REUSS und MECKLENBURG

 

STAVENOW

BRANDENBURG NACH REUSS UND MECKLENBURG

1633-1672 Peter Stavenow (aus Perleberg) (Klein Lüben) (Ruppin)

Am 22.05 1633 ist Peter getauft. Sohn zu Christoffer Stafenowen und Anna Korbes. Seine Taufpaten war Peter Wilhelm Cramer, Jochim Kord und Lucia Schladerbeck. (KB Taufen in Perleberg). Sein Vater Christoffer starb (Pesten) im Jahr 1638, als Peter fünf Jahre alt war und sein ältere Bruder Georg war 16 Jahre alt. 


Ehe

Peter Stavenow war verheiratet mit einer Frau aus der Familie Chemnitz. Wo und wann haben sich das Ehepaar verheiratet? Das wissen wir bis jetzt nicht. Es könnte  eine Tochter zu Hieronymus Kemnitz sein, aber es scheint auch möglich dass es um eine Tochter des Johan Friedrich Chemnitz in Mecklenburg handelt, als man spricht von Martin Chemnitz als "Stammvater", Johann Friedrich war Jüngste Sohn zu Martin Chemnitz II, Sohn zu Martin Chemnitz, der Theologe.   


Peter Stavenow könnte wohl Amtmann oder Gutspächter sein als er in Klein Lüben ein Kurtze zeit wohnte. Es könnte  so sein das er z.b. einige Jahren mit Matthias von Saldern ein Pachtverhältniss hätte. Er war der jüngste Sohn zu Christoffer Stavenow in Perleberg (Christoffer hat drei Söhne mit den Namen Peter und einer mit Name Petrus getauft). Es scheint als doch als am mindestens drei von seine Söhne mit dem Namen Peter überlebt zu haben müssen, ein ältere der nach Havelberg zog und der Jüngsten Peter hier. Ein Peter Stavenow soll auch aus Perleberg nach Fürstenberg geflohen haben beim Pesten im Jahr 1638.

Dies muss jedoch ein älterer Sohn aus Christoffer Stavenows erster Ehe gewesen sein als der jüngsten Peter nur fünf Jahre alt war, könnte er ja kaum selbst nach Fürstenberg flohen. 


Peter Stavenows bruder, der Rector zu Kyritz und später Pfarrer in Brunn, Georg Stavenow war mit Anna Sabina Kemnitz in Wusterhausen verheiratet am 11 september 1666 eine Tochter zu Hieronumus Kemnitz. Hieronymus Kemnitz hat 9 Kindern bekommen. 


Bild unten

Biographie Heinrich Gottlieb Stavenow. Peter Stavenows Ehefrau (Hieronymus Stavenows mutter) war entsprechend der Quelle unten einer geborenen Chemnitz. Sie war verwandt mit Martin Chemnitz, der berühmte Theologe als Stammvater. Biographie ein Sohn zu Hieronymus Stavenow und Ursula v. Criegern; Rector Heinrich Gottlieb Stavenow. 


Hieronymus Freyer (Heinrich Gottlieb Stavenows Lehrer) geboren 1675 + in Gantkau bei Kyritz + 15 juni 1747 in Halle, der Inspector des Königl. Pädagogium zu Halle. Freyers Vater war der Pastor i Gantkau bei Kyritz, Joachim Freyer. Seine Mutter war Maria Freyer (geb. Chemnitz). Joachim und Maria heirateten in Kyritz am 25 juni 1674. Maria starb in 1690. Sie war eine Tochter zu Hieronymus Kemnitz und war damit eine Schwester zu Anna Sabina Kemnitz, verh. mit Georg Stavenow. Beim Tod des Vaters war Freyer acht Jahre alt. Nach Abschluss der Schule begann er ein Theologiestudium, über dessen Verlauf nichts Näheres bekannt ist. 1698 erhielt er in den Franckeschen Anstalten eine Stellung als Informator ordinarius und wurde 1705 dort Inspektor als Nachfolger von Christian Jacob Koitsch.


Am 22 märz 1715 ist Hieronymus Freyer Pate bei Hieronymus Christians Taufe, Sohn zu Hieronymus Stavenow und Ursula von Criegern.

1698 erhielt er in den Franckeschen Anstalten eine Stellung als Informator ordinarius und wurde 1705 dort Inspektor.



Das Geschlecht derer von Kemnitz, die Famliie Peter Stavenows Frau.
Das Geschlecht derer Kemnitze stammt aus einer der aller ältesten adelichen Geschlechter in Hinter-Pommern, aus dem Geblüt der alten Wenden her, und hat den Namen von Stein, indem auf polnisch oder wendisch ein Stein Kamien heißt und sie daher Kamienzer, Kamenizer nachgehend Kemnitze genannt worden. Sie haben in uralten Zeiten eigentlich in Pommerellen bald auf dem Lande, bald in den Städten gelebt, und weil die Kreuzherren die Pommern stets mit Krieg anfochten, und große Unruhen zwischen zwei hinterpommerischen Herren, Mscwin und Wartislav, den Söhnen Swantipolcks des Großen, wegen der Landesteilung entstanden, und sie es mit Wartislav wieder den älteren Bruder Msciwin gehalten, haben sie nach dessen Tode ihre Güter in und um Danzig verlassen, und diese den Polen und Kreuzherren überlassen müssen. Aus Ihnen hat sich Hans von Kemnitz nach Pritzwalk in der Prignitz gewendet, ein bürgerliches Gewerbe getrieben und ist daselbst Bürgermeister und auch ein Stammvater aller noch lebenden Kemnitze geworden. Aus diesem Geschlecht ist der berühmte Theologe D Martinus Chemnitius gewesen. Der Ort Kemnitz soll noch lange im Besitz der Familie gewesen sein.
vvluth.-
Aus: Johann Christoph von Dreyhaupt - Halle 1750 Generalogische Tabellen oder Geschlechtsregister


In alten Zeiten wurde dieses adlige Geschlecht v. Kemnics geschrieben. Es gehörte zu dem älteren, aus Polen in diese Provinz gekommenen Adel. Eine Linie dieses Hauses führte den Beinamen v. Stenschowsky. Viele Edelleute aus dieser Familie bekleideten Würden und Ehrenstellen an den Höfen der piastischen Herzöge; schon 1312 kommt ein Volneramus de Kemnitz unter den vornehmsten Cavalieren vor, und 1437 wird eine Nikolaus de K. in einer, die Stadt Frankenstein betreffenden, Urkunde erwähnt. In der Peter und Paulkirche zu Liegnitz findet man ein Epitaphium mit der Aufschrift: Anno Dom. M.C.C.C.C.LXXXIII. (1483) Obiit honorabis Paulus Kemnitz Altarista Wratislav. In die S. Galli, hic sepultus, cuius Anima requiescat in pace. Bis zum Jahre 1500 war die Stadt Stroppen in Schlesien das Eigenthum dieser Familie. Diese führt im goldenen Schilde ein schwarzes, dreispeichiges Stückrad mit drei hervorgehenden braunen Kolben. Diese Bild wiederholt sich auf dem Helme. Die Helmdecken golden und schwarz. Dieses Wappen giebt Siebmacher, L. S. 65, v. Medling beschreibt es, H. No. 429. Sinapius erwähnt der Familie I.S. 506. 

(Neues Preussisches Adelslexicon 1837 S 94-95)


Klein Lüben

Ab 1490 gehörte es zur Herrschaft Plattenburg und kam dann zum Gut Bad Wilsnack.Vor 575 Jahren stand ein Schloss im Runddorf. Im Jahre 1686 war der Besitzer Mathias Friderich von Saldern. Im Jahre 1550 zählte man acht Hüfner und acht Kossäten. Der Dreißigjährige Krieg brachte Klein Lüben, wie vielen weiteren Orten der Prignitz, große Verwüstungen, die im Kirchenbuch festgehalten sind. Die einzigen Austrägen von Stavenows in diesen KB sind die unten genannten. Peter Stavenow, stammte nicht aus Klein Lüben und hat wie Friedrich Stavenow für die v. Salderns nur einige Jahren im Ort gearbeitet.

 

Kinder 1 1666 am 30 september ist Anna Stavenow geboren in Klein Lueben (Prignitz). Vater Peter Stavenow.

 

Kinder 2 1669 ist Hieronimus Stavenow geboren und beim "Visitat. Meus oder Maius" getauft, d.h. entwieder ist Hieronymus bei "mein besuch" also der Besuch des Pfarrers, ohne Datum angegeben getauft, oder beim Besuch des Pfarrers in "Maius"= also in Mai getauft. Als er 91 und ein halbes Jahre alt Starb "wie man wahrscheinlich wissen kann", wurde er wohl in August geboren und getauft. Als Vater ist Peter Stavenow angegeben.

Rittergutspächter, Gräfl. Reuss Forstinspector in Reichenfels. Gest 1762.


Bild unten

Taufeintrag Hieronymus Stavenow in Klein Lüben

 


Kinder 3 1672 ist Catharina Stavenow geboren.  Vater Peter Stavenow

 

Hieronymus Stavenow führte eine Ähnliche Wappen der Familie Stavenow zu Woldelberg beide bekannte Wappen. Es handelt dafür wohl um noch einen Jüngeren Zweig der Familie Stavenow auf Woldenberg (oder um einen zweig mit Gutsbesitz der gleichzeitig oder früher mit den Stavenows zu Woldenberg war, z.b. das Rittergut Falkenberg, Nachbargut zu Woldenberg). Wenn wir die Stavenow Familien in den Prignitzen und Altmärkischen Städten betrachtet, sehen wir, dass sie oft die gleichen Taufzeugen haben und bis zu einem gewissen Grad in den gleichen Familien heiraten wie der Familie Stabenow in Wriezen der offensichtlich mit Woldenberg verbunden war. Die Patenfamilien tauchen nicht nur in Brandenburg auf, aber auch in Mecklenburg und in die Hansestädten Rostock, Lübeck und Stralsund. Für mich sieht es aus als viele Stavenow Familien (mit ursprung in Brandenburg) zu einen gemeinsamen stamm hören. Die Familien aus Brandenburg sieht auch aus als verwandt mit einander zu sein, auch wenn verschiedenen buchstabierungen vorkommen, Stavenow, Stabenow, Stafenow, Stabenau etc.

Hieronymus Stavenows grossvater, Christoffer, war wohl Sohn zu einen der aus der Familie auf Woldenberg oder Falkenberg Stammte. Es ist auch möglich das seine Linie, trotzdem stammte aus Altmark.  

 

 

 

1669-1762 Hieronymus Stavenow (Klein Lüben), (Ruppin), (Rostock), (Fürstenberg) und (Hohenleuben)

1669 ist Hieronimus Stavenow in Klein Lüben in Brandenburg wohl im Monat August geboren und auch wohl im August getauft worden (ohne Datum im Taufbuch). Seine Mutter war einer geborenen Chemnitze, verwandt mit der berühmte Martin Chemnitz, kann man aus der Biographie seinem Sohn Heinrich Gottlieb Stavenows lernen. Er starb 1762 in Hohenleuben, Thüringen, und im Kirchenbuch steht:

 

"Herr Hieronimus Stavenow allhier. Den 10ten Februar Vormittags zwichen 8 und 9 Uhr starb Herr Hieronymus Stavenow, in die 50 Jahre Hochgräflich Reussischer wohlbestellter Forst- Inspector, wie auch Pacht,. Inhaber des Hochgräflichen Cammer- Guts allhier, und wurde den 14ten iusdem mit einer Rede beerdiget, nachdem er, wie man wahrscheinlich wissen können, 91 Jahre und ein halbes gelebet, und bis wenige Zeit vor seinem Seeligen Ende noch bey ziemlichen Kräften, wie auh bey völligen Verstand geblieben war".

(Evang. Luth. Pfarramt. Auszug aus dem Bestattungsregister der Ev. Luth. Kirche. In Hohenleuben. Jahrgang 1762. Landeskirchenarchiv Eisenach, Bundessicherungsverfilmung, Kirchenbücher Hohenleuben, Taufen, Traungen und Bestattungen 1756-1782, Buch Sign. K 9/10-5 Film Sign. Kf 9/48).


Bilder Unten

Links oben, Hieronymus Stavenows Siegel mit der Stavenowischen Wappen. Rechts oben, Der Siegel Anna Ursula v. Criegerns mit der Familienwappen der Familie v. Criegern.

Links unten. Hieronymus Stavenow eingeschrieben als Student in Rostock 1694. Rechts unten, sein Sterbeeintrag in Hohenleuben. 

 

 

Hieronymus Stavenow studierte in Rostock 1694-95. Immatrikuliert in april 1694 als Hieronymus Stavenov, Ruppinensis d. 24. d.h. Hieronymus Stavenow aus Ruppin Recentior 1694). (Die Matrikel der Universität Rostock IV. 1694-1789 s 2). Nach Klein Lüben hat der Familie Peter Stavenow in den gegend von Ruppin gezogen (nach 1672 Letzte Einträge im K.B. Klein Lüben).


Im Beichtkinderverzeichnis zu Vietgest im Mecklenburg 31 mai 1703 S. 75. Hieronymus Stavenow wird ernennt mit der Familie v. Oldenburg, entwieder wirkte er als Schreiber oder Informator für den Kindern. Er ist ernennt als Studiosus. Gut Vietgest liegt in der nähe von Rostock. Hieronymus Stavenow wohnte also im Jahr 1703 als Student bei der Familie Ewald von Oldenburg. Seine eigene Familie wohnt in Fürstenberg, wohl bei Bartholomäus oder Joachim Stavenow? Die erste 5 Kindern sind geboren und getauft worden in Fürstenberg. Eine Magd Hedvig v. Bülow ist auch ernennt. Hans Stavenow in Pritzwalk war verheiratet mit eine Frau geborenen Bülow. Christian Nicolaus Stavenow hat auch das Gut Arfrade von ein v. Bülow gekauft. Eine von Bülowin ist patin bei Claus Stavenows Kindtaufte in Lübeck ernennt. Die familien sind alle verwandt mit einander.


Informationen über Hieronymus Stavenows erste Frau haben wir noch nicht gefunden. Ob er sich in Fürstenberg heiratete, könnte es so sein das die Seiten fehlt im KB. Im KB von Fürstenberg, scheint auf jeden Fall die Seiten mit Heiraten zwichen etwa dem Jahren 1680 und 1700 zu fehlen, aber es könnte auch so sein das keine Paare sich in diese Jahren in Fürstenberg heiratete. Es scheint einen kleinen Kirchspiel gewesen zu sein mit nur einzige Heiraten pro Jahr.   


Kinder in Fürstenberg geboren

Ehe 1

Kinder 1 1698 Johan Friedrich Stavenow. f. 19.10 1698. D. 1773. Die Paten: Erdman Reut/Kort, Barthol: Bandelow und Elisabeth Nauen.“

Bild unten

Kopie von Ancestry.de. Ein späteren Abschrift der KB Malchins?


Anm: von Karl-Heinz Steinbruch

"Hallo Christoffer,
erst heute konnte ich mir anhand der Originale die Taufregister der Kirche Fürstenberg ansehen, wobei eine Schwierigkeit auftauchte, denn die Kopien, die Du mir geschickt hast, sind nicht mit den in Schwerin vorliegenden identisch. Es war nicht immer einfach, den richtigen Eintrag zu finden:


S. 72 1698 „den 19. [October] ließ Hieronymus Stavenow seinen Sohn Johann Friederich tauffen. Paten Christian Heynecke, Michel Schellehn, die Wittische“.



Kinder 2 1701 Ann Marie (Ancestry KB Fürstenberg S 710) Den 4 Aug Liess Hieronimus Stavenow sein Tochterlein tauffen und Ann Marie nennen. Paten Waren Jochim Stavenow ein Schuster, Fr Maria Catharina Everdts, Frau Bülow?und Hn Zaffradnsen


Anm: von Karl-Heinz Steinbruch

S. 159 (auf der Kopie im Landeskirchlichen Archiv ist das die Seite 78)

1701 „den 4. August ließ Hieronymus Stavenow sein Töchterlein tauffen und Anna Maria nenne, Pahten wahren Jochim Stavenow ein Schuster, J(ungfrau) Anna Catharina Everdts seine Braut und und die Zaffransche“.



Kinder 3 1703 Dorothea „Den 5 april Liess Hieronimus Stavenow seinen Tochter tauffen u. Dorothea Nennen. Paten waren F. Erdmuth Stablows, F Regina May Frau Mst. Christian Brinckn”. (KB Fürstenberg Ancestry S 714)


Anm: von Karl-Heinz Steinbruch

S 82 - 1703 „den 5. Aprill ließ Hieronymus Stavenow seine tochter tauffen und Dorothea nennen, Pahten wahren J(ungfrau) Erdmuth Stadelers, J(ungfrau) Regina Klippen und Meister Christian Heinecke“.



Kinder 4 1706 Jochen Den 22 März Liess Hieronymus Stavenow seinem Söhnlein tauffen und Jochen nennen, Paten waren Mst. Nicoaus Freden, Jacob Tomsen und die frau ??

S 94 1706 „den 22. Martius ließ Hieronymus Stavenow sein Sohnlein taufen und Jochim nennen, Pahten wahren Meister Andreß Presecke, Jacob Tonjes und die Erdtmankordtsche Fischersche“.



Kinder 5 1708 Sabina Den 8 Liess Hieronymus Stavenow sein Töchterlein tauffen und Sabina nennen. Die Paten sollen Sein Hr Jürgen Haraldtzhe? Margaretha Winkels und Claus Vultz. (Ancestry KB Furstenberg S 735) 


Anm: Karl-Heinz Steinbruch

S 103 - 1708 „den 8. [wohl Februar] ließ Horinymus Stavenow sein Tächterlei taufen und Sabina nennen, Pahten sollen seyn die [unleserlich] Haraldtsche, Margaretha Winckels und Claus Vultz“.


 

Nach 1708 gibt es keine mehr Kinder von Hieronymus Stavenow im Taufbuch Furstenberg zu finden. Keine Kinder sind im Sterbebuch zu finden. Zwichen 1708 und 1712 ist wohl seine erste Frau gestorben, und er hat sich mit Anna Ursula v. Criegern verheiratet. Im Jahr 1712 kam er, 43 Jahre Alt, mit der Familie nach Hohenleuben. Von 1712 bis 1739 hätte er ein general-Pacht, derer sämmtlichen gräflichen Cammer Güthere in der Pflege Reichenfels, Hohenleuben, Reichenfels, Triebes und Brückla. Er bleib in Hohenleuben bis seine ende in 1762.

 

Ehe 2 Anna Ursula geb. von Criegern lebte noch 1773 in einem hohen Alter. Anna Ursula, getauft am 5. Oktober 1691 in Alt Ruppin. Einer Ihrer Paten war Caspar Dietrich Crüger (Amtscastner). Damit ist die Geburt von Hieronymus Stavenows Frau gefunden. Die Mutter von Anna Ursula war Anna Catharina Hanauer. Am 11 Juli 1692 steht „Herrn Friedrich Dietrich Crügers von Zermützel Frau Eheliebste Anna Catharina Hanauerin“ Pate bei der Tochter des Landjägers Simon Uhl in Alt Ruppin. Zermützel ist ein wichtiger Hinweis auf den Wohnort dieser Familie Crüger. Aus dem Geburtsjahr 1691 ergibt sich, was wir bereits vermutet haben: Hieronymus Stavenow war mindestens zweimal verheiratet. Die in Fürstenberg geborenen Kinder 1-5 müssen aus einer anderen Ehe statt der mit Anna Ursula stammen. Erst die ab 1713 in Hohenleuben getauften Kinder stammen wohl aus der Ehe mit Anna Ursula Crüger.

 

Kinder 6 1713 Georg Freidrich. Den 24ten Junius ist Herrn Hieronimus Stavenau Hochgräflicher Pächter alhier ein Sohn getauft, noe Georg Friedrich, Testes: 1) Lit: Peter Christoph Martinie, pastor in Zeulenroda, 2.) Herr Peter Guth, Pachter des Hochgräflichen guthes Steinbrücken, 3.) Frau Justina Wilhelmina Herr, Johan Conrad Grünewalts Hochgräflicher Schäfers in Köstritz Eheliebste.


Bild unten

Georg Friedrich Stavenows Taufeintrag in Hohenleuben

 

 

Kinder 7 1715-1751 Hieronimus Christian 

Der 22te März, Herrn Hieronymy Stavenau Pächter alhier ein Sohn getauft, Noe Hieronymus Christian Testes: 1) Herr Hieronymus feyer, Inspect: paed: ”ecoii” in Halle. 2.) Herr Christian Fiedler Pfarrer in Brunn 3.) Frau Anna Sabina, Herrn Georg Stavenau Pfarrers zu Brunn Hinterlassene Wittwe.


(Geboren 1715 in Mark Hohenleuben) Ländercode XA-DE. Am 08.07.1728 Aufnahmne an die Lateinischen Schule in Halle. Recherchsquellen AFSt/S L 2, S 349.[1] Geburtsdatum: ~08.07.1715 Heimatort: Hohenleuben; Territorium: Kurfürstentum Sachsen

Schüler der lateinischen Schule 08.07.1728. Stavenow, Hieronymus Christian 08.07.1728 AFSt/S L 2 349 3177

Laut Matrikel der Universität Halle hat er sich nach seinem Schulbesuch am 12.10.1733 als Theologiestudent immatrikuliert, ist aber 1735 an die Universität Jena gewechselt, wo er sich am 11.5. zum Studium eingeschrieben hat [Matrikel der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Teil 2 (1730-1741). Bearb. v. Charlotte Lydia Preuß. Halle 1994 (= Arbeiten aus der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt in Halle a.d. Saale; 40), S. 217]. 


Registrator bei der Landesregierung in Greiz und avanciert 1746 sogar zum Auditeur.


1751 Den 27ten Maii wurde Herr Hieronymus Christianus Stavonov beerdiget so den 25ten Mai i verstorben, seines alters 36. Jahr 3 Monath 6 Tage.

 


Kinder 8 1718-1803 Anna Katharina. Den 8ten Martii ist Herrn Hieronimy Stavenauen, Pacht Inhabern alhier eine Tochter getauft Noe: Anna Catharina Testes: 1.) Ist Herr Johann Ludvig Celliary, Hoffmeister bey Ihrer Hochgräflichen Gnaden den 24 Reussen in Köstritz 2.) Frau Justina Wilhelmina Herrn Gerichts Inspectoris Johann Conrad Grünewalds zu Zeulenroda Frua Eheliebste und 3.) Die Jungfer Maria Elisabeth von Wasmerin in Pöhlwitz.

Gestorben am 9 November 1803 zu Leubnitz bey Plauen, bey ihrem jüngsten Sohn Herr Pastor Thamerus.

1747 Domini 1. Post Trinitatis (6 juni 1747) wurde der P.F. Herr Johann Casimier Thammerus Wohlverordneter Pfarrer zu Roben mit der M. Jungfer Anna Catharina Stavenovin, Herrn Hieronimi Stavenovs Hochgräflicher Pacht Inhaber allhier ältesten Jungfer Tochter, das IIIte mahl öffentlich proclamiret, und dar auf zu Greitz ehelich copuliret.


Den Robener Pfarrer Johann Casimir Thamerus ist in Leenberg in Nassau/Weilburg 20.07.1716, geboren und gestorben in Roben 11.09.1781. Sohn der Hochgräfl. Amtskellner und Amtmann zu Löhnberg Johann Caspar Thamerus (Geb. 1674 in Stolberg, gest. 7. VIH. 1731 in Löhnberg). 
Johann Casimir Thamerus. VII. N. 39. Geb. in Löhnberg* am 20. VII. 1716. Studierte 1738/9 in Halle a/S. und Wurde hierselbst Inspektor am Waisenhause. 1743 wurde er Hofmeister beim Grafen Lynar in Köstritz, im Sommer 1744 Hofdiakonus und Adjunktus des Archi­ diakonus Osswald in Greiz. 1746 Pastor inv Roben bis 1781. i Tfz. 1767. Während einer Ruhrepidemie fiel er bei Ausübung seiner Seelsorge dieser am -11.IX. 1781 zum Opfer im Alter von 65 Jahren, 1 Mon.‚ 22 Tagen. Verh. am 6. VI. 1747 mit Anna Katharina4) geb. Stavenow, der ältesten Tochter des Forstinspektors zu Hohen­leuben Hieronymus Stavenow und seiner Frau Ursula geb. v. Ciegen, geb. 1718. Graf Heinrich XI. Reuss-Plauen richtete auf dem Schlosse zu Greiz die Hochzeit aus. Tfz. 27. VI. 1764. Sie starb am 9. XI. 1803 in Leubnitz, 85 Jahre, 8 Mon.‚ 1 Tag alt.

*So Pfarrer Christ nach Löhnb. Geburtsregister, nach dem Lebenslauf in Roben geb. in Weilburg (?).
Pfarrer Busqhendorf, Roben, 6. VII. 1889,der auch den vom Pfarrsubstitut Thienemann verfassten Lebenslauf mitteilt. Pfarrer Vieweg, Kloschwitz, 10.VIII. 1889.
Pfarrer Dr. Leo, Köstritz, 19.VIII. 1889. „Er starb in Greiz (?)“.

(Beiträge zur Gechichte der Familie Thamerus. Horst Thamerus. F.J. Eberlein 1901) 


Bilder unten

Links, Anna Catharina geb. Stavenow. Mitte Wappen der Familie Thamerus. Rechts Johann Casimir Thamerus.



Bild unten: Aus dem KB in Roben. Reuss linie. 

 

Kinder 9 1720 Heinrich Gottlieb. Den 22ten Februar 1720 ist des Herrn Hieronymi Stavenaus Pachtern der Hochgräflichen Güter alhier, Sohn getauffet, der den 20 februar des Abends zwichen 6 und 7. Uhren an diese Welt gebracht, und bey der Taufe den Namen Heinrich Gottlieb überkommen, des,, senTauf,,Zeugen sind: 1 Der Hochgebohrne Graf und Herr, Herr Heinrich der XXIV ste Reuss, Graf und Herr von Plauen p.p. zu Köstritz 2. Johann Christian Jordan, Pastor Substitut Hohenleubiensis 3. Frau Christiane Renate Geblern, Herrn Tobias Geblers, Amts,, Secretarii alhier Ehefrau.


1720 den 20 ten Hornung gebohren. (Herr Pastor, Rector, Pfarrer zu Kunzendorf u.a.). Geburtsdatum: ~02.05.1720 Heimatort: Hohenleuben; Territorium: Kurfürstentum Sachsen. Beruf des Vaters: Forstinspektor. Am 2.5.1732 Aufnahme in die Lateinischen Schule in Halle. Am 6.4.1739 Immatrikulation an der Universität Halle,
Theologiestudium. 1740 Informator in der Lateinischen Schule, 1744 Informator am Pädagogium Halle. 1747 Rektor in Sorau.
Biographische Nachweise: Matrikel der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Teil 2 (1730-1741). Bearb. v. Charlotte Lydia Preuß. Halle 1994 (= Arbeiten aus der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt in Halle a.d.Saale, 40), S. 217.
Recherchequelle: AFSt/S L 3, S. 83AFSt/S A I 194, S. 194

 

Bilder Unten

Erste Reihe 

Links, der Ephitaph der Pfarrer selbst und seine Andere Frau Johanna Elionora geb. Glaser.

Rechts Epitahph für Anna Maria Stavenow geb. Leopold, seine Erste Gattin.

Zweite Reihe

Zwei Biographische beschreibungen Heinrich Gottliebs sowie seinem Geburtsattest im Kirchenbuch.

 

 

Kinder 10 1723 Sophia Maria. Den 14. Maii ist des Herrn Hieronymi Stavenovs Töchterlein so ihme den 31ten Mai von seiner Eheliebsten Frau Anna Ursula, einer gebohrne Criegering gebohren, getauft, und den Namen Sophia Maria empfangen. Die Taufzeugen sind. 1.) Jungfer Maria Catharina Criegerin, vide pag. 3  2.) Frau Sophia Catharina, verwittwete Jentzchin, geborene Martin, meine, des Substitutialhier, Frauen Mutter. 3.) Herr Andreas Lauretnius Fieler, Pastor zu Triebes. Ns Die Geburth dieses Kindes geschahe des Morgens gemeldeten Tages zwichen 7 und 8 Uhren. 

1760 Herr Johann Gottlob Leupold. Den 15. Juli Dienstag nach Domini VI post Trinitatis wurde Herr Johann Gottlob Leupold, Juvenis Inwohner Kauf- und Handelsmann allhier weyland Herrn Johann Michael Leupolds, geweseneen Candidati Theologie in Weyda, nachgelassener eheleiblich einiger Sohn, mit Jungfer Sophia Maria, Herrn Hieronymi Stavenows, Hochgräflich wohlbestellten Forst. Inspectoris und Pachtinhabers des Herrschaftlichen Guts allhier ehelich jüngere Jungfer Tochter, nach dreymaligen Aufgebot öffentlich copulieret. 

 

 

Kinder 11 1726-1726 Georgius. Den 4 Martii empfing des Herrn Forst- Inspectoris Hieronymi Stavenovs, jetzigen Pacht Inhabers der Hochgräflichen Güther allhier, Söhnlein, das Sacrament der heiligen Tauffe, und wurde demselben der Name Georgius bey,,geleget. Und weil dasselbe sehr mat des abends zwichen 8 und 9 Uhren geboren, ist es auch so gleich nach der heiligen Tauffe wiederscheiden. Dessen angegebene Pathen sind. 1.) Herr Friedrich Salomon Bergmann, hochgräflicher Amts, Secretarius der Pflege Reichenfelss und Köstritz, jetzt allhier wohnend. 2.) Herr Johann Mylan, Wohlverordneter Pfarrer zu Pelwitz. 3.) Christina, Meister Matthäus Hadelichen, Bürgers, Schneiders, Einwohners und jetzigen Jungfer Schulmeisters in Zeulenroda Ehefrau.[8]Den 6 Martii wurd des Herrn Forst, Inspectoris und Pacht Inhabers der Hochgräflichen Cammer Güther, Hieronymi Stavenovs jüngst gebohrnes Söhnlein, Georg begraben, welches den 4ten Martii gebohren nach der Geburth und Tauffe, wiederum verschieden.

 

 

Kinder 12 1727-1729 Johanna Lovisa. Den 2 Novembris empfing des P.T. Herrn Hieronymi Stavenovs Forst,,Inspectoris und Pachtersallhier Töchterlein die heilige Tauffe so ihme den 1 Novembris Nachmittags gegen 1 Uhr von seiner Ehelichen Frauen gebohren und den Namen Johanna Louisa überkommen, dessen Tauff Zeugen sind: 1.) Frau Johanna Maria, des Wohlehrwürdigen Herrn Magistri Paul Christian Hoffmans Diaconi in Zeulenroda Frau Ehelibste. 2.) Frau Louise MariaHohenauerin, eine gebohrne Criegerin aus Berlin3.) Der Wohlenwürdige Herr Johann Mylan, Wohlverordneter Pfarrer in Pölwitz.[9]

Den 30. Dezember 1729 ward wiederum des Tit: Herrn Hieronymi Stavenovs Hochgräflichen Pachtersallhier Töchterlein Johanna Louise beerdiget, welches gelebet 2 Jahr und 7 Wochen.

 

Kinder 13 1729 Den 22 Dezember wurde des Herrn Hieronymi Stavenovs Todgebohrenes Töchterlein beerdiget.

 

 

Kinder 14 1731-1807 Georg Freidrich. Den 23 Martii ward Herrn Hieronymi Stavenovs Hochgräflichen Pachters allhier Söhnlein getauffet, so ihme den 19 Martii von seiner Ehefrau Anna Ursula, eine gebohrne Criegerin abends um 10. Uhren gebohren, und den Namen Georg Friedrich empfangen. Dessen Tauff,, Zeugen sind. 1.) P.T. Herr Andreas Friedrich Crieger, Seiner Königlichen Magestät in Preussen Hoff- und Institien Rath zu Berlin2.) P.T. Herr Salomon Friedrich Bergmann Amts,, Secretarius der Pflege Reichenfels und Köstritz allhier 3.) Frau Anna Sophia, meiner des Pastoris Johann Christian Jordans Ehefrau.

(Anm. Den 6 April 1748 ist Andreas Freidrich von Krieger Königl. Preuss. Krieges Rath und ober Auditör. Alt 51 Jahr, gestorben an Schlagfluss, den 10 März. In ihren . Er war in 1697 geboren und muss deshalb einen Bruder oder Wetter zu Anna Ursula sein. )

 Gestorben am 28 februar 1807 als Ehemann und Schleitzer Geleits Einnehmer in Weissendorf. [10]Im Bestattungen Triebes mit Weissendorf 1807 Seite 441 steht: Herr Georg Friedrich Stavenow, Geleits Einnehmer zu Weissendorf, + den 28ten Februar begraben T.Predigt den 2ten Martii, Aetatis 75 Jahr, 11 Monate 1 Woche und 2 Tagen.

Herr Georg Friedrich Stavenow, Hochgräflich Reuss Plauitz Verwalter des gemeinschaftlichen Gutes Harra; Weiland Herrn Heironumi Stavenows gewesenen Hochgräflichen Reuss Plauitz Köstritzer Forst: Inspectoris und Pacht Inhabers des Cammergutes zu Markt Hohenleuben, nach gelassener eleleiblich jüngster Sohn, Iuvenis und Jungfer Maria Sophia Krahnertin, Meister Adam Krahnerts, Inwohners und Schneiders alhier ehelich älteste Tochter. Wurden Domine Quasimodigeniti und Secundapost Pascha aufgebothen, und den Domini Jubilate als am 25 April zu Harra copuliert. [12] - Hat ein Kind bekommen: 1787 Johann Samuel Friedrichgebohren 1 Octobris Nachmittag getauft den 3ten October. Pater Herr Georg Friedrich Stavenow, der Wirtschaft befliessene alhier. Mater Maria Sophie gebohrene Karnetin von hier. Teste; 1.) Meister Johann Samuel Hennig, Bürger und Weissbäcker in Zeulenroda, 2.) Meister Johann Adam Kranert, Inwohner und Schneider alhier, 3.) Jungfer Maria Elisabeth Kranertin, des vorbenannten jüngste Tochter.

 

 

Kinder 15 1733-1736 Anna Dorothea. Den 16 Julii ward Herrn Hieronymi Stawenovs Hochgräflichen Pacht,, Inhabers allhier, Töchterlein getauffet, so ihme den 13 Julii Nachmittags um 5. Uhren von seiner Ehefrau Anna Ursula eine gebohrene Criegerin gebohren und den Namen Anna Dorothea empfangen. Dessen Taufzeugen sind. 1.) P.T. Jungfer Catharinga Margaretha Ulrici, weyland P.T. Herrn Erasimi Ulrici, Wohl meritirten Bürgermeisters in Kiritz hinterlassene jüngste Tochter. 2.) Frau Anna Sophia, meine des jetzigen Pastoris Johann Christian Jordans Ehefrau und 3.) P.T. Herr M. Paul Christian Hoffman Pfarrer zu Naitzschau.

Den 31. Martii wurde Anna Dorothea, Herrn Hieronymi Stavenovs Pachters der Hochgräflichen Gütherallhier jüngstes Töchterlein beerdiget so den 29 Martii verstorben, nach dem dieselbe in diesem Jammerthal gelebet 2. Jahre 37. Wochen und 9 Stunden.

 

Patin Maria Catharina Crieger 1720.



1698-1773 Johann Friedrich Stavenow, geboren in Fürstenberg nach Malchin

Johann Friedrich  Stavenow war Geboren am 19.10 1698 in Fürstenberg als älteste Sohn zu Hironymus Stavenow.

„19.10.1698 Fürstenberg. Den 26 liess Hieronymus Stavenow seinen Sohn Johann Freidrich Tauffen. Die Paten: Johann Hart, Barthol: Bandelow und Elisabeth Nauen.“ Johann Friedrich war am 24.05.1773 in Malchin begraben. Er war Schustermeister. 1758-1762 Malchin ist geshädet vom Siebenjährigen Krieg. 

(Kriegsschadensrechnung der Stadt Malchin für 1758 – 1762 mit Belegen:• 1758 – 1762 (1 Band). Archiv: Landeshauptarchiv Schwerin, Signatur: (2.21-1) 7018).

 


Ehe 

Am 25.11.1735 ist Johann Friedrich Stavenow verheiratet mit Jungfer Maria Elisabeth Gilow, geboren am 8 jan 1712 in Malchin. Der Familie Gilow war ein alte Ratsherrenfamilie in Malchin - Urkundlich erst ernennt im Jahr 1331. Mehrere Pfarrer stammen auch aus dieser Familie. Für Informationen über der Familie Gilow, klicken hier. Maria Elisabeths Vater war Joachim Christopher Gilow Burger und Ackerman. Joachim Christopher stammte aus Malchin und war Geboren am 1 Nov. 1679, als Sohn zu Claus Gilow und Elisabeth geb. Barthels. Claus Gilow war zwei Mal verheiratet. Ehe 1 1671 22 nov. Claus Gilow verh. mit Dorothea Strüfings. KB Malchin Ehe 2 1676 war am 1 nov in Lüssow mit Elisabeth Barthels. Kinder 1 31 jan 1679 Joachim Christoph Gilow 1686 Clauss Gilow eingebürgert in Lübeck. Maria Elisabeth ist Begraben am 29.04.1763 in Malchin.

 

Kinder 1 1742-1777- Christopher Hinrich Vater: Joh. Stafeno Dec 17. Tauft Sohnen Christopher Hinrich. Paten 1 Georg v. Schazer 2 Christopher Gottschalk 3 Fr. Schlien. Verh. 1777 mit Cath. Beutlinger.

 

Kinder 2 1743 Cathar. Elisabetha. Vater: Joh. Staveno. Paten Fr Rübag, 2 Cath Doroth. Jaber 3 Mich. Staveno.

 

Kinder 3 1748 Xtian Niclas. 1748 Aug 24. N 40. Staveno. Tauft Sohnen Xtian Niclas. Paten 1 H. Jacobi, 2 Mstr.  Schlie 3 Fr. Bohlen. (Weiter nach Lübeck - Klicken Sie hier)


Bilder unten

Links Geburtseintrag Christian Nicolaus Stavenow in Malchin 1748. Rechts Geburtseintrag der ältere Bruder Christoffer Hinrich.

 


Etwas um der Familiennezwerk. Heiraten und Patenfamilien von Perleberg nach Havelberg, Pritzwalk, Fürstenberg, Reuss, Malchin und Lübeck

Hier zeigen wir einige Beispiele, wie wichtig es war, Netzwerke innerhalb der Familie zu aufhalten über Generationen. Was diesen Familiennetzwerk zeigt ist das die Familienmitglieder nicht allein, sondern in gemeinsame und Langfristige Kontexte och Netzwerken wirkt, auch über die Grenzen der verschiedenen Herzogthümern und Städte des Deutch-Römiches Imperium.  


In Perleberg, Pritzwalk, Havelberg und Seehausen taucht der Familie Chemnitz auf u.a. in Heiraten mit Stavenows (Gebrüder Peter und Georg sowie ein Melchior Stavenow in Seehausen) und als Paten. Eine Mitglied der Familie Konow finden wir bei ein Stavenow-Hochzeit in Mecklenburg und übringens tauchen dieser Familie auf als Paten in Perleberg, Pritzwalk und Havelberg. Die Familiennamen Bülow, Oldenburg, Strauss, Wolff und Pohlmann tauchen auch auf als z.b. Paten bei Stavenowtaufen in Perleberg (Brandenburg), Malchin (Mecklenburg) und Lübeck über mehrere generationen in den Kirchbüchern und andere Dokumente. Die unten angegebene Informationen stammen aus diesen verschiedene Orten und Quellen., es ist einen Kondensaat und gemeint ist, einen kleinen Einblick in den Familiennetzwerk der Familie Stavenow um 1660-1750 zu geben und auch die Bewegungen zwichen die Orten zu zeigen.


Am 1 April 1661 sind Hans Stavenow und F. Dorothea Bülowen verheiratet in Pritzwalk. Herr Georg Stavenow (Christoffers Sohn aus Perleberg) ist Pate. (Jürgen getauft 1662 D 5 nov in Pritzwalk). "Hans Stavenow tauft sein Sohn Jürgen, Paten u.a. Georgius Stavenow Rector Sch: Kyrizasis". Georg, war Hieronymus Stavenows Onkel der Rector beim Schule in Kyritz war bevor er Pfarrer in Brunn geworden ist. Herr Georg Stavenows Wittwe (Anna Sabina geb. Chemnitz) ist Patin in Hohenleuben, Reuss bei Hieronymus Christians Taufe in 1715. 


Einer v. Bülow ist währende der 30-Jährigen Krieg Bürgermeister in der Stadt Laage geworden. Claus Stavenow wohnte in der Stadt Laage und ist wie alle andere Einwohner völlig ruiniert geworden. Doch sind Claus Stavenow und der Bürgermeister Bülow die jenige der überlebte dieses Brand und Raubzug. Clauss Stavenow war wohl der Sohn Peter Stavenows in Perleberg geb. 1604. Beim Taufe Christoffer Stavenow 1596 in Perleberg ist u.a. Jochim Strauss Pate. (Claus Stavenows Bruder). Beim Taufe der Reittendiener Claus Stavenows Sohn in Lübeck ist einer Frau v. Bülow patin. Dieses indiziert das Clauss Stavenow, derselber sein könnte, der Ruiniert in Laage 1640 geworden ist. Vom Stadt Laage zog er dann wohl 36 Jahre alt, völlig ruiniert, nach Lübeck wo er einen dienst als Reittendiener beim Lübecker Rat bekommen habe. Möglicherweise ist auch diesen Zweig der Familie v. Bülow aus Laage nach Lübeck umgezogen (als die Frau v. Bülow Patin in Lübeck war).   


1704: Im Beichtkinderverzeichnis von Vietgest wird der „Studiosus Hieronymus Stavenow“ genannt. (Das Gut Vietgeist, liegt zwichen Teterow und Güstrow, in der nähe vom Stadt Laage und Rostock wo er Studierte) Der Besitzer war Ewald Johann v Oldenburg. Genannt sind auch die Kindern, sowie der Studiosus Hieronymus Stavenow und einen Magd, Hedwig v. Bülow. Ob Hieronymus dieses Jahr als Schreiber oder Informator arbeitete für Ewald Johann von Oldenburgs auf Vitegest oder etwas anders getan hat wissen wir noch nicht. In Malchin, ganz in der nähe von Vietegest gab es am anfang des 18en Jahrhunderts zwei Stavenow Familien. Fam. Johann Friedrich Stavenow und Jochim Stavenow aus Fürstenberg. Die waren Hieronymus Stavenows söhne (aus seinem ersten Ehe). Beider sind Schustermeister geworden. Der älteste Sohn zu Johann Friedrich war Christoph Heinrich Stavenow (Geb. 17.12.1742 in Malchin). Seine Ehefrau stammte aus Vietegest. Am 01.05.1777. „Meister Christopher Heinrich Stavenow, bürger und Ambtsmeister in Lobe, Schumacher Amth hirselbst und Jungfer Catharina Elisabeth Beutlings, Friedrich Beutling gewesenen Schustermeisters zu Vietegest nachgelassener Jüngste Tochter.“ In Malchin hat Staveno 1748 sein Sohn Xtian (Christian) Niklas getauft. Paten H. Jacobi, Mstr Schlie Schuster, Fr. Bohlen.


Christian Nicolaus Stavenow aus Lübeck hat das Erbzinsgut Arfrade von dem Herrn Christian Friedrich von Bülow in 1788 gekauft.


Die Familien Pohlmann und Wolff sind oft später Paten bei viele Stavenowtaufen in Malchin ernennt. Auch vortretern der Familie Strauss haben wir in Malchin gesehen. So war bei Johann Georg Stavenows Taufe 1786 in Malchin Jgfr. Soph. Marg. Straussen, Patin. Er war Brudersohn zu Christian Nicolaus Stavenow, der mit Margaretha Elisabeth Strauss in Lübeck verh. war.  

 

Taufpatin zu Christian Nicolaus Sohn Ernst Gottlieb geboren in Lübeck 1785 war u.a. Catharina Dorothea Oldenburg.   

 

Christian Nicolaus Älteste Sohn wirt Hofconditor im Dienste Seinen Herzoglichen Durchlaucht zu Oldenburg. Der Herzog ist wohl doch meines wissen nicht eine Verwandten mit der Familie von Oldenburg zu Vietgest.


1706 Joachim Stavenow aus Fürstenberg nach Malchin Mecklenburg 

Geboren am 22.03.1706 in Fürstenberg. (KB Ancestry S 726) „Den 22 März 1706 Liess Hieronymus Stavenow seinem Söhnlein tauffen und Jochen nennen, Paten waren Mst. Nicoaus Freden, Jacob Tomsen und die frau ???“

D 29 Oct 1727 hat Mstr. Hörning mit Catharina Niendorffen Hochzeit gefeiert. (KB Malchin Ancestry S 256) 

D 25 april 1728 ist Mstr Hörning Sein Tochter mit den Schust Vertraut. Nahmens Stavenau. (KB Malchin Ancestry S 256).

  

Kinder 1 1729 22 maj Stavenow, sein Kind wurde begraben. (KB Malchin Ancestry. S 301)

 

Kinder 2 1738 Sophia Ilsabetha Stavenow,

Getauft am 21 feb. 1738 in Malchin. Vater Joachim Stavenow. Paten Fr Wilcken, Fr Stegemannen, H. Bitter Notarius. – Sophia Ilsebe Stavenowen verh. Am 22 juli 1763 mit Maistr. Jürgen Christian Beenke, Burger und Amtsmeister in Lübz. Vater Joachim Stavenow, Burger und Schuster allhier.

 

Kinder 3 1740 Johan David

Vater Apr 29 Staveno tauft Sohnen Johan David. Paten Mr. Wendeler, 2 Fiel 3 Fr. Schmitten. (Ancestry S 332)

Verh. Am 8. Nov 1768 in Malchin. Mit Ilsabe Dorothea Rinmann.

 

Kinder 4 1741 Johan Jochen

Vater Stavenow May 26, Tauft Sohnen Johan Jochen. Paten 1 Joch. Fried. Hörning. 2 Joh. Bast. Wulfen. 3 Dor. Hinzen.

 

Kinder 5 1745 Catharina Mina

Joch: Staveno. Kind Catharina Mina. Paten 1 Fr. Winterfelten, 2 Fr. Wendelern 3 Christoph Pohlman.

 

Kinder 6 1747 Catharina Elisabeth

Jan 16. Cath. Elis. Vater Stavenow. Paten 1 Tiel Fr. 2 Baart Fr. 3 Polman.



1742-1777 Christopher Hinrich Stavenow (Malchin)

Joh. Stafeno tauft am 17 december 1742 Sohnen Christopher Hinrich in Malchin. Die Paten war 1, Georg v. Schazer 2, Christopher Gottschalk 3, Fr. Schlien.

 

Ehe 1 1775

Christoph Hinrich Stavenow verh. Am 10 nov 1775 mit Anna Sophia Baresel. (Malchin) Maister Christoph Hinrich Stavenow, Bürger und Amtsmeister in Lubz, Schumacher Amth hierselbst und Jungfer Anna Sophia Baersel. Christoffers zu Ivenach älteste tochter.

Der Hochzeit ist zu Ivenach gewesen. (Anm: Ivenach war in diesen Zeit eine Gemeinde unter Helmuth Reichsgraf von Plessen (1699–1761), königlich polnischer und kurfürstlich sächsischer Kammerherr, Wirklicher Geheimer Rat, Staatsminister und Gesandter beim Dänischen Hof. Kein Dorf war in diesen Zeit vorhanden)


Kinder 1 1776 Johann Wilhelm Stavenow

geboren 1776. 16 october des Ambstsschustermeisters Söhnlein Joachim Heinrich Wilhelm geboren. Paten Wilhelm Gahnre, Hinrich Baersel, Joachim Jacoby, (KB Malchin Ancestry S 461) Gest 13 juli 1855 80 J Alt in Malchinchen. Schustermeister. (KB Malchin)

 

Anna Sophia Bareseln gest./begr.: 13.11.1776 in Malchin, im Kindbett.

 

Ehe 2 1777 Christopher Heinrich Stavenow verh. mit, Cath.Elisabeth Beutling am 01.05.1777. „Meister Christopher Heinrich Stavenow, bürger und Ambtsmeister in Lobe, Schumacher Amth hirselbst und Jungfer Catharina Elisabeth Beutlings, Friedrich Beutling gewesenen Schustermeisters zu Vietegest nachgelassener Jüngste Tochter.

 

Kinder 2 1777 Catharina Sophia,

Mstr Stavenow, Ambtsschuster, Töchterlein Catharina Sophia. Paten Frau Witten, Frau Schlien, Beutling. (S 467)

 

Kinder 3 1779 Wilhelm Johann Heinrich.

Mstr Stavenow Ambbtschuster söhnlein. Paten Witte, Ackermann, Stavenow Ackermann, Baresel. (S 473)

 

Kinder 4 1780 David Christoph.

Stavenow, Ambtsschusters Söhnlein David Christoph. Paten Mstr Hentel, Gilow, Frau Stavenowen,. (S 480)

 

Kinder 5 1781 Verstorben in Malchin in 1781, bestattung am 1 august Mstr. Stavenows Ambt Schusters, todtgeborenen Kind begraben worden.

 

Kinder 6 1783 Johann Friedrich Christoph.

1 April Mstr Stavenow, Ambtsschuster Söhnlein getauft. Mstr Johann Bömnen Mstr. 2 Mstr Samuel Winterfeld Ambtsbez, 3 Meister Hagen Schneider. (S 492)

 

Kinder 7 1785-1860 Magdalena Sophia

9 Julius Das A. Schusters Xstoph Stauenows Töchter Magdalena Sophia. Paten 1 Mstr Schust. Pohlmann 2 J. Adehm. Gilows 3 J. A. Schneider Michaelen. Magdalene Sophie Stavenow, geb 9 juli 1785 ist gestorben am 10. Feb 1860, 74 J Alt. In Malchin.

 

Kinder 8 1786 Johann Georg

Geboren am 10 dez 1786, getauft am 13 dez 1786. Vater d. A. Schuster Meister Christoph Heinrich Stavenow und Catharina Elisabeth Beutling. Sohnen Johann Georg. Paten Schusters Joh. Georg Kruse, d. A, boden Meister Joh. Gabr. Vorstell, Jgfr. Soph. Marg. Straussen.

 


1758 Stadsprecher Stavenow (Malchin) Mecklenburg

Das ganze Heer von Ungemach, so der Krieg mit sich führt, fühlte Malchin gedoppelt und wird es noch lange fühlen. Die Stadt ist dadurch in großen Schulden vertieft worden, Und als der Krieg geendigt war, so konnte sie den in sie drängenden Gläubigern nicht suNiznnt werden. Ja es fehlte sogar der Kämmerei an Credit, andere Capitalia hiezu aufzubringen. Sie mußte sich mithin jedesmal ausklagen lassen, wodurch dann viele Kosten verschwendet wurden. Dies Uebel dauerte so lange, bis der Herr Bürgermeister Wulssleff sofort nach dem Antritt seines Amtes unter Mitwirkung der Herren Cämmerarien treffende und von Klugheit geleitete Maßregeln anzuwenden wußte, daß die gute Stadt nicht allein von den drängenden Creditoribus befreiet wurde, sondern auch allenthalben Credit fand, welcher gegenwärtig so groß ist, daß die Kämmerei nur zu 4 pCt. Capitalia aufnimmt.”

Schon am 28 Januar v. M. ist vom Herrn Consul Wilcken und Stadtsprecher Stavenow laut Quittung zur Receptur des zu Demmin bestellten Kriegs Commissariat Quittung 1000 Rthlr. - an 940 Rthlr. Viergroschenstücke und 60 Rthlr. Zweigroschenstücke abgeliefert worden.


(Anm: Getauft am 21 feb. 1738 in Malchin. Vater Joachim Stavenow. Paten Fr Wilcken, Fr Stegemannen, H. Bitter Notarius. – Sophia Ilsebe Stavenowen verh. Am 22 juli 1763 mit Maistr. Jürgen Christian Beenke, Burger und Amtsmeister in Lübz. Vater Joachim Stavenow, Burger und Schuster allhier.)