LINIE III Lübeck III 1656

 

STAVENOW

LÛBECK III

1656 

1629-1666 Seefahrer und Kaufmann,  Claus (Nicolaus) Stavenow (Perleberg) (Lübeck)

Christoffer Stavenow in Perlebergs Sohn, Nicolaus. Geboren 1629

Kinder 7 1626 Andreas IV – 23.01 – Andreas Christoffer Stafenowen Schniden Sohn. Die Gewattern 1 H. Johan Konow (Burgermeister Perlebergs), 2 Andreas Diederich der Ziezemeister 3 Peter Haukn Hausfrau. (KB geborenen Perleberg)  

Kinder 8 1629 Nicolaus – 18.10 Nicolaus Christoffer Stafenowen Sohn, Die Gewattern 1 Jochim Behrein Schmide 2 Brathering 3 ???? (KB geborenen Perleberg)

 

1656 18.12 Claus (Nicolaus) Stavenow, Seefahrer, Bürger 18.12 1656 ”mit einem Harnisch”. Abgabe 8 Reichstaler. Bürgen: Mathias Bodin und Silvester Sake (Bürgerbuch 1633 ff, s. 187).

Claus Stavenow, Kaufmann, heiratet am 12./13. Januar 1659 Elsabe Teiss (6207_S00360 1659 St. Jacobi). Er hatte mindestens zwei Kinder:

ein Kind unbekannten Geschlechts, getauft 13. März 1663 (6175_S00457 1663 St. Aegidii)

ein Kind unbekannten Geschlechts, getauft 7. Februar 1666 (6175_S00496 1666 St. Aegidii)

 

1656 18.12 Claus (Nicolaus) Stavenow, Seefahrer, war Bürger den 18.12 1656 ”mit einem Harnisch”. Abgabe 8 Reichstaler. Bürgen: Mathias Bodin und Silvester Sake (Bürgerbuch 1633 ff, s. 187).

18.1 1657 Clauss Stavenaw, Kaufmannverheiratet mit Elsebe Teissen, St Jacobi. (Jac Cop Bd S 283, 1) (Franz Schubert Trauregister aus den ältesten Kirchenbüchern Schleswig Holsteins Von den Anfängen bis zum Jahre 1704. Band 7 Stadt Lübeck. 3 Lieferung, 1651-1675. Göttingen 1990. S 358.)

1660 9.6 Stavenow Claus KaufmanSteht Pate (Domtaufbuch. S. 367, 117) 1663 Claus Stavenow – Adresse: 1663 Malm Strasse N 5. 1667 Wohnt an der Malm Strasse N 10.

 

Kinder 1 11.11 1657 Clauss Stavenow. Lässt taufen eine Tochter, vorname nicht genannt. (Petri– tfb S: 70, 20i).

 

Kinder 2 1663 (Amtmann in Mecklenburg) Nicolaus Stavenow. Verh, die Tochter der Burgermeister Jürgen Huck in Boizenburg (Die volgende Buchstabierungen kommt haufig vor: "Huck/Hauk/Hough")

Geboren in Lübeck 1663. Claus Stavenow und Elisabeth Teiss lasst 13.3 1663 ein Sohn taufen, der Name der Pfarrer vergisst zu nennen.

(Es scheint manchmal so zu sein, wenn das Kind derselber vorname als den Vater bekommen habe, als in diesem Fall)

Claus und Elsbe Stawenouw, 30 Ein Kauffman, wohnt in der Malmstrasse N 5. Paten. H: Exilhenss Mädingk (Meding), H Gotth. Marquardt, F Johanna Rosina Marquardtsen. (Tfb. St. Aegidii1663.30)

Von den Paten

Gotthard Marquard: Gotthards Vater war Kaufmann und aus Livland nach Lübeck zugewandert. Sein älterer Bruder Johann Marquard war als Jurist bereits vor ihm bis zum Lübecker Bürgermeister aufgestiegen und 1668 vorverstorben. Gotthard Marquard studierte Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig. Danach führte ihn seine Grand Tour nach Livland und nach Belgien, Frankreich und England. Anschließend wurde er niedergelassener Advokat in Lübeck. 1674 wurde er in den Rat der Stadt gewählt und 1692 im Rat zu einem der vier Bürgermeister der Stadt bestimmt. Marquardt heiratete eine Tochter des Ratsherren Jürgen Wibbeking.[1] Nach seinem Tode wurde ihm ein Epitaph in der Lübecker Petrikirche gesetzt, das dort nicht mehr erhalten ist.[2] Sein ebenfalls 1694 knapp fünf Monate nach ihm verstorbener Sohn Gotthard Marquard wurde Ratssekretär in Lübeck. Gotthard (1611–94), Bgm. in L.; ⚭Lübeck 1637 Anna Rosina, T d. →Otto Tanck (1587–1637), Syndikus u. Dompropst in L., u. d. Joh. Juliana Steuernagel;

 

Kinder 3 1666 Pfarrer Johan Christopher Stavenow (Nach Göteborg, Schweden)

Claus (Nicolaus) Stavenow und Elisabeth Teiss lasst am 7.2.1666 taufen ein Sohn Christopher (Aegidii TB 1666. 16). ClauS und Elsebe Stauenow Ein Kauffman in der Ramb StraS N 10. Compate: Lorentz Bötterbo, Johan von Stück/Verstegk, Elisabeth Sophia Pipher.

 

Interessantweise, gerhört offensichtlich der Stavenow Familien  in Stralsund und Lübeck zusammen. Beider sind befreundet und auch Verwandt mit der Familie Marquardt. Derselbe Kugelkrone mit 9 Kugeln, kann man auf der Schiffer Bernhard Jacob Stavenow, verh. Marquardt in Stralsunds Siegel sehen, als in Nicolaus Stavenows Siegel.

 

 

1663-1715 Fam. Amtmann Nicolaus Stavenow Aus Lübeck 1663


Nicolaus Johan Stavenow, Lübeck Geboren 1663, Älterer Sohn des Kaufmanns Clauss Stavenow und Elsbe Teiss in Lübeck.

Amtmann zu Ritteramt Wredenhagen 1695-97, Amtmann in Zarrentin 1704-1715. Geboren 1663 in Lübeck, Gestorben am 23 juli 1715 in Zarrentin.

 

 

23 Juli 1715 der Eintrag lautet unter Nummer 25:

„den 23 July ist der Weylandt hochedle und vornehme Herr Niclaus Stavenow, gewesener Ambtman hieselbsten, in der Kirchen bey gesetzt und beerdiget worden“.

Weiland bedeutet hier soviel wie „der frühere“ und wird üblicherweise im Sinne von „verstorbene“ benutzt.

 

Eltern, Kaufmann in Lübeck, Claus (Nicolaus) Stavenow und Elisabeth Teiss. Getauft am 13.3 1663 in St. Jacobi, Lübeck.

Erst Amtmann zu Wredenhagen, dann Amtmann zu Zarrentin in Mecklenburg. Er war verheriatet mit die Wittwe des Amtmannes in Schwaan, Johann Mütterer. Anna Margreta geborenen Mütterer geb. Hougck (Huck/Hough/Hauk). War am 29 October 1672 geboren. Der Eintrag lautet: Herr Jürgen Houchs Tochter Anna Margaretha. Die Paten war Anna Margaretha Brunfuchs, H Hans Christoffer Lindemanns Hausfrau, Jungfer Regina Elisabeth Bojen und H Jacobus Bading.

 

In Boizenburgs veröffentlichten Trauregistern fand ich am 11. April 1689 die Trauung des Amtmanns in Schwaan Johann Mütterer mit Jungfer Margareta Hugkin.

Die Braut, die 1711 Ernst Heinrich Forch heiratet, stammt also aus dieser Ehe. Ann Margaretha ist Gestorben 1719 in Zarrentin. Tochter der Burgermeister Hougck in Boizenburg. Seine Bruder war Secretarius Hougck in Engeland.

 

Hugh (a. Hugk, a. Hueck, a Hucke), Georg (a. Georgius, a Jürgen) Geboren um 1610 in Boitzenburg. + vor 1701 in Boitzenburg. Er immatrikulierte sich ohne eid im Juni 1626 an der Universität in Rostock. Hugh kehrte nach Boitzenburg zurück und wurde dort Bürgermesiter.

(Das Geistliche Boitzenburg Bildung und Gebildete im und aus dem Raum Boitzenburg vom 13. Jahrhundert bis 1945. Stephan Sehlke. S 236. Johann Huck (a. Iohann) Georg )geb um 1655 in Boitzenburg immatrikulierte sich in Rostock im Mai 1675. Vermutlich ein Sohn des Georg Huck. A.a S 235.)

Huck Jürgen, geboren ? + vor 1701, Bürgermeister zu Boitzenburg in Mecklenburg, erwähnt 1644-1691; Verh. II nach 1647.

(Genealogisches Handbuch der adeligen Häuser, Volym 22 H F von Ehrenkrook S 149. Deutches Geschlechterbuch 1973 S 169 (Anna Regina Huck, T.d. Bürgermeisters zu Boitzenburg Jürgen H. du.d Catharina Winter. in Boitzenburg, geb 6.1 1662, gestorben in Ribnitz in Mecklenburg 6.6.1730 S 168.)

 

Aufm Ambt Zarrenthien, Amtmann Nicolaus Stavenow 41 Jahre alt aus Lübeck ist verh. Mit E: Margreta 32 Jahre alt, aus Stadt Boizenburg.

(Franz Schubert 300 Mecklemburgische Pastoren berichten über ihre Kirchspiele mit 1700 Ortschaften über ihre dienstlichen und persönlichen Verhältnisse über ihre 100 000 Beichtkinder. Lieferung H 1 2005. S 102.)

 

Kinder

Kinder 1 Christina Catharina Um 1689-1711 Stieftochter „den 3ten Septembris seindt Copuliret worden der WollEdle und Wollvornehmer H(err) Ernst Heinrich Forch, Ambtman zu Schwerin mit die Mademoiselle Christina Catharina Mühteren, deß hiesiegen H(err) Ambtman Niclaus Stavenow Jungfer Stieff Tochter“ 3.9.1750. (Landeskommissar Ernst Hinrich Ferch)

(Frantz Schubert. Kopulationsregister aus Mecklemburgishen Kirchenbüchern von 1705-1750. Teil H Raum Wittenburg-Boisenburg. Lieferung 1. 2005. Verlag Degener & Co.)

 

Kinder 2 1696 Johann Niclas Stavenow, getauft am 23 Februar 1696 in Wredenhagen. - Johan Nicolaus Stavenow, geh. Anna Sophie Hentzen (auch genannt Klenzen). 1719 wirkt er in Rostock als Hertzoglichen Zollinspector, seit 1723 als Zollinspector zu Warnemünde.

 

Kinder 3 1698 Caspar Friederich Stavenow, getauft am 3. April 1698 in Wredenhagen.

 

Nicolaus Stavenow, der 1704 als Amtmann des Amtes Zarrentin erwähnt wird (2.22-10/33 Domanialamt Wittenburg Nr. 1018).

Dessen Witwe Anna Margaretha, geborene Huck, klagt ab 1715 wegen vorzeitiger Kündigung des Pachtkontraktes gegen die Amtskammer, dann gegen Herzog Carl Leopold vor dem Reichskammergericht (2.22-10/33 Domanialamt Wittenburg Nr. 913, 914).

Ein Sohn aus der Ehe Stavenow-Huck war ein Johann Nicolaus Stavenow, der 1719 erwähnt wird (2.22-10/33 Domanialamt Wittenburg Nr. 971). In den Beichtkinderverzeichnissen aus dem Jahre 1704 (2.21-4/1 Beichtkinderverzeichnisse 1704) wurde Amtmann Nicolaus Stavenow als aus Lübeck stammender 41-jähriger, seine Frau „Margreta“ als aus Boizenburg stammende 32-jährige erfasst.

 

Karl Heinz Steinbruch; Amtsman Nicolaus Stavenow 9 nov 2000

Sehr geehrter Herr Stavenow,

Heute konnte ich endlich die Spur von Nikolaus Stavenow in Wredenhagen verfolgen. Wie ich schon in meiner mail vom 2. Oktober mitteilte, gibt es im Landeshauptarchiv drei Akten, in denen Nicolaus Stavenow eine Rolle spielt. Diese befinden sich im Bestand Domanialamt Wredenhagen und haben folgende Titel:

 

- Nr. 68/1 Bitte des Stavenow auf Wredenhagen um Weidegerechtigkeit für sein Vieh zu Mönchshof auf der Wittstocker Heide 1697 (Vieh = Boskap) Nr. 68 fasc. 1

Bitte des Amtmanns N. Stavenow auf Wredenhagen um Weidegerechtigkeit für sein Vieh zu Mönchhof auf der Wittstocker Heide. 20. April 1697

Diese Akte enthält nur ein eigenhändiges Schreiben des Amtmannes. Die Unterschrift ist identisch mit der unter den Steuerlisten des Amtes Wredenhagen, auf die ich unten noch zu sprechen komme. Jedoch ist die Handschrift – wie an zahlreichen Buchstaben zu sehen ist – eine andere als die des Amtmanns in Zarrentin.


- Nr. 17/1 Beschwerde eines Untertanen gegenden Pächter des Amtes Nicolaus Stavenow 1695 Nr. 17 fasc. 1

Schreiben von Herzog Gustaf Adolph von Mecklenburg-Schwerin an den Pächter des Amtes Wredenhagen, Nicolaus Stavenow, mit Bitte um Stellungnahme wegen einer Beschwerde des Joachim Kohlmeß. Die Beschwerde befindet sich nicht in der Akte. Jedoch geht es um die Entfernung des Bauern von seinem Hof und darum, daß Stavenow selbst den Bürgermeister von Wittstock im Brandenburgischen bestrafen will. Sollte sich das bewahrheiten, droht der Herzog mit Konsequenzen und kündigt an, daß sich Stavenow in diesem Falle zu verantworten habe. 28. September 1695


- Nr. 180/7 Untertan Schwartz gegen Amtmann Nicolaus Stavenow wegen abgenommener Schafe 1695-1698 (Schafe = får) Nr. 180 fasc. 7

Beschwerde des Amtsuntertanen und Einwohners von Wredenhagen, Jochim Schwartz, gegen den Amtmann Nikolaus Stavenow, wegen abgenommener Schafe. 1697-1698 Im Kern geht es um Folgendes: Jochim Schwartz hat vom Schäferknecht zu Mönchhof, namens Peter Macks, acht Schafe gekauft, die dieser über den Bauern Hans Raben zum Kauf angeboten hatte. Nach dem Verkauf flüchtet der Schäferknecht. Der Amtmann, der der Ansicht ist, daß die Schafe zu seiner Herde gehören, nimmt daraufhin dem Jochim Schwartz die Schafe wieder ab.


Stavenow wird vom Hofgericht in Güstrow um Stellungnahme aufgefordert. Er soll entweder die Schafe zurückgeben oder nachweisen, daß die Schafe wirklich ihm gehören und nun fehlen. Er bietet vier Zeugen auf, die in seinem Sinne aussagen.

Ein Urteil ist nicht überliefert. Die Akte endet mit einem Schreiben des Jochim Schwartz, daß er weder Schafe noch Geld zurückbekommen hat.

Ich habe die Kirchenbücher von Wredenhagen von 1660 an durchgesehen, konnte aber keinen Eintrag (weder Taufen noch Trauungen) zu Stavenow finden.

Neben diesen von Dir genannten Akten habe ich weitere Akten bestellt und durchgearbeitet.


Begonnen habe ich mit den Steuerlisten des Amtes Wredenhagen im Bestand Acta Contributionum im Landeshauptarchiv. Dabei fand ich:

1694      kein Stavenow

1695      Wredenhagen

Nicolaus Stavenow zahlt für sich und seine Frau 16 Gulden 12 Schillinge für einen Knecht 16 Schillinge 6 Pfennige für zwei Mägde 14 Schillinge für einen Dienstjungen 7 Schillinge Mönckhoff Dieser Hof ist in vorigem Jahr (also 1694) gänzlich abgebrannt und noch nicht wieder aufgebaut ohne die Scheune und einen Katen. Auch die Interimswohnung ist noch nicht vollends fertig, weshalb der Hof von der Steuer befreit ist.

1696      Wredenhagen

Nicolaus Stavenow zahlt für sich und seine Frau 16 Gulden 12 Schillinge für einen Knecht 16 Schillinge 6 Pfennige für fünf Mägde 1 Gulden 11 Schillinge für zwei Dienstjungen 14 Schillinge Mönckhoff „Dieser Hof ist 1694 ganz abgebrannt und weil die Wiederaufbauung noch täglich fortgesetzt wird, ist er deswegen von der Contribution auf 16 Jahre frei erkannt, davon dieses das 3te Jahr“.

1697      Wredenhagen

Der nicht namentlich genannte Amtmann zahlt für sich und seine Frau 16 Gulden 12 Schillinge, für zwei Knechte 1 Gulden 9 Schillinge, für vier Mägde 1 Gulden 4 Schillinge für einen Dienstjungen 7 Schillinge. Beim Hof lebt noch ein gebrechlicher ganz miserabler Mensch beim Vieh. Für eine Branntweinblase, welche vom 1sten November bis 29ten Januar gebraucht wurde („sind 3 Monate hält eine Tonne“) werden 2 Gulden 6 Schillinge Steuern gezahlt. Obwohl der Amtmann nicht genannt wird, unterschreibt N. Stavenow die Steuerliste, ist also noch im Amt.

1698-1700 Lücke in der Steuerliste

1701-1703 wird der Amtmann nicht namentlich genannt und ab 1704 heißt er „Gottfried Haber, welcher das Amt im Besitz hat, wohnt zu Neustadt“.

Daraus ergibt sich, was noch durch eine Notiz in den Akten bestätigt wird, daß Nicolaus Stavenow von 1695 bis 1698 Amtmann des Amtes Wredenhagen war. Er hatte das Amt jedoch nicht direkt gepachtet. Das Amt war verpfändet und Pfandinhaber war ein Graf v. Bielcke. Und dieser verpachtete es weiter, in den genannten Jahren an Nicolaus Stagenow.

Dieser unterzeichnet einige der Steuerlisten selbst mit N. Stavenow, wobei er den Familiennamen in lateinischen Buchstaben ausführt.

Woher dieser Nicolaus Stavenow kommt und wohin er ging, verraten die Quellen nicht.

 

Das gleiche habe ich dann mit dem Amt Zarrentin praktiziert, weil ich zunächst davon ausging, daß Nicolaus von Wredenhagen nach Zarrentin ging. Ich wollte anhand der Unterschriften feststellen ob beide Nicolaus Stavenow identisch sind. In den Acta Contributionum des Amtes Zarrentin fand ich:

 

1702-1719 Zarrentin

Ich fand aber heraus, daß Nicolaus Stavenow spätestens ab 1704 Amtmann in Zarrentin war, denn er ist in diesem Jahr in den Beichtkinderverzeichnissen von

Zarrentin als Amtmann aufgeführt. In jenem Jahr war er 41 Jahre alt und war verheiratet. Er muß also um 1663 geboren worden sein.  Seine Frau Margreta war

32 Jahre alt, was als Geburstjahr 1672 ergibt. Interessanterweise geht aus diesem Verzeichnis noch hervor, daß er aus Lübeck und seine Frau aus Boizenburg

stammte. Aber auch in Zarrentin konnte ich keine Taufeintragung eines Kindes finden, obwohl ich weiß, daß er mindestens zwei Kinder hatte. Das geht aus den Akten des Domanialamtes Zarrentin hervor, wo ich ebenfalls mehrere Akten über Stavenow fand:

 

- Nr. 913 Die Witwe des Amtmanns Stavenow wegen bevorstehender vorzeitiger Aufsagung des Pachtkontraktes gegen die Amtskammer, später vor dem Herzog Carl

Leopold vor dem Reichsgericht 1715-1717.

- Nr. 914 Die Witwe des Amtmanns Stavenow gegen ihren Schwiegersohn, den Landkommissar Ernst Hinrich Ferch, wegen Verdrängung aus dem Besitz des Amtes

Zarrentin 1718-1719 (Dieser Aktentitel belegt, daß Nicolaus Stavenow eine Tochter hatte, die einen Ernst Hinrich Ferch heiratete. Ich habe mir die Akte

nicht angesehen.).

- Nr. 970 Gesuch der Witwe des Amtmanns Stavenow um Befreiung von der Entrichtung des Stand- und Kopfgeldes 1716

- Nr. 971 Beglaubigung, daß Johann Nicolaus Stavenow der Sohn des verstorbenen Amtmanns Nicolaus Stavenow ist 1719 (Diese Akte habe ich mir angesehen. In ihr

schreibt der in Rostock lebende Sohn von Nicolaus Stavenow, daß sein Vater 1715 in Zarrentin verstorben ist. Die Witwe des Verstorbenen, Anna Margreta Hougck,

Tochter des Bürgermeisters Hougck in Boizenburg, hat danach die Pachtung des Amtes Zarrentin weitergeführt und starb 1719 in Zarrentin. Nun beabsichtigt der

"älteste und eheleiblicher" Sohn Johann Nicolaus Stavenow zu seinem Onkel zu gehen. Dieser Onkel ist ein Bruder der Mutter und arbeitet als "Secretarius

Hougck in Engelland". Johann Nicolaus bittet den Herzog um ein Schriftstück, in dem seine Herkunft von Amtmann Nicolaus Stavenow und Anna Margareta Hougck

bestätigt wird. Herzog Carl Leopold läßt ihm dieses Schriftstück ausfertigen und zusenden).

- Nr. 1018 Auskunftsgesuch des Amtmanns Nicolaus Stavenow über die Entrichtung der Verwaltungsgebühren bei der Justizkanzlei 1704

 

Wie Sie sehen, war die Suche auch ohne genaue Kirchenbucheinträge nicht ganz erfolglos. Es ist jedenfalls sicher, daß die Spuren des Amtmannes Stavenow nach

England gehen. Zu Nicolaus Stavenow habe ich dennoch eine Eintragung gefunden: Am 16. Februar 1705 wurde abends zwischen 7 und 8 Uhr vor das Haus von Hans

Lüneberg in Zarrentin durch "ein gottloses Weib" ein Kind niedergelegt. Das Kind wurde am 19. Februar 1705 auf den Namen Alexander getauft.

Taufpaten waren - da gerade auf dem Amt anwesend - Alexander Halbfuß, Amtmann zu Boizenburg, Johann Stehrmann, Amtmann zu Toddin 3. Nicolaus Stavenow, Amtmann zu Zarrentin, Frau Magdalena Mahncke, Hernn Friedrich Mahncke, Amtsverwalter zu Boizenburg Frau Liebste.

 

Auf der Suche nach den Akten zu Nicolaus Stavenow im Amt Zarrentin fand ich heraus, daß es schon früher einen Amtmann Stavenow im Domanialamt Walsmühlen

gegeben hatte:

- Nr. 857 Bericht des Amtmanns Andreas Stavenow über Schweinemast im Amt Walsmühlen 1580-1602

- Nr. 730 Personalakte Andreas Stavenow 156., 1577, 1579, 1598, 1604

- Nr. 731 Quittung des Amtmanns Andreas Stavenow über empfangene Bretter 1582.

 

1702 23 Octobris Pate in Zarrentin bei, Hans Hinrich Martensen Ambtsmann Töchterin getaufft und Margarethe Elisabeth genannt worden. Deren Taufpaten sein Frau Margaretha Stavenowen, H Nicolaus Stavenowen Ambtmann hierselbst, Frau Lindten, Jgf Elisabeth Pedersen, Herr Jacob Pedersen. (KB Zarrentin)

1695-1716 Inga egna barn i Zarrentins KB.

 

1792-1697 keine Nennung eines Amtmannes

1698-1700 Lücke in der Steuerliste

1701      nur der Amtsschreiber Hinrich Achilles Pfeil genannt

1702      „der Herr Ambtman Stavenow mit allen Seinigen frey“ – leider unterschreibt nicht Stavenow diese und die weiteren Steuerlisten, sondern der Schreiber Jacob Lefers oder dessen Nachfolger

1703      der namentlich nicht genannte Amtmann zahlt Steuern für sich und seine Familie in Höhe von 3 Talern für einen Knecht 24 Schillinge für einen Jungen 8 Schillinge für drei Mägde 24 Schillinge für einen Knecht, der das Vieh hütet 24 Schillinge

1704      der namentlich nicht genannte Amtmann zahlt Steuern für sich und seine  Familie in Höhe von 8 Talern.

1705      der namentlich nicht genannte Amtmann zahlt Steuern für sich und seine Familie in Höhe von 10 Talern 32 Schillingen, für einen Knecht für 10 Taler Lohn 1 Taler 5 Schillinge 4 Pfennige für zwei Mägde für 2 Taler Lohn 21 Schillinge

1706      der namentlich nicht genannte Amtmann ist für sich und seine Familie wie die anderen fürstlichen Bedienten frei, für einen Jungen für 5 Taler Lohn 26 Schillinge 8 Pfennige, für eine Magd für 2 Taler Lohn 10 Schillinge 8 Pfennige. Diese Liste trägt zum Schluß zweimal die fein säuberlichen Schriftzüge „Niclaß Stavenow“, die deutlich von anderer Hand als die aus dem Amt Wredenhagen stammen. Der Nachname ist nicht mit lateinischen, sondern mit deutschen Buchstaben geschrieben – ein deutliches Unterscheidungsmerkmal.

1707      der namentlich nicht genannte Amtmann ist für sich und seine Familie wie die anderen fürstlichen Bedienten frei für einen Jungen für 5 Taler Lohn 26 Schillinge 8 Pfennige für zwei Mägde für 2 Taler Lohn 21 Schillinge 4 Pfennige.  Auch diese Liste ist zum Schluß von Niclaß Stavenow auf Richtigkeit bestätigt und unterschrieben worden. Es sind die gleichen Schriftzüge wie im Jahr zuvor.

Die folgenden Listen stammen aus dem Jahre 1738 und 1739, sind also für unsere Zwecke uninteressant.

Ich habe mehrere Kollegen hinzugezogen und wir haben gemeinsam die Schriften beider Nicolaus Stavenow verglichen. Obwohl die Schriftbilder auf den ersten Blick identisch zu sein scheinen, werden doch einzelne Buchstaben deutlich unterschiedlich geschrieben.

Es sind also wieder neue Mosaiksteinchen, die sich nicht in ein Gesamtbild einbauen lassen.

An dieser Stelle habe ich abgebrochen. Wenn ich an der einen oder anderen Stelle noch tiefer gehen soll, laß es mich bitte wissen.

1689-1698 Boizenburg

1684 4 juni H Johann Ulrich König und Jgfr Carharina Dorothea Hugk.

1688 30 mai Jochim Stafeno u Maria Konowin sind in Blücher cop.

1688 Martii 7 Ein Soldat Friedrich Stafenow??? n Elisabeth Arndt?

1689 Christian August Steinau u Anna Drefs oder Hough in Tessin Cop.???

 

Hello Christoffer,

ich werde sehen, was ich machen kann. Vielleicht haben wir Glück, und können alles zusammenfügen. Jedenfalls beginnen die Kirchenbücher von Kieve bereits 1661. Ich werde sie mir morgen ansehen. Bei den anderen Informationen muß ich mich erst hineindenken. Jedenfalls ist der übersandte Traueintrag sehr interessant. Er lautet:

„den 3ten Septembris seindt Copuliret worden der WollEdle und Wollvornehmer H(err) Ernst Heinrich Forch, Ambtman zu Schwerin mit die Mademoiselle Christina Catharina Mühteren, deß hiesiegen H(err) Ambtman Niclaus Stavenow Jungfer Stieff Tochter“

Das bedeutet, daß die Braut keine leibliche Tochter des Niclaus Stavenow war, sondern von seiner Frau mit in die Ehe gebracht wurde. Außerdem wissen wir, daß seine Frau Mühter hieß. Ich gehe davon aus, daß Stavenows Frau mit einem Mühter vorverheiratet war. Aus anderen Akten (Domanialamt Zarrentin Nr. 971) wissen wir, daß die Witwe von Amtmann Stavenow in Zarrentin Anna Margreta Hougk hieß. Nach der jetzigen Information wäre diese Frau in erster Ehe mit einem Mühter verheiratet gewesen.

Bingo: In Boizenburgs veröffentlichten Trauregistern fand ich am 11. April 1689 die Trauung des Amtmanns in Schwaan Johann Mütterer mit Jungfer Margareta Hugkin.

Die Braut, die 1711 Ernst Heinrich Forch heiratet, stammt also aus dieser Ehe. Ist bekannt, wann die Ehe Stavenow mit der Witwe Mühter, geborene Hugk, geschlossen wurde? Ich werde mir morgen die Kirchenbücher von Kieve ansehen.

Mit besten Grüßen Karl-Heinz

 

20161207 Hallo Christoffer,

heute habe ich die neuen Spuren verfolgt, die sich aus dem Traueintrag Forch-Mühter ergeben haben:

In den Kirchenbüchern von Kieve (für Mönchhof) sind in den Jahren 1690-1700 keine Stavenow-Taufen genannt, obwohl Mönchhof als Wohnort Erwähnung findet. Paten sind nur bei wenigen Taufen erwähnt. Darunter befindet sich jedoch kein Stravenow. In den gleichen Jahren konnte ich auch kein Stavenow-Begräbnis ermitteln.

Dasselbe habe ich dann für Wredenhagen unternommen. In diesen Kirchenbüchern läßt noch am 11. November 1695 Amtmann Klentz eine Tochter taufen. Aber auch Amtmann Stavenow läßt taufen, wobei keine Paten genannt sind:

- Johann Niclas Stavenow, getauft 23 Februar 1696.

- Caspar Friederich Stavenow, getauft 3. April 1698.

In der Zeit von 1690-1700 wird kein Namensträger Stavenow in Wredenhagen beerdigt.

Der Vorname des ersten Kindes ist sehr interessant. Sollte dieser Johann Niclas derselbe sein, der später Zollinspektor in Warnemünde wird?

Das würde bedeuten, daß die beiden Amtmänner in Wredenhagen und in Zarrentin doch ein und dieselbe Person sind, was wir wegen der unterschiedlichen Handschriften verworfen hatten.

 

Leider wissen wir nicht, wann der Amtmann in Zarrentin die Witwe des Amtmanns Mütterer (Mühter) aus Schwaan heiratete. Sollte es sich bei beiden Amtmännern um nur eine Person handeln, dann müßte Amtmann Mütterer in Schwaan vor 1696 verstorben sein. Leider setzen die Kirchenbücher von Schwaan erst nach 1700 ein. Aber ich habe heute die Akten des Domanialamtes Schwaan im Landeshauptarchiv geprüft (Bestand 2.22-10/23 Domanialamt Schwaan). Ein Johann Mütterer ist von 1674-1675 Amtsschreiber in Schwaan, von 1675 bis mindestens 1687 Amtsverwalter und von 1690-1694 Amtmann. Noch im Jahre 1694 tritt ein Dietrich Walffrath in die Funktion des Amtmannes! Im Detail fand ich, daß Johann Mütterer noch am 15. Januar 1694 in seiner Funktion als Amtshauptmann an den Herzog schreibt (Nr. 363 Bitte des Amtshauptmanns Johann Mütterer um neue Anweisung zur Auszahlung von 300 Talern, da der zur Zahlung angewiesene Kaufmann Stephan Zander zu Rostock nicht zahlen will. 1694).

 

Dann wurde es interessant:

In einer zweiten Akte (Nr. 775) geht es um „die Verpfändung des Hofes Bröbberow an die Erben des Amtsverwalters Mütterer zu Schwaan. 1685-1700“).

Aus dieser Akte geht hervor, daß Mütterer dem Herzog 1685 1.000 Taler geliehen hat, die mit 5 % verzinst werden. Mütterer wird bereits am 25. Juni 1694 als verstorben bezeichnet. 1697 soll das Amt an einen Maneke neu verpachtet werden, worauf Mütterers Erben – deren Namen nicht genannte werden – ihre Forderungen geltend machen. Als Vormund der Mütterers Kinder erster Ehe (!) fungiert ein Hinrich Müterer. Die Summe soll im Juni 1698 ausgezahlt werden, was aber nicht passiert.

Am 27. Juli 1698 meldet sich Nicolaus Stavenow aus Güstrow (!) und fordert wenigstens die Zahlung eines Teilbetrages in Höhe von 300 Talern. Das wird bewilligt. Für uns interessant ist, daß die Unterschrift Stavenows die gleiche ist, die ich aus den Steuerlisten des Amtes Wredenhagen kenne.

 

Im Folgenden übersehe ich den Streit um die Auszahlung der geliehenen Gelder und konzentriere mich auf die Rolle Nicolaus Stavenows in diesem Zusammenhang!

Am 2. April 1700 meldet sich Niclaus Stavenow „in Ehelicher Vormundtschaft Meiner Fraw Margretha Huneken“ erneut aus Güstrow und schreibt, daß die Kinder erster Ehe ihr Geld erhalten haben. Er macht aber geltend, daß „daß Kindt letzter Ehe“ ebenso Ansprüche hat, wie die Kinder erster Ehe des Verstorbenen. Dieses Kind zweiter Ehe bezeichnet er später als seine „Stieftochter Cathrina Mütererin“. Wieder unterschreibt er mit der Unterschrift, die wir von Wredenhagen her kennen.

 

Am 14. Oktober 1700 schließlich schreibt Niclaus Stavenow ohne Ortsangabe erneut und fordert noch einen gewissen Anteil von der Summe, wobei er seine Ausgaben in seiner Eigenschaft als Amtmann in Wredenhagen erwähnt. Diesmal zeichnet er jedoch mit einer anderen Unterschrift, nämlich mit der, die wir aus den Steuerlisten von Zarrentin kennen.

Am 25. November 1700 erfolgt ein weiteres Schreiben von Niclaus Stavenow aus Güstrow, in dem er erneut um die Zahlung seines Anteils (das kann aber nur der Anteil seiner Stieftochter sein) bittet.

Am 29. November 1700 schreibt er letztmalig aus Güstrow und legt eine Einnahme- und Ausgabenrechnung des Amtes Wredenhagen über mehrere Monate vor. Leider nennt er keine Jahreszahl. Er erwähnt aber mehrfach seine Frau und deren Tochter.

Auch diese letzten beiden Briefe tragen die Unterschrift des Amtmanns von Zarrentin.

 

Nicolaus Stavenow hat offensichtlich seine Unterschrift im Jahre 1700 geändert. Für mich besteht kein Zweifel mehr, daß der Amtmann in Wredenhagen und der Amtmann in Zarrentin ein und dieselbe Person sind. Der Ehemann der Margarethe Hugk, verwitwete Mütterer, und Stiefvater der Christina Catharina Mütterer, ist unzweifelhaft identisch mit dem späteren Amtmann von Zarrentin, auch weil er in mehreren Schreiben Bezug zu seiner früheren Tätigkeit in Wredenhagen nimmt.

Das paßt doch nun alles ganz wunderbar zusammen.

 

Ich fasse unsere neuen Erkenntnisse zusammen:

Am 11. April 1689 heirateten in Boizenburg der verwitwete Schwaaner Amtmann Johann Mütterer und Margareta Hugk, Tochter des Bürgermeisters von Boizenburg.

Aus dieser Ehe stammt mindestens eine Tochter, nämlich Christina Catharina, die am 3. September 1711 in Zarrentin den Schweriner Amtmann Ernst Heinrich Forch heiratet. Der Amtmann Johann Mütterer stirbt im Jahr 1694 in Schwaan, worauf seine Witwe an unbekanntem Ort Nicolaus Stavenow heiratet, der von 1695-1698 Amtmann in Wredenhagen ist. Leider läßt sich diese Eheschließung nicht mehr nachweisen.


Aus der Ehe des Nicolaus Stavenow mit (Anna) Margareta Hugk, verwitwete Mütterer (Mühter) stammen mindestens zwei Kinder, die während der Zeit in Wredenhagen geboren wurden, nämlich die beiden Söhne Johann Niclas (geboren 1696) und Caspar Friederich (geboren 1698).

Die Familie hat sich zwischen 1698 und 1702 zumindest zeitweise in Güstrow aufgehalten und ist ab 1702 in Zarrentin nachweisbar.

Am 23. Juli 1715 wird der Amtmann Nicolaus Stavenow in der Kirche Zarrentin beigesetzt, seine Witwe wird am 21. April 1719 ebenfalls in Zarrentin beerdigt.

Im Pfarrarchiv Zarrentin, das ebenfalls im Landeskirchlichen Archiv Schwerin vorliegt, fand ich eine Sammlung von Leichenpredigten der Jahre 1680-1752. Natürlich habe ich mir diese Akte genau angesehen und hoffte, daß bei der Beerdigung des Amtmanns Stavenow eine Leichenpredigt gehalten wurde. Leider erfüllte sich die Hoffnung nicht. Es wäre auch zu schön gewesen.


Anhand der Beichtkinderverzeichnisse von 1704 wissen wir, daß Nicolaus Stavenow zu diesem Zeitpunkt 41 Jahre alt ist und aus Lübeck stammt. Er wurde also um 1663 geboren. Seine Frau war 1704 32 Jahre alt und stammte aus Boizenburg. Das stimmt mit unseren anderen Quellen überein. Sie wird also um 1772 geboren sein und war zum Zeitpunkt ihrer ersten Eheschließung 17 Jahre alt.

Vielleicht sollten wir noch die Kirchenbücher beider Güstrower Kirchen der Jahre 1698-1702 durcharbeiten, ob in ihnen weitere Stavenow-Kinder nachweisbar sind.

 

Mit besten Grüßen

Karl-Heinz

 

Bilder unten

Briefe an Nils Bielke (aus Bielkesammlingen Riksarkivet)


Briefe 20 okt 1695 an Nils Bielke 

 

 

Briefe 4 30 october 1696 an Nils Bielke 

 

Briefe 2 30 oct 1695 an Nils Bielke 

 

 

Briefe 5  25 november 1696 an Nils Bielke 

 

Briefe 3 april 1696 an Nils Bielke 

 

 

Briefe 6  25 maj 1697 an Nils Bielke 

 

 

 

Geb um 1695-1719 – 1749 Hertzoglichen Zollinspektor und Pächter Johan Nicolaus Stavenow (Rostock, Warnemünde) Mecklenburg

Älteste Sohn der Amtmann in Wredenhagen und Zarrentin Nicolaus Stavenow aus Lübeck und Anna Margaretha Huck.

 

”- Nr. 971 Beglaubigung, daß Johann Nicolaus Stavenow der Sohn des verstorbenen Amtmanns Nicolaus Stavenow ist 1719 (Diese Akte habe ich mir angesehen. In ihr schreibt der in Rostock lebende Sohn von Nicolaus Stavenow, daß sein Vater 1715 in Zarrentin verstorben ist. Die Witwe des Verstorbenen, Anna Margreta Hougck, Tochter des Bürgermeisters Hougck in Boizenburg, hat danach die Pachtung des Amtes Zarrentin weitergeführt und starb 1719 in Zarrentin. Nun beabsichtigt der "älteste und eheleiblicher" Sohn Johann Nicolaus Stavenow zu seinem Onkel zu gehen. Dieser Onkel ist ein Bruder der Mutter und arbeitet als "Secretarius Hougck in Engelland". Johann Nicolaus bittet den Herzog um ein Schriftstück, in dem seine Herkunft von Amtmann Nicolaus Stavenow und Anna Margareta Hougck bestätigt wird. Herzog läßt ihm dieses Schriftstück ausfertigen und zusenden)”.

 

1719 lebt der Hertzoglichen Zollinspektor Johann Nicolaus Stavenow in Rostock. 1719 könnte er sich heiraten und ist nach Onkel Hough in Engeland gefahren. Wird Zollinspector in Warnemünde am spätestens 1722 und wirkte dort bis am mindestens 1749. (Landeshauptsarchiv Schwerin, Bestand 2.12-2.13 Zollwesen und Elbhandel, Bündel Nr. 76.)

 

Er war verheiratet mit Anna Sophie Hentzen 1722. Am 12 November "ist der Hochgelerte Herr Stavenau Zollinspector zu Warnemünde mit der Herr Amtmanns Hentz, Tochter Margaretha Sofia Elisabeth Copuliert". (KB Mecklenburg Schwerin und Stralendorf)

 

Pächter des Hertzoglichen (Christian Ludewig zu Mecklenburg) Hofes Brusow in Kröpelin an den Zollinspector Johann Nicolaus Stavenow. (Dominalamt Doberan, bestand 2.22-10/7 Akten Nr. 2625 und Nr 2649) 1739-1748.

Reg.-Nr.: 5320-84/2011


Stavenow, Johann Nicolaus Zollinspektor in Warnemünde lässt taufen:

Kinder 1 1723 Henrica Anna Catharina getauft 14.11.1723. Geb. zu Brusow.

 

Kinder 2 1725 Maria Johanne getauft 21.06.1725. verh. 09.01.1750 Warnemünde mit Speeckmann, Christian Albrecht. Amtsschreiber in Dobberan.

 

Kinder 3 1727 Carl Leopold Georg. getauft 18.01.1727 Biestow -18 In Warnemünd Carl Leopold George Staveno Herrn Joh. Stravenow Dicent Inspectoris Taufe die durch Berthogin Zu Bützow Ge: Pohwalltzin Grantzainen und Mons. Hentz Pension zu Beütin.

Stud. In Rostock 1744. Die Matrikel der Universität Rostock IV. 1694-1789 s 232.

 

Kinder 4 1728 Andreas Hinrich Am 13 october had der H Zollinspector Johann Stavenow mit Frau Ann Sofie Henzen zu Warnemünde Andreas Hinrich Stavenow getauft. Paten Hr. Burgermst. in Rost. Andr. Michelis, Hr K Amtm. Steinkop, u der fr Proffesorin Beckers. 

(Steinkop vgl. Schneider Gottlieb Stavenow in Lübeck verh. Steinkop)

 

Kinder 5 Andreas Friedrich Georg. getauft 31.07.1730. gestorben 11.03.1732

 

Kinder 6 Henrica Catharina Sophia. getauft 11.11.1733 Warnemünde. (Verh. am 3 dec 1762 mit H. Caspar Henning organist und Schuster/Schulze zu Gröbenhagen und Jgfr. Sophia Henrica Stavenow. (KB Grubenhagen MB))

 

Kinder 7 Regina Sophia Dorothea. getauft 27.11.1735 Warnemünde. Im Kirchenbuch wurde zur damaligen Zeit nur das Taufdatum eingetragen. Der Geburtstag war maximal 3 Tage vorher, denn die Kinder mussten in den ersten 3 Lebenstagen getauft werden. Verst. 55 J 6 monate 23 Tage Alt in Mittel, Rövershagen. 19 jun 1791. Verh. mit das Gfl. Forstinspector Joh. Jac. Rodeler. (KB Mittel Rövershagen u Rövershagen)

 

Kinder 8 1739 Johan Joachim + vor 1797. Getauft am 31 Jul 1739 in Kröpelin, Mecklenburg-Schwerin, als Vater ist 1739 eingetragen: “Zollinspectoris und Pensionari zu Brusow Herr Stavenow“.

Der Kaufmann und Materialist H. Johan Joachim Stavenow Verheiratet mit Jüngfrau Margaretha Christina Brüshaver am 4 dec 1778 in Dobberan. Gestorben Anno 1797 als Weyland Herrn Stavenow zu Doberan Frau Anna Margaretha Christina geboren Brüshaver. Anna Margaretha Christinana Brüshaber war in 1747 geboren und ist gerstorben am 01 Feb 1797 in Kröpelin, Mecklenburg-Schwerin.

 

Kinder 9 1741 Magdalena Sophia Margaretha- 22 Aug Der Herr Zollinspector Stavenow und erb p.t. Pächters zu Brüsow. Töchterlein Magdalena Sophia Margaretha. P 1 Die frau Amtmannin Berlingen. 2 Die Frau Manercken von Lützow 3 Die Frau Pastorin Hornemannen. 4 Die H Ambtmann Klentz von Walsmühlen.

1742 S 35?

(Not. Amt Walsmühlen wo Andreas Stavenow Hauptmann war um 1560-1604)

 

Kinder 10 1745 Helena Elisabeth Christina Stevenow. Getauft am 31 Jan 1745 inKröpelin, Mecklenburg-Schwerin. als Vater ist 1745 eingetragen: „Zoll – Inspectoris zu Warnemünde und p. t. Pächter zu Brusow Herr Stavenow“, Mutter Klenzen. (Indexing Project (Batch) Number: I06875-6. System Origin: Germany-EASy. Source Film Number: 69281. Collection: Germany Births and Baptisms, 1558-1898.)

 

Pate

Zollinspector St. Zu Warnemünde Ernennt als Pate am 13 dec 1741 zusammen mit BGM Trechenow. KB Kröpelin.

1761 Ernennt als Hr Inspector Stabenow, Pate KB Doberan.

 

Die Dänischen Soldaten 

1747 Abschiebung in Warnemündegelandeter abgedanker dänischer Soldaten aus Mecklemburg. (Findbücher, Inventarie und Kleine Schriften Beziehungen Mecklemburgs zu Staten und Städten des Ostseeraumes- Landeshauptarchiv Schwerin. (S. 164 notis 636).

Enthält u.a: Korrespondenz Herzog Christian Ludwigs II von Mecklemburg mit Bürgermeister und Rat der Stadt Rostock sowie Zollinspektor Stavenow in Warnemünde.

 

1722 - 1732 Durchführung einer Visitation bei Zollinspektor Johann Nicolaus Stavenow in Warnemünde. Enthält:

u.a. Gesuch Stavenows; Visitationsschein der Beobachtung von Schiffen in Warnemünde bei ihrer Löschung und Beladung. (Hauptstaatsarchiv Hannover, Bestandbezeichnung: Mecklenburgische Exekution, Signatur: Nr. 1485, Alte archivsign III S 64,Gliederungen Stellen- und Personalangelegenheiten, Klassifikationskennzahl 03.02.02.  .  .  ,Teilprovenienz  Abt. 3, Lagerungsbestand: Hann. 9g.)

 

Donation mit Allianz Wappen

Kleinkunstwerke von Metall. An älterem Abendmalgeräth besitzt die Kirche drei silbervergoldete Kelche, welche der schon von den Rostocker Kirchen her durch seine vielen Arbeiten genugsam bekannte Goldschmied Daniel Halbeck angefertigt hat, und von denen zwei mit dem Jahre 1725 datiert sind. Einer dieser letztrern ist der inschrift nach ein Geschenk des herzoglichen Zollinspectors Johann Stavenow zu Warnemünde vom 16 April 1725. Joh. Stavenow und seine Gattin Anna Sophie Hentzen, schenken im selben Jahre auch laut Inschrift eine ovala silberne Oblatenpyxis mit eingraviertertem Allianz-Wappen, die von demselben Goldschmied gearbeitet ist.

(Die Kunst- und geschichts-denkmäler des Grossherzogthums mecklenbrem-schwerin. Im Auftrage des grossherzoglichen Ministeriums des Innern hrsg. Von der Commission zur Erhaltung der Denkmäler: Bd. Die Amtsgerichtsbezirke Rostock, Ribnitz, Sülze-Marlow, Tessin, Laage, Gnoien, Dargun, Neukalen. Volym 1 av Die Kunst- und geschichts-denkmäler des Grossherzogthums mecklenbrem-schwerin. Im Auftrage des grossherzoglichen Ministeriums des Innern hrsg. Von der Commission zur Erhaltung der Denkmäler, Friedrich Schlie 1896. S 290.)

 

Die Wittwe Johann Nicolaus Stavenow, Inspektorin Stavenow in Warnemünde und Bad Doberan bei Rostock 1751.

Amtsschreiber Christian Albrecht Speckmann verh. 9.1.1750 mit J. Maria Juliana Stavenow. (Franz Schubert Kopulationsregister aus Mecklemburgischen Kirchenbüchern von 1705-1750 Teil D Raum Schwan-Tessin Göttingen 1998. S 25.

Aus: Richtiges Verzeichnis aller Seelen, die sich in Doberan zu des Herrn Tisch halten und daselbst whonen Ao. 1751. Auf und bei dem Kammerhofe.

Im Hirtenkaten: Amtsschreiber Christian Alb. Spieckman, ehefrau: Maria Juliana, Schwegermutter Fr. Inspectorin Stavenowen, deren T: Anna Sophia u. Cath. Juliana. (Schubert, boendeförteckningar).

 

Stavenows dotter bad om en fri begravningsplats till sin döda moder, som var änka den 16.8.1771.

Geschichte von Bad Doberan-heiligendamm in drei Bänden: Bd. Geschichte der ... AvSebstian Heissel. 13 Der Inspector Stavenow

 


Amtsunterlagen

Im Bestand 2.12-2/13 Zollwesen und Elbhandel existieren im Bündel Nr. 76 Akten mit der Bestallungsurkunde des Zollinspectors Johann Nicolaus Stavenow zu Warnemünde vom 27.3.1722. 

 


Im Bestand 2.12-2/13 Zollwesen und Elbhandel existieren im Bündel Nr. 76 Akten mit Unterlagen zu seiner Arbeit 1743-1748. Kopian 4-15.



Im Bestand 2.12-10/7 Dominalamt Doberan die Akten Nr. 2650 und Nr 2649 zur Verpachtung des Hofes Brusow an den Zollinspector Stavenow.



Im Bestand 2.21-1 Geheimes Staatsministerium und Regierung befindet sich die Akte wo die Stavenowischen Töchter um eine Stille Beerdigung und eine freie Begräbnisstätte für ihre verstorbene Mutter, die verwittwete Inspectorin bittet.


 

 

1698- Fam Caspar Friedrich Stavenow (Wredenhagen) (Vordingborg)

Sohn zu Nicolaus Stavenow Amtmann in Wredenhagen. getauft am 3. April 1698 in Wredenhagen.

 

Kinder 1 1726 Johan Hinric Stavenou, geboren 1726. Getauft am 10 maj 1726 in Vordingborg, Praestö, Danmark. Vater; Caspar Fridrich Stavenou, Mutter Anna Maria Sörensdotter. (Vordingborg; Den Danske Folkekirke (Vordingborg, Praesto, Denmark), Christening 1679 - 1756, Microfilm nr. 50835).

 

 

 

1666-1706 Pfarrer Christopher Johan Stavenow (Lübeck) nach (Göteborg 1698)

Christopher Stavenow. Geb 1666. Getauft den 7.2. 1666. Ein Sohn von Claus Stavenow. begr. 18.3.1706 40 J Alt. Christine församling Göteborg.

 

Kinder 1: 1702 Johanna Elionora f. 17 jan 1702

 

Kinder 2: ? Johanna Elisabeth

 

Immatrikuliert 1686, Universität Jena. 1686 Stavenow, Joh. Christopher, Lubeccens., sgr., 2 juni 1686; dep 2.6. 1686.

(Die Matrikel der Universität Jena B.d. II 1652-1723 s CXXV-CXXIX + s 777. S.gr. = Semi gratuitus, Dep, = Deposition.)

Johann Christoph Stavenow, der 1695 als Informator am Hof erwähnt wird (2.12-1/26-14 Acta aulica – Hofpersonal Nr. 610).

War Informator für die Kinder des Burggrafen Hans von Gerde in Göteborg.

 

Blir präst i Göteborg 1696. / Pfarrer Christine Kirche Göteborg Schweden 1696

Johan Christopher Stavenow från Lübeck, känd (1686) 1698, död 1706. Begravdes 18 mars. Fick två döttrar i Göteborg, Johanna Elionora döpt 17 jan 1702, och Johanna Elisabeth. (Göteborgs universitetsbibliotek, Bergs samling, handskriftsavdelningen) I denna samling står även när Johanna Elisabeth föddes. Fruns fader var Martin Fredrik Hermannus.

 

GF saml. Nr 41/77. Berg, samlingar till Göteborgs historia. Stavenow, Joh. Christoffer. Pastor vid Christine kyrka. S 126.

”Hur flitigt man beifrade öfverträdelser af alla slag, fann dock tyske pastorn Stavenow det alldeles otillräckligt, och utlät sig i en predikan 1704, att ”den verldsliga armen intet gör sitt ämbete att straffa en och annan odygd som skall gå i svang” hvilken beskyllning djupt förbittrade magistraten och församlingens ledamöter, som uppmanade pastorn att säga i hvad man det högvördiga prästerskapet begärde handräckning.

 

Göteborgs stifts herdaminne s 68. Pastorer vid Christinae tyska församling.

Johan Christoph Staveno.

Han var från Lübeck och blev pastor här 1698. ”Biskop Carlberg hat förelagt honom eine wunderliche frage”. Med den underliga frågan torde menas, att Carlberg vid introduktionen på en väns tillstyrkan frågade Staveno från altaret, om han var sinnad fullborda församlingens intention om det Hermanska husets konserverande, då Staveno svarade: ”Jag vill såsom Jag lovat, taga dottern till äkta, försörja modern och sonen, till dess han kan försörja sig själv. Han blev också gift med Eleonora Elisabeth Hermannus år 1700. Han ville aldrig komma i konsistorium, därför att han ej fick behålla Hermannus plats därstädes. ”Hade varit en Academicus”. Han dog i mars 1706.      (Studerade år 1686 vid universitetet i Jena. Se kapitlet om Stavenowar vid Akademin).

 

Göteborgs stifts herdaminne ur kyrkan och skolan, efter mestadels otryckta källor och sammanfört av C.W. Skarstedt., Lund 1885. Håkan Olssons boktryckeri.

S.111 Joh. Christoph Staveno (Stavenou)

Från Lübeck, p. 1698. ”Bisk Carlberg har förelagt honom eine ”wunderliche Frage”. Ville aldrig komma i Cons. Derför at han ej fick behålla Hermanns plats. ”hade varit en Academicus”, Erhöll 1700 ett stycke land till hus och trädgård. Dog i mars 1706.

Tillägg s. 363.

Med die ”wunderliche Frage” torde menas at Carlberg, vid introduction på en väns tillstyrkan frågade Staveno från altaret, om han är sinnad att fullborda församlingens intention om det Hermanska husets Conserverande, då S. svarade: Jag vill, såsom jag lofvat, taga dottern till äkta, försörja modern och sonen, till dess han kan försörja sig sjelf. Han blev och gift med Eleon. Elis. Herman 1700. Han har utgifvigt likpredikan över rådman Seb. Tamshustru Cath. Scharenberg d. 6/3 1704 Gbg. 4:0 17 ½ ark utom personalia, öfver den af henne utsedda texten Rom. 8: 31, 32: Die fest gegründete Ruhe in Gott zufriedener Seelen: Nach Abriss der beyden Salomonichen Tämpel Säulen: Jachim der Vesten anweisende den versöhnete Gott, Boas d. Starken anweisende den vor uns hiegegebenen Jesum.

S 1208. (s 111)

Staveno. I en predikan 1704 utlät han sig så, at ”den verldsliga armen gör intet sitt ämbete att straffa en och annan odygd som skall gå i svang”:hvaröfver magistraten förargades och begärde förklaring.

 

Gården på Köpmangatan

Den 4.9.1682 erhöll pres. Gabriel Spalding fastebrev på sin sal svärfader Herman Schmidts hus och gård. Han sålde den till kyrkoherden vid tyska församlingen Magister Martinus Fredricus Hermanni som den 19.2.1683 första gången lagbjöd hus och gård ”på Köpmangatan näst intill Tyske Kyrkogården belägen”, som han köpt av pres. Gabriel Spalding för 900 rdr. Enligt Kiesow var Hermanni, som efter provpredikan i S:a Gertruds kyrka i Stockholm 1679 utsågs till pastor i Göteborg, kyrkoherdeson från Blumberg vid Torgau. I likhet med Vultejus hade han varit huskaplan hos rikskansler de la Gardie. Skarstedt berättar, att 1687 upptäcktes en mineralkälla på Hermannis gård nära intill Tyska Kyrkan; enligt uppgift skulle ”deraf många sjuka druckit helsan uti sig”. Hermanni avled 1698 och efterträddes av Johan Christoph Stavenov, som var gift med hans dotter Elisabeth och kom från Lübeck. Han hade undervisat burggreven Hans von Gerdes barn. Efter Stavenovs död vid 40 års ålder 1706(begr. 18.3.1706) nadrades gården med naborätt av Tyska kyrkan för 1 300 d smt av Stavenovs sterbhus. Gården kom därefter att tjäna som Tyska kyrkans prästgård, där bl.a. Johan Georg Margraff (tomtl. 1720) och Johan Friedrich Niehenck (tomtl 1730–37) var bosatta.

 

 

1731-1767 Gottfried Stabenau Schneidermeister Lübeck

Gottfried Stavenow., Schneidermeister. Eingeburgert 15.11 1731 (Burger Eidbuch S 190). Borgenärer, Christian  Günther och Georg Carl Rodau. Gestorben am 8 Juli 1767. (Domens dödbok S 66)

1731 Stavenau Gottfried Schneider, 15 nov Bürger. Gebühr 9 R. Bürgen: Christian Günther. Georg Carl Rodau. (Burger Ann. B. 1633 A S 688.)


Ehe 1

Gottfried Stavenow (Stabenau) Schneider, Verheiratet 1 30.12.1731 mit Magdalena Steinkop,

Im Dom. (B:15.11.1731).[1]1731 30 Aug. Stabenau Gottfried Schneider, Burger seit 15.11. Verheiraten mit Steinkop Margaretha. Hochzeit über 14 Tagen. (Dom Cop Bd 8 S, 118, 36). (Burg. Ann.B. 1633ff, s 688).



1732 Nov 13 Mitbürge des Schmieders Jacob Rohr. 1755 Juni 31 Mitbürge des Michael Hinrich Fischer.

1732 Gottfried Stabenow und Christian Günther „Bürgen“, für Detlef Otto in Lübeck.

1755 juli 31 Mitbürge des Perükmakers Michael Hinrich Fischer. (Burg Ann B 1633, H S 695, 846)

1766 april 4 Steht Pate.

Stabenau {Gottfried}: Pate am 4 April 1766 in Luebeck bei dem Taufe der Anthon Christian Gottfried Winckler Zwillingsohn von Georg Winkler und Anna Hummel. (Mai & Marquardt#1283). Not found in Kulberg, KS, T, published FSL, or Mai 1798.

Stabenau E. Dorothea}: Patin am 4 April 1766 in Lübeck, beim Taufe von Sophia Elisabeth Winckler Zwillingtochter von Georg Winkler und Anna Hummel. (Mai&Marquardt#1283).

 

Ehe 2

Gottfried Stabenow Schneider, verheiratet 2 26.10. 1738 mit Elisabeth, Doroth. Drews. St. Petri. (B:23.11.1731).[2]1738 21 Trin. abyanR. Stabenow Gottfried Schneider, verh mit Drews Elisabeth Dorothea. Hochzeit über 14 Tagen. (St Petri Cop. Bd. S. 69, 25) Elisabeth Dorothea Stabenau gest. Am 7 Sept. 1779. (Dom. Sterbreg. J. 115)

 

Kinder 1 1740 Christina Elisabeth. 4 nov. Gottfried Stabnauw ein Schneider wohnt in der Lühtzau/Lützowstrasse? tauft im Hause ein tochter Christina Elisabeth. Paten Hinrich Schutt, Christina Margaretha Schachten, Catharina Elistabeth Ausborn. domens dopbok 100/104.

 

Kinder 2 1742 Wilhelm Peter. 22 augusti. Gottfried Stabenau ein Schneider wohnt in der Domkirchgrube Tauft im hause ein Sohn Wilhelm Peter.

Paten Wilhelm Hinr Kroll, Peter Hinrich Schutten, Catharina Öhdegarten. Carstens getauftt N 69. Stabenow Gottfried Schneider, Dessen Sohn Peter gestorben am 9 mai 1757. 1767 Juli 8 Stabenau Gottfried, Schneidermeister Gest. (Dom. S Reg S 66)

 

[1]Franz Schubert, Trauregister aus den ältesten Kirchenbüchern Schleswig Holsteins. Von 1705-1750. Band 7 Stadt Lübeck. 1 Lieferung: Dom, St Marien, St Petri. Göttingen 1994. S 31.

[2]Franz Schubert, Trauregister aus den ältesten Kirchenbüchern Schleswig Holsteins. Von 1705-1750. Band 7 Stadt Lübeck. 1 Lieferung: Dom, St Marien, St Petri. Göttingen 1994. S 180.