nicht vergleichen wollen, es sey denn mit unsers Herrn des Markgrafen Rath und Willen. Das bezeugen wir in diesem Briefe, den wir mit unsem Insiegel bestetiget haben, und gegeben ist nach Gottes Geburt MCCCXXXIV, an unser lieben Frauen Tage, als sie gen himmel fuhr; zu dem Neuen;Hause. Alles dieses soll der Brief der vorbekannten Leute enthalten. Diess sind die Schlösser derselben: Putlitz haus und Stadt, Krywitz Haus und Stadt, Rumphagen, Retsdorf, Lentzen Haus und Stadt, Gorlosen, Dömnitz, Stavenow. Dass sie mit diesen genannten Schlössern zu des Markgrafen Diensten seyn sollen, und ich ihm darüber ihre offene Briefe schaffen will, das gelobe ich Otto Gans mit aller Treue in deisem Briefe, woran mein Insiegel hänget.


Anm: Schloss Stavenow gehörte 1319-1345 dem Grafen von Schwerin. Einer Zweig der Familie scheint den Grafen von Schwerin treu zu geblieben haben (Sieh 1414 Stralsund, Michael Stavenow). Der anderen Zweig, ist Markgraf Ludvig I 1337 treu geworden. Diesen Zweig sehen wir in die Zukunft u.a. als Pächter bei die Herren Gans zu Putlizt. Der Neumärkichen Zweig, Peter, Conrad und Gerhard scheint Valdemar getreu geblieben als Conrad als Markgräflichen Ritter 1319 ernennt ist, das ist zwei Jahre nach Heinrich v. Stavenow und seine Kinder zu den Mecklenburischen und Schwerinschen seiten wegen Waldemars entscheid überging. 

 

Anm: In diesen Urkunde wird auch der Famliie von Bülow genannt. Diesen Familie sehen wir in viele Zusammenhangen in die Zukunft. Z.b. Hans Stavenow heiratet im 17en Jahrhundert einer v. Bülow in Pritzwalk, Clauss Stavenow und der Burgermeister von Bülow der Stadt Laage in Mecklenburg sind zusammen ernennt als ruinierte im Kriegesjahr 1640, 1667 ist einer von Bülow pate bei ein Kindtaufe in Lübeck. Christian Nicolaius Stavenow kauft das Erbzinsgut Arfrade von Christian Friedrich von Bülow 1788). 


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1337 Henning v. Stavenow I und Jan v. Stavenow versöhnt sich mit Markgraf Ludvig I

1337 26.3. Brandenburg (MU 5976: R A II:212). Markgraf Ludwig versöhnt sich mit den Gebrudern und knappen Henning und Jan von Stavenow, Diese versprechen ihm Schloss Stavenow offen zu halten. Dafur bekommen sie 20 Mark Silber jährlich.


A 8

XIV. Aussöhnung des Markgrafen Ludwig mit denen von Stavenow und Annahme der Letzten zum Dienste des Markgrafen, im Jahre 1337


Wir Ludvig etc, bekennen, dat wi mit guten willen vnd mit vordachten mute heben tuo vnsern dinste genommen di eraftigin (Ehrenhaften) knappen henninge vnde Jan bruder genannt de Stauenowe mit erem hus tuo Stauenowe also, dat dat hues tuo Stauenowe vuser oppen hus vnd slot wesen schal vp alle dy leyben: vnd war vns des not ist. Wi scholen ock jan vnd henninge von Stauenowe vorbenommet vorteydigen ires rechten, wor in des not ist vp alle di leyben; vnd war wir in nicht rechtes oder minne helpen mugen, wenne si vns manen, darnach vbir vir wokin schule wir in helpen mit aller macht. Wer ok dat wi von irom hues vorbenommet vrlogen welden, so scole wi in geuen jegen vrede gnug alle ires gutes. Vortmer vmb dat ander vorteyl das schal stan vp hern Jan von Bouch vnd vp hern henrik von Crochern. Wer ok dat her Jan von Buch vnd her henrik von Crochern abegingen, so scholen wi eynen vnd si eynen dar tuo kysen, darvp scholden ez denne stan. Wer ok, dat ir eyne afginge, so scholen wi vnd di von Stavenowe an beyden siten eynen in sin stet kysen, dar et denne vp stat. Wi Scholen ok dise vorbenomede henninge vnd Jan von Stauenowe alla iar tuo vnsem dienste halden scolin. Wer ok dat dise vorbenommenden von Stauenowe ir hus vorluren von unsern dinste, des nicht gesche, so scholden wi vn dat gelden darna binnen eyme haluen jar. Alse vnse manne twei vnd ire frunde twey, di wi vnd si dar tu keren, spreken, dat wi dat gelden scolen. Vmme alle dise vorbenommende stuke hebben wi diselben von Stauenowe genommen tuo gnadden vnd hebben in vor laten vnd vergeuen alle vnwillen, den wi tuo vn haddin an roue, an brande vnd an allen stucken, war si broken vnd schaden dan hebben in vse landen, des fulin si vnd alle di, di durch iren willen darvmb vordacht sin, eyne rechte vnd eyne gantze sune hebben vnd wi scholen in vnd den eren der gewaren vor uns vnd vor alle di durch vnsen willen tun vnd laten wollen, sunder allerlei twyugel vnd hynder.

Similem litteram dederunt ipsi domino. Actum et datum Brandenburg nach godisgebort drizzen hundert iar darnach in dem seuen vnd drizzegesten iare des mittewoches vor letare. 

Nach dem Leipziger Copialbuche der Vogtei Haveleberg. Bl. 11 Nr. XXII. 

 

 

1339 Ein Vertrag zwichen Ludvig I und Graf Heinrich zu Schwerin

1339 28.7. Pritzwalk (MU 5976; R A II:212). Markgraf Ludvig schliesst mit Graf Heinrich zu Schwerin einen Vertrag, wodurch Ritter Johann von Buch mit Knappe Berthold von dem Kroghe und dessen Verbundeten den von Alsleben, den von Lutzow, Henning und Jan von Stavenow und Otto Hungar Versöhnt wird.

Märkische Forschungen. Ernst & Korn, 1843 S. 267.


XV Vergleich des Grafen Heinrich von Schwerin mit dem Markgrafen Ludvig zur Aussöhnung Johanns von Buch mit Berthold von Kruge uns seinen Helfern denen von Alvensleben, von Lützow, von Stavenow und Hunger, vom Jahre 1339.


Wy Heinrich von der gnade gots grefe to zweryn bekennen in desser scrift, dat wy hebben gedegdinghet mit vsem heren dem erbarn vorsten margrefe Ludovig von Brandenborg vmme scelinghe, de so is tuchen hern Jan Buch vnde sinen hulperen af eyne syd vnde Berthold von me Croghe vnde sinen hulpern den von alsleue, Lutzowen, Henninge vnde Jane van Stauenowe vnde otten hunger af ander syde, eyne stede gantze sone alsus, dat hern Jan Buch scal don vor usem hern dem vorgsproken an minne oder an rechte, wes eme sinen heren vnde mannen dunket redelik wesen. Dat fülue scal Berthold vnde sine helperen vor vns hern Jo. wedder don. Vortmer vmme de dignisse, de vordinghet is, wat der vt komen is, dat scal also bliuen, war der nicht vt komen is, dat scal los wesen, vnde alle vanghene dar to an beydin syden. Were dat we des nicht dom wolden, dar scole wy dem vogenannten vsem heren vp helpen mit ganzer macht. Dat fülue scal he vs weder don. In cuius etc. Dat. pritzwalg anno domini M. CCC, XXXIX. Feria IV, post Jacobi. (25 juli)

Nach dem Copialbuche des Markgrafen Ludwig tit. Zwerin Holtfacia 

 

 

 

Um. 1345 Der Stauenower Lehnsbrief

Ludvig I weiß das er nicht das unbestrittene Recht zum Schloss Stavenow habe wenn Jan von Stavenow und seine Vettern damit belehnt sind.

 

Markgraf Ludwig versöhnt sich mit Knappe Jan von Stavenow I und dessen Vettern (Henning Stavenows Kinder), belehnt Ihnen Erblich mit schloss Stavenow, das ihm offen stehen soll, und verspricht ihnen andere Guter als Ersatz, wenn der Graf zu Schwerin ihnen Dorf Granzin einziehen wurde. Er behält sich das Oeffnungsrecht und Auskaufsrecht am Hause Stavenow vor.


Wenn sie nicht dem Dorf Granzin behalten können, sollen die anderen Gutern vom Markgrafen bekommen, "weder lygin, dat et en bequemlich were" die sollen Liegen wo es Bequemlich wäre.

Markgraf Ludvig I hat rund um Beeliz Bequemliche Güter.  Er sagt also auch das "Vorlorn sie ok ere huos van usin wegin, so scol we en dat gelden" also verloren Stavenow seine Haus Stavenow, weil der Markgrafen das recht zu belehnen Stavenow nicht mehr besitzt, dann soll er für dieses Haus Bezahlen.   


Anm. Ob diesen Lehnsbrief als vermutet in 1345 eingerichtet war, dann war es wohl in Beeliz eingerichtet, als Markgraf Ludvig I ein Jahr in Beeliz residierte 1345. Es kann gut erklären warum die abgeteilte "s.g. Ersatsgütern" rund um Beelitz befand sich. 


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Um. 1349 von Stavenow nach Beeliz

1349 24 März Verkaufen der Familie Stavenow eigenthum in Quitzow, in der Nähe von Stavenow.

 

1349 18.3. Perleberg (R A 25:23). ”Ich Jan von Stavenow und meine Vettern Henning, Conrad und Klaus, (+) Henning von Stavenows Söhne” bekunden, dass Junge Conrad von Quitzow 3 Hufen zu Quitzow (bei Perleberg) den Gebrudern Conrad und Henning von Quitzow verpfändet hatte, wonach die genannten Bruder von Quitzow Dieselben Hufen an die Gebruder (+) Henning und Jan von Stavenow verpfändet hatten.


Johann (Jan) und seine Vettern (patrueles), die Brüder Henning (Jo(hannes)), Konrad (Con.) und Klaus (Ny(colaus)) von Stavenow, bitten ihre Verwandeten (amicis), die "berühmten und ehrwürdigen" (famosis et honestis) Knappen Konrad (Con.) und Henning (Hen.), Brüder von Quitzow zu Bresch die drei Hufen in dem Dorf Quitzow den Herren und Kalandsbrüdern in Perleberg oder einigen welche diese dazu bestimmen haben sollen Sie nicht hindern in besitz zu nehmen.


Den höfen haben den v. Stavenows von Konrad d.J. von Quitzow gekauft und ihnen (den v. Stavenows) dafür 18 Mark Silber (marcus argenti) bezahlt haben. Die von Stavenows versprechen, die Auflassung ihrerseits nicht zu hindern und bitten um Bereitwilligkeit für sich und die Kalandsherren. 


  

 

1349 23.3. Stavenow (R A 25:25). Knappe Jan von Stavenow und dessen Vettern Gebrüder Johann (Henning), Conrad (II) und Nikolaus (I) von Stavenow bezeugen, dass der Kaland zu Perleberg die obengenannten 3 Hufen zu Quitzow – Junge Conrad von Quitzow gehörig – von ihnen fur 18 Mark Silber gekauft hat. Sie bitten deshalb von Quitzow die 3 Hufen dem Markgrafen aufzugeben, damit der Verkauf vollzogen werden kann. Quitzow sollte also sein Lehnrecht dem Markgrafen zuruckgeben, damit dieser der Kirche die Hufen schenken könnte. Die Wettern Jan v. Stavenows besitzen noch Gut Breche. Bald danach muss also Gut Bresche und Schloss Stavenow in den Prignitz verkauft oder vertauscht geworden gegend die andere Gütern, das man als Ersatz vom Markgraf Ludvig I bekommen haben in den Barnimschen Kreis.


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Um. 1349 Der versöhnung mit die von Lützow

Der Familie Stavenow versöhnt sich auch mit seine Nachbaren. 

1349 8.11. Sternberg (MU 7006). Die von Lützow versöhnen sich mit einer Reihe von prignitzer Edelleuten, die von Baldwin von dem Kroghe geführt worden waren, darunter ”Jan von Stavenow und die seinigen”.

 

1353 Haben Stavenow offensichtlich schon Prigniz und Schloss Stavenow verlassen. In einem Urkunde, aufgerichtet in Stavenow von 1353 können wir sehen das Kersten Boesel schon Vogt zu Stavenow ist. Er wird später mit Stavenow belehnt.

 

1353 Dorf Stavenow 

Am 29 Juni 1353, zeigt das volgende Mecklenburgischen Urkundsabschrift das der Familie Stavenow, Schloss Stavenow schon verlassen habe. Der Familie Stavenow ist nicht mehr dabei. Doch findet wir Kersten Bosel, der 1356 mit Stavenow belehnt war als Gräflich Schwerinschen Amtmann in dieser Urkund. (MUB XIII. Band 1351-1355. 7792. S. 44 Schwerin 1894)


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Klickbar - MUB XIII Band 1351-1355.

 


1354 Markgraf Ludvig und Graf Otto von Schwerin compromittieren wegen ihres Streites über Perleberg, Mernitz, Neustadt und Stavenow auf das Erkenntniss der Herzoge von Mecklenburg und von Pommern, im Jahre 1354

Wi Lodewich die Romer van gods gnaden Marggreue tu Brandenborch, vnd tu Lusitz des heiligen Romisches Rikes ouerste kamrer Pahallantzgreue bie Ryne vnd Hertoge in Beiern Bekennen openbar, Dat Wi alla saken vmme Perleborch statt vnd Land vmd vmme alle ander stucke, dar vmme Greue otte vom Zweryn vns anclaget, als in synen clagebrifen begrepen is, den he gen vns gegeuen het besegelt med synem ingesegil, vnd ok in vnsen clagebrifen, dar wi en ynne vorclagen vmme dat hus tu Mernytz, die Nyenstat, Stafenow med allem det dar ty gehort vnd vmme allerleie ander saken, die in vnsen clagebrifen stan vnd in vnser antworde brife stan, den wi gen syner clage gegeuen hebben ok besegelt med vnsem ingesegil, gestat hebben vnd setten tu den hochgeborn forsten Barnym den Olden Hertogen tu stetyn vnd Hertogen Albrecht tu Mecklenborch vnsen lyuen Ohemen med eynander, dat sie eyntrechtleken tuschen vns vnd des vorgenannten Greuen minne vnd fruntschap dedinghen scholen med vnser volbortvnd yn recht spreken ok eyntrechtliken na eynem slechten rechte na der vorbenanten clage vnd antworde brife sage. Vnd louen dat stede vnd gantz tu holdene wat sie hir vmme spreken tu Stetyn vp deme dage, dortu wi nehest komen scholen, tu dedingen med vnsem vorgenannten ohemen von Mecklemborch vnd med sinem bruder, des dornstages na vnser vruwen Lichtmisse dagede nehest tu komende is, vnd oft die dach avegeit vierteyn dage darna, so scolen sie es ok macht hebben als vorgeschreuen stet. Met orkunde dieses Brifes, die vorgesegelt is med vnsem ingesegil. Gegeuen tu Granzoye. Nach crists geburt dritteynhundert iar In dem vir vnd venstigestem iare des nehesten donrsdages vor sente Thomas dage des heiligen apostelis. 


Nach dem im Grossherzogl. Mecklenburgischen Geh. und Haupt:Archive zu Schwerin befintligchen Original.


1356 Graf Otto von Schwerin verpflichtet sich die Burg Stavenow zu brechen und den Wiederaufbau nach dem Rathe des Markgrafen Ludwig einzurichten, Im Jahre 1356

Wy Otto, greue to zwerin vnde to Mhekenborch, bekennen openbare, dat wy van vns vnde van vnser eruen weghen hebben ghededinget myt dem hocheborene edelen vorsten, vnzwme leuen heren, lodewighe dem Romer van godes ghenaden Marggreue to brandenborch, vnde tu Lusitz vmme dat hues so Stauenowe, dat med dat nv breken scal vnde de darvppe syn scolen aue theen myt erer haue, de dar vppe is, vnde vnse man vnde vnze dener, de vorvestet syn nv, scal man vter vestynghe laten vnde war dar vp is, dat wy vns nvtte moghen maken, dat scole wy beholden. Vnde want ghebroken is, vnde vns dat evene kvmpt, le scole wy dat weder bowen, na rade vnde hulpe vnses leuen eghenannten heren markgreue lodewigh, vnde scolen dat to lene van em beholden, alzo vnse breue luden, de he vns dar ouer ghegheuen heuet, vnd scal vnde wil vns vnses rechtes vmme stauenowe vnde vmme andrer vnse vesten vnde lant vordeghedynghen, war vns des not is, vnde wy scholen em denen vnde helpen in aller wise, alzo wy unze breue eme, vnde he vns syne breue weder gegehuen hest: vnde nvze ome van Mecklenborch vnde wenden vnde de lude van den steden, de nv vor Stavenowe liggen, scolen aue theen weder to hus vnde vns an vnsen vesten vnde landen nynen scaden doen; vnde wil yemant vns besculdigen bynnen der tyt, dat de lantvrede steyt twischen hir vnde paschen nach der breue lude, de vnse here markgreue lodewich van brandenburch, den he heuet met den eghenanten van Mekelenburch, syme ome, vnde steden, so scale wy vor unseme eghenanten heren markgreue lodewighe to rechte staen vnde wy scolen richten ouer vnze vorghenante here marggreuw lodewich ouer vnse man, vnde ander vnse  vnde syne breue scolen yo in erer macht bliuen, myt vestynge desses breues, de ghegheuen is to parleberghe, nach godes ghebort drutteynhvndert yar an den ses vnde vestigensten yare an sunte mauricius daghe, des hilghen merteleres, dar by gewesen syn her rolf van langhen ridder, her johan van scepelice, kerchere to wittenborch vnze ouerste feriuer, vlrich van pentze, klawes van den kroghe, kersten vnde hannes brodere genompt bosel, hennyngh nygenkerken, johann berchteheyle knapen vnde andere guder Lude ghenoech.


Nach dem im K.K. Geheimen Haus: Hof und Staatsarchive zu Wien befindlichen Original.   


Anm:

1354 Will also Graf Heinrich von Schwerin das Stavenowischen Lehn zurückhaben. Als den Stavenows, als Brandenburger Belehnt mit Stavenow sind, müssen Sie dann umsiedeln. Man hat es wohl vorgesehn und hat wohl die Bequemlich liegenden Gütern um Beelitz als Ersatz bekommen. Als Markgraf Ludvig dieses Lehn zu den Grafen vesrpricht.

1365 verpfändet Graf Otto zu Schwerin Schloss Stavenow mit zugehörigen Dörfern an Kersten, Johann und Henning Bosel, Die Bosels werden damit belehnt vom Herzog Albrecht zu Mecklenburg. Stavenow ist also im Jahr 1365 Mecklenburgisches Lehn. (MUB XXIV S. 28)    


800 (Quo destructo ad aliud castrum non minus pericolosum et dampnosum se transferentes secundum cronicam Obotritorium Stavenowe nuncupatum, ipsum consimiliter expugnaverunt et solo equaverunt.

De isto autem Stavenowe in inicio obsidionis duo viri fortes et animosi exierunt in vigilia palmarum et contra XIIII cives viriliter dimicaverunt ac illesi ab eis recesserunt.

Unus eciam alius animosus de turri castri Gorlose in sua expugnacione se precipitavit et toto exercitu invito manus bostium evasit.)

(Die Chronica novella, Vandenhoeck und Ruprecht, Herrman Korner 1895 S 271)


1363 Zachaia Stavenow, Camerarica, Klosterjungfer in Kyritz

Für den unterhalt des Klosterjungfern war mithin in Reichlicher Weise gesorgt. Wie viele hier etwa Aufnahme fanden, darüber fehlen bestimmte angaben. Die Einrichtung war jedenfalls der andrer Frauenkloster entsprechend. Im Jahre 1363 finden wir ein Schriftstück unterzeichnet von einem Präpositus, drei Capellanen, der Elisabeth Stegne, Priorissa, Catharine Grapow, Lutgarde Beyersdorp, Cilleraria, Hillegunde, Sacristia, Zachaja Stavenow, Cameraria, Helegunde Glubitz, Scholarica, Gertrude Boetero, Cantarae, Euphenia, Partenaria, Gertrude Bertelow, Gertrude Wallre und andren glaubenswürdige Personen. Was die Klosterjungfern hier zu Ihrem Unterschrift empfingen, zeigt ein Wertzeichniss vom Jahre 1561 als das Kloster bereits dem Anssterben nahe war und Ihrer nur noch vier vorhanden waren. (Staatsarchiv zu Stettin: P. I. Tit. 105. Nr 9 und P.I. Tit. 105 Nr 1)

(Quelle: Baltiche Studien. Gesellschaft für Pommersche Geschichte und Alterthumskunde. Stettin 1882. Zweiunddreiziger Jahrgang. S 150.)

 


1345 Markgraf Ludvig I (den Aelteren) - Stadt Beeliz

Ludvig I den Aelterens vorliebe für Beelitz, wird sehr wichtig für den verständnis wo der Familie Stavenow ging nach 1349 und warum. Die sind wohl Ludvig I treu geblieben gegend den "Falschen Waldemar".

 

Als aus dem Kaiserkronen-Streit Herzog Ludwig von Wittelsbach als Kaiser siegreich hervorgegangen war, belehnte er 1324 seinen Sohn Ludwig I., den Aelteren, mit der Mark und auch mit Beelitz. Ludwig der Aeltere, dessen Regierung übrigens für die Mark segenspendend niemals war, verpfändete, gedrängt von der allgemeinen Geldnoth bereits 1328 Beelitz zusammen mit Treuenbrietzen, Görzke, Fürstenwalde, Bötzar und die Lausitz für 16000 Mark brandenburgischen Silbers an den Herzog Rudolph von Sachsen, löste dasselbe aber einige Jahre später wieder ein und bestätigte 1341 das Privilegium von Beelitz (das älteste bekannte Privilegium der Stadt), worin er alle innehabende und besitzende Gerechtsame derselben anerkannte.

 

Ludwig I., der Aeltere, hatte übrigens für Beelitz eine gewisse Vorliebe, so daß er sich im Dezember 1345 in Beelitz persönlich aufhielt, um das Darlehn an Rudolph von Sachsen ”das nach 12 Jahren nach Empfang des Darlehns und gegen Rückgabe der verpfändeten Städte am Martinstage zu Beelitz zurückgezahlt werden soll” zurückzugeben, auch, wie ein Privilegium von 1341 bestätigt, bezeugte, daß er Beelitz jederzeit treu befunden hätte. Die Treue für ihren Landesherrn hat Beelitz auch in späterer Zeit bewahrt, wie seiner Zeit nachgewiesen werden wird.


Anm: Es scheint als Jan und die Söhne Henning Stavenow II:s, Claus I und Henning II, mit Ludvig I zu Beeliz kam. Vermutlich verträgte man sich über welche Ersatzgüter der Markgraf für das Lehn Stavenow geben konnte.


Sein Wohlwollen für Beelitz übertrug aber Ludwig der Aeltere nicht auch auf die übrigen Städte der Mark, er bewarb sich nicht um die Liebe der Bewohner, begünstigte nur den Adel und kümmerte sich sonst um die Verwaltung dieses Landstrichs nicht. Die Folge davon war eine allgemeine Verwirrung des Rechtsbegriffs, der Adel artete zu Raubrittern aus, das Faustrecht blühte, - die Mark war öde mit verwüsteten Städten und Dörfern. Ein Krieg zwischen Ludwig dem Aelteren, in Verbindung mit seinem Vater, und dem Herzoge von Luxemburg, den Grafen zu Anhalt, dem Erzbischofe Otto von Magdeburg und den Herzögen von Pommern und Mecklenburg vergrößerte noch das Elend dadurch, daß ein böhmisches Heer unter Carl von Luxemburg in die Mark eindrang und die letzten Spuren der segensreichen Regierung Waldemars des Großen verwischte. Um die Bewohner der Mark gegen Ludwig I., den Aelteren, vollständig aufzubringen, verbreiteten seine Feinde, die verbündeten Heerführer, Waldemar der Große sei nicht gestorben, er habe eine Sünde büßen wollen und sei nach dem gelobten Lande gepilgert. Seine Freunde habe er aufgegeben zu verbreiten, er sei gestorben. Jetzt sei er aber wiedergekehrt. Im Kloster zu Chorin sei ein fremder Leichnam beigesetzt. Der Erzbischof von Magdeburg und die askanischen Fürsten von Anhalt und Sachsen bestätigten die Angaben. Sie führten einen Greis in Pilgertracht mit sich in die Mark, der an Gestalt dem Markgrafen Waldemar dem Großen ähnlich sah und an einem Siegelringe, den er trug, als der echte Waldemar sich zu erkennen gab. Eingedenk ihres einstigen Wohlstandes unter dem echten Waldemar jubelte die Mark auf. Fast alle Städte und Dörfer eilten mit offenen Armen dem wieder erstandenen Waldemar entgegen, der auch mit freigebiger Hand überall, wohin er kam, Rechte und Freiheiten als Landesfürst urkundlich bestätigte. Aber nicht allein die verbündeten Heerführer, sondern auch die der Mark benachbarten Fürsten, ja selbst Kaiser Karl IV. Erkannte den neuen Waldemar als den echten an. Der Kaiser belehnte ihn mit der Mark und bedrohte alle diejenigen mit der Reichsacht, die ihn als den wirklichen Waldemar nicht anerkennen würden. Nur wenige Städte widerstanden dieser Drohung. Unter diesen werden besonders Frankfurt, Brietzen und Beelitz genannt. Brietzen und Beelitz verbanden sich untereinander und ist noch ein handschriftliches Versprechen in Betreff dieser Verbindung Seitens der Rathmänner von Beelitz vom 7. März 1349 vorhanden, das also lautet: ”Wir radmanne von Beelitz bekannen, das offentlich in dissen prive, das wir mit der Vulbort user Burgergemeine haben uns verehnet und zusammen gelobet mit den radmanne von der Brietzen mit der Vulbort irrer Burger Gemeine, das wir nimmer getreten oder gelassen willen von unserm Herren Markgraf Lodewich, Markgraff zu Brandenborg, und sinen rechten erben henider si enlazen vns mit vingher und mit zunghen abeschen und gegeben vuz dicce puff. Nach Gotts geburt dusend Jar und 10 Dr. Kanzemüller, Chronik von Spandau 11 Magistrats-Acten B 61 drihundert Jar und in tenun und virzigisten Jahre an den sunabent nach aller man vaste. Unter unsem Ingesigel.”Die Folgen des Bündnisses blieben nicht lange aus. Es entspannen sich hartnäckige Kämpfe um und in beiden Städten, doch ist Ludwig siegreich daraus hervorgegangen. Als Dank für die Treue belegte er Brietzen mit dem Namen Treuenbrietzen, verlieh an Beelitz 1350 den See zu Seddin und bestätigte letzterer Stadt 1351 das Privilegium der Abgaben-Freiheit.


1365 Claus Stenouw I Ratman und Henning Stenouw II, Lehnbürger zu Beeliz (Stavenow I)

1365 XVL Ritter Nicolaus Falco und die Stadt Belitzunterwerfen sich wegen der von ihnen dem Domkapitel zu Brandenburg zugefüghten Beschädigungen dem Auspruche des Ritters Hans von Rechow und eines Burgers zu Brück, am 8 Februar 1365 angab.

 

Wy ritter Nicolaus Falco, Ridder Hans und Eric, sine Sone, vor Ju Johanse van Meydeborch, Executore in deme Stychse tu Brand, des hylegep Scendes der Ghesetze der Provtnzen tu Meydenborch und vor alle den, die dessen Bryf hören edder sya bekennen dat wy umme den Rof und Schaden den wy hebben ghedan den erbarn Herren, Hern Dyderike van der Schulenborch, Provefte, und fyme Capistele tu Brandeburg in oren Dorpereo tu Plotzyn und tu Nyendorp ghedan bebben, dar wy und dy Rallude. und Borgere van Belitz wente noch in juweme Banne fynt geweft, willen und fcolleadun, wes Her Hans van Rocbouwe, Ridder, und Thomas, Borgber tu Brück, uns fpreken oder beten, dar wy vnd fy it tu geghan fyn, gantz uter Handt: vnd reden und loven deme vorfprokenc Hern Dyderyke van der Sculenborcb, Provefte, und fime Capittele tu Brandeburg Tarnender Hant entruweo, sunder alleiieyge Arghelyfl, dat wy, dy wyle he levet, he fy ochle blyve Proveft ochle he werde, in welker Achte dat he fy, fyne nochle des Capitleles zu Brandenburg Vyend nuramer wyllea noch fcolen werden, noch wy noch alle dy ghene, dy dorch unfen Wyllen dun und laten wyllen, fcolen en noch met Rade noch met Dade hynderen ochte fchaden, by der felven Wyle und Tyd, dy he levet, funder utgenomen, des Ghod nycht en wylle, unfer Erfheren Vorften open Orloghe. Anders fcole wy uns weder fy allen Tyd an Rechte laten ghenugen. Hyrumme wer et, dat uns weder fy ochte en weder uns iöht fcelende werde, des fchole wy tu unfer Vrunde eyn und fy to orerMan ochte Vrunde eyn fetten; ochte war dy twe des nycht entrichteden noch enkunden, so hebbe wy an beyden Syden gekorn tu eyme Overraannne Hern Hanfe van Rochouwe ergenant, ochte oft syns tu kort worde, so scole wy' an byden Syden an dy Stede eynen anderen kysen. So wes dy Overman dar umme spreke tu Rechte ochse tu Myane, dar scole wy und sye unsan laten genughen. Kunde wy aver denne neynen Overmann gekysen, an beyden Syden, dy dat wolde noch enkunde entrichten, so scole wy uns an Rechte laten genügen und neyne Ghewalt mer darna laten ghan. Weret nu, des Gott nummer wylle, dat hyr namales wy oder unfer Sone ennych Hans und Eryk oder ymant van unfer wegene on Rove oder an anderen Scaden an deme ergenanten Proefte Dyderyke, dy wyle he ummer levet, ochte an deme Capittele tu Brandenberg oder an oren Luden ochte an erme Gude vorgrepen, fo vorwyllekore wy uns In desme seiuen Bryve faanender Haet und yweleke funderleke met den nafcrevene Ratluden und Borgeren tu Belitz in deme Banne in aller Svernisse des Bannes tu synde und tu wesende, alfo wy weni noch umme desse vorgeschyn Rof synd ghewest, so dat gy vorsproken Johans Executor ochte iuw Nakomelinke scolen und mogen sunder allerleye Ladunghe, Clage und Manunghe und suoider allerleye ander Gerichte den Ban und alle Svernysse des Bannes over uns geven und laten kundeg und holden alfo wente noch weder uns gheholden is. Tu Tughe des Gelovedes und des Wyllekores, so hebbe wy unse Yngesegele alle dry an desme Bryve laten henghen. Und wy Cun Widbrytzen, Vromeke Widbrytzen, Tyle Meynes und Heyne Bescorn, Ratlude de Stad tu Belitz und Peter Grumbeke, Claus Widbrytzen, Claus Stenouw und Ty Sculte, olde Ratmanne und Gesworn Lude derselven Stad tu Belitz, bekennen in deffelven Bryve, dat wy van unser wegen und unser gemeynen Borgere wegen uns vorwylkoret hebben und vorwillekoren uns ok vor in vorgenanten Johanse Executore met den vorgenttten Hern Nicolaus Falken und synen Sonen Johanse und Eryke samender Hant und sundes like tu synde und tu wesende in den Banne und in aller Svernysse, also wy wente noch met en Gut gewest, in allen Dinghen, also itzunt ghescreven is, ochse sy ochte orer ennych boven ore versproken Lovede und defslen Bryf sich ummer ochte wenneyr hernamales vorgrepe. Tu Thuge des Wyllekores so hebbe wy ok unser Stad Insegel met oren Insegelen ghehanghen an deslen Bryf Und wy met sy bidden iu Johanse Executore demudychlychen, dat gy uns in der Persone Petrus van Granzoye unses Sculemefleres, den wy iu met dislem gegenwordyghen Bryve gemeynleken senden, deme wy dat bevolen hebben unde bevelen in desme selven Bryve, ghemeynliken senden deme wy dat bevolten hebben unde bevelen in desme selven Breve dat gy uns dy unse dy byrvmme in dem Banne synt, up deslen Wyllekor wyllene ut den banne losen und lozslaten kundeghen, wen genadicbleke Bute in Gode, dy gy uns setten in syner Personen, dy wyl wy gerne beiden. Desse Dedynghe synt ghescyn und desle Bryf is ghegeven tu Lenyn in deme Klöstere, na Codes Bort dritteynbundert Jar in deme vys vnd sostigesten Jare, des Sonavendes bynnen den acble Daghen der Epyphanyen. Over desse Dedyngbe, Gelovede unde Wyllekor synt ghewesen dy acbtbarn, werdyge und vrome Lude, Herf acob Abbad tu Lenyn, Her Heynryk, Perrer tu Harkowe, unde Her Jan Vycenytz, Perrer tu Lyp, Her Hans van Rochow, Ridder, Wychard van Rochowe, Thomas, Hans Blanckenvelde, Herme Menghenstorp, Borgere in der Nyenstad tu Brandenburg und veel ander gude Lude.

(Quelle: Codex Diplomaticus Brandenburgensis. Zehnter Band Riedel Berlin 1856 S 127-129).

 

1375 Henning Stenouw II und Claus/Nicolai Stenouw I und ihre Mutter die Wittwe geb. v. Königsmarck (Beeliz)

Viele Umstände Sprechen für das die Lehbürgern Henning und Claus/Nicolai Stenouw in Beelitz sind die Söhne Henning Stavenow I. U.a.

1 Ihren besitz rund um Beelitz wo Ludvig I wohnte 1345

2 Die Gûtern Ihre Mutters als Leibgeding in der Oberbarnim (die Wittwe v. Königsmark).

3 Das anschliesenden inhab von Gütern der Familie Stavenow in der Oberbarnim, früher Eigentühm Ihrer Mütter, spricht für das die Söhne Henning v. Stavenow I:s seine Besitzungen in der Prignitz verkauft oder vertauscht haben und nach Beeliz zog. 


Die Stavenows sind im Landbuch Kaiser Karls IV 1375 als Stenouw, Stenow, Schenow und Steinow ernennt. Der Schreiber hat diese Buchstabierungsvarianten durchaus benutzt. Der Familie Stavenow ist doch nicht der einzige Familie der nicht korrekt buchstabiert sind im Landbuch. Vermutlich hat es mit dialektalen unterschiedlichkeiten zu tun oder das der Schreiber einfach nicht der Name korrekt interprätiert habe. Möglicherweise könnte nicht Hennings Söhne lesen oder schreiben. Wenn man die Namen in Kaiser Karls Landbuch lest, entdeckt man viele Namen, mit sehr ungewöhnliche Buchstabierungsvarianten, nicht nur unsere Familie. Der Familie Scheint in ein Ûbergangszeit als Wohllebenden Bürger in Beelitz zu sein, mit ungewöhlich grosse einkunften vom Markgrafen als Lehn. Danach tauchen die Söhne Claus Stenow I:s, Hans I und Claus III auf mit buchstabirungsvarianten als "Stawno"/"Stawna"/"Stafeno" uzw. auf als Lehnsleute zu den nachvolgenden Markgrafen.

 

Die Wittwe von Königsmarck mit den Leibgedinge in u.a. Gut Woldenberg war also wohl die Ehefrau Henning v. Stavenow I:s (+ 1345). Henning Stavenow I war befreundet mit Herr Yvo von Königsmark und ist in mehrere Urkunden zusammen mit ihm ernennt.


Claus Stavenow I starb im Jahr 1375 während die entrichtung des Landbuches. Warum ist die Wittwe als v. Königsmark ernennt und nicht "Wittwe Stenouw"? Den Gütern als Leibgeding wurden möglicherweise vor seiner Heirat mit Henning Stavenow in seiner Mädchenname gegeben.


Dafür konnte Sie als inhaber diesen Gütern vom Leibgeding als Wittwe v. Königsmark genannt werden. Es könnte auch so sein das Sie seinen Mädchenname lieber behalten wollte wenn sie Werwittwet geworden ist. Das Leibgeding war Persönlischen Eigenthum einer hochgeborenen Frau, gegeben von seine Familie die Zukunft zu sichern, wäre es so das seiner Mann es nicht könntest.


Den Gütern der "Wittwe Nicolai Stenow", wie Falkenberg, (nachbargut zu Woldenberg), sind von Claus Stavenow I geerbt im Jahr 1375.     


Einkünften vom Markgrafen als Lehn

Henning Stavenow II (Beelitz)

1375 Henning Stenow II Beeliz Neuendorf Pacht, Zins und Lehen vom Markgrafen Neuendorf bei Brück

Brücko, Ortsgeschichte: Neuendorf bei Brück wird 1337 erstmals urkundlich erwähnt. 1375 wird der Ort bereits als "Nyendorf prope Brugge" bezeichnet. Die Bedeutung des Namens ist klar; das neue Dorf. Doch ist unklar, warum es so bezeichnet wurde (zur Unterscheidung von einem älteren Dorf in der Nähe?). 1375 war die Feldmark in 44 Hufen eingeteilt, davon hatte der Pfarrer 2 Freihufen. Der Lehnschulze besaß vier Hufen. Er mußte außerdem das Lehnpferd halten, für das er 1 "ferton" (= Vierdung = 1/4 Mark) geben mußte. Die Besitzgeschichte ist äußerst kompliziert. Der Lehnschulze mußte eine (Sonder-) Steuer von 27 Schillinge Pfennige Finkenaugen, vier Scheffel Roggen, drei Scheffel Gerste und sechs Scheffel Hafer an Ritter Hennigh de Zeyeser (Ziesar) bezahlen. Jede Hufe bezahlte an Pacht sechs Scheffel Rogen und 1 1/2 Scheffel Hafer, ausgenommen davon sind zwei Hufen, die acht Scheffel Roggen und 4 1/2 Scheffel Hafer bezahlen mußten. An Zins mußte jede Hufe drei Schillinge Finkenaugen entrichten, auch hier waren wieder zwei Hufen ausgenommen, die 7 1/2 Schillinge Finkenaugen als Zins entrichten mußten. Die Bede betrug für jede Hufe 3 Schillinge und 3 Pfennige Finkenaugen, 1 1/2 Viertel Roggen, 1 1/2 Viertel Gerste und 3 Viertel Hafer. Vier Hufen gaben 3 Mandeln, oder auch Mandelkorn. Es waren 11 Kossäten im Dorf ansässig, von denen vier je 2 Schillinge und 2 Hühner bezahlen mußten. Die anderen Kossäten gaben 1 Huhn und 1 Schilling. Außerdem mußten die Hüfner 31 Hühner abgeben (allerdings unter Einschluß der Hühner, die die Kossäten abgeben mußten). Die Abgaben des Kruges betrugen 16 Schillinge Finkenaugen. Folgende Personen waren Nutznießer der bäuerlichen Abgaben. Ein gewisser Helmyr hatte die Pacht und Zins von 10 Hufen von alters her vom Markgrafen als Lehen. Hennigh Stenow, Bürger in Beelitz hatte Pacht und Zins von 2 Hufen, ebenfalls als Lehen vom Markgrafen. Cune Schulte bezog Pacht und Zins von zwei Hufen, ebenso ein Altar in Beelitz. Pacht und Zins von vier Hufen gingen an Heyne Tolner, und ebenso von vier Hufen an einen Altar in Treuenbrietzen. Ein gewisser Slywener, Bürger in Beelitz war Nutznießer von Pacht und Zins von zwei Hufen; der Schulze von Michendorf von drei Hufen. Holst, ein Bürger in Spandau bezog Pacht und Zins von einer Hufe, Arnt von Sticken, zusammen mit seinem Bruder, Pacht und Zins von vier Hufen. Pacht und Zins von je zwei Hufen gingen an Nycolaus und Tyle Wulff und an den Vasallen Mukum. Die Bede, das Obergericht und die Wagendienste der Bauern standen Ritter Hennighus de Seyeser (Ziesar), der diese Rechte aber weiter an einen gewissen Stynen verliehen hatte. Dieser Stynen hatte sie aber wiederum an einen Bruseke und dieser an einen gewissen Falke weitergegeben, der sie gewaltsam ("violenter usurpavit") von Agneta Luders an sich gebracht hatte. Die v. Ziegesar blieben aber im Besitz des Dorfes bis 1582. In diesem Jahr kam es an die Familie v. Seelen. 1599 kam es in den Besitz der v. Bernewitz, die es bis 1690 hatten. Danach hatte es bis 1726 ein gewisser Barth, Bürger zu Berlin; von 1726 bis 1733 ein Girschner, von 1733-1737 ein Ludwig aus Magdeburg, dann eine Familie Schmidt, die das Gut um 1830/36 an die Familie Kaehne (ab 1840 von Kaehne) verkauften, und in deren Besitz es bis 1872 blieb. 1481 waren 10 Hufen unbebaut und es gab nur noch einen Kossäten im Dorf. Die Pfarre war schon 1459 Mutterkirche mit der Tochterkirche Reesdorf und gehörte zur Sedes Belzig.

 

1375 Henning Stenow II Schönfeld Bez. Zwei Hufen

Ortsgeschichte: Der Ort wird urkundlich erstmals 1337 genannt ("Schonevelt"). Die Grundworte "schön" und "-felde" gebrauchte man in der Kolonisationszeit häufig zur Ortsnamenbildung (Fischer, 1970). 1375 hatte der Ort 32 Hufen, davon hatte der Pfarrer drei Freihufen. Der Schulze hatte für seine vier Freihufen das Lehnspferd für den Markgrafen zu halten. Anscheinend hatte er sich jedoch von dieser Pflicht durch einen Geldbetrag freigekauft. Er mußte an Bede und für die Haltung des Pferdes 65 Groschen in Geld sowie 5 Scheffel Roggen, 5 Scheffel Gerste und 10 Scheffel Hafer an Fromken Witbritzen, Bürger in Beelitz bezahlen. Jede Bauernhufe mußte 7 Scheffel Roggen, 3 Scheffel Gerste und 4 1/2 Scheffel Hafer Pacht und 3 Schillinge Zins bezahlen. Dazu kam noch eine außerordenliche hohe Bede (Steuer) von 4 Groschen an Geld, 2 1/2 Viertel Roggen, 2 1/2 Viertel Gerste und 5 Viertel Hafer. Außerdem lasteten noch weitere nicht spezifizierte Abgaben von einer Mandel (Mandelkorn; Getreidemaß) auf jeder Hufe sowie 3 Finkenaugen ("vinkones", urspr. pommersche Geldeinheit). Es gab sechs Kossäten im Ort, die insgesamt 32 Hühner und pro Kossäte 1 Schilling und 3 Finkenaugen bezahlen mußten. Pacht und Zins gingen an verschiedene Bürger und Institutionen. An einen Altar in Treuenbrietzen gingen die Abgaben von 2 Hufen. Cune und Baldeken Wytbritzen, Bürger in Beelitz, hatten die Einnahmen von 3 1/2 Hufen. Sasse, ebenfalls Bürger in Beelitz, hatte die Abgaben von 10 Hufen vom Markgrafen zu Lehen. Jacob Mukum, ein Kanoniker in Brandenburg, hatte Pacht und Zins von zwei Hufen. Andreas Holft, Bürger in Spandau hatte die Abgaben von 3 1/2 Hufen, Hen Stenow und Heyne Czabel, beides Bürger in Beelitz, besaßen die Einnahmen von jeweils zwei Hufen. Letzterer hatte diese Abgaben als Lehen eines Rantwich. Die Bede (Steuer) ging an Fromken Witbritzen, Bürger in Beelitz, der auch das Obergericht innehatte und die Wagendienste der Bauern in Anspruch nehmen konnte; alle Abgaben und Rechte waren Lehen des Markgrafen.

“Hen Stenow ciuivis in Belitz super II mansos pactum et censum a Marchione”

http://userpage.fu-berlin.de/engeser/potsdam-mittelmark/schoenefeld/schoenefeld.html

 

1375 Henning Stenow II Sedyn/Seddin bei Beeliz

Henning Stenow Civis in Beelitz habet VIII modios silignis III modios auene et VI folios et IIII pullos. (Landbuch S 142)Ein Saarmunder Amtsdorf (Amt Potsdam) ¾ Meile nordöstlich von Beelitz. Im Landbuch v. J 1375 wird dieses Dort als Sedyn mit 20 Hufen aufgeführt, von welchen der Schultze 3 freie und 1 Zinshufe besass und das Lehnpferd halten musste. Die übrigen 16 Hufen besassen die Bauern gegen Entrichtung von Pacht, Zins und Bede. 8 derselben mussten für die Kahn Ficherei im See einen besonderen Zins entrichten. Die Abgaben erhoben; der Markgraf, Rudolf v Oppen, Busse v Schönow, Helmir v Wedering, Otto und Hans v Heinrichsdorf, Rom, Schultze und Stenow in Beelitz und Grunig in Jüterbog.

(Quelle: Fidicin Die Territorien der Mark Brandenburg Band III Berlin 1860 Die Territorien der Mark Brandenburg: Kreis West-Havelland. S 55.)

 

1375 Henning Stenow II Elsholz Bei Beeliz 3 Km

Henning Stenow civis in Belitz habet I chorum Filignis a Loser i pheudum. (Landbuch S 142)

 

1375 Henning Stenow II Wirbritzen Hebungen aus Saarmund

Henning Stenow civis in Belitz habet XXIIII folios vincorum a Wulf Ad altare in Belitz I talentum vinconum.

 

1375-1412 Henningo Stenow II Hebungen aus Borck Slavica (Wendich Bork)

Rittergut und Dorf. Wendichen Burg gennant und gehöret denen von Brand, von Lindow. Henningo Stenow ciui in Belitz de palude ubi pecora eorum habent sascua Molendinum dat II chorum siligninis ad altare appropriatum in Belitz. Steynow predictus habet XXXIII solidos denatriorum. Tyle Wulff habet XVII solidos denariorum a Marchione. Nach dem Landbuche v. J 1375 hatte Wendisch Bork 26 Hufen, vom welchen die hüfner deren Zahl erst später auf 12 angegeben wird, Bede, Zins, Huhner und Tier zu entrichten hatten. Von dem Bruche, auf welchem sie ihre Wiheweise hatten, mussten sie zusammen 30 Schffl. Hafer entrichten. Von den Abgaben hatten zu erheben; ein Altar in Belitz, die Bürger Wittbrietzen, Stenow, Weyne, Helims und Wullf daselbst und R . v. Oppen. Die Gerischtsbarheit besass der Markgraf und Herrmann Oberz v Oertiz. Die meisten der Berechtigten besas hatten ihre Güter vom Markgrafen erworben, woraus sich abnehmen lässt, das dieses Dorf vor noch nicht langer Zeit erst gerstrüdelt sein mochte. Im Jahre 1412 empfing Hans v Oertiz das ganze Dorf mit allem Zubehör zu Lehne.

(Quelöle: Fidicin Die Territorien der Mark Brandenburg Band III Berlin 1860 Die Territorien der Mark Brandenburg: Kreis West-Havelland. S 4)


Nicolaus Stavenow I (Beelitz)

1375 Claus Stenow I Wildenbruke/Wildenbrach Gehort von Rochow

Item “Claus Stenow ciuis in Belitz IIIII modios avene Item Kaput IX modios auene et VI solidos"(Kaiser Karls IV Landbuch S 151)


Anm: Claus Stavenow I lebt also noch im anfang des Jahres 1375, aber starb wohl kurtz während dieses Jahr (nach diesen Eintrag im Landbuch gemacht wurde). 

 

Nicolaus Stavenow I:s Söhne (Beelitz)

1375 Nicolaio Stenow I:s Söhne Lagerwich Antiqua Langerwisch bei Beeliz.  7 km von Michebndorf

Filii Nicolai Stenow (Söhne Nicolaus Stenow) habent III motios siliginis et III motios siliginis et III modios ordei.

 

1375 Filii (Söhne) Nicolai Stenow I:s in Plessow Werder/Havel 10 km von Beeliz

Filii Nicolai Stenow cuivis in Beelitz habent XXVI solidos in censu. Ein Dorf der reichen und mächtigen Wichards von Rochow.


1375 Die Söhne Nicolai Schenow Hebungen von Michendorf bei Potsdam

Nach dem Landbuch Karls IV. von 1375 hatte Michendorf 32 Hufen, von denen der Lehnschulze fünf freie Hufen hatte. Es wohnten keine Kossäten im Dorf; es gab aber bereits einen Krug. Der Schulze hatte für seine fünf Freihufen eigentlich ein Lehnpferd (für den Markgrafen) zu halten.Die Abgaben der Bauern gingen nicht mehr alle an den Markgrafen, sondern dieser hatte Rechte an verschiedene Bürger der Städte Beelitz, Brandenburg und Treuenbrietzen sowie erstaunlicherweise auch einen Bauern weiter verliehen. Die Söhne des Nicolai Schenow, Bürger in Beelitz, hatten Hebungen in Höhe von einem Wispel und 18 Scheffel Hafer. Filii Nicolai Schenow civis in Belitz habent XIII folidos.

 

Wittwe Nicolaus Stavenow I (Beelitz)

1375 Dorf Stücken Hennyng Stenow II und Witwe Nicolai Stenow I

Ortsgeschichte: Der Ort wird im Landbuch von Kaiser Karl IV. erstmals urkundlich erwähnt. Fischer (1970) leitet den Namen von mnd. "sticke, sticken" ab (Stecken, in die Erde geschlagener Pfahl). Der Name des Nachbarortes Körzin leitet sich von ursl. Kyka, "Stock, Stumpf" her. Fischer denkt an eine Namensübertragung (und Übersetzung) dieses Ortsnamens auf das benachbarte deutsche Dorf. 1375 hatte das Dorf (nur) 30 Hufen, davon hatte der Pfarrer 2 Freihufen. Busse Schonow und sein Bruder hatten sechs Freihufen zu ihrem Hof in Stücken. Zwei Hufen gehörten zum Rittersitz derer von Heinrichsdorf. Jede abgabenpflichtige Hufe mußte 9 Scheffel Roggen, 7 Scheffel Gerste und 6 Scheffel Hafer an Pacht abgeben. Der Zins betrug 4 Schillinge pro Hufe. Die Bede (Steuer) betrug 2 1/2 Schillinge, 2 1/2 Viertel Roggen, 2 1/2 Viertel Gerste und 5 Viertel Hafer. Es gab 22 Kossätenstellen, von denen aber nur 16 besetzt waren. Jeder der Kossäten mußte 6 Pfennige und 1 Huhn zahlen. Nicht weiter spezifizierte Abgaben waren drei Obuli von jeder Hufe und drei Obuli von jedem Kossäten. Außerdem mußte jede achte Hufe eine Mandel (= Mandelkorn; Getreidemaß) abliefern. Der Krug hatte 1 Talent und 1 Huhn als Abgabe zu zahlen. Die Abgaben der Mühle waren mit 10 Wispeln Roggen und einem Huhn vergleichsweise hoch. Die Abgaben verteilten sich auf eine große Zahl von Nutzungsberechtigten. Von den Mühlenabgaben standen dem Markgrafen noch 4 Wispel Roggen zu. Die Witwe des Nicolai Stenow bezog 2 Wispel Roggen von Heinrich von Buten. Die Witwe von Sticken hatte 1 1/2 Frustra und 4 Scheffel vom Markgrafen als Lehen. An den einen Altar in Beelitz gingen 10 Scheffel Roggen, an den anderen Altar 20 Scheffel. Jakob Mukum, Kanoniker in Brandenburg, hatte Pacht und Zins von 4 Hufen, davon gingen aber 5 Schillinge und 5 Scheffel an Andreas Holft, Bürger in Spandau. Die Witwe des Grambeke bezog 1 1/2 Wispel Roggen, 24 Scheffel Gerste, 11 Scheffel Hafer, 20 Groschen und 1 Huhn. Andreas Holft, Bürger in Spandau, bekam 9 Scheffel Roggen, 6 Scheffel und 1 Viertel Gerste, 2 Viertel Hafer und 16 Groschen. Heyne Czabels und sein Bruder hatten 15 Scheffel Roggen vom Markgrafen zu Lehen. Tyle Wulf hatte Einnahmen in Höhe von 18 Scheffel Roggen, einem Wispel Gerste, 3 Scheffel Hafer und 17 Schillinge Pfennige. Weitere 21 Scheffel Hafer und 4 Scheffel Roggen gingen an Jakob Mukum. Heyne Czabels, Bürger in Beelitz, hatte einen halben Wispel Roggen vom Markgrafen zu Lehen. Heyne Frittze, Bürger in Treuenbrietzen, hatte 4 Scheffel Roggen auf Lebzeiten, die nach seinem Tod an Jacob Mukum zurückfielen. Otto von Beelitz hatte Einnahmen in Höhe von 4 Scheffel Roggen, 4 Scheffel Gerste, 4 Scheffel Hafer und 10 Schillinge vom Markgrafen zu Lehen. Weiter hatte dieser einen Hof, 4 Schillinge und vier Scheffel Gerste. Hans Schulte in Beelitz war der Nutznießer von Pacht und Zins über 2 Hufen. Otto und Hans von Heinrichsdorf bezogen 13 1/2 Scheffel Hafer, 6 Pfennige und 1 Huhn. Hennyng Stenow, Bürger in Beelitz war mit 28 Scheffel Gerste vom Markgrafen belehnt. R. von Oppen, Ritter, erhielt vier Schillinge. Das Obergericht und die Wagendienste waren noch im Besitz des Markgrafen.

 

Frenzel von Buden Martendorf bis 1450, Heinrich von Buden auch Mahl von Buten genannt wird war 1375 zu Miersdorf, Schmökewitz (bei Dahlwitz) und Zeuten (Bei Dahlwitz) im Teltowischen Kreise zu Hönow im Niederbarnimischen und zu Stückenim Zauchischen Kreise begütert Vermuthlich hatte die Familie ihren Nahmen von dem Teltowischen Dorfe Beuten welches sonst Buten hieß.

Wohl hat Stavenow auch etwas im Dorf Stücken, als von Buten die Wittwe Roggen gegeben hat, und als Henning Stavenow kriegt Gerste als Lehn vom Markgrafen. (Hans und Bethke Stavenow kriegt Hebungen vom Markgrafen aus Dahlwitz 1433).

(Quelle: Geschichte des ehemaligen Bisthums Lebus und des Landes dieses Nahmens. Wohlbrück Berlin 1829. Zweiter Theil. S 218)


(Anm: Hier ist Nicolai I tot. Seine Wittwe und Söhne haben auch einkünften vom Lehn, Nicolai I muss also im Jahr 1375 gestorben sein.)

 

1375 Nicolaus Stenow I:s Witwe Friedrichstorf, Frechsdorf, Freedsdorf bei Beeliz

Relicta Stenow habet IIII choros et II modium auene a Hinrico de Groben. Als abgabenberichtigte werden genannt: die v. Wederinge, Arndt v Sticken, Rudolf f Oppen, Otto v Beelitz, Rom, Wittbriezen, Stenow, Luder und Weyne zu Beelitz und Grunow zu Jüterbog. Der Markgraf betzog der gutsherrlichen Rechte: Obergericht, Wagendienste (Patronat)

(Quelle: Fidicin Die Territorien der Mark Brandenburg Band III Berlin 1860 Die Territorien der Mark Brandenburg: Kreis West-Havelland. K. S 14.)


1375 Nicolaus Stenow I:s Witwe Einkunften aus Wirbritzen

Relicta Stenow (Wittwe Stenow) in Belitz habet II choros filiginis aus Wirbritzen.

(Quelle: Ewald-Friedrich Graf von Herzberg, Römisch-Deutsches Reich Karl IV. (Kaiser) S 143.)

 

1375 Wittwe Nicolai Steynowynne zu Beeliz Hebungen aus Falkenberg (Nachbargut zu Gut Woldenberg)

1375 Die Wittwe zu Beelitz erhilt also Hebungen von Falkenberg, Nachbargut zu Woldenberg in der Oberbarnim. 


1598-1608 ist auch Frau v. Stavenow und Samuel Salvart Besitzer der Rittergut und Dorf Falkenberg.

Oberbarnim, Kreis Teltow, Berlin. Falkenberg (im 14 und 15. Jahrhundert Valkenberge geschrieben), ein Dorf und Rittergut, 1 1/2 Ml. nordöstlich von Berlin an der Chaussee nach Freienwalde belegen, gehört dem wirkl. Geh. Rath, Grafen Friedrich Ludwig v. Arnim Blumberg. 10 km nördlich von Woldenberg.

Geschichte Dorf und Rittergut Falkenberg. Ein Gutsarchiv mit der Bestandzeichnung Pr. Br. Rep. 37 Falkenberg/Niederbarnim war vor dem Zweiten Weltkrieg im GStA PK vorhanden, wurde jedoch während des Krieges vernichtet.


Dieses Dorfes geschieht zuerst in einer Urkunde vom J. 1370 Erwähnung, in welcher der Markgraf Otto den Städten Berlin und Cöln 8 Stücke Geldes jährliche Rente übereignet.(5) Weitere Nachricht giebt das Launbuch vom J. 1375. Nach demselben hatte Falkenberg 52 Ackerhufen, wovon 3 dem Pfarrer, 1 der Kirche und 10 zu dem Hofe des Tyle v. Bern (Beeren) daselbst gehörten. Die übrigen 48 Hufen gehörten den Bauern. Von sämmtlichen Hufen wurde Pacht, Zins und Bede entrichtet. Diese erhoben verschiedene Personen als Jahresrenten. Diejenigen Renten, welche die Städte Berlin und Cöln erhielten, hatten die Rathleute den dortigen Bürgern Rutzer und Holekanne cedirt. Es waren 8 Kossäthen und ein Krug im Dorfe. Den Markgrafen wurden Vasallendienste geleistet (6) (Not: 5 Gercken a.a. O. II, 397. 6 Landb. S. 69. No. 40).

 

Die dazu Verpflichteten waren die Besitzer der gutsherrlichen Rechte: der Gerichtsbarkeit, des Kirchenpatronats und der Hand- und Spanndienste, die Gebrüder Hans und Heinrich v.d. Gröben. Dies ergiebt ein Vermerk vom J. 1376, in welchen dieselben, zu Gunsten des Rathes zu Berlin, welcher das Gut Falkenberg erworben hatte, sich aller Ansprüche und Gerechtigkeiten begaben. (1) Die Rathmannen gaben dies Gut zu Afterlehn an Jaeob Litzen, der es i. J. 1417 besaß, (2) und hiernächst an Claus Wynss und dessen Söhne, mit Aeckern, Renten, Gericht, Diensten u.s.w. und behielt sich das Vorkaufsrecht vor, das er aber niemals ausübte. (3) “1375 1.

 

Vor 1370-1717 Kf und seit 1370 die Städte Berlin und Cölln (über von den v.d. Gröben erworbene Rechte), um 1375 Einkünfte an Bürger Rutger in Berlin, Holekanne in Berlin, Wittwe Steinow zu Beelitz und Mentze v. Holtzendorf verliehen 1417 an die Lietzen, vor 1431 an die Rathenow (s.2. Antheil); um 1450 Kf und die beiden Städte über das Dorf (daneben v.d. Gröben über Rechte), um 1480 die beiden Städte, um 1541 KF über ½ Patr, 1574 über die Dienste, seit 1660 über Hebungen von 4 B der v.

 

Röbel. (S.3 Anteil); Im 17 Jh. Dienste der Hausvogtei zugewissen, 1663 6 Koss Dienste an v Platen (s 2 Anteil). 2. Um 1375 v. Beeren (Bern) über 10 Hf zum Hof; vor 1431 Rathenow und Holekanne über Hebungen, 1431 bos nach 1541 Bürger Wins zu Berlin über Hebungen vom G nebst Hf, 3 Hfr sowie weitere Hebungen (1431 von Rathenow und Holekanne erworben) bzw. Über 1 Hof mit 5 Hf (vormals gehörten dazu 10 Hf) nebst Ober und UnterG (1460) bzw. Hebungen vom Schultzenhof und von 5 hfr (1472), 1541 G durch Kf an v. Germeshausen, vor 1571-1598 Thümen (Thum) über das Dorf nebst Wohnhof mit 8 Hf, Ober und unterG und Patr (1574), 1598-1603 Salvardt und Frau v. Stavenow, 1603 -1744 v. Löben über das Dorf, Rg mit 16 Hf, Ober und UnterG (1603). (Ortslexicon Teil VI Barnim Liselott Enders 1980 S 137-138.)” Noch i. J. 1541 war einer der Wynß im Besitze, (4) der ihn jedoch bald hiernach aufgegeben haben muß; denn es waren, wie spätere Lehnbriefe ergeben, bis zum Jahre 1598 Stavenow und Samuel Salvart die Nachfolger, und hierauf 1608 Pantel Thüm

 

Wittwe v. Königsmark Mutter zu Nicolaus I und Henning II

1375-1624 Wittwe von Königsmark und Stavenow zu Woldenberg

Phil. Dr. Christopher v. Warnstedt meinte das: ”Im sämtlichen Fällen dreht es sich vermütlich um die Wittwe des Stammvaters der von Stavenow auf Woldenberg nebst Zubehör zum Leibgeding und die Söhne waren noch unmündig".

 

1375 : Dorf Woldenberg. Die Wittwe von Königsmark hat 21 Hufen zum Leibgeding. Wollenberg oder Woldenberg, bei Bad Freienwalde. Filia von Wölsickendorf mit Windmühle, ein adl. Gut und Dorf. 1 1/2 Meile v. Strausberg, hat 110 Einw: Nordost von Berlin, westlich von Wrietzen. Nord von Oberbarnim. Heute liegt es in der nähe von Berlin. Steinbeck 5,4 km südost von Wollenberg. Falkenberg, wo die Wittwe Steinow hat Hebungen, ist Nachbargut zu Wollenberg.

(Landbuch Carls IV, Edition J. Schultze).S.141.

 

Vor 1474 bis 1598 Stavenow zu Woldenberg. Vor 1474 bis 1595/98 Stavenow zu W. Ûber sinen Hof 1474, bsw über das Dorf nebst Patr (1542), Ende 16. Bis Ende 17. Jh geteilt. 1608 Rittersitze der Wagenschultz und Stavenow, Windmühle. 1624 6 Hfr, 8 koss, 1 Pächtsschäfer, 1 Laufschmied, die Schäferknechte; 18 Hf, 40 JunkerHf, 4 PfarrHf, 1 KHf; Es gehen ab 1 Hof mit 1 Hf, so Friedrich v. Stavenow (1593 ausgekauft), und 3 Höfe mit 10 Hf, die Wagenschütz (1612 und 1614) freigewilligt wurden.

(Lieselott Enders Hist. Ortslexicon, teil Barnim VI, Weimar 1980. S. 634.)

 

1375 Wittwe von Königsmarck Freudenberg Oberbarnim

Dorf Freudenberg (ein Paar Km westlich Steinbeck). Die Wittwe von Königsmarck hat 5 Hufen.

 

1375 Wittwe von Königsmark Steinbeck Oberbarnim

S.151:Dorf Steinbeck (Nachbardorf Woldenbergs im Südwesten) Die Wittwe von Königsmark hat 4 Hufen. S. 154.



1375-1414 Rittergutsbesitzer Claus Stavenow II Doberkow und Steinbeck in der Oberbarnim (Doberkow und Steinbeck)

Wohl Sohn zu Nicolaus Stavenow I in Beeliz.

Steinbeck, ein Dorf im Ober Barnimschen Kreise, mit einer Windmühle. Nach dem landbuche von 1375 gehören, zu Steinbecke 64 Hufen, wovon der Prediger 4 besitzet, und Claus Doberchow 9 zum Hofe, er gibt aber davon 13 Schillinge Zins, und hat den Vasallendienst. Eyke Löwenberg hat 11 Hufen. zu seinem Hofe, Merlin Frondenberg beackert 8 hufen, welche er schon vor 2 Jahren von Arnold Lowenberg gekauft hat. Hans Baut beackert 10 Hufen, und der Schulze 8, der aber ein lehnpferd halten muß. Die Witwe Königsmarke hat die Pacht von 4 Hufen, und die übrigen 4 Hufen geben jede 2 Scheffel Roggen 2, Scheffel Gerste, 3 Scheffel Hafer. Desgleichen 1 1/2 Viert Roggen, 1 1/2 Viert Gerste, 3 Viert Hafer und 2 Schillinge an Zins. Die beyden Coßäthen entrichten ein jeder 1 Schilling und 1 Huhn.,, Im Schoßregister von 1451 fehlt dies Dorf. Die jetzt mitzutheilende Nachricht ist ein Aufsatz des jetzigen Besitzers, Herrn Von Reichenbach, von folgendem Inhalt: Steinbeck gehörete im I5 en und 16ten Jahrhundert der von Pfuhlschen Familie. Vor dem dreyßigjährigen Kriege war dieser Ort, wie alle umliegende, weit größer und bewohnter, als er gegenwärtig ist, denn es waren Hieselbst 2 besondre separirte Rittergüter, welche auch von 2 besonder Herrschaften bewohnet wurden.

Eins derselben ist im 30 jahrigen Kriege völlig eingegangen, so daß jetzt nichts mehr als ein Steinhausen davon übrig ist. Zu diesem eingegangenen Guthe gehörte das Vorwerk Dahl. Das andere Guth stand auf der Stelle des gegenwartigen Gehörtes, doch eristiret von den alten Gebäuden nichts mehr, als das herrschaftliche Wohnhaus, und es ist merkwürdig, daß solches schon in alten Dokumenten von 1651 und 1661, als ein verfallnes Haus ohne Dach und Fach, beschrieben wird, welches, da es doch nur von Holz gebauet, ist einen Beweis giebt, daß mau damals weit dauerhaftere Gebäude als jetzt aufgeführt habe. Nach dem dreyßigjährigen Kriege wurden diese beiden Güther consolidiret, und besaß solche 20 Jahre lang ein Hauptmann von Dame wieberkäuflich von der Pfuhlschen Familie, bis Anno 1685. Dies Guth an die von Bornstedtsche Familie gelangete. Die Grenzörter sind Leuenberg, Biesow, Sternbeck, Wollenberg und Wensickendorf, und sind die Grenzen allenthalben ausgemacht und ohne Streit. Die natürliche Beschaffenheit des Bodens anlangend, so ist derselbe größtenthells von mittler Güte, und dabey ziemlich ergiebig. Minera und besondere Erdarten giebt es zwar nicht, doch findet sich in der Heide ohnweit dem Teufels. See ein guter Kalkmergel, und auch sonst mittelmäßige Erde zu Mauersteinen. Unter denen auf dem Felde befindlichen Steinen werden ziemlich hausig ganz artige Petrefacta angetroffen.

(Quelle: Statlisch topographische Städte Beschreibungen der Mark Brandenburg. Des ersten Theils, erstee Band, enthaltend den Ober Barnimschen Krets. Verfasset von Friderich Ludewig Joseph Fischbach. Berlin und Potsdam, bey Carl Christian Horvath 1786. S 355 f.)

 

Doberkow (im 14 Jahrhundert Dobirchow auch Doberechow später auch Dobrikow genannt) war einst ein Dorf, da belegen, wo in der Sternebecker Heide die von Hernekopf nach Steinbeck und von Sternebeck nach Wollenberg führenden Wege sich kreuzen. Die sast gänzlich mit Heide bedeckte Feldmark hatte 40 Hufen, wovon im J. 1375 2 zur Pfarre, 10 zu zwei Höfen der Gebrüder Claus und Matis Sternebeck und 19 Zinshusen zu zwei Hösen der Gebrüder Peter und Claus Doberchow gehörten. Die Vorfahren der Letztern dürften die ursprünglichen Grundherren gewesen sein, welche nach dem Orte sich nannten. Sämmtliche Hofsbesitzer waren Vasallen des Markgrafen, welche von diesem das ganze Dorf zu Lehn trugen. Von den Zinshufen heißt es im Landbuche, daß jede derselben an Pacht, Zins und Hede 1/6 Stück Geldes entrichte. Von Hüfnern und deren Diensten ist keine Rede, ein Krug war nicht vorhanden und nur 2 Kossäthen werden ausgeführt, welche zusammen 32 Psennige zu entrichten hatten. (Not Landbuch S 76 Nr 87 ) Ob die übrigen 9 Hufen wüst lagen oder in wessen Besitz sie waren, bleibt zweifelhaft. Jedenfalls scheint es, daß dieses Dorf schon früher in Verfall gekommen und wüste Bauerhufen von der Herrschaft übernommen wurden. Dies bestätigt ein Lehnsvermerk vom Jahre 1412, nach welchem Claus Stawna (Stavenow), der auch in Steinbeck begütert war, 24 wüste Hufen im Felde Doberchow besaß (Not Copiar No 14 ) Einen andern Theil, nämlich einen freien Hof mit 12 freien Hufen, den vierten Theil des Dorfes, 3 Kossäthen, eine freie Schäferei, Ober und Niedergericht mit allem Zubehör, wie es Sternebeck früher, besessen hatte Balthasar Czinnendorf im Jahre 1414 von demselben erworben. (not Copiar No 14 ). ... (Stavenow), der auch in Steinbeck begütert war, 24 wüste Hufen im Felde. Dies bestätigt ein Lehnsverwert vom Jahre 1412, nach welchem Claus Stavno (Stavenow) welcher in Steinhof (Steinbeck) begütert war. 24 Wüste Hufen.

(Die Territorien der Mark Brandenburg: oder, Geschichte der einzelnen Kreise Stadte, Ritterguter und Dorfer in derselben als Fortsetzung des Landbuchs. Ernst Fidicin. 1864 als Fortsetzung des Landbuches Kaiser Karl's IV. Band III, Kreis Zauche), Berlin 1860)1419 (Fidicin II:2:60) Clauss Stavenow besass 15 hufen zu Steinbeck (2 Meilen NÖ We….., Oberbarnim). Kam ……. an Bernhard Bolle, der is 1474 veck. Lebst im 17 Stadt weiss man über WFL. weiter damals nicht mehr bei den Stavenows.


Anm: Woldenberg war in der Familie vor 1474, und hier verpfändet man Wohl Doberkow dem Ganzen Gut Woldenberg zu kaufen können. Das Erben vom Wittwe von Königsmark war nur 21 Hufen zum Leibgeding. Man war also zwungen die andere Teile zu finanziieren.  


“Das Schoßregister von 1451 besagt "Löwenberg hat Doberkow und" Hentze Gystmannstorff von meym Hern czu lehne. Vff der Feltmark seyn 64 Hüben, davon hat der Pfarr 4, Doberkow 10 frey, Gyßmannstorff 4. So seyn 22 Hüben besatz. Gibt iglich 24 Gr. Dy andern synt wüst. Der Cruck gibt 24 Gr. Als gerechent vff 13 Stuck 32 Gr. Geben dy helft 1 sck 9 Gr.,, Dies Guth ist übrigens von jeher adelich gewesen, es sind aber von neuern Zeilen nur folgende Besitzer bekannt geworden: a Herr von Pfuhl b Herr von Lüderitz c Herr voll Herold d Seine Ercellenz der Herr General lieutenant von Meyerück welcher 1775 daselbst verstorben. Die Kirche daselbst ist außer dem Thurm massiv, und von guter Beschaffenheit.

(Quelle: Die Territorien der Mark Brandenburg oder Geschichte der einzelnen Kreise Städte Rittergüter und Dörfer in derselben als Fortsetzung des Landbuchs Kaiser Karl s IV bearbeitet E fidicin Stadt Archivar II. I Die Stadt und Insel Potsdam II Der Dver Barnimsche Kreis Mit Karten Berlin 1858 Jm Selbstverlage des Versassers. S 14.)

 

Bild unten

Die Kirche in Steinbeck

(Bildquelle: https://www.stiftung-kiba.de/gefoerderte_kirchen.php?id=296)



1375-1429 Hans Stavenow I - Taucht Rittergut Biesow in Oberbarnim gegen Rittersitz und Schloss Schöneiche bei Berlin - Wer sass an Biesow 1375? Landbuch Kaiser Karl IV.

(Biesow-Schöneiche - später Woldenberg Linie I)

Wohl Sohn zu Nicolaus Stavenow I in Beelitz

1375 Bysow Sunt XLIIII mansi quorum plebanus habet IIII. Ad pactum censum et precariam quilibet IIII solidos. Cossati sunt X. Quilibet I solidum et I pulluim. Taberna dat VIII solidos. Tria stagnanon sunt locata. Medietas est Moringe. Scapelow habet aliam medietatem emit a Bysow. (Landbuch der Mark Brandenburg welches Kayser Carl IV König von Böhmen und Marggraf zu Brandenburg im Jahr 1375 anfertigen lassen. Herausgegeben Berlin und Leipzig 1781. S 89)

1375 Bysow. Es gibt 44 alte Gutshöfe, von denen der Pfarrer ein 4 hat. Für einen Mietvertrag und stellen jeweils 4 solide. Es gibt’s 10 Kossäten. Jeder zählt 1 Solidos und 1 Hühne. Der Krug zählt VIII Solidos und drei in Teichen zum Zweck. Scapelow hat den anderen Hälfte von Bysow gekauft.


Anm: Stavenow haben wohl 1375 den anderen Hälftes des Gutes Biesow gekauft, Scapelow könnte entwieder Stavenow sein, sonst hat Stavenow diesen Gut bei "Scapelow" später gekauft. Hier müssen wir den Namen mit den Originaltext vergleichen werden. Könnte es Stavenow stehen? Es gibts eine Familie Schapelow in der Mark zur diesen Zeit.


Ein Beschreibung dieses Gutes gibt´s aus dem 19en Jahrhundert. 1816-1824.

Rittergut Biesow - 30: 30 E., 8 F.: 1 Kirche, 1 Pump-, 3 Schöpfbrunnen. Zugvieh: 6 pf., 24 O. Herden: 16 Stck. Vieh. 200 Schafe. Bauart der Häuser: Holz und Fachwerk. Boden: Schlecht. Militärtopographie: Die Kirche (Capelle) und der herrschaftliche Hof sind nicht ummaert. 

Jahrbuch für die Geschichte Mittel und Ostdeutschlands Band 18 Seite 204. 


Hans Stavenow I war wohl Sohn zu Claus Stavenow I in Beelitz. Er wohnt in Biesow, und taucht wohl die Einkünften aus die vielen Gütern rund um Beelitz gegen ein Rittersits wie Biesow.


"Nach 1413 aber vor 1433 (Fidicin II:2:6), aber nach Fidicin I:2:105 1429 erwarb Hans von St. den Rittersitz Schöneiche durch Tausch gegen den Rittersitz Biesow (kr. Ober-Barnim, Nachbardorf Steinbecks im Süden). 1419 (Fidicin, Teil Niederbarnim, s 105) vertauschte Claus von Lietzen sein Besitz Zu Schöneicke (1meile NO Köpenick) mit 12 Hufen gegen Hans Stavenow 1429 (Fidicin:Teil Niederbarnim, s. 105) Vertauschte Claus von Lietzen sienen Besitz zu Schöneiche (1 meile NÖ Köpnick) mit 12 Hufen gegen Hans (oder Claus) Stavenow Rietz zu Biesow (Kr Ober Barnim, 2 teilen SW von Flienwalde, wie Stavenow an Biesow geboren aus den Urkunden. 1433 Um 1376 H. und P. Lietzen (vom Markgrafen seit alters) und Schlegel (seit 1376) über das Dorf; (vor?) 1431-1449 Bürger Heideke zu Berlin über Ober und UnterG, Patr, Hebungen von der Mühle, Koss, Schultze, seit 1433 auch über den Hof des Stavenow.mit 12 Hf (1429 von den Lietzen erworben), seit 1438 über die Hebungen der Hilgen in S. L Enders s 491)1438 Jan. 4. Spandow (Sont. vor III Koning). Mgr. Johann verleiht an Jacob Heideken den Hof, welchen die Stavenow zu Schöneiche gehabt haben. A, XI, 334."

 

"1433 1.1. Spandau (Riedel A 11:334). Die von Stavenow haben neulich Rittersitz Schöneiche (kreis Nieder-Barnim, 1 meile Nordost von Köpenick) an den Bürger Jakob Heideken verkauft. Dieser wird damit belehnt. Als wird die Wittwe ”des” von Stavenows angegeben. Verkaufer.1433 1.1 Spandau (A II:334) Graf Johann behlehnt herr Jacob Heydeken mit dem Riez zu Schöneiche, nebst 12 Hufen, die es rechlich von denen von Stavenow gebaut hat. Besondere Bestimmungen wegen des Rossdiensts.1433 6.1. Spandau (AII:335) Graf Johann verlisst Jacob Heidekens Ehefser mit dem von dem Stavenow ged. Riez Schöneiche zum Leibgeding.1441 (Riedel A 11:352)"

 

Lehnsbrief für Bürger Jakob Heideken auf Schöneiche. XC Kurfürst Friedrich Belehnt Jacob Heideken, Bürger von Berlin, mit dem Hofe zu Schöneiche unter Aufhebung auf dem Hofe ruhenden Rossdienstes, im Jahre 1441.

Wir Fridrich, von gots gnaden Marggraff czu Brandenborg, des heiligen Romischen Reichs Erczkamrer vnd Burggraff czu Nuremberg, Bekennen -, das wir czu rechten lehne rechtvnd redlichen verlihen haben vnd verleihen mit crafft disses brifs unnsern lieben getruwen Jacoff Heideken, Burger czu Berlin, vnd allen feinen lehenserben den hoff, den dy Stofenow gehabt haben, in dem dorffe Schoneke gelegin, mit czwelf huben mit allen freyheiten, zugehorungen vnd gerechtikeiten. Alfe dyfelben Stofenowen den ettlich czyt Inne gehabt vnd fich des gebrauchet haben, von den der genannte Jaсоff den gekaufft, von vns czu lehne enpfangen, vnd fich von des Rofdinstes wegin, der dar auf lag, mit vns vertragen hat, So das wir Ine des Rosdinstes qwid, ledig vnd lofz laffen, vnd auch als der von uns vnd der Marggrafffchafft czu Brandenborg czu lehne ruret. Wir verleihen In ouch den obingefchriben hoff, was wir In von Billichs vnd rechtens wegen daran verleihen füllen vnd mugen etc. Berlin, nach Cristi vnnsers herrn gepurt XIIII.e Jar vnd darnach In dem einvndvierzigsten Jare. Nach dem Churmärkische Lehnsbuche XX, 142.Diese Urkunde ist wahrscheinlich vom demselben Tage wie die vorige.

(Quelle: Codex Diplomatichs Brandenburgiensis. Erster Hauptteil. Urkundensammlung und Geschichte der geistlichen Stiftungen, der adlichen Familien, so wie der Städte und Burgen der Mark Brandenburg. Riedel. XI Band 1856. S 352. Urkundenbuch: Copialbuch des Markgrafen Johann. Fol 52 und Verweis auf CDB. CDB Copialbuch des Markgrafen Johann fol 52.Urkundenbuch s 353.)

 

(Quelle: Codex diplomaticus Brandenbnrgensis. Sammlung deг Urkunden, Chroniken und sonstigen Geschichtsquellen für bie Geschichte der Mark Brandenburg und Ihrer Regenten. Chronologisches Register zu sämmtlichen Bänden. Band II, 1415 1751. Reimer Berlin 1869. S 75.)

  

Bilder unten

Klickbar - NOVUS Codex diplomaticus Brandenburgiensis Erster hauptteil oder Urkundensammlung und Geschichte der geistlichen Stiftungen, der adlichen Familien, so wie der Städte und Burgen der Mark Brandenburg. XI Band. Berlin 1856 Adolph Friedrich Riedel. S 336.)


Dorfkirche und Schloss Schöneiche.



1433 Lieben Getrewen der Markgraf Johann - Hans II und Bethke (Bertram) I Stofenow Niederbarnin, Dahlwitz bei Schöneiche. (Biesow-Schöneiche - später Woldenberg Linie I und II)


Anm. Hans II und Bethke (Bertram) Stavenow sind wohl die unmündigen Söhne des im Jahr 1433 verstorbenen Hans Stavenow I zu Schöneiche.

Die Familie Dobberkow sind wohl verwandt mit Stavenow (vgl. Gut Dobberkow 1412 oben). Die Dobberkows haben der grösste teil von Dobberkow 1412, zusammen mit Klaus Stavna (Stavenow). Die Doberchows waren auch mit Woldenberg in 1375 behlent über OberG, Wagendienst, Bede sowie Pacht von 22 Hf zusammen mit die Wittwe v. Königsmark dgl. von 21 Hf zum Leibgeding.

 

1433 9.1. Spandau (Riedel A 11:336). Markgraf Johann erlaubt Hans und Bethke von Stavenow eine jährl. hebung von 4 Chock Geldes aus Dahlwitz (Nachbardorf von Schöneiche) für 40 Schock auf 3 jahre an Heil. Geist zu Berlin zu verpfändern. Bürgen sind Heinrich von Pfuel und Thile von Doberkow.

 

Johan IV, von Gots gnaden marggrave zu Brandenburg, gestattet Hans und Bethke Stavenow 4 Schock Geld aus Dahlwitz für 40 Schock auf Wiederkauf den Vorstehrn der Kirche und des Hospitals zum Heiligen Geist in Berlin zu verpfendern. Spandow, am nehsten freitage nach der Heiligen Drierkuning tage, anno 1433 LXVI. Markgraf Johann gestattet dem Hans und Bethke Stavenow, Hebungen aus Dahlwitz den Vorstehern des heil. Geistes zu Berlin zu verpfändern, am 9 Januar 1433.

 

"Wir Johanns, von gots gnaden Marggraue zu Brandburg etc., Bekennen öffentlichen mit diessem briefe fur allermeiniglich, das wir unsern lieben getrewen Hansen und Bethke Stofenow gegonnet, erlaubt und gevulbort haben, das sie den vorstendern des heiligen Geistes zum Berlin vier schock geldes jn dem dorffe dalewittz in den gewisten renten dafelbft auff einen rechten widerkauff fur vierezig schock uerkauffen und uersetezen mugen, gonnen, erlauben und vulborten jn des auch in crafft diesz briefs, mit unserm anhangenden Insigel uersigelt und Geben zu Spandow, am nehsten freitage nach der heiligen drierkuning tage, Anno Mo CCCCo XXXIIIe. Die obgeschrieben IIII schog geldes süllen sie wider losen in dreien jaren nach gebunge dieszes briefs: da fur sein burgen heyne pful und Tile dobbirkow etc." Nach dem Copialbuch des Markrafen Johann fol. 52



1469 Hans III und Fritze Stabeno I (Crossen) Getrewen Lieben der Hertzog Heinrich XI von Schlesien (Doberkow und Steinbeck - Woldenberg Linie II)


Wohl die Söhne Hans II:s - könnte aber auch die nachkommenden Claus Stavenow II:s sein (der in Doberkow und Steinbeck begütert war). 


Auf dem linken Ufer der Oder, nahe der Bobermündung, gründete Herzog Heinrich I. an der Stelle der alten Burg „Crosni“ Anfang des 13. Jahrhunderts die Stadt Crossen. Crossen wurde 1277 an die Brandenburger Askanier verpfändet und Johann II. führte den Titel Herr von Krossen. 1314 gaben die Askanier Crossen an die Herzöge von Glogau im Austausch gegen Gebiete um Züllichau zurück. Crossen beherrschte einen wichtigen Knotenpunkt alter Handelswege. Hier kreuzten sich die Handelswege von Mitteldeutschland nach Polen und von Schlesien zur Ostsee. Eine Furt querte die Oder nahe der Bobermündung. Wie kommt es das Stavenows in den Schlesischen Stadt Crossen wohnte?

 

Zur Zeit der Askanier vor 1317,  steht der Familie Stavenow (sowie in Prignitz als in der Neumark und Teile von Schlesien) sämmtliche unter den Brandenburgischen Askaniern. Die haben dafür Ihre eventuelle Besitzungen in Schlesien von Ihren Herren bekommen. Vgl. Ignatius Stabenau Pfarrer in Märtzdorf am Bober 1261-1327. Als Katolischer Pfarrer ist er wohl der jüngste Sohn in einen grösseren Familie. Der Familie bleib wohl in Schlesien, am mindestens mit Eigenthüm in Stadt Crossen (und vielleicht andere Städten wie Goldberg?), eben nach dem wechsel von Stadt Crossen zurück zu den Schlesichen Hertzogen. 

 

Am 19. August 1476 erlosch mit Heinrich XI. die direkte Linie Glogau der Schlesischen Piasten. Ihm gehörten seit dem Tod seines gleichnamigen Vaters Heinrich IX. 1469 der herzogliche Anteil von Glogau sowie die aus diesem ausgegliederten Teilherzogtümer Crossen und Freystadt. Zudem wurde er vom böhmischen Gegenkönig Matthias Corvinus, der Schlesien im selben Jahr erobert hatte, mit dem königlichen Anteil von Glogau belehnt. Dieser Anteil war jedoch seit 1384 erbrechtlich an die Teschener Herzöge verpfändet gewesen und gelangte nach dem Tod des Herzogs Wladislaus 1460 testamentarisch als Leibgedinge an dessen Witwe Margareta von Cilli, die seither die Regentschaft über den königlichen Anteil ausübte. Nach dem Testament Heinrichs XI. sollte sein gesamter Besitz an seine erst zwölfjährige Witwe Barbara von Brandenburg übergehen. Trotzdem meldete auch der Saganer Herzog Johann II. Ansprüche an. Er war ein Vetter Heinrichs XI., und sein Anspruch war nur vage, da schon sein gleichnamiger Vater Johann I. auf Glogau verzichtet hatte. Sofort nach dem Tod Heinrichs XI. ließ Barbaras Vater, der Brandenburger Kurfürst Albrecht Achilles, das Herzogtum Glogau durch seinen Sohn Johann Cicero besetzen. Matthias Corvinus, der sich Glogaus bemächtigen wollte, um es seinem unehelichen Sohn Johann Corvinus zu übertragen, wegen des schnellen Zugriffs der Hohenzollern hierzu jedoch keine Möglichkeit bekam, forderte den Heimfall Glogaus. Schließlich unterstützte er Herzog Johann II. und empfahl sogar den Glogauer Ständen, diesem zu huldigen. Durch den Frieden zu Kamenz vom 16. September 1482 kam das Herzogtum Crossen zunächst als Pfandbesitz an Brandenburg. Man einigte sich zum Verzicht Barbaras auf Glogau und Crossen, während Kurfürst Albrecht das Herzogtum Crossen mit den Städten Crossen, Züllichau, Bobersberg und Sommerfeld als Pfand übernahm, wofür er der Tochter 50.000 Taler jährlich zahlen sollte. 1537 kamen Stadt und Herzogtum Crossen endgültig zum Kurfürstentum Brandenburg, allerdings weiterhin unter böhmischer Lehnshoheit. Die Kurfürsten nannten sich seitdem auch Herzöge von Schlesien und Crossen und nahmen den schlesischen Adler in ihr Wappen auf.

 

1469, März 7. Herzog Heinrich XI. von Schlesien, Herr zu Grossglogau, confirmirt seinen Bürgern zu Crossen ihre gesammten Rechte und Freiheiten, dabei insbesondere die Münze und die althergebrachte Willkür bezüglich der Erbfolge: Dobey seynd gewest vnsser getrewen lieben Melchior Woran, Balthasar Lest, Heincze von Waldow, Caspar Lemberg, Hans vnd Fritze Stabeno vnd ern Simon Newenwalde, pfarrer ezu Beuthen, vnser schreyber, dem diser briff empfohlen war.

 

In gotes namen amen. Syntdeme alle ding von schwacheit menschlicher naturen mit der czeyt seynd vorgengklich, hierumb das die selben vs dem gedechtnus nicht werden gelassen, sunder mit offenbaren schrifften bestetiget vnd bekrefftiget, hierumb wir Heinrich, von gotes gnaden hertzog in Schlesien vnd herr zu Grossen Glogow etc., bekennen mit disem gegenwertigen offen brive vor allen, die in sehen oder hören lesen, das wir betrachtet vnd angesehen haben merckliche stete vnd willige dienste, die vnsvnese getrewen liben burger zu Grossen haben getan vnd vns in kumfftigen czeiten noch tun mogen, vmb das sie vnser stat vnd ire ere vol mogen bewaren, das wir vnd alle vnsse nachkömlinge mit wolbedachtem mute vnd mit gutem willen vnd vnsscr getrewen man rat wollen sie vnd alle ire getrewe nachkömlinge getrewlich vnd fllissig behalden bei allen iren gerechtigkeiten, briven freyheiten vnd gebrauchungen, keyner hande vsgenonien, die sie von vnssen liben vatern selgen vnd allen vnssen altvetern vnd obereldern gehabt haben. Darumb so haben wir von sunderlichen vnssen gnaden den vnssen obgenanten getrewen burgern czu Grossen bestettiget vnd czugeeygnet, bestetti gen vnd czueygnen inen in crafft diez brives die müncze. Auch bestettigen wir den genanten vnssen getrewen liben burgern zu Grossen ire wilkür vnd gewonheit. nemblich so, alss sie in deme von alders nach sulcher irer wilkür in erblichen gutern czu halp vnd czu halp gesessen haben, das sullen sie noch haben. Desselbigen glichen sullen sie mit hergewelte vnd gerade czu halp vnd czu halp siezen; im glichen teyle mit ändern iren erblichen gutern. Auch ob eines dein ändernals man vnd weip, die nicht kynder mit eynander hetten, seines teyls an erblichen gutern hergewette oder gerade gunnen wotle vnd vffgeben vor gehegter banck, das sullen sie gancz haben von sunderlichen vnssen fürstlichen gnaden 3 , so das sulche vffgabe vnbetwungen sol czugehen, keines andern in keyne weyse doczu sol twingen mit wortlen noch mit wercken etc. Vnd dorumb wenn sich man vnd weip czur ee nemen, wie viel sie guter czusamen bringen oder iczlich bringet, so schiere ein weibsnam des mannes bette beschreytt, so sol das gut des mannes die helffle vnd auch der frawen die helffle sein. Gewinnen sie kynder mit eynander, stirbet der man, das weip sol nemen czuvor die helffte des guts vnd die kynder die ander helffte; haben sie aber nicht kynder mit eynander, vnd hette der man seinem weibe sein teyl nicht vffgegeben: so sol die fraw ire helffte czuvor behalden vnd des mannes erben oder nechsten die helffle seiner guter geben vnd folgen lassen. Desglichen sol es auch czugehen vnd gehalden werden, ob das weip stirbet. Vmb das, das dise gnade vnd bestettigunge, die wir den genanten vnssen üben getrewen burgern czu Grossen getan haben mit gutem willen ieman nimmer turre oder begere brechen oder ergern, so haben wir inen disen briff gegeben vud mit vnssem anhangende insigel vndersigelt, nach vnsser manne rate. der gegeben ist czu Grossen dieustag nach oculi, nach Christs geburt virezehen hundert vnd im neun vnd sechrigisten jaren. Dobey seynd gewest vnsser getrewen lieben Melchior Woran, Balthasar Lest, Heincze von Waldow, Caspar Lemberg, Hans vnd Fritze Stabeno vnd ern Simon Newenwalde, pfarrer czu Beuthen vnser schreyber, dem diser briff empfohlen war.


Anm: Die von Waldow waren besitzer von Gross Stavenow in der Neumark im Jahr 1536.

  

Zwichen 1375 und 1474 Stavenow zu Woldenberg

„Woldemberg 1375 - Doberchow über OberG, Wagendienst, Bede sowie Pacht von 22 Hf (um 1365 von Brunkow erkauft), D. Keettlitz über Pacht von 2 Hf (von J. v. Waldow), Kurover dgl. Von 2 Hf, Wittwe v. Königsmark dgl. von 21 Hf (Leibgedinge); vor 1474 bis 1598 Stavenow zu Woldenberg. Vor 1474 bis 1595/98 Stavenow zu W. Ûber sinen Hof 1474, bsw über das Dorf nebst Patr (1542), Ende 16. Bis Ende 17. Jh geteilt. 1608 Rittersitze der Wagenschultz und Stavenow, Windmühle.“

(Lieselott Enders Hist. Ortslexicon, teil Barnim VI, Weimar 1980. S. 634).

 

Bild unten 

Dorfkirche in Wollenberg

(Bildquelle: https://www.stiftung-kiba.de/63.php)


 

 

1480 Peter Stavenow I und Nickel Stavenow  III, Streit über dem Feldmark zu Torgow bei Woldenberg und Falkenberg (Woldenberg I)

"Marggraf Albrechten und Marggraf Johannsen Urtell und Rechtsspruch Register Anno 1479 und etzliche volgenbe Jhare gehalten. S 193.CXLVIII 1480 Agnitoria in Sachen von Uchtenhagen wider Stubenow. In der sach zwischen Caspar von Uchtenhagen, curt Slaberndorf als Vormund Mathias von Uchtenhagen, den vonn Freienwald an einen, Nickel und Peter Stubenow anders teils Irrung halben die sie umb etliche Huben und ecker in der wusten Feltmark zu Torgow gelegen miteinander haben und nach dem vonn Stubenow bekennen, das sie solche Huben unnd acker vann den vann freienwald umb etliche zins gemyt haben, doch nach beider Partei furbringen nicht haben zu geben wollen, das man in disen gepunden zeiten urteil in der fach geben solt, das dann die Uchtenhagen und vann freienwald williglich urteil zu sprechen zu gaben, haben unsers gn. Herrn rete den Partien ein abscheide geben:als die Stubenaw bekant haben, das sie die Huben und acker von den von freienwald gemit haben und das recht dar über nicht haben wollen dulden, so wusten sich die von uchtenhagen und freienwald umd Ire bekanntenisse wie recht und gewonlich were wol geburlich In dem Handel zu Halden. Act. Coln an der Sprew am Mandach nach Marie Magdalene 1480."

(Codex Diplomaticus Brandenburgensis Sammlung ungedruckter Urkunden zurBrandenburgischen Geschichte. Erster Theil. Herausgegeben von GeorgWilhelm von Raumer.Berlin Stettin und Elbing In der Fr. NicolaischenBuchhandlung 1831. S 193)

 

 

1499 Nicolaus III, Friedrich I, Hans III und Georg I, die Stafenow zu Woldenberg

(Riedel C 11: Sid 430). Register der Lehnsleute, welche dem Kurfürsten Joachim und und Markgrafen Albrecht die huldigung geleistet haben, von den Jahren 1499 und 1500. Vasallenverzeichnis des Kreises Nieder-Barnim „Nydern Barnym“: Nicolaus, Friedrich, Hans und Georg Stavenow auf Woldenberg. „Nickell, Fridrich, Hanns, Georg, die Stafenow zu Woldemberg.“


Nicolaus III Woldenberg Linie I (War alt und starb 1503)

Friedrich I Woldenberg Linie II (War mündig und starb 1542)

Hans III Woldenberg Linie II (starb nach 1536 aber vor 1543 Sohn Georg II ausgelöst bei sein Vetter, Friedrich Stavenow I:s Sohn Heinrich).

Georg I Woldenberg (Linie I oder II?) Starb vor 1536. Keine Söhne Georg Stavenows sind im Lehnsregistratur ernennt. Deshalb ist er entwieder ausgelöst worden, oder starb ohne Söhne.


 

 

1503 Nickell Stofenow III:s Söhne Nicolaus IV und Bertram I auf Woldenberg (Linie I)

1503, im Febr. (Riedel C II:471). Nach Nikolai von Stavenows Tod werden seine Söhne Nicolaus und Bertram belehnt.“Nickell und Bertram Stofenow haben nach Ires vaters Nickells Stofenow tode ir vaterliche lehen entpfangen an der Mitwoch nach Dorothee virginis Im XV. vnd dritten Jar.-“

(Codex diplomatics Brandenhrgensis Sammling der Chroniken und sonstigen Geschichtsquellen für die Geschichte der Mark Brandenburg und ihrer Regenten. Des dritten Hauptteiles. Zweiter Band. Berlin 1860. 346 Lehnsregister des Kurfursten Joachim I., von den Jahren 1500 bis 1536. S 471.)

 

 

1527 Nicolai IV:s Söhne Peter II, Mathias I und Erdmann I Stafenow  auf Woldenberg (Linie I)

1527 (Ebendorf 482). Nach Nicolai und Bertram von Stavenows Tod muten Nicolai Söhne Peter und dessen unmündigen Brüder Mathias und Erdmann ihre väterlichen und vetterlichen Lehne zu Woldenberg.


1527-Peter fur sich vnd seine vnmundige Bruder Mathiasen vnd Erttman zu getrewen Handen vorzutragen, die Stafenow gnant, zu Woldemberg wonhafft, hat Ir vaterlich vnd veterlich lehen, nach abgang Nickels vnd Bertrams Stafenow seligen, heut dato empfangen vnd hat Peter Stafenow geschworn, die andern seine Bruder sollen zu Iren mundigen Jaren auch schwern, vnd der gesambten Handt volg thun. Actum Montagsnach Omnium Sanctorum, Anno XXVII.


Mathias Stavenow ist von den Gebrüdern von Woldenberg ausgelöst und der Familie lebt weiter in Quitzow 1345. Unter v. Quitzow blüht diesen Zweig weiter als Bauern in Kuhsdorf bei Pritzwalk.


 

 


1528-1600 Elisabeth v. Stabenow verh Heinrich von der Löben (Döbbernitz)

Sternberg Döbbernitz, Städchen mit einem Rittersitze, 1 meile von Sternberg; ein Ritterpferd, Besitzer, Heinrich von Löben. – Nach der Vereinigungs Urkunde von 1350 gehörte auch Döbbernitz dem Johanniter Orden. Nach dem Zechenregister von Lebus hatt eder Ort 16 Hufen, einem Lehnschultzen und 10 Bauern. Auch besass der Orden hier ein Vorwerk. 1491 wurde Bazer Winnig zu Görbitz mit dem Städtchen Dobbernitz vom Heermeister Belehnt. Dieser verkaufte 1501 die Hälfte davon dem Balzer Buntsch zu Bieberteich. Später besass Hansvon Löben zu Baudach auch das Städtchen Döbbernitz und hinterliess es sinen drei Söhnen, die damit von dem heermeister 1528 belehnt wurden. Heinrich von Löben, der mit Elisabeth von Stabenow verheiratet war, lebte noch im Anfange des siebenzehnten Jahrhunderts zu Döbbernitz.

(Quelle: Sternbergiche Kreis Chronik. Geschichte der Städte, Flecken, Dörfer, Kolonien, Schlösser K. dieses Landestheiles. Von der früheren Vergangenheit bis auf die Gegenwart. Aeltere Geschichte der bedeutenden Dorfschaften im Lande Sternberg nach alphabetischer Ordnung, aus alten Originalurkunden oder glaubhaften Abschriften. Dr. E L Medekind. Bielenzig. Druck und Verlag von E. Range. 1853 S 274)


1536 Der Staffenow Lehn Brieff Woldenberg

Friedrich und Hans (Linie II), Peter und Erdmann (Gebrüder) + Nicolai Stavenows Söhne (Linie I)

Joachim I Kurfurst von Brandenburg. „Nestor“ ist am 11 Juli 1535 in Stendal gestorben. Nächster Kurfürst von Brandenburg ist sein Sohn Joachim II. Hector (1505-1571). Der Staffenow Lehn Brief ist vom Joachim II Hector.


Bild unten

Joachim II Hector, Kurfurst von Brandenburg (Wikipedia Commons)


 

Der Staffenow Lehn Brieff

Wir Joachim Kurfürst Bekennen und thun heuth offentlich, mit diessem brieve von uns unser erben und Nochkommenden, Marggraven zue Brandenburg und macht vor allermeiniglich, dass wir nach heutigem abgang, ehren des forgebohrenen fürsten, Hern Joachims Marggraven zue Brandenburg, Churfürsten, unsers gnadig und freuntlichen lieben Herrn und vaters seliger und lobliger gebethen, unsern lieben getrewen. Friederich Hansen. Peter und Erdman. von Staffenow, und ihren menlichen Leibs Lehns bekam, das Dorf Woldenberg, mit Allen erben weitzen wegen holzinthenzen, obersten und Niedersten gerichsten, und oberst alles und Pflichten Seinen zinzformigen Nutzhungen Und gerechtigkeiten wie das Ir Eltern und Sie, von unser Lehnhafts, in Lehn und behzitzung forgebracht, Iro nebsten manlehn und gesambten handt gnaderlich gelien haben. Und wir behauptigen Ihnen dasselb. dorff Woldemberg, mit seinem Zubehorigen wir abstet im krafts und macht dies brefs alles das sie und ir menlich leibs lohns erben dasselb dorff mit seiniger Nützungen, von uns unnd unser Grafschafts der Marggraff zue Brandenburg. Ire vestem manlehn und ir sambter handz gabem, besitzem und gebrauch ir als not ist nehmen, und erb haben, bey auch darvon ihre und diesen sollen, als manlehns recht und gewohnheit ist. Wir verliehen inen heran, alles was wir Inen von krafts unser daran belihen sollen, dorf und an unsem als pfanden, allermeiniglich? An seinem lehn emp fangen, Kurfurst, am freitags In seligen Pfingsten Anno 1536.“


Bild unten

Klickbar - Der Staffenow Lehn Brieff 1536


 

 

 

1543 Friedrich v Stavenow I:s Söhne Heinrich II Michael I und Andreas I mit Woldenberg Belehnt (Woldenberg Linie II und III)

 

Ehe Friedrich v. Stavenow, war mit einer v. Hayen verheiratet. (Vgl. Grabmal Michael Stabenau II unten)


1543 in Febr. (Lehnskopiar). Friedrich von Stavenows Söhne Heinrich und die Unmündigen Michael und Andreas werden mit Woldenberg belehnt.


(Anm. Friedrich Stavenow hat einem Lohn in Havelberg 1545, fidejussor Jacob von der Müllen etc.)

(Anm. Michael Stavenow (Stabenaw) wird Pfarrer in Schlesien und Andreas wird Amtmann zu Walsmühlen in Mecklenburg. Was man hier und andere austräge aus Lehskopiar, ist das alle Stavenows die mit Woldenberg belehnt war, haben nicht in Woldenberg gewohnt, wohl nur der Agnat mit Familie. Die andrern wohnte entwieder in den Städten oder bewirtschftete sich als Pächtern, Amtmänner, Pfarrer oder als Bürgern).

(Anm. Friedrich v Stavenows jüngeren Bruder Hans ist nicht weiter ernennt in die Lehnsregestern. Es könnte wohl so sein das Hans Stavenow nach Eichstedt in der Altmark gegangen ist, wo ein Hans Stavenow ernennt ist beim Visitation 1540. Ist er dort Pächter beim Familie v. Eichstedt geworden? Hat er sein Teil von Woldenberg verkauft wie Georg unten?) 

 

 

1543 Georg v. Stavenow II verkauft seinem Teil von Woldenberg (Linie II)

 

1543 Lehnskopiar. Heinrich von Stavenow kauft 3 Höfe mit ingesamt 5 Hufen zu Woldenberg von seinem vetter Georg von Stavenow.

(Anm. Georg II Vetter Heinrichs, Sohn zu Hans III, ernennt im Lehnsbrief von 1536. Als Georg I 1499, nicht im Lehnsbrief 1536 ernennt ist, muss er vor 1536 gestorben sein)


Bild unten

Klickbar - Lehnscopiar Brandenburg

 


1571 Heinrich und Andreas I, Friedrich I:s Söhne (W. Linie II und III). Nickel V Peter II:s Sohn (W. Linie I), Hans IV und Peter III Erdmanns Söhne (W Linie Ib) auf Woldenberg 

Heinrich vor sich und wegen seine abwesenden brüdere Andreas Friedrichs sohne (Linie II und III), Nickel (V) Peters (II) seligen sohn vor sich (Linie I) und wegen Hanssen und Petern Erdtmanns unmündigen sohnen (Linie Ib), gebrüder und wettern die Stafenowen zu Woldenberge, haben ihre lehen und gesamtten hand empfangen und pflichtte gesamm. Actum Coln Dienstage nach Matthei. Anno 1571.


1571 (dito). Nickel (+Peters Sohn Linie I), die unmündigen Gebr. Hans und Peter (+Erdmanns Söhne Linie Ib) sowie Gebrüder Heinrich (Linie II) und der abwesende Andreas von Stavenow (Linie III) (Friedrichs Söhne Linie II) werden mit Woldenberg belehnt.


(Andreas Stavenow ist Hauptmann zu Wahlsmühlen in Mecklenburg und hat u.a. ein Wohnhaus in Stadt Schwerin seit 1567/68).

 

1572 Stavenows auf dem Landt Tage in Berlin 1572

Vorzeichnus der vom Adel so Anno 1572 aufm Landt Tage: alhier gewesen (nemlich in Berlin). Vorzeichnus derer vom Adel Nahmen aus dem hohen und Nieder Barnim: U.A. sind:

Nickel Stawenow zu Woldenberg. (Linie I)

Heinrich Stawenow zu Woldenberch. (Linie II)

Erdtmann Stawenows Kinder. (Linie Ib)

 

1557 - 1573 Peter von Stavenow III Stud. Frankfurt A.D. Oder (Linie I b)

Universität Frankfurt a.d. Oder 1573 - Petrus von Stavenow, non Iuravit, 1 Rheinschen fl. Eingeschrieben beim Universität Frankfurt. Ev. Gestorben in 1577? Ein Sohn Erdmann Stavenows.

 

1577 Nickel V, Hans IV, Friedrich II und Albrecht I Stavenow auf Woldenberg

1577 (Lehnskopiar). Nickel (+Peters Sohn), Hans (+Erdmanns Sohn), ” ”. Linie I a und b

Gebr. Friedrich (abwesend) und Albrecht (Unmündig) (+Heinrichs Söhne), Linie II

Andreas (+Friedrichs Sohn), Linie III

die von Stavenow, werden mit Woldenberg belehnt. Heinrich Stavenow starb um 1578 in Perleberg.

 

”Nach abgang Heinrich Stavenows, Galt wegen dasselbigen abwesenden und unmündigen sohne, Als Friedrichsen, und Albrecht, Ir wetter, Andreas Stauenow (Heinrichs Wetter), die Lehn geführt, und sol der abwesenden so balde als inner Landes Kombt, und der unmündige seine Jahr erreicht den Lehnen folge ihnen, und er Andreas Stafenow, wider, to die andrem haben Anno J 1571 die Lehen empfangen, nicht In Hans gesamten, Habt dero pflichte geschen. Actum Coln Donnerstag nach Visitationis Maria Anno 1577. „

 

1577 Hinrich Stauenowe II + Abwesende umn. Söhne Friedrich II und Albrecht I (Linie II) sowie Andreas Linie III mit Woldenberg belehnt 

1577 (Lehnskopiar). Nach Absterben Hinrich Stauenowe, Habt wegen dasselbigen abwesenden und unmündigen sohne, als Friedrichsen und Albrecht, Ir Bruder Andreas Stavenow, die Lehen gebürgt, und sol der abwesenden, so bald als Immer Andres Kinder, und der un mündige seine Jahr erreicht den Lehnen folge ihren, und ir Andreas Stafenow, wieder, Ir die andream haben Anno 1571 die Lehen empfangen nebst Hinrichs gesamten, Guts tho erbliche geben, Actum Köln Sonndags nach Visitationis Maria Anno 1577.

 

Nach absterben Peter Stauenow + Erdmanns seligen Sohn, Gabt sein wetter Nickel Stauenow, als den nächten Agnats, weil der verstorbenen Bruder Hans blöde, die Lehen an dasselbigen passt behorige u pflichte empfangen, Und die nächster seiner manstamm, und den blöden bis als stum widder zum vorpande Bürgt, mitt aller not für Hans Ire wetter Hans Jünge sein pars genommen, nächster seiner manstamm und den blöden bis ehr stamm widder sein kommende Kindt, mith aller not für Hans ire Kinder halbjungs von Hans genommen, Actum Köln an der Spree nach Visitationis Mariae Anno 1577.

 

1578 Friedrich II und Albrecht I (Linie II)

1578 (Lehnskopiar). Friedrich von Stauenow, abgegangene Heinrich seligen Sohn, Hatt vor sich und wegen seine unmündigen Brudern Albrecht, die Lehen empfangen und pflichten geschworn. Der unmündige sol auch wenn er seine Jahr erreicht, (G)Huldigen. Actum Koln an der Spree von Mitwochs bei Bartholomei, Anno 1578,

 

1578 Michael II seine Vettern und Andreas I (Linie II und III)

1578 (Lehnskopiar). So habt auch Michael vor sich und seine Vettern gesamtbhandt Andreasen von Staufenowen der gesambten Handt folge gethan. Actum ut Supra.

 

1584 Michael I, Michael II (Woldenberg Linie II)

1584 (Lehnskopiar). Michael (II) Sohn Michael (I) von Stavenow, Friedrichs seligen sohn Pfarrer zur Neukirchen in Sylishen sollen der gesambten Handt mith gebürliche foljge gethan, und deswegen In Zweiffel gezogen worden, ob er dazu widder gepattett worden Konne, So hatt doch unser Gnädiger Herre Der Kurfürst zu Brandenburg hof Herzogh Georgens in Syllesien Zur Ligniz, Vorbitte, bewilligtt, Ime und Seine Manlige leibs lebens erben, weitter datzu zugepatten, Inmassen das Friedrich von Stauenow, Ernst Sohn Michels sohne an part seine Vateren, weil der mitt Altter und leibs Krankheitt beladen, die gesambten handt, an aller seiner vettern von Stavenow Lehngüttern vor sich und wegen seine bruder Michaeln (III) und Hinrichsen der noch unmündige is empfangen und pflichten geschworn. Actum Coln Mittwoch nach Frankricri Anno 1584.


Stavenow Linie II auf Woldenberg

Bild unten

Klickbar - Aus Siebmachers adelslexicon Brandenburg. 



1543 Friedrich Stavenow I:s Söhne Heinrich II, Michael I und Andreas I Stavenow mit Woldenberg Belehnt (Woldenberg Linie II)

 

Ehe Friedrich v. Stavenow I, war mit einer v. Hayen verheiratet. (Vgl. Grabmal Michael Stabenau II unten)


1543 in Febr. (Lehnskopiar). Friedrich von Stavenows Söhne Heinrich und die Unmündigen Michael und Andreas werden mit Woldenberg belehnt.


(Anm. Friedrich Stavenow hat einem Lohn in Havelberg 1545, fidejussor Jacob von der Müllen etc.)

(Anm. Michael Stavenow (Stabenaw) wird Pfarrer in Schlesien und Andreas wird Amtmann zu Walsmühlen in Mecklenburg. Was man hier und andere austräge aus Lehskopiar, ist das alle Stavenows die mit Woldenberg belehnt war, haben nicht in Woldenberg gewohnt, wohl nur der Agnat mit Familie. Die andrern wohnte entwieder in den Städten oder bewirtschftete sich als Pächtern, Amtmänner, Pfarrer oder als Bürgern).

(Anm. Friedrich v Stavenows jüngeren Bruder Hans ist nicht weiter ernennt in die Lehnsregestern. Es könnte wohl so sein das Hans Stavenow nach Eichstedt in der Altmark gegangen ist, wo ein Hans Stavenow ernennt ist beim Visitation 1540. Ist er dort Pächter beim Familie v. Eichstedt geworden? Hat er sein Teil von Woldenberg verkauft wie Georg unten?) 

 

Um 1525-1595 Pfarrherr Michael Stabenaw I (Neukirch an der Katzbach Schlesien)

Woldenberg Linie II

Vater, Friedrich v. St. Unmündig 1543. Geboren um 1525.

Verheiratet mit einer Frau aus der Familie v. Haugwitz. (Sieh Grabstein Michael Stabenau II unten)


Kinder 1 ca 1540 Friedrich II (Münd. 1884 Lehnscopiar)

Kinder 1 ca 1559-1591. Michael II (Unm. 1884 Lehnscopiar)  

Kinder 3 Heinrich III (Unm 1884 Lehnscopiar) Heinrich Stud. Leipzig 1591 Stebenau, Stobenau Hnr. Lehnen. 1/2 fl. i S 1591 p 39. (Hnr = Heinrich, S. = Sommersemester)

Stud. in Jena 1591 ("Statenau, Hnr,. Lehnen. Siles. S 1591 b, 92" genannt in Universitätsmatrikel Jena 1591).


Pfarrer in Lähn 1568-1575

”Michael Stabenau - Goldberg hatte ihn heraufgebracht, und eben alda war er des Val. Troyendorfs, so wie in Wittenberg Melanchtons u.a. Männer fleißiger Schüler gewesen. Er er hielt das Pastorat zu Lehn 1568, und wohnte 1574 dem Gespräch Coleri mit Flacio bei. Hier verrichtete er noch 20 Febr. 1575 die Trauung des Hrn Sebast v Sedliz auf Neukirch mit Anne Helene, Balzers v. Schafgotsch auf Langenau nachgelaßner Fräulein.

Er wurde bald nachher, im Mai 1575, Pastor zu Neukirch. Es erfolgte sein Ende im Anfange des J 1598(t).”

(Quelle: Presbyterologie des Evangelischen Schlesiens, Volym 3  AvSiegismund Justus Ehrhard S 124. Liegnitz 1783.)


1568 Pfarrer von Lähn, nahm er 1574 an dem Religionsgespräch mit Mattias Flacius Illyricus neben anderen Theologen der umgegend auf Burg Lehnshaus teil. Am 20. II. ”Im Jahr 1574 kam der weltberühmte Flacius nach Schlesien und hielt sich bey unferm Sebastian von Zedlitz zu Lehnhaus auf. So verlangte er mit etlichen daherum wohnenden Gottesgelehrten in ein Gespräch zugelassen zu werden Der fürnehmste darunter war der damalige Pfarrer in Neukirch Iacobus Colerus, die übrigen hießen Georgius Pezoldus, Michael Stabenau, Georgius Willer und Peter N. Sie kamen am 7 May auf dem Schloffe zu Lehnhaus und in Gegenwart des von Zedlitz zusammen.” Am 20 Februar 1575 traute Pastor Michael von Stabenau Hrn Sebast v Sedliz auf Neukirchmit der jungen, 1559 geborenen Anna Helena von Schaffgotsch, der hinterlassen Tochter Balthasar von Schaffgotch und Magdalena geb. Von Kittlitz auf Langenau.

(Quelle: Jahrbuch für Schlesische Kirschengeschichte. Vol 67. Verlag Unser Weg. 1987. S. 39.)


Leben

1546 Immatrikuliert am Universität Frankfurt am Oder. Michael Stabaraw, aus Goldberg (kam aus der mark Brandenburg und gehört dem Geschlecht von Stavenow an). "1546 Stabenau. Goldberg: Mich. 280b, 25 v. Stabenow f.v. Stavenow." (Seite 447 Ältere Universitäts Matrikeln Universität Frakfurt a.O).

1549 Ist er noch am Universität Frankfurt am Oder,

"Ad Un. Idus Octobris^) anni a filij Dei, domini et seruatoris nostri vnici Jesu Christi, aduentu in carnem M. D. XLIX. de more factus est Decanus Melchior Dregerus {Ex Natione Marchiticd), quo niagistratum gerente, primo quidem bonorum doctrinae philosophicae titulo ornati sunt adolescentes hi, vt.

1. Andreas Bruntzlo Francofordianus. 2. Andreas Greyss Bernsfeldianus. 3. Wenceslaus Bentzerus Hoieruuerdianus. 4. Johannes Weyseman Aurimontanus. 5. Johannes Poftarsalka Polonus. 6. Wolfgangus Lindenerus JJalensis. Pastor ecdesme Caviwmnao « Lusatia superiori. Michael Stauenow."

(Quelle: Acten und Urkunden der Universität Frankfurt a. O. Herausgegeben von Georg Kaufmann und Gustaf Bauch unter mitwirkung von Paul Reh und Emmy Vosberg. Erster Band Breslau 1907 Zweiter Teil Die Artistich-Philosophischen Promotionen von 1540 bis 1596. Gustaf Bauch Breslau 1901. Seite 350 ins buch, aber seite 37 im Zweiter Teil.)


Jahrbuch för Schlesiche Kirchengeschichte vol 63-64 Unser Weg 1984 S 130-132)

Die Pastoren von Panthenau - Johannes Grünewald

1554 ist Michael (von) Stabenaw (Stabenau) als Pfarrer von Panthenau nachgewiesen: Er schließt in diesem Jahr am Sonntag Cantate mit seinem Lehnsherrn Christoph Rechenberg einen Vertrag ab wegen der Hutung (Viehweide) und etlicher Ackerstücke der Wiedemut; der Vertrag wird 1557 bestätigt.

(Dr C.A. Schimmelpfennig. Nachträge und Berichtigungen zu Ehrhardts Presbyteriologie, in: Sches. Provinzialblätter, neue Folge (Rübezahl), XII. Jg. (1873), S 351.)

Es war mühsam, aber lohnend, seinen Lebenslauf zu rekonstruieren.

(Vgl. meinen Beitrag "Neukirscher Grabsteinstudien", in: Goldberg-Haynauer Heimat Nachrichten 23. Jg (1972), S 62-63, wozu noch einige oben verarbeitete Ergänzungen gekommen sind)

Er ist mit sicherkeit der die Galle (16.X.) 1546 in Frankfurt/Oder immatrikulierte Miahcel Stabaraw Marchita (Aus der Mark Brandenburg)

(E. Friedländer, Frankfurter Universitätsmatrikel I 1506-1648 (Leipzig 1887), S 97b, 20

und gehört dem Geschlecht von Stavenow an, das auf Woldenberg Kr. Friedeberg (Neumark) Begütert war und dorts berets in der ersten hälfte des 17. Jahrhunderts erlochen ist.

(Siebmacher, Großes Wappenbuch 6. Bd. 5. Abt.: Ad. M. Hildebrandt, Der abgestorbene Adel der Provinz und Mark Brandenburg (Nürnberg 1880), S 90, Wappen Stavenow II, Tafel 54; Im Schild 3 flammenartig aufsteigende Spitzen; im Helm die 3 Spitzen umgekehrt (Spitze nach unten) und an ihren Enden je ein Stern.) 


(Anm: Der Familie war meines wissen doch nicht in Woldenberg kr. Friedeberg Neumark Begütert, sondern in Woldenberg und Falkenberg kr. Oberbarnim, doch gab es mehrere Begüterten Familienzweigen in der Neumark, u.a. auf Gut Blankenfelde 1337, und später Regenthin, Arnswalde nördlich von Woldenberg/Dobignew in Neumark (Polen)- 1837 – 1874- Lehnschulzengutsbesitzer Georg Ferdinand Karl Stavenow, später Julius Ludwig Stavenow. Evangelisches Pfarrerbuch für die Mark Brandenburg. Im Band II/1 seht auf Seite 277: „Grupen, Georg Hermann Wilhelm, geboren Stargard in Pommern 14.11.1861, Sohn des Schneidermeisters Heinrich Grupen und Auguste Engelmann. Gymnasium Stargard. Universität Berlin, Leipzig, Greifswald. Ordiniert 13.2.1887. 1887 Pastor in Friedrichsdorf, Kreis Woldenberg, 1888 Diakon in Woldenberg, 1895 Oberpfarrer in Neuwedell, Kreis Arnswalde, 1907 3. Pastor an Nikolai in Potsdam, 1924 Pastor an Auferstehung ebenda, emeritiert 1.10.1926. Verheiratet Regenthin 28.2.1887 Olga Stavenow, Tochter des Gutsbesitzers Julius Ludwig Stavenow ebenda.“


Das geht zweifelsfrei aus der Inschrift des Grabsteins auf der Burg Lehnhaus für seinen 1591 verstorbenen Sohn Michael hervor, und dem Vergleich des darauf befindlichen Wappens mit dem auf dem Grabsteinstorso für Pastor Michael  Stabenaw in Neukirch an der Katzbach.

(Die Inschrift lautet: "Anno 1591 den Ersten Februarii umv Glock 22 ist der Edle Ehrenfeste Michaell von Stabenaw und Woldenbergk Inn Gott seliglich und sanft Entschlaffen Seines alters im 32 Jahre Ruhett unt Wartett alhir der freudenreichen unt Herlichen Zukunft unseres Erlesers und Seligmachers des Herrn Jhesu Christi. Psalm 17. Ich aber will Schawen dein Anlitz inn / Gerechtigkeit ich wil satt werden wenn / ich erwache nach deinem Bilde". Die Inschrift des Grabsteines, der vermutlich bis 1862 auf dem Kirchhof in Lähn gelegan hat und beim Neubau der Kath. Kirche auf Burg Lehnhaus gebracht wurde, har A Knoblich (Chronik von Lähn und Burg Lähnhaus, 1863, S 127) fehlerhaft wiedergegeben und sie fälschlich auf den Vater, den Pfarrer Michael  Stabenaw, bezogen.


Wann er nach Schlesien gekommen ist und wielange er in Panthenau war, wissen wir nicht; Möglicherweise heiratete er hier eine von Rechenberg.

(Die beiden Stabenaw-Grabsteine in Lehnhaus und Neukirch tragen neben dem Geschlechtswappen nich ein weiteres, das ich 1972 für das der Familie von Haugwitz hielt. Das die Haugwitz mit den Rechenberg dasselbe Wappen führen (im Schild und auf dem Helm einen gehörnten Widderkopf), so ist durchaus die Herkunft von Stabenaws Frau auch aus dem Geschlecht der Rechenberg denkbar. In Eberhard Graf Haugwitz, Die Geschichte der Familie von Haugwitz (2bde., 1910) wird Stabenow nicht als durch Heirat in die Familie Gehörig erwähnt.)  

(Anm: Doch steht deutlich "Die von Haugwitz", oben Rechts, über das Wappen am Grabstein)


1568 Pfarrer von Lähn, nahm er 1574 an dem Religionsgespräch mit Matthias Flacius Illyricus neben anderen Theologen der Umgegend auf Burg Lähnhaus teil.

(Herrman Buschbeck, Des Matthias Flacius Illyricus Religionsgespräche auf Burg Lehnhaus und Schloss Langenau, in Jahrbuch des Vereins für Schles. Kirchengeschichte XXIV. Bd. (1934) S. 8.)    


Am 20. II 1575 hatte er noch  als Pfarrer von Lähn Sebastian von Zedlitz mit Anna Helena von Gotschin auf Langennau zu Lähn "unter dem Hause" getraut und war zu dieser Hochzeit mit seiner Frau als Gast geladen.

(G.L. Grimmer, Nachricht von dem ersten evang. Prediger in Schlesien, in Bunzlauische Monatsschrift zum Nutzen und Vergnügen, 7 Jg (1780) S 341). 


Im selben Jahr berief ihn sein Grundherr als Nachfolger des gelehrten Dr. Jacob  Coler,

(Manfred P. Fleicher, Späthumanismus in Schlesien. Ausgewählte Aufsätze (München 1983) S 264. Abbildung  Tafel 10 neben S 224.)

nach Neukirch, wo er sich der Gunst des streng lutherischen Patrons erfreute, der Ihn und seine Frau mehrfach zu Taufpaten bat, so 1577, 1589 und zuletzt 1593. Er ist 1595 dort gestorben. Es bedürfte viele Anstrengung und Umwege, die zertrümmerten Grabsteinüberreste, aus der Kirchenruine zu Neukirch mit den beiden Grossen Wappen einwandfrei als Denkmal für den etwa 70-jährig verstorbenen  Michael Stabenaw nachzuweisen, da von der nur bruchstückhaft erhaltenen Inschrift die Hauptsache - das Teil mit dem Namen - fehlte!      


Die Inschrift Lautet: IM - IHR - NACH - CHRISTI - VNSERS - SELIGMACHERS - / GEBURT - 1595 - DEN 5 - NOVEMBRIS - IST I ... ... / TREVER SEELSORGER DER CHRISTLICHEN - GEMEINDE -ALHIER - ZUR - NEUKIRCHE - / DEME - IESUS - CHRISTVS - ZVSAMPT - ALLEN / GLEVBIGEN - EINE - FROELICHE - AVFFER. 

(Das Fehlende dürfte sinngemäß zu ergänzen sein : .... "in Gott seliglich verschieden der Ehrwürdige und wohlgelahre Herr Michael von Stabenaw ... stehung geben und verleihen wolle")


Der 1591 verstorbene Sohn Michael von Stabenaw und Woldenberg studierte als Aurimontanus (Neukirch liegt nahe bei Goldberg) 1580 in Frankfurt und stand wohl als Jurist im dienste der Zedlitzte.  



Bild unten: Grabstein von Michael Stabenau I in Neukirch an der Katzbach. Bild aus dem archeologischen Ausgrabung 1936. (Quelle: Herder Institut)

Die Inschrift Lautet: IM - IHR - NACH - CHRISTI - VNSERS - SELIGMACHERS - / GEBURT - 1595 - DEN 5 - NOVEMBRIS - IST I ... ... / TREVER SEELSORGER DER CHRISTLICHEN - GEMEINDE -ALHIER - ZUR - NEUKIRCHE - / DEME - IESUS - CHRISTVS - ZVSAMPT - ALLEN / GLEVBIGEN - EINE - FROELICHE - AVFFER.  Das Fehlende dürfte sinngemäß zu ergänzen sein : .... "in Gott seliglich verschieden der Ehrwürdige und wohlgelahre Herr Michael von Stabenaw ... stehung geben und verleihen wolle"


"Es bedürfte viele Anstrengung und Umwege, die zertrümmerten Grabsteinüberreste, aus der Kirchenruine zu Neukirch mit den beiden Grossen Wappen einwandfrei als Denkmal für den etwa 70-jährig verstorbenen  Michael Stabenaw nachzuweisen, da von der nur bruchstückhaft erhaltenen Inschrift die Hauptsache - das Teil mit dem Namen - fehlte!"

 

 

Bild unten: Friedhof in Neukirch an der Katzbach.


1559-1591 Michael Stabenau II (Lehnhaus Kreis Löwenberg Schlesien) Woldenberg Linie II

Vater Michael Stavenow I in Neukirch an der Katzbach. Mutter, einer geborenen v. Haugwitz.


Im Universitätsmatrikel Frankfurt a.d. Oder 1580 ist "Michael Stabenau, Aurimontanus" immatrikuliert.
(Altere Universitäts-Matrikeln I. Universität Frankfurt, B.d. I 1506-1548 s 280)

 

"1591 Michael von Stabenaw und Woldenberg studierte als Aurimontanus. Kam doch wohl aus Neukirch an der Katzbach." 

(Jahrbuch für Schlesische Kirchengeschichte: hrsg. von Gerhard Hultsch und Dietrich Meyer 1984 S. 132.)

Der Vater Michael I war noch am leben in Neukirch bis 1595. Michael Stavenow II Starb 32 Jahre alt in Lähn und war also um 1559 geboren. 

(1584 Noch unmündig, Lehnsregister) - Im Universitätsmatrikel Frankfurt a.d. Oder 1580 ist "Michael Stabenau, Aurimontanus" immatrikuliert. (Aurimantanus = aus Goldberg) (Altere Universitäts-Matrikeln I. Universität Frankfurt, B.d. I 1506-1548 s 280).

Eigenartig steht nicht "Non Iuravit", der man Normalerweise schreibt wenn ein unmündigen Jüngling sich immatrikulierte. 

  

Bild unten

Epitaph des Michael von Stabenau II unterhalb der Burg Lehnhaus / Zamek Lenno

(Neuigkeiten des Geschichtsvereins Kreis Löwenberg (Schlesien) e. V. 2/2018)

Im Zuge der Renovierungsarbeiten der Burg Lehnhaus / Zamek Lenno wurde auch der große Epitaph des Michael von Stabenau, der am 1. Februar 1591 verstorben ist, an der Burgmauer aufgerichtet. Die Vorsitzende Doris Baumert hat in ihrer Publikation „Die Kirchengeschichte von Lähn, Kreis Löwenberg (Schlesien), gewidmet der katholischen Kirche anlässlich des 150 jährigen Jubiläums ihres Kirchengebäudes im Jahr 2014“ folgende Informationen über diesen evangelischen Pastor von Lähn / Wleń veröffentlicht:

Michael von Stabenau aus Goldberg. Er wohnte dem bekannten Religionsgespräch über die Erbsünde mit Matthias Flacius Illyricus bei, das am 07.05.1574 in Lehnhaus begonnen und am 12.05.1574 im Schloss Langenau fortgesetzt wurde.

Augustin Knoblich zitierte in seiner „Chronik von Lähn“ den Anfang der Inschrift von Stabenau ́s Grabstein und fügte hinzu, dass dieser „nun vom Kirchhof verschwunden“ sei. Dieser Epitaph befindet sich aber noch heute in Lehnhaus hinter einem kleinen Hügel zwischen Burgruine und Schloss. Bei der Größe und dem Gewicht des Denkmals ist kaum anzunehmen, dass es vom katholischen Friedhof in Lähn nach Lehnhaus gebracht wurde. Vielmehr liegt die Vermutung nahe, dass von Stabenau nicht in Lähn, sondern in Lehnhaus beigesetzt wurde. Trotz seines Alters ist der Stein teilweise noch recht gut lesbar, vor allem im nassen Zustand.

 

Der von Stabenau (Links oben mit Wappen) Der von Haugwitz (Oben rechts mit Wappen)

KAŸ. MAVRICH IVSTVS ES DOMINI ET TECTVMIV DICIVMTVM

Anno 1591 den Ersten FEBRUARY

Umb glock 22 Ist der Edle Ehrenfeste Michaell von Stabenaw und Woldenbergt Inn Gott seliglich und sanft Entschlaffenn Seines alters im 52. (?) jahr [...] und Pfarrer alhir der Freudenreichen und Herlichen Zeit [...] (unsers) (Lehr)ers und [...]

+ PSALM 17 +

Ich aber will schauen Dein Antlitz inn

Gerechtigkeit. Ich will satt werden, wenn ich Erwache nach Deinem Bilde.

Der von (H)aӱen (Unten links mit Wappen) Der von [Miltitz/Maltitz?...] (Unten rechts mit Wappen)


Die Inschfift Lautet doch wegen Johannes Grünewald, Jahrbuch für Schlesiche Kirchengeschichte s 131

"Anno 1591 den Ersten Februarii umv Glock 22 ist der Edle Ehrenfeste Michaell von Stabenaw und Woldenbergk Inn Gott seliglich und sanft Entschlaffen Seines alters im 32 Jahre Ruhett unt Wartett alhir der freudenreichen unt Herlichen Zukunft unseres Erlesers und Seligmachers des Herrn Jhesu Christi. Psalm 17. Ich aber will Schawen dein Anlitz inn / Gerechtigkeit ich wil satt werden wenn / ich erwache nach deinem Bilde". 


Bild unten: Grabsteinplatte Michael Stavenow II


Wie liest man die Verwandtschaft in der Grabplatte oben?


Walter Leonard erklärt. Die Grabplatte oben ist im Stil B gefertigt. (Das Grosse Buch der WappenkunstCallway 1976 S. 60)

Oben Links finden wir also das Stammwappen Michael Stavenow II (Ich) Michael Stavenow (I Grossvater).

Oben Rechts (2) Wappen der Mutter, einer geborenen von Haugwitz.

Unten Links (3) finden wir die Grossmutter, Väterlichen Linie. Sie war  einer geborenen v. Hayen.

Unten Rechts (4) Grossmutter, Urgrossvater mütterliche Linie - V. Miltitz interprätiert.


Zu dieser Zeit gab es mit diesen Kombination der beide Geschlechtern die volgende mögliche Eltern der Mutter Michael Stabenows.


Sie konnte eine tochter Hans Christoph v. Haugwitz sein (1515-1586). Hans Christoph wurde verheiratet mit einer Agnes geboren von Miltitz.

Agnes wurde um 1525 geboren, in Scharfenberg, Sachsen. Eine Tochter zu Ernst von Miltitz auf Batzdorf und Magdalene (Gertrud) von Miltitz a.d.H. Zabelitz (Geb. von Pflugk). Ernst v. Miltitz wurde um 1495 geboren in Meissen, Sachsen. Magdalene wurde geboren um 1496, in Zabeltitz, Sachsen.


   


 

Um 1540 -1614-1624 Hauptmann zu Sonnenburg Friedrich Stavenow II (Woldenberg Linie II)

Vater Michael Stabenau I in Neukirch an der Katzbach. 

Zäckerick an der Oder Neumark 10 km ost von Wrietzen. (Zäckerick an der Oder Dorf der Fischer und der Löwinge. Dr. Thomas Wagner 2013 S 112) Frühe Hinweise über ”Scholtzen Haus und Scholze” finden sich im Grüneberger Amtsbuch von 1664.[1]”Dieses Scholtzen Haus sist vor dieser Zeit ein Lehngerichte gewessen undt bey dem Herr Meister zue Sonnenburgk zu Lehn gegangen, es hat aber solches die gnädige Herrschaft Vermöge des Kauffbrieffes in anno: 1613 den 6 Martj, durch H. Berent von Kettwigen, Haubtman zu Rampitz, H. Friedrich von Stabenauen, auch Haubtmann zue Sonnenburgk, H. Johan Grellen Cammermeistern undt Peter Heiningken (Heinecke), damaligen Amptschreibern zu Grünenbergk umb undt vor 900 Thllr kauffsweise an sich bringen lassen, wie der Kauffbrieff mit mehrern im Munde führet””Der iezige Scholtze Matthes Falckenbergk ist nur ein gesezter Scholtz, jedoch jat sein vorfahre oder Stieffvater Georgk Künzel, welcher den Krug zu Zeckerigk gehabt unndt in anno: 1627 den 13 july lautt Vertrags kauffweise die gned. Herrschaft solchen an sich genomme undt diesen George Künzel zu einem Scholzen Ambt hat sich genommen, mit altem Treu undt Fleiss solches zu bestellen, undt dz zeinige zu thun, wass vorige gesetzte Scholzen gethan undt geleistet haben”[1]BLHA. Rep 98 Johanniterorden Ballei Brandenburg, Amtsbuch Grüneberg 1665, Nr 4104 (Amtsbuch der Komturei Grünberg” mit Angabe von Besitznachfolgern)), 4105 (Amts Haus Buch des Ordens Amtes Gruneberg”), 4106 (. Newgemachtes Hauss= oder Amtbuch bey dem fürstl. Nassawischen Ordens Ambte Grünenberk, mit Anfangk des 1664ten Jahres”)


1614 Friederich von Stavenow 16 Idem nomine Balzer Pfuels, wegen 11 Hufen zu Woldenberge. Produciert Attestatum aus der Landschaft, daß Friedrich v. Stavenow 1 Hufe in Anno 1593 ausgekaufft, und wären Hans Wagen Schützen in Ao. 1612 vier Hufen mit 1 Hof und 6 Hufen nebst 2 Höfen demselben in Anno 1614 frey gewilliget.

(Beiträge zu einem Neueren Landbuch der Marken Brandenburg Protocollum Der Erimenten im Ober Barnimschen Kreise, so den 7ten Januarn 1670 presentibus L.B. a Schwerin et L.B. a. Kanitze erschienen. s 359.)

 

1624 6 Hfr, 8 koss, 1 Pächtsschäfer, 1 Laufschmied, die Schäferknechte; 18 Hf, 40 JunkerHf, 4 PfarrHf, 1 KHf; Es gehen ab 1 Hof mit 1 Hf, so v. Stavenow (1593 ausgekauft), und 3 Höfe mit 10 Hf, die Wagenschütz (1612 und 1614) freigewilligt wurden.

(Lieselott Enders Hist. Ortslexicon, teil Barnim VI, Weimar 1980. S. 634.)

 

1644 Verkauft der Sohn des Hans Stavenow, Namens Joachim, seinen Teil in dieses „Rittergut“ i J 1644 an den Dr Michael Fulborn.

 

Siebmacher hat dieser Familie unter Ausgestorbene verzeichnet. Der Familie war doch nie arm an Söhne. Die Informationen gibt uns einen Genealogischen Spur, als Heinrich, Friedrichs Sohn ernennt ist. Er war wohl um 1585 um 18 bis 30 Jahre alt. Es erklärt warum es gibts Juristische Dissertationen, mit verschiedenen Buchstabierung von verschiedene Universitäteten, Es gab zwei juristen mit dem vornahmen Heinrich. Ein Stabenaw (aus Lähn) und ein Stavenow.


Kinder 1 Ca 1565 Heinrich v. Stavenow (Stammbuchsmahlerei 1585 - als in Siebmacher angegeben). 


Anm: Die Studentischen Stammbüchern war das "Facebook" des Mittelalters. Offensichtlich hat Siebmachers Lexicon das Stammbuchsmahlerei Heinrich Stavenows gesehen. Es gibts dann 3 Friedrich Stavenow, aber nur ein könnte der Vater sein, als Heinrich in 1585 Student war. Als Albrechts Bruder Friedrich geboren war um 1571 und starb 1600 in Wriezen, könnte er nicht der Vater zu diesen Student sein, der 1585 strudierte, der Vater ist also wohl Michael I:s Sohn Friedrich v. Stabenau.


Es könnte eventuell so sein das es sind zwei juristen mit dem Namen Heinrich. Ein v. Stabenow und ein v Stabenaw Silesius! Ein Jur. Dr, Sohn Heinrich I sohn zu Pfarrherr Michael v Stabenaw II aus Lähn, Schlesien. und ein Stundent, Sohn Heinrich v Stavenow, Sohn zu Friedrich Stabenau, der Bruder Michael Stabenaw II, und Heinrich.  


Heinrich, könnte also nicht Junker Freiedrich Stabenows Sohn in Wriezen sein, der ältere Bruder zu Junker Albrecht Stabenow. Junker Friedrich starb im Jahr 1600. Er ist wohl doch um 1571 geboren und deshalb ist es unwahrscheinlich das der Heinrich unten sein Sohn war. Den Text unten ist übringens voller Fehler. Das Gut Woldenberg, lag in der Oberbarnim, in Brandenburg und hat nichts mit der Stadt Woldenberg im Kr. Friedeberg zu tun. Doch gab es einige Stavenows die auch in Friedeberg gewohnt haben. Das interessante war die Informationen aus den Stammbuchsmahlerei, wo das Wappen auch gefunden war.   

 

1618 Heinrich Stavenows Wittwe, Mecklenburg

Im Namensregister zu den sehr gut erschlossenen Akten zu den Lehngütern (Bestand 2.12-4/2-2 Lehnakten I), die 298 laufende Meter Archivgut umfassen, kommt der Name Stavenow vor: 1618 in den Akten des Gutes Klein Pritz im Amt Crivitz. Hier wird die Witwe eines Hinrich Stavenow erwähnt, die Reimar von Plessen 2.000 Gulden leiht und dafür den Hof Klein Pritz als Pfand erhält. In den 64 cm starken umfangreichen Lehnakten (2.12-4/2-2 Lehnakten I, Vol. I a) des Gutes Klein Pritz, leiht 1618 eine Liebcke von Plessen, Witwe des Heinrich Stavenow, mit Einverständnis ihres Bruders Helmold von Plessen ihrem Bruder Reimar von Plessen 2.000 Gulden und erhält als Pfand den Hof Klein Pritz. Wer ist dieser Heinrich Stavenow, der vor 1618 verstorben ist?

 


1584 Nickel V:s Söhne, Ernst I, Joachim I, Nickel VI und Jacob I (Woldenberg Linie Ia)

1584 Lehnskopiar. Die unmünd. Gebr. Ernst, Joachim und Nickel (Nickels Söhne aus erster Ehe), sowie ihr Halbbruder der unmündige Jacob (Nickels Sohn aus zweiter Ehe) werden mit Woldenberg belehnt. Ihren Ehegeld zugesichert. So haben auch nach absterben Nickel Stauenowes seiner unmündigen sohne als Ernsten, Joachim, Nickeln undt Jacobem Vormünder die Lehen gesambt. Dasgleich haben Friedrich an part seine abwesenden vater Hern Michael, auch Friedrichs, Heinrichs seligen sohne vor sich und seine abwesenden bruder Albrecht und Cassparn Vetteren Andreassen von Stauenows die gesambtte handt geschwürt. Sollen den lehnen und gesambtten handt in Rechten komendentten Zeit gebürlich folge Ihnen/thuen. Actum ut Supra.1586 (dito). Deren Vormünder verpfänden 2 Wispel Roggen aus Woldenberg für 200 Thaler an Christopher von Beerfeld.

 

1586 Vormünder Verkauft

1586 (Lehnskopiar) Noch während der Minderjährigkeit der vier Brüder verkauften ihre Vormünder im Jahre 1586 mit landesherrlichen Konsens dem Küchenschreiber Bernd Freuden eine Getriederente von 2 Wisp. Roggen für 200 Thl. auf Wiederkauf.


 

 

1590-1600 Stavenows in einen Adelsverzeichnis Brandenburgs 

Vorzeichnus aller Herrn und vom Adell. Im Churfürstenthumb Brandenburgk k. (Ende des 16. Jahrhunderts.) Mittelmarck und Uckermarck.

Die Geschlechte vom Adell, so von der Chur und Hause Brandenburgk Ritterlehen haben.

Stauenow Andres, Fridrichs Sone. Nickel, Peterß sel. Son. Hanß, Erdtmanns Sohn. Friedrich und Albrecht, Heinrichs Son.

(Anm. Der Vorzeichniss scheint nicht komplett zu sein)

 

 

1592 Joachim Stavenow I im Feldzug gegen Frankreich (Woldenberg Linie I)

21-25 April 1592 Bericht von Lupold von Wedels Beschreibung seiner Reisen und Kriegserlebnisse. Dem Zug nach Frankreich.Den 21. Hat der Kunink dem Feinde ein Quartier darein 500 Spanier gelegen, anzunden lassen, sulchens unmeher beringet und wie sie heraus / gelosen, erschlagen, hat auch umme des Figendes Lager her, weil er sich beschanzet und nicht schlagen wullen, alle Dorfer, damit er van Seiner und Proviante nicht zu leben, welbrennen lassen. Es ist auch gesagt, wie der Ducedeinens schwach sein sul. Den 22 hat man angesagt, wie mir auf einen Anschlacht Stersen reiten sulten, haben derwegen unsere Pferde einem halben Tag gesattelt standen, auf den Abend ist wiederumb angesagt, wie mir in der Nacht, man ein Karmunenschoss geschege, auf sein sulten. Wie nun einmal beblasen, sein mir die ganze Nacht in der Rustunge gesessen, auf den Schoss gewartet, wie er aber nicht geschen, haben mir uns, wie es Tag warden, wiederumb abgetan. Es ist heute einer, so van ein relige Monat vorlosen, in des Figendes hende kommen, und gefangen wurden, wiederumb, nachdeme er ausgeritten, zu und kammen, welcher dem Kunint allerleig Bericht, wie des Liegendes Lager geschaffen, gethan, derwegen der Kunink aufgehen und sich in eine besser Gelegenheit gelegt, damit der Figent nicht entritten kan.Den 23, sein etwan 40 Pferde vor des van Buren Quarter kummen, bei der Mulen seinen Trabanten und einen schlacht erschossen und ein / Pferd weckgenummen, ob er wol liner inen gergefecht, hat er sie dennoch nicht erreichen kunnen, deswegen er den 24, uns neger in ein ander Quarter gesetzet. Wir sein aber heute mit des Obersten und des getreuen van Buren Fane zu Strosen reiten vorordnet, die ,,,, sein aber mit den Fanen in dem Quartier blieben, wir anderen sein fort geritten. Wie wir aber 2 Kl. Van meinen Quarter kummen, sein mir wiederumb zurucke in unsere Logementer geschaft und sein uns heute noch su hulse kommen 3000 Qasskundiger und 12000 Koritzer. So blad mir nun wiederumb ins Quarter kummen, hat mich der Oberst melden lassen, dass ich durch den Forerer den Junkeren anmelden lassen muchte, wie der Kunink den Figen tanlossen legen wulte, weil dan eine Schlacht dadursch zu vormuten, sulle ein oder, er were Junker oder Knecht, mit gantzer Rustunge etwan umme Mitternacht, van man blasen wurde, gefart und auf sein. Weil dan sulchens geschen, sein mir in der Nacht aufgewesen, 4 Ml. Bis an der Kuninges Lager gezogen, da wir den 25, etwan umme 6 Ure fru ankommen. Sobald mir nun dasselbst aufummen und Schlachtorderungebracht, hat der Kuninf, in Meinunge den Figent aus dem Fraztel zur Schlacht zu bringen, eine Schantze des Figendes, vor ein/die Knechte gelegen, anlosen lassen, welches den ufesten gelungen, die Schanze neben 2 Fenlin und 2 Stucken Schutzen erobert, etwas 300 erschlagen, da der unseren nur 4 Parsonen geblieben. Hernach der Figent das uberlige gode Gefechte, wie er sein Felt bestellet und leigen uns über, doch in den Schanzen, gehalten und nicht schlagen wollen, under die Engelender gehn lassen, welches erzliche wedergenommen und zu Stunden zu schossen, hernacher 2 Stucken under des Felthern 6 Fanen gehn lassen, welche Stad Krachtes ist getruffen, seinen Schwestersohn neben noch einem vam Adel weckgenommen, imgelichen etzliche Pferde und einem knechde den Kopf neben der Stormhube weckgemimmen, hernacher eines under unsere tausent Pferde gehn lassen, welche Zält einem Hans Schlultze genant in dem Lant zu Mecklemborch zu Brandenborch wonent, den Arm weckgenummen, einen jungen Schlesichen vam Adel, Hans Schwalsintze genannt, seinem Pferde, darauf er gesessen, den Kopf weckgenommen, imgelichen einem Hern van Kithlitz seinem Pferde, darauf er gesesetzen, den Schinkel abe und meines Obersten Kule einen Schinkel an Trummelen enzweig, Adam van Baren Fenriches Knecht der kam oben an der Stormhube gar krum, dass einer vam Adel Joachim Staveno, so dabei geritten, vam dem Dunst /van dem Pferde gefallen. Imgleichen ist auch ein Schoss under des Hern van Dome Reuter kummen, welcher der Steffen van Pothlist einen Gar weckgenommen, hernacher einem Knecht, welcher Rustunge angehant, aut die Schulder, dass er under das Pfert gefallen, geflogen, doch inen nicht vorwunt, besondern eine grosse Kule in der Rustunge gewesen, dass mir also van den Stennen und andere, da mir geschichert, haben wichen mussen. Weil den der Scharmutzel den ganzen Tag geweret, unsere grosse Geschutze auch gewaltig in die Figende gangen, den Fussteil, wie van iren Gefangenen bericht, grossen Schaden getan, die unseren auch hinfugen Schaden dem Figent in Scharmutzeln zugefugt, wiewol etzliche der unseren in den Scharmutzelen auch getruffen, sein mir noch 5 Ure auf den abent erschlich abgefuret, ein ider van Reuteren und Knechten is sein foriges Quarter, da mir dan 4 Ml. Wiederumb hin gehabt und ider dasselbst ankummen und sein heute mit den grossen Stucken under den unseren 20 Pferde erschossen und die vorgemelten Personen. Wer uf den Scharmutzlen getruffen, ist mir nicht mer, als ein Rittmeister, Frenke genent, bekant, es ist auch einen niderlendichen Edelmann mit dem grossen Schanze ein Schinkel abgeschossen, welcher kurz danach den dess van Smarzen aufgeben, des Sellen Gott gnade.


(Anm: Nur 4 Personen sind nach Aussage von Wedels Gestorben, und Joachim Stavenow scheint nicht einer von diesem zu sein, er scheint nur vom Pferd Gefallen zu haben) und ist also wohl nicht "Gefallen".


Joachim scheint danach händler in Lenzen geworden sein und ging im Jahr 1597 nach Rostock, und ist dort eingebürgert als Weinhändler. Er starb am See im Jahr 1620. Das Stammeswappen der Familie kam wohl mit Joachim nach Rostock, und ist später dort registriert im Jahr 1689 (Schlichtings Rostocker Wappenbuch).

 

 

 

Geb ca 1570-1598 Ernst Stavenow I auf Woldenberg Verkauft sein Gut (Woldenberg Linie 1)

1590 Ernst Stavenows Schulden

Aus dem Jahre 1590 wird berichtet, dass Ernst in Gemeinschaft mit zweiten siner Vettern und einegen anderen Herren aus der Nachbarschaft dem Kurfürstlichen Oberjägermeister und Hauptmann zu Liebenwalde, Heinrich v. Sandersleben, 600 Thl. Zu 6 p. C. verzinslich, schuldig geworden sei unde ihm zu seiner Sicherkeit sein hab und Gut, beweglich und unbeweglich mit Kurfürstlichen Konsens verschrieben habe.


Ernst von Stavenow verh. mit Elisabeth von Hoppenraden.

1591 Lehnskopiar. Ernst von Stavenow verpfändert die Windmühle zu Wolldenberg für 50 Gulden dem Thomas Wilcke.

1593 Lehnskopiar. Ernst verpfändert dieselbe Windmühle dem Müller Hans Wolf zu Friedenwalde für 100 Reichstaler.

1593 Lehnskopiar. Ernst verpfändert seinen Teil von Woldenberg für 200 Thaler an Tam von Röbel zu Kruge und Georg von Platen zu Harnekopf. (die Nachbaren)

Um 1593 Lehnskopiar. Ernst löste durch 595 Thaler seinen Bruder Nickel und durch 575 Thaler seinen Bruder Jakob aus Woldenberg aus.

1595 20.2. Lehnskopiar. verkaufte Ernst von Stavenow dem Hans von Wagenschütz erblich sein ganzes Gut in Woldenberg für 5.400 Thaler.

 

1598 3.5. Lehnskopiar. Wurde Albrecht von Stavenow mit Woldenberg belehnt. Mitbelehnt wurden sein Bruder Friedrich, sein Vaterbruder Andreas und seine Vettern Ernst und Nickel von Stavenow.

 

1524 Elisabeth von Hoppenrade, Ernst Stavenows Wittwe und die Forderungen

Anm. Karl Heinz Steinbruch. 20160824. leider stehen in der Schuldverschreibung keine Namen der Kinder des Ernst von Stavenow. Es ist lediglich immer wieder von seiner Witwe die Rede, die einmal namentlich genannt wird: Sie war Elisabeth von Hoppenrade. Sie hat wohl Kinder gehabt, denn es werden mehrfach "Erben" und "Erbnehmer" genannt. Die Schuldverschreibung, die wohl genealogisch uninteressant ist, wurde über 1.200 Taler ausgefertigt, die mit 6 % verzinst wurden. Schuldner waren Adam von Schlieben auf Papitz, Burchard von Saldern auf Plattenburg, Asmus von Bredow auf Bredow und Schwanebeck, Bernhard Zieritz aus Brandenburg, Petrus Schultz aus Stendal und Martin Pasche zu Berlin.


Bilder unten

Klickbar - Ernst Stavenows forderungen

 


Hoppenrade, die Herren von.

Ein altes eingeborenes ritterliches Geschlecht der Mark Brandenburg, wo sein gleichnamiges Stammgut im Osthavellande liegt. Sein Jahrhunderte lang besessener Haupt-rittersitz war Stolpe im heutigen Kreise Nieder Barnim. Es war nie zahlreich an Mitgliedern und besass sonst noch Schönfliess, Glinicke, Zepernick, Blankenfelde, Dolge u.a. Der Letzte seines Stammes war George Friedirch v. H., der 1679 kaum 40 Jahre alt starb, ein Sohn des 1644 erschossenen Capitaionlieut. Hans Caspar v. H. auf Stolpe und der H.M. v. Hacke. Schild: Drei 2. 1 gesetzte grüne mit klienen gr. Hopfenstanden besetzte Hügel. VI. 5. Helm: Wachsender w. Hund mit g. Halsbande. Decken: gr. und w. Anm. So ungefähr nach einem Siegel Heinrichs v. H. de 1450 und gemalter Abbildung, aber ein Siegel vom J. 1409 lässt drei schwer zu blassonierende Figuren 2. 1 gesetzt seheh, nämlich 3 tonnenartige Gegenstände, jeden oben und unten mit 3 auf Stielen steckenden Knöpchen besetzt. Endlich soll das Siegel eines Andreas v. H. v. J. 1516 im domkapitularichen Archiv zu Brandenburg eine heraldiche Lilie zeigen. (?) (Siebmacher Ausg. Brandenb. Pr. Adel. Bauer und Raspe. Nürnberg 1880. S 41)


Ueber das Geschlecht selbst vergl. den Artikel oben S. 41. Eine andere und anscheinend die älteste Wappenform zeigt das Siegel Hartwigs v. H. an einer Urkunde vom Freitage vor Galli 1379 (im Archiv zu Zerbst). Schild: Zwei an Stöcken sich emporwindende Hopfenstauden mit Früchten. (Taf 69) (Siebmacher Ausgest. Pr. Adel. S 112.) 


Dieses adelige Geschlecht in den Marken besass die Burg und den Rittesitz Stolpe. - Thomas v. H. auf Stolpe lebte 1550. Peter v. H. 1560. - Georg Friedrich v. H. wurde 1615 in einer Fehde erschossen und sein Sohn fiel unter den Schwerten der Sarazenen in Ungarn. Mit des letztern als Kind gestorbenen Enkelsohn erloch das Geschlecht. Interessante Nachrichten über diese Familie sind durch den Brand des Schlosses Stolpe verloren gegangen.

(Neues Preussisches Adels-Lexicon, Freih. L. v. Zedlitz-Neukirch. Erstes Supplement. Fünfter Band. Leipzig 1842. Seite 245)


Bild unten

Familie v. Hoppenrade, Siebmacher. 


 

Geb um 1570-1595 Junker Albrecht Stavenow I (Woldenberg Linie II)

Albrecht Stavenow, Sohn zu Heinrich II, Sohn zu Michael I Stabenow, Pfarrherr in Schlesien, Sohn zu Friedrich I. 

1587 Lehnskopiar. Albrecht von Stavenow verpfändet für 60 Thaler dem Friedrich von Pfuel auf Giesendorf (Prignitz) auf 3 Jahre einen Bauer zu Wolldenberg.

1590 Lehnskopiar. Derselbe verpfändet Anteil in Woldenberg für 50 Thaler dem Bürger zu Straussberg Martin Bruntzlow.

1595 Lehnskopiar. Albrecht von Stavenow verpfändert demselben Wagenschütz 2 Hufen und 2 Kossaten für 300 Thaler in Wolldenberg.

 

1598 Albrecht und Friedrich Gebrüder, Andreas und Ernst und Nickel Belehnt mit Woldenberg

1598 3.5. Lehnskopiar. Wurde Albrecht von Stavenow mit Wolldenberg belehnt. Mitbelehnt wurden sein Bruder Friedrich, sein Vaterbruder Andreas und seine Vettern Ernst und Nickel von Stavenow.

  

1601 Albrecht von Stavenow verkauft seinen Rittersitz zu Wollenberg (Linie 1)

1601 27.6. (dito) Albrecht von Stavenow verkauft seinen Rittersitz zu Wolldenberg mit 9 Hufen, 2 Kossaten, Schäferei, Kirchenlehn und ¼ Strassengericht dem Hans van Wagenschütz erblich für 2.846 Gulden. Landesherrl. Konsens darauf 1601 2.12.

 

Anm. Mitbelehnte - Friedrich, Andreas, Ernst und Nickel ohne Lehn wenn Albrecht verpfändet seine Teil 1601.

 

Fünf Kinder Albrecht Stavenows sind im Nachbarstadt Wriezen getauft.

Kinder 1 1602 Otto

Den 7 Mai Juncker Albrecht Stabenow Anna filius Otto. Compatres Pastor Martin Griebow, Gustaff Breutzel, Jacob Stabenow, Hans Helt(…), Johann (…), Waltin Lallenig junior, es folgen noch mindestens sieben weitere Paten.

1611 Otto von Stabenow auf Wolldenberg erbsässen. Immatrikuliert als Kind am Universität Frankfurt an der Oder.

 

Kinder 2 1603 Catharina

Den 1 Septembris „Albrecht von Stabenow, Anna Filia Catharina. Comp sind gewesen 1“ Paten sind unlesbar.“

 

Kinder 3 1605 Caspar (oder Carsten)

Den 20 Januaris „Albrecht v. Stabenow Anna. Filie Caspar oder Carsten, Comp Georg Holzberg, B Meister Jacob Stabenow, Jurgen Trost m.m.

 

Kinder 4 1606 Pe...

„Den 19 Juni, J. Albrecht v. Stabenow. Anna Filii Pe…(ter) oder Fr… D (Platz für ca 3-5 Buchstaben für dem Namen).. Comp: Rull Bandow, M Hans v Sch????fron, Hans B Sthechow, Michaell : ….. lautt. Franz Stabelow, Das Caspar ,,,,,, lin ,Die David Liehnberger, Die ????? Jorgen Joachim Wollf.

 

Kinder 5 1607 Ein Sohn (wohl Hans oder Joachim?)

 Den 5 September, Name nicht genannt. „Jünker Albrecht Stabenow Anna. Filia Comp. Hans v Webelow, Joachim Bindrim, Jacob Stabenow D Jüng, Caspar Thile, Michael Hansse, Hans Joh Forst, Hn Hans von Nui, Jacob Mandiklaus.


1604 Pate bei Johan Lehman und Benigna - Filia Catharina. Paten war Hennig Endin, Albrecht von Stabenow, u.a.
1605 17 april Pate bei Merten Riemans Sohn Daniel. „Jn: Albrecht Stabenow“
1607 11 mai Pate bei Martin Boethius B Poll Johanne Magdalena. Filia Magdalena. Comp Albrecht Stavenow, Jurgen Rauyz. Die B Stavenowen, Die Lorenx Jochim. Die Johan Cilliethin.
1607 30 dec. Pate bei Zacharias Jugels kinder. (KB Wriezen S 86 Ancestry.de)
1611 Steht Pate 1611 15 oct. Bei David Stetzels und Margaretas Filia Catharina. Paten Albrecht v. Stabenow. Bendix Blankenburg. Ursula Prewitz. Caspar Rindfl. (KB Wriezen Ancesty S 145)

 

Geb um 1550 +1600 Junker Friedrich Stabeno (Wriezen) Woldenberg Linie II

Sohn zu Heinrich II + 1577.

1577 Im Auslande, Münd. 

1587 Lehnskopiar. Friedrich von Stavenow verpfendet 4 Hufen und 2 Kossaten dort für 50 Thaler an Christopher von Beerfeld. 1593

1594 Lehnskopiar. Friedrich von Stavenow verpfändert dem Adam von Pfuel auf Vichel 2 Kossaten für 80 Thaler zu Woldenberg.

1595 Lehnskopiar. Verpfändert Friedrich von Stavenow demselben Hans von Wagenschütz einen Bauer zu Wolldenberg für 150 Thaler.

1596 25.1 Lehnskopiar verkauft Friedrich von Stavenow dem Jakob von Pfuel zu Ranft sein ganzes Gut Wolldenberg erblich. Kaufsomme nicht gennant.

Anno 1600 Ohne Datum. "Junker Friedrich Stabeno" (KB Wriezen Bestattungen)

Albrechts älteren Bruder. 


Kinder 

1 Heinrich Stavenow (1585 Stammbuchsmalerei) "Friedrichs Sohn".


Die andere Kindern sind für uns unbekannt, als Friedrich starb erst nach seines Teiles von Woldenberg verkauft worden war. Die Söhne sind dafür nicht in den Lehnsregistratur verzeichnet.   


Bild unten

Sterbebuch Wriezen Anno 1600. Junker Friedrich Stabeno begraben


 

 

Ca 1568 + vor 1618 Jur. Dr, Henricus Stabenaw/Stabenau auf Woldenberg Linie II

Sohn des Pfarrherrs zu Lähn Michael I: Student an d. Universität Leipzig und Jena. 

Heinrich von Stabenaw, aus Schlesien, ein Sohn der Schlesichen Pfarrherr Michael von Stabenaw in Lähn. Heinrich war Erbnehmer auf Gut Rittergut Woldenberg.


Stud Leipzig

1591 Sommersemester, immatrikuliert im Universität Leipzig. Hnr. Stebenau, Stobenau Lehnen. 1/2 fl. P 31. (Anm. diesen Heinrich Muss ein Sohn Michael Stabenaw II Pfarrherr zu Lähn (Auf Latein "Lehnen") sein.

Stud Jena

1591 Hnr. Statenau, Lehnen. Siles. b, 92 (Anm. Heinrich Stabenau aus Lehn in Schlesien geschl. Auf Woldenberg in Brandenburg) (Die Matrikel der Universität Jena B.d. I 1548-1652 s 315.)

 

Jur Dr. 1599

1599 Henrici á Stabenaw & Woldenberg. Sil unten in der Dissertation von Jena als Juris Dr. in 1599 ernennt.  


Frankfurt a. O. 1600

Heinrich Immatrikulierte sich an den Universität Frankfurt a. O. im Jahr 1600-1604 als "Henricus von Stabenau von Wolldenbergt Silesius 1 Thal". 

(Altere Universitäts-Matrikeln I. Universität Frankfurt, B.d. I 1506-1548 s 446)


Heirat

Heinrich Stavenow wurde wohl verheiratet mit Liebke v. Plessen. Sein Onkel Andreas zog nach Mecklenburg. 

1618 Heinrich Stavenows Wittwe, Mecklenburg

Im Namensregister zu den sehr gut erschlossenen Akten zu den Lehngütern (Bestand 2.12-4/2-2 Lehnakten I), die 298 laufende Meter Archivgut umfassen, kommt der Name Stavenow vor: 1618 in den Akten des Gutes Klein Pritz im Amt Crivitz. Hier wird die Witwe eines Hinrich Stavenow erwähnt, die Reimar von Plessen 2.000 Gulden leiht und dafür den Hof Klein Pritz als Pfand erhält. In den 64 cm starken umfangreichen Lehnakten (2.12-4/2-2 Lehnakten I, Vol. I a) des Gutes Klein Pritz, leiht 1618 eine Liebcke von Plessen, Witwe des Heinrich Stavenow, mit Einverständnis ihres Bruders Helmold von Plessen ihrem Bruder Reimar von Plessen 2.000 Gulden und erhält als Pfand den Hof Klein Pritz. Wer ist dieser Heinrich Stavenow, der vor 1618 verstorben ist?

 

Erstes bekanntes Publikation

1597 Illustrium quaestiorum Dip. (juridica) XIV. de Sponsalibus matrimonio, et malierum patrimonio / Leopold Hackelmannus praeses; Heinrich von Stabenaw respondens Verfasser: Hackelmann, Leopold *1563-1619* ; Stabenaw, Heinrich von. Erschienen: Jenae, 1597Umfang: 4" Sachgebiete: Ft 1051 ff. / Ft 701 - Ft 3008/14 ; Allgemeines ; VerschiedenesFi 62 / Fi 1 - Fi 251 ; Miszellanbände Signatur: 24 in: Fi 62. Standort: Kriegsverlust.

Letztes bekanntes Werk


Bilder

Klickbar - Unten links: Eintrag im Stammbuch Abraham Gast.        

Die andere Bilder sind "Disputationes" andere Studenten. 1599.



Werken

1613 Illustriores Et Selectiores Quaestiones In vita communi usum insignem habentes. Leopold Hackelmann Nomina Collegiarum Secundum: (Namn på medförfattare) ,Johannes Dinckel, Johann Eccard, Christoph von Kreitzen, Heinrich von Stabenau, Daniel Heider, Johannes Ursinus, Albert von Vechteld, Moritz Müller, Philipp Reinhardt.


Bilder unten

Klickbar - Disputationes. Presidie Henrico á Stabenow 1601 und 1605. 

Albin Helvig aus Breslau, Schlesien gehört wohl zu den alten Schlesichen Familie v. Helwig aus Breslau.


 

 

1568-1613 Burgermeister Jakob Stabenow II Stadt Wriezen (Woldenberg Linie I)

Der Familie auf Woldenberg sind nachweisbare zu Wriezen, davon zu Stralsund (Merten), Pritzwalk (Caspar) und (Hans). Die Familien und Ihren Freunde und Verwandte lasst es vermuten das wohl sämmtliche Familien auch in Perleberg und Havelberg mit den Stavenows aus Wriezen befreundet sind.

 

(Nickels sohn (Linie I, zweiter ehe), war noch unmündig 1584)

Geboren um 1566.

1593 Ausgekauft von Gut Woldenberg.

Begraben am 21 September 1613 "B Jacob Stabenow begraben".


Mehrere Familien Stavenow wohnt in Wrietzen 1595-1660. Die sind offensichtlich verwandt, das kan man auslesen von den Paten.

 

1610 17.4. (Bonin:Konsistorium,S.48-49). Jakob von Stavenow. Bürgermeister der Nachbarstadt Wrietzen, vertauscht einen Garten.

Stafenow Jacob Burgermeister 548 (Entscheidungen des Cöllnischen Konsistoriums, 1541-1704. Burkhard von Bonin, Franz Julius Lütkens, Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg. Cöllnisches Konsistorium H. Böhlaus, 1926. S 647)

 

1616 Starb die Alte Eva, bei f. B. Stabenowin. (KB Wriezen Ancestry S 240)

1624 Starb die B. Jacoby Stabenowin. (Jacob Stabenows Frau)

 

Ein Jacob Stavenow ist auch beim v Quitzow bei Perleberg als Pächter ernennt. Das der Familie als Pächter schon 1337 bewirtschaftigt sind kann man im Landbuch Neumark 1337 ausmachen. Die ausgelösten Mitglieder der Famliie sind Pächter und Bürger geworden. Geldmangel gab kein anderes Wahl.

 

Kinder 1 Um 1588 Jacob Stabenow Junior,

Ernennt als Pate zusammen mit der Vater 1606, Sieh unten. 1 Sep 1606 ernennt als Pate «Jacob Stabenow D. Jüng» bei Michael Granolaus Sohn Georgius Taufe.


Kinder 2 

1592 Jacob Stabenow Kind Begraben (KB Wriezen 1592)


Kinder 3

1593 Jacob Stabenow Kind Begraben (KB Wriezen 1593)

 

Kinder 4 - Um 1595 Caspar Stabnow?

ernennt als Pate mit B Jacob Stabenow 1607.2 März in Wriezen. Indizien für das er einen Sohn zu Jacob Stavenow ist.

 

Kinder 5 1595 Orthia oder Ottho

Jacob Stabeno Hedwig fil. Orthia/Otto/Ottho Paten Elias Reinols, Peter Pretzel s frau Vrsula. Past: uxor ag d. H Ernsten von Dabielin/d/

Kopie 3 (1595): Jacob Stabeno Ells. Fil. Or(…) [der Rest des Vornamens ist nicht lesbar] Elias Reiwald, Peter Pretzel, die Frau Ursula Pastoris uxor (Ehefrau des Pastors) 29. December

 

Kinder 6 1596 Anna

- Jacob Stabeno Hedwig Anna fil. Anna. (Pat) Michel Bie frau Anna Fride, Margaretha , Catharina Ritters Ev: Lehmanshof.

 

Kinder 7 1602 Elisabetha

- B Jacob Stabeno Elisabehta. Filia Elisabetha . Comp. H George XXXXX?, H Caplann, H Johan Illiheim?.

 

1603 B Stafenows Tochterlein begraben

 

Burgermeister Jacob Stabenow Pate in Wriezen

1594 för Michael Bohrns und Marg. Fil ? «Burg. Jacob Stabenau».

1595 Für George Brahms? In Wriezen 1595. Steht Pate 1596: Für ????? Stassmayer. Bertha Brahms. Comp: Lindeman, Stad

1596 Für Peter Ursuts fili. Sebastiann. Comp Pretzel, Stabeno, Urk. Dannenburg, Thasin, Yiok Brgn 20 Juni.

1604 Pate. 13 ? bei Caspar Thieles filius Wolf Taufe.

1605 Pate bei Hans Salder Tochtger Anna. «B. Stabenowen»

1606 Pate Zacharias Hartmans Tochter Barbara. Den 8 Januari, Zacharias Hartmann Catharina gemelle Margaretha Barbara. Comp. Valtin Kraus Stadthalter, Hans Hade, Die Pastor Kustrin, H B. Stabenowen Dn Michael von Knisthal, ???? Jacob Stabenow Junior,

1606 D 6 Feb. Andreas Schmids Tauft Magdalena. U.a. Paten B. Jacob Stabvenowen. 17 Feb H Johann Collilng, Filius Johannes. B. Jacob Stavenow.

1607 2 Martii, H Johan Thielen und Annas Sohn Georgius. Comp B. Jacob Stabenow, Landtag Ulrich, Caspar Stabeno, Die Hans Peter Die B. Christopherus. Bunkeny. 30 Juni Jürgen Petze filia Anna.

1611 Pate Den 2 september Andreas Wentlows und Annas Sohn Georg. Paten B Jacob Stabenow, Caspar Stechow u.a. (KB Wriezen Ancestry S 251)

 

Seine Frau war Patin

1611 bei Johan Strauss, Stadschreibers und Elisabeths Taufe filia Elisabeth. Paten B Christoph Bünzoll, Lorenz Bleih, Die B. Stabenowin. Die Peter Schultzen.

Frau steht Pate 1618 H. B. (Burgermeister) Stabenow bei Alexander Stinlosoms und Annas filii Maria.

Frau Steht Pate 6 Mai 1618. B Stavenowen F.

Frau Steht Pate 29 Juli 1618. F. B. Stabenowni.

Frau Steht Pate 24 Dec 1618 bei Jacob von Nerschneichs tochter Marias Taufe. F. B. Stabenowin.

Frau steht Pate Michaelis 1618 Fr. B. Stabenowen. Bei Martin Lembkes Sohn Pontus Taufe.

Frau Steht Pate October 1618 Bei Sebastian Thieles und Magdalenas Taufe der Sohn Johannes. F B Stabenowin. Sie Steht an diesen Blatt Patin 4 mal! Nächsten Seite 2 mal, ua. Bei H Johann Blüher und Walburgis filia Anna Catharina.

Frau Steht Pate 25 Febr. 1619. Bei Adam Schramm und Catharinas tochter Catharina. F. B. Stabenowin.

Steht Patin 10 april 1620.

Steht Patin 1621 für Joachim Melows kind.

Frau Steht Pate 11 September 1621 Für Balthasar Barfuss und Annas Kind Balthasar. Paten Pastor Settman, H Florian Krümphel, H Mattheus Rohnkull? J. Sabina von Barfuss, die B Stabenowin.

 

UM 1588-1625 Jacob Stavenow III Junior (WRIEZEN)

Sohn zu Burgermeister Jacob Stabenow. Ernennt als Pate zusammen mit der Vater 1606, Sieh unten. 1 Sep 1606 ernennt als Pate «Jacob Stabenow D. Jüng» bei Michael Granolaus Sohn Georgius Taufe in Wriezen. 1607 Pate bei Marten >Gümickes filia Anna. «Jacob Stavenow D Jüng.» 1608 Zwei mal Pate in Januar.

 

Steht Pate 1612 Hans Simon und Anna, Filia Anna. Paten Jacob Stabenow d. Jüng. Jacob Wiman,

Steht Pate 1617 20 dec für Jürgen Gebenty? S und Catharina filia Maria. Als erste Pate Jacob Stabenow. (Vater oder Sohn?)

Steht Pate 1624 28 okt. Für M Mathias Müller und Annas Filia Anna. Paten Jacoby Stabenow, David Timmen, H Peter Linz F. Fr Mathias Slaabenow?

Steht Pate 1625 (KB Wriezen, Taufen Ancestry S 100) M Mathias Müller u Anna Filia Anna. Pate 1 Jacoby Stabenow.

 

Kinder 1 1607 Jacob IV

'Den 9 Februar 1607 Jacob Stavbenow Junior Anna. Filius Jacob. Comp Matthias Brenning, Diaconus Georg Rayts. Peter Krüker, Die Lorenz Joachim, Die Johan Cillietin.

Anno 1608 Jacob Stabenow d Jungeren Kind. Begraben.

 

 

 

Geb. um 1590-95, bekannt 1607 + vor 1663 Gräflichen Kammerjunge Caspar Stavenow I (Wriezen) (Schwedt 1609), (Pritzwalk) ab 1614, + in (Luckow)

Der Vater ist ein von den volgenden Herren: Sohn zu Ernst I, Joachim I, Nicolaus VI, Jocob II (Linie I) oder 

Nicolaus IV, Hans IV (Linie Ib) oder Friedrich IV Linie II oder Andreas I Linie III.


1607 Caspar Stabeno ernennt als Pate in Wriezen mit Burgermeister Jacob Stabenow.

1607 2 Martii, H Johan Thielen und Annas Sohn Georgius.

Comp (Paten) B. Jacob Stabenow, Landtag Ulrich, Caspar Stabeno, Die Hans Peter, Die B. Christopherus Ehefrau.

Diesen umstand könnte eventuell sprechen für das der Burgermeister Jacob Stabenow II der Vater ist.


Zunächst finden wir das Caspar als Kammerjunge beim Herrenbeisters des Johanniterordens, der Grafen Martin von Hohenstein. Im Jahr 1609 ritt er im als Küritzritter im Begräbniss seines Herrn.


Friedrich IV, Michael I:s Sohn (Pfarrer zu Neukirch in Schlesien Linie II) wurde Hauptmann zu Sonnenburg (Hauptschloss des Johanniterordens Balley Brandenburg) und wurde ernennt im Jahr 1613 (Sieh Zäckerick an der Oder, Dorf der Fischer und der Löwinge Dr. Thomas Wagner Seite 112) . Friedrich IV kennte natürlich der Herrenmeister Martin von Hohensten als Ordensbruder sehr gut. Ob Merten I Sohn zu Friedrich IV war, könnte es so sein das der Hohenmeister Martin von Hohenstein stand als Pate beim Kindtaufen. Dieses könnte natürlich nur mit den aktuellen Kirchenbuch verifiziert werden. Wir wissen doch nicht wo er getauft worden war. Merten I, ging später nach Stralsund vor 1619 und lasst sein Sohn Merten II in dort tauffen. Ich halte es für wahrscheinlich das am mindestens Merten I Sohn zu Friedrich IV (Linie II) war. Als Nicolaus VII erst Johanniter geworden ist im Jahr 1616, wurde es nicht stimmen wenn sein Sohn Caspar schon 1609, bevor Ihm Johanniter ritter wurde.  


Nickolaus VII (Peters IV + 1577 Sohn) ist im Jahr 1600 im Adelsverzeichniss Brandenburgs ernennt (Nickel Peters Sel. Sohn). Der ist im Jahr 1613 Hofmeister beim Hof der Markgrafen Johan Georg von Jägerndorf geworden. Er ist danach im Jahr 1616 als Johanniter Ritter geschlagen unter Markgraf Johan Georg von Jägerndorf. Zu dieser Zeit gab es zwei Markgrafen, (Markgraf Johan Georg besass Herzogthum Jägerndorf). Markgraf Johann Georg von Brandenburg (* 16. Dezember 1577 in Wolmirstedt; † 2. März 1624 in Leutschau) war von 1592 bis 1604 Administrator des Bistums Straßburg, ab 1606 Herzog zu Jägerndorf und ab 1616 Herrenmeister der Ballei Brandenburg des Johanniterordens. Johann Georg stammte aus dem deutschen Fürstenhaus Hohenzollern.

Nicolaus VII Trat im dienst der im Jahr 1624 gestorbenen Johan Georg von Jägerndorf. Er verlor Jägerndorf im Krieg gegend die Katholichen Truppen. Markgraf Johan Georg starb kurtz danach. Nicolaus VII, könnte also auch der Vater Caspar I:s und Merten I:s sein, scheint doch ein zu Jüng gewesen sein.  

 

1609 Gräflichen Gnaden Kammerjunge Caspar Stavenow (Schwedt).

1481 erwarb Johann I. von Hohnstein die Herrschaft Schwedt. Durch die Hohensteins erlebte die Stadt einen ersten Aufschwung. Insbesondere wurden Straßen, Brücken und Dämme gebaut. Kurz hintereinander wurde der Oderzoll (1505) und das Stadtrecht (1513) erneuert. Vierraden erhielt nach dem Schwedter Vorbild 1515 eigenes Stadtrecht. Aber auch kirchliche Dinge wurden durchgesetzt: die Reformation und die Neuausstattung der Katharinenkirche. 1587 wurde ein weiteres Mal das Stadtrecht erneuert. Mit dem Tode Martin von Hohensteins starben die thüringischen Herrscher 1609 aus und gleichzeitig ging die erste glanzvolle Zeit Schwedts zu Ende. Schwedt wurde auch nicht vom Dreißigjährigen Krieg verschont, da die Stadt ein wichtiger Kreuzungspunkt der Straßen von Stettin und Prenzlau nach Berlin und Frankfurt (Oder) war. In fast zwanzig Jahren wurde Schwedt 32 Mal geplündert. 1626 stellten Schwedt und Vierraden 25 bzw. neun bewaffnete Ritter mit Knechten für das Landesaufgebot. 1631 befand sich das Feldlager des schwedischen Königs Gustav Adolf bei Schwedt. 1637 wurde Schwedt wieder von kaiserlichen Söldnern besetzt. Die Schweden unter der Führung von General Banér forderten die Kapitulation, aber man gab nicht nach. So schoss der General Brandkugeln auf die Stadt, so dass sie in Flammen unterging. Zum Schluss waren es wohl nur noch 26 Bürger, die dort blieben.

 

Beschreibung des am 20. Juni 1609 in der Pfarrkirche zu Schwedt stattgehabten Leichenbegängnisse des Grafen Martin von Hohenstein, Herrenmeister der Balley Brandenburg des Johanniter Ordens. (Mitgetheilt von Dr Geisheim)

Nachstehende Beschreibung des feierlichen Leichenbegängnisfest des Grafen Martin von Hohenstein, der seiner persönlichen Eigenschaften wegen unter den Herrenmeistern, welche der Balley Brandenburg vorgestanden haben, eine hervorragende Stellung einnimmt, ist dem Bericht entnommen, den der bei demselben fungirende Geistliche der damalige Gräflich Hohensteinsche Hofprediger Gottschalk Bünting, seiner bei dieser Veranlassung gehaltenen und nachher in Druck gegebenen eichenpredigt (Alt Stettin bei Martin Müller 1609 4 min.) beigefügt hat.   Der von dem Gräflichen Schlosse aus nach der Pfarrkirche sich bewegende feierliche Zug wurde eröffnet durch den Hlagigter SoKoIse Herrn Joachim Wetzel, welcher ein mit Tuch überzogenes Leich Kreutze vorantrug, welchem die Schüler folgten, denen 20 Trauermäntel gegeben worden waren sowie Zindel und Hüte, und gingen neben ihnen 3 Schuldiener, ebenfalls mit Trauermänteln und Binden.   An die Schule schlössen sich die Pfarrer von Schwedt, Sonnenburg Bierraden und Neuhansen an. Den nun folgenden drei Ordens Hauptleuten: Joachim von Ilow, Hauptmann zu Sonnenburg, Friedrich von Höhendorf, Hauptmann zu Schenkender, und Matz von Seidlitz, Hauptmann zu Friedland, schritten 3 Trompeter voran, deren Trompeten mit Tuch überzogen und mit Binden bewunden waren und von ihnen niederwärts gehalten wurden.Dicht hinter den Ordenshauptleuten kamen drei Fahnen, in deren jeder ein Wappen abgebildet war, und hinter jeder derselben wurde ein Gaul, geführt von denen jeder mit dem entsprechenden Wappen der vorangetragenen Fahne bekleidet war und zwar so, daß dasselbe einmal an der Stirn des Pferdes und dann an jeder Hüfte angebracht war.   Die erste Fahne, mit dem Gräflich Hohensteinschen Wappen, wurde getragen von Ernst Ludwig von der Heyde; das Roß führte Hans von Jlow.   Die zweite Fahne, mit dem Ordenskreuze trug Joachim von Trampe, und das Roß führte Ernst Ludwig von Normann. Die dritte Fahne mit dem Ordenskreuz und dem Hohensteinschen Wappen getragen von Joachim von Klöden und das Roß geführt von dem Stallmeister des verstorbenen Grafen Joachim von Schwanbeck.  Nach diesen ritt in vollem Cüraß auf einem reich geschmückten Pferde Ihrer Gräflichen Gnaden Kammer Junge Caspar von Stavenow. Hinter diesem folgte der Kammer Junker des Grafen Jobst von Runstedt welcher das Hohensteinsche Wappen in Holz geschnitten und mit seinen Farben gemalt vorher trug. Hinter diesem folgte der Kammer Junker des Grafen Jobst von Runstedt welcher das Hohensteinsche Wappen in Holz geschnitten und mit seinen Farben gemalt vorher trug.   Hiernüchst trug der Comthur zu Werben Hans von Redern das Johanniter Kreuz auf einem sammtnen Kissen mit einer langen Trauerbinde.

Ihm folgte der Ordens Kanzler David Geisler welcher auch auf einem fammtnen Kissen mit einer langen Trauerbinde das große Regal oder Jnsiegel des Verstorbenen trug   Sodann der Hauptmann zu Schwedt Joachim von Winterfeld mit dem Ordensschwert welches auch mit schwarzem Tuch überzogen war und auch mit der Spitze niederwärts getragen wurde. Hierauf folgte die Leiche selbst welche von folgenden 12 Edelleuten getragen wurde. Georg von Berfelde, HanS Wolf von Stege, Adam von Strauß, Wolf von Thierbach, Hans Christoph von Stegelitz, Gerd von Meseberg, Philipp Heinrich von Weichmar, Hans von Weidenbach, Friedrich von Wichmannsdorf, Joachim von Wichmannsdorf, Christoph von Wehrend, Martin von Greifenberg.   Neben der Leiche wurden von 16 Edelknaben Lichter auf Stangen getragen an deren jeder eines der Wappen der 16 Ahnen des Grafen geheftet mar. Außerdem gingen neben der Leiche noch zwei Gräfliche Kammerjungen desgleichen noch auf jeder Seite 4 Trabanten mit den Spitzen der Hellebarden welche sie trugen ebenfalls niederwärts getragen. Hieran schloß sich nunmehr ein langer stattlicher Zug der Leidtragen und Freunde.

 

Ehe: Ursula Dorn. Wo und wann sind Sie Verheiratet?

 

Kinder in Pritzwalk geboren

Kinder 1 1612-+6 mai 1657 Elisabeth – Den 14 1612 Aprilis hat Caspar Stafenow sein Tochter tauffen lassen mit Namen Elisabeth. Die gewattern sind gewesen H Johannis Kemnitz, H. Johannes Conow. Met Nimans Fair Frau. Hans Lippens Frua, und Anna Lippens.

 

Kinder 2 1613-1654 Thomas Den 23 Juli hat Caspar Stabenow Zwey Söne tauffen lassen, Zwillinge. Der Erstgeborene heisset Thomas, die Paten sind gewesen Jochim Käter, Jochim Krimmanden, Johannes Janens Efr, Bonhar Hinzen Frau und J Anna Hunifels,

Tot in Pritzwalk 1654/19: Thomas Stabenow 31. ejusdem mensis (desselben Monats = Juli)

 

Kinder 3 1613-1628- Jochim – die Paten waren Jochim Jäger, Hans Nieman, Pfiling Burmeister, Hans Criegern sein Frau, und G: Catharina Kosen, 1628 Immatrikulation Rostock. Ioachimus Stavenowius Pritzwaldensis.

 

1635 Caspar Stafenow, nennung in Liquidation 1635. (Pritzwalk geplündert)

1642 Am 15 Dec. H. Caspar Stafenow. Bestattung eines Kindes oder seine erste Frau. 

1654 Casper Stauenow, nennung in Feuerstellenverz 1654. Genannt als Vorbesitzer in Pritzwalk.

 

Hannover: NLA HA, Celle Br. 58, Nr. 675 - Stadt Lüchow gegen Ursula Dorn, Caspar Stavenows Witwe, wegen Beleidigung 1663 - 1666.

In dieser Akten wird auch das Familienwappen der Familie Dorn gefunden.



Nach 1541-1608 Rittergut Falkenberg

Ein Gutsarchiv mit der Bestandzeichnung Pr. Br. Rep. 37 Falkenberg/Niederbarnim war vor dem Zweiten Weltkrieg im GStA PK vorhanden, wurde jedoch während des Krieges vernichtet.

 

Dieses Dorfes geschieht zuerst in einer Urkunde vom J. 1370 Erwähnung, in welcher der Markgraf Otto den Städten Berlin und Cöln 8 Stücke Geldes jährliche Rente übereignet. Weitere Nachricht giebt das Launbuch vom J. 1375. Nach demselben hatte Falkenberg 52 Ackerhufen, wovon 3 dem Pfarrer, 1 der Kirche und 10 zu dem Hofe des Tyle v. Bern (Beeren) daselbst gehörten. Die übrigen 48 Hufen gehörten den Bauern. Von sämmtlichen Hufen wurde Pacht, Zins und Bede entrichtet. Diese erhoben verschiedene Personen als Jahresrenten. Diejenigen Renten, welche die Städte Berlin und Cöln erhielten, hatten die Rathleute den dortigen Bürgern Rutzer und Holekanne cedirt. Es waren 8 Kossäthen und ein Krug im Dorfe. Den Markgrafen wurden Vasallendienste geleistet.

(Not: 5 Gercken a.a. O. II, 397. 6 Landb. S. 69. No. 40).


Die dazu Verpflichteten waren die Besitzer der gutsherrlichen Rechte: der Gerichtsbarkeit, des Kirchenpatronats und der Hand- und Spanndienste, die Gebrüder Hans und Heinrich v.d. Gröben. Dies ergiebt ein Vermerk vom J. 1376, in welchen dieselben, zu Gunsten des Rathes zu Berlin, welcher das Gut Falkenberg erworben hatte, sich aller Ansprüche und Gerechtigkeiten begaben. Die Rathmannen gaben dies Gut zu Afterlehn an Jaeob Litzen, der es i. J. 1417 besaß, und hiernächst an Claus Wynss und dessen Söhne, mit Aeckern, Renten, Gericht, Diensten u.s.w. und behielt sich das Vorkaufsrecht vor, das er aber niemals ausübte.


“1375 1. Vor 1370-1717 Kf und seit 1370 die Städte Berlin und Cölln (über von den v.d. Gröben erworbene Rechte), um 1375 Einkünfte an Bürger Rutger in Berlin, Holekanne in Berlin, Wittwe Steinow zu Beelitz und Mentze v. Holtzendorf verliehen 1417 an die Lietzen, vor 1431 an die Rathenow (s.2. Antheil); um 1450 Kf und die beiden Städte über das Dorf (daneben v.d. Gröben über Rechte), um 1480 die beiden Städte, um 1541 KF über ½ Patr, 1574 über die Dienste, seit 1660 über Hebungen von 4 B der v. Röbel. (S.3 Anteil); Im 17 Jh. Dienste der Hausvogtei zugewissen, 1663 6 Koss Dienste an v Platen (s 2 Anteil).
2. Um 1375 v. Beeren (Bern) über 10 Hf zum Hof; vor 1431 Rathenow und Holekanne über Hebungen, 1431 bos nach 1541 Bürger Wins zu Berlin über Hebungen vom G nebst Hf, 3 Hfr sowie weitere Hebungen (1431 von Rathenow und Holekanne erworben) bzw. Über 1 Hof mit 5 Hf (vormals gehörten dazu 10 Hf) nebst Ober und UnterG (1460) bzw. Hebungen vom Schultzenhof und von 5 hfr (1472), 1541 G durch Kf an v. Germeshausen, vor 1571-1598 Thümen (Thum) über das Dorf nebst Wohnhof mit 8 Hf, Ober und unterG und Patr (1574), 1598-1603 Salvardt und Frau v. Stavenow, 1603 -1744 v. Löben über das Dorf, Rg mit 16 Hf, Ober und UnterG (1603). (Ortslexicon Teil VI Barnim Liselott Enders 1980 S 137-138.)”


Noch i. J. 1541 war einer der Wynß im Besitze, (4) der ihn jedoch bald hiernach aufgegeben haben muß; denn es waren, wie spätere Lehnbriefe ergeben, bis zum Jahre 1598 Stavenow und Samuel Salvart die Nachfolger, und hierauf 1608 Pantel Thüm, 1620 die v. Löbenauf Blumberg und 1669 die verw v. Platen (5) und deren Erben, 1715 der Generallieut. Curt Hildebrand v. Löben, 1744 Geh. Rath Elias Hundt, 1759 der Kgl. Etatsminister Friedrich v. Borck, 1769 der Oberst-Wachtmeister v. Cournaud, hierauf der Oberstlieut. v.d. Lochau, 1791 die Majorin v. Humboldt, geb. Colomb, 1796 der Rittmeister v. Hollwede und dessen Erben, 1806 Wilhelmine v. Alvensleben, geb Gräfin Schlippenbach, sodann der Rittmeister Prinz Aug. Casimir zu Lippe-Detmold, 1816 der Geh. Justizrath Bennewitz, hierauf Kohlmetz, 1825 Schlächtermstr. Köhler, 1831 Rittmeister v. Franke, 1833 wieder v. Bennewitz, 1835 v. Freier und seit 1843 der Graf v. Arnim. Von ritterfreien Hufen zu Falkenberg ist in den altern Mittheilungen nirgend die Rede, vielmehr spricht das Schoßregister von 1450 (6) ausdrücklich nur von 48 Zinshufen, welche neben den Pfarr- und Kirchenhufen bestanden. Erst das Schoßkataster v. J. 1624 führt 8 freie Hufen der Gutsherrschaft auf und bemerkt, daß i. J. 1620 dem Pantel Thüm noch 2 Bauernhöfe mit 8 Hufen freigewilligt worden seien. Das im 16. Jahrhundert aus einem Ackerhofe entstandene Rittergut hatte nunmehr 16 freie Hufen, so daß den von 9 auf 7 redueirten Bauerhöfen noch 32 Hufen verblieben. Von einem Lehnschulzengute ist im Landbuche nichts erwähnt. Es scheint, als ob aus diesem der gutsherrliche Hosgebildet worden sei. In einem Berichte des Landreiters v. J. 1608

heißt es, das Gericht (Schulzengut) sei wüst geworden und von Pantel Thümen wieder aufgebaut worden. Die Kirche, welche schon i. J. 1375 bestand, war zur Zeit der Reformation ein Filial von Wartenberg, wo auch der Pfarrer wohnte, der seinen Hos mit 3 Hufen zu Falkenberg für 6 Hühner, I Wspl. 4 Schffl. Roggen. 14 Schffl. Hafer, Kavelholz und Wachs verpachtet hatte. Außer den üblichen Gebühren von 50 Communicanten erhielt der Pfarrer von jeder der 48 Dorfhufen 1 Schffl. Roggen u.s.w.


(Geschichte des Kreises Nieder-Barnim und der in demselbm belegenen Städte, Rittergüter, Dörfer, K. bearbeitet von E. Fidicin, Stadt Archivar (Mit einer Karte) Berlin 1857 Verlag von J. Guttentag S 57-58)


1581 Einkommen des gemeinen Kastens des Pfarrarchivs zu Seehausen (S a fol 51. 52, S b fol 44).

1581 Valkenberge 4 W. Achim „Schernekaw“ 

1600 (Falkenberg Peter Sch)

(Mit den Abgaben vom Lehnsregistratur als angegeben oben, könnte es um Achim Stavenow und Peter Stavenow handeln, es ist keine Rede von eine Familie Schernekaw zu Falkenberg in den Lehnsregestern?)


Samuel Salvart von Falkenberg, Bergmann, Münzmeister in Prag
X Die Müntstätte zu Prag
Dem Hanns Lasanz folgte im Prager Münzhause, und zwar in den ersten Monaten 1609 als Münzmeister Samuel Salvart von Falkenberg. Er war im Jahre 1596 als Zehntener und 1604 als Einnehmer in Joachimsthal bedienstet. Er wurde Bergrath und im Jahre 1607 mit dem Prädicat „von Falkenberg“ geadelt. (Diese Daten verdanke ich dem k.k. Hauptmanne Herrn Heinrich Rappe in Kuttenberg)
Seine Thätigkeit als Münzmeister in Prag beschränkte sich jedoch auf einen Zeitraum von wenig über ein Jahr, denn am 10. Mai 1610 wird schon Benedict Huebmer con Sonnleithen als sein Nachfolger im Münzmeisteramte genannt. Das Münzzeichen des Samuel Salvart entspricht seinem Adelsprädivate „Falkenberg“; es ist ein ausgebreiteter rechter Falken oder Adlerflügel, welcher an der Rückseite der Münzen in der Umschrift unter dem Adler vorkommt. Das Brustbild ist wie auf den unter seinem Amtsvorgänger ausgegangenen Münzen ohne Vliesskette. Das Münzzeichen hat keine Einfassung. Bei der kurzen Dienstzeit des Salvart als Münzmeister gehören die unter ihm ausgeprägten Münzern zu den grossen Seltenheiten, namentlich ist dieses von den Thalern und Halbthalern der Fall. Dieselben werden weder von Schultess-Rechberg, noch im Kataloge Killian erwänht. Thaler und Halbthaler von 1610 befinden sich in meiner, Thaler und ¼ Thaler, ebenfalls von 1610, in der Sammlung des Herrn Donebauer. Wie bereits angegeben wurde, war der Nachfolger des Samuel Salvart als Münzmeister in Prag Benedikt Huebmer von Sonnleithen. (Numismatische Zeitrschrift 1885. S 267-268)


 

 

1596-1616 Johanniter Ritter und Frauenzimmer Hofmeister Nicolaus v. Stavenow (Jägerndorff) 

Sohn zu Peter IV (Linie Ib)


1614 Nicolaus von Stabenau Frauenzimmer Hofmeister Marggrafens Johann Georgens von Jägerdorff.

(Johann Sebastian Müllers Annales des chur- und fürstlichen Hauses Sachsen 1700 S 293.)

 

(Anm: Krnov var huvudstad i den österrikiska, till fursten av Liechtenstein hörande delen av furstendömet Jägerndorf, vid Oppa. Staden var tidigare känd för en betydande textilindustrik västols- och orgelfabrik samt framställning av likör. Jägerndorf var ett furstendöme som hörde dels till det preussiska regeringsområdet Oppeln, dels till österrikiska Schlesien. Det kom genom köp 1523 till markgreven Georg den fromme av Brandenburg-Ansbach och gick 1603 från dennes son Georg Fredrik i arv till kurfursten Joakim Fredrik av Brandenburg, vars andre son, Johan Georg, erhöll det i apanage. När denne som Fredrik V av Pfalz anhängare förklarades förlustig sitt land, förlänade kejsaren furstendömet (1622) åt furst Karl I av Liechtenstein. Förgäfves gjorde sedan de brandenburgska kurfurstarna anspråk på Jägerndorf, och först Fredrik II av Preussen erhöll 1742 den norr om floden Oppa belägna delen med huvudstaden Leobschütz.)

 

VI Unter dem Herren Meister Markgrafen Johann Georg zu Brandenburg (regierte von 1616-1624)

Zur Geschichte des ritterlichen Ordens S. Johannis der Balley Brandenburg unter Markgraf Johann Georg von Jägerndorf, 22ftem Herrenmeister derselben. Von Dr Geißheim. (Fortsetzung)Was seine Verwaltung betrifft, so war dieselbe für den Orden, ungeachtet seiner häufigen Abwesenheit, nicht ungünstig, insofern demselben durch die von dem Markgrafen angeordnete Verpachtung der Aemter und Güter reichlichere Erträge erwuchsen, als bisher erreicht worden waren. Nach Dithmers gcneal. histor. Nachrichten von den Herrenmeistern, Frankfurt 1737. 4to, haben unter ihm den Ritterfschag empfangen: Im Jahre 1616 Octavian von Schlieben, Sohn des damaligen Senior des Ordens, Hieronimus von Dieskau und Niclas von Stavenow. 1618 Wilhelm Freiherr von Waldstein und Christoph Ludwig Graf zu Stolberg. 1620 Boit Heinrich Graf von Thurn, Mar von Schlieben, Comthur zu Lietzen, Johann Elvert von Westphalen, Adam von Redern. Durch ihn ist wahrscheinlich auch der oben genannte Werner von Castiglione in de Orden eingeführt worden.

(Wochenblatt der Johanniter Ordens Balley Brandenburg. Vierter Jahrgang. Berlin den 24 Juni 1863 Nr 26. Nr l bis 53. Berlin 1863. Druck und Verlag von Nickethier. S 161.)

 

Kinder, In Wriezen getauft

Ehe 1 

1596 Kinder 1 Anna

Nicolas Stabeno Anna filia Anna. Compatres Jürgen Trost, Merten Pretzin, die Jochim Bruderin Trinitatis

 

In Wriezens TB nicht gefunden - aber

Kinder 2 Geboren um 1590-1600 Merten

Stralsund 1619 Merten Stavenow Schneidermeister in Stralsund lasst taufen sein Sohn Merten. Der Vater, Merten muss also um 1590-1600 geboren sein. Verliess doch Stralsund und geht nach Havelberg wo viele andere Familienmitglieder wohnt.


Ehe 2 in Havelberg 1627. Merten Stavenow ist dort verheiratet mit Anna Petzin, filia Merten Petzin. (D.h. Merten Petzins tochter). Merten Petzin war also Pate beim taufen Mertens Schwester Anna in Wriezen 1596.

Keine Kinder von diesen Ehepaar sind in Havelberg getauft worden. 

 

Nicolaus Stavenow könnte Stammvater der Familie Stavenow in Stralsund sein.

Es ist nicht undenkbar das Johann Georg von Jägerndorf möglicherweise ein Standeserhebung verleihen habe zu Nicolaus Stavenow und seine Nachkommende, als er sein Frauenzimmer Hofmeister beim Hof in Jägerndorf war. Wenn Merten Stavenows wittwe starb in Havelberg, könnte eventuell den Sohn Merten geerbt haben, aber von Ihm ist nicht mehr die Rede. Keine Stavenows sind doch in Stralsund in den Zwichenzeit 1630 bid 1660 (sterbedatum der Wittwe). Möglicherweise ist Eigenthum in Stralsund zu Joachim und Peter von dieser Familie Testamentiert worden.

 



1615 Anna v. Stauenowen

No. 3. Distribution der restirenden Hohen Finowischen Kaufgelber. Anno 1615.Nachdem auf Ansuchen Franz Sparres unbezahlter Creditoren durch Churfl. Befehl Ern Arnoldo de Reigern uf Gladebeck Erbseßen, und Ern Andreae Kohler, beyden Churfl. Rathen committiret worden, die hinterstellige Kaufgelder, so aus Churfl. Rentey wegen des guets hohen finow sollen erleget werden, unter sie rechtmäßigt zu distribuiren Als haben ernannte Commissaij, die in beeden Instantien ergangene Urthell in beisein anwesender gleubiger, und der abwesenden Geuolmechtigten vorgenommen, die prioritetische Creditorn, welche die Zahlung erlangen können, ihre posten mit den Original Uhrkunden belegen und bestecken laßen.Unter anderen;Furter Anna von Stauenowen zwey hundert Thaller ohne Zinß, dan die ihr vorgesezte tieblohner, wie auch Jacob Prell haben hiebeuor allbereit ihre befriedigung erlangett.Mehr seind von den Creditorn fünfzig thllr. den distributoren der Bemuhungt halber verehret, der Rest aber auf vier und funffzig Thllr. sich erstreckendt, soll Balthasar Dahmeßen zu vortsetzung des processus mit Krummenseen gefolget werden. Und weil obgedachte nachstendige Hohen finowsche gelber in bezahlung obgesezter Posten aufgehen, ist von den Commisarien ferner nicht fortgefahren, noch zur fechzehenden post erstes Urthells und folgendts geschritten worden. Sondern laßenß vor dießmahll dabei bewenden, biß etwa kunftigt was mehr einkompt, davon die nachstehende mögen befriediget werden.Urkundlich dieser Reces und verfaßete außtheilung mit des Churfurstlichen Camergerichts Insiegell authorisirt, und bekreftiget.Actum Cöln an der Spree am 4ten Martij Anno 1615 k. Arnoldus de Reyger MPPRIA. Andreas Kohls mppria. (Gundling's Urkunden: Samml: Processe und Verträge k. Th. 1. Msept. der Königl. Bibliothek zu Berlin gehörig.

(Urkunden Sammlung zur Geschichte des Geschlechtes der von Eickstedt in Thüringen, den Marken und Pommern. Gesammelt und herausgegeben von C. v. Eickstedt. Königlich Preußischem Major. Erste Abtheilung. Berlin 1838. Verlag der Plahnschen Buchhandlung. s 386.)


Anna von Stabenau, verh. mit Ernst von Görzke.


Kinder 1 Joachim von Görtzke. (Restlose Auswertungen von Leichenpredigten und Personalschriften für genealogische Zwecke, Bd. 1, R1-R1000, R374)


 

 

1619-1655 Martin II Stabenow (Geb Stralsund) nach (Wriezen)

Geb 1619 in Stralsund, Sohn zu Merten Stavenow in Stralsund und Havelberg.

Traubuch Havelberg, St. Laurentius 1627/2: Merten Stavenaw. Anna Petziens, Tochter des Merten Petzien … in Schwechow, Witwe Meister Willhelms des …meisters

 

Den 4 Augusti 1655 ist Martin Stabenroch burger gewesen und sein Bürgen sind gewesen Christian Rhunish. Soll und Will 5 Thlr Bürgenrecht geben, hat´s auch b forts zu den Ratshaus/s enlaget.

 

Kinder 1 1657 Catharina

(Taufbuch Wriezen 7 November 1657)

Martinus Stabenro Elisabeth Matzus Filia Catharina . Comp: H Joachim Dahlen. Hans Eiwall Pauell Grütke Martin Finow. Anna Kitz… H: Johann Sagers Frau. Maria Zuhlinken. H: George Biffings Frau. Elisabeth N: Caspar Strassbürgs, Joh Hütins Frau.


(Anm: Christoffer Stavenow in Stralsund gewidmet einen Testament einer Sager)

 

 

1626 Musterrolle der Mittelmärkischen Ritterdienste Oberbarnim

Die "Pauern" von den Stavenowen Herkommend

Musterrolle der Mittelmärkischen Ritterdienste 1588. (1626)

Wie dieselbe, weill die neulichste so anno 1610 gemachet, nicht zuerlangen, auß der Alten Rolle de anno 1588 auch den Lehnsregistraturen und den zetteln über das Nachtgeldt de anno 1610 welche aus der Hoffrenteren entnommen, gefertigt anno 1626. Die Pferbezahl gehört also dem Jahre l588, die Namen der Grundbesitzer aber dem Jahre 1626an. Ritterdienste im hohen Barnimb. 1 Pf. Berndt v. Arnim, zue Löhme. 1 Pf. Dietrich v. Holtzendorff von Sydow. 9 Pf. die von Pfuell in gesambt von Ihren stamblehnen, alß Löwenbergk, Quilitz, Friederstorff, Ranfft, Gartzien, Gielstorff, wozue auch Fichell kommet, Steinbeck Schultzendorff, Jahnsfelde K. woran aber Dietrich von Holzendorff + Pf. wegen Dannenberge helt. 1 Pf. Ludwigs v Pfuell Lehenserbe zu hohen Finow. I Pf Jacob Pfuell wegen Prötzell. Die Prelaten daselbst und Ehrentreich v. Blumenthall zu Hernekopf. 1 Pf. die Platen zu Hernekopff, die Dahmen u. Werbelohen, wegen der gueter, so sie von Uchtenhagen dabevor zu Lehen getragen. 4 Pf. die Rabeln in diesem Craise, alß von Friedeland, Buch, Schönhausen, Kruge und andern guetern, Jedoch helt hiran nunmehr + wegen Eggerstorff Bertram v. Pfuell. Was sonsten die v. Röbell an den beiden Krummenseischen Pferden halten, ist oben unter dem Nieder Barnim sub Krummensehe gemeldet. Ihren übrigen Roßdienst vide im Lebusischen Craise. 1 Pf. die Sparren und Christoph v. Lindtstedt, wegen Trampe und Prenden. 1 Pf. Otto v. der Gröben, wegen Lichterfeldt u. Prenden, so Sparrische gueter gewesen. 1 Pf. die Termowen und Christoph von Lindtstedt zue Brunow und Klobbigt. 1 Pf. die Flowen, wegen Flow und Petershagen, und Die Dahmen zue Sternebergk. 1 Pf. Erdtmann v. Berfelde zue Trebnitz und Die Reutzen zue Pritzhagen. 1 Pferd. die Heisen zue Biesau und Leuwenbergk, die Wageschützen zu Woldenberge und Christian Pfuell, wegen etzlicher Pauren daselbst, von den Stavenowen herkommend. Summa 24 Pf. Ebendaselbst.

(Beiträge zu einem neueren Landbuch der Marken Brandenburg. Prälaten, Ritter, Städte, Lehnschulzen oder l Roßdienst und Lehnwahr. Zusammengestellt und herausgegeben von CV Gickstedt. Magdeburg 1840 Verlag der Creuhschen Buchhandlung. Sid 115-116.)

 

Sämmtliche Familien Stavenow auf Wollenberg war deutlich auf Grund von Wirtschaftligen verfall zwungen seine Hauptteilen von und schlieslich die ganzen Rittersitzen zu Wollenberg und Falkenberg im laufe der Zeit zu verkaufen. Als man das Rittersitz zusammen mit der Wagenschützen hätte bis 1644 wird die Familie als als “Pauern von den Stavenowen herkommend” im Jahr 1626 bezeichnet. Die Stavenows sind doch noch in 1626 im Ritterdienst, obwohl als Pauern (Verarmte) genannt. Wenn der Familie verarmt geworden ist musste man sich neue Einkünften aussuchen. Manche Familienzweigen sind früher als 1600 in Mecklenburg und Schlesien u.a. umgetzogen. Aber von 1600 und forwärts sind auch Familienzweigen nach Schlesien, Hohenleuben, Schleswig Holstein, Rostock, Lübeck, Stralsund und Sachsen Anhalt gegangen. Auch während der 30 Jährigen Krieg, ist es wohl das viele von die bleibenden Stavenower umgetzogen sind. Einige Zweigen bleibt doch in Brandenburg.

 

Wie kommt es das Grosse Teile vom Familie Pächtern und Bürger und eben ein Zweig Bauern geworden sind?

Durch die Stärkung der territorialen Fürstentümer im Reich nach dem Dreißigjährigen Krieg 1618-1648 kam es auch zur Festigung der ständischen Ordnung und - damit verbunden – zur Herausbildung des fürstlichen Absolutismus in den deutschen Ländern. Mit dem Aufbau einer staatlichen Zentralgewalt und eines stehenden Heeres schuf Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst (1640-1688), auch einen frühabsolutistischen Staat in Preußen. Damit verlor der Adel zwar seine politischen Vorrechte aus der Ständeordnung, wurde aber gleichzeitig in seiner sozialen Herrschaft gefestigt. Auf dem brandenburgischen Landtagsabschied von 1653 wurde die Erbuntertänigkeit bzw. Leibeigenschaft der Bauern gegenüber dem Adel festgelegt und die gutsherrliche Abhängigkeit der Bauern und Landarmen neu besiegelt. Das festigte die Basis der bestehenden Ordnung und bedeutete letztendlich eine Grundsatzentscheidung für die Richtung und den Charakter der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung. Bis ins 19. Jahrhundert sicherte dieser Herrschaftskompromiss die beherrschende Position des Adels.


Der Familie Stavenow auf Woldenberg war vervandt mit anderen Adeligen Familien, und besassen Ämter oder Pächten, aber haben nur ein Kleines Lehn geerbt in einer Zeit wenn die Ritterschaft nicht mehr als Militärischen Kräfte benötigt war. Für verarmte Adelsgeschlechter war dieser Zeit Schwer. Manche haben doch in den Städten als Bürger gesiedelt, unter dem Klostern und andere Gutsbesitzer haben sich manche Familienmitglieder als Pächtern bewirtschaftet, und damit sind die noch ”frei” geblieben. Andere sind Bürger in den Städten geworden und könnten ihre Freiheit in diesen Fällen auch beibehalten. Was doch deutlich zu sehen ist, das viele von die Stavenows auf Woldenberg, schon früher als Woldenberg verkauft war, in die Städten schon umgezogen haben. Z.b. der Hauptmann Andreas Stavenow, der in Schwerin beim Stadttor wohnte. Nur der Agnat Wohnte natürlich in Woldenberg, die anderen haben sich in die Städten und Guten andere Herrschaften als Pächter bewirtschaftet.


Als Beispiel das die grenzen von Landadel und Burgerthum noch vielfach durchlässig war im Mittelalter gibts u.a. der Familie Karstedt 

So schreibt Dr. Uwe Czubatynski: "Im übrigen lassen sich auch zur Familie Karstedt nur wenige zuverlässige Daten ermitteln. Aus dem 1561 errichteten Testament des Joachim Möllendorff geht hervor,(7) dass der in Perleberg ansässige kurfürstliche Rentmeister Joachim Karstedt 1561 bereits verstorben war (laut Leichenpredigt seines Sohnes am 15. 9. 1560 im Alter von 49 Jahren). Da das genannte Testament nicht nur die Kinder dieses „Oheims“ Joachim Karstedt bedenkt, sondern auch die Gebrüder Joachim, Valentin und Andreas Karstedt auf Kaltenhof, so kann es eigentlich keinem Zweifel unterliegen, dass die bürgerliche Familie in Perleberg mit der adligen Linie von Karstedt verwandt war. (8) Auch wenn der Grad der Verwandtschaft nicht näher bestimmbar ist und keine Siegel oder Wappen zum Vergleich zur Verfügung stehen, so zeigt dieser Fall (ebenso wie bei dem Testator Joachim Möllendorff), dass die später weitgehend erstarrten Grenzen zwischen Landadel und Patriziern im Mittelalter noch vielfach durchlässig waren. Von den Kindern des Joachim Karstedt in Perleberg ist lediglich bekannt, dass es der wohl älteste Sohn Andreas Karstedt (ca. 1535–1599) nach langer Studienzeit zum Bürgermeister von Ratzeburg brachte.(9) Von seinem dritten Sohn Hieronymus (gest. ca. 1589/90) existiert in Perleberg immerhin noch ein fragmentarisch erhaltener Grabstein (Czubatynski 2016, S. 239 Anm. 20)."

(Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Prignitz Band 17 Dr. Uwe Czubatynski S. 11-12)


7. Uwe Czubatynski: 700 Jahre Pfarrarchiv Perleberg (wie Anm. 2), S. 206–214.

8. Sehr auffallend ist auch die Wappengleichheit zwischen den Familien von Karstedt, von Klitzing und den jetzt in Schweden beheimateten von Konow, siehe Walter v. Hueck: Adelslexikon. Band VI, Limburg an der Lahn 1987, S. 136 und S. 413–414 (Genealogisches Handbuch des Adels; 91).

9. Fritz Roth: Restlose Auswertungen von Leichenpredigten und Personalschriften für genealogische und kulturhistorische Zwecke. Bd. 2, Boppard 1961, S. 5 Nr. R 1006. Die 1599 in Lübeck gedruckte Leichenpredigt von Sebastian Cygnus ist im VD16 unter der Nummer S 4596 verzeichnet.

 

Anm: Es gibts natürlich mehrere Beistpiele in den Prignitzen Städten, wie der Familie Konow (Mehrere Bürgermeister und Ratmänner in Perleberg), Familie Kemnitz (Mehrere Bürgermeister und Ratmänner in Pritzwalk). 

 

 

1620 Barbara v. Stavenow geh. Carl von Grünberg Dietersdorf (Lebus) (Schlesien)

1620 5.7. (Mülverstedt: Ehestiftungen). Landesherrl Konfirmation der Ehestiftung der Barbara von Stavenow mit Carl von Grüneberg auf Dietersdorf. Dieser kam aus Stift Lebus auf der anderen Seite der Oder. 1000 Thaler Ehegeld (Von Grüneberg erst ernennt 1480 als besitzer von Balkow) Karl von Grüneberg, geb 1598. Vater Wolf (1) von Grüneberg. (Vater Nickel von Stavenow) Carl v Grünberg auf Dietersdorf und Barbara v Stabenow. 1000 Thlr Eheg. Conf. 5 juli 1620. Ibid 288. Herrenhaus Charlottenhof. Kreis Landsberg.

 

 

1594 Marcus Stabeno (Wriezen) nach (Wilsnack)

1594 Steht Pate (Ancestry Bild 6 im KB)

 

Kinder 1 1594 Caspar oder Catharina -

Marcus Stabenau Hedwig filia Catharina [die zweite Zeile ist für mich kaum lesbar] Carolina

Compatres die Jochim Bruderin, die Vrban Kuskerin, Jochim Prallin, Andreas Wilde, Tewes Sehling.

Auf der gleichen Seite taucht übrigens ganz oben im ersten Eintrag ein Clas Stabenow als Gevatter auf.

 

Kinder 2 1596 Jacobus.

"Marcus Stabeno Hedw(ig) filius Jacobus. This Larn, Balthasar Schwartzkopff, Jürgen Trost, die Petzin und (?)eitzer Kammer(???) 20 Maij" -

1657 Jacobus Stabenow, ernennt als Pate in Wreizen.

Entwieder Jacobus, Sohn zu Marcus, oder Jacobus Sohn zu B. Jacob Stavenow.

 

1639 Perleberg 26.02.1639 Jacob Wünne, Bürger und Schneider, mit Catharina Kawlitz, Witwe des Marcs Stavenow in Wilsnack.   

 

 

ca 1560-1620 Hans Stabenow (Wriezen) (Woldenberg Linie Ib)

Erdmanns Sohn. Pächter.

Ehe 1 Vor die KB Beginnen

Kinder 1 Anno 1592 Hans Stabenowen K. (Begraben)


1614 Hans Stabenauen Frauen (Begraben)

 

Ehe 2 Wohl nicht in Wriezen verheiratet.

Kinder 2 1620 Maria –

September Diem nach Trinitatis - Hans Staberow Anna Filia Maria, Paten Matthis Brakowski, Melchior v Schrebschen? F. Aramis Armfelt….. Balthasar Bahrfussen F.

 

Hans Stabenow steht Pate am 1 dec 1620 beim Taufe d. Michael Bahr u Anna, Filius Andreas.


Möglicherweise

Kinder 3 Joachim

Stud. In Wittenberg 1597 Joachim Stavenow Sandoviensis. (Aus Sandow, bei Havelberg). 1600 Mitglied des Kirchlichen rat Joachim Stavenow (Sandau) Kyritz Havelberg (Brandenburg) 1600 war Joachim Stavenow der Jüngste von die vier ”Eltisten” im Rat. Die gottehausleute, Claus Krüger, Baltzer Janicke, der schultz ist gestorben. Die vier eltisten: Jacob Lückefeil, Achim Zoppel, Michal Thomas, Jochim Stawenow.

 

Ehe 1 ?

Kinder 1 geboren vor 1626, gestorben 1626 Jochim Stawenows Sohn (Bestattungsbuch St Laurentius 1626 437).

Kinder 2 1631 27 Martii - Joachim Stavenows Kind gestorben.  (Bestattungsbuch St Laurentius 1631 20)

Kinder 3 geboren ? – gestorben am 30 sept. 1631 Joachim Stabenows Magd. Gestorben. (Bestattungsbuch St Laurentius 1631 122)

 

Ehe 2

1628 Joachim Stavenow heiratet Anna König den 08.07.1628. Witwe Bartholomaei Vierzofens 6. Juli.

 

Kinder 2 1629 Hans. 1630 60 „Joachim Stawenow Sohn Hans. Paten: Zacharias Berckholtz, Jaime Eids, Hans ...tz,n Vidua (Wittwe) Andreas Pagelsl, ....... Berchholtz“ (TB. St Laurentius 1611-1709).

 

Kinder 3 1633 Joachim. 1633 Joachim Stavenow Sohn Joachim (TB. St Laurentius 1611-1709) Paten Hieronimus Kemnitz, Jochim Stein, Andreas Gläser, B. Zacharias Berchholz Frau, Joachim Strassburgers Frau.

 

Kinder 4 1635 Elisabeth. 1635 45 Joachim Stavenow Tochter Elisabeth Stavenow. Paten Simon Janke, Joachim Anger, Uxor Jacob Petz.

1636 Joachim Stawenows Kind gestorben am 31 dec 1636.

 

1632 Uxor (Frau) Joachim Stavenow taufpate bei Joachim Bardts Generlli Fili Jochims taufe. 1660 Anna Königin Joachim Stafenows Ehefraw und selige Wittwe begraben am  13 october 1660.

 

1635 Jochim Stavenow, nennung in Liquidation 1635. Joachim Stavenow ist gestorben in Havelberg am 2 dec 1640. (Bestattungsbuch St Laurentius 1640 40) 



1602 Fam. Augstin Stabenow (Wriezen)

Kinder 1 1602 Ursula

Den 6 Januarii Augstin Stafenow (und) Walpurgis Filia (Tochter) Ursula. Comp. Vallmi Olleng Junior, Adam Konjus, Die B Vallni Callamii, Die Urban Solesken, Die Valentin Stuberni.

 

 

1637-1653 Das Wriezener Bürgerregister

Das Wriezener Bürgerregister von 1634 bis 1760 enthält die volgenden Ergebnisse über Wriezenen Bürger:

1637 Jacob Stabenow

1648 am 4 august Burgt Jürgen Stabenow für Jürgen Schmidt. Und Thomas Mangoll. Und Peter Doberkow.

(Anm: Die Doberkows hat die Grössten Anteile von Woldenberg bis 1374 wenn sämmtliche Hufen von Stavenow gekauft worden war)


1654 Jacob Stabenow Burgen für Mattias Lüdigten

1652 Peter Erdtmann Stafenowen

1653 Mattheus Stabenow

 

 

1622 - Kirchenvorsteher und Ratsherr Georg Stabenau (1650-1657 in Wrietzen)

Das Wriezener Bürgerregister von 1634 bis 1760 ist in bei Herr Klatt durchgesucht. Die volgenden Ergebnisse

Georg, auch genannt Gürgen, und Jürgen, war wohl der am 27 august 1622 getauften Sohn zu Christoffer I und Anna Royen in Perleberg. Nach dem frühen Tod seines Vaters Christoffer I im Pesten im Jahr 1638, sind die Kindern nach andere Familienmitgliedern umgezogen. Joachim, Peter und Georg ging wohl zu Wriezen. Georg bleib in Wriezen, Joachim und Peter ging doch weiter in Mecklenburg, danach in Stralsund.  


H. George Stabenow, verh. 1644 mit Dorothea Krahtz.

 

Ratsherren Eid

1650 - H. George Stabenow gewesenen Kirchenvorsteher schwur den Ratsherren Eid am 7 feb. 1650.

 

Burgen

1657 - Für H. Gurgius Stockbach Burgen: U.a. H. Georg Stabenow

 

Pate in Wriezen

1646 Georg Stabenow Steht Pate am 1 September. 1646 beim Taufe:

Bartholomaeus Barthen und Vihola Hanau Filia Johannes. Comp. H: George Stabenow. Borgard Jüterborck. Johannes Mintz. Magdalena Richard H: Baltzar Kugaltz Evald. Elisabeth M. Paule winnaw und Hüters Evald +

 

1650 Georg Stabenow steht Pate am 16 December 1650 beim Taufe:

H Martinus Schönbeck Elisabeth Dassow Filie Martinus. Comp: H: Christoph: Groman Archdiacon * H: Jonas Schönbeck H: George Stabenow. Dorothea Banden. H: Moritz Rückaus Frau Catharina Randorffs. H: Johan Dünckalaws Fr:

 

1654 H Georg Stabenow steht Pate am 11 september 1654 beim Taufe:

 Johanns Rutze Gertraut Barfussen Filia Johannes. Comp: H George Stabenow. Görgen Korb. Jacobus Beyer. Anna Palen. Jüngfer Anna Milatzow von Albu/e/rg. Elisabeth Behme H: Martin Schönbecken Frau. Dorothea Beyer.

 

1654 H Georg Stabenow steht Pate am 13 oct 1654 beim Taufe:

 Andreas Schönbeck und Elisabeth Tagmans Filia Catharina Maria: Comp: H: B: Daniel Hintze. H George Stabenow. Sophia ???aus, H: M Jacobi Praettori. Hilda. ????ina Beyers. H: George Beyer Frau. ???Sihmanss. H: Everati Ortis Fr.

 

1654 H Georg Stabenow steht Pate am 18 oct 1654 beim Taufe:

Valtin Domihn. Eva Kühen. Filia Elisabetha. Comp: H: George Stabenow, Maria Wichen. Peter Ertmans Frau. Barbara Schröders. Tobias Hohendorffs Frau.

 

1657 H: George Stabenows Frau ernennt als Pate beim taufe 24.02 Dorothea. Tochter des Mattheus Stabenow und Anna Stockfisch.


Bild unten

Klickbar - Herr Georg Stabenow schwört den Ratsherren Eid. Wriezen im Jahr 1650.


 

Georg Stabenows Kinder (in Wriezen getaufte)

Kinder 1 1644 Jacobus 24 mai

– H. George Stabenow. Dorothea Krahtz Filie Jacobus. Comp. H. B: Jacobus Von Kalman. H: Jacobus Borck. Peter Strausberg. Von Sigzolborg Dahtow. H: Jochim Martzdorffen H: Bartholomäus Evals von Ritzenberge..

 

Kinder 2 1646 Samuell 4 september  .

Vater: H: George Stabenow, Dorotea Krahts [1]Comp: H: Johannes Sager Rector. H Joachimus Martzdorf. H Michall Brüder. Bertrams Beyers(Ehe Frau  Petzen/von Evald Jentzen?). Margaretha Ritzow H: Jacobus Borchau Seine Frau.

 

Kinder 3 1650/2 Gottfried 2 januari (Nach Riga?)

H: George Stabenow. Dorotea Krayts. Filie Gottfried. Comp: H: Christoph: Gron…, H: Thomas Schönbeck H: Joachim Meyer. Margaretha Ranss H: Thomas Beyers. Dorothea Banden H: Moritz Rückows Frau.

 

Kinder 4 1654 Georgius 26 oct  (Pfarrer in Barthen, Nach Ostpreussen, Klicken sie bitte hier)

Taufbuch Wriezen: H: Georgius Stabenow. Dorothea Krahtz Filio Georgius Comp. H: B Jonas Beyer. H: George Büchow. H: Johan Bümhelen. Elisabeth Pehmans. H Jonas Schönbeckens Frau. Elisabeth Dahlen? H: Martin Schönbeckens Frau.

1676 Stud in Königsberg. Geo. Stabenau Wriezen. March. Iur. (Die Matrikel der Albertus-Universität zu Königsberg i. Pr Die Immatrikulationen von 1657-1829 Bd 2. S 99.)

 

[1]V Stranz, Gutsbesitzer ein Theil von Alt Wrietzen, Bliesdorf.


Not. Die Familien Sager und Beyer sind auch Paten und Familie in Stralsund, wo die Brüder Georgs, Joachim und Peter zog um 1660.

 

 

 

1605-1660 Mattheus Stabenow Bürger (Havelberg Wrizen)

Fam. Mattheus Stabenroth Elisabeth Matzus(ow) Wohl Hans Sohn, geb 1605 in Perleberg oder Joachim I:s Sohn aus Rostock.

Havelberg dann Zurück nach Wriezen. H Joachim Dahlen und Familie Petzen sind auch Paten in Havelberg.


1653 In Wriezen eingebürgert. (Burgerbuch Wriezen)


Kinder 1 1654 Elisabeth

5 september - Mattheus Stabenow. Anna Stockfischen Filia Elisabeth. Comp H: Christian von Kulman. Jacobus Stabenow. F: Anna Beens. Dorothea Ranz. H: Jacobi Beyerns Frau. Elisabeth Sofie von Küntz.

 

Kinder 2 1656 Johannes Christoph.

20 mai - Mattheus Stabenoth Elisabeth Matzow Filio Johannes Comp: Bartholomäus Picke. Mattheus Robert. Michau Gröber. Johannes Zimmerman.  Caspar Schultz. J. Maria Moritzin. Dorothea Gotthardt, Johannes Eiwolds Wittwe Margaretha Beyers. Margaretha Ritzerows. Gürgen Korbs Fraue.

 

Kinder 3 1657/12 Dorothea

24 februar - Mattheus Stabenow. Anna Stockfisch Filia Dorothea. Comp: H: Georg ????. H Joachim Dalen. Martinus Paul…… Margaretha Krahts: H: George Stabenows Frau. Catharina Michaelis. Marin H?????? Amalia …. ??? Martin???? J Dorothea Kitzerow.

 

Kinder 4 1660 Elisabeth

31 februar - Mattheus Stabenow. Anna Stockfish Filia Elisabeth. Comp: H: Christoff Ram. Christoff Francken. Catherina Beyers. H: George Behen Frau. F. Dorothea Hintzelow.

 


Am Anfang des 17:en Jahrhunderts, gabs (am mindestens) fünf Hauptzweigen der Familie Stavenow

1 Altmark Brandenburg, Niedersachsen

1464 Henning Stavenow in Beuster und seine Nachkommende. Als Pächter bei den Gans zu Putlitz, gehört er wohl zu den Hauptzweig der Familie der sich mit den Ganz zu Putlitz verträgt am 15 august 1334 "Henning von Stavenow und sein Bruder Jan verplichtet sich under Otto und Gunzel Edle Herren Ganz dem Markgrafen von Brandenburg gegen die Herrn von Werle beizustehen" Der Familienzweig lebte in den Altmark bei Beuster.


2 Falkenberg Niederbarnim

Besitzer nach den v. Wynzen, Stavenow. Ab 1598 bis 1608 Stavenow zusammen mit der Prager Münzenmeister Samuel Salvart. Salvart ist wegen das einkaufen in Gut Falkenberg Nobilitiert geworden, mit dem Prädikat "von Falkenberg". Das gut wurde im Jahr 1608 verkauft. Wir wissen bis Heute nicht wer auf Gut Falkenberg sass zusammen mit Samuel Salvart. Ein Teil von Gut Falkenberg gehörte doch die Wittwe des Ratmannes Nicolaus Stavenow im Jahr 1375.   


3 Woldenberg 

Die auf Woldenberg stammenden Familienzweigen der noch am anfang des 17en Jahrhunderts im Besitz des Gutes war:

Linie I - Nickolaus Stavenow (+1584) Söhne Ehe 1 Ernst I Stavenow, Joachim i Stavenow, Nickolaus Ehe 2 der Burgermeister Wriezens Jacob II Stabenow.

Linie I b - Peters (+1577) Sohn Nickel und Hans + Erdmanns Söhne.

Linie II Junker Albrecht I Stabenow., in Wriezen, Junker Friedrich Stabenow., (+1600) u. dessen Sohn Heinrich Stabenow in Wriezen.

Linie II b Michael I Stabenaws (+1595) Söhne Edle Herren Michael II, Friedrich IV (Haubtmann zu Sonnenburg, Johanniter Ritter) und Heinrich III. Linie II b

Linie III - Edle Herr Andreas I Stavenow auf Woldenberg hat ein neues Wappen angenommen. 

Die Söhne sind regelmässig nur im Lehnsregistratur ernennt, ob der Vater starb. Als z.b. Andreas I noch lebte in hohen Alter als Woldenberg hauptsächtlich verpfändet worden war, sind seine nachkommenden leider nicht im Lehnsregistratur ernennt. Seine Nachkommen muss doch Peter V und Andreas II sein, als das Wappen lebt weiter in Rostock. Peter V:s linie, und sein älteste Sohn ging nach Rostock wo das wappen später im Jahr 1689 im Rostocker Wappenbuch registriert worden war. 


Achim, "alias Graf" + 1630 - Ist wohl ein Sohn Friederich IV:s.

Caspar I Stavenow verh. Dorn (Den Mecklenburgischen Familie mit Buffelhörnen im Wappen). Er kam aus Wriezen wo er wurde ernennt als Pate im Jahr 1607. Er wurde Kammerjunge des Herrenmeisters des Johanniterordens bis 1609. Ging danach in Pritzwalk wo seine erste zwei Söhne geboren war. Wohl Sohn des Friedrich IV Haubtmann zu Sonnenburg.

Merten I Stavenow aus Wriezen, ging nach Stralsund und später nach Havelberg. Sein Sohn Merten II geb. in Stralsund zog nach Wriezen zurück. Wohl Nickels Sohn (Linie I) oder Friedrich IV:s Sohn (Linie II). 


Die Familienmitglieder und Ihre nachkommenden stammen auf Woldenberg Linie I-III. Die wohnte doch entwieder in den Städten und bewirtschaftete sich als  Amtmänner, Bürger oder als Pächtern bei anderen Gutsherren. Der Name Stavenow ist im Lehnsregistratur "Staffenow, Stavenow oder Stauenow" buchstabiert. In Wriezens Kirchenbücher wurde es oft Stabenow/Stabeno geschrieben. Es hängt von dialektalen Unterschieden ab. Ost von der Oder, wurde das Name oftmals Stabenow/aw/au geschrieben. In Mecklenburg und Prignitz, Stavenow/Stavenau/Staveno. 


Einige Familien zogen in die brandenburgischen Städte. Im Jahr 1653 sind einige Familienmitglieder als "Vorbesitzer" benannt, z.b. in Havelberg, Perleberg und Pritzwalk. Es könnte damit verbunden sein, das der Sohn Hans Stavenows, Joachim, (Woldenberg Linie Ib) sein letztes Gutsanteil in Woldenberg, das man zusammen mit den v. Wagenschützen gehabt habe an Dr Michael Fulborn aus Wriezen im Jahr 1644 verkauft haben. Manche von den Patenfamilien taucht auf sowie in den Brandenburgischen Städten wie Wriezen, Perleberg und Pritzwalk, als in Mecklenburg und die Hansestädten Rostock, Lübeck und Stralsund, u.z.w.


Als die Brandenburgischen Stavenows ausgewandert haben, tauchen manchmal einige "Gipfelfiguren" der Familie auf als Paten bei verschiedene Stavenow- Taufen  rund um in die verschiedenen Herzogthümern. Ein Beispiel ist Herr Georg Stavenow geboren in Havelberg. Er wurde Rector in Kyritz, und später Pfarrer in Brunn.  Er taucht auf als Pate bei Stavenow-Taufen in Pritzwalk, Wusterhausen und Havelberg und seine Frau als Patin in Hohenleuben, Thüringen beim Taufe einer Hieronymus Stavenows Sohn, Hieronymus Christian. Warum? Georg war ein "Onkel" Hieronymus und auch der "Älteste" vortreter oder Agnat der Familienzweig Woldenberg III. Seiner Frau war wohl Schwester oder Vetter Hieronymus Mutters, einer geborenen Chemnitz.   


Ein Burgermeisterfamilie in Perleberg (U.a. Johan Konow) taucht z.b. auf als pate bei mehere Stavenowtaufen sowie in Perleberg und Havelberg als in Pritzwalk. Mehrere Mitgliedern der Familie Kemnitz (lat. Chemnitz) tauchen auf als Paten in Pritzwalk, Havelberg u.a. Orten. Viele von den Patenfamilien scheint in den Jahren um 1570-1660 zu den Höheren Schichten der Städten gehört zu haben und waren oft s.g. "Ratslude". Ein beispiel davon ist Jacob Stavenow (Woldenberg Linie I), Burgermeister Wrietzens. Ein anderen beispiel ist Georg, Ratsherr in Wriezen 1650. Noch einen Beispiel ist Joachim Stavenow aus Lenzen (Woldenberg Linie I), er wurde in Rostock  eingebürgert als Weinhändler im Jahr 1597. Er wurde bald Mitglied der Hundertmännerkollegium der Stadt Rostock gewählt. Diesen Zweig gehört wohl zu den Hauptzweig, mit die Wagenrechten Spitzen. Zwei Wappen der Linie I tauchen auf in der Rostocker Wappenbuch 1689.  


Die alte Stavenow Familien (mit ursprung in Brandenburg und Altmark) gehören in der Regel also wohl zu einen gemeinsamen "Stamm" und haben gemeinsamen Vorfahren. Es gibt wahrscheinlich auch einige Ausnahmen davon.


4 Aus Woldenberg im 16en Jahrhundert Ausgelöste Familienzweigen 

Wohl Stammenden von

1 Mattias Stavenow (Woldenberg Linie I), unmündig im Jahr 1527, wohl Jüngste Sohn und war wohl aus Woldenberg ausgelöst. Ernannt im Dorf Quitzow im Jahr 1546. Seine Nachkommenden wird Bauern in Quitzow und Kuhsdorf (Dörfer unter v. Quitzow). 

2 Georg II, ein Sohn Hans Stavenows (Woldenberg Linie II) ausgelöst von sein Vetter Heinrich im Jahr 1543. Diesen Familienzweig gick wohl zu Havelberg wo ein Vogt Stavenow des Domstiftes ernennt wird 1590. Nächst wird ein "Procurator des Domstiftes", Hr. Jürgen Stavenow ernannt (+ 1651 in Havelberg). Möglicherweise ist war Jürgen dessen Sohn.


5 Pommern Rügen

Bertholds Söhn Wollert 1568.

Wollerts Söhne 1590 Woldemar, Berthold Claus und Ludwig.

Woldemars Sohn Barthelt 1623.


Gutzverzeichniss 
Näheres über die Geschichte diesem Gütern ist im Lauftext beschrieben. 


Brandenburg
Prignitz 
Lehngüter
1 Stavenow 1 1252-1354 Märkisches Lehn Bis zum 1323. Nach 1323 Stavenow wirt Untervasallen der Herzog von Schwerin der Burg wird Mecklenburgischer Lehn. Nach 1337 wieder Märkischer Lehn. 1356 Wieder Mecklenburgischen Lehn der Hertzog von Schwerin. Dorf und Schloss in der Prignitz, Brandenburg. Der Familie v. Stavenow Vassallen bis 1349.
2 Bresche –bis 1349 Gut und Dorf mit einer unter der Insp. Perleberg in der Prignitz stehenden. Johann und Henning St auf Breche, Söhne Jahn u. Johann, Conrad u Nicolaus auf Bresche, Gebr., Jahn´s Vettern (1349). Danach der Familie v. Quitzow.
3 Quitzow Verkauft 1349 3 Hufen im Dorf Quitzow.  

B Pächten
4 Rittergüter Hohenberg und Krusemark 1803-1812 Verpachtung der Rittergüter Hohenberg und Krusemark seitens des Majors von Krusemark an dem Amtmann und späterer Burgermeister Friedrich Stavenow (1803-1812)”.


Nieder Barnim (Bei Beelitz und Doberkow) 
Hebungen von Anteilen dieses Güter u.a. als Lehn vom Markgrafen
5 Stücken 1375 Witwe des Nicolai Stenow bezog 2 Wispel Roggen von Heinrich von Buten, Warum? Wohl hat Sie Eigenthum oder sind wervandt mit v. Buten.
6 Neuendorf bei Brück 1375 Henning Stenow (Beeliz) hatte Pacht und Zins von 2 Hufen, ebenfalls als Lehen vom Markgrafen.
7 Fredsdorf (Fredersdorf bei Dahlwitz u Schöneiche) 1375 Henning Stenouw Hebungen von Fredsdorf,
8 Michendorf bei Beelitz 1375 Henning Stenouw in Beeliz Hebungen von
9 Schönfeld 1375 Henning Stenouw in Beeliz Hebungen von
10 Zauchwitz (bei Beelitz) 1375 Henning Stenouw in Beeliz Hebungen von
11 Seddin 1375 Henning Stenow in Beeliz Hebungen von
12 Elsholz 1375 Henning Stenow in Beeliz Hebungen von
13 Wirbritzen 1375 Henning Stenow in Beeliz Hebungen von
14 Borck Slavica 1375 (bei Beeliz) Henning Stenow in Beeliz Hebungen von
15 Plessow 1375 (bei Beelitz) Söhne Nicolai Stenow in Beeliz Hebungen von
16 Langerwich 1375 (bei Beelitz) Söhne Nicolai Stenow in Beeliz Hebungen von


Lehngüter 
17 Rittergut Doberkow -  auch Dobbrikow -1375 In der Niederbarnim kreis Teltow, Brandenburg. Die Wittwe von Königsmark hat 4 Hufen. Wohl ein Erben die Wittwe zwichen 1375 und 1412 bis am spätestens 1474. Gutsbesitzer Klaus Stavenow (Stawna/o).
18 Schloss Schöneiche 1419 12 Hufen, 1429-1433 In der Niederbarnim kreis Teltow, Brandenburg. Den Gantzen Rittersitz Schöneiche gegen Rittersitz Biesow. Fam. Hans Stavenow. Die Wittwe Hans Stavenows verkauft den Rittersitz.

19 Friedrichshof 1803-1811. Bei Beelitz. Wirt durch dem Krieges- und Domainen-Rath Peter Christian Gottlieb Clausius für 11400 Thaler, welcher es durch Vertrag vom 27. April 1803 an den Amtmann Friedrich Stavenow für 18000 Thaler veräußerte. Stavenow verkaufte von dem Gute bereits einzelne Theile und überließ den Rest laut Vertrages vom 26. September 1811 an den Bürger Heinrich Seebald für 3800 Thaler.

20 Rittergut Falkenberg In der Niederbarnimschen kreis Teltow (Heute einen Stadtteiles Berlin), Brandenburg. Nachbargut zu Woldenberg in der Oberbarnim.

1375 Wittwe ”Steinow” (Nocolaus Stenows Wittwe), aus Beelitz hat Hebungen davon. Wohl hat man irgendwie einen Teil in Falkenberg in den Zwichenzeit behalten können. Bis 1598 Stavenow. 1598-1608 ist v. Stavenow zusammen mit Samuel Salvart besitzer der ganzen Rittergut und Dorf Falkenberg (Niederbarnim) Brandenburg. Früher hat der Familie wohl kleinere Teile vom Gut Falkenberg (der in drei Teile abgeteilt war). Nährere Informationen fehle doch als der Gutsarchiv im zweiten Weltkrieg Vernichtet worden war. Det Rechtstreit 1480 über dem Feltmark Torgow bei Falkenberg und Woldenberg spricht doch datfür.

Einkünften vom Lehn

21 Dallwitz - auch Dahlewitz 1433 – ? - 1633 In der Niederbarnim kreis Teltow, Brandenburg. Markgraf Johann der Alchimist Belehnt seiner Lieben Getrewen Hans und

Bethke Stavenow 1433 mit Einkünften aus Dallwitz. (V.g.l.Hans Stavenow 1663, Bauer in Dallwitz). 


Ober Barnim 1375-1644

Lehngüter
22 Rittergut Biesow 13??-1419-1429 In der Oberbarnim, Brandenburg. Rittergut. Besitzer Hans Stavenow. Brandenburgischen Vasall. (Bei Woldenberg).

23 Rittergut Steinbeck 1375 In der Oberbarnim (bei Wollenberg) Brandenburg. Die Wittwe von Königsmark (Wittwe Ratmannes Nicolaus Stenow zu Beelitz, gestorben kurtz vor 1375) hat 5 Hufen vor 1412 bis am spätestens 1474 Gutsbesitzer Klaus Stavenow mit nachkommen. 5 Hufen (wohl ein Erben von die Wittwe von Königsmark).
24 Rittergut Woldenberg 1375-1644 (auch gen. Waldenburg und Wollenberg) 1375 In der Oberbarnim, Brandenburg. Die Wittwe Von Königsmark hat 14 Hufen zum Leibgeding. Stavenower Erben die 24 Hufen zum Leibgeding – 1474 besitzen der Familie Stavenow dem ganzen Rittergut. Eine grosse mänge von Mitgliedern der Familie Stavenow behlent mit W. bis zum 1614. Torgow 1480 Feldmark Torgow / Torgelow (Bei Freienwalde/Falkenberg/Wollenberg) Peter und Nickel v. Stavenow. Rechtstreit über. 

Bauerlehn

25 Tietzow Brandenburg Kurmark (BLHA) 1787-1803. Ref. code: 78 III Orte T 15 Title:Tietzow. Enthält: a 1660 Bauerlehn, b 1685-1732 das Gütchen der Zacher. Sigmund Schildberg. c 1787/88 Erwerbung des Gutes durch Joh. Balth. Stavenow. d 1803 betr. das Gesuch des Stavenow um Mitteilung der Schenkungsurkunde an den Gardisten Schildberg. Dat. - Findbuch: 1666 – 1803.


Neumark

Lehngüter

26 Stavenow 2 KR nr. 2683 Landbuch Ludwig d.Ä. ermittelte er eine Familie v. Stavenow, deren ursprünglicher Wohnsitz im Soldiner Kreise südlich Bernstein vermutet wird. Am Ende 19. Jahrhunderts gab es dort noch einen Wald (eine wüste Feldmark?) und ein Forsthaus mit dem Namen Stavenow. Stabenow Forsthaus Unwelt Gr. Silber. Ein Königl. Oberförster uber das Stabenowische Revier, nebst 2 Einliegern.15 Menchen. Besitzer Dominalamt Reetz. Adressort Reetz. S 118. Stabenow bei Reetz halb zum Amte halb nach Ravenstein in Pommern gehörig. S 22.
27 Blankenfelde -1337- Königsberg. Gutsbesitzer. Familie v. Stavenow besitzt 16 Hufen und Gewisse Pächte. (Raumers Landbuch der Neumark) Im Landbuch von 1337 ist Blankenfelde als deutsches Dorf aufgeführt mit 57 Hufen, davon 4 Pfarrhufen, 16 Hufen sind Mannlehn des Ritters Stauenow. Petrus de Stavenow kommt 1289 in einem Neumärkischen urkunde vor. Blankenfelde LVII; dos IIII, Stauenow pro serv. XVI, pactus V sol. Nach Besitzerwechseln ging der Ort an die Familie von Sack, welche diesen bis nach dem Dreißigjährigen Krieg besaßen. Vorübergehend war der halbe Besitz an das Königsberger Augustinerkloster verpfändet. 1797 kauften die von Treschow das Gut und hatten dieses bis 1945. (Später 1796-1945 von der Familie von Treschow gekauft, vgl. Hans Stavenow & Amalie von Treschow) 

28 Gutsbesitzer Regenthin Arnswalde
Regenthin. Arnswalde nördlich von Woldenberg/Dobignew Pommern (Polen)- 1837 – 1874- Lehnschulzengutsbesitzer Georg Ferdinand Karl Stavenow.
Julius Stavenow. Evangelisches Pfarrerbuch für die Mark Brandenburg. Im Band II/1 seht auf Seite 277:
„Grupen, Georg Hermann Wilhelm, geboren Stargard in Pommern 14.11.1861, Sohn des Schneidermeisters Heinrich Grupen und Auguste Engelmann. Gymnasium Stargard. Universität Berlin, Leipzig, Greifswald. Ordiniert 13.2.1887. 1887 Pastor in Friedrichsdorf, Kreis Woldenberg, 1888 Diakon in Woldenberg, 1895 Oberpfarrer in Neuwedell, Kreis Arnswalde, 1907 3. Pastor an Nikolai in Potsdam, 1924 Pastor an Auferstehung ebenda, emeritiert 1.10.1926. Verheiratet Regenthin 28.2.1887 Olga Stavenow, Tochter des Gutsbesitzers Julius Ludwig Stavenow ebenda.“

Gutsbesitz

29 Buchwiese -1854 Wiesenwerder, Kreis Arnswalde Buchwiese (2960), poln.: Smogorz

Eine Bürgerliche Familie Stabenow im besitz von Buchweise (Arnswalde) 1854". (Adelslexicon der preussischen Monarchie: Bd. L-S von Leopold Karl Wilhelm August Freiherr von Ledebur, S 474).

Vorwerk. Lage Geographische Koordinaten: 53°05‘31“N, 15°40‘42“E. Ca. 1 km südsüdwestlich von Wiesenwerder/Pustkowie am Roskathen- See gelegen.
Geschichte: Es war eine kleine Siedlung, ursprünglich zu Berkenbrügge gehörig und lag in einem dürftigen Heidesandgebiet; der Kiefernwald hat über die kläglichen Versuche der landwirtschaftlichen Nutzung gesiegt. Heute Aufgelassen. Kreis Arnswalde. Wiesenwerder. Buchwiese. Kühnemühle. Roskatenwerder. Wasserfelde. 13 Hause, 58 einwohner.  Ein Johann Friedrich Stavenow, 48 Jahre Alt, Schaeferknecht, aus Buchholz/Arnswalde zog nach Nord-Amerika (USA) in 1867. War also Geboren um 1819.

30 Schönfliess – 1865-1904 Bei Königsberg Preussen. 1904 Das Torfmoor zu Schönfließ bei Königsberg. Größe unbekannt. Besitzer: Herrman Stavenow. 440
Bekanntmachung der konkurs über das Vermögen des Gutsbesitzers Herrman Stavenow ist beendet, nachdem die angemelden Forderungen, so weit sie nicht als stritig durch Deposition des Vertrages sichergestellt resp. zurückgezogen worden, vollständig bezahlt sind. Königsberg in Br. Den 11 februar 1865. Königlisches Kreisgericht. 1 Abteilung.


Mecklenburg 
A Lehngüter
31 Schloss Gorlosen 1319-1345. Kirchdorf und Schloss in Mecklenburg, Die Familie v. Stavenow. In der ersten Hälfte des XIV. Jahrhunderts sitzen die von Stavenow auf Gorlosen, in der zweiten die vom Kruge oder Kroge (M. U.-B. 3927. 5533.7932.).
32 Dorf Granzin bis 1345 (MU 6477; R A II;214-215) in Mecklemburg. (In der nähe von Werder, Passow, Lübz, Parchim, Schwerin)
33 Klein Pritz 1618 In den 64 cm starken umfangreichen Lehnakten (2.12-4/2-2 Lehnakten I, Vol. I a) des Gutes Klein Pritz, leiht 1618 eine Liebcke von Plessen, Witwe des Heinrich Stavenow, mit Einverständnis ihres Bruders Helmold von Plessen ihrem Bruder Reimar von Plessen 2.000 Gulden und erhält als Pfand den Hof Klein Pritz. Dieser Heinrich Stavenow, ist vor 1618 verstorben.

B Pächten
34 Mönchshof 1697 auf der Wittstocker Heide 1697 Pächter ist der Mecklemburgichen Hertzoglichen Amtmann zu Ritteramt Wredenhagen und Zarrenthin Nicolaus Stavenow aus Lübeck.
35 Hof Brusow 1739-1748 Pächter des Hertzoglichen (Christian Ludewig zu Mecklenburg) Hofes Brusow in Kröpelin an den Zollinspector Johann Nicolaus Stavenow. (Dominalamt Doberan, bestand 2.22-10/7 Akten Nr. 2625 und Nr 2649) 1739-1748.


Altmark Sachsen
Pächten

36 Herzfelde bei Seehausen. 1541, 1551 Marcus Stavenow. 
37 Ostorf bei Beuster 1551 Peter Stavenow. 1600 Hans Stavenow. Pächter des Kloster zu Seehausen, Des Heil Geistes Hospital, Hans Stavenow (Ostorff) Ostdorf bei Beuster Havelberg. In den Pfarrarchivs zu Seehausen im Magdeburg Staatsarchiv Seehausen. K. Einkommen des gemeinen Kastens. Die drei Hospitäler war Gertrudis, Georgii, des Heil. Geistes. (1541 nicht zusammengestellt) Einkünfte aus der Kastenpächte. Hans Stavenow in Ostorff gibt jährlich 7 Sch. H., 3 Sch. Minus 1 Wiert G., 3 Sch. Minus 1 Wiert R., 38 Schill. An Gelde (1600: Genau dasselbe Getriebe aus dem benachbarten Luttke Holzhaussen u 30 Schill. Stend.)

38 Beuster Herinrich Stavenow, 1577, + 1584 sohn Heinrich 1600. Dorf unter gn. Herr der Churfurst zu Brandenburg 

39 Klein Beuster 1600 Achim Stavenow. Ist ein Filial zu Gross Boister. Collator unter gn. Herr der Churfurst zu Brandenburg unter das Amt Tangermünde gelegen. Achim Stavenow. Hat 123 Guld. An Retardaten noch ausstehen, die sollen alsobald eingemahnt u. der Kirche zum besten auf Zins ausgetan warden.


Ostpreussen

Gutsbesitz

40 Herrmanshof, Insterburg. - 1864 – Rittergut. Fam. Stavenow. 37 Hermannshof, städt., Köllmisch. 3291. 311 hektar. Entfernung 2. Post-bzw. Insterburg PTE. 1863 Stabenow, Gutsbesitzer, Herrmanshof per Insterburg, Preussen. Letzte besitzer Heinrich Stabenow. Verkauft bei der Generalvollmächtige der Heinrich Stabenows Erben 1869 (Beiblatt zu Kladderadatsch Berlin den 19 September 1869).
41 Sziedlauken. - 1863 - 92 Szieleitschen, köllmisch 4380. 335 hektar 7. Insterburg PTE Preussen. Gutsbesitzer Herrman Stabenow.
1863 Stabenow, Gutsbesizer, Sziedlauken per Aulowöhnen, Preussen.
42 Rittergut adl. Powajen 1825 Adl. Gut. Insterburg. Landschaftsrat, Ober Amtsman, Rittergutsbesitzer Johann Friedrich v. Stabenow aus Löbegallen, Jurist (Stud. imm. Sommer Semester 1791 univ. Königsberg), fruher Reg. Quartiermeister. 1800 Insterburg Preussen Brandenburg. In 1825 Besitzer von adl. Powajen.
43 Rittergut Mühlenhoff per Königsberg. 1863 Stavenow Gutsbesitzer Mühlenhoff per Königsberg Preußen.
Mühlenhof war ein Stadtteil von Königsberg (Preußen), südlich des Alten Pregel oder Natangischen Pregel, südöstlich vom Haberberg und nördlich von Rosenau gelegen. Dieses Dorf um einen Gutshof herum war von Sägemühlen geprägt und wurde erst 1905 in Königsberg eingemeindet. Die Zellulose- und Papierindustrie gehört zu den bedeutendsten Industriezweigen Ostpreußens. Die Bäume wurden in den russisch-litauischen Wäldern während des Winters gefällt und nach der Schneeschmelze die Memel heruntergeflößt.

44 Gut Domnart 1769-1789 Inhaber Leutnant Johann Siegfried Stabenow. (Woldenberg III)


Pächten

45 Königl. Herrschaft Tauroggen. General Pächter des Königl. Herrschaft Tauroggen. Leutnant Johann Siegfried Stabenow. (Woldenberg III)

46 Domaine Löbegallen. 1769-1789 Leutnant Johann Siegfried Stabenow. Domainan Amtmann Löbegallen, Kreis Pillikallen. Handbuch über den Koniglich Preussischen Hof und Staat für das Jahr 1798 Berlin S 93 (Woldenberg III)

47 Domaine Budupönen und Thoma Ußpiaunen, Georg Leopold Stabenow. Charakter als Königl. Oberamtmann verliehen

48 Domaine Burg Taplacken. K. Oberamtmann Georg Leopold Stabenow. 


Herzogthum Oldenburg

Erbzinsgut

49 Arfrade 1788 Erbzinsgut. Christian Nicolaus Stavenow kauft das Gut in 1788 von Christian Friedrich von Bülow.


Pommern Rügen 
Lehngüter

50 Darsband, -1500- Gut und Dorf auf die Insel Rügen. Stoghenow, Stowenow, Aftervasallen des Hauses Putbus und besaß im 16ten Jahrhundert das Gut und Dorf Darsband.
51 Lanztewitz 1590-1639 Woldemar Stauvenow mit kindern um 1590 bis der Verpfändung 1623 – 1639. Der Familie ist verarmt und muss die Gütern wegen hohen Verschuldigung verkaufen.


Reuss Hohenleuben

Pächten

52 Kammerguts Altreuss Hohenleuben. 1712-1773 Kurfürstentum Sachsen. Rittergutspächter 1712-1773. Fam. Der Hertzoglichen Forstinspector Titul. Herr Hieronymus Stavenow & Ursula geb. Von Crieger. (Woldenberg Linie III). Hochgräfl. Reuss Wohlbestellt Forstinspector wie auch Pachtinhaber d. Hochgräfl. Cammer Guts Altreuss.

53 Reichenfels, Verpachtet von Hieronymus Stavenow von 1712 bis Endigung derselbigen zu Johannis dieses 1739

54 Triebes, Verpachtet von Hieronymus Stavenow von 1712 bis Endigung derselbigen zu Johannis dieses 1739

55 Brückla, Verpachtet von Hieronymus Stavenow von 1712 bis Endigung derselbigen zu Johannis dieses 1739

56 Harra bis 1807 - Herr Georg Friedrich Stavenow, Hochgräflich Reuss Plauitz Verwalter des gemeinschaftlichen Gutes Harra. Geleits Einnehmer zu Weissendorf.

57 Kirch Möser Sachsen Anhalt 179?-1806- Rittergutspächter Fam. Hans Stavenow und Amalie von Treschow, von den Napoleonichen Truppen vertrieben. Die Familie zog nach Berlin. 


Hertzogthum Magdeburg 

Pächten

58 Gut Walsleben 1794-1802 Hertzogthum Magdeburg. Pächter Beamter und Freimauer Andreas Peter Friedrich Stavenow. Geboren in Beetz, Neuruppin Zwichen Neuruppin und Wusterhausen, Brandenburg. Geb. 3.7.1765. Stud. 1785-87 in Halle Theologie. Luth. Vater Amtmann zu Plauerhof bei Plaue (Havel), Schule in Alt-Brandenburg, Stud. 1785-1787 in Halle Theol., 1788 Hauslehrer bei v. Schlabrendorff in Ziethen/Osthavel., 1789 Ökonomiebeamter bei v. Görtzke zu Gross Beuthen bei Potsdam, danach auf k. Gütern Niegripp, Altenplathow, Kehnert/Elbe, pachtete 1794 domkapitular. Gut Welsleben/Hzt. Magdeburg; a. 10.10.1800, 2./3. 16.10.1801, 1802 entsagt, Curriculum Vitae (6.10.1800


Croatien

59 Jacsic, 1867 Gutsbesitzer Oberstleutnant ad Honoratiores und Ordonnantzofficier Herrman Diedrich Adolf Stavenow, Jacsic von Kaiserswehr. Ab 1867 Grundherr von Jacsic, Dalmatien. (Woldenberg II)